Lea Korte Die Nonne mit dem Schwert

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Inhaltsangabe zu „Die Nonne mit dem Schwert“ von Lea Korte

Spanien im 17.Jahrhundert: Die 15jährige baskische Adlige Catalina de Erauso wird von ihren Eltern ins Kloster gesteckt, doch kurz vor der Weihe gelingt ihr die Flucht in die Freiheit. Schnell merkt Catalina, dass sie in der Welt als Frau nicht überleben kann. Sie verkleidet sich als Mann - ein unverzeihlicher Frevel im Zeitalter der Inquisition - und lässt sich ein auf ein Leben voller Gefahren, das sie bis nach Südamerika führt. Sie sucht dort ihren Geliebten, der von ihrer wahren Identität selbst dann noch nichts ahnt, als sie Seite an Seite mit ihm in der königlichen Armee kämpft … Der Roman einer mutigen Frau, die das Unmögliche wagte und deren Leben ein einziges Abenteuer war. (Quelle:'E-Buch Text/03.12.2012')

Ich musste das Buch abbrechen weil ich die Naivität von Catalina nicht ausgehalten habe.

— Gwen_liest

Lea Korte hat es geschafft, einer Frau aus der Vergangenheit so viel Leben einzuhauchen, dass sie auch heute noch lebendig wirkt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Die Nonne mit dem Schwert

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. December 2013 um 22:24

    Catalina de Erauso ist eine baskische Adlige, während des späten 16. Jahrhundert geboren. Von ihren Eltern ins Kloster geschickt, fühlt sie sich dort eingeengt und wagt die Flucht. Schon bald erkennt sie, dass sie als Frau in der damaligen Zeit kaum eine Chance hat. Kurzerhand entschließt sie sich, ihr weiteres Leben als Mann zu verbringen und stürzt sich so in ein riesiges Abenteuer. Unentdeckt an der Seite von Matrosen und Soldaten führt sie ihr Weg nach Südamerika. Sie entdeckt neben großer Freiheit auch weitere Verpflichtungen, Bindungen, die ihr Herz bestimmen, nicht zuletzt Freundschaften und Liebe. Schlussendlich bringt sie ihr Leben sogar bis vor den Papst, wo sie darum bittet, weiterhin als Mann zu leben. Angesichts der damaligen Zeit der Inquisition eine gefährliche Bitte. Catalina de Erauso ist eine geschichtlich erwähnte junge Frau, deren Lebensgeschichte die Autorin Lea Korte mit großer Leidenschaft und unglaublich wortgewandt beschreibt. Sie hält sich weitgehend an die Autobiografie der Frau wie zeitgenössischer schriftlicher Erzählungen, fügt ihrer Lebensgeschichte aber auch ein paar Charaktere hinzu, welche „in Calatinas Leben so sehr gefehlt haben, dass ich sie für sie erfinden musste“, so die Autorin in ihrem Nachwort, die eigentlich Sylvia Ungeheuer heißt. Schon früh begann sie Geschichten zu schreiben. Nachdem sie unter einem anderen Pseudonym drei Frauenromane und einen Entwicklungsroman geschrieben hatte, wandte sie sich dem historischen Roman zu. 1996 erschien dann DIE NONNE MIT DEM SCHWERT unter dem Pseudonym Leo Korte. Das Buch fesselt vom ersten Moment an. Es ist lebendig geschrieben, weckt beim Lesen Bilder und Emotionen gleichermaßen. Lea Korte hat es geschafft, einer Frau aus der Vergangenheit so viel Leben einzuhauchen, dass sie auch heute noch lebendig wirkt. Elisabeth

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  • eBook Kommentar zu Die Nonne mit dem Schwert von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Claus Wölk

    08. November 2013 um 21:05 via eBook 'Die Nonne mit dem Schwert'

    Buch voller Spannung, gut zu lesen. Interessant.

  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Nady

    24. February 2013 um 17:26

    Catalina wird in eine Welt gesteckt, die nicht für sie bestimmt ist. Sie möchte auf keinen Fall Nonne werden und flieht aus dem Kloster. Als Junge verkleidet erlebt sie viele, zum Teil schreckliche Abenteuer. Sie kämpft auf einem Schiff, im spanischen Krieg und lernt so mit den Waffen umzugehen. Oft ist es für sie sehr schwierig, ihre wahre Identität zu verheimlichen und es gelingt einigen Menschen diese doch zu durchschauen. Zum Schluss erfährt man, dass es Catalina wirklich gegeben hat und dass dieses Buch, der Wahrheit entspricht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und der Kampf dieser Frau mich tief beeindruckt. Ich denke, es gab oft die Fälle, dass im 17. Jahrhundert junge Mädchen in Kloster gesteckt wurden, damit sie eine „gute“ Erziehung genießen konnten und sich der Kirche verschrieben. Catalina hat sich dagegen gewährt.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Lerchie

