Lea Söhner Vielleicht im Himmel einmal

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Inhaltsangabe zu „Vielleicht im Himmel einmal“ von Lea Söhner

Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch
entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma
des mächtigen Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich. Eindringlich verwebt Lea Söhner diese Lebensgeschichten zu einem farbenprächtigen Familienroman, der sich quer durch die
letzten achtzig Jahre zieht.
Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird
trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter
Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer
eigenen Tochter zu durchbrechen?
Vielleicht im Himmel einmal entdeckt das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit
unter dem grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion.
Mit bildhaft-klarer Sprache, die ob ihrer Direktheit den Lesern zuweilen den Atem raubt,
erzählt die Autorin, wie Frauen um ihren eigenen Weg ringen. Manche finden heraus aus
religiöser und familiärer Klammer, andere gehen an Heinrichs Anspruch zugrunde.
Ungeschönt, ohne niedliches Beiwerk, gelingen Lea Söhner prägnante, unverwechselbare
Frauengestalten, deren Leben sich mit dem Weltgeschehen ihrer Zeit verbinden.
Ein zu Herzen gehendes Debüt.

Es hat mich gepackt und das soll was heißen

— RaLo

Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht stand halten

— familybooks

berührende Familiengeschichte

— Vampir989

Eine mitreisende Familiengeschichte.

— Ginger0303

Hier sieht man ziemlich genau, das jeder auf eine andere Art und Weise an Gott glaubt und dadurch es zu verschiedenen Lebensansichten kommt.

— chrikri

Eine Familiengeschichte, bei der einzelne Mitglieder durch falsch verstandene Gottesfurcht ihrem eigenen Glück keine Chance geben.

— Waschbaerin

berührende Geschichte der Frauen einer Familie und zugleich historisch informativ

— Lesewunder

Eine Familiengeschichte, die durch falsch verstandenen Glauben geprägt ist, meisterhaft erzählt.

— dicketilla

Mich hat das Buch total fasziniert. Dadurch, dass es in kurzen Beirägen aus der Sicht einzelner Familienmitglieder schreibt ist es genial!

— animsle1510

Ein wundervoller Roman der zu Herzen geht.

— Gartenfee007

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  • Faszienierender Familienroman über die Weltkriege in Deutschland

    Vielleicht im Himmel einmal

    animsle1510

    05. December 2017 um 07:11

    Mich hat das Buch sehr bewegt. Es beschreibt sehr gut, wie das Leben zwischen und während der beiden Weltkriege im ländlichen Deutschland auf den Bauernhöfen sich abgespielt hatte. Auch dass der Glaube sehr wichtig war, und über allem stand. Es handelt von sehr starken Frauen, die wirklich versucht haben immer alles richtig zu machen, und immer versucht haben, ihrem Vater/Großvater gerecht zu werden. Sie mussten auf so vieles verzichten, hatten meist wirklich kein schönes Leben, das einzig schöne war, dass sie in einer großen Familie lebten und dadurch sich untereinander hatten. Sehr traurig fand ich, dass wirklich in jeder Generation durch, die Religion, den Menschen soviel Lebensfreude genommen hat, und sie dadurch oft sehr unglücklich und verbittert wurden. Ein toller Roman, der zeigt, wie wichtig die Freiheit ist, und dass man wirklich froh sein muss, wenn die Religion nicht zuviel "Macht" bekommt.

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  • Leserunde zu "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

