Lea Korte

 4.3 Sterne bei 251 Bewertungen
Autorin von Die Maurin, Die Nonne mit dem Schwert und weiteren Büchern.
Lea Korte

Lebenslauf von Lea Korte

Lea Korte, geboren 1963 in Frankfurt, ist in einem kleinen Dorf im Taunus aufgewachsen. Schon während der Schulzeit wusste sie, dass sie später einmal Schriftstellerin werden wollte, denn für die Leseratte gab es keine schönere Vorstellung, als ihr Leben lang immer nur zu lesen und zu schreiben. So wollte sie eigentlich auch Germanistik studieren, ließ sich dann aber doch zu Wirtschaftswissenschaften überreden und machte gleichzeitig eine Ausbildung als Dolmetscher und Übersetzer für Wirtschaftsfranzösisch. Als Lea Korte mit 12 Jahren zum ersten Mal mit ihren Eltern an der spanischen Mittelmeerküste Urlaub machte, verliebte sie sich in Land, Leute und das Meer – und seitdem hat dieses Land sie nicht mehr losgelassen. So zog sie nach ihrem Studium nach Spanien, wo sie zuerst in Katalonien und später im Baskenland und in Valencia lebte und arbeitete. Schon während des Studiums begann Lea Korte, ihre ersten Romane zu schreiben und hatte das große Glück, gleich einen Agenten und einen Verlag zu finden, der ihre ersten Bücher, vornehmlich Frauenromane, unter einem Pseudonym veröffentlichte. Sie begann sich intensiv mit der Geschichte und Kultur ihrer Wahlheimat auseinanderzusetzen. So entstand die Idee zu ihrem ersten historischen Roman „Die Nonne mit dem Schwert“, der auf der Autobiografie von Catalina de Erauso aufbaut. Ihr neuer Roman „Die Maurin“ erzählt die Geschichte der (fiktiven) Zahra as-Sulami und ihrer Familie zur Zeit der Reconquista, als die Kastilier die iberische Halbinsel von den Mauren zurückeroberten, worüber Lea Korte ausgiebig recherchiert hat. Lea Korte lebt mit ihrem französischen Ehemann, ihren beiden Kindern (9 und 13), einem verrückten Hund und einer schwarzen Katze in Südspanien.

Alle Bücher von Lea Korte

Die Maurin

Die Maurin

 (126)
Erschienen am 12.09.2011
Die Nonne mit dem Schwert

Die Nonne mit dem Schwert

 (66)
Erschienen am 01.01.2010
Das Geheimnis der Maurin

Das Geheimnis der Maurin

 (34)
Erschienen am 03.12.2012
Sommernacht auf Mallorca

Sommernacht auf Mallorca

 (25)
Erschienen am 30.05.2011
Sommernacht auf Mallorca

Sommernacht auf Mallorca

 (0)
Erschienen am 02.05.2017

Interview mit Lea Korte

Interview mit LovelyBooks, April 2011

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Schon als Schülerin habe ich Kurzgeschichten geschrieben und dann vor etwa achtzehn Jahren ernsthaft und zielgerichtet mit dem Schreiben begonnen. Im Mai 1996 kam mein erster Roman auf den Markt; damals war ich bei Heyne unter dem Pseudonym Ana Capella. Es war ein Liebesroman, und irgendwie kam ich zu dem Buchvertrag wie die Jungfrau zum Kind: Ich hatte einer Agentur eigentlich ein ganz anderes Romanprojekt vorgeschlagen, aber mein Erstling war ihnen mit seinen immerhin achthundert Seiten zu lang. Er wurde „erst mal“ beiseitegelegt und ich gefragt, ob ich nicht einen Liebesroman schreiben wollte. In Spanien sollte er spielen – andere Vorgaben gab es nicht. Diesem Liebesroman folgten noch einige mehr, aber da es mich schon immer sehr zu den historischen Romanen hingezogen hat, habe ich dann „Die Nonne mit dem Schwert“ geschrieben, die im Droemer-Knaur erschien. Letztes Jahr folgte bei Droemer die „Die Maurin“, im nächsten Jahr kommt der zweiten Teil heraus. Auch einen Liebesroman habe ich „zwischendurch“ wieder geschrieben. Er erscheint im Mai 2011 bei Rütten & Loening: „Sommernacht auf Mallorca“

