Ich muss gestehen, dass ich mich zurzeit eigentlich nur noch mit dem Klimawandel und Politik beschäftige. Es macht mich fertig. Um mich etwas zu Erden habe ich mir das Buch bei BookBeat heruntergeladen und wurde nicht enttäuscht. Alles steckt noch in den Kinderschuhen, aber ich glaube fest daran, dass wir es mit Optimismus, Mut und Liebe schaffen! Aber auch wir müssen auf uns achten!
Lea Dohm
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Lea Dohm
Endlich kommen sie, die Bücher, die sich ernsthaft, reflektiert und auf wissenschaftlicher Basis mit unserem Umgang mit der Klimakatastrophe befassen.
Spätestens in diesem Sommer 2022 können wir auch in Mitteleuropa nicht mehr mit dem Gefühl in den Pool springen, dass die Klimakrise – so wie alle anderen ernsthaften Probleme der Menschheit – nur irgendwo anders stattfindet. In fremden Ländern, in denen es eh schon heiß ist, wo Kriege herrschen und die Menschen Seuchen und Hunger haben.
Der hauptsächlich von den kapitalistischen Ländern verursachte Klimawandel ist spürbar bei uns angekommen und hält Einzug in unsere Emotionen und unsere Beziehungen. Alle Menschen, die den Mut oder einfach nur die Intelligenz besitzen, wirklich hinzuschauen, erleben intensive Gefühle, für die es keine Strategie zu geben scheint. Sie erleben Konflikte unter FreundInnen, KollegInnen und innerhalb ihrer Familien. Wer sich klimaschädlich verhält, gerät genauso unter Beschuss wie diejenigen, die sich offen klimafreundlich verhalten. Neben der Sorge um unsere Zukunft müssen wir uns auch neu positionieren und einiges an Konflikten aushalten.
Die Psychologinnen Lea Dohm und Mareike Schulze, beide engagierte Psychologists for future haben sich all dieser Emotionen angenommen und ein Buch für Dich und mich und die Klimabewegung geschrieben.
Hilfreich, informativ, sachlich und trotzdem ganz von Herzen.
Danke dafür!
Zuerst, als ich von dem Buch hörte, dachte ich: Mit Gefühlen beschäftigen? Es gibt doch gerade in Bezug auf die Klimakrise sicher wichtigeres zu tun. Da muss man doch handeln und sich nicht damit aufhalten, ob man gerade wütend oder traurig ist. Nachdem ich zufällig einer Lesung von Lea Dohm bewohnte, wurde ich aber neugierig und kaufte mir das Buch. Und jetzt empfehle ich es gerade allen weiter, die mich darüber reden lassen.
Warum?
Es geht in dem Buch nicht nur darum, welche Gefühle viele Menschen in Bezug auf die Klimakrise empfinden - sondern auch darum, welche davon hilfreich sind, welche ins Antrieb und Motivation geben können, und wann Gefühle uns lähmen und hilflos machen. Wann sie vielleicht sogar so unaushaltbar werden, dass wir uns gar nicht mehr mit der Krise befassen wollen. Das Buch stützt, benennt die schwierigen Gefühle mit einem liebevollen Blick, betont die Selbstfürsorge, warnt aber auch davor, die Realität zu verkennen. Die Klimakrise (und die vielen damit verbundenen Krisen!) werden klar und schonungslos benannt. Es wird von Hoffnung und Zuversicht gesprochen, aber "falsche Hoffnung" auch gleich wieder als solche enttarnt.
Mir hat das Buch darüber hinaus das Gefühl gegeben, mit all diesen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein. Es macht Hoffnung auf Gemeinschaft und auf zielführenden, konstruktiven Aktivismus.
Mir gefällt zudem der Aufbau des Buches. Es beginnt mit der Frage, warum die Klimakrise so häufig verdrängt, verleugnet, verharmlost wird, beschreibt dann die vielen Gefühle, die mit der Bewusstwerdung über die tatsächliche Lage einhergehen können, und landet am Ende bei der Frage, wie man ins Handeln kommt. Dabei gibt es durchgängig auch einen Blick darauf, wie man sich selbst davor schützt, an den Zukunftsaussichten kaputt zu gehen oder durch Aktivismus im Burnout zu landen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung. Am besten als Print kaufen und fleißig im Bekanntenkreis verleihen!
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