    16. January 2012 um 17:51

    Die drei Flamen waren nicht zum ersten Mal In Enekos Taverne. Francisco hatte sie schon ein paar Mal beobachtet. Heute bezeichneten sie den baskischen Wein als Pisse und velie0en das Lokal. Francisco und Eneko folgten ihnen. Francisco glaubte, nur einen zu verfolgen, doch plötzlich sah er sich allen dreien gegenüber. Zwei hatte er schon besiegt, doch bevor er dem Dritten den Todesstoß versetzen konnte, hinderte ihn jemand daran…. Die junge Catalina de Erauso war von ihren Eltern in ein Kloster gesteckt worden. Doch mit jedem Tag der verging, wurde ihr klar dass sie nicht hierher gehörte, ganz einfach nicht hierher passte. Als sie nach einem Arrest hörte, dass sie in zwei Wochen die Weihen empfangen sollte, geriet sie in Panik. Sie ergriff die nächste Gelegenheit zur Flucht. Draußen wurde ihr klar, dass sie als Mädchen nicht überleben würde. Sie beschaffte sich Jungenkleider und schnitt sich die wunderschönen Haare ab. Dann traf sie Mikel der sie mitnahm. Doch er wollte sich nicht auf Dauer mit ihr belasten und ließ sie bei einem Tuchhändler. Hier lernte Catalina alias Francisco viel. Doch eines Tages kamen sie in ein reiches Haus, wo die Frauen sich Stoffe heraussuchten. Zu allem Elend war dort Catalinas Vater zu Besuch! Und nach einiger Zeit erkannte er sie, und sie musste fliehen. Sie nahm sich vor, Mikel zu suchen, und hörte, dass er nach Peru gereist sei. So kam sie ans Meer und heuerte auf einem Schiff an. Mit der Zeit wurde sie mit der Arbeit immer vertrauter. In Südamerika suchte sie wieder nach Mikel, doch so einfach war das auch hier nicht…. Wird Catalina Mikel finden? Wird ihre Verkleidung allem standhalten? Oder würde herauskommen, dass sie ein Mädchen war und sie für diesen Frevel auf den Scheiterhaufen kommen? Und war würde wohl Mikel dazu sagen? Lea Korte hat es verstanden von Anfang an Spannung aufzubauen und diese auch bis zum Ende zu halten. Es gibt viele kleine Spannungsbögen in diesem Buch. Es ist gut und flüssig zu lesen, und ich denke – soweit ich das beurteilen kann – ist es auch gut recherchiert. Dieses Buch hat mich gefesselt und mir sehr gut gefallen. Ich kann es jederzeit weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Bellexr

    15. July 2011 um 09:55

    Eine freiheitsliebende junge Frau geht ihren Weg . Spanien 1607: Die 15-jährige Adlige Catalina de Erauso ist verzweifelt. Das freiheitsliebende Mädchen träumt von Abenteuern, doch muss sie ihr Leben als Novizin hinter dicken Klostermauern fristen. Durch Zufall gerät sie eines Tages an die Schlüssel der Pforte und flüchtet. Schnell ist ihr jedoch klar, dass sie als Mädchen alleine nicht lange in Freiheit bleiben wird. Also verkleidet sich Catalina als Junge, nennt sich fortan Francisco und begibt sich auf Arbeitssuche. Doch immer wieder gerät sie in Schwierigkeiten, was sie zwingt, häufig die Orte zu wechseln. . Auf ihrer Reise lernt sie den jungen Mikel kennen, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt, doch ihre Wege trennen sich wieder. Als sie wieder einmal in die schlimmsten Schwierigkeiten gerät, flüchtet sie auf ein Schiff Richtung Sevilla. Dort erfährt sie, dass Mikel auf den Weg nach Peru ist. Ohne groß zu überlegen folgt Catalina ihm. Doch auch in Peru kann sie ihre Identität nicht preisgeben, denn hier droht ihr ebenfalls der Scheiterhaufen. So reist sie als Francisco quer durch Peru, sieht sich den schlimmsten Gefahren und Unwägbarkeiten ausgesetzt und ist immer auf der Suche nach Mikel, ihrer großen Liebe. Diese Suche führt sie schließlich in den Dienst der Arme des Vizekönigs … . Ich war wirklich erstaunt, als ich im Nachwort von Lea Korte las, dass Catalina de Erauso eine historische Figur ist, deren Leben sich in etwa so abgespielt hat, wie die Autorin dies in ihrem Roman beschreibt. Klar nimmt sie sich einige schriftstellerische Freiheiten heraus, aber Catalina hat wirklich jahrelang als Mann gelebt und als Matrose wie auch als Soldat in der Armee des Vizekönigs von Spanien gedient. Wie ihre Geschichte nun ausgeht, möchte ich hier jetzt nicht verraten. Wen es interessiert, bei Wikipedia gibt es Informationen zum aufregenden Leben der baskischen Adligen. . Die schier unglaublichen Abenteuer, welche Catalina als Mann erlebt und vor allem, dass sie ihre Identität über Jahre hinweg absolut geheim halten konnte, erzählt Lea Korte sehr temporeich und unterhaltsam, allerdings aber auch mit wenig Tiefgang. Klar merkt man, dass sie sich ausführlich mit dem Leben von Catalina beschäftigt hat, aber wer jetzt viel Zeitgenössisches über Spanien oder Peru erfahren möchte, wird hiervon nicht viel finden, da die Autorin alles etwas allgemein hält. Das stört jetzt aber auch nicht wirklich, da es ja im Grunde um das faszinierende Leben von Catalina geht. . Und das beschreibt die Autorin wirklich sehr kurzweilig. Ihr Schreibstil ist durchweg flüssig, fesselnd und auch recht bildhaft. So hat man eigentlich schon nach wenigen Seiten diese aufmüpfige, rebellische, überaus sture und doch so liebenswürdige junge Frau vor Augen, die mit ihrer anfänglichen Naivität und der Unkenntnis über das richtige Leben von einer Schwierigkeit in die nächste schliddert. Jedoch ist ihr zumeist das Glück hold und so findet sie immer wieder einen Ausweg, sei es die Flucht oder aber eine gute Seele steht ihr bei. Einer davon ist Mikel, der über ihre anfängliche Tollpatschigkeit nur den Kopf schütteln kann und sie in die Obhut seines Ziehvaters gibt, da er der Überzeugung ist, dass Catalina / Francisco keinen Tag alleine überleben könnte. Doch auch hier gerät Catalina ungewollt in eine ausweglose Situation, sodass ihr wieder einmal nur die Flucht übrig bleibt. . Fazit: Ein farbenfroher, unterhaltsamer Abenteuer- bzw. Historienroman über das Leben einer sehr ungewöhnlichen, faszinierenden Frau.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    BlueNa