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Ach, da gibt es sehr viele – quer durch alle Genre. Unter den Klassikern liebe ich Thomas Mann, Theodor Fontane und Stefan Zweig, im Thrillerbereich Stefan Fitzek, Zoran Drvenkar, Minette Walters und Petra Hammesfahr (so verschieden die vier auch sind!), bei den historischen Romanen steht Rebecca Gablé bei mir ganz oben, die mich bei meiner Arbeit an den historischen Romanen wohl auch am meisten beeinflusst hat. Sie arbeitet historisch sehr korrekt, man bekommt ein umfassendes Bild der Zeit und gleichzeitig zum Lesegenuss echten Geschichtsunterricht, der sehr geschickt in die Handlung eingewoben ist. Das liebe ich sehr.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Eigentlich finden die Ideen eher mich, und dann ist es eine Frage des kreativen Prozesses, dass daraus mehr und mehr und schließlich ein ganzes Buch wird. Bei „Die Maurin“ hatte ich mich zuerst in die Idee verliebt, die letzten fünfzehn Jahre der Reconquista zu erzählen, dieses Ringen der Kastilier und der Mauren um ihr Land - was zugleich eine der ganz großen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen war. Auf der Basis dieser Idee habe ich mir ein passendes Figurenensemble gesucht – und diese dann mit der Geschichte verwoben, bis es dann vor allem Zahras Geschichte war und die ihrer Familie. Jeder „simple“ Satz kann dazu dienen, bei mir eine Ideenlawine loszutreten.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Da ich aufgrund meines deutschlandfernen Wohnortes nur selten dazu komme, Lesungen zu machen, freue ich mich, wenn ich auf Facebook und Twitter mit meinem Lesern ins Gespräch komme – und auch bei Lovelybooks gibt es dazu ja sehr viele Möglichkeiten! Überdies mache ich sehr gern Online-Leserunden.

Wann und was liest Du selbst?

ch lese in jeder freien Minute, und wenn ich allein Auto fahre, habe ich stets eine Hörbuch-CD laufen (und vergesse, wenn es spannend wird, schon mal Gas zu geben ;-) ). Ich lese nicht nur Belletristik, sondern natürlich auch viel Fachliteratur für meine historischen Recherchen. Die Hörbücher sind meist Psychothriller oder andere Unterhaltungsromane. Ich lese stets mit einem Stift in der Hand und mache mir in den Büchern Notizen, welche Konstruktionen oder Beschreibungen mir gefallen oder auch nicht. Lesen ist für mich eine sehr aktive Angelegenheit, da ich irgendwie immer sofort zu dem Buch reflektiere, das ich am schreiben bin.

Neue Rezensionen zu Lea Korte

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Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

ein guter zweiter Band
Minjevor 8 Monaten

"Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte erschien  2012 bei Knaur und ist die Fortsetzung von "Die Maurin".

Inhalt
Zahra und Jaime erleben erst die Entführung von Chalida. Doch dann werden Jaime, Zahra und Zainab auch noch entführt. Als ob das nicht genug wäre, gibt es auch in den darauffolgenden Monaten und Jahren stets familiäre Konflikte, da Zarah und ihre Söhne Muslime sind und Jaime Christ. Die Inquisition unter Talavera und Cisneros macht ihnen zu schaffen.

