Lea Korte Das Geheimnis der Maurin

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Maurin“ von Lea Korte

Andalusien 1491: Die schöne Zahra und ihre Familie müssen vor den christlichen Eroberern nach Portugal fliehen, werden jedoch auf ihrer Flucht von Soldaten überfallen. Zahras kleine Tochter wird dabei entführt. Nur einer kann das Mädchen retten: Gonzalo, der Bruder ihres Geliebten Jaime. Doch dieser hat keinen Grund, Zahra zu helfen, hat er sie doch schon lange vor Jaime geliebt und seine Niederlage nie verwunden …

Geschichtsbuch, Liebesdrama und Thriller in einem. Unbedingt empfehlenswert.

— Ikopiko

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    detlef_knut

    Mit diesem Roman schließt die Autoren unmittelbar an den vorhergehenden Roman "Die Maurin" an. Erneut entführt Sie uns in die Welt von 1001 Nacht. Es geht nicht weniger abenteuerlich als in den originalen Märchen zu. Im Gegenteil, "Das Geheimnis der Maurin" ist ein klassischer Abenteuerroman durch und durch. Er enthält romantische Passagen genauso wie Schlachten und Gemetzel, so wie es in diesem Genre üblich ist. Doch zunächst zum Inhalt: Wir befinden uns in Andalusien auf der iberischen Halbinsel im Jahre 1491. Zahra, die Protagonistin aus dem ersten Band, und ihre Familie müssen vor den christlichen Eroberern nach Portugal fliehen. Wir erinnern uns, dass die Mauren durch die christlichen Könige Isabel und Fernando besiegt worden sind. Die Familie Zahras hat die Seidenfarm verkauft und sucht jetzt nach einem neuen Fleckchen Erde, auf dem sie sich niederlassen kann. Sie wird jedoch auf ihrer Flucht von Soldaten überfallen, Zahras Tochter Chalida wird entführt. Die Familie bricht die Flucht nach Portugal ab und Jaime, der christliche Liebhaber der Muslima Zahra, außerdem ist er der Vater all ihrer Kinder, macht sich auf die Suche nach seiner jüngsten Tochter. Anfangs noch optimistisch, das kleine Mädchen schnell wieder zu seiner Mutter zurückzubringen, kehrt er immer wieder mit leeren Händen von seinen Suche zurück. In letzter Verzweiflung wendet er sich an seinen Bruder Gonzalo. Doch Gonzalo war vor Jaime der Verlobte der wunderschönen Zahra. Die beiden Brüder haben jahrelang nicht miteinander gesprochen, weil Gonzalo es nicht verwunden hat, dass sich Zahra in seinen Bruder verliebte. Mit viel Gespür für Abenteuer und Liebe beschreibt Lea Korte in diesem fiktiven Roman das Aufeinandertreffen dreier Religionen auf der iberischen Halbinsel. Während zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Gläubigen der Religionen des Judentums, der Christen und des Islam friedfertig und sich gegenseitig Kraft gebend zusammengelebt hatten, so brach mit der Machtübernahme der katholischen Kirche ein großes Morden auf der iberischen Halbinsel aus. Der Roman erzählt von den Gräueltaten der katholischen Kirche und ihrer Handlanger. Er erzählt von der Verfolgung der Juden, die als erstes nach der Machtübernahme durch die Christen dran glauben mussten. Und das, obwohl den Machthabern bekannt war, dass die Juden das Geld geliefert hatten, mit denen sie die Mauren besiegen konnten. Der Roman erzählt von der Verfolgung der Moslems, nachdem die Juden zwangsgetauft oder aus dem Land getrieben worden waren. Er erzählt davon, dass es den Moslems letztendlich nicht anders ergehen sollte als den Juden. Als allein gültigen Glauben wollten die Herrscher nur das Christentum sehen. Dieser historische Konflikt wurde von der Autorin hervorragend mit der Familie Zahras in ein fiktives Abenteuer umgewandelt. Denn wie kann ein solcher Konflikt besser dargestellt werden als in diesem Roman. Die starke, und aus heutiger Sicht sehr emanzipierte, Protagonistin ist islamischen Glaubens, ihr Mann hingegen, mit dem sie nicht verheiratet sein darf, gehört dem christlichen Glauben an. Er ist christlich getauft und erzogen worden ist. Während der großen Kämpfe gegen das Christentum (im ersten Roman) kämpfte Jaime auf der Seite der Mauren gegen die christlichen Herrscher. Im vorliegenden Roman ist er von Strafen verschont geblieben und dient als Leibwächter eines den Mauren tolerant gegenüberstehenden Erzbischofs. Der Konflikt zwischen Christentum und Islam besteht also unmittelbar innerhalb der Familie der Protagonistin. Dies ist Konfliktstoff pur, der die Höhen und Tiefen, das Auf und Ab der Gefühle des Lesers erzeugt. Es stellt sich immer wieder aufs Neue die Frage, ob die Liebe zwischen Zahra und Jaime daran zerbricht. Der Roman lässt den Leser eintauchen in eine Welt voller Exotik, in eine Welt voller orientalischer Gerüche und Düfte, voller orientalischer Geräusche, und dennoch bleibt er gefangen in einer Handlung, bei der er ständig wissen möchte, wie es weitergeht. Lea Kortes Schreibstil ist vergleichbar dem orientalischer Märchenerzähler. Alle Sinne werden mit passenden Vergleichen oder Metaphern bedient, so dass die Gefühlswelt des Lesers freien Lauf nehmen kann. Gleichzeitig werden dabei die notwendigen Genreelemente der Romantik und Spannung so perfekt bedient, dass dem Leser kaum etwas anderes bleibt, als das Buch schnell und zügig bis ans Ende zu lesen. Dabei hat sie mit der Familie der as-Sulamis das Thema des Buches, Toleranz für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen, hervorragend übertragen. Für Liebhaber historischer Abenteuerromane, die einmal über das Rittertum des mitteleuropäischen Raums hinausschauen möchten, ist "Das Geheimnis der Mauren" ein unbedingtes Muss. Korte, Lea © Detlef Knut, Düsseldorf 2013