    Vielleicht im Himmel einmal

    Lea5858

    Wie löse ich mich von meinen Ahnen? Wie finde ich zu mir? Ob Maren überleben wird, ist unsicher. Während sie sich von der Brücke stürzt, entsteht wie ein Kaleidoskop das Bild einer Familie über drei Generationen. Schuld, Liebe, Zweifel – Vielleicht im Himmel einmal erzählt und verwebt die Lebenswege der Familienmitglieder, die bei allen Unterschieden etwas gemeinsam haben: die Suche nach dem eigenen Weg unter widrigsten Umständen. Da ist Heinrich, der einzige männliche Protagonist, der den Tod seiner ersten Frau Wilhelmine als göttliche Strafe betrachtet, weil seine Liebe zu ihr größer war als seine Liebe zu Gott. Wie die Tabuisierung ihrer Mutter den vier Kindern Wilhelmines den Boden unter den Füßen wegzieht, erzählt dieser Roman. Auch die Töchter der zweiten Frau ebenso wie die Enkelinnen werden von diesem Tabu geprägt. Der Familienroman lüpft ich den grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion und entdeckt darunter das pralle Leben voll Schönheit, Schmerz und Sinnlichkeit. Es ist ein Buch über die Kräfte zwischen Frau und Mann, zwischen Eltern und Kindern und zwischen dem Menschen und seinem Gott. Meine Verlosungsfrage: Kennt Ihr das Phänomen, dass Familienkonflikte oder Tabus das Leben aller Familienmitglieder prägen? Und dass sich diese teilweise über mehrere Generationen ziehen? Die Autorin Lea Söhner: (lea-soehner.de)Ich studierte Diakonie und Religionspädagogik und arbeitete zehn Jahre als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit. Ausbildung zur Psychotherapeutin. Mehrere Jahre hielt ich mich in England, Israel, Indien und Südamerika auf. Nach Aufbau und Führung von zwei Instituten für Tantramassagen (Dakini) zwischen 1996 und 2015, lebe ich heute als Unternehmerin in Zürich und in Ammerbuch bei Stuttgart. Falls Ihr mehr von mir erfahren oder Texte lesen möchet, besucht mich gerne auf meinem Blog: lea-soehner.de

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    • 136
  • Dominanter, christlicher Vater prägt Töchter und Enkelinnen

    Vielleicht im Himmel einmal

    deidree

    02. December 2017 um 13:17

    „Vielleicht im Himmel einmal“ von Lea Söhner beschreibt uns die Frauen der Familie Schneider. Heinrich der dominante, sehr in seinem Glauben verhaftete Vater, zwingt seine Töchter in die unterwürfige Frauenrolle der damaligen Zeit. Obwohl sie alle starke Frauen sind, können sie dem Vater nichts entgegensetzen. Rosa, Heinrichs dritte Tochter aus erster Ehe, bringt es fast am Ende ihresLebens auf den Punkt: „Heinrich Schneider war furchtbar. Man hattebei ihm keine Chance.“ Und dennoch wurde er von allen auf ihreeigene Art geliebt und verehrt. Bis hin zu den Enkeltöchter reicht sein Blick, sogar noch nach seinemTod. So sehr sind die Frauen geprägt, dass sogar der Gedanke anSelbstmord – wäre er denn keine Sünde – in dem einen oderandern Geist auftaucht, nur um endlich dem Gefühl des „nicht genugseins“ entschwinden zu können. Die Familie wird durch einen Stammbaum im Buch sehr gut erklärt. Auch zu Beginn gibt es eine kurze Beschreibung der einzelnen Personen, sodass man leicht den Überblick über alle 12 Frauen behält. In meinen Augen wechselt der Schreibstil je nach Charakter der Person. Von einem langsamen Erzählen bis hin zu einem fast hektischen, schnell alles sagenden, bevor man es sich anders überlegt. Das untermauert gut die verschiedenen Persönlichkeiten, die doch alle eines gemeinsam haben. Nicht ihr Leben leben zu dürfen wie sie es wollen. Lea Söhner zeichnet 13 verschiedene Persönlichkeiten in einemFamilienverband. Sie bringt das Wesentliche gut zur Anschauung. Auch das Frauenbild der damaligen Zeit wird bildhaft und manchmal sehr emotional vermittelt. Die Schicksale der Frauen sind interessant zu lesen. Für die volle Punktzahl fehlt mir persönlich lediglich dieAbrundung. Der Bogen der Einstiegsszene zum Ende ist für mich nicht klar genug. Dennoch tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen Einblick in das bäuerliche, im Glauben verwobene Leben der Landbevölkerung, vor allem der Frauen, seit den 20iger Jahren erhalten wollen.