    23. June 2011 um 16:11

    Catalina de Erauso – Was für eine Frau!!! . Catalina ist die Tochter einer wohlhabenden Familie, deren Söhne bei der Armee und die Töchter Gott dienen sollen. Catalina ist da aber anderer Meinung und flieht kurz vor ihrer Weihe aus dem Kloster in San Sebastián. Durch einen Zufall findet sie Männerkleidung, schneidet sich ihr Haar ab und verbirgt sich so öffentlich vor den Augen ihrer Verfolger. Catalina merkt schnell, wie hart das Leben selbst als junger Mann auf der Straße doch ist. Trotz einer guten Anstellung als Bote landet sie im Gefängnis, in dem sie ihre große Liebe Mikel kennenlernt. Zusammen ziehen sie weiter, doch bald trennen sich ihre Wege und die als Mann verkleidete junge Frau schlägt sich alleine durch. Immer mit der Angst im Nacken, dass ihre Tarnung aufliegen und sie von der Inquisition auf den Scheiterhaufen gebracht werden könnte. Dann erfährt sie, dass Mikel mit der Silberflotte nach Peru unterwegs ist und heuert auf einem großen Schiff an, um in Übersee ihr Glück zu finden. . Leider habe ich „Die Nonne mit dem Schwert“ viel zu lange in meinem Regal schmoren lassen, denn schon nach den ersten paar Seiten war ich total im Spanien des 17. Jahrhunderts versunken. Die Geschichte hat mich viel schneller gefesselt als „Die Maurin“, die ich auch total gut fand. Catalina war für mich eine Person, die mich sehr fasziniert hat. Unglaublich ist es fast, dass sie so lange unentdeckt unter Männern gelebt, gearbeitet und gekämpft hat und dass allein ein Brustwickel ihre weiblichen Rundungen verbergen konnten. . Dieses Buch ließ sich ganz wunderbar lesen! Der Schreibstil der Autorin gefällt mir außerordentlich gut. Er ist flüssig, nicht zu einfach und doch gespickt mit vielen Bildern, die es einem einfach machen, sich alles genau vorzustellen. Die grünen Ebenen von Peru, die rauen und steilen Gebirgshänge der Anden und die großen Städte die so vertraut und doch so fremdartig wirkten. Lea Korte hat es wieder einmal geschafft Emotionen in ihrem Text zu transportieren, so dass ich wirklich gefesselt an diesem Buch saß und alle Unterbrechungen verflucht habe. Von der Person Catalina de Erauso war ich total fasziniert. Eine tolle junge Frau und sie hat wirklich gelebt! Sie wollte Freiheit, anstatt hinter dicken Klostermauern eingesperrt zu sein, sie wollte all das für sich, was in dieser Zeit eigentlich nur den Männern zustand. Sie war eine Frau, die eigentlich sehr emanzipiert war, das aber nicht in die Öffentlichkeit tragen durfte, denn das Tragen von Männerkleidern war eine Sünde und es drohte sogar der Scheiterhaufen, wenn sie entdeckt worden wäre. Auch die Personen, die Catalina als Francisco während ihren Reisen und Abenteuer begegnet sind fast alle total liebenswert und toll ausgearbeitet. Mikel ist ein merkwürdiger Bursche, aber er war mir sofort sympathisch oder der chinesische Schiffskoch, der mir erst ein wenig suspekt war, sich dann aber als der beste Mensch von Allen erwies. Wunderbare Figuren! Das Cover ist typisch für einen historischen Roman und es gefällt mir nicht wirklich. Ich hätte mir hier ein Motiv gewünscht, dass Freiheit und Mut ausdrückt, denn für dies alles steht Catalina de Erauso. Hätte die Autorin nicht für „Die Nonne mit dem Schwert“ geworben, ich hätte es niemals gelesen, denn das Cover wirkt auf mich einfach langweilig. „Die Nonne mit dem Schwert“ ist ein historischer Abenteuerroman mit einer ganz starken Frau als Protagonistin, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Eine Geschichte, die mich fortgetragen hat ins ferne Peru und für die ich eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen kann!

