Die Dinge, über die wir schweigen

von Lea Dittrich 
4,6 Sterne bei11 Bewertungen
Die Dinge, über die wir schweigen
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Neue Kurzmeinungen

laury.between.the.liness avatar

Trotz der jungen Protagonistin kann dieses Buch mit Sicherheit auch Leser jenseits des Teenageralters begeistern! ♥ 📖

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Eine Geschichte über das Finden von etwas, das man nicht gesucht hat und das Lüften von Geheimnisse, die das bisherige Leben bestimmt haben.

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Inhaltsangabe zu "Die Dinge, über die wir schweigen"

Mimi sammelt Vielleicht-Mütter. Sie fotografiert ältere Frauen, die ihr ähnlich sehen. Die Haarfarbe, der Schwung der Nase, das Profil. Ihre eigene Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das sagt zumindest Mimis Vater. Aber woher kommen dann die vielen Erinnerungsfetzen, die Mimi durch den Kopf schwirren? Bildet Mimi sich das alles nur ein? Und dann bricht dieser Sommer an, der alles verändert: Mimi will endlich die Wahrheit herausfinden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943086560
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:Südpol Verlag
Erscheinungsdatum:28.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    laury.between.the.liness avatar
    laury.between.the.linesvor einem Monat
    Kurzmeinung: Trotz der jungen Protagonistin kann dieses Buch mit Sicherheit auch Leser jenseits des Teenageralters begeistern! ♥ 📖
    Die Dinge, über die wir schweigen


    Klappentext:

    Mimi sammelt Vielleicht-Mütter. Sie fotografiert ältere Frauen, die ihr ähnlich sehen. Die Haarfarbe, der Schwung der Nase, das Profil. Ihre eigene Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das sagt zumindest Mimis Vater. Aber woher kommen dann die vielen Erinnerungsfetzen, die Mimi durch den Kopf schwirren? Bildet Mimi sich das alles nur ein? Und dann bricht dieser Sommer an, der alles verändert: Mimi will endlich die Wahrheit herausfinden ...
    ********* ********* ********* ********* 

    Mit hat es von Anfang an gefallen, die Protagonistin Mimi auf der Suche nach der wirklichen Wahrheit über ihre Mutter zu begleiten.
    Durch den einfachen, aber zugleich fast schon poetischen Schreibstil der Autorin, fühlt sich das ganze Geschehen unheimlich authentisch und echt an. 
    Es war, als wäre ich hautnah mit dabei auf Mimis spannender Reise zu den Wurzeln ihrer Herkunft.

    Die Charaktere bleiben auch nach dem Lesen noch sehr präsent und haben mich so oft in den verschiedensten Situationen zum Schmunzeln gebracht und das Buch lebt von einem ganz besonderen Erzählcharme der Autorin, die es schafft, mit wenigen Worten viel Gefühl zu transportieren  

    Insgesamt ein sehr zu empfehlendes Lesvergnügen, das wichtige Themen wie zum Beispiel Freundschaft, Familie, erste Liebe, Vertrauen, Krankheit.und viele mehr einfühlsam aufgreift. 
    Trotz der durchaus ernsten Thematik, die an mancher Stelle ziemlich unter die Haut gehen, lässt sich das Buch dennoch schnell lesen und ist bestens für zwischendurch geeignet. 
    Besonders die zarte authentische Liebesgeschichte, die wir als Leser mitverfolgen hat mich sehr überzeugt, da sie so erfrischend anders und glaubhaft ist! 
    Zudem ist das Cover ein echter Hingucker für jedes Bücherregal! 
    📖 ♥


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    Vecnas avatar
    Vecnavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über das Finden von etwas, das man nicht gesucht hat und das Lüften von Geheimnisse, die das bisherige Leben bestimmt haben.
    Wenn das, was fehlt, dein ganzes Leben bestimmt

    In ihrem Debütroman schafft es Lea Dittrich auf psychologisch einfühlsame und erzählerisch dichte Weise den Leser schnell in den Bann der Handlung zu ziehen. Obwohl das Buch als Jugendbuch deklariert ist, findet man sich auch als erwachsener Leser schnell in die Geschichte ein. Ein junges Mädchen wächst ohne Mutter auf. Was ist passiert? Die Familie schweigt dazu. Es bleiben Fragen offen, die keiner beantworten will. Der Leser begleitet die junge Protagonistin auf ihren letzten Schultagen vor den Sommerferien und hinein in ihr ganz persönliches Sommerabenteuer.

