Lea Singer Die Zunge

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Inhaltsangabe zu „Die Zunge“ von Lea Singer

Genie und SelbstinszinierungEin sinnlicher Entwicklungsroman im revolutionären Frankreich.Er ist ein Monster und wird zum Inbegriff des guten Geschmacks. Alexandre Grimod de La Reynière (1758-1838), geboren im Paris der Revolutionszeit, kommt mit verkrüppelten Händen auf die Welt. Seine Eltern lehnen das Kind mit den unförmigen Greifern ab. Ähnlich wie in Sten Nadolnys ›Entdeckung der Langsamkeit‹ oder Patrick Süskinds ›Parfum‹ erkundet in diesem Roman ein Mensch die Gesellschaft aus der Sicht seiner körperlichen Anomalie. Verstoßen und verachtet, sehnt sich Alexandre nach dem Unerreichbaren, der Berührung. Er wird Anwalt, Theaterkritiker und Feinschmecker und lernt, sich in der Gesellschaft zu inszenieren. »Du versuchst, mit der Zunge die Hände zu ersetzen«, muß sich Alexandre von seiner Gefährtin Adelaide vorwerfen lassen, als er sich bemüht, seine Umwelt für seine Defizite zu entschädigen. Doch Alexandre ist ein Genie, das seine Verletzbarkeit überspielt ...

Für Schule gekauft.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Schade, man hätte noch mehr aus dieser interessanten Geschichte machen können!

— LEXI

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    Die Zunge

    huckelberry

    27. August 2015 um 08:06

    Ist zwar schön geschrieben. Wird auch nicht langweilig. Aber nach der Hälfte habe ich mich ernsthaft gefragt, worum es eigentlich geht. Essen? Ok, bei dem Titel hätte ich da auch schon früher drauf kommen können.  Achtung, jetzt wird's gemein: Ein Buch, das sich ohne rechte Handlung komplett nur ums Essen dreht... ich weiß ja nicht. Wahrscheinlich habe ich es nicht verstanden. Meiner Meinung nach ist es nicht sehr erbaulich, über einen Menschen mit Handicap zu lesen, der sich in die Welt der Genüsse flüchtet, um wenigstens ein bisschen zweifelhafte Anerkennung als verrückter "Fresssack" (und nicht etwa als Anwalt oder Theaterkritiker) zu erlangen.  

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  • Rezension zu "Die Zunge" von Lea Singer

    Die Zunge

    LEXI

    02. January 2010 um 23:37

    Ein verkrüppelt zur Welt gekommenes Baby, hineingeboren in eine vornehme Pariser Familie – das ist der Auftakt zu einer langen Erzählung der Autorin Lea Singer. Im Hintergrund das Paris während der Revolution. Alexandre Grimod de La Reynière muss mit der völligen Ablehnung seiner Eltern und der Umwelt zu leben lernen, schafft es jedoch mit liebevollen Hausangestellten und einigen wahren Freunden, seinen Weg zu gehen. Ein Weg, der ihn Anwalt, Theaterkritiker und Feinschmecker werden lässt – ein turbulentes Leben, wo man das Gefühl hat, die Autorin nimmt den Leser an der Hand und spaziert mit ihm durch die Straßen von Paris. Eindrucksvoll geschildert werden die Lebensumstände, die Sitten und Gebräuche der Bevölkerung, die Intrigen am Hof des Königs und nicht zuletzt die Intrigen und Denunziationen angeblich wohlmeinender Bekannter. Viele Persönlichkeiten der Geschichte begegnen dem Leser und die Welt der Sinne wird, ähnlich wie bei Patrick Süsskinds „Parfum“ hervorgehoben und exzellent beschrieben. Das Buch beginnt überaus interessant, fesselt, verführt dazu, mehr über diesen Grimod erfahren zu wollen, wird jedoch nach der Hälfte ein wenig zu ausschweifend und langatmig. 200 Seiten statt der etwa 380 gelieferten hätten mich durchaus zur Vergabe von 4 Sternen verleiten lassen. Schade, aus diesem Thema hätte man einen Bestseller machen können.

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  • Rezension zu "Die Zunge" von Lea Singer

    Die Zunge

    kfir

    16. October 2007 um 14:53

    Interessantes und sinnliches Buch Ein Buch, welches einen Vergleich mit 'Das Parfum' nicht scheuen muss, jedoch nicht an dessen Klasse heran kommt. Wieder ist es hier in 'Die Zunge' die bezeichnenende Geschichte eines Kindes, eines Aussenseiters, welcher zunächst auf der Suche nach Liebe und Anerkennung ist, seine Fähigkeiten kultiviert und letzlich trotzdem immer ein Sonderling bleibt. Lea Singer beschreibt in einer sehr poetischen und bildreichen Sprache in überaus eindringlicher Art und Weise sehr aussergewöhnliche Charaktere, die einen sofort fesseln und dem Buch ihre Lebendigkeit geben. Leider will die Autorin häufig des Guten zu viel, dass in den Beschreibungen die Geschichte an mancher Stelle einfach verloren geht und die Spannung des Buches häufig zum Erliegen kommt. Wenn man von so manchen Längen absieht, ein interessantes und sinnliches kleines Buch. Zwei schöne Zitate aus dem Buch: "Der Resonanzboden des Gehirns sind nun mal die Geschlechtsorgane." "Es amüsiert mich, wenn andere mich verdorben nennen! Denn damit versuchen sie nur, sich zu erklären, was sie an mir so fasziniert."

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