Lea Singer Verdis letzte Versuchung

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Inhaltsangabe zu „Verdis letzte Versuchung“ von Lea Singer

Giuseppe Verdi und seine Frau Giuseppina galten als ein glückliches Ehepaar, als er die Sopranistin Teresa Stolz kennenlernte – ausgerechnet bei Proben zu 'Die Macht des Schicksals'. Giuseppina, einst selbst eine umjubelte Primadonna, musste erdulden, dass die junge Diva immer wichtiger wurde für ihren Mann. 1871 trennte Teresa sich von ihrem Verlobten, 1872 sang sie in der italienischen Erstaufführung die 'Aida'. Von da an spitzte sich das Drama zu. Von Giuseppina zur Entscheidung genötigt, protestierte Verdi: 'Diese Frau bleibt, oder ich erschieße mich.' Es passierte, was Verdi ein Leben lang vermeiden wollte: Sein Privatleben wurde Anlass für Klatsch, Gerüchte und Schlagzeilen.

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    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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    • 779
  • ein Roman wie im Hier und Jetzt

    Verdis letzte Versuchung

    sab-mz

    27. December 2013 um 10:29

    Lea Singer hat Kunstgeschichte, Literatur - und Musikwissenschaften studiert. Dies merkt man dem Roman an. Das vorliegende Buch ist ein Roman, kein Sachbuch, keine Verdi - Biographie und doch taucht der Leser in Verdis Leben ein auf jeder Seite des Buches. Die Autorin lässt die handelnden Personen, Verdi, seine Frau Giuseppina und die Sopranistin Teresa Stolz ihre Geschichte selber erzählen. Giuseppina die alterende ehemalige Primadonna, den Komponisten Verdi und die junge Teresa, die Verlobte des Dirigenten Mariani. Verdi lernt Teresa näher kennen als sie in der italienischen Erstaufführung von Aida singt. Er will immer häufiger, dass sie die Titelrolle in der Aida singt. Nur eine berufliche Verbindung?? Seine Frau Giuseppina zweifelt daran. Verdis Beziehung zu Teresa wird immer enger, die Frauen freunden sich an. Man macht Urlaub zu dritt, nur eine platonische Freundschaft? Nein die Freundschaft der 3 geht weit darüber hinaus und die handelnden Personen lassen den Leser teilhaben an ihrer wahrlich nicht einfachen Beziehung. Man taucht ein in die Seelen der Akteure, in die Welt der Musik von Verdi, in seine Besessenheit. Verdis Leben wird zum Gegenstand des Klatsches in der Szene, was ihm gar nicht gefällt. Lea Singer hat diesen Roman mit autobiographischen Zügen mit ganz viel Sachverstand geschrieben. Das Buch ist sehr gut recherchiert und ein Muss für Verdi - Liebhaber. Aber auch für alle anderen Leser, die Interesse haben einen Roman zu lesen wie ihn das Leben geschrieben hat, sehr gut geeignet. Das Buch ist liebevoll geschrieben, immer die handelnden Personen achtend. Auch die leisen Zwischentöne der Dreiecksbeziehung werden hervorragend rübergebracht.

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  • Eine Dreiecksbeziehung und dennoch keine Ménage-à-trois

    Verdis letzte Versuchung

    Kerry

    26. October 2013 um 02:27

    Giuseppe und Giuseppina Verdi leben ein glückliches und zufriedenes Leben. Guiseppe, der ein sehr eigener und mit unter aufbrausender Charakter ist, hat in Giuseppina förmlich seine Seelenpartnerin gefunden, die es schafft, seinem Leben Halt und Ausgeglichenheit zu geben. Als sie 1859 heirateten, waren sie bereits vorher elf Jahre ein Paar gewesen, eine Situation, die seinerzeit für Aufsehen sorgte. Beide genießen ihr Leben in stiller Zweisamkeit. Er arbeitet nach wie vor an Opern, sie hat sich komplett aus dem Opern-Geschäft zurück gezogen und lebt ein zufriedenes Leben als Ehefrau und Hausfrau. Dann jedoch lernt Giuseppe Teresa Stolz kennen. Sie, die die Titelrolle in "Aida" sang, wurde bald Verdis Muse und vielleicht auch mehr. Jedenfalls führte die Freundschaft, die Giuseppe und Teresa miteinander verband, zu extremer Eifersucht bei Giuseppina. Diese Situation zu lösen, ist gar nicht so einfach, zumal drei ausgesprochen Starke Persönlichkeiten involviert sind. Eine Dreiecksbeziehung und dennoch keine Ménage-à-trois! Der Plot wurde jeweils aus der Sicht von Giuseppe, Giuseppina und Teresa erarbeitet. Jeder der drei kommt abwechselnd in eigenen Kapiteln zu Wort und erzählt so ihre gemeinsame Geschichte, wie sie begann und wohin sie führte. Der Roman wurde sehr detailliert und ruhig angelegt, er konzentriert sich voll und ganz auf das Leben der drei Protagonisten und deren Beziehung zueinander. Die Figuren wurden sehr detailliert angelegt, gerade auf Grund der jeweiligen Sicht der Protagonisten, die ja selbst ihre Geschichte erzählen, gelingt es der Autorin, dass der Leser sich direkt in diese hinein versetzen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wer also auf eine heftige Story rund um eine Ménage-à-trois spekuliert, für den ist das Buch eher ungeeignet, wer sich jedoch für Giuseppe Verdi und sein Leben interessiert, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