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Monika Jary

    15. April 2011 um 19:31

    Ein Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es spannend. Ein Lesegenuss- Spanien im 17.Jahrhundert: Die 15jährige baskische Adlige Catalina de Erauso wird von ihren Eltern ins Kloster gesteckt, doch kurz vor der Weihe gelingt ihr die Flucht in die Freiheit. Schnell merkt Catalina, dass sie in der Welt als Frau nicht überleben kann. Sie verkleidet sich als Mann - ein unverzeihlicher Frevel im Zeitalter der Inquisition - und lässt sich ein auf ein Leben voller Gefahren, das sie bis nach Südamerika führt. Sie sucht dort ihren Geliebten, der von ihrer wahren Identität selbst dann noch nichts ahnt, als sie Seite an Seite mit ihm in der königlichen Armee kämpft … Der Roman einer mutigen Frau, die das Unmögliche wagte und deren Leben ein einziges Abenteuer war.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Zabou1964

    27. January 2011 um 07:24

    In ihrem historischen Roman beschreibt die Autorin das Leben der Catalina de Erauso, die tatsächlich im 17. Jahrhundert gelebt hat. Geschickt verwebt sie Realität und Fiktion und hat damit eine spannende und unterhaltsame Geschichte geschaffen, die mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Catalina steht kurz vor der Weihe zur Nonne, als sie es im Kloster nicht mehr aushält und flieht. Die 15jährige Tochter einer adeligen baskischen Familie kann den Gedanken nicht ertragen, ein Leben lang zwischen Klostermauern gefangen zu sein. Da es damals für eine Frau unmöglich war, sich alleine durchzuschlagen, verkleidet sie sich als Mann und versucht, ihren Weg zu gehen. Doch auch dieses Leben ist nicht ungefährlich: Eine Entdeckung ihrer Verkleidung riefe unweigerlich die Inquisitoren auf den Plan. Es ist unglaublich, welche Abenteuer diese junge Frau vor 400 Jahren erlebt hat. Ihr Weg führte sie sogar bis nach Peru, wo sie u.a. in der Armee des Königs kämpfte. Wüsste ich nicht, dass der Roman auf der Autobiografie der Protagonistin beruht, hielte ich die Geschichte für übertrieben. Ein paar Figuren hat die Autorin allerdings dazuerfunden, wie ich dem Anhang entnehmen konnte. Lea Korte hat eine gründliche Recherche betrieben und der Handlung jede Menge Fakten beigemischt, ohne jemals belehrend zu werden. Die Figuren und Landschaften sind sehr bildhaft beschrieben. Die Geschichte der Catalina de Erauso ist so spannend erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Fazit: Ich wurde bestens unterhalten und habe zudem einiges gelernt. „Die Nonne mit dem Schwert“ ist ein großartiger historischer Roman, der mich fasziniert und gefesselt hat.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    haTikva