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  • Vielleicht im Himmel einmal

    Vielleicht im Himmel einmal

    abetterway

    26. November 2017 um 19:01

    Inhalt:"Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma des mächtigen Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich. Eindringlich verwebt Lea Söhner diese Lebensgeschichten zu einem farbenprächtigen Familienroman, der sich quer durch die letzten achtzig Jahre zieht. Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer eigenen Tochter zu durchbrechen? Vielleicht im Himmel einmal entdeckt das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit unter dem grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion. Mit bildhaft-klarer Sprache, die ob ihrer Direktheit den Lesern zuweilen den Atem raubt, erzählt die Autorin, wie Frauen um ihren eigenen Weg ringen. Manche finden heraus aus religiöser und familiärer Klammer, andere gehen an Heinrichs Anspruch zugrunde. Ungeschönt, ohne niedliches Beiwerk, gelingen Lea Söhner prägnante, unverwechselbare Frauengestalten, deren Leben sich mit dem Weltgeschehen ihrer Zeit verbinden. Ein zu Herzen gehendes Debüt."Meinung:Das buch besteht aus mehreren Geschichten au der Sicht der Tochter. Es ist abwechslungsreich und sehr lesenwert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Mir hat das buch im großen und ganzen sehr gut gefallen, wobei ich sicher bin das das Buch nicht ein Fall für jederman ist. Fazit:Ein Buch mit vielen Geschichten und Gesichtern.

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  • Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht stand halten

    Vielleicht im Himmel einmal

    familybooks

    25. November 2017 um 14:35

    Ich hatte mich richtig auf dieses Buch gefreut. Das es sich um ein christliches Buch handelt, hab ich aus der Beschreibung nicht raus gelesen und das stört mich eigentlich auch nicht. Gestört hat mich eher die extrem komische Art und Weise des Glaubens. Heinrich war irgendwie richtig besessen und ich hatte immer wieder das Gefühl hier wird von einer Sekte gesprochen.Die verschiedenen Kapitel sind leider nur so dahin geplätschert ohne das das Buch mich in seinen Bann ziehen konnte.

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  • berührende Familiengeschichte

    Vielleicht im Himmel einmal

    Vampir989

    21. November 2017 um 06:11

    Klapptext;Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma des vom Pietismus durchdrungenen und von einem einschneidenden persönlichen Schicksal gebeutelten Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich.Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer eigenen Tochter zu durchbrechen?Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Die Autorin erzählt uns hier die Geschichte einer religiösen Familie über einen langen Zeitraum hinweg.In den einzelnen Kapiteln wird er Lebensweg von  Frauen aus dieser Familie geschildert.Ihre Schicksale haben mich sehr berührt und emotional sehr bewegt.Ihre Lebenswege waren sehr unterschiedlich und doch wurden alle Frauen geprägt und beeinflusst durch Heinrich.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte das Buch kaum noch aus den Händen legen.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Die Frauen hatten alles unterschiedliche Charaktere welche hervorragend ausgearbeitet wurden.Das hat mir sehr gut gefallen.Durch die  sehr gefühlvolle und beeindruckende Erzählweise der Autorin wurde ich förmlich in die Geschichten hinein gezogen.Auch wurden viele Szenen sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich mit gefühlt,mit gebangt und mit gelitten.Teilweise haben sie sich Ihrem Schicksal ergeben und mussten sich unterordnen.Sie hatten viele Träume doch durften Sie nicht verwirklichen.Sehr authentisch erzählt uns die Autorin darüber.Ich habe mit großem Interesse dieses Geschichten gelesen und sie haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.Ich  habe auch gespürt das die Autorin sehr viel Wärme und Herzblut in dieses Buch gelegt hat.Auch das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt sehr gut zu diesem Werk.Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und vergebe glatte 5 Sterne

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  • Vor Gott sind alle gleich

    Vielleicht im Himmel einmal

    UteChristine

    17. November 2017 um 17:41

    Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Heinrich ist in einem strengen Elternhaus groß geworden und wäre gerne Priester geworden. Es reichte dann nur zum Laienpriester. Seine Frau Wilhelmine wird nach dem Tod tabuisiert, er hätte sie nicht lieben dürfen meint er bzw. wired ihm eingeredet.  Die Töchter bestrafen sich selbst, die eine Tochter darf ihren Verehrer nicht heiraten, als sich rausstellt, dass er eine andere Konfession hat. Sie heiratet dann einen Mann, der ihr nicht gut tut. Die einzelnen Kapitel sind der jeweiligen Tochter gewidmet. Es ist sehr übersichtlich, durch die Auflistung vorne und den Stammbaum hinten im Buch. Das Cover und der Schreibstil von Lea Söhner haben mir sehr gut gefallen.

