Lea Singer

 4,1 Sterne bei 96 Bewertungen
Autorin von Anatomie der Wolken, Konzert für die linke Hand und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Bedeutende deutsche Literatur: Lea Singer ist das Pseudonym der deutschen Autorin Eva Gesine Baur. 

Sie studierte nach dem Abschluss einer Kochausbildung Kunstgeschichte, Literatur- und Musikwissenschaften und Gesang und promovierte 1991 an der Universität München. Nach ihrem Studium arbeitete sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefredakteurin bei verschiedenen Zeitschriften. 

Heute arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin. Unter ihrem Pseudonym Lea Singer veröffentlichte Baur unter anderem im Jahr 2000 ihr Debüt »Die Zunge« über die im 18. Jahrhundert spielende Lebensgeschichte von Alexandre Balthasar Laurent Grimod de la Reynière, und bei Hoffmann und Campe den Titel »Konzerte für die linke Hand« über das Schicksal Paul Wittgensteins. Sie wurde mit dem »Hannelore-Greve-Literaturpreis« ausgezeichnet.

Alle Bücher von Lea Singer

Cover des Buches Anatomie der Wolken (ISBN: 9783423216661)

Anatomie der Wolken

(26)
Erschienen am 10.02.2017
Cover des Buches Konzert für die linke Hand (ISBN: 9783423213233)

Konzert für die linke Hand

(11)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Verdis letzte Versuchung (ISBN: 9783442746996)

Verdis letzte Versuchung

(8)
Erschienen am 09.09.2013
Cover des Buches Die Zunge (ISBN: 9783423129541)

Die Zunge

(8)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches La Fenice (ISBN: 9783311150800)

La Fenice

(5)
Erschienen am 20.03.2024
Cover des Buches Der Klavierschüler (ISBN: 9783311100096)

Der Klavierschüler

(5)
Erschienen am 11.02.2019
Cover des Buches Mandelkern (ISBN: 9783423214650)

Mandelkern

(5)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Das nackte Leben (ISBN: 9783423210225)

Das nackte Leben

(5)
Erschienen am 01.10.2007

Neue Rezensionen zu Lea Singer

Cover des Buches Konzert für die linke Hand (ISBN: 9783423213233)
Monikas avatar

Rezension zu "Konzert für die linke Hand" von Lea Singer

Monika
Musik zur linken Hand

Eine  bewundernswerte Lebensleistung des Pianisten Paul Wittgenstein wird hier  erinnert, sein  Weg  zurück ins  Leben   nach dem  Verlust des rechten Armes im  1. Weltkrieg und   zurück auf die  Konzertbühne wird gut recherchiert auDie fgezeigt. 

Flüssig und  lebendig im Sprachgebrauch, lebendig auch durch das Wechselspiel der Akteure innerhalb der  großen, damals sehr bekannten Familie  Wittgenstein.Karl als  Patriararch der  Familie nebst Ehefrau Poldi, die  einzelnen  Geschwister und deren Vitae, alles  wird sehr genau beschrieben .Die  bösartigen Familienstreitereien, die Zeit der Verfolgung als Juden, bzw Halb- Juden und  ihr Arrangement zur  Nazizeit,werden  neutral,sachlich vorgestellt. 

Die Musiker,Komponisten , mit  denen  Paul Wittgenstein  zusammenarbeitet, oder  für sich arbeiten lässt, sind  zu zahlreich, um in der Handlung  vorgestellt zu werden, das erfolgt dann in  einem ausführlichen Anhang im Buch.

Eine sehr sorgfältige  Rechercheleistung der  Autorin  liest sich  heraus. Somit werden auch die Konflikte und Zerwürfnisse  nicht  fiktiv zur  Unterhaltung, sondern sind wohl tatsächlich so geschehen. Wobei,  es ist ein Roman, kein Sachbuch.

Das Buch liest sich zügig, trotz zahlreicher  Seiten, gelegentliches  Überblättern  der Zwistigkeiten ist  erlaubt, .Interessant.

Frau Heidenreich hat  dazu eine  Laudatio geschrieben, 


Cover des Buches Eine Frage des Formats (ISBN: 9783492074605)
Johanna_Bes avatar

Rezension zu "Eine Frage des Formats" von Lea Singer

Johanna_Be
Lucian Freud und die Queen - eine außergewöhnliche Beziehung!

Ein außergewöhnlicher Roman! Zwei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens treffen sich und tauschen sich über Kunst und Wahrheit, Pferde, Wetten, Wolken, ihre Vergangenheit und die Vergänglichkeit aus. Vielleicht ist sogar ein Bruchteil davon wahr. Interessant und unterhaltsam ist das Buch allemal. Lea Singer kann hervorragend über Malerei, Maler und ihre Modelle schreiben, wie sie schon oft bewiesen hat.

Der einst berühmteste Maler des britischen Königreichs Lucian Freud darf die Queen malen. Nicht als Akt, aber nackt. Jedenfalls so, wie Freud das Wort versteht. Im Jahr 2000 sind beide alt und einigermaßen exzentrisch, er mehr als sie. Denn sie muss sich hinter einer Maske verstecken. Freud versucht mit seiner Malkunst die Wahrheit hinter der Fassade abzubilden. 