    26. January 2011 um 18:20

    Meine Meinung: An diesen Roman bin ich mit gemischten Gefühlen herangetreten. Da ich viele Meinungen gelesen haben, die dieses Buch herabsetzten und es dabei auch noch um eine Frau geht, die es wirklich gab, fragte ich mich wirklich, ob mir dieses Werk zusagt. Was ich dann wirklich vorfand, war ein echt toller und spannender Roman über eine Frau, die sich in Männerkleidern vielen Gefahren dieser Welt stellte und dabei immer voran kam. Catalina de Erauso, eine spanische Adlige, flieht im Teeniesalter aus dem Kloster, in das sie ihre Eltern verband hatten. Schnell wird ihr bewusst, dass sie als Junge besser zurechtkommt, als, als Mädchen. Und obwohl es zu der damaligen Zeit ein Frevel war und der Scheiterhaufen drohte, zieht sie die Maskerade durch. Dabei erlebt sie die unglaublichsten Abenteuer, lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen und scheint trotz vieler Bedrohungen das Glück gepachtet zu haben. Doch auch für sie gibt es mal einen schlechten Tag ... Die Geschichte war von Anfang an spannend und ich konnte mit Catalina richtig mitgehen, als wäre ich ihr Schatten. Als kleines Manko empfand ich allerdings, dass Catalina trotz vieler Bedrohungen und diverser Geschehnisse im ganzen Buch meist zu naiv an neue Taten heranging oder zu gutgläubig war. Das fand ich etwas schade, aber entspricht laut den Recherchen der Autorin wirklich den Tatsachen. Doch außer dieser Sache wurden die Handlungen sehr real geschildert und ich konnte mir die Figuren und Landschaften wirklich gut vorstellen. Wenn sie in Bedrängnis kam, ließen diese Szenen ein beklemmendes Gefühl in mir aufwallen, so gut konnte ich mich mit der jungen Dame identifizieren. Zum Ende hin gab es dann immer öfter Szenen, bei denen meine Augen vor Rührung ganz feucht wurden. Leider kann ich meine freudigen Emotionen gar nicht so darstellen, wie ich eigentlich möchte. Der Roman war einfach sehr abwechslungsreich und äußerst vielseitig, was mir als „Nicht-Historie-Leserin“ sehr imponierte. Dass eine Frau in Männerkleidung in dieser Zeit so weit kommt, ist in meinen Augen eine Ermutigung an uns, dass wir unsere Ziele schaffen können, wenn wir nur wollen. Dass es sich bei dieser Adligen um eine Persönlichkeit handelt die tatsächlich existiert hat und ihr Leben wirklich so verlief ist kaum vorstellbar, aber laut dem Nachwort der Autorin wirklich wahr. Gut, es gibt Figuren und Handlungen, die der Phantasie von Lea Korte entsprungen sind, aber trotz allem war Catalina de Erauso eine sehr toughe Frau und hat es für diese Zeit sehr weit gebracht! Mit dem Wissen, dass diese Person gelebt und dass sie wahre Abenteuer erlebt hat, wenn auch nicht ganz so wie in dem Buch, vergebe ich diesem Roman fünf Sterne und mache es zu meinem Highlight im Januar. © Tikvas Schmöckertruhe 25.1.2011 Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Lonice

    11. November 2010 um 20:11

    Catalinas Leben scheint vorbei, bevor es überhaupt begonnen hat. Das lebenslustige und neugierige junge Mädchen wird von ihren Eltern ins Kloster geschickt, eine durchaus übliche Handlung im Spanien des 17. Jahrhunderts. Catalina hat große Probleme damit, sich den strengen Regeln des Klosters zu unterwerfen und nutzt daher die erste Chance, die sich ihr bietet, um zu fliehen. Schon wenige Stunden nach ihrer Flucht kommt ihr die Erkenntnis, dass sie als Mädchen mehr als nur ein wenig gefährlich lebt, wenn sie allein durch das Land zieht. Deshalb trifft Catalina eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll. Sie setzt sich über alle Konventionen hinweg und verkleidet sich als Mann, ein schweres Vergehen in Zeiten der Inquisition... Auch als Junge ist das Leben für Catalina, die niemals ein Handwerk gelernt hat, nicht eben leicht, doch mit eisernem Willen schlägt sie sich durch, geht bei dem ein oder anderen Händler in die Lehre und lernt auch, mit dem Degen umzugehen. Weil der junge Mann, der sie so sehr fasziniert, sich nach Südamerika aufgemacht hat, ins gelobte Land jener Zeit, in dem jeder Mann sein Glück machen kann, macht auch sie sich auf die gefährliche und ungemütliche Seereise, ein Wagnis, dass sie mehr als einmal beinahe das Leben kostet. Die Geschichte von Catalina de Erauso ist wahr, dies sei voran gestellt. Ich selbst ging beim Lesen davon aus, dass ich eine komplett erfundene Geschichte vor mir habe, die eben dem typischen Bild der Lea Korte entspricht: Eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist und ein spannendes Leben lebt. Genauso habe ich das Buch auch gelesen, habe mich an dem bockigen Wesen der Catalina erfreut und hin und wieder den Kopf geschüttelt, wenn ich etwas besonders weit hergeholt fand. Und dann stellte ich fest, dass fast alles, was in diesem Buch steht, auf Tatsachen beruht. Das hat mich sehr beeindruckt. Catalina de Erauso muss eine wirklich ungewöhnliche Frau gewesen sein, deren Geschichte hier von Lea Korte wirklich toll erzählt wurde. Das Buch brauchte ein bisschen Zeit, bis es wirklich in Gang kam, zumindest für mich. Spätestens aber zu dem Zeitpunkt, an dem Catalina/Francisco sich endgültig entschließt, nach Südamerika zu reisen, ließ es mich nicht mehr los. Lea Korte hat das Schicksal dieser besonderen Frau unglaublich gut dargestellt. Man fiebert mit jedem Wort mit der Protagonistin mit und hofft gemeinsam mit ihr, dass niemand ihr Geheimnis errät und gleichzeitig, dass Mikel, ihr Geliebter, sie endlich als das erkennt, was sie ist, ohne sie zu verstoßen. Spannend und gefühlvoll erzählt Lea Korte aus einer Zeit, deren strenge Regeln uns aus heutiger Sicht als mehr als nur engstirnig erscheinen. Catalinas ungewöhnliches Leben zieht den Leser genauso in den Bann wie Leas angenehmer Schreibstil und ihre Art, Geschichte als Roman zu präsentieren. Auch das Leben Catalinas ist ein Aspekt der Geschichte, mit dem ich mich, als bekennende Mittelalterliebhaberin, bisher nicht beschäftigt habe, aber wie schon bei Die Maurin, hat es Lea Korte geschafft, mein Interesse an einer wirklich spannenden Epoche der Weltgeschichte zu wecken und mir den Anstoß gegeben, auch in diesem Zeitalter ein wenig zu recherchieren. Ein unglaublich spannendes, gut recherchiertes Buch, das einfach Lust auf mehr macht.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    walli007