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  • "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

    Vielleicht im Himmel einmal

    Ginger0303

    16. November 2017 um 16:58

    Inhalt: Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma des mächtigen Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich. Eindringlich verwebt Lea Söhner diese Lebensgeschichten zu einem farbenprächtigen Familienroman, der sich quer durch die letzten achtzig Jahre zieht. Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer eigenen Tochter zu durchbrechen? Vielleicht im Himmel einmal entdeckt das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit unter dem grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion. Mit bildhaft-klarer Sprache, die ob ihrer Direktheit den Lesern zuweilen den Atem raubt, erzählt die Autorin, wie Frauen um ihren eigenen Weg ringen. Manche finden heraus aus religiöser und familiärer Klammer, andere gehen an Heinrichs Anspruch zugrunde. Ungeschönt, ohne niedliches Beiwerk, gelingen Lea Söhner prägnante, unverwechselbare Frauengestalten, deren Leben sich mit dem Weltgeschehen ihrer Zeit verbinden. Ein zu Herzen gehendes Debüt.Meine Meinung: Das besondere an diesem Buch ist. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte von jemand anderem. Trotzdem sind alle Geschichten mit einander verbunden. In jeden Kapitel lernt man einen anderen tollen Charakter kennen und lieben. Jeder Charakter hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Wünsche und seine eigenen Fehler. Trotz den vielen Charaktere wusste ich genau welcher wer ist. Denn am Anfang des Buches werden alle Charaktere kurz beschrieben. Was übrigens eine sehr tolle Idee ist. Auch ein großes Lob an die Autorin. Sie hat wirklich einen wunderbaren Schreibstil. Fazit: Ein sehr emotionales Buch mit einer spannenden Familiengeschichte.

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  • Eine schöne Familiengeschichte

    Vielleicht im Himmel einmal

    chrikri

    15. November 2017 um 08:15

    Jedes Kapitel wird aus Sicht einer Tochter erzählt. Somit kommen verschiedene Schicksale zu Tage. Eine Familie und doch so verschiedene Lebenansichten. Alle Charaktere und auch die Schauplätze und deren Gegebenheiten sind sehr gut beschrieben. Auch wurden die Emotionen recht authentisch dargestellt. Auch wenn ich nicht so gläubig bin, hat es mich nicht gestört das das Buch sehr auf Gott und dem Glaube an Ihm, aufgebaut ist. Ich bin aber der Meinung das es doch vermerkt werden sollte das es sich hier um eine religiöse Familiengeschichte handelt. Aber ich fühlte mich sehr unterhalten und mochte die Geschichte und empfehle das Buch jedem, der Familiengeschichten mag und sich nicht daran stört das "Gott" hier eine große Rolle spielt.

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  • Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese Drei. Aber das Höchste unter ihnen ist die Liebe.

    Vielleicht im Himmel einmal

    Waschbaerin

    14. November 2017 um 19:13

    Das vorliegende Buch "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner ist ein Familienroman der anderen Art. Der Prolog, ein Paukenschlag. Bei der Beerdigung ihrer Tante Luise holt Sonja den Großvater Heinrich mit wenigen, aber ausgewählten Worten von seinem angestammten Sockel. Unerreichbar war er für seine Familienmitglieder, die sich nie erlaubten sein Denken, Handeln und seine Entscheidungen über ihr Leben in Frage zu stellen. Man fügte sich. Über seinen Tod hinaus reichte noch immer sein langer Arm. Doch damit soll nun Schluss sein.  Heinrich, dieser Übervater wäre am liebsten Priester geworden. Doch aus armen Verhältnissen stammend reichte es nur zum Laienprediger. Doch Gott schenkte ihm zum Ausgleich eine tiefe Liebe zu einer Frau, die ihm die gleichen tiefen Gefühle zurückgab. Wilhelmine, die er später auch heiratet glaubte schon nicht mehr daran, dass es das Leben jemals wieder gut mit ihr meinen könnte.  Doch dann begegnete ihr die Liebe. Ein Gottesgeschenk. Im Grunde könnten sie ein glückliches Leben führen, wären da nicht die engen Auslegungen des christlichen Glaubens der damaligen Zeit. Ein guter Christ war, wer die fleischliche Lust unterdrückt.Wilhelmine stirbt an Schwindsucht und Heinrich heiratet kurze Zeit später Elfriede. Er braucht eine Ehefrau und auch eine Mutter für seine 4 Kinder. Nachdem er selbst an Krebs erkrankte und geheilt wurde glaubt er, dies sei die Strafe für seine erste Ehe gewesen, weil seine Ehefrau ihn lockte und er seine fleischliche Lust nicht hätte zügeln können. Deshalb habe Gott diese Ehe nicht gewollt, sagte ein Priester. Heinrich saugt diese Worte auf  und findet sich und vor allem Wilhelmine schuldig. Von dem Moment an wurde seine erste Ehefrau, die ihn so glücklich machte, totgeschwiegen. War er doch überzeugt seine Leidenschaft zu ihr, ihre gegenseitig körperliche Erfüllung war Sünde. Von da an ist er allgegenwärtig - der strafende Gott. Seine Kinder leiden unter der Last dieses "christlichen" Glaubens. Darf man nicht glücklich sein? Ist es verboten einen Mann zu lieben, nur weil er einer anderen Konfession angehört? Heinrich verlangt unzählige, unsinnige Opfer von seinen Töchtern, die deshalb anfangen und sich selbst geißeln, bis sie todunglücklich sind. Erzählt werden die einzelnen, oftmals traurigen Lebensgeschichten aus Sicht der jeweiligen Tochter. Einen strafenden Gott - kann man den lieben oder nur fürchten? Oder erträgt man ihn nur, wenn man sich von ihm abwendet? Der liebende Gott - wo war sein Platz in Heinrichs Leben, dem Leben seiner Kinder?Das Buch ließ mich teilweise sprachlos werden.  Trotzdem konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Aber so war es wohl einmal.

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  • Frauenschicksale in der Zeit von 1918 bis jetzt in einer männer dominierten Gesellschaft

    Vielleicht im Himmel einmal

    Lesewunder

    13. November 2017 um 18:37

    Geschildert wird das Schicksal  der Frauen der Familie über mehrere Jahrzehnte. Seinen Anfang nimmt die Erzählung mit der Heirat des streng pietistischen Heinrichs mit der lebensfrohen Wilhelmine kurz nach Ende des 1. Weltkrieges. Sie führen eine glückliche und sexuell erfüllte Ehe. Sie bekommen 3 Mädchen und einen Sohn. Kurz nach dessen Geburt stirbt Wilhelmine an Krebs. Heinrich bleibt mit den 4 Kindern allein zurück. Die Familie ist durch die Arztkosten völlig überschuldet. Wenige Monate später heiratet er - wie früher üblich -erneut. Die neue Frau - Elfriede wird gebraucht, um die Kinder zu versorgen und auf dem Hof mit zu helfen. Als auch Heinrich an Krebs erkrankt, sucht er seine Heilung bei einem Pfarrer. In langen Gesprächen kommt Heinrich zu der Überzeugung, dass seine Ehe mit Wilhelmine Sünde war und alle folgenden Ereignisse die Strafe Gottes dafür. Endlich versteht er,  warum er mit so viel Unglück geschlagen wurde. Fortan existiert Wilhelmine nicht mehr. Nach seiner überraschenden Gesundung, führt er ein Gottesfürchtiges Leben und achtet bei der Erziehung der Kinder darauf, sie streng religiös zu erziehen. Alles, was nicht Gottes Lob dient, ist des Teufels. Die Mädchen und dazu gehören weitere 6 aus der 2. Ehe helfen auf dem Hof, besuchen die Volksschule und machen nur im Ausnahmefall eine Ausbildung. Und alle neun finden kein persönliches Glück im Leben und scheitern jede auf ihre Weise. Besonders die Mädchen aus der 1. Ehe glauben, dass besondere Schuld auf ihnen lastet. Und als ob sie sich selbst bestrafen müssten, finden sie sich in Ehen wieder, die nicht glücklich werden. Erst in der Generation der Enkelinnen gibt es Versuche gibt es Versuche, sich aus diesen Zwängen zu befreien.Ich fand das Buch interessant und traurig. Interessant, weil es durch die Schilderung der Lebensumstände der Frauen auch historische Einblicke in das bäuerliche Leben gibt. Viele Geschehnisse sind typisch für die jeweilige Zeit und nicht nur durch eine pietistische Lebenseinstellung bedingt. Aber vor allem war ich traurig zu lesen, wie wenig Einfluss Frauen auf ihre Lebensgestaltung hatten. Pflicht, Gehorsam, Verzicht gepaart mit schwerer Arbeit waren die Lebensinhalte und wurden nicht in Frage gestellt. Wenn dann noch religiöse Zwänge und die Verteufelung des Geschlechtlichen der Frau hin zu kommen, muss das fast zwangsläufig zu seelischen Problemen führen.Positiv bleibt noch zu erwähnen, dass die sachliche Erzählweise keine Wertungen der Ereignisse vornimmt.

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    • 2
  • Starke Frauen, die klein gehalten werden!

    Vielleicht im Himmel einmal

    animsle1510

    13. November 2017 um 07:35

    Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen. Die Frauen haben alle, egal in welcher Zeitepoche, sehr schwierige Zeiten zu meistern gehabt. Meiner Meinung nach ist Wilhelmine die einzige Frau gewesen, die Herrmann wirklich Paroli bieten konnte. Die anderen Frauen wurden total durch die Religion und das Machodenken und sein schlechtes Gewissen von Herrmann unterdrückt. Irgendwie sind sie alle aus dem Haus geflohen und sind zum Teil unakzeptable Ehen eingegangen. Man hat sie wirklich durch die pietätische Erziehung kaputt gemacht, und unfähig, ein normales Leben zu führen, sprich sich auch mal über etwas zu freuen, bzw. etwas zu genießen, ohne jedes Mal gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Dieser Erziehungsstil zieht sich durch die ganzen Generationen. Das einzige was für die Geschwister schön war, dass sie sich hatten und untereinander gut ausgekommen sind.

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  • Eine Familiengeschichte

    Vielleicht im Himmel einmal

    dicketilla

    12. November 2017 um 18:33

    "Wie muss sich ein Kind fühlen, dessen Mutter nicht nur gestorben ist, sondern als Fluch bezeichnet wird." (S.11)Diese Worte richtet Sonja,  anläßlich der Beerdigung der 93 jährigen Luise, an die Trauergäste.Luise, war das erste Kind Wilhelmines, der ersten Frau von Heinrich, die er begehrte, aber dennoch sie und die gemeinsamen 4 Kinder verleugnete.Und nun folgt ein chronologischer Ablauf der Familiengeschichte.Man liest über das harte Leben Wilhelmines, die den elterlichen Hof voller Pflichtbewußtsein bewirtschaftet, mit wenig Hilfe an ihrer Seite. Dann tritt Heinrich in ihr Leben, sie fühlt sich endlich lebendig, beachtet, weiblich. Heinrich verzehrt sich nach ihr, aber zweifelt auch, ob diese Begehrlichkeit in Gottes Sinne sei. Er, der schon als Kind Einzelgänger war, als Sohn des ärmsten Bauern gehänselt wurde, fand im Glauben seine Erfüllung, Anerkennung. Sein Wunsch Pfarrer zu werden erfüllte sich nicht, war er doch viel zu arm, dennoch versuchte er als Laienprediger Gott zu dienen."Gott hat mir doch seinen Segen gegeben zu unserer Verbindung - immer schien es mir, dass er genau das nicht wollte." (S.24)Seine Zweifel teilte er mit Wilhelmine nicht, entfernte sich öfter von ihr. Das erste Kind, Luise wird geboren, ein stilles Mädchen, dem bald drei weitere Geschwister folgen.Wilhelmine bekommt ihr letztes Kind, jedoch fordert die Tuberkulose ihren Tod, einsam ohne ihren Mann verstarb sie, worin ihr Mann einen Fluch sah.Später kann dieser es sich nicht verzeihen sie in Stich gelassen zu haben.Der 40 jährige Witwer nimmt sich bald eine junge Frau, will sein Leben voller Gott vertrauen leben. Mit ihr bekommt er noch 7 Kinder, obwohl sie ab dem 5. Kind beginnt sich dagegen zu entscheiden, ihre Gesundheit auf dem Spiel steht, doch Heinrich sieht darin Gottes Wille, der