    Was geht in einem jungen Menschen vor, der mit einem Verlust aufwachsen muss? Wie fühlt er sich mit dem, was übrig geblieben ist von der scheinbar "heilen" Welt?

    Lea Dittrich zeichnet ein realistisches, sympathisches und zutiefst menschliches Bild ihrer Romanfiguren. Das und ihr Talent, das zu sagen, was wichtig ist und dem Leser dennoch Raum für die eigenen Gedanken und Ideen zu lassen, machen dieses Buch so swehr lesenswert.

    Diese Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, Menschen zu haben, denen wir vertrauen können, denen wir wichtig sind. Sie zeigt auch, dass nicht immer alles so ist, wie wir es gern hätten. Dass aber das, was wir finden, wenn wir uns auf die Suche machen, etwas sein kann, was uns verändert und bereichert. Auf eine ganz eigene Weise.

    Dieses Buch ist absolut lesenswert, egal in welchem Alter man ist.

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    -Tine-s avatar
    -Tine-vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine intensive Geschichte über die Familie und das Erwachsen werden in einem sommerlichen Roman.
    Auf der Suche nach dem, was fehlt

    Mimi vermisst ihre Mutter sehr stark. Außer, dass sie bei ihrer Geburt gestorben sein soll, redet ihr Vater aber nicht über sie. Zu ihrer Familie besteht kein Kontakt mehr. Mimi hat Träume und Flashbacks von einer Frau, die ihr über den Kopf streicht oder mit ihr in Schneeflocken tanzt. Sind das Erinnerungen? Als ihr Onkel, zu dem sie lange keinen Kontakt mehr hatte, eine Postkarte schreibt, dass er nun in Berlin leben würde, reist sie kurzerhand zu ihm.

    Zu Beginn des Buches merkt man sehr stark, wie wichtig Mimi die Suche nach ihrer Mutter ist. Nicht nur die Frage, ob sie wirklich noch leben könnte bzw. der Besuch des Grabes, sondern auch ihr Charakter ist für Mimi wichtig. Die Jugendliche braucht Antworten, doch ihr Vater blockt immer ab. Nicht einmal über seine gemeinsame Zeit mit ihr redet er. Mimi fixiert sich total darauf und verfolgt auf der Straße Frauen, die dem Aussehen oder den Gesten her ihre Mutter sein könnten. Mit ihrer Kamera hält sie alle potenzielle Mütter fest und sammelt die Fotos. Es wird sehr intensiv geschildert, wie Mimi de Frauen fast schon stalked und kriminelle Handlungen begeht. Das Fehlen ihrer Mutter und Erzählungen über sie beherrscht Mimis Gedanken und Alltag.

    Lina hatte irgendwann mal gesagt, dass sich mit Musik irgendwie alles besser anfühlte. Selbst das Traurigsein. Und sie hatte recht. - S. 157f

    Lea Dittrich verwebt auf Mimis Suche auch wichtige Themen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, wenn man erwachsen wird. Mimi trifft auf chronische Krankheiten, sexuelle Orientierung und ihre erste Liebe. Diese ernsteren Themen werden stückweise in die Geschichte eingeflochten, sodass man sich trotzdem noch auf das große Geheimnis hinter Mimis Mutter konzentrieren kann und die Geschichte nie zu schwer wird.

    Das Ende hat mir gut gefallen, da sich Mimi stark weiterentwickelt hat und sich die Geheimnisse um ihre Mutter aufgelöst haben. Mimi wurde während ihrer Reise erwachsen. Anfangs ist sie noch impulsiv und läuft von zu Hause weg, ohne zu ihrem Vater Kontakt zu halten und ihn zu beruhigen, weshalb die Situation etwas eskaliert. Mit der Wahrheit über ihre Mutter und der Zukunft geht sie später sehr reif und besonnen um. Der Schluss wurde nur leicht offen gehalten, sodass man sich Mimis Zukunft selbst gut ausmalen kann.