    26. September 2010 um 18:20

    Schon die Maurin hat mir gut gefallen, doch die Nonne mit dem Schwert übertrifft sie noch! Im Jahre 1607 lernen wir die kleine Rebellin Catalina kennen. Sie und ihre drei Schwestern gelten den Eltern nicht viel. So wird Catalina schon im zarten Alter von 9 Jahren ins Kloster gesteckt. Und dort eckt sie an und eckt sie an und eckt sie an. Bis sie knapp 16 ist und die Nonnen genug von ihren Eskapaden haben. Nun soll sie den Schleier nehmen. Und das will sie doch nicht!!! Völlig untypisch für die damalige Zeit fügt sie sich nicht, sondern nimmt Reißaus. Schon bei den ersten Schritten auf der Flucht merkt Catalina, dass die Nonnenkleider für ihre Zwecke nicht gerade die beste Tarnung sind. Auf einem verlassenen Hof klaut sie ein paar Männer-Klamotten und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Eine rasante Berg- und Talfahrt bringen die nächsten Jahre für Catalina und den Leser. Fast unglaublich wie lange sie die Leute über ihr Geschlecht täuschen kann. Und mit welcher Energie sie ihre Ziele verfolgt. Ihr großer Drang nach Eigenständigkeit und Freiheit zum Einen, ihre große Liebe zum anderen. Wie oft hat sie Glück im Unglück und findet wider Erwarten Freunde in der Not. Und die Person ist historisch belegt, wie das Buch informiert. Zwar hat sich die Autorin wie sie selbst schreibt ein paar dichterische Freiheiten genommen, die das Lesen für mich sehr angenehm machten. Doch grundsätzlich hat Catalina dieses für die damalige Zeit sehr ungewöhnliche Leben geführt.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Mandel

    21. August 2010 um 16:02

    Kaufmann, Matrose, Soldat, Fähnrich und Leibgardist des spanischen Vizekönigs – all das war Catalina de Erauso. Catalina wurde 1592 in San Sébastian als Mädchen geboren. Wie zuvor ihre beiden Schwestern bringen ihre Eltern sie im ortsansässigen Kloster unter. Für Catalina kommt dies einem Gefängnis gleich. Nie kann sie das machen, was sie möchte, muss ihr Temperament stets zügeln und der Gedanke, dass sie ihr Leben in dieser Ödnis verbringen muss, bringt sie um den Verstand. Kurz vor ihrer Weihe zur Nonne gelingt der Novizin schließlich die Flucht. Um unerkannt zu bleiben, verkleidet Catalina sich als Junge. Im Zeitalter der Inquisition wird diese Tat mit dem Scheiterhaufen bestraft, was die heranwachsende junge Frau allerdings erst später erfährt. Tatsächlich schafft sie es weite Wege in ihrer Verkleidung zurückzulegen. Ihr Leben finanziert sie durch verschiedene Arbeiten, wobei sie nur ein Ziel im Kopf hat – ihre große Liebe Mikel zu finden und ihm ihr Geheimnis zu verraten. Über Spanien gelangt sie schließlich nach Peru. Die Wege von ihr und Mikel kreuzen sich immer wieder. Die Lage spitzt sich letztlich so zu, dass Catalina um ihr Leben bangen muss. Es ist unvorstellbar, dass sich eine Frau im Spätmittelalter in Männerkleidern unentdeckt durchschlagen konnte. Catalina de Erauso schaffte es und wurde schon damals für ihre Tat bewundert. Lea Korte hat Catalinas Geschichte als Vorlage für ihren Roman Die Nonne mit dem Schwert aufgegriffen und sie neu aufleben lassen. Dabei ist der historische Kontext geblieben. Lediglich ein paar Nebencharaktere dichtete die Autorin hinzu um dem Roman mehr Substanz zu verleihen. Gelungen wird dem Leser ein Roman präsentiert, der skizziert wie schwierig das Leben damals war, wie oft Frauen vergewaltigt und misshandelt wurden und wie Folter eingesetzt wurde. Hinrichtungen dienten nicht nur zur Bestrafung von schuldig Erklärten, sondern ebenso zur Belustigung des Volkes. Mit ihrem gewohnt einfachen, aber kraftvollen Sprachstil vermittelt Lea Korte eine brisante Geschichte, die einem das damalige Leben näher bringt und dem Leser keine ruhige Minute lässt. Man bangt und hofft mit Catalina, ist manchmal sogar verzweifelt, wenn die Protagonistin wieder einmal Opfer unglücklicher Zufälle wurde. Gut recherchiert und ausgeschmückt, hält der Lesende mit Die Nonne mit dem Schwert einen atemberaubende Biographie einer kraftvollen Frau in den Händen. Die Autorin: Lea Korte wohnt seit über zehn Jahren in Spanien. Mit Die Nonne mit dem Schwert präsentierte sie ihren ersten Historischen Roman. Ihr aktueller Roman Die Maurin ist ihr bisher größter Erfolg. Aktuell schreibt sie an der Fortsetzung.