mit dem neuen Menschen etwas im Sinne hätte." Heinrich Schneider wußte immer, was Gott ist, was Gott will und was angeblich das Richtige für jedes seiner Kinder war." (S.200)So führt er seine Familie mit seinem unerschütterlichen Glauben, läßt keine Liebe erkennen, obwohl er sich in Erinnerungen an seine große Liebe, Wilhelmine, verliert, diese aber als Sünde empfindet.Und so erzieht er seine Kinder fast schon verbissen, wie ein Despot, durch falsch verstandenen Glauben, ohne ihre eigenen Wünsche zu akzeptieren.Erzählt wird die Geschichte durch den Blickwinkel unterschiedlicher Familienmitglieder. Verschiedene Zeitepochen werden beschrieben. Beginnend, als der Vater Wilhelmines aus dem 1. Weltkrieg krank heimkehrt, bis ins Jahr 2015, zu Luises Beerdigung. So manche politische Wendung findet ihre Erwähnung, dadurch findet man sich in den einzelnen Jahrzehnten gut zurecht.Lea Söhner beschreibt dabei auch das schwere Leben, die harte Arbeit, um die Familie am Leben zu erhalten. Eine beeindruckende Familiengeschichte, die mir gezeigt hat, dass es oft die falschen Deutungen eines Glaubens sind, die das Leben vieler Menschen, unterschiedlicher Generationen, zerstört. Sich aber dennoch Heinrichs Kinder auf ihre Art und Weise damit auseinandersetzen, auch wenn es ihnen nicht immer gelang ihr Leben zu leben, sondern teilweise kapitulierten, kein eigenes Glück verdient zu haben.Es ist eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die mich dennoch fesselte, auch wenn ich den Glauben an Gott nicht teile. Der Autorin gelang es ein Sittengemälde zu zeichnen, dass sicher in ländlichen Gegenden eher anzutreffen ist, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten.

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    • 4
  • Grandioser Einblick in eine deutsche Familiengeschichte!

    Vielleicht im Himmel einmal

    animsle1510

    05. November 2017 um 09:40

    Bin sehr beeindruckt, wie die Familie um Heinrich, das "Oberhaupt" der Familie die schwere Zeit der beiden Weltkriege überstanden hat. Aber für mich sind eigentlich eher die Frauen der Familie, Wilhelmine, die totgeschwiegen wird und auch die Töchter, die wahren Heldinnen, denn wenn sie nicht so heldenhaft alles gemeistert hätten, und oft ihr hartes Schicksal angenommen hätten, dann hätte Wilhelm nicht seine Familie so glimpflich durch die Kriege geführt. Ich finde, er ist keine starke Persönlichkeit, denn meiner Meinung nach, war er viel zu hart zu seinen Töchtern und seinen Ehefrauen, etwas mehr Freiheit, hätte der Familie sicherlich gut getan. Aber ich bin sicher, zu der Zeit, sah es in vielen bäuerlichen Familien ähnlich aus, und alle hatten zu kämpfen. Beachtlich finde ich auch, wie sehr die Religion das ganze Leben prägt! Einfach zu viele Zwänge, die einem zwar das Leben regeln, aber auch zuviel verbieten!

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  • wunderbares Lesevergnügen

    Vielleicht im Himmel einmal

    Angelika_Koehler

    04. November 2017 um 18:40


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