    Fazit:

    „Die Dinge, über die wir schweigen“ erzählt Mimis Suche nach ihrer Mutter. Sie taucht tief in die Geschichte und Charaktere ihrer Familie ein und macht auf ihrer Reise eine positive Entwicklung durch. Lea Dittrich verbindet eine lockere Sommergeschichte mit der Suche nach der Identität und einigen wichtigen Aspekten, mit denen sich Jugendliche auseinandersetzen müssen.

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    Siraelias avatar
    Siraeliavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte, die zum nachdenken anregt, sich an nicht alltägliche Themen herantraut, die -wie der Titel schon deutet- verschwiegen werden.
    Gelungenes Debüt, welches nicht alltägliche Themen gefühlvoll in Szene setzt

    Mit „Die Dinge über die wir Schweigen“ ist der Autorin Lea Dittrich ein sehr einfühlsames und überzeugendes Debüt gelungen, welches im Südpol Verlag erschienen ist und mit einem wunderschönen Cover aufwartet.

     

    Mimi ist auf der Suche nach ihrer Mutter. Laut ihrem Vater ist ihre Mutter bei der Geburt gestorben. Aber warum hat sie so viele Flashbacks, bei denen sie mit ihrer Mutter Situationen erlebt? Sie fühlt sich mit ihren Gefühlen allein gelassen und so ist sie auf der Suche nach „Vielleicht-Mütter“, sie verfolgt Frauen, die ihr irgendwie ähnlich sind und sammelt Informationen über diese. Aber das reicht ihr nicht mehr aus und so macht sie sich auf die Suche nach der Familie ihrer Mutter und reist zu ihrem Onkel nach Berlin. Diese spontane Reise wird viele neue Fragen aufwerfen aber auch Fragen beantworten. Nicht nur Mimi, sondern ihre ganze Familie wird sich entwickeln und den „Leichen im Keller“ stellen.

     

    Es werden in diesem Buch viele tiefgreifende Themen angesprochen und behutsam und auf Augenhöhe der lesenden Zielgruppe transportiert. Das alles überlagernde Thema in diesem Buch ist für mich die fehlende Kommunikation zwischen Vater und Tochter. Der Vater traut sich nicht, offen mit Mimi zu sprechen und sich ihren Fragen zu stellen. Warum er das macht, wird zum ziemlich offen gestalteten Ende des Buches deutlich. Auch wenn ich sein Verhalten nicht gut finde, so kann ich es doch nachvollziehen.

     

    Besonders gut finde ich das offen gehaltene Ende der Geschichte, die dem Leser die Chance gibt, sich vorzustellen, wie es weiter gehen könnte. Denn das Leben bietet kein Bonbonsüßes Happy End sondern die Bandbreite an möglichen Entwicklungen. Man konnte miterleben, wie die Protagonisten an dem Erlebten wuchsen und sich weiterentwickelten und genau das ist das Besondere an diesem Buch. Auch die Nebenplots sind gelungen in die Geschichte einflochten.

     

    Für dieses gelungene Leseerlebnis vergebe ich 5 von 5 Sterne und freue mich, weitere Bücher der Autorin zu lesen.


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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 5 Monaten
    Hältst du das Schweigen aus?

    Meine Meinung zum Jugendbuch:

    Die Dinge über die wir schweigen


    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt gibt es wie stets auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:

    Mimi ist nur mit ihrem Vater zusammen, denn die Mutter ist tot, so sagt man, doch was steckt wirklich hinter Mimis Erinnerungen? Gibt es vielleicht mehr, als das sie ahnt?

    Als eine Karte ihres Onkels auf dem Tisch liegt und ihr Vater wieder geheimnisvoll unterwegs ist, ist klar, sie fährt nach Berlin und will zu ihrem Onkel, aber wird ihr das gelingen, wird er die Wahrheit wissen?

    So beginnt eine aufregende Reise für Mimi, die sie euch erzählen möchte.



    Wie ich das gelesene empfand:

    Dieses Buch hat etwas besonderes an sich, es ist nicht wie jedes Jugendbuch, sondern es geht tiefer, ist ernster und auch verspielter. Und doch ist es so, das man sich recht schnell von Mimi und ihren Verwandten trennen kann und sie wieder ziehen lassen kann, wäre da nicht die offene Frage am Ende, und ich hoffe diese Frage wird noch irgendwann beantwortet und nicht offen im Raum stehen gelassen werden.