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Jari

    09. August 2010 um 19:15

    Schon ein paar Jahre ist die junge Catalina im Kloster, von ihren Elten dorthin verfrachtet. Doch die freiheitsliebende Catalina kann sich nicht ans Klosterleben gewöhnen. Als ihr eines Tages der Zufall in die Hand spielt, ergreift sie die Möglichkeit und flieht. Doch da sie in ihrer Kutte sofort auffällt und bestimmt bald geschnappt werden würde, entscheidet sich Catalina kurzerhand dazu, von nun an Männerkleidung zu tragen. Von nun an nennt sie sich Francisco und merkt, dass das Leben als Mann zwar nicht einfacher ist, aber viel mehr Vorteile bietet, als das Leben als Frau. So kämpft sich Catalina alias Francisco durch ihr Leben, wird oft das Opfer von Intrigen und muss oft fliehen, doch ist ihr auch das Glück hold. Sie lernt Menschen kennen, die ihr treu sind und die sie lieben. So führt ihr Weg von Spanien bis nach Peru, immer auf der Suche nach ihrer grossen Liebe. Doch der hält sie für einen Mann... Als Erstes will gesagt sein, dass man an Lea Kortes "Die Nonne mit dem Schwert" nicht mit den Erwartungen aus "Die Maurin" herangehen sollte. Da "Die Nonne mit dem Schwert" Kortes Erstlingswerk ist, ist das Buch noch lange nicht so ausgereift, wie das zweite Buch der Autorin. Die Sprache ist noch wenig ausgefeilt, wodurch die Spannung im Buch leider zu kurz kommt. Auch auf die Gefühle der Protagonisten wird praktisch gar nicht eingegangen, so ist der Leser eher ein Beobachter von Catalinas Abenteuern als Teil der Geschichte. Schade fand ich vor allem, dass die historischen Hintergründe weitaus weniger ausgefeilt und detailliert sind wie im nachfolgenden Werk. Oftmals wird gar nicht darauf eingegangen, weshalb Krieg herrscht oder wieso diese Parteien sich streiten. Ansonsten lässt sich das Buch locker leicht lesen und aufgrund seiner relativ kurzen Kapiteln, lässt sich "Die Nonne mit dem Schwert" vor allem als Urlaubslektüre wunderbar empfehlen. Wer sich am fehlenden Tiefgang nicht stört, erlebt eine aufregende Abenteuergeschichte mit vielen Twists und Cliffhangern. Catalina hält es nirgends lange und so befindet man sich im Buch oft auf Reisen und so ändert sich auch das Setting kontinuierlich, was vor allem für jene interessant ist, die sich für die abwechslungsreichen Gebiete Südamerikas interessiert. Da Catalinas Figur und ihre Abenteuer auf wahren Begebenheiten beruhen, ist das Buch auch für jene geeignet, die sich für starke und mutige Frauenpersönlichkeiten interessieren. Denn starke und mutige Frauenpersönlichkeiten sind eindeutig Lea Kortes Stärke und ich bin schon sehr auf ihre nächsten Romane gespannt, die ich ganz bestimmt auch lesen werde! Ferner kann man der Autorin nur gratulieren, dass sie sich qualitativ derartig weiterentwickelt hat. Das schaffen bestimmt nicht alle Autoren und lässt auf weitere spannende Titel hoffen!

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    leseratte...