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  • Das Geheimnis der Maurin

    Das Geheimnis der Maurin

    Ikopiko

    24. April 2015 um 13:20

    Zarah und Jaimes Familie findet keine Ruhe. Die Christen haben den Krieg gegen die Mauren gewonnen, und das Königreich Granada steht nun unter ihrer Herrschaft. Die Christen halten sich nicht an Zusagen und Absprachen und machen den gläubigen Mauren und Juden das Leben zur Hölle. Ausweisungen, Zwangstaufen, Pflicht-Kirchenbesuche stehen an der Tagesordnung. Während der gemeinsame Sohn Abdu im Widerstand aktiv wird, versucht Jaime, der ja selbst Christ ist, das beste für seine Familie aus dieser Situation zu machen. Zarah hingegen verbittert immer mehr und zerstört damit sehenden Auges das Familienglück. „Das Geheimnis der Maurin“ ist Lea Kortes Fortsetzung des Romans „Die Maurin“. Während im ersten Band Zarah und Jaime zueinander gefunden haben, entfremden sie sich nun immer mehr. Die Christen verlangen von Mauren und Juden ihren Glauben anzunehmen. Schritt für Schritt werden sie in ihrer Glaubensausübung immer stärker eingeschränkt, bis es schließlich zum letzten geht: der Zwangstaufe. Zarah kann mit diesem Vorgehen nicht leben. Sie ist stark gläubig, wird jedoch immer fanatischer. Die Machenschaften der Christen macht sie selbst Jaime persönlich zum Vorwurf, der nur versucht, seine Familie vor Übergriffen zu schützen. Sie bekommt einen Tunnelblick, in dem alle Christen schlecht sind – ihr Mann inbegriffen. Alle Warnungen schießt sie in den Wind; die Familie droht zu zerbrechen. Im ersten Band war Zarah absolut mein Sympathieträger. Durch die Situation der Mauren verändert sie sich in diesem zweiten Band so sehr, dass sich meine Meinung über sie ins Gegenteil verwandelte. Nachvollziehen kann man ihren Sinneswandel wohl nur, wenn man selbst stark gläubig ist. Die Situation in Granada wurde von Lea Korte sehr anschaulich und interessant geschrieben. Es ist wie ein lebendiger Geschichtsunterricht, in dem man nicht nur Zahlen, Daten, Fakten erfährt, sondern auch die Hintergründe, die Auswirkungen auf die Menschen. Mir hat dieser zweite Band noch besser gefallen als der erste. Zarah, Jaime, Abdu und seine Schwester Chalida haben sich zu überaus interessanten Figuren entwickelt. Ich finde es sehr schade, dass es keine weiter Fortsetzung geben wird.

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  • Religionskonflikte gefährden Familienverbund

    Das Geheimnis der Maurin

    wampy

    03. April 2015 um 17:06

    „Das Geheimnis der Maurin“ ist ein historischer Roman von Lea Korte, der 2012 im Knaur Taschenbuch Verlag erschienen ist. Das Buchcover gibt der Hauptfigur ein Gesicht. Ebenfalls enthalten ist ein umfangreiches Personenregister mit historischen Anmerkungen sowie eine kurze Zusammenfassung des Vorgängerbuches. Einige Übersichtskarten zeigen die Ausbreitung des christlichen Einflussgebietes und runden die gute Ausstattung des Buches ab. Der Roman erstreckt sich über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren (1491 – 1502) und spielt in Andalusien. Es ist die Fortsetzung des Romans „Die Maurin“. Für das Verständnis ist es nicht notwendig, diesen gelesen zu haben. Die islamische Hochkultur trifft auf das aufkommende Christentum der spanischen Königsfamilie, die mit kirchlicher Unterstützung an Einfluß zu gewinnen sucht. Zahra, die Hauptakteurin, ist Oberhaupt einer maurischen Familie mit christlichem und jüdischem Einschlag. Sie steht unter dem Druck der anwachsenden Streitigkeiten zwischen Mauren und Christen. Ihr christlicher Mann Jaime ist für die spanische Königsfamilie tätig. Eine ihrer Töchter ist mit einem angehenden jüdischen Arzt verbandelt. Auf diese Konstellation baut Lea Korte eine emotionsreiche und faszinierende Erzählung auf. Die Hauptcharaktere sind vielschichtig gezeichnet und entwickeln sich weiter. Auffallend ist die hohe Anzahl an Kampfszenen, derer es in dieser Häufung nicht bedurft hätte. Die Stärken des Buches liegen in den ruhigen Momenten, wenn die Reaktionen und Verhaltensweisen der Menschen reflektiert werden. Es ist erschütternd zu sehen, wie eine intakte Familie unter dem Einfluss äußerer Umstände zu zerbrechen droht. Die dort auftretenden Mechanismen thematisiert die Autorin sehr gut. Für mich ist Jaime eher die zentrale Figur des Buches geworden, weil er aktiver als Zahra für den Fortbestand der Familie kämpft. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die nicht nur an einer spannenden und aufrührenden Geschichte interessiert sind sondern dabei auch noch ein bisschen Geschichte lernen wollen. Meine Wertung 85/100            

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  • Zeit der Maurenvertreibung aus Spanien

