Verdis letzte Versuchung: Roman

von Lea Singer 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Verdis letzte Versuchung: Roman
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Fazit: Ein emotionaler wie tiefsinniger Einblick in die letzten Jahre von Giuseppe Verdi und seiner letzten Versuchung.

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Inhaltsangabe zu "Verdis letzte Versuchung: Roman"

Der große Komponist zwischen zwei Frauen Giuseppe Verdi und seine Frau Giuseppina galten als ein glückliches Ehepaar, als er die Sopranistin Teresa Stolz kennenlernte – ausgerechnet bei Proben zu »Die Macht des Schicksals«. Giuseppina, einst selbst eine umjubelte Primadonna, musste erdulden, dass die junge Diva immer wichtiger wurde für ihren Mann. 1871 trennte Teresa sich von ihrem Verlobten, 1872 sang sie in der italienischen Erstaufführung die »Aida«. Von da an spitzte sich das Drama zu. Von Giuseppina zur Entscheidung genötigt, protestierte Verdi: »Diese Frau bleibt, oder ich erschieße mich.« Es passierte, was Verdi ein Leben lang vermeiden wollte: Sein Privatleben wurde Anlass für Klatsch, Gerüchte und Schlagzeilen. Doch schließlich verbrachten sie ihre Urlaube zu dritt. Giuseppina bedachte die Konkurrentin sogar in ihrem Testament. Wie es dazu kam, ist ein bewegendes menschliches Abenteuer. Und eine Reise ins Innere von Giuseppe Verdi.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783641085537
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:272 Seiten
Verlag:Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum:24.09.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Nette Geschichte, die mich erst zum Schluss etwas fesselte


    Titel: Verdis letzte Versuchung
    Autor: Lea Singer

    Verlag: C. Bertelsmann
    Seitenzahl: 272
    Erschienen: 2012-09-24
    ISBN: 978-3-570-58031-8




    Inhalt

    Giuseppe Verdi und seine Frau Giuseppina galten, als ein glückliches Ehepaar, als der Komponist die Sopranistin Teresa Stolz kennenlernte - ausgerechnet bei Proben zu "Die Macht des Schicksals". Giuseppina, einst selbst eine umjubelte Primadonna, musste erdulden, dass die junge Diva immer wichtiger wurde für ihren Mann. 1871 trennte Teresa sich von ihrem Verlobten, dem Dirigenten Mariani. 1872 sang sie in der italienischen Erstaufführung der "Aida" die Titelrolle. Von da an spitzt sich das Drama zu. Von Giuseppina zur Entscheidung genötigt, protestierte Verdi: "Diese Frau bleibt, oder ich erschieße mich." Es passierte, was Verdi ein Leben lang vermeiden wollte. Sein Privatleben wurde Anlass für Klatsch, Gerüchte und Schlagzeilen. Doch schließlich verbrachten sie ihre Urlaube zu dritt. Giuseppina bedachte die Konkurrentin sogar in ihrem Testament. Wie es dazu kam, ist ein bewegendes menschliches Abenteuer. Und eine Reise ins Innere von Giuseppe Verdi.
    Vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte der Oper "Aida" entwirft Lea Singer einfühlsam und klug ein bewegendes Seelendrama, wie es sich auch heute ereignen könnte.


    Meine Zusammenfassung

    Das Buch dreht sich hauptsächlich um Giuseppe Verdi, seine Frau Giuseppina Verdi und Teresa Stolz. Die Geschichte handelt von der Beziehung dieser drei Personen und wie sich diese entwickelt und verändert. Dabei bekommt man natürlich viel von dem Gefühlsleben, den Handlungen und Hintergründen der Charaktere mit. Durch den musikalisch gewählten Hintergrund, ziehen sich die verschiedensten Namen von Opern und zugehörigen Personen durch den ganzen Roman. Dies hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da ich mich nicht damit auskenne und es mir einfach zu viel war.


    Buchcover und Inhalt

    Den Schutzumschlag mit dem Frauengesicht drauf fand ich ganz gut für dieses Buch, allerdings trifft es nicht meinen Geschmack. Entfernt man diesen Schutz, kann man Noten auf gelblichen Hintergrund, der an Pergamentpapier erinnert sehen. Dies finde ich sehr schön und sehr passend.
    Der Inhalt spiegelt die Geschichte wieder. Allerdings habe ich es mir etwas berührender vorgestellt.


    Schreibstil ...

    Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die meist ein Jahr umfassen. Dieses wird dann aber von Giuseppina, Giuseppe und Teresa geteilt erzählt. Nacheinander (wie gerade genannt) berichtet jeder von Ihnen einen Teil des Jahres aus seiner Sicht. Dies empfand ich am Anfang doch als etwas ungewohnt, hat mich beim lesen aber nicht gestört.


    Charaktere

    Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und was auch sehr interessant war, ziemlich verschieden.
    Giuseppina ist eine sehr beherrschte Frau, die sich elegant auszudrücken weis. Selbst Beschimpfungen oder Verdächtigungen kann sie geschickt verpacken, so das sie auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Sie ist sehr gebildet und weis sich in den besseren Kreisen zu bewegen. Was die Probleme mit ihrem Mann betrifft, ist sie ihm gegenüber sehr verschwiegen - hier fehlen die klaren Worte.
    Giuseppe ist ein einfacher, bodenständiger Mann. Er ist in seiner Ausdrucksweise sehr direkt und barsch, womit er einige Leute vor den Kopf stößt. Er lebt für seine Musik und kann darin völlig aufgehen.
    Teresa ist wie Giuseppe auch, eher Bodenständig. Sie ist recht einfach gestrickt. Sie ist nicht sonderlich gebildet und scheint auch nicht sehr viel Wert darauf zu legen.


