Lee Child Der Anhalter

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Inhaltsangabe zu „Der Anhalter“ von Lee Child

Wer diesen Anhalter mitnimmt, sollte nichts Böses im Schilde führen... Jack Reacher bemühte sich, harmlos auszusehen, was ihm mit seiner großen, massigen Gestalt und der gebrochenen Nase nicht leicht fiel. Umso dankbarer war er, als endlich ein Auto hielt, um ihn mitzunehmen. Die Frau und die beiden Männer im Wagen waren offensichtlich Kollegen, zumindest schloss Reacher das aus ihrer einheitlichen Kleidung. Er wusste nichts von ihrer Verwicklung in den Mord, der nicht weit entfernt verübt worden war. Für die Insassen des Wagens war Reacher nur eine Möglichkeit, die Polizei von sich abzulenken. Sie ahnten nicht, wer bei ihnen im Auto saß. Schließlich sah Reacher aus wie ein harmloser Anhalter

Ein spannender Thriller mit dem resoluten, verantwortungsbewussten, entschlossenen, kenntnisreichen und scharfsinnigen Jack Reacher

— HansDurrer
HansDurrer

Ein ruhigerer Thriller, offenbar nötig, damit die Nase abheilen kann. Im Visier diesmal nicht die Army, sondern die Machenschaften des FBI

— Bücherwurm
Bücherwurm

Solider Thriller, wiegewohnt, allerdings fehlten diesmal ein wenig die sonst so inflationär verwendeten Wummen.

— thursdaynext
thursdaynext

Toller Thriller, der ohne mordsmäßige Psychopathen auskommt und durch SIMPLE Dinge Spannung aufbauen kann.

— BettinaR87
BettinaR87

Trotz kleiner Defizite ein wahrer Thriller!

— merlin78
merlin78

Leider nicht so spannend wie der Vorgänger.

— hebersch
hebersch

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  • Amerika jenseits der Klischees und der Hochglanzprospekte

