Leander Rose Projekt Empathie

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Inhaltsangabe zu „Projekt Empathie“ von Leander Rose

"Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere Kerze ansteckt." Syrien: Armut. Krankheit. Leid. Tod. Als Samir aus seiner Heimat flüchtet, hat er nichts mehr, zu dem er zurückblicken kann. Der Krieg hat ihm alles genommen, was er liebte. Nur die Hoffnung, auf eine bessere Zukunft, hat er nicht verloren. Gießen: Eine Stadt. Viele Wege, die sich kreuzen. Vier Schicksale, die miteinander verflochten sind. Und ein Neuanfang für sie alle, frei von den Schatten der Vergangenheit. "Projekt Empathie" ist eine Geschichte über Toleranz, Freundschaft und Offenheit. Sie erzählt von schweren Zeiten. Von dunklen Tagen. Doch sie erzählt auch von dem Moment, in dem man erkennt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen.
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  • Projekt Empathie - Leander Rose

    Projekt Empathie

    laurasbuchliebe

    18. February 2018 um 18:08

    Allgemeines Dieses wundervolle Buch hat mir die Autorin als Rezensonsexemplar zu Verfügung gestellt und ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich dafür! ♥ Titel: Projekt Empathie Autor: Leander Rose Gerne: Roman Erscheinungsdatum: 07.01.2018Seitenzahl: 358 Preis: Taschenbuch 10.99 € ; e-book 0.99 € Independently publishedInhalt "Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere Kerze ansteckt." Syrien: Armut. Krankheit. Leid. Tod. Als Samir aus seiner Heimat flüchtet, hat er nichts mehr, zu dem er zurückblicken kann. Der Krieg hat ihm alles genommen, was er liebte. Nur die Hoffnung, auf eine bessere Zukunft, hat er nicht verloren. Gießen: Eine Stadt. Viele Wege, die sich kreuzen. Vier Schicksale, die miteinander verflochten sind. Und ein Neuanfang für sie alle, frei von den Schatten der Vergangenheit. "Projekt Empathie" ist eine Geschichte über Toleranz, Freundschaft und Offenheit. Sie erzählt von schweren Zeiten. Von dunklen Tagen. Doch sie erzählt auch von dem Moment, in dem man erkennt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen.Mein Eindruck Als die liebe Leander Rose mich fragte, ob ich ihr ebook lesen möchte, habe ich mich riesig gefreut und sagte sofort zu! Ich hatte ein wenig Angst vor der Thematik dieses Buches, da ich zwar nie die Augen vor dem Thema verschlossen habe, jetzt aber auch nicht unbedingt jemand bin, der sich groß mit dem Thema beschäftigt, weil es mir viel zu groß für mich vorkommt. Doch schon auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch so gefesselt, dass ich einfach immer weiterlesen musste. Samir hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich wollte erfahren, wie es mit ihm weitergeht und was er denkt. Maya hingegen war das komplette Gegenteil von Samir. Sie wuchs behütet auf, ohne Geldprobleme oder dergleichen. Dennoch ging es auch ihr nicht gut. Aufgrund eines Ultimatums soll sie genau das tun, worauf sie am allerwenigsten Lust hat: Gemeinnützige Arbeit. Maya mochte ich von Anfang an. Manchmal schimmerte sogar ihr Andersdenken heraus, auch wenn ihr das selber da noch gar nicht so bewusst war. Auch ihre Entwicklung in der Geschichte ist sehr gut zu beobachten und es macht Spaß gemeinsam mit ihr zu wachsen. Ich muss zugeben, ich fand Mayas Großmutter am Anfang sehr unsymphatisch. Die Art und Weise, wie sie das alles getan hat, hat mich doch etwas wütend werden lassen. Erst später im Verlauf der Geschichte gefiel sie mir immer besser. Auch die anderen Charaktere, die eine wichtige Rolle in diesem Buch einnehmen, mochte ich sehr und zwischendurch hatte ich sogar den Gedanken, dass ich gar nicht möchte, dass diese Geschichte überhaupt endet. Vielleicht gerade deswegen, kam mir das Ende ziemlich plötzlich vor. Die letzen Seiten über hatte ich ständig das Gefühl, das Buch musste unbedingt ganz schnell fertig werden und es fehlten mir die Details, die im ersten Teil des Buch so gut ausgearbeitet waren. Zu beobachten wie die Charaktere wachsen, sich gegenseitig beeinflussen und wie unterschiedlich sie mit den Situationen umgehen, gefiel mir sehr gut und ich bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte. Man sieht hier die ganze Sache mal aus einer Perspektive, die uns hier in Deutschland gar nicht so bewusst ist und das, finde ich, macht das Buch so wichtig! Bewertung 5 von 5 Herzen 