Meinung 
Das Cover ist in Ordnung, jedoch nicht besonders aussagekräftig.
Der Aufbau. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es um die Suche nach Chalida mit all ihren Konsequenzen. Im zweiten Teil steht die Inquisition mit all ihren Folgen für die Familie von Zarah und Jaime im Vordergrund.
Stil. Man hat in diesem Buch leider das Gefühl, das die Handlung schwer in Fahrt kommt, obwohl es von der Thematik recht heftig und dramatisch war, war es auch so vorhersehbar. Erst Ende des ersten Teils/ Anfang des zweiten Teils kommt Spannung auf- zum einen durch das Geschehen um Chalida herum, ihre Gefühle, zum anderen durch die Konflikte, die Abdarrahman mit seinem Vater hatte und auch durch Zarah und wie sie auf die Gesamtsituation reagiert.
Charaktere. Ich finde es so schön, wie Chalida sich Gedanken macht. Nicht wie Abdarrahman, der eben seinen Glauben hat und fest davon überzeugt ist, ja schon fast engstirnig wirkt. 
Thematik. Ich finde, dieses Buch ist eine sehr gute Ergänzung zum ersten Buch. Als ich das erste Buch las, verglich ich es mit einem anderen Buch und fragte mich "Wer ist gut, wer ist böse?". Diese Frage stelle ich mir nun gar nicht mehr. Dieser zweite Band stellt die Schrecken der Inquisition dar, stellt dar, was an schlimmen passiert ist, man erhält einen differenzierten Blick über die Zeit. 

Fazit
Auch wenn es (für mich) ein schwerer Einstieg war, so ist das Buch doch lesenswert, wenn man sich für die Inquisition interessiert.

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Rezension zu "Die Maurin" von Lea Korte

eindrucksvoller Roman
Minjevor 9 Monaten

"Die Maurin" von Lea Korte erschien 2010 bei Knaur.

Inhalt
Das Buch spielt 1478 bis 1491 in verschiedenen spanischen Städten wie Granada, Sevilla und Cordoba.
Es geht um zwei Königsfamilien, um die maurische und die kastilische Königsfamilie und was zwischen ihnen vorgefallen ist.

Meinung
Das Cover meines Buches ist nichtssagend, leider. Aber ich wollte etwas über die spanische Geschichte wissen, also kaufte ich es. 

Aufbau
Das Buch ist gut strukturiert. Da es sich um einen historischen Roman handelt, sind ja die Jahreszahlen wichtig. Bei jedem der vier Teile ist angegeben, welche Jahre behandelt werden. 
Bei den einzelnen Kapiteln sind Ort sowie Datum angegeben. Sehr, sehr schön!

Konflikt zwischen Christentum und Islam
Ich finde es erschreckend, was damals passiert ist. Wer besonders negativ auffällt, ist Padre Tomas de Torquemada. Ich bin der Meinung, wenn man in eine Familie hineingeboren wird, ist es das Recht der Eltern, das Kind dann in seinem Glauben zu erziehen. 
Das Torquemada sich über solche Grenzen hinwegsetzte, finde ich erschütternd und respektlos den Eltern gegenüber. Ein Missbrauch seiner Machtposition sozusagen.

Charaktere
Außer Torquemada hat mich Isabella von Kastilien erschreckt, wegen ihrer Eifersucht und dem, was als Konsequenz daraus folgte (und Torquemada ja gut passte, um seine Ziele zu erreichen...). Na ja, gleichfalls ein Machtmissbrauch, was sie tut.
Von Aischa , Boabdil (ihr Sohn) und Isabel de Solis (zweite Frau Hassans, Emir von Granada) habe ich nun ein völlig anderes Bild bekommen.
Zahra (eine fiktive Person) gefällt mir als Protagonistin sehr gut, sie verkörpert eine starke Frau, die sehrwohl ihren eigenen Willen hat, und diesen auch durchsetzt.

Fazit
Ich kann jedem Leser historischer Romane nur raten, sich Thematiken aus verschiedener Perspektive anzuschauen. Das wurde mir nach Lesen dieses Buches klar

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Rezension zu "Die Maurin" von Lea Korte

Rezension zu "Die Maurin"
ElkeKvor einem Jahr

Inhaltsangabe:

Zahra lebt im 15.ten Jahrhundert in der maurischen Stadt Granada. Schon früh kann sie als Hofdame Aischa, Hauptfrau des Emirs, dienen und kann so viele politischen Vorgänge aus erster Hand erfahren. Doch es steht nicht gut um das andalusische Land. Die Christen bezeichnen die Mauren als Heiden und beabsichtigen sie, aus Kastilien zu zu vertreiben.

