Lea Söhner Vielleicht im Himmel einmal

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Inhaltsangabe zu „Vielleicht im Himmel einmal“ von Lea Söhner

Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch entstammen alle derselben Familie. Jede der Frauen ist auf ihre Art geprägt vom Charisma des mächtigen Ehemanns, Vaters und Großvaters Heinrich. Eindringlich verwebt Lea Söhner diese Lebensgeschichten zu einem farbenprächtigen Familienroman, der sich quer durch die letzten achtzig Jahre zieht. Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihr Kind Christel wird trotzdem geboren, doch sie kann es nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer eigenen Tochter zu durchbrechen? Vielleicht im Himmel einmal entdeckt das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit unter dem grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion. Mit bildhaft-klarer Sprache, die ob ihrer Direktheit den Lesern zuweilen den Atem raubt, erzählt die Autorin, wie Frauen um ihren eigenen Weg ringen. Manche finden heraus aus religiöser und familiärer Klammer, andere gehen an Heinrichs Anspruch zugrunde. Ungeschönt, ohne niedliches Beiwerk, gelingen Lea Söhner prägnante, unverwechselbare Frauengestalten, deren Leben sich mit dem Weltgeschehen ihrer Zeit verbinden. Ein zu Herzen gehendes Debüt.

Ein zu Herzen gehendes Meisterwerk. Sprachlich brilliant und inhaltlich faszinierend. Es zieht einen von Anfang an in den Bann.

— Whitewolf

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  • Leserunde zu "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner

    Vielleicht im Himmel einmal

    Lea5858

    Wie löse ich mich von meinen Ahnen? Wie finde ich zu mir? Ob Maren überleben wird, ist unsicher. Während sie sich von der Brücke stürzt, entsteht wie ein Kaleidoskop das Bild einer Familie über drei Generationen. Schuld, Liebe, Zweifel – Vielleicht im Himmel einmal erzählt und verwebt die Lebenswege der Familienmitglieder, die bei allen Unterschieden etwas gemeinsam haben: die Suche nach dem eigenen Weg unter widrigsten Umständen. Da ist Heinrich, der einzige männliche Protagonist, der den Tod seiner ersten Frau Wilhelmine als göttliche Strafe betrachtet, weil seine Liebe zu ihr größer war als seine Liebe zu Gott. Wie die Tabuisierung ihrer Mutter den vier Kindern Wilhelmines den Boden unter den Füßen wegzieht, erzählt dieser Roman. Auch die Töchter der zweiten Frau ebenso wie die Enkelinnen werden von diesem Tabu geprägt. Der Familienroman lüpft ich den grauen Teppich einer sinnenfeindlichen Religion und entdeckt darunter das pralle Leben voll Schönheit, Schmerz und Sinnlichkeit. Es ist ein Buch über die Kräfte zwischen Frau und Mann, zwischen Eltern und Kindern und zwischen dem Menschen und seinem Gott. Meine Verlosungsfrage: Kennt Ihr das Phänomen, dass Familienkonflikte oder Tabus das Leben aller Familienmitglieder prägen? Und dass sich diese teilweise über mehrere Generationen ziehen? Die Autorin Lea Söhner: (lea-soehner.de)Ich studierte Diakonie und Religionspädagogik und arbeitete zehn Jahre als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit. Ausbildung zur Psychotherapeutin. Mehrere Jahre hielt ich mich in England, Israel, Indien und Südamerika auf. Nach Aufbau und Führung von zwei Instituten für Tantramassagen (Dakini) zwischen 1996 und 2015, lebe ich heute als Unternehmerin in Zürich und in Ammerbuch bei Stuttgart. Falls Ihr mehr von mir erfahren oder Texte lesen möchet, besucht mich gerne auf meinem Blog: lea-soehner.de

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  • Meisterliches Debüt

    Vielleicht im Himmel einmal

    Whitewolf

    10. October 2017 um 19:32

    Ein Familienroman über drei Generationen, dabei hat jede der Figuren ein Kapitel für sich. Auch wenn die Geschichten in sich abgeschlossen sind, zieht einen das Buch von Anfang an in seinen Bann. Nach und nach lernt man die Mitglieder der großen Familie kennen und begleitet jede Person ein Stück auf seinem Lebensweg. Die einzelnen Geschichten sind sehr pointiert und intensiv erzählt. So entsteht ein buntes Bild einer Großfamilie und man wundert sich, wie unterschiedlich die Frauen die Familie erleben. Dabei sind alle, bis in die dritte Generation geprägt von einer engen Religion und einem charismatischen Vater, oder auch Ehemann und Großvater. Dies ist im Grund ein Frauenbuch. Es erinnerte mich sehr stark an Hannas Töchter von Marianne Fredericksson. Viele typische Frauenthemen und Frauenschicksale werden erzählt. Da geht es um das Ringen um Abtreibung, um das Finden eines Ehemannes, um sexuellen Missbrauch oder um fehlende Mutterliebe. Das Buch erzählt anschaulich, wie alles zusammenhängt und wie die ungelösten Probleme in der nächsten Generation wieder auftauchen. Mich hat der Roman nicht losgelassen und man kann nicht aufhören zu lesen, bis wieder ein Kapitel zu Ende ist. Die Sprache ist anschaulich, bildhaft und eindringlich. Sprachlich interessant ist auch, dass der Ton etwa bei Wilhelmines Geschichte, die in den 20er Jahren spielt, ein völlig anderer ist, als etwa Marens, die als Industrie-Designerin 2015 in Stuttgart erzählt wird.  Auf jeden Fall ist jedes der Schicksale sehr eindringlich und emotional anrührend geschildet, ohne Kitsch. Dieses Buch geht einem wirklich ans Herz. Und auch wenn man mit Religion nichts zu tun hat, findet man sich im allgemein Menschlichen dieser Themen selbst wieder.

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