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  • Rezension zu "Verdis letzte Versuchung" von Lea Singer

    Verdis letzte Versuchung

    michael_lehmann-pape

    19. October 2012 um 14:04

    Ein faszinierender Roman in Form und Inhalt Entscheidend für diesen gelungenen Roman von Lea Singer ist nicht, dass sie ihre Geschichte aus drei Perspektiven erzählt, dieses stilistische Mittel des Perspektivwechsels ist weit verbreitet. Entscheidend für die Faszination dieses Buches allerdings ist, dass Singer eben letztlich ihre Geschichte nicht sachlich im Vordergrund erzählt, sondern jeweils aus der „Innensicht“ der drei Protagonisten. Wie ein Selbstgespräche unter Offenlegung vielfacher Reflektionen und Emotionen melden sich Guiseppe Verdi, seine Frau Guiseppina und „die Dritte im (bald) Bunde), Teresa Stolz jeweils zu Wort. In ihrer je eigenen Sprache, mit den je eigenen Wichtigkeiten und inneren Erregungen. Eine Abfolge von Lebensbetrachtungen, chronologisch von 1868 an im Buch geordnet, die dem Leser einen tiefen Einblick in die Entwicklung der Beziehungen der drei Personen in sich und zueinander geben, die aber auch einen ebenso tiefen Einblick in das Wesen, die Persönlichkeit aller Drei in sich tragen. Guiseppina voller Sorge, dass sie zu alt, ihr Stern zu sehr gesunken, ihre Lebensweise zu einfach und gesamt auf ihren Mann konzentriert ist. Alle Kinder der beiden aus anderen Ehen sind gestorben, könnte diese Sopranistin in die Bresche springen? Will Verdi sie verlassen für eine jüngere, strahlende Künstlerin? Auch wenn diese mit dem „Haus- und Hofdirigenten“ Verdis, dem ständig Verdi umschmeichelnden Mariani, verlobt ist. Guiaseppe aber hat (zunächst) ganz andere Gedanken. Oder schleicht sich doch schon ein Interesse ein. Guiseppe ist satt. Findet Komponieren nicht ihm entsprechend („Wenn ich nur den Kopf und den Körper eines Möbelpackers hätte, würde ich morgen Möbelpacker werden“). Ist ein derber Mensch und mag das an sich. SO ist er eben. Direkt, klar, undiplomatisch. Voll Ärger über das Publikum, alles Banausen. Schnell erregbar, wenn er nicht bekommt, was er will und wie er es will. Misstrauen ist seine beherrschende Charakterhaltung. Das lässt er selbst an Mariani aus, als dieser ihm vermeintlich bei einem geplanten Requiem für Rossetti dazwischen zu funken scheint. Teresa ist mit sich beschäftigt. Hat Heimweh. Hängt doch an ihrer Karriere. Beginnt Seite für Seite mehr an Mitleid mit ihrem Verlobten zu spüren und merkt erst später, dass damit auch ihr Respekt vor dem Mann verloren geht. In gleichem Maße, wie sie sich für Verdi aufschließt, einfach so, im Lauf der Dinge. Irgendwann wird Teresa sich trennen, ihre Verlobung auflösen. Irgendwann wird Guiseppina „klein“ beigeben (oder doch selber eine intensive Beziehung zu Teresa entfalten?). und Verdi selbst wird tun, was er immer tut. Das, was er will. Apodiktisch. Ganz und gar. Wer mit ihm Umgang will, wer mit ihm arbeiten will, wer mit ihm verheiratet bleiben will, der sollte sich danach richten, sonst kann das ganz schnell ganz vorbei sein. Wie mit seinem Vater. Wie mit seinem Schwiegervater. Wie mit vielen anderen. Sprachlich liegt das Buch wie ein breiter, ständig Wellen schlagender Fluss vor den Augen des Leser der in der Vielfalt der Eindrücke und Mitteilungen aus dem Inneren der drei Hauptpersonen heraus. Der zudem die Charaktere intensiv kennenlernt, die Entwicklungen allüberall wie rote Fäden vor sich bereits sieht und, ganz nebenbei, noch einen profunden Einblicke in die italienische Persönlichkeit, das Verhältnis vieler Künstler untereinander und den allgemeinen Umgang erhält. Eine Sprache und eine Entwicklung im Buch, die ständig fesselt, ohne Längen sich entfaltet und eine wunderbare Lektüre ergibt.

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