Der Gesang des Falken von Lea Gerstenberger ist ein Historischer Roman der im 16. Jahrhundert am französischen Hof angesiedelt wurde.
Die Hauptcharaktere sind die fiktiven Figuren Jean, Sohn des Großfalkners und Marcelle die uneheliche Tochter des Großstallmeisters. Eine der Nebenfiguren ist die, historisch verbürgte, Anne Boleyn Tochter eines Diplomaten. Beide sind Ehrenmädchen im Dienst der Königin Claude und entwickeln eine tiefe Freundschaft in ihren Jugendjahren. Hauptsächlich erhalten wir Einblicke in die Sorgen, Ängste und Träume von Marcelle.
Im Laufe der Geschichte erfahren wir viel über das Leben am Hof mit der Königsfamilie inkl. Hofstaat. Mittendrin die zwei Ehrenmädchen. Das Leben bestand aus Klatsch und Tratsch, Intrigen und dem Kampf seinen Platz neben dem Königspaar zu verteidigen.
Der Roman ist ein Sittengemälde am Hofe des Königs François I mit feministischen Zügen, welcher mich gut unterhalten hat. Gewünscht hätte ich mir allerdings etwas mehr über Anne Boleyn zu erfahren, wie es vom Klappentext vermittelt wurde.
Wer also gerne mal Einblicke bekommen möchte wie es so gewesen sein könnte als Ehrenmädchen bei einer Königsfamilie groß zu werden, wie das Leben von Frauen in dieser Zeit und am Hof wohl ausgesehen hatte und noch obendrauf eine kleine Liebesgeschichte lesen möchte, all denen sei dieses Buch empfohlen.