    Sonstiges

    Ich habe für dieses Buch sehr, sehr lange zum lesen gebraucht. Ich glaube es waren wirklich drei Wochen. Ich bin am Anfang überhaupt nicht in die Geschichte hinein gekommen und die vielen musikalischen Begriffe machten mir beim lesen nicht wirklich Freude. Erst gegen Ende habe ich mich doch noch eingefunden und konnte das Buch etwas mehr genießen.


    Zitat

    "Einer Zeremonie, bei der ich die Geister beschwöre und mich selbst. Ich schließe die Lider, ziehe durch die Nase die Luft ein, denke an die Stolz und sage zu mir: Du brauchst einen langen Atem, einen sehr langen Atem, einen sehr, sehr langen Atem. Dann hole ich die Stolz als eine aufblasbare Puppe vor mein inneres Auge, um mit einer Nadel ein nicht sichtbares Loch zu stechen. Und sehe, wie aus der Puppe ganz langsam die Luft entweicht.


    Fazit

    Obwohl die Geschichte recht gut war, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich jemand, der sich mit Verdis Werken auskennt oder Interesse daran hat, mehr mit dem Buch anfreunden kann als ich.


    Zur Verfügung gestellt von

    C. Bertelsmann
    Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.


    3,5 Sterne


    LG Franzi

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Ein emotionaler wie tiefsinniger Einblick in die letzten Jahre von Giuseppe Verdi und seiner letzten Versuchung.
    Verdis letzte Liebe

    Seit mehr als zwölf Jahren verheiratet lebten Giuseppe Verdi und seine Frau Giuseppina ein glückliches, zufriedenes Leben, bis Verdi die Primadonna Teresa Stolz kennenlernte. Bei den Proben zu seiner Oper „Macht des Schicksals“ traf Verdi auf die deutlich jüngere Sopranistin. Mit der Zeit wird die Stolz immer wichtiger für Verdi und seine Frau musste dies erdulden. Die Situation schien sich zuzuspitzen als Verdi die Sopranistin für seine neue Oper „Aida“ engagieren möchte.

     

    Es ist ein ruhiger, leiser und tiefsinniger Roman, in dem Lea Singer die letzten Jahre von Verdi erzählt. Nach einer kurzen Einführung startet der Roman im Jahr 1868 und endet 1879.

     

    Lea Singer erzählt ihren Roman sehr einfühlsam und auf eine etwas eigenwillige, eher ungewohnte Art. Der Roman ist wie ein Tagebuch angelegt, in dem Giuseppina, Verdi und Teresa immer abwechselnd ihre Gedanken niederschreiben. Die Geschichte wird in Etappen erzählt und umfasst dabei wichtige, einschneidende Ereignisse zwischen den Jahren 1868 - 1879.

     

    Obwohl der Roman eher ruhig angelegt ist, spürt man aber bei Verdi immer wieder seinen aufbrausenden Charakter. Unverblümt und direkt äußerste er sich, gerade auch in seinen reichlichen Briefen, ungeachtet dessen, wie die Empfänger seiner Worte diese auffassten. Bei seiner Ehefrau dagegen, von Verdi liebevoll Peppina genannt, fühlt man deren bohrende Eifersucht auf die Kontrahentin, auch wenn sie Teresa gegenüber zumeist immer äußerst freundlich und zuvorkommend auftrat. Aber innerlich brodelte es in Giuseppina, eifersüchtig beobachtete sie jede Regung von Verdi. Teresa dagegen fühlte sich verloren in der Opernwelt, in Böhmen aufgewachsen und nirgends richtig zu Hause, hatte die Sopranistin Angst um ihre Zukunft und wurde teilweise von ahnungsvollen Alpträumen geplagt.

     

    Es kam zwischen den drei Protagonisten niemals zu einer Konfrontation, die wahren Gefühle wurden voreinander zurückgehalten, nur in ihren Gedanken konnten sie diese schweifen lassen, sich ihnen hingeben und oft habe ich mir gewünscht, dass ein reinigendes Gewitter die Fronten klar geschliffen hätte. Aber dies gehörte bei keinen der Drei zu ihren Charaktereigenschaften, war möglicherweise auch den gesellschaftlichen Ansichten der damaligen Zeit geschuldet.

     

    Natürlich kann bei einem Roman über Verdi dessen Musik nicht zu kurz kommen und man merkt bei jeder Zeile, dass Lea Singer nicht nur das private Leben von Verdi bestens recherchiert hat, sondern sich sehr gut in dessen Kompositionen und Opern auskennt. Das intrigante, machthungrige, und voller Missgunst beseelte Leben der Opernwelt führt Lea Singer einem ebenso bildlich vor Augen wie das Privatleben von Verdi, welches sich oft auf einem Landgut in Italien abspielte. Und auch das anspruchsvolle Mailänder Opernpublikum, welches nicht davor zurückschreckte, eine Oper, einen Sänger oder Sängerin in der Scala gnadenlos auszubuhen, kommt in dem Roman nicht zu kurz.

     

    Fazit: Ein emotionaler wie tiefsinniger Einblick in die letzten Jahre von Giuseppe Verdi und seiner letzten Versuchung.

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