Lea Söhner

 4.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Lea Söhner

Lebenslauf von Lea Söhner

Lea Söhner, geboren 1958 im Schwäbischen, studierte Diakonie und Religionspädagogik und arbeitete zehn Jahre als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit. Mehrere Jahre hielt sie sich in England, Israel, Indien und Südamerika auf, dann absolvierte sie eine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Ihr Interesse galt schon immer den Kräften zwischen Frau und Mann und einer authentischen Spiritualität. Sie findet beides dort, wo Eros und Religion in ihrem Kern verbunden sind. So baute sie zwei Institute für Tantramassagen (Dakini) in Stuttgart und Zürich auf und führte diese bis 2015. Die Autorin lebt in Zürich und in Ammerbuch bei Stuttgart. Lea Söhner beteiligte sich an der erfolgreichen Anthologie "Immer regnet es zur falschen Zeit – Bauerntöchter erzählen ihre Geschichte". Starke öffentliche Beachtung fand auch Lea Söhners Zeitungsbericht "Die letzte Reise" über den Freitod ihrer Schwiegermutter.

Alle Bücher von Lea Söhner

Vielleicht im Himmel einmal

Vielleicht im Himmel einmal

 (15)
Erschienen am 01.10.2017

Neue Rezensionen zu Lea Söhner

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animsle1510s avatar

Rezension zu "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

Faszienierender Familienroman über die Weltkriege in Deutschland
animsle1510vor einem Jahr

Mich hat das Buch sehr bewegt. Es beschreibt sehr gut, wie das Leben zwischen und während der beiden Weltkriege im ländlichen Deutschland auf den Bauernhöfen sich abgespielt hatte. Auch dass der Glaube sehr wichtig war, und über allem stand. Es handelt von sehr starken Frauen, die wirklich versucht haben immer alles richtig zu machen, und immer versucht haben, ihrem Vater/Großvater gerecht zu werden. Sie mussten auf so vieles verzichten, hatten meist wirklich kein schönes Leben, das einzig schöne war, dass sie in einer großen Familie lebten und dadurch sich untereinander hatten. Sehr traurig fand ich, dass wirklich in jeder Generation durch, die Religion, den Menschen soviel Lebensfreude genommen hat, und sie dadurch oft sehr unglücklich und verbittert wurden. Ein toller Roman, der zeigt, wie wichtig die Freiheit ist, und dass man wirklich froh sein muss, wenn die Religion nicht zuviel "Macht" bekommt.

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deidrees avatar

Rezension zu "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

Dominanter, christlicher Vater prägt Töchter und Enkelinnen
deidreevor einem Jahr

„Vielleicht im Himmel einmal“ von Lea Söhner beschreibt uns die Frauen der Familie Schneider. Heinrich der dominante, sehr in seinem Glauben verhaftete Vater, zwingt seine Töchter in die unterwürfige Frauenrolle der damaligen Zeit. Obwohl sie alle starke Frauen sind, können sie dem Vater nichts entgegensetzen.


Rosa, Heinrichs dritte Tochter aus erster Ehe, bringt es fast am Ende ihres
Lebens auf den Punkt: „Heinrich Schneider war furchtbar. Man hatte
bei ihm keine Chance.“ Und dennoch wurde er von allen auf ihre
eigene Art geliebt und verehrt.


Bis hin zu den Enkeltöchter reicht sein Blick, sogar noch nach seinem
Tod. So sehr sind die Frauen geprägt, dass sogar der Gedanke an
Selbstmord – wäre er denn keine Sünde – in dem einen oder
andern Geist auftaucht, nur um endlich dem Gefühl des „nicht genug
seins“ entschwinden zu können.


Die Familie wird durch einen Stammbaum im Buch sehr gut erklärt. Auch zu Beginn gibt es eine kurze Beschreibung der einzelnen Personen, sodass man leicht den Überblick über alle 12 Frauen behält.


In meinen Augen wechselt der Schreibstil je nach Charakter der Person. Von einem langsamen Erzählen bis hin zu einem fast hektischen, schnell alles sagenden, bevor man es sich anders überlegt. Das untermauert gut die verschiedenen Persönlichkeiten, die doch alle eines gemeinsam haben. Nicht ihr Leben leben zu dürfen wie sie es wollen.


Lea Söhner zeichnet 13 verschiedene Persönlichkeiten in einem
Familienverband. Sie bringt das Wesentliche gut zur Anschauung. Auch das Frauenbild der damaligen Zeit wird bildhaft und manchmal sehr emotional vermittelt. Die Schicksale der Frauen sind interessant zu lesen. Für die volle Punktzahl fehlt mir persönlich lediglich die
Abrundung. Der Bogen der Einstiegsszene zum Ende ist für mich nicht klar genug. Dennoch tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.


Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen Einblick in das bäuerliche, im Glauben verwobene Leben der Landbevölkerung, vor allem der Frauen, seit den 20iger Jahren erhalten wollen.


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abetterways avatar

Rezension zu "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

Vielleicht im Himmel einmal
abetterwayvor einem Jahr

Inhalt:
"Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch
entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma
des mächtigen Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich. Eindringlich verwebt Lea Söhner diese Lebensgeschichten zu einem farbenprächtigen Familienroman, der sich quer durch die
letzten achtzig Jahre zieht.
Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird
trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter
Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer
eigenen Tochter zu durchbrechen?
Vielleicht im Himmel einmal entdeckt das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit
unter dem grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion.
Mit bildhaft-klarer Sprache, die ob ihrer Direktheit den Lesern zuweilen den Atem raubt,
erzählt die Autorin, wie Frauen um ihren eigenen Weg ringen. Manche finden heraus aus
religiöser und familiärer Klammer, andere gehen an Heinrichs Anspruch zugrunde.
Ungeschönt, ohne niedliches Beiwerk, gelingen Lea Söhner prägnante, unverwechselbare
Frauengestalten, deren Leben sich mit dem Weltgeschehen ihrer Zeit verbinden.
Ein zu Herzen gehendes Debüt."

Meinung:
Das buch besteht aus mehreren Geschichten au der Sicht der Tochter. Es ist abwechslungsreich und sehr lesenwert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen.
Mir hat das buch im großen und ganzen sehr gut gefallen, wobei ich sicher bin das das Buch nicht ein Fall für jederman ist.

Fazit:
Ein Buch mit vielen Geschichten und Gesichtern.

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Gespräche aus der Community

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Lea5858s avatar

Wie löse ich mich von meinen Ahnen? Wie finde ich zu mir? Ob Maren überleben wird, ist unsicher. Während sie sich von der Brücke stürzt, entsteht wie ein Kaleidoskop das Bild einer Familie über drei Generationen.
Schuld, Liebe, Zweifel – Vielleicht im Himmel einmal erzählt und verwebt die Lebenswege der Familienmitglieder, die bei allen Unterschieden etwas gemeinsam haben: die Suche nach dem eigenen Weg unter widrigsten Umständen.

Da ist Heinrich, der einzige männliche Protagonist, der den Tod seiner ersten Frau Wilhelmine als göttliche Strafe betrachtet, weil seine Liebe zu ihr größer war als seine Liebe zu Gott. Wie die Tabuisierung ihrer Mutter den vier Kindern Wilhelmines den Boden unter den Füßen wegzieht, erzählt dieser Roman. Auch die Töchter der zweiten Frau ebenso wie die Enkelinnen werden von diesem Tabu geprägt.

Der Familienroman lüpft ich den grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion und entdeckt darunter das pralle Leben voll Schönheit, Schmerz und Sinnlichkeit.

Es ist ein Buch über die Kräfte zwischen Frau und Mann, zwischen Eltern und Kindern und zwischen dem Menschen und seinem Gott.

Meine Verlosungsfrage: Kennt Ihr das Phänomen, dass Familienkonflikte oder Tabus das Leben aller Familienmitglieder prägen? Und dass sich diese teilweise über mehrere Generationen ziehen?

Die Autorin Lea Söhner: (lea-soehner.de)
Ich studierte Diakonie und Religionspädagogik und arbeitete zehn Jahre als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit. Ausbildung zur Psychotherapeutin. Mehrere Jahre hielt ich mich in England, Israel, Indien und Südamerika auf.
Nach Aufbau und Führung von zwei Instituten für Tantramassagen (Dakini) zwischen 1996 und 2015, lebe ich heute als Unternehmerin in Zürich und in Ammerbuch bei Stuttgart.

Falls Ihr mehr von mir erfahren oder Texte lesen möchet, besucht mich gerne auf meinem Blog: lea-soehner.de


deidrees avatar
Letzter Beitrag von  deidreevor einem Jahr
RaLo? Ich nehme an du bis Lea. Gerne geschehen. Hier findest du auf fb den Link zur Rezi: https://www.facebook.com/profile.php?id=100012884620218&hc_ref=ARQB0D8fBE3_hPbv71D5-dRotYcSoE0Pg3wUjjumJRZ1Z2uMU1wU_JswDbJsNnsr85o&pnref=story Natürlich würde ich mich über ein like auf meiner Seite freue - unter: https://www.facebook.com/DeidreeC/?ref=bookmarks Alles Liebe und einen schönen 1. Adventsonntag. Deidree Nachtrag: Habe die Rezi auch noch auf der Facebook-Seite "Buchtipps und Rezensionen" gepostet. https://www.facebook.com/groups/633609766672776/
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Lea Söhner wurde am 05. August 1958 in Im Schwäbischen (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 18 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

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