Inmitten dieser politischen Unruhen lernt sie Don Gonzalo kennen, einen christilichen Ritter und enger Berater der Königin Isabel von Spanien. Sie verliebt sich in Gonzalo, obwohl ihr bewußt ist, das ihr als islamische Frau kein selbstbestimmtes Leben gegönnt ist. Ihr Vater will sie nach Marokko verheiraten, aber zu dieser Heirat kommt es nie.

Die politischen Unruhen ziehen sie mit hinein und sie erlebt Abenteuer und schwere Zeiten. Flucht, Kerker und waghalsige Rettungsaktionen erlebt sie, aber das größte Abenteuer, nämlich die Liebe, steht ihr noch bevor.

Mein Fazit:

Dies ist ein wahrhaftig interessanter Roman. Zu Anfang war es mir sehr verwirrend durch die vielen arabischen Namen und verwandtschaftlichen Verhältnisse. Zahra’s Familie ist groß. Aber mit jeder Seite kam ich mehr und mehr in die Geschichte hinein.

Zahra ist jung, hat aber den Mut einer Kriegerin. In jeder Situation behält sie die Nerven und versucht das Beste aus sich zu machen. Obwohl ihr vieles nicht zusteht, tut sie es im Namen der Politik und in der Hoffnung, das ihr der strenge Vater verzeihen möge. Die Familienbande ist groß, sie hält stets zu ihnen, obwohl die Lage mehr als brenzlig war. Und sie hat sehr viel Ehre in sich, konnte ihre Halbschwester nicht verraten und hat ihr ebenso zur Flucht verholfen. Das war für mich echt stark.

Inwiefern es tatsächlich solche Charaktere in der damaligen Zeit gab, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber jede Zeit hatte ihre Mutigen. Die politischen Vorgänge in dem Buch, die auch eng mit Zahra verknüft sind, sind wohl geschichtlich belegt und neben der abenteuerlichen Geschichte um Zahra kann man seine Geschichtskenntnisse auffrischen. So macht das Lernen Spaß!

Ich habe das Buch sehr genossen und konnte mich voll und ganz in die Personen hineinversetzen. Und irgendwann konnte ich es nur noch schwer aus der Hand legen. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung dazu gäbe. Dafür würde ich mich in jedem Falle erwärmen.

Eine Lesegenuß, den ich mit 5 Sternchen bewerte.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2010.

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Gespräche aus der Community

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Am 3. Dezember erscheint mein neuer Roman: "Das Geheimnis der Maurin", wozu ich auf die Einladung von Jessica hin gern auch auf Lovelybooks eine Leserunde anbiete. Schon am 8. Dezember können wir loslegen! Natürlich gibt es auch ein paar Freiexemplare zu gewinnen und für alle Teilnehmer überdies das Lesezeichen zum neuen Roman.
Mehr zum Buch findet Ihr auf meiner Webseite: www.leakorte.de - hier auch der Trailer zum Buch:

###YOUTUBE-ID=SdfELSvEeHE###

Wer sich für ein Leseexemplar und/oder die Leserunde bewerben möchte, bewirbt sich bitte im Unterthema "Bewerbung" - ich gebe dann am  26.11. die Gewinner bekannt. Wer Interesse an dem neuen Lesezeichen hat, mailt mich einfach an: leakorte@leakorte.de - dann schicke ich es ihm zu!

Ich freue mich auf Euch!
Herzliche Grüße
Lea
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Letzter Beitrag von  Fannievor 6 Jahren
Zur Leserunde
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Am 3. Dezember 2012 erscheint mein neuer Roman: "Das Geheimnis der Maurin" - und auf Einladung von Jessica hin möchte ich Euch gern ab dem 8. Dezember eine Leserunde dazu anbieten, bei dir ich mich Euren Fragen und Kommentaren stellen werde.

Mehr zum Buch - auch den Trailer! - findet Ihr auf meiner Webseite: www.leakorte.de 

Alle Teilnehmer bekommen das neue, signierte Lesezeichen zum Roman - und ein paar Freiexemplare gibt es ebenfalls!

Wer sich verbindlich zur Leserunde anmelden möchte (oder noch Fragen hat), schreibt bitte an: leakorte@leakorte.de 

Ich freue mich auf Euch!

Herzliche Grüße

Lea 

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