    Das Geheimnis der Maurin

    Gwhynwhyfar

    28. April 2014 um 13:52

    Das Buch setzt dort an, wo die Geschichte der „Maurin“ endet, mit dem Ende der Zeit der Reconquista. Wer den ersten Band mochte, wird auch mit dem zweiten zufrieden sein. Zahra die Maurin, die mit dem Christen Jaime zusammen in Granada lebt, erzieht die Kinder im muslimischen Glauben. Ihre Schwägerin ist Jüdin. Die Spanier unter Königin Isabella I von Kastilien haben das Emirat Granada eingenommen, die letzte muslimische Bastion. Somit wird der Konflikt aller Glaubensrichtungen eingewoben. Zuerst trifft es die Juden. Mit dem Consejo de la Suprema y General Inquisición müssen Juden zum Christentum konvertieren oder das Land verlassen. Später gilt das Gesetz auch für die Mauren. Gut beschrieben wird, wie die christliche Kirche sogenannte Marranen verfolgte. Ohne Unterlass wurden die Zwangsgetauften überprüft, in wie weit die Conversos gute Christen geworden sind. Der Häresie überführte Conversos wurden zum Feuertod verurteilt und während sogenannter Autodafés öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Einblick gewünscht. Der Teil wurde mir etwas zu verharmlost. Lea Korte versteht es, die maurische Kultur zu vermitteln. Alles in allem ist dieser Roman zu empfehlen: Eine spannendes und unterhaltendes Buch im geschichtlichen Gewand. Frau Korte hat recht gut recherchiert und bringt die Zeit zum Ende der Reconquista gut herüber. Allerdings lässt das Buch mehr oder weniger nur die Sicht der Maurin zu. Mit dem christlichen Jaime und dessen Bruder, beide aus hohem Stand, wäre die Möglichkeit dagewesen, auch die andere Seite sprechen zu lassen. Innenpolitisch führte die Angst vor der Macht der Inquisition zu einer tiefen Spaltung der spanischen Gesellschaft. Frau Korte erwähnt den Verlust von Kultur und Wissenschaft (Verbrennung der maurischen Bücher in Granada), ein Frevel ohnegleichen. Mit einher lief aber auch ein großer wirtschaftlicher Verlust, da ein Großteil der Bevölkerung vertrieben oder getötet wurde. Nicht erwähnt werden die politischen Hintergründe der Spanier, der Zusammenschluss der Reiche Aragon und Kastilien zum Großspanischen Reich unter Isabella, nicht bedacht die Santa Hermandad (Gesetz, das die lokale und Polizei und Justiz einschränkte), nicht genannt wird Cristớbal Colớn . Die Entdeckung Amerikas hatte auch Folgen für Spanien. Seitens der christlichen Seite aus hätte der Leser sicher gern eine Einsicht erhalten, zu verstehen, zu welchem Zweck dieses Gemetzel diente. Die Person der Zahra erscheint mir im zweiten Band noch etwas unglaubwürdiger als im ersten. Wir erleben eine halsstarrige Frau, die grundsätzlich macht, was sie will und sich grundsätzlich gegen ihren Mann wendet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass um diese Zeit eine Frau es gewagt hätte, ihr gesamtes Leben in Rebellion zu verbringen und dass es ein Jaime auch nur ansatzweise zugelassen hätte. Ebenso hätte er es nicht erlaubt, seine Kinder muslimisch erziehen zu lassen. Dem Vater oblag das Recht, die Religion für seine Kinder zu bestimmen. Insbesondere hätte ein fürsorglicher Vater in diesen Zeiten dafür Sorge getragen, dass seine Kinder „auf der richtigen Seite“ gestanden hätten. Das Ende … das ist Geschmackssache. Mir hätte es besser gefallen, wenn die letzte Seite weggelassen worden wäre. Insgesamt hat mir das Buch gefallen als kurzweilige Lektüre und ich würde es verschenken.

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  • Das Geheimnis der Maurin

    Das Geheimnis der Maurin

    Nik75

    05. May 2013 um 17:55

    Ich möchte euch das Buch „Das Geheimnis der Maurin“ von Lea Korte vorstellen. Es ist die Fortsetzung von „Die Maurin“ Der Roman spielt in Andalusien um 1491. Zahra und ihre Familie wollen nach Portugal fliehen, weil sie von den Christen verfolgt werden. Bei der Flucht werden sie überfallen und Zahras Tochter Chalida wird entführt. So kehren Zahra und ihre Familie wieder nach Granada zurück und versuchen ihre Tochter zu finden. Es kann ihnen nur einen helfen und zwar der Bruder von Zahras Geliebtem Jaime. Wird ihnen Gonzalo überhaupt helfen? Meine Meinung: Das ist der zweite historische Roman, den ich von Lea Korte lese. Ich hatte an die Fortsetzung von „Die Maurin“ große Erwartungen, weil ich vom ersten Teil einfach nur begeistert war und ich wurde nicht enttäuscht. Ich war schon von der ersten Seite an vom Roman gefesselt, da er sehr spannend beginnt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, spannend, fesselnd und wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Gut fand ich, dass sich am Anfang des Buches ein Personenregister befand, so dass ich mir die Namen der Protagonisten gleich wieder ins Gedächtnis rufen konnte. Außerdem gibt es am Ende des Buches einen Glossar wo auch noch viele Wörter und Dinge der damaligen Zeit beschrieben werden. Die Hauptprotagonisten im Buch wurden alle sehr gut und detailliert beschrieben und so konnte man jeden Einzelnen gut kennen lernen. Besonders gerne mochte ich Zahra und Jaime. Zahra ist eine starke Frau, die schon einen Krieg Christen gegen Mauren überstanden hat und immer versucht ihre Familie zusammen zu halten und für die der muslimische Glauben sehr wichtig ist. Ihr Partner Jaime ist Christ, aber wird auch von den Muslimen akzeptiert weil er im Krieg immer auf der Seite der Mauren gekämpft hat. Zahra und Jaime lieben sich über alles, aber ihre Liebe wird in dem Buch auf harte Proben gestellt. Nicht nur, dass ihre Tochter Chalida entführt wurde ist ein harter Schlag für sie, nein auch die Tatsache, dass die Christen sich nicht an die Vereinbarung mit den Mauren halten und zuerst die Juden aus Andalusien vertreiben und anschließend versuchen die Muslime zum Christentum zu zwingen, indem sie Zwangstaufen anordnen. Zahra und ihre Familie leben dadurch ständig in Angst eingesperrt zu werden, denn Jaime arbeitet als Leibwächter für das Königshaus bei den Christen und Zahra will ihre Religion unter keinen Umständen aufgeben. Frau Korte hat die Gabe die Geschichte über die Juden- und Maurenverfolgungen so spannend zu schreiben, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Christen waren zur damaligen Zeit so grausam, dass ich mich beim Lesen schon fast geschämt habe katholisch zu sein. Ich weiß ja, dass es immer schon Glaubenskriege gegeben hat und immer weiter geben wird, aber entsetzlich finde ich es trotzdem, denn es müsste nicht sein. Warum können nicht alle Völker die anderen so akzeptieren wie sie sind. Unter der Herrschaft der Mauren hat es auch funktioniert und jetzt plötzlich gibt es fanatische Herrscher, die anscheinend glauben sie sind der Übergott. Der Roman war auf alle Fälle wahnsinnig spannend zu lesen. Ich habe mit Zahra und ihrer Familie mitgelitten, bin in ihre Welt eingetaucht und hatte beim Lesen immer das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Diesen Roman kann ich jedem empfehlen der gerne historische Romane liest. Er ist weder trocken noch langweilig geschrieben, sondern sprudelt über vor Energie und lässt einem kaum zu Atem kommen. Natürlich vergebe ich für dieses Buch 5 Sterne.

