Lea Korte

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Interview mit Lea Korte

Interview mit LovelyBooks, April 2011

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Schon als Schülerin habe ich Kurzgeschichten geschrieben und dann vor etwa achtzehn Jahren ernsthaft und zielgerichtet mit dem Schreiben begonnen. Im Mai 1996 kam mein erster Roman auf den Markt; damals war ich bei Heyne unter dem Pseudonym Ana Capella. Es war ein Liebesroman, und irgendwie kam ich zu dem Buchvertrag wie die Jungfrau zum Kind: Ich hatte einer Agentur eigentlich ein ganz anderes Romanprojekt vorgeschlagen, aber mein Erstling war ihnen mit seinen immerhin achthundert Seiten zu lang. Er wurde „erst mal“ beiseitegelegt und ich gefragt, ob ich nicht einen Liebesroman schreiben wollte. In Spanien sollte er spielen – andere Vorgaben gab es nicht. Diesem Liebesroman folgten noch einige mehr, aber da es mich schon immer sehr zu den historischen Romanen hingezogen hat, habe ich dann „Die Nonne mit dem Schwert“ geschrieben, die im Droemer-Knaur erschien. Letztes Jahr folgte bei Droemer die „Die Maurin“, im nächsten Jahr kommt der zweiten Teil heraus. Auch einen Liebesroman habe ich „zwischendurch“ wieder geschrieben. Er erscheint im Mai 2011 bei Rütten & Loening: „Sommernacht auf Mallorca“

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Ach, da gibt es sehr viele – quer durch alle Genre. Unter den Klassikern liebe ich Thomas Mann, Theodor Fontane und Stefan Zweig, im Thrillerbereich Stefan Fitzek, Zoran Drvenkar, Minette Walters und Petra Hammesfahr (so verschieden die vier auch sind!), bei den historischen Romanen steht Rebecca Gablé bei mir ganz oben, die mich bei meiner Arbeit an den historischen Romanen wohl auch am meisten beeinflusst hat. Sie arbeitet historisch sehr korrekt, man bekommt ein umfassendes Bild der Zeit und gleichzeitig zum Lesegenuss echten Geschichtsunterricht, der sehr geschickt in die Handlung eingewoben ist. Das liebe ich sehr.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Eigentlich finden die Ideen eher mich, und dann ist es eine Frage des kreativen Prozesses, dass daraus mehr und mehr und schließlich ein ganzes Buch wird. Bei „Die Maurin“ hatte ich mich zuerst in die Idee verliebt, die letzten fünfzehn Jahre der Reconquista zu erzählen, dieses Ringen der Kastilier und der Mauren um ihr Land - was zugleich eine der ganz großen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen war. Auf der Basis dieser Idee habe ich mir ein passendes Figurenensemble gesucht – und diese dann mit der Geschichte verwoben, bis es dann vor allem Zahras Geschichte war und die ihrer Familie. Jeder „simple“ Satz kann dazu dienen, bei mir eine Ideenlawine loszutreten.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Da ich aufgrund meines deutschlandfernen Wohnortes nur selten dazu komme, Lesungen zu machen, freue ich mich, wenn ich auf Facebook und Twitter mit meinem Lesern ins Gespräch komme – und auch bei Lovelybooks gibt es dazu ja sehr viele Möglichkeiten! Überdies mache ich sehr gern Online-Leserunden.

Wann und was liest Du selbst?

ch lese in jeder freien Minute, und wenn ich allein Auto fahre, habe ich stets eine Hörbuch-CD laufen (und vergesse, wenn es spannend wird, schon mal Gas zu geben ;-) ). Ich lese nicht nur Belletristik, sondern natürlich auch viel Fachliteratur für meine historischen Recherchen. Die Hörbücher sind meist Psychothriller oder andere Unterhaltungsromane. Ich lese stets mit einem Stift in der Hand und mache mir in den Büchern Notizen, welche Konstruktionen oder Beschreibungen mir gefallen oder auch nicht. Lesen ist für mich eine sehr aktive Angelegenheit, da ich irgendwie immer sofort zu dem Buch reflektiere, das ich am schreiben bin.