    Thema im Buch:

    Mimi ist ein starkes Mädchen, das aber endlich die Wahrheit erfahren möchte und deswegen ziemlich viel Blödsinn anstellt, einerseits, weil sie fremden Frauen, die irgendwie Ähnlichkeiten zu ihrer eigenen Mutter haben könnten belauert, sie fotografiert und bestiehlt, andererseits weil sie allein nach Berlin reist und dort ihren Onkel treffen will, der nicht ganz normal ist, denn einerseits steht er auf Männer, andererseits hat er das Touréttesyndrom, dadurch hat er Ticks und man kann schon erst mal erschrecken, wenn man das so nicht kennt.

    Ihr Onkel bekommt irgendwann mit, das Mimi eigentlich abgehauen ist, verspricht ihr aber, die Wahrheit auf den Tisch zu legen und so fahren er, sein Mitbewohner und Mimi zu der Oma. Was sie da erfährt kratzt leider etwas an der Oberfläche und hier hätte ich etwas mehr erwartet, dennoch ist die Themenauswahl wirklich wirkungsvoll und vieles was angesprochen wird an Themen, bin ich mir nicht sicher ob heute Jugendliche das verstehen können, wenn sie die Zeit von der DDR nicht kennen.

    Ich hoffe einfach, das Mimi noch ein Buch gewidmet wird, und dadurch noch viel mehr aufgedeckt wird.

    Auf jeden Fall ist dieses Buch ein Sommerbuch aber mit Schwergang und somit kein leichtes Buch, sondern man hinterfragt sich, fühlt in sich und empfindet mit. Das finde ich passend.


    Charaktere:

    In dieser Geschichte trifft man zwar nicht die Mutter von Mimi doch diese nimmt dennoch einen wirklich wichtigen Raum ein. Dann gibt es Hannes den Vater von Mimi, ihren Onkel und dessen Freund, die Großmutter und zwei Klassenkameraden die aber zu kurz zu Wort kommen, auch wenn die erste Liebe mit dabei ist, deswegen hoffe ich hier wirklich auf einen Nachfolger der Geschichte und das ich die Figuren besser greifen kann.

    Am meisten hat mich Mimi mit ihren Fragen und Gedanken beschäftigt, was ich realistisch empfinde und somit glaube, das Jugendliche sich mit Mimi gut verbinden könnten.


    Spannung:

    Mimi hat mir eines voraus, sie ist schon mal in Berlin gewesen, das fehlt mir noch. Ihre Reise und ihre Erlebnisse sind spannend, weil es ihre Geschichte, Familie und die Wahrheit betrifft, würde ich so stark wie Mimi sein, wenn ich an ihrer Stelle wäre? Und das macht diese Geschichte so spannend und auch authentisch.



    Empfehlung:

    Ich kann mir vorstellen das Mimi eine gute Freundin für alle sein könnte, denen ein Elternpaar fehlt, die mit Krankheiten die in der Psyche stattfinden zum ersten mal damit in Kontakt kommen, Hilfreich sein kann, für alle die einfach eine schöne Sommergeschichte mögen, die auch Tiefgang hat und auch für alle die einfach die Zeit von der ehemaligen DDR noch kennen, dieses Buch toll sein kann.

    Mich hat das Buch gut unterhalten, auch wenn ich nicht an einem Stück an diesem Buch lesen konnte.


    Bewertung:

    Ich möchte Mimi und ihrer Geschichte gerne vier Sterne geben.

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    Aer1ths avatar
    Aer1thvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ganz wundervolles Buch mit tiefgreifender Thematik. Absolute Leseampfehlung von mir!
    Ein ganz wundervolles Buch mit tiefgreifender Thematik - lesen!

    Worum geht’s?


    Mimis Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben – das behauptet zumindest Mimis Vater. Doch Mimi möchte nicht so recht daran glauben und “sammelt” daher Vielleicht-Mütter. Frauen, die ihr ähnlich sehen und vom Alter her ihre Mutter sein könnten. Die Erinnerungsfetzen in ihrem Kopf kann sie sich doch auch nicht nur einbilden, oder?
    Mimi möchte endlich die Wahrheit erfahren und fasst eine folgenschwere Entscheidung – sie möchte ihren Onkel finden, zu dem sie schon jahrelang keinen Kontakt mehr hatte.