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  • Emotionsreiche Fortsetzung !! Das Geheimnis der Maurin

    Das Geheimnis der Maurin

    Cysiay

    11. April 2013 um 21:54

    Das Geheimnis der Maurin ist die wundervolle, emotionsreiche und tiefgründige Fortsetzung von dem Buch „Die Maurin“. Wer den Vorgänger gelesen hat wird feststellen, wie sehr die Charaktere wie Zahra und auch Jaime gewachsen sind. Sowohl die Handlungen als auch die Gedanken haben sich sehr zu den „jüngeren“ Jahre geärndert und weiter entwickelt. Es werden Themen und Probleme angesprochen, die sowohl wie früher als auch in der heutigen Zeit brand aktuell sind. Konflikte zwischen Muslimen, Juden und Christen werden hier in vielen Facetten verdeutlicht. Besonders schön ist auch zu sehen wie die Autorin die „wirkliche wahre Geschichte“ Granadas in das Buch mit eingewebt hat. So wird man beim Lesen unterhalten und lernt im gleichen Zug noch eine Menge Sachen über die Zeit, die neuierig auf mehr machen. Lea Korte versteht es wie selten eine Autorin Emotionen auf eine ganz besondere Weise näher zu bringen. So fühlt der Leser sowohl Ärgernis, Trauer , Erschütterung oder aber auch Freude und die Liebe der einzelnen Charaktere nach. Hervorzuheben ist das Personen Verzeichnis gleich am Anfang des Buches, da die Namen ja alle ein wenig schwirig sind, so dass man ohne Probleme die einzelnen Charaktere wieder einzuordnen vermag. Auch der kurze Rückblick auf Band 1 war hierbei sehr hilfreich. Besonders abgerundet wird das Buch „Das Geheimnis der Maurin“ von dem wirklich wunderschönen Cover, was Zahra ein Gesicht gibt, als auch von dem Nachwort der Autorin. Obwohl das Buch 576 Seite beinhaltet habe ich dieses Werk innerhalb weniger Tage verschlungen. Fazit: Alles in allem ein wirklich tolles Buch was ich nur wärmstens empfehlen kann !!!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    BlueNa