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  • Schwieriges Thema

    Projekt Empathie

    Janinezachariae

    18. February 2018 um 14:50

    Diese Rezension fällt mir sehr schwer. Denn es geht um Flüchtlinge und all das, was der Krieg mit einer Familie angerichtet hat. Leander Rose hat in dieser fiktiven Geschichte über das Schicksal von Samir geschrieben. Seinen Weg von Syrien nach Deutschland und dieser war nicht leicht. Ganz und gar nicht. Denn durch all das, was ihm widerfahren ist, verlor er sogar sein Gedächtnis und das lastete schwer auf ihm. Auf der anderen Seite aber lernen wir Maya kennen und erfahren, wieso sie sich das Leben nehmen wollte und was ihre Großmutter schließlich für Maßnahmen unternahm, um sie wieder 'auf den richtigen Weg' zu bringen. Denn die Gründe, weshalb Maya so gehandelt hatte, waren nicht so schwerwiegend, wie man es sich vorstellt. Denn Maya ist sehr privilegiert aufgewachsen. Geldsorgen kannte sie nicht. Nur den Druck ihrer Mutter spürte sie tag täglich - und der war wirklich heftig. Dass diese zwei Gegensätze sich in dieser Geschichte begegnen, ist nun kein Geheimnis mehr. Doch Maya hatte eine Meinung über all das, die ihr von ihrer Mutter (und dem Vater) eingeredet worden ist. Es ist erstaunlich, was alles in diesem Buch passiert und welche Tragödien noch ans Licht kommen. Das ich dieses Buch nicht so rezensieren kann, wie ein anderes, spricht hier nur für sich. Denn ich bin so an meine emotionalen Grenzen gekommen, dass ich oftmals aufhören musste zu lesen, denn es hätte mich zerbrochen. Und doch ... die Hoffnung, die diese Geschichte einen gibt und schenkt, ist beeindruckend. Leander Rose hat etwas erschaffen, was mich hat innehalten ließ. Ich bin niemand, der gleichgültig durch die Welt marschiert - mit Scheuklappen. Im Gegenteil. Ich sehe und fühle, spüre und leide. All die Berichte aus dem Fernsehen, all die Gefahren, die man uns vermitteln möchte. All das haben auch mich geprägt und all dies wird mich nicht mehr loslassen. Wir alle sind Menschen und haben ein Recht zu leben. Wir atmen die gleiche Luft, sehen dieselben Sterne und den Mond, die Sonne und das Leuchten in der Ferne. Doch vor vielen vielen Jahren oder Jahrhunderten hat sich die Welt gespalten. Vielleicht sollten wir kurz innehalten und für das dankbar sein, was wir haben. In dieser Geschichte lernen wir alle Seiten dieser Flüchtlingswelle kennen. Die Guten und Schlechten. Die, die unser Herz zerreißen und jene, die Wut in uns aufkeimen lässt. Oder einfach nur die Hoffnung, die irgendwie doch dazwischen zu finden ist. Es mag nicht alles perfekt sein in diesem Buch. Manchmal musste auch ich mit dem Kopf schütteln und doch kann ich nur sagen: LEST DIESE GESCHICHTE Noch nie war mir etwas so wichtig und ernst bei einem Buch, welches ich gelesen habe. Noch nie wollte ich, dass man etwas so dringend lesen sollte.

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  • Außergewöhnliche und extrem berührende Geschichte

    Projekt Empathie

    annis_booklove

    11. February 2018 um 14:32

    Titel: Projekt Empathie Autor: Leander Rose Preis: 10,99€ Taschenbuch, 2,99€ Kindle Variante Verlag: Selbstpublisher Inhalt: Der junge Syrer Samir hat alles verloren, Familie, Freunde, Heimat. Er möchte nur noch weg, weg vom Krieg und der Zerstörung. Doch die Flucht ist alles andere als einfach, denn Hass und Ausgrenzung verfolgen ihn bis nach Deutschland. Maya hat alles, Geld, einen tollen Studienplatz und ein sicheres Zuhause, doch der Schein trügt. Nach einem misslungenen Suizidversuch wird sie von ihrer Großmutter gezwungen in einem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge zu arbeiten. Dort gerät sie an ihre Grenzen, weil das Leben und die Schicksale der Menschen dort sich komplett vom Luxus ihres eigenen Leben unterscheiden... Eigene Meinung: WOW,einfach nur WOW! Ich weiß überhaupt nicht wie ich diese unfassbar tolle, gefühlvolle Geschichte in Worte fassen soll! Ein Buch dieser Art habe ich wirklich noch nie gelesen. Das Thema Flüchtlinge sorgt in Deutschland ja schon seit einigen Jahren für jede Menge Diskussionen, aber ich persönlich hatte (noch) keinen direkten Kontakt mit Geflücheten und kenne deshalb nur das Bild, welches einem die Medien vermitteln. Durch dieses Buch hatte ich die Möglichkeit einige ( teilweise) reele Einzelschicksale kennen zu lernen, was mich wirklich sehr berührt hat. Es ist einfach der Wahnsinn, was diese Menschen erleben und durchmachen mussten. Die Geschichten von Samir und Joussuf haben mich echt zu Tränen gerührt. Obwohl ich normalerweise eher keine Romane lese, habe ich dieses Buch innerhalb von 24 Stunden durchgesuchtet. Besonders toll finde ich es, dass Maya die andere Hauptperson aus deren Sicht Teile des Buches geschrieben sind den wirklich kompletten Gegensatz zu den Flüchtlingen darstellt, da sie mit viel Luxus aufgewachsen ist. Ich finde den Wandel den sie im Laufe des Buches macht richtig toll! Interessant fand ich es auch, dass durch sie auch die Sicht der Betreuer in Aufnahmelagern gezeigt wurde. Generell wirkte alles sehr gut recherchiert und wahreitsgetreu. Fazit: Lest dieses Buch!!! Ich denke, dass jeder egal wie viel er mit der Thematik schon zu tun hatte und wie seine Meinung gegenüber Flüchtlingen ist wirklich was aus dem Buch mitnehmen kann. 5/5 Sterne

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  • Eine berührende Geschichte, die ich nur empfehlen kann

    Projekt Empathie

    _wordsmeetheartbeats_

    10. February 2018 um 20:30

    KlappentextSie kommen aus zwei verschiedenen Welten. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch hat das Schicksal sie zusammengeführt.Aus seiner syrischen Heimat vor dem Krieg geflüchtet, erreicht Samir Deutschland in einem fatalen Zustand. Zur selben Zeit unternimmt Mayas Großmutter einen letzten, verzweifelten Versuch, ihrer selbstmordgefährdeten Enkelin den Weg zurück ins Leben zu zeigen und zwingt sie zur sozialen Arbeit in einer Einrichtung für Geflüchtete. Es ist Samir, der sie erkennen lässt, dass es sich lohnt für das Leben zu kämpfen. Und es kommt der Tag, an dem Maya die Einzige ist, die ihn vor den Schatten seiner Vergangenheit retten kann.CoverDas Cover von Projekt Empathie ist sehr schlicht gehalten. Dargestellt ist eine - vermutlich syrische - Stadt, über der sich der Himmel erstreckt. Die vorherrschenden Blau- und Brauntöne harmonieren perfekt miteinander.  Das Cover gefällt mir trotz, oder vielleicht auch gerade wegen seiner Schlichtheit sehr gut.InhaltIn Projekt Empathie begegnen uns zwei Charaktere, deren Schicksale nicht gegensätzlicher sein könnten: Samir, Flüchtling aus dem vom Krieg zerstörten Syrien, und Maya, Tochter aus gutem Hause in Frankfurt.Samir verliert im Krieg alles: seinen besten Freund, seine Familie und schließlich ach seine Verlobte Irsa. Völllig ausgehungert und ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit kommt er in Deutschland an und wird in Gießen in eine Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete gebracht. Die Tatsache, dass er sich an fast nichts mehr aus seinem früheren Leben erinnern kann, macht es ihm schwer, sich an sein neues Leben in Deutschland zu gewöhnen und so verbringt er die meiste Zeit zurückgezogen in seinem Zimmer. Allein seinem Zimmergenossen Jussuf, ebenfalls Geflüchteter aus Syrien, gelingt es, Samir von Zeit zu Zeit aus dem Zimmer zu locken. Ausgelöst durch Jussufs Erzählung über seine eigene, dramatische Flucht, kann Samir sich langsam wieder an Teile seiner Vergangenheit erinnern, jedoch bleibt der Großteil immer noch im Dunkeln.Mayas Leben hingegen könnte nicht unterschiedlicher sein: ihr Vater ist ein hart arbeitender, aber erfolgreicher Geschäftsmann aus Frankfurt und so gehört ihre Familie der Frankfurter High-Society an. Die besucht eine private Universität und in ihren Kreisen dreht sich alles nur um Geld und Karriere. Von ihren Eltern erhält sie nur wenig Zuspruch und Liebe, und auch zu ihrer Großmutter Kornelia hat sie ein gespanntes Verhältnis. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch, mit dem Maya sich eine Flucht aus der Scheinwelt, in der sie lebt, erhoffte, stellt sie ihre Großmutter vor ein Ultimatum: entweder Maya arbeitet sechs Monate lang ehrenamtlich in einer Unterkunft für Geflüchtete, oder Kornelia verwährt ihrer Familie das Erbe. Nur widerwillig und auf Druck ihrer Mutter willigt Maya ein und begibt sich nach Gießen.In der Unterkunft kreuzen sich die Wege der beiden Protagonisten. Wie Samir auch, fühlt sich Maya in ihrer neuen Umgebung sichtlich unwohl und versucht des Öfteren ihre Großmutter zu besänftigen, diese bleibt jedoch hart. Erst als sie von mehreren Menschen - darunter auch Samir - ihr Verhalten vor Augen geführt bekommt, fängt Maya an, sich darüber bewusst zu werden und ist entschlossen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Schnell entsteht eine wunderbare Freundschaft zwischen Maya, Samir, Jussuf und Onur, einem in der Unterkunft beschäftigten Sozialarbeiter. Die vier erleben viel Zusammen - Gutes wie Schlechtes. Wie die Geschichte der Freunde weitergeht, und ob Samir seine Erinnerungen schließlich wieder zurückerlangt, lest ihr am besten selbst!Meine MeinungDie Thematik, die das Buch behandelt ist unglaublich komplex und sensibel - und Leander Rose hat es auf wunderbare Weise geschafft sie zu verarbeiten! Der Schreibstil ist trotz des schweren Inhalts locker und flüssig, daher lässt sich die Geschichte leicht lesen. Die Schicksale, die hier beschrieben werden sind dramatisch und emotional zugleich, ich konnte mir also die ein oder andere Träne während des Lesens nicht verdrücken. Die Idee, dass die beiden Protagonisten derart verschiedene Lebensweise führen bzw. führten, hat mir sehr gut gefallen und ich mochte es sehr, wie sich Samir und Maya im Laufe der Geschichte weiterentwickelten.Lieblingszitate"Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere Kerze anzündet.""Jeder Mensch hat seine Fehler. Wir sind nicht perfekt. Das müssen wir auch nicht.""Ich verstehe nicht, wieso Menschen einander hassen, nur, weil sie aus unterschiedlichen Ländern kommen. Wir sind doch trotzdem alle Menschen. Wir sind alle gleich. Wir atmen dieselbe Luft, wir laufen auf derselben Erde. Wir sind alle aus Fleisch und Blut."FazitEine aufwühlende Thematik, die wunderbar umgesetzt wurde. Ich lege es jedem ans Herz, dieses Buch zu lesen - aber legt euch bitte ein paar Taschentücher bereit! ;-)Das Buch wurde mir von der Autorin kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.Sterne: 5/5

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  • Berührend und einfühlsam

    Projekt Empathie

    Buecherkaetzchen

    07. February 2018 um 22:07

    Projekt Empathie - Inhalt Der Syrer Samir hat alles verloren: Sein bester Freund wurde ermordet, seine Verlobte ist geflohen und schließlich stirbt auch seine Familie bei einem Attentat. Also macht sich Samir auf den Weg in die Türkei - ohne Geld, ohne Vorräte und ohne Auto - um seine Verlobte zu suchen. Nur um dort festzustellen, dass auch sie gestorben ist. Durch dieses Leid verliert Samir sein Gedächtnis und kann sich erst wieder erinnern, als er in Deutschland angekommen ist. Hier kommt er in ein Flüchtlingsheim, in dem er Maya kennenlernt - ein verwöhntes Mädchen, für das nur ihre eigenen Probleme im Mittelpunkt stehen. Doch auf Befehl ihrer Großmutter hin arbeitet sie jetzt in eben diesem Flüchtlingsheim und wird hier mit ganz anderen Schicksalen konfrontiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelt sich zwischen den beiden eine wunderbare Freundschaft. Und nicht nur Samir findet hier Hilfe auf ganz unerwartete Art. Projekt Empathie - Bewertung Auf Instagram habe ich es ja schon in aller Kürze erwähnt, aber ich wollte unbedingt nochmal etwas genauer zu meiner Meinung über Projekt Empathie eingehen. Stil Der Stil der Autorin ist einfach und flüssig. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen und wer mich kennt weiß, dass ich gerade nach einem langen Tag genau das mag. Projekt Empathie lässt sich wunderbar lesen - ich war innerhalb von zwei Tagen durch - auch Abends direkt vor dem schlafen. Die Autorin schreibt über dieses hochbrisante Thema - das Schicksal der Flüchtlinge - sehr sensibel und mit viel Gefühl und wirft einen Blick darauf, wie die Menschen mit ihrem Schicksal umgehen und was sie überhaupt erleben. Für viele (ich spreche hier beispielsweise von meiner Oma) ist das ein fremdes Thema: Sie haben keinen Kontakt mit Flüchtlingen und hören nur was man in der Zeitung liest - so beispielsweise den Amoklauf im Münchner Einkaufszentrum. Neigt man dann dazu die Schuld sowieso nur bei "den Ausländern" zu suchen, ist sowas gefundenes Fressen. Und auch solchen Leuten lege ich dieses Buch ans Herz: Viele reagieren aus Unwissenheit mit Angst, aber wenn das einen Effekt hat, dann macht es alles nur schlimmer. Also wenn ihr Angst habt, wie sich "unsere Gesellschaft durch die Flüchtlinge verändern" könnte, lest das Buch und denkt in Ruhe darüber nach. Aber auch alle anderen: Es lohnt sich wirklich und gibt einen Einblick in die Schicksale, die uns tagtäglich begegnen. Figuren Samir ist Kriegsflüchtling und steht eigentlich vor dem Nichts: Er hat seine Familie, seine Freunde und seine Verlobte verloren. Und trotzdem gibt er seinen Lebensmut und seinen Lebenswillen nicht auf - nein, er macht trotzdem immer weiter. Und auch wenn er in Deutschland nicht freundlich empfangen wird, sucht er nach Gründen dafür, anstatt die Menschen einfach für schlecht zu halten. Von dieser positiven Einstellung kann man für das eigene Leben viel lernen - auch ich selbst, ich nehme mich von diesem Kommentar nicht aus. Maya ist genau eine der Personen, die sich von Samirs Lebenseinstellung eine Scheibe abschneiden kann - und für sie ist das "Projekt Empathie" ihrer Großmutter gedacht. Sie soll lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, das Leid anderer Menschen zu sehen und für das eigene Leben dankbar zu sein. Mit der Zeit gelingt ihr das, wodurch sie mir im Laufe des Buches immer sympathischer geworden ist. Hintergrund Auf den politischen Hintergrund möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen, dazu finden sich an anderen Stellen genug Infos. Was mir aber wichtig ist, ist auf den Empfang und das Leben der Flüchtlinge in Deutschland nochmal kurz einzugehen. In Projekt Empathie werden Flüchtlinge angefeindet, während der Großteil der Bevölkerung schweigt.  Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache und arbeite jeden Tag mit Migranten europäischer Herkunft aber auch mit Flüchtlingen. Ganz egal ob Irak, Iran oder Syrien. Letztes Jahr hatten wir im Unterricht das Thema "wie ist das Leben für euch in Deutschland" und einer meiner Flüchtlinge hat mir auf diese Frage geantwortet (aus dem Gedächtnis wiedergegeben). "Es macht mir vor allem Angst. Ich kenne die Menschen nicht, ich verstehe die Kultur und die Sprache nicht. Zu Hause hatte ich ein Haus und eine Familie. Jetzt sitze ich alleine in meiner Ein-Zimmer-Wohnung und weiß nicht, wie es meiner Familie geht oder ob ich sie jemals wieder sehe. Ich kenne hier niemanden. Wenn ich versuche Kontakte zu knüpfen wenden sich die Leute von mir ab, weil sie kein Englisch können oder weil sie nicht mit mir sprechen wollen".  Das macht mich traurig wenn ich sowas höre - und er ist nicht der Einzige, der mir sowas erzählt hat. Bei uns ist es noch gar nicht so lange her, dass wir selbst Krieg hatten. Meine Oma ist Kriegsflüchtling und mein Urgroßonkel war in Auschwitz. Was sie mir erzählt, finde ich immer wieder schockierend. Wir können dankbar sein, dass es uns gut geht und wir in Frieden leben dürfen. Aber wir sollten nie vergessen anderen Menschen zu helfen, denen das nicht vergönnt ist. Fazit Von mir gibt es für dieses sensible und berührende Buch, das mit viel Herz geschrieben ist 5 von 5 möglichen Sternen. Auch möchte ich mich bei Leander Rose für den netten Austausch auf Instagram und die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

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  • Trotz oder gerade wegen der problematischen Thematik ein berührendes Buch

    Projekt Empathie

    nadine_liest

    04. February 2018 um 18:08

    Der Schreibstil war einfach, aber flüssig. Die wichtigsten Gefühle der Protagonisten wurden sehr berührend geschildert.  Ich war eigentlich sofort in der Geschichte drinnen, von der ersten bis zur letzten Seite war es interessant. Manchmal kam auch Spannung auf, aber die Thematik und Handlung der Geschichte war nicht unbedingt spannend. Das war einfach nicht nötig. An einigen Stellen war das Buch sehr traurig, ich war oft kurz davor ein paar Tränen zu vergießen.  Die Charaktere mochte ich wirklich gerne.  Samir verliert nie seinen Lebensmut und obwohl es ihm in Deutschland nicht sehr gut geht, ist er dankbar dort aufgenommen worden zu sein. Maya entwickelt sich von einer verwöhnten Person, die sich selbst im Mittelpunkt von allem sieht, zu jemanden der wirklich um andere bemüht ist. Sie gesteht sich nach und nach ihre Fehler ein und versucht sich zu verbessern. Maya hat im Buch eine große Entwicklung gemacht. Im Buch geht es um ein ernstes Thema. Nämlich: den syrischen Bürgerkrieg. Das hat Leander Rose gut geschildert, auch wenn man sich eher weniger damit auskannte, ist das Buch verständlich gewesen. Einen Kritikpunkt habe ich aber. Es gab einige Rechtschreib- und Grammatikfehler. Das ist schade, denn die Geschichte hat mir so gut gefallen!

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  • Projekt Empathie ist ein berührendes und ehrliches Buch

    Projekt Empathie

    aileenpl

    02. February 2018 um 16:55

    Leander Rose's Schreibstil konnte mich von der ersten bis zu letzten Seite packen. Ich musste an vielen Stellen stoppen um über das Gelesene nachzudenken oder mir ein paar Tränen aus dem Gesicht zu wischen.  Der Schreibstil war angenehm und schnell zu Lesen, hatte jedoch die nötige Tiefe, die jegliche Gefühle auslösen konnte. Die Geschichte zusammengefasst in ein paar Worten: emotional, wunderschön und fesselnd. Es wird die Geschichte von Samir erzählt, der als Geflüchteter aus Syrien kommt und in das Heim kommt, indem Maya ehrenamtlich arbeiten muss.  Samir mochte ich sehr gerne. Er hat in seiner Heimat alles verloren und musste ohne seine Familie und Freudne fliehen. Trotz allem was passiert ist war er noch relativ stark und dankbar für de Chance, die er in Deutschland bekommen hat.  Maya's Charakter mochte ich auch. Aufgewachsen in hohen Kreisen hat sie das Leben nur von einer Seite kennengelernt und richtige Probleme kennt si enicht wirklich. Erst die Arbeit im Flüchtlingsheim führt ihr das Leben vor Augen. Ihre Entwicklung fand ich großartig.  Ich werde euch jetzt drei Zitate auflisten, die mich besonders zum Nachdenken gebracht haben: "Doch hinter ihm lag nur ein Trümmerhaufen aus Leid, Krankheit und Tod. Kein Zuhause, zu dem er zurückgehen konnte, keine geliebten Menschen, die seinen Fortgang mit Tränen in den Auge verfolgten. Dort war niemand der an ihn dachte. Samir war allein auf der Welt. Der Krieg hatte ihm alles genommen." "Seine Mutter. Seine Geschwister. Seine geliebte Familie. Alle waren tot. Für immer fort an einem Ort an den er ihnen nicht folgen konnte." "Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere Kerze ansteckt." Die Geschichte und die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet und man merkt, wie viel Mühe sich gegeben wurde.  Besonders begeistert haben mich auch die Botschaften, die dieses Buch hatte.

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  • Einfach unglaublich!

    Projekt Empathie

    Liisaaa_th

    02. February 2018 um 13:03

    Cover: Ganz simpel gehalten spiegelt es die Kriegsgebiet sehr gut wieder. Es ist vlt nicht das schönste Cover das ich je gesehen habe, aber es passt dennoch sehr gut zu der Geschichte und spiegelt diese in ihrer Einfachheit wieder.Schreibstil: Ich war wirklich überrascht darüber wie locker und leicht die Worte dahin flossen. Es ist keine leichte Thematik, aber Leander Rose schafft es mit ihren Worten eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen und in aller Einfachheit die Fakten zu verpacken.Meine Meinung: Ich habe das Buch vor ein paar Tagen beendet und kann jetzt schon sagen das es mich und mein Leben verändert hat. Sehr oft musste ich schon an die Geschehnisse in dem Buch denken und versuche mich dann mit dem glücklich zu schätzen was ich habe.Seite um Seite habe ich regelrecht verschlungen und aufgesogen. Es gab ein paar Momente bei denen ich Innehalten musste, weil ich einfach nicht glauben wollte das sowas in unserer Welt passiert. Momente in denen die Tränen liefen, die Wut mich übermannte oder ich hilflos dabeizusehen musste und nichts tun konnte.Genauso gab es aber auch Momente in denen ich immer wieder neues entdecken und lernen durfte. Ich bin mit Samir auf eine Reise gegangen die auch mich geprägt hat. Und mit Maya zusammen habe ich mich verändert, dazugelernt und akzeptiert.Immer wieder sind zwischen den Zeilen kleine Botschaften versteckt. Diese enthalten so viel Wissen und Weisheit das ich von der Erkenntnis sehr oft überrascht wurde.Es ist ein kleines Meisterwerk und ein Juwel das ich in meinem Herzen trage werde.Fazit: Dieses Buch hat mich verändert. Ich bin so unbeschrieblich froh es gelesen zu haben und werde es noch sehr oft in die Hand nehmen und Seite um Seite durchblättern. Es ist eine absolute Herzensempfehlung.Ich habe es nun nicht mehr nur als ebook sondern mir das Taschenbuch dazu bestellt.Ich bin wirklich restlos überzeugt und hin und weg von der bewegenden Geschichte und den Handlungssträngen.Tut euch also selbst etwas gutes und Lest dieses Buch, denn ich kann all meine Empfindungen gar nicht richtig in Worte fassen!

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  • Projekt Empathie

    Projekt Empathie

    lisa_lovebooks

    28. January 2018 um 21:27

    Inhalt Sie kommen aus unterschiedlichen Welten und könnten unterschiedlicher nicht sein, Samir ist ein 24 jähriger Medizinstudent aus Damaskus und Maya, eine Studentin aus Frankfurt, die nur an sich, an Geld und die neueste Mode denkt. Und doch führt das Schicksal sie beide zusammen. Nachdem Samir sich auf die Suche nach seiner Verlobten machte, welche mit ihrer Familie floh, erreichte er Deutschland, genauer gesagt nach Gießen, bei Frankfurt, in einem fatalen Zustand. Zur selben Zeit unternimmt Mayas Großmutter einen letzten, verzweifelten Versuch, ihrer selbstmordgefährdeten Enkelin den Weg zurück ins Leben zu zeigen und zwingt sie zur sozialen Arbeit in einer Einrichtung für Geflüchtete. Es ist Samir, der sie erkennen lässt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen. Und es kommt der Tag, an dem Maya die Einzige ist, die ihn vor den Schatten seiner Vergangenheit retten kann...Meine Meinung Ich hatte noch nie nach einem Buch ein so starkes Bedürfnis eine Rezension zu schreiben, mit euch zu teilen wie mir dieses Buch gefallen hat, und jetzt, jetzt sitze ich hier vor dem Laptop und hab eigentlich keine wirkliche Ahnung was ich schreiben soll. Das Buch ist wunderschön, es behandelt eine Thematik, über die ich so noch nie etwas gelesen habe. Es ist so toll geschrieben und hat mich einfach nur gefesselt und zum Nachdenken angeregt. Ich musste öfters mal eine Pause einlegen, weil ich einfach nachdenken musste oder weil ich nichts mehr sah, vor lauter Tränen in den Augen. Vor allem das Ende hat mich sehr überrascht, ich hatte mit etwas ganz anderem gerechnet, aber sicher nicht mit dem, wie die Geschichte letztendlich ausging. Das Buch zeigt das Geld alleine nicht glücklich macht und das man nicht immer Vorurteile haben sollte. Ich hoffe wirklich sehr das viele das Buch lesen und darüber nachdenken werden.Meine liebsten Zitate  Etwas was mir schwer fällt, die Zitate hier aufzuschreiben, den es gibt so unglaublich viele und ich kann leider nicht alle aufschreiben deshalb habe ich mir mal die rausgesucht, über die ich am meisten darüber nachdenken musste."Also zog ich mich zurück. Das schien mir die bessere Wahl. Lieber wollte ich ein kleiner Teil seines Lebens sein, als gar keiner." (S. 64)"Hör auf, jemand sein zu wollen, der anderen gefällt und fang endlich damit an, ein Mensch zu sein, auf den du selbst stolz sein kannst." (S.66) Ich möchte mich noch bei Leander Rose bedanken das  sie mir das Buch zugeschickt hat und ich muss ehrlicher weise sagen, ich hätte es mir sonst auch gekauft, den schon alleine der Klappentext ist toll. Außerdem möchte ich mich entschuldigen, falls diese Rezension etwas chaotisch sein sollte, aber ich habe das buch gerade erst beendet, bin noch total überwältigt, aber musst es jetzt einfach mit euch teilen.

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