    09. August 2010 um 02:05

    Catalina hat sich versündigt. Erst flieht sie, kurz vor ihrer Weihe zur Nonne, aus dem Kloster und dann verkleidet sie sich auch noch als Junge. Obwohl sie sich selbst vor den Folgen ihres Handels fürchtet, liebt Catalina doch ihr neues, freies Leben und gelangt als Matrose schließlich bis nach Peru. Doch auch dort muss sie ständig bangen, ob nicht jemand ihr großes Geheimnis herausfindet… Lea Korte beschäftigt sich in ihrem ersten historischen Roman „Die Nonne mit dem Schwert“ mit der verbürgten Persönlichkeit der Catalina de Erauso, die im 17. Jahrhundert in Spanien, jahrelang als junger Mann verkleidet unter Soldaten und Matrosen gelebt hat. Mit „Die Nonne mit dem Schwert“ ist der Autorin ein atmosphärisch dichter und einfach zauberhafter Roman gelungen. Man taucht während des Lesens in eine vergangene Zeit und möchte gar nicht mehr auf hören zu lesen, was dank des flüssigen Schreibstils auch nicht nötig ist. Die Personen sind, gerade durch ihre historische „Echtheit“, sehr interessant und auch liebenswert. Es scheint so unglaublich, was Catalina alles passiert ist und dass sie es überhaupt geschafft hat sich so lange als Mann auszugeben. Daran sieht man mal wieder: Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Obwohl es sich um ein personales Erzählverhalten handelt, kommt man Catalina sehr nah, fühlt und bangt mit ihr. Besonders als Frau kann man ihre verzwickte und oft ausweglos scheinende Lage nach fühlen. Lea Korte hat es geschafft einer historischen, längst verstorbenen Person, Leben einzuhauchen und ihrer bewegten Vergangenheit auf eine faszinierende und fesselnde Weise wieder lebendig werden zu lassen. Ein einziger Kritikpunkt ist nach meinem Empfinden die Menge der erzählten Ereignisse. Catalina stolpert von einem Abenteuer ins andere, ständige muss sie fliehen und die Stadt verlassen, so dass weder Catalina noch der Leser zur Ruhe kommen. Einerseits macht das die Geschichte sehr spannend, aber andererseits sind es einfach zu viele Ereignisse nacheinander. Da diese aber alle wirklich so oder so ähnlich geschehen sind, hätten sie vielleicht auch für zwei Geschichten gereicht. Doch ungeachtet dessen schafft es Lea Korte, wie in ihrem zweiten historischen Roman „Die Maurin“, den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen und für den Moment des Lesens die Gegenwart vergessen zu lassen, denn während des Lesens wird Catalinas Welt so lebendig, dass ich immer wieder vergas, dass ich lese. Es fühlte sich mehr an wie Fernsehen oder Kino, nur mit den Bildern im Kopf. Ein wirklich schönes Leseerlebnis, nicht nur für Fans historischer Romane. Bitte, bitte mehr davon!!

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  • Rezension zu "Die Nonne mit dem Schwert" von Lea Korte

    Die Nonne mit dem Schwert

    Readandbeyourself

    02. August 2010 um 21:27

    Inhalt: Bereits über sechs Jahre lebt die junge Novizin Catalina de Erauso im Nonnenkloster von San Sebastián. Und sie will nur noch fort, frei sein, besonders als ihr verkündet wird, dass sie demnächst die Weihe erfahren soll. Also bricht sie kurzerhand aus, und beginnt ein Leben in Freiheit. Ihre Hochgefühle dauern jedoch nur einen Moment, denn ihr wird bewusst, dass sie als Frau oder gar Novizin keine Chance in der harten Wirklichkeit hat. Sie muss sich als Mann verkleiden – und damit beginnt ihr Abenteuer. Zuerst auf der Suche nach einer Bleibe gerät sie im Gefängnis an den ebenfalls heimatlosen Mikel, und als er sie gegen ihren Willen in die Obhut eines Tuchhändlers übergibt, hat Catalina keinen größeren Wunsch, als sich ihm wieder anzuschließen. Ihre Suche führt sie sogar über das Meer nach Peru, wo sie sich durch einen unglücklichen Zufall in einem kleinen Dorf der Armee verpflichtet. Sie lernt dort Stefano kennen, und als sie aus der Armee fliehen müssen, enthüllt sie ihm ihre Geheimnis. Er verliebt sich in sie, aber noch immer sucht Catalinas Herz die Liebe von Mikel – dabei weiß dieser noch nicht mal, dass sie eine Frau ist, denn er kennt sie bisher nur unter dem Namen „Francisco“. Selbst nach fast vier Jahren hat sie nur sehr wenigen Menschen ihre wahre Identität verraten. Ihre Reise führt sie schließlich in die königliche Garde, und es kommt zu einem Zufall, der ihre wahre Identität preisgibt. Catalina zieht daraufhin bis vor den Papst, um sich das Recht zu erkämpfen, Männerkleider zu tragen. „Die Nonne mit dem Schwert“ ist ein sehr gut recherchiertes Buch über die Abenteuer einer jungen Baskin, die trotz ihres Daseins als Frau die Männerwelt an der Nase herumführen kann. Die Geschichte basiert auf der Autobiographie der Catalina de Erauso, von der Autorin Lea Korte wurden jedoch einige Details hinzugefügt, die aber aus meiner Sicht wirklich sehr in die Geschichte passten. Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die Dörfer und Städte, die Kleidung und selbst das Essen waren immer detailliert geschildert. Bemerkenswert fand ich vor allem die Zeit Catalinas auf See, mir schien es als wäre Frau Korte selber einmal anheuern gegangen, so genau konnten alle Handgriffe benannt werden. Es war sehr aufregend, die Verzweiflung Catalinas erleben zu müssen, wenn sie sich nicht entscheiden konnte, ihre Identität preiszugeben oder weiterhin in Freiheit zu leben. Nachdem die letzte Seite gelesen war, war ich sehr traurig, nicht mehr über die tapfere Frau erfahren zu können! 5 von 5 Sternen von mir :)

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