    Meine Meinung zum Buch


    Ich entspreche zwar nicht mehr ganz der anvisierten Zielgruppe, doch das Thema des Buches hat mich gerade als noch recht frische Mutter doch sehr angesprochen und gereizt. Ist Mimis Mutter wirklich verstorben, hat sie sie verlassen oder musste sie aus einem anderen Grund gehen?
    Muttersein ist ohne Frage anstrengend und ich wünsche mir manchmal mein “altes Leben” zurück, doch mein Kind dafür verlassen, würde ich nie. Daher wollte ich unbedingt den Grund für die Abwesenheit von Mimis Mutter erfahren.

    Ohne Mutter aufwachsen zu müssen ist schon hart genug, noch viel schlimmer wird es allerdings, wenn man das Gefühl hat, dass das, was einem erzählt wird, gar nicht stimmt.
    Ich kann Mimis Bedürfnis – ja schon fast Besessenheit – ihre Mutter zu finden bzw. die Wahrheit zu erfahren voll und ganz verstehen.

    Lea Dittrich greift mit ihrem Debütroman ein sehr intensives und auch wichtiges Thema auf. Sie scheut nicht davor zurück den (jungen) Leser auch ab und an zu fordern. “Die Dinge, über die wir schweigen” ist ganz klar ein Jugendbuch, doch ein Jugendbuch mit Tiefe und anspruchsvoller Schreibweise. Keinesfalls schwer – doch zum einfach so “weg lesen” , ist es meiner Meinung nach auch nicht gedacht. Es ist ein Buch, mit dem man sich während des Lesens beschäftigt und auch noch danach. Ein Buch, dem man seine volle Aufmerksamkeit schenken muss und sollte.

    Die Autorin greift vorsichtig und auch mehr am Rande noch weitere Themen auf, als da wären Freundschaft, die erste Liebe und Homosexualität. Diese Themen nehmen nicht viel Raum ein, das ist aber auch ok. Ich persönlich hätte mir ein klein wenig mehr Raum dafür gewünscht – der Grad zwischen “gerade richtig” und “zu viel” ist hier jedoch sehr schmal, daher finde ich, dass Lea Dittrich das schon sehr gut gemeistert hat.

    Als Debütroman ist dieses Buch wirklich ein kleines Meisterwerk – ich bin vollkommen begeistert von dem Buch und besonders von dem Ende. Und ich bin mir sicher, dass ihr zweiter Roman sogar noch ein kleines Bisschen besser werden wird.

    Fazit


    Mit “Die Dinge, über die wir schweigen” ist Lea Dittrich ein ganz besonderes Debüt gelungen. Ein Buch, mit so einer schweren und wichtigen Thematik, das sich aber leicht und einfach lesen lässt, obwohl es einen doch schon fordern kann.
    Ich bin einfach nur begeistert von dem Buch und muss ehrlich gestehen, dass bei mir das ein oder andere Mal sogar ein paar Tränchen geflossen sind.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

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    Rosa1508vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schöner Roman übers Erwachsenwerden mit sympathischen Figuren und in einem sehr schönen Schreibstil.
    Ein schöner Jugendroman, der zum Mitfühlen und Mitdenken einlädt.

    „Die Dinge, über die wir schweigen“ ist eines jener Bücher, das mich sehr gepackt hat und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zum einen, weil ich mich sehr gut mit allen Figuren, vor allem mit der Hauptprotagonistin Mimi, identifizieren konnte, zum anderen weil es viele Themen aufgreift, die einen zum Nachdenken anregen und über die man nicht einfach hinweglesen kann. Unter anderem geht es um die erste Liebe, Selbstfindung, Homosexualität, Gesetzesverstöße, Arbeitslosigkeit und Krankheit. Alles keine leichten Themen, hier aber so in die Handlung eingeflochten, dass sie keine Schwere hinterlassen, sondern eher zeigen, wie vielfältig das Leben ist und wie man mit bestimmten Situationen umgehen kann.
    Lea Dittrich hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Manchmal sehr gewählt und detailliert, dann wieder leicht und flott. So bereitet sie uns ein schönes Lesevergnügen.