    16. February 2013 um 14:00

    Es lohnt sich zu kämpfen: Für die Liebe, für das Leben und für die Identität . Zarah ist mit Jaime und ihrer Familie auf der Flucht vor dem christlichen Regime, das nun in Granada herrscht. Sie versuchen über die Portugiesische Grenze zu gelangen, werden jedoch unterwegs von bewaffneten Reitern angegriffen, die Töchterchen Chalida entführen. Jaime muss sich an seinen Bruder Gonzalo wenden, wenn e seine Tochter lebend wiedersehen will, doch die beiden haben sich in der Vergangenheit entzweit. Gonzalo lässt Jaime jedoch um Zarahs Willen nicht hängen und verspricht ihm einige Männer, um die Verfolgung aufzunehmen. Als Pfand müssen Zarah und ihre Familie allerdings nach Granada zurückkehren und sich den siegreichen Christen unterordnen, was vor allem Zarah und ihrem Sohn Abdu ganz und gar nicht schmecken will. Eine nervenaufreibende Suche nach Chalida beginnt… . 1491: Granada ist besiegt und Boabdil hat eine Kapitulationsvereinbarung mit den Christlichen Königen ausgehandelt. Er und Aischa gehen ins Exil und Granada, die letzte Maurische Bastion im Süden Spaniens, fällt an die Christen. Hier beginnt ein Leidensweg für die spanischen Mauren und auch die jüdische Bevölkerung Granadas. Die Christen versuchen mit allen Mitteln die „Heiden“ zum christlichen Glauben zu bekehren und wer nicht freiwillig konvertiert, wird mit Enteignungen, Vertreibung und Zwangstaufen dazu gezwungen. Die Inquisition ist erbarmungslos und macht den Menschen das Leben zur Hölle, denn sie verlieren nicht nur ihren Glauben, sondern ihre gesamte Identität. Auch wichtige Bücher, Schriften und Überlieferungen der Juden und Mauren werden verbrannt und wichtiges Wissen somit zerstört. Die beiden Bevölkerungsgruppen de Mauren und Juden sind den Christen wissenschaftlich um ein Vielfaches voraus, aber die Christen sehen nur ihren religiösen Fanatismus und nicht, dass sie wissenschaftliche Erkenntnisse für immer zerstören! Ich bin immer wieder schockiert, was Menschen anderen Menschen in ihrem religiösen Fanatismus antun, egal in welcher Weltreligion! . Der Schreibstil der Autorin hat sich meiner Meinung nach weiter verfeinert und ich konnte diesen Historischen Roman so flüssig und schnell durchlesen, als hätte ich leichtere Lektüre vor mir und nicht diesen Glaubenskonflikt von Zarah und ihrer Familie. Die Beschreibungen sind wieder einmal absolut gelungen und ich konnte den Staub schmecken und die Sonne über Granada auf meiner Haut spüren. Auch die Emotionen der Protagonisten wurden wunderbar eingefangen und einmal haben sie auch mich überwältigt und ich bin normalerweise, was das betrifft, schwer zu beeindrucken! Mit Spannung wurde auch nicht gegeizt und schon zu Beginn kam es zu diesem nervenaufreibenden Überfall auf Zarahs und Jaimes Auswanderungszug der in der Entführung ihrer beider Tochter Chalida gipfelte. Auch danach wurde die Spannung weiter hoch gehalten. . Die Protagonisten hatte ich alle schon im Vorgängerband „Die Maurin“ in mein Herz geschlossen und ich habe das Wiedersehen mit ihnen genossen! Einzig Zarah hat sich sehr zum Negativen verändert: Sie hat schon immer für ihren Glauben gekämpft und Jaime war damals immer an ihrer Seite, doch jetzt musste er Entscheidungen treffen, die ihr nicht gefallen haben und schon stößt sie diesen wunderbaren Mann von sich, setzt ihn mit allen anderen Christen auf eine Ebene und lässt ihn nicht mehr an sich heran. Dabei brauchen sich die beiden, wie die Luft zum Atmen! Das habe ich gar nicht verstehen können und Zarah hat sich immer weiter von mir entfernt. Mein Herz schlug für Jaime und für Chalida, die im Laufe des Buches zu einer schönen jungen Frau heranwächst. Schade fand ich auch, dass Zarahs Schwester Zainab plötzlich gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist und dies nur in einem Nebensatz erwähnt wurde. Sie war, nachdem Zarah sich so bescheuert aufführt, eine meiner Sympathieträgerinnen. . Das Cover des Taschenbuchs ist ganz in der Manier des Vorgängerbandes gestaltet und passt somit gut zu dieser Reihe. Wieder ist ein historisches Gemälde einer Frau darauf zu sehen und der Titel ist in goldenen Lettern auf dem Cover aufgebracht worden. Würde ich nicht Lea Kortes Historische Romane kennen und lieben, wäre mir das Buch anhand der Covergestaltung niemals aufgefallen! . Fazit: Lea Kortes neuester Historischer Roman „Das Geheimnis der Maurin“ hat mir ein wunderbares Wiedersehen mit alten Bekannten im sonnigen Süden Spaniens beschert und atemlose Spannung aufkommen lassen! Ganz zum Schluss wurde es auch für mich emotional und ich habe das Buch nur schweren Herzens zuschlagen können. Ich kann nur jedem empfehlen, der „Die Maurin“ von Lea Korte noch nicht kennt, zu diesem Buch zu greifen und dann diese Fortsetzung gleich hinterher zu lesen! Absolut top!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    Fannie

    Äußerst interessante Reise in eine unbekannte Welt Die junge Zahra ist eine schöne Frau, die genau weiß, was sie will. Unnachgiebig kämpft sie für die Freiheit ihrer Religion: Zahra gehört dem Stamm der Mauren an. Doch die christlichen Herrscher sind nun an der Macht und viele Juden und Mauren müssen ihre Heimat verlassen, um christlichen Zwangstaufen oder gar noch schlimmeren Konsequenzen zu entgehen. Die Ausübung der Rituale ihrer Religionen wird ihnen schon bald strengstens verboten. Für die gläubige Zahra bedeutet die Herrschaft der Christen eine Zerreißprobe im doppelten Sinne, denn ihr Lebensgefährte Jaime, mit dem sie drei gemeinsame Kinder hat, ist Christ und dient zudem den neuen Königen als Leibwächter des Thronfolgers. Es sind unruhige Zeiten im (heutigen) Spanien des späten 15. Jahrhunderts, das Leben ist geprägt von Aufständen und Flucht. Zahra allerdings geht ihren Weg unbeirrt weiter – doch damit gefährdet sie nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie… Lea Korte versetzt den Leser mit ihrem Roman „Das Geheimnis der Maurin“ in eine völlig andere und unbekannte Welt. Sie hat sehr gründlich recherchiert und weiß eine Menge über das kultivierte Volk der Mauren zu berichten. Dabei schafft die Autorin eine äußerst plastische Atmosphäre. Ihre Romanfiguren haben allesamt Ecken und Kanten – eine sehr sympathische Angelegenheit für den Leser. Das sorgt natürlich für entsprechenden Zündstoff in der Geschichte. Um vollkommen in die Welt von Zahra einzutauchen, muss man den Erstling „Die Maurin“ übrigens nicht zwingend gelesen haben. Man findet sich auch problemlos in das Geschehen ein, wenn man keine Kenntnisse aus dem Vorgängerband hat. Mein Fazit: Für „Das Geheimnis der Maurin“ spreche ich guten Gewissens eine Leseempfehlung aus. Lea Korte schreibt sehr angenehm. Der Ort der Geschichte ist wirklich einmal etwas ganz anderes, was ich sehr erfrischend finde. Außerdem wird man mit einem spannenden Ende belohnt. Aber mehr verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht!