Dafür sind viele Sitzungen notwendig. Aber erstaunlicherweise ist die „alte Dame“ dazu bereit und wird respektvoll behandelt. Ganz anders als andere von Lucian Freuds Modellen:

„𝑊𝑒𝑛𝑛 𝑑𝑢 𝑣𝑒𝑟ℎ𝑖𝑛𝑑𝑒𝑟𝑡 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑠𝑜𝑙𝑙𝑡𝑒𝑠𝑡, ℎ𝑎𝑡𝑡𝑒 𝐿𝑢𝑐𝑖𝑎𝑛 𝑔𝑒𝑑𝑟𝑜ℎ𝑡, 𝑑𝑎𝑛𝑛 𝑚𝑢𝑠𝑠 𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑔𝑒𝑠𝑐ℎä𝑙𝑡𝑒 𝑔𝑒𝑘𝑜𝑐ℎ𝑡𝑒 𝑃𝑎𝑠𝑡𝑖𝑛𝑎𝑘𝑒 𝑎𝑙𝑠 𝐸𝑟𝑠𝑎𝑡𝑧𝑚𝑜𝑑𝑒𝑙𝑙 𝑛𝑒ℎ𝑚𝑒𝑛, 𝑠𝑖𝑒 ℎ𝑎𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝐹𝑎𝑟𝑏𝑒 𝑑𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝐹𝑙𝑒𝑖𝑠𝑐ℎ𝑠.“

Azurblau ist die Farbe der Queen auf dem Bild, Kleid, Jackett, Handtasche. Auf dem Kopf ein Diadem, offenbar auf Wunsch Freuds. Dafür hat er extra seine Leinwand vergrößert, die dann „ungefähr so groß wie eine Geburtstagsgrußkarte, kleiner jedenfalls als der Deckel einer Zigarrenkiste“ war. 

Von den „Möglichkeiten, sich im Alter lächerlich zu machen“ (ihre Worte) macht die Queen keinen Gebrauch. Von den Möglichkeiten, ihren Horizont zu erweitern, schon. Dank Lucian Freud und seiner Gabe, seine Modelle aus der Reserve zu locken. Manches bleibt trotzdem ein Geheimnis – obwohl man auch ganz neue Seiten an dem groben Klotz Lucian Freud kennen lernt.

 Ein schönes kleines Buch für Freundinnen und Freunde der Kunst und Großbritannien-Aficionados. 

Ein bisschen habe ich mich an die Queen in Alan Bennetts Erzählung „Die souveräne Leserin“ (Wagenbach, 2008) erinnert gefühlt.

Mehr auf kultursalon.blog

Cover des Buches La Fenice (ISBN: 9783311150800)
Johanna_Bes avatar

Rezension zu "La Fenice" von Lea Singer

Johanna_Be
Ein höchst interessanter Roman über ein Frauenleben im Venedig der Renaissance

Eine Frau weist einen Liebhaber ab. Er rächt sich, indem er ihr Gewalt antut und Rufmord an ihr begeht. Das klingt sehr heutig. Im einundzwanzigsten Jahrhundert würde der Mann wohl die sozialen Medien benutzen, um die Frau gesellschaftlich fertigzumachen.

Im Venedig des sechzehnten Jahrhunderts schreibt er ein Pamphlet über sie, lässt es drucken und verteilen. Rund um ihre Wohnung beauftragt er bezahlte Helfer, die die Mauern mit Beleidigungen gegen sie vollschmieren. Sie kann sich kaum noch auf den Straßen sehen lassen.

Nicht frei erfunden, sondern die Geschichte der Kurtisane Angela del Moro, auch La Zaffetta genannt. Ihr Schicksal ist – ungewöhnlich für eine Frau ihres Standes und ihres Berufs – gut dokumentiert. Der abgewiesene Freier ist ein venezianischer Adliger, Lorenzo Venier. Bevor er seine üblen Verleumdungen unters Volk bringt, lässt er sie von dutzenden herbeigerufenen Männern vergewaltigen. Eine Praxis, die in Venedig damals gut bekannt war: ein sogenannter Trentuno. So nennt er dann auch sein angeblich satirisches Buch. Ihm passiert nichts. Kurtisanen waren Freiwild.

La Zaffetta erhebt sich allerdings aus der Asche. Der Phoenix (la fenice) ist im Italienischen weiblich. Sie kann an die Karriere anknüpfen, die sie sich zuvor aufgebaut hat. Viele Möglichkeiten gab es nicht: Entweder waren die Frauen mehr oder weniger eingesperrt in einem Kloster oder in der Ehe. Oder sie waren Prostituierte, im Fall der Zaffetta Kurtisane. Sie erwirbt Bildung, spielt ein Instrument, verkehrt in Künstler- und Adelskreisen (wo sie auch ihre Freier rekrutiert) und lernt irgendwann auch Tizian kennen. Der malt sie mindestens dreimal. Am bekanntesten ist sie wohl als Venus von Urbino.