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    Mognivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch mit Tiefgang, Mimi versucht eigentlich nur ihre Mutter zu finden, findet dabei aber ihre Familie und verliebt sich das erste mal
    Ein Jugendbuch für jedes Altersklasse

    Ich hab das Buch hier gewonnen und bin ohne Vorurteile ran, erst dachte ich typische Jugendbuch. Junge trifft Mädchen, die Kumpels sind doof zu ihr und so weiter.
    Aber nein, das Buch zog mich in den Bann. Eigentlich sucht Mimi ihre Mutter, die laut Vater bei der Geburt gestorben ist, dabei hat sie Erinnerungen an sie. In jeder Frau der ihr entgegen kommt, sucht sie Ähnlichkeiten und sie verfolgt diese Frauen regelrecht. Dann kommt eine Karte aus Berlin von ihren Onkel, der in Berlin wohnt, Mimi macht sich auf nach Berlin alleine, um das Geheimnis der Mutter zu lüften. In diesen Buch werden Themen angeschnitten, die oft ein Tabu Thema in der Gesellschaft sind Tourette- Syndrom oder Manisch-Depresiv zu sein. Es ist das erste mal, dass ich in einen Buch was über Tourett gelesen habe. Ich arbeite im Krankenhaus und hab es noch nie live erlebt, dafür andere Zwänge und ich finde es klasse, wie Mimi damit umgeht. Ich weiss, dass es nur ein Buch ist, aber Jugendliche ziehen aus so Bücher viel raus.
    Es gehört für mich zu den besten Bücher dies Jahr, denn es hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht. Werde gleich gucken, ob die Autorin noch mehr Bücher hat, denn 10 Daumen dafür.

    Kommentare: 2
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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 2 Monaten
    ShirinHarokikis avatar
    ShirinHarokikivor 3 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    L
    Liebe Community,

    mein Debüt "Die Dinge, über die wir schweigen" ist gerade frisch im Südpol Verlag erschienen.
    Nun starte ich meine erste Leserunde auf Lovelybooks und lade euch herzlich ein, das Buch zu lesen, zu diskutieren und zu rezensieren. Der Südpol Verlag stellt dafür 10 Exemplare zur Verfügung.
    Ich werde, sooft es mir möglich ist, aktiv an der Leserunde teilnehmen und freue mich auf den Austausch und eure Fragen!

    Zum Buch:
    Mimi sammelt Vielleicht-Mütter. Sie fotografiert ältere Frauen, die ihr ähnlich sehen. Die Haarfarbe, der Schwung der Nase, das Profil. Ihre eigene Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das sagt zumindest Mimis Vater. Aber woher kommen dann die vielen Erinnerungsfetzen, die Mimi durch den Kopf schwirren? Bildet Mimi sich das alles nur ein? Und dann bricht dieser Sommer an, der alles verändert: Mimi will endlich die Wahrheit herausfinden ...

    Zur Autorin:
    Lea Dittrich hat schon in der Grundschule ihre Klassenkameraden mit selbstausgedachten Märchen unterhalten (echt wahr ;). Nach ihrem Studium der Deutschen Literatur hat sie als Lektorin anderen Autoren dabei geholfen, ihre Geschichten in die Welt zu bringen. Seit der Geburt ihrer Tochter ist sie als freie Autorin, Lektorin und Redakteurin tätig. Lea Dittrich lebt mit ihrer Familie in Berlin.

    Um eines der 10 Exemplare zu gewinnen, verratet mir doch:
    Würdet ihr immer die Wahrheit wissen wollen, auch wenn sie wehtut und vielleicht euer ganzes Leben auf den Kopf stellt? Oder ist es manchmal besser, wenn die Dinge im Dunklen bleiben und wir schweigen?

    Bis einschließlich 27.04.2018 könnt ihr euch bewerben, um eines der 10 Exemplare zu gewinnen.
    Natürlich sind auch alle anderen eingeladen, sich der Leserunde anzuschließen!

    Ich freue mich und bin schon sehr gespannt auf meine erste Leserunde!
    Vecnas avatar
    Letzter Beitrag von  Vecnavor 4 Monaten
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