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  • Leserunde zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    lea_korte

    Am 3. Dezember erscheint mein neuer Roman: "Das Geheimnis der Maurin", wozu ich auf die Einladung von Jessica hin gern auch auf Lovelybooks eine Leserunde anbiete. Schon am 8. Dezember können wir loslegen! Natürlich gibt es auch ein paar Freiexemplare zu gewinnen und für alle Teilnehmer überdies das Lesezeichen zum neuen Roman. Mehr zum Buch findet Ihr auf meiner Webseite: www.leakorte.de - hier auch der Trailer zum Buch: Wer sich für ein Leseexemplar und/oder die Leserunde bewerben möchte, bewirbt sich bitte im Unterthema "Bewerbung" - ich gebe dann am  26.11. die Gewinner bekannt. Wer Interesse an dem neuen Lesezeichen hat, mailt mich einfach an: leakorte@leakorte.de - dann schicke ich es ihm zu! Ich freue mich auf Euch! Herzliche Grüße Lea

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    nirak03

    03. February 2013 um 13:15

    Inhalt: Es ist das Jahr 1491 in Andalusien. Der Krieg ist beendet und Isabella I und ihr Gemahl Fernando II haben die Macht in Granada übernommen. Sie gehen erbarmungslos gegen die Bevölkerung vor. Zahra und ihrer Familie wollen das Land verlassen doch dann wird ihre Tochter entführt. Nur Gonzalo, Jaimes Bruder kann hier noch helfen. Davon ist Jaime allerdings wenig begeistert, da Gonzalo einst in Zahra verliebt war. Eine Nervenaufreibende Suche beginnt und gleichzeitig der Kampf in einem Land zu leben, dass nicht mehr das eigene zu sein scheint....... Meine Meinung: Der Erzählstil von Lea Korte lässt sich flüssig lesen und die Seiten folgen nur so dahin und auch wenn es sich hier um den Folgeband zu „die Maurin“ handelt kann man ihn wunderbar für sich allein lesen. Einige Rückblenden sorgen dafür, dass man als Leser versteht worum es im ersten Teil gegangen ist. Man verpasst nichts. Trotzdem empfehle ich natürlich auch den ersten Teil zu lesen einfach weil auch dies ein tolles Buch ist. Die Autorin hat es geschafft ein, meiner Meinung nach, authentisches und glaubhaftes Bild dieser Epoche wieder zugeben. Ihre Protagonisten haben nicht nur Ecken und Kanten sondern sind auch ziemlich eigenwillig teilweise sogar fast schon stur zu nennen. Sie gehen ihren Weg, der nicht immer leicht gewesen ist und ihnen viel abverlangt hat. Ich als stummer Beobachter hätte so manches Mal schreien mögen und Zahra sowie Jaime manches mal an schubsen können, damit sie auf einander zugehen statt sich zu streiten. Zahra und Jaime müssen nicht nur mit dem Konflikt Christen gegen Moslems zu recht kommen sondern sich auch die Frage stellen wie lebt es sich innerhalb ihrer Familie mit dieser schwierigen Situation. Die politischen Verhältnisse in Grenada spiegeln sich hier innerhalb der Familie wieder. Jaime als Vater und Christ muss lernen, dass sein Sohn Abdu erwachsen wird und seine eigenen Vorstellung vom Leben hat und diese stimmen nicht unbedingt mit Jaimes überein. Während Abdu auf Seiten der Bevölkerung Granadas steht, vertritt Jaime die Meinung der Christen, so meint zu mindestens sein Sohn. Da sind Konflikte natürlich vorprogrammiert, die dafür sorgen, dass die Spannung hoch bleibt. So ganz neben bei erfährt man in diesem Roman als Leser wie es sich angefühlt haben muss zu dieser Zeit in Grenada zu leben. Wie viele Ängste die Menschen ausgestanden haben und wie sie behandelt wurden. Erschreckend war dabei für mich vor allem, dass es sich ja so zugetragen hat wie die Autorin es hier schildert. Und so manche Textzeile stimmte dann auch nachdenklich. Zur Gestaltung des Buches: Es gibt ein Personenregister, eine Karte und ein Glossar. Außerdem hat die Autorin ein ausführliches Nachwort geschrieben, in dem Fiktion und Wahrheit von einander getrennt werden. Ich lese solche Sachen immer sehr gern und Karten in historischen Büchern finde ich immer besonders gut. Und zu guter Letzt habe ich sogar ein passendes Lesezeichen zu meiner Ausgabe bekommen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Mein Fazit: „Das Geheimnis der Maurin“ ist ein toller historischer Roman der in einer Zeit voller Schrecken und Leid spielt. Der aber auch eine tolle Liebesgeschichte beinhaltet, die intensiver kaum sein könnte. Mir hat dieser Roman von Lea Korte sehr gut gefallen, er war spannend und vor allem glaubhaft. Ich kann ihn nur jedem empfehlen der gern historische Romane liest.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    irismaria

    Der historische Roman „Das Geheimnis der Maurin“ von Lea Korte spielt in Andalusien um 1500 und ist die Fortsetzung von „Die Maurin“. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und kannte den ersten Teil nicht, doch durch den kurzen Rückblick zu Beginn des Buches kam ich sehr gut in die Geschichte, die in einer politisch unruhigen Zeit spielt: Die Spanier vertreiben die Mauren aus dem Land und die Hauptperson Zahra und ihre Familie müssen nach Portugal fliehen. Doch da geschieht ein Überfall und Zahras Tochter, die vierjährige Chalida wird entführt. Und das ist nicht der einzige Schicksalsschlag, der die Familie trifft, denn neben alten Konflikten aus der persönlichen Vergangenheit beeinflusst die antijüdische bzw. antimuslimische Politik der Könige das Leben von Zahra und ihren Lieben. „Das Geheimnis der Maurin“ ist eine spannende Familiengeschichte vor einem mir wenig bekannten historischen Hintergrund, der immer wieder anklingt, aber gut in die Geschichte eingebaut ist. So kann man die fesselnde Handlung verfolgen und erfährt nebenbei einiges über die Politik und die Konflikte der religiösen Gruppen in Spanien um 1500. Der Roman ist lebendig geschrieben und die Charaktere so gut dargestellt, vielschichtig und authentisch – man meint, man würde sie „in echt“ kennen. Ich kann diesen Roman sehr empfehlen und werde auch seinen Vorgänger noch lesen!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    Imlammenien

    26. January 2013 um 14:16

    Andalusien im späten 15. Und führen 16. Jahrhundert: Nachdem die christlichen Eroberer die Maurenfestung Granada erobert haben, macht sich Zahra mit ihrer Familie auf nach Portugal. Doch bevor sie ihr Ziel erreichen, werden sie überfallen und es gibt Tote und Verletzte. Außerdem wird Zahra kleine Tochter Chalida entführt. Um ihr Kind zu befreien müssen Zahra und ihre Lieben nach Granada zurückkehren – und damit in die Höhle des Löwen, denn dort wird Zahra immer noch als Verbrecherin gesucht! In gewohnter Manier legt Lea Korte mit „Das Geheimnis der Maurin“ eine spannende Fortsetzung des Romans „Die Maurin“ vor. Sie lässt liebgewonnene Figuren wiederkehren und flechtet neue gekonnt in die Handlung ein. Die Glaubenskämpfe in Andalusien nutzt sie dabei als ebenso spannenden wie farbenprächtigen historischen Hintergrund und zeichnet eine grausame Szenerie, die sich sogar auf heutige Verhältnisse übertragen lässt und zum Nachdenken anregt. Die Romanhandlung führt den Leser durch mehrere Jahre und lässt ihn am Schicksal von Zahra, ihrem Mann Jaime und ihren heranwachsenden Kindern teilheben. Am Beispiel Zahras beschreibt die Autorin sehr plastisch, welche Veränderung eine Person durchläuft, wenn sie derart unter Druck gerät und ihrer Existenzgrundlage beraubt wird, wie es eben Zahra in der Geschichte geschieht. So manches Mal möchte man über ihre Handlungen und Emotionen den Kopf schütteln und kann dennoch mit ihr fühlen – das muss Lea Korte erst einmal jemand nachmachen! FAZIT: Eine spannende Fortsetzung vor einem spannenden Hintergrund, die an vielen Stellen zum Nachdenken anregt – auch über unsere heutige Zeit. Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    Sternenstaubfee

    25. January 2013 um 20:12

    Andalusien 1491: Die Maurin Zahra und ihre Familie wollen nach Portugal auswandern, da sie sich dort ein besseres Leben erhoffen. Ihre Heimat ist nun in christlicher Hand und bietet keinen Schutz mehr. Doch auf dem Weg nach Portugal werden sie überfallen und Zahras kleine Tochter wird entführt. Das zwingt die Familie, ihre Flucht abzubrechen. Sie kehren zurück in ihre Heimat, doch die Konflikte zwischen Christen, Juden und Moslems sind vorprogrammiert... * Meine Meinung * "Das Geheimnis der Maurin" ist die Fortsetzung von "Die Maurin". Ich selbst habe leider den ersten Teil nicht gelesen, konnte mich aber dennoch problemlos in die Geschichte hineinfinden und die Handlung nachvollziehen. Die Geschichte von Zahra und ihrer Familie hat mich sehr gefesselt und berührt. Sehr geschickt hat Lea Korte es geschafft, die historischen Hintergründe in die Geschichte von Zahra einzubinden. So war das Buch nicht nur sehr lesenswert und spannend, sondern zudem auch noch sehr lehrreich. Die Figuren wirken echt und lebendig. Ich habe sehr mit ihnen mitgefühlt, nur Zahra selbst ist mir im Laufe der Geschichte etwas "entglitten". Trotzdem hat mir der Roman sehr gut gefallen, und ich werde nun bestimmt auch noch den ersten Teil der Geschichte lesen!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    Klusi

    23. January 2013 um 11:30

    Im Dezember 1491, unweit von Sevilla Die Maurin Zahra as-Sulami ist mit ihrer Familie auf der Flucht nach Portugal, denn Andalusien ist mittlerweile völlig in christlicher Hand. Unterwegs wird die Reisegruppe von fremden Soldaten überfallen, und Zahras kleine Tochter wird entführt. Jaime, Zahras Geliebter und Vater von Chalida, setzt alles daran, das gemeinsame Kind zurück zu bekommen. Für ihn und Zahras Familie bedeutet dies das Ende der Reise, denn auch wenn Jaimes Bruder Gonzalo seine Hilfe zusichert, so unter der Bedingung, dass Zahra nach Granada zurückkehrt. Für Gonzalo war Zahra einst die Liebe seines Lebens, bevor sie sich für seinen Bruder entschied. Durch Jaimes Bitte um Hilfe kommen nun Erinnerungen und vielleicht auch Hoffnungen hoch. Die Lebensbedingungen für die Mauren in dem mittlerweile katholischen Land werden immer schwieriger, die Forderungen der katholischen Könige und ihrer Inquisition immer härter. Nicht nur die Juden haben unter der religiösen Diktatur zu leiden, sondern inzwischen auch die maurische Bevölkerung. Die Machthaber ignorieren immer mehr die Kapitulationsvereinbarungen, und den Menschen wird Unmögliches zugemutet. In Lea Kortes neuem Roman erfährt der Leser, wie es mit Zahra as-Sulami und ihren Lieben weitergeht. Zahra, „die Maurin“, die man im ersten Band bereits während der Zeit der Reconquista begleitet hat, wird vom Schicksal erneut auf eine harte Probe gestellt. Sie leidet unter der christlichen Regierung; das Leben in Granada hat nichts mehr mit der toleranten und harmonischen Einheit unter der einst maurischen Herrschaft zu tun. Eigentlich machen es die a-Sulamis richtig vor, denn in Zahras Haushalt leben Moslems, Juden und Christen in friedlichem Miteinander und gegenseitiger Akzeptanz. Diese ursprünglich bestehende Harmonie wird mehr und mehr durch neue Maßnahmen der christlichen Eroberer zerstört. Die Angst vor Spitzeln greift um sich. Denunziation ist an der Tagesordnung. Dazu kommt die fortwährende Sorge um ihre Kinder. Die ganze Situation führt dazu, dass Zahra und Jaime sich immer öfter zermürbende Debatten liefern, die häufig mit massiven Vorwürfen enden. Zahras Verhalten ist geprägt von ihrer Ohnmacht und der Sorge vor Identitätsverlust. Sie versucht mit allen Mitteln, ihre Familie zusammenzuhalten und die muslimischen Bräuche und Traditionen weiterhin zu pflegen, was jedoch immer schwerer wird. Ihrem Geliebten Jaime gegenüber ist sie oft ungerecht, denn einerseits fehlt es an gegenseitigem Verständnis, auch ist Zahra ihr eigener Stolz im Weg. Es bildet sich eine schier unüberbrückbare Kluft zwischen den Liebenden, denn Jaime steht mittlerweile wieder im Dienst der Könige. In diesen Jahren nach der Reconquista wird das Leben immer komplizierter. Brutale Übergriffe der kastilischen Soldaten schüren Wut und auch Hilflosigkeit, einerseits unter den Juden und ebenso bei der muslimischen Bevölkerung. Die Protagonistin Zahra steht stellvertretend für ein verzweifeltes Volk. Ihr Verhalten ist oft extrem aber in Anbetracht der Situation durchaus verständlich. Bestürzend ist die starke Realitätsnähe der Handlung. Die Autorin hat sich konsequent an den historischen Tatsachen orientiert. Zwischen den Zeilen wird das starke Anliegen für mehr Toleranz und Religionsfreiheit deutlich spürbar, denn die Diskrepanz zwischen den Religionen ist nicht auf die Vergangenheit beschränkt, sondern leider auch heutzutage noch ein brisantes Thema. Auch mit diesem neuen Roman ist es Lea Korte wieder einmal gelungen, mich von der ersten Seite an völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen und alles um mich herum für Stunden vergessen zu lassen. Die Eindrücke des Gelesenen wirken intensiv und lange nach. Es ist ein starker, beeindruckender Roman über ein trauriges Kapitel der spanischen Geschichte, der deutlich macht, wie sich Menschen verändern, wenn sie eingeengt und ungerecht behandelt werden. Ein Nachwort mit Erläuterungen zu verschiedenen historischen Details, eine ausführliche Begriffserklärung, dazu der Stammbaum des Hauses Aragón-Kastilien, zwei Karten, die sehr anschaulich die Machtverschiebung ab 1492 zeigen und ein umfangreiches Personenregister runden dieses Buch perfekt ab.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte

    Das Geheimnis der Maurin

    Nina2401

    21. January 2013 um 20:09

    Religionskonflikte Die Verfolgung und Unterdrückung der moslemischen und jüdischen Bewohner von Granada sind das zentrale Thema in dem neuen historischen Roman von Lea Korte. Sie erzählt die Geschichte ihrer Heldin Zahra weiter. Zahra hat sich sehr verändert, sie ist reifer geworden, hat sie doch jetzt die Verantwortung für ihre große Familie. Die unbeschwerten und rebellischen Tage sind längst Vergangenheit. Es ist bereits mein zweites Buch von Lea Korte und ich finde es sehr faszinierend wie sie Fiktion und Wirklichkeit miteinander verbindet. Im Personenverzeichnis am Anfang des Buches kann man genau nachlesen, welche Personen aus ihrem Roman tatsächlich gelebt haben. Sie schreibt sehr lebendig, ein kurzes Vorwort und schon ist man gefesselt von der spannenden Handlung. Ich finde, Lea Korte ist noch besser geworden, sie schreibt noch intensiver und fesselnder. Sowohl die „actionreichen“ Szenen als auch die ruhigen Momente hat sie mir sehr nahe gebracht. Die Religionskonflikte und vor allem das Wissen, dass die Autorin tatsächlich Geschehenes beschreibt, das geht schon sehr unter die Haut und ließ mich streckenweise schaudern. Da in Zahras Haushalt neben Mauren auch Christen und Juden vertreten sind, erfahre ich die Repressalien gegen die Andersgläubigen durch die Christen hautnah. Besonders der Konflikt zwischen Zahra und Jaime, der für die Christen arbeitet, wird so gut dargestellt. Das Leid und die Unterdrückung verändern die Menschen und das wird am Beispiel von Zahra sehr deutlich. An ihr hat Lea Korte sehr anschaulich gezeigt, was die Veränderungen, die im Land und vor allem in Granada statt finden, aus einem Menschen machen können. Auch wenn ich mit Zahra nicht immer einer Meinung bin und ich ihr Verhalten oftmals nicht nachvollziehen kann, geht mir das Schicksal dieser einst so starken Frau und ihrer buntgemischten Familie doch sehr nah. Die historischen Ereignisse, die Lea sehr geschickt in ihren Roman eingebaut hat, machen mich streckenweise fassungslos. Lea Korte hat mir wieder ein Stück Geschichte nahe gebracht, das mir gar nicht so bewusst war und das auf eine sehr fesselnde und emotionale Art und Weise.

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