Angela del Moro entscheidet sich sehr bewusst gegen die Ehe und für ihren Beruf, sie sieht ihn als einzige Möglichkeit, als Frau unabhängig zu leben. Aufklärung und Humanismus spielen für Frauen, gleich welchen Standes, keine Rolle. Sie bleiben den Männern, besonders den Adligen ausgeliefert.

Lea Singer zeichnet in oft bildhafter Sprache ein sehr lebendiges Bild der Frau und der Stadt, in der sie lebt. In vielen Dialogen lernt man die Protagonistin kennen und ihren Ehrgeiz verstehen. Singer hat ihr Leben und den venezianischen Hintergrund bis ins Detail recherchiert. Auf den Seiten des Kampaverlags kann man die Fakten nachlesen, die sie verarbeitet hat.

 Ein höchst interessanter Roman über ein Frauenleben in der Renaissance. Im ersten Drittel mit ein paar Längen, aber dann furios! Bücher von Lea Singer sind immer lesenswert.

Gespräche aus der Community

abas avatar
aba


LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.
Und auf euch warten tolle Gewinne.

Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2015 wieder dabei!

Liest du gerne Bücher mit Niveau?
Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.

15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 lesen.
Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.
Auch Neuauflagen – 2015 erschienen - von Klassikern.

Die Regeln:
  1. Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an.
  2. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.
  3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein.
  4. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind!
Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nimmst du die Herausforderung an?

Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2015 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.
Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.


Ich freue mich auf viele Anmeldungen!

Teilnehmer:

19angelika63
ANATAL
anushka
Arizona
Aspasia
Bellis-Perennis
bookgirl
bookscout
Buchgeborene
Buchgespenst
Buchrättin
Cathy28
Corsicana
czytelniczka73
Deengla
DieBerta
dorothea84
Dreamworx
Engel1974
Eskarina*
eskimo81
freiegedanken
Ginevra
Girl56
Gruenente
Gwendolina
hannelore259
HarIequin
helena33
Insider2199
JoBerlin
kleinechaotin
KTea
L_Ligeia
Lesebiene27
leselea
Leseratz_8
LibriHolly
lilaRose1309
Literatur
Looony
mabuerele
Madame Swann
MaikeHerzpotenzial
MareikeHerzpotenzial
Maritzel
mecedora
Mercado
miss_mesmerized
missmistersland
MissPrufrock
naninka
nscho-tschi
Pocci
Postbote
serendipity3012
Sikal
Simi159
Smberge
sofie
solveig
sommerlese
Strickliesel22
sursulapitschi
TochterAlice
vielleser18
wandablue
Wortwelten
zeki35
Zum Thema
2.485 Beiträge
sursulapitschis avatar
sursulapitschi
Hallo,
falls ihr ein Buch tauschen oder wandern lassen möchtet, das in die Romane Challenge passt, könnt ihr es hier anbieten.
  

Erstellt bitte einen Sammelpost, in dem ihr notiert, welche Bücher euch interessieren, welche ihr zum Tausch anbietet oder welche ihr wandern lassen würdet.


Ich verlinke ihn dann hier in der Liste, damit jeder einen Überblick hat, was aktuell gewünscht oder angeboten wird.

Hier geht´s zur Challenge:
http://www.lovelybooks.de/thema/Romane-Challenge-2015-Die-Challenge-mit-Niveau-1128991558/

anushka
tauscht:  

Arizona 
tauscht: 

Buchrättin
tauscht: Voran, voran, immer weiter voran
               Agfa Leverkusen

czyteliczka79

Gwendolina
lässt wandern: Der halbe Mond

helena33
lässt wandern: Jeder Tag gehört dem Dieb

hannelore259
lässt wandern: Sonnenschein
                          Altes Land
                          Judas

lesebiene27
lässt wandern: Nachtflug
                         Das Fest des Windrads
                         Die Liebe zur Freiheit hat uns hierher geführt
 
leselea
tauscht: Mein Vater ist Putzfrau
               Finsterland 

Leseratz_8 
lässt wandern: Alle Nähe fern
                          Der Walfisch

tauscht: Adieu Paris

Looony
lässt wandern: Alles wird hell 
                          Gegenspiel


MissPrufrock
lässt wandern: Wie ihr wollt
                          Winters Garten
 
sommerlese   
tauscht:  Voran, voran, immer weiter voran
               Gegenspiel
               Der dunkle Fluss
  

sofie  
lässt wandern:     

sursulapitschi  
lässt wandern: Eine Rose für Putin
                          
TochterAlice
tauscht: Mein Leben als Affenarsch
               Widerrechtliche Inbesitznahme 
               Das gibt's in keinem Russenfilm             

vielleser 18
lässt wandern: Löwen wecken
                          Voran, voran, immer weiter voran
Zum Thema
571 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Lea Singer wurde am 11. August 1960 in München (Deutschland) geboren.

Schreibt auch als: Eva Gesine Baur

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

125 Bibliotheken

21 Merkzettel

2 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks