Dee leidet an einer bipolaren Störung und befindet sich schon lange in einem Tief. Während eines Aufenthalts in der Psychatrie lernt sie Matt und Misa kennen. Die Drei schließen sich zusammen, unterstützen sich, werden Freunde und Leidensgenossen auch nach der Klinik. Besonders Dee stützt sich auf Matt und verliert ihr Herz an ihn. Und dann muss sie mit erleben wie aus Matt und Misa ein Paar wird und sie sich verloben. Alles herbe Tiefschläge für Dee und ihren Genesungsprozess. Und zu guter Letzt wird sie zur Hochzeit auf ein Inselparadies in der Karibik eingeladen. Dee fühlt sich abgehängt und allein gelassen und fast den irrwitzigen Plan die Hochzeit zu sabotieren und Matt Misa auszuspannen.
Das Buch hat mich positiv überrascht, herangegangen bin ich wenigen aber trotzdem vollkommen falschen Erwartungen. Dies ist keine cheesy Lovestory mit Mental Health Background. Es ist eher eine Mental Health Story am Tiefpunkt in der Kulisse eine Rom Com.
Die Autorin lebt selber mit der Diagnose bipolare Störung und hat ihre eigenen Erfahrungen mit eingebracht. Dadurch wird Dee auch so authentisch, aber nicht unbedingt sympathisch. Da ich selber schon mit Depressionen und Angststörungen zu kämpfen hatte, in einer psychiatrischen Einrichtung war und Anti-Depressiva ausprobiert habe, konnte ich mich bis zu einem gewissen Grad in Dee einfühlen und mochte sie trotzdem nicht. Aber mag Dee sich? Nein. Also vielleicht ist das auch so gewollt das ich als Leserin mir auch schwer tue sie zu mögen.
Wenn wir die ganze schwere Thematik rund um psychische Gesundheit streichen, haben wir eine eher flache Lovestory in traumhafter Kulisse an karibischen Stränden. Aber mit der schweren Thematik bekommt die ganze Geschichte emotionale Tiefe. Alle Charaktere tragen irgendetwas zur Geschichte bei und was viel wichtiger ist zu Dees Charakterentwicklung.
Aber am allermeisten habe ich Tilley geliebt, Dees kleine Schwester. Sie ist das was jeder psychisch kranke Mensch braucht. Sie ist immer da, fängt einen auf wenn man am abstürzen ist, hält einen fest wenn man droht abzuheben. Sie kümmert sich um alles was Dee nicht schafft. Aber was viel wichtiger ist sie gibt Dee auch ordentlich Kontra und sagt ehrlich ihre Meinung zu allem und ganz besonders zu Dees ungesunder Bessenheit von Matt.
Alles in allem hat mich die Geschichte überzeugt und ich würde sie jedem der mit der Thematik bipolare Störung oder Depression schon mal zu tun hatte oder hat empfehlen. Trotzdem bin ich der Meinung das die Thematik in Romangestalt sehr viel mehr Potential hat und in dieser Geschichte schon gut umgesetzt wurde, aber da geht noch mehr.