    Der Anhalter
    HansDurrer

    HansDurrer

    07. June 2017 um 12:12

    Lee Child ist bekannt für seine Jack-Reacher-Romane. Ich habe einige von ihnen gelesen, keiner hat mich gelangweilt, im Gegenteil, alle haben mich gefesselt. Wie macht der Mann das bloss? Das ist mehr eine rhetorische Frage, denn Krimis zu analysieren bringt es irgendwie nicht. Jedenfalls für mich nicht. Auch die Frage, ob es sich bei Krimis um Literatur handeln könnte, beschäftigt mich nicht. Weil mich Kategorien nicht (mehr) interessieren. In jungen Jahren lehnte ich alles ab, was Mainstream war. Also alles, was sich verkaufte, was kommerziell erfolgreich war. Das hat sich geändert. Nicht in dem Sinne, dass mich nun alles, was Mehrheiten findet, plötzlich begeistert. Natürlich nicht, schliesslich ist auch Donald Trump mit einer Mehrheit der Elektoren-Stimmen gewählt worden. Und Hillary Clinton, die die Mehrheit der Wähler hinter sich gehabt hat, wäre ja nun auch keine wirkliche Alternative gewesen. Also her mit den Verlierern! Allemal! Doch zurück zu Lee Child beziehungsweise Jack Reacher. Der ist eindeutig Mainstream – und ich bin eindeutig begeistert. Jedesmal. Auch bei „Der Anhalter“. Für die, die ihm bislang noch nicht begegnet sind: Jack Reacher ein Meter fünfundneunzig gross, von kräftiger Statur, ein ehemaliger Militärpolizist, ohne festen Wohnsitz und ohne Hab und Gut. Ein Einzelgänger, der oft per Anhalter unterwegs ist. Er lebt nicht wie andere, hat andere Prioritäten.„Wieso sind Sie nirgends sesshaft?“„Besitzen Sie ein Haus?“„Natürlich.“„Ist das immer ein reines Vergnügen?“„Nein.“„Da haben Sie Ihre Antwort.“ Dieses Mal wird er von zwei Männern und einer Frau mitgenommen. Im Laufe der Geschichte wird klar, dass die beiden Männer Killer sind und die Frau von ihnen gekidnappt wurde. Neben der örtlichen Polizei interessieren sich auch die CIA und das FBI für die Killer. Und dann nimmt der Fall unvermutet noch weit grössere Dimensionen an. „Der Anhalter“ lässt den Leser (und die Leserin) an den Überlegungen der Protagonisten – Jack Reacher, FBI Special Agent Julia Sorenson – teilnehmen; beide spielen jeweils verschiedenste plausible Szenarien im Kopf durch. Das ist lehrreich und unterhaltsam.  So nebenbei erfährt man auch reichlich Interessantes der vielfältigsten Art. Etwa, dass es nur neun US-Grossstädte mit über einer Million Einwohnern gibt oder dass die meisten Leute zwar importierte Kleider tragen, doch Unterwäsche aus ihrem Herkunftsland bevorzugen. „Es ist eine grosse Sache, ausländische Unterwäsche anzuziehen. Fast wie Verrat oder Auswanderung.“ Zudem ist „Der Anhalter“ auch witzig. So heisst etwa der Mann vom Aussenministerium, der sich auch für den Fall interessiert, Lester L. Lester, jr., was den FBI-Agenten Mitchell zur Frage verleitet, ob sein zweiter Vorname auch Lester sei. „Er sagte: 'Das ist er allerdings.' 'Klasse', sagte Mitchell.“Der Manager eines abgelegenen Motel wird so beschrieben: „Der Mann war ungefähr dreissig, vorzeitig kahl, etwa eins fünfundsechzig gross und ungefähr eins sechzig breit.“Mein Lieblingsdialog geht so: „Sie widersetzen sich praktisch ihrer Verhaftung. Würde ich Sie erschiessen, wäre ich im Recht.“„Dann tun Sie's doch. Glauben Sie etwa, dass ich ewig leben möchte?“ Lee Child weiss nicht nur spannend und in einem No-Nonsense-Stil zu erzählen, er vermittelt auch ein Amerika jenseits der Klischees und der Hochglanzprospekte. „Auf seinen Reisen hatte er unzählige geschlossene Motels gesehen. Amerika war voll von ihnen. Sie gleichen kleinen Zeitkapseln erstarrter Relikte aus einer früheren Ära, manchmal schlicht, manchmal abenteuerlich futuristisch, stets Zeugen des langen, traurigen Niedergangs der Kräfte und des Ehrgeizes ihrer Besitzer, stets Beweis dafür, wie der Publikumsgeschmack sich verändert hatte.“ Als „resolut, verantwortungsbewusst, entschlossen, kenntnisreich und scharfsinnig“, schätzt FBI Special Agent Julia Sorenson Jack Reacher ein. Das trifft genau so auch auf „Der Anhalter“ zu.

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  • Guter Thriller

    Der Anhalter
    sChiLdKroEte

    sChiLdKroEte

    28. February 2017 um 16:39

    Als Jack Reacher an der Straße stand um per Anhalter zu reisen, bemühe er sich möglichst harmlos auszusehen. Dies war aufgrund seiner massigen Gestalt und der gebrochenen Nase nicht leicht. Er war sehr froh als endlich ein Auto anhielt um ihn mitzunehmen. Im Wagen saßen zwei Männer und eine Frau. Aus ihrer einheitlichen Kleidung schloss Jack, dass es sich wohl um Kollegen handeln müsse. Reacher ahnt nicht, dass nicht weit entfernt ein Mord geschehen ist und die Insassen des Autos darin verstrickt sein könnten… Bei „Der Anhalter“ handelt es sich um den 17 Band der Reihe um den ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher. Ich kenne die Vorgängerbücher nicht, somit war mir Reacher zu Beginn völlig fremd. Mir fehlte es an Wissen über seine Person, seine Vergangenheit und seine Lebensweise. Dies warf zwar immer mal wieder ein paar Fragen auf, was mich aber nicht sonderlich störte. Auch wenn ich nach wie vor bei Weitem nicht alles über ihn weiß, war Jack Reacher ein interessanter, sympathischer Protagonist mit Ecken und Kanten. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie war sehr spannend. Nach und nach erfährt der Leser durch die Ermittlungen der Polizei und durch Reachers Rückschlüsse mehr über den Mord und die Rollen der Autoinsassen. Durch diese Portionierung der Informationen wird die Spannung aufrecht erhalten. Besonders interessant fand ich die Schlussfolgerungen, die der ehemalige Militärpolizist aus dem Verhalten seiner Mitfahrer zog. Immer wieder gab es unvorhergesehene Wendungen, die mich im positiven Sinne verwirrten und dazu führten, dass ich das Buch oft nicht aus der Hand legen wollte. Die Auflösung war für mich nicht voraus zu sehen. Der Schreib- und Erzählstil von Lee Child haben mir gut gefallen. Die Handlung war logisch aufgebaut und das Ende schlüssig. „Der Anhalter“ ist ein wirklich guter Thriller. Die Handlung war spannend und konnte mich überzeugen. Dieses Buch hat mich gut unterhalten und mir ein paar tolle Lesestunden beschert. Es ist vorteilhaft das ein oder andere Vorgängerbuch und somit auch Jack Reacher zu kennen, dies ist aber nicht zwingend erforderlich. Ich kann für dieses Buch eine klare Empfehlung, nicht nur für Reacher-Fans, aussprechen. Es wird auf jeden Fall nicht mein letztes der Reihe gewesen sein.

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  • die innere Struktur des FBI

    Der Anhalter
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    03. December 2015 um 18:46

    "Der Anhalter" schliesst wieder nahtlos an den Vorgänger an. Reacher stoppt wie üblich einen Wagen um weiter zu kommen. Nicht einfach mit dem verletzten Gesicht. Nach Stunden hält endlich ein Wagen mit 3 Personen, aber das Verhalten, die Äusserungen und die Bekleidung der Mitfahrer lässt Reacher aufhorchen. zumal sie ständig durch Strassensperren aufgehalten werden. Offenbar wird jemand gesucht, aber warum, wieso und was ist passiert? Es wäre nicht Reacher, wenn er nicht trotz gebrochener Nase eben diese in fremde Sorgen stecken würde. Und es wäre nicht Reacher, wenn er sich nicht ständig verantwortlich fühlen würde, für Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen. Ruhiger, dafür tödlicher nimmt der Autor Lee Child in diesem Thriller die Arbeit des FBI ins Visier. Nicht ganz so atemlos, nichtsdestotrotz spannend liest sich die Fortsetzung, ich muss gestehen, ich bin dem Reacher Fieber verfallen. Dabei kann ich den Reiz der Serie nicht wirklich fassen: Jack Reacher, ein obdachloser Landstreicher, der keinerlei Verbindlichkeiten eingeht, der zwar intelligent und erfahren, trotzdem schusslig und fehlerhaft ziemlich grausam mit dem Schicksal anderer Menschen umgeht ... ich kann meine Finger nicht von diesen Büchern lassen. Zudem wundert es mich, wie oft Lee Child das amerikanische System angreift, die Verlogenheit der Army, hier die üblen Machenschaften des FBI, ohne ebendieses Land verlassen zu müssen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Reise weitergeht und werde bei Gelegenheit die fehlenden Bände ergänzen.

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  • Mein erster Jack Reacher...

    Der Anhalter
    Minerva

    Minerva

    05. September 2015 um 18:00

    Meinung: Mein erster Jack Reacher-Roman ist zugleich der neueste von zig weiteren. Wieder erweiteret sich mein SUB um gefühlt eineinhalb Meter ;) Ich kannte die Figur noch nicht, doch kam mir die Vorstellung von Jack ziemlich kurz und rauh vor. Das passte dann mit der Darstellung von seinem Auftreten im ganzen Roman überein. Jack - ein unkonventioneller Mann und ehemaliger Army-Soldat - wartet auf einen Anhalter der ihn näher seinem Zielort, Virginia, bringt. Ein moderner Wagen hält an und zwei freundliche Herren und eine Dame im identischen Firmenoutfit laden ihn zu sich ein. Sie wissen nicht wer er ist und er weiß nicht was sie vorher veranstaltet haben. Doch 2 Stunden vorher wurde unweit vom Startpunkt seiner Reise ein Mann brutal ermordet. Dieser war wichtiger V-Mann der Regierung, Police Detective Julia Sorenson ermittelt und trifft in Ihrer Untersuchung auf auf Jack, der ihr nicht nur bei den Ermittlungen hilft. Spannend geschrieben, da hier viele Rezis eher negativ zu diesem Reacher-Roman ausfielen, freue ich mich schon auf die 18 anderen Romane von ihm die dann ja um weiten "besser" sein müssten ;) Ich fand diesen hier gut und lesenswert.

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  • Hör doch ma einer aufn alten Mann!

    Der Anhalter
    BettinaR87

    BettinaR87

    25. July 2015 um 16:42

    Steht ein Mann mit gebrochener Nase an der Interstate und hält den Daumen raus ... Klar, da wundert sich selbst Reacher nicht, dass niemand ihn mitnehmen will. Der mann mit der zusammenklappbaren Zahnbürste in der Hosentasche ist auf dem Weg nach Virginia, wo er endlich die Frau zu der Stimme kennenlernen will, die er bei seinem vorletzten Fall kennengelernt hat. Und jetzt? Sitzt er hinter dem Lenkrad eines  Wagen, von dem er sich ziemlich sicher ist, dass es ein Fluchtfahrzeug ist. Die Frau auf der Rückbank ist ein Entführungsopfer und die beiden Typen? Einer ist eindeutig psychopathisch veranlagt, der andere erschießt ihn nicht, als er es eigentlich tun sollte. Und weil Reacher eben Reacher ist, außerdem sein Grundsatz "Wir sind alle Menschen" greift, hilft er der Frau auf der Rückbank. Die eigentlich nicht wirklich Hilfe braucht. Dann tauchen FBI, CIA, NSA und sonstige Regierungsorganisationen auf, um sich mit dem Fall zu befassen - das Chaos ist perfekt. Die Kritik Wie immer ist Lee Childs Beschreibung von Reacher durch elegantes Understatement geprägt. Warum kompliziert, wenn es auch so simpel sein kann: Weil wir alle Menschen sind. Weil wir anders aussehen, aber alle rot bluten. Mit diesen Maximen wird Reacher zum Glück nie zu dem großen, starken, blonden, patriotischem Held, der so US-typisch wäre. In anderen Worten: Er ist kein Captain America-wannabe. In der Hinsicht also auch in diesem Band alles entspannt und sympathisch.

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  • Spannung, Action und Geheimnisse

    Der Anhalter
    dorothea84

    dorothea84

    25. July 2015 um 06:21

    Jack Reacher bemühte sich, harmlos auszusehen, was ihm mit seiner großen, massigen Gestalt und der gebrochenen Nase nicht leicht fiel. Doch dann hält ein Auto um ihn mitzunehmen. Zwei Männer und eine Frau sitzen im Wagen. Nach der Kleidung zu Urteilen waren es Kollegen, schloss Reacher daraus das alle einheitliche Kleidung trugen. Doch die zwei Männer sind auf der Flucht, da sie einen Mord begangen haben. Ich muss sagen das es mein erster Jack Reacher Roman ist. Denn Film hatte ich schon geschaut und wusste es auch Bücher gibt. Der Anfang war sehr interessant und spannend, doch zum Ende hin ging die Spannung etwas verloren. Aber zum Glück war die Action dann vermehrt vorhanden die einiges gerettet hat und zum Glück kam die Spannung wieder auf. Bis zum Schluss war es sehr interessant, mit vielen Geheimnissen gespickt. An manchen Stellen fand ich es etwas übertrieben. Doch ich werde mir jetzt erst einmal die ersten Bänder der Reihe holen. Man sollte nicht gerade mit Band 16 einer Reihe anfangen. Obwohl ich wirklich kein Problem hatte der Geschichte zu folgen. 

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  • Trotz kleiner Defizite ein wahrer Thriller!

    Der Anhalter
    merlin78

    merlin78

    20. July 2015 um 14:46

    Mehr durch Zufall gerät Jack Reacher in eine kuriose und gefährliche Autofahrt, dessen Ausgang noch ungewiss ist. Als Reacher per Anhalter versucht nach Virginia zu gelangen, wird er von einem ungleichen Team mitgenommen. Vorne im Auto sitzen zwei Männer, McQueen und King, die so überhaupt nicht zu der Dame auf der Rücksitzbank zu passen scheinen. Im Verlauf der Fahrt wird Reacher schnell klar, dass hier einiges im Argen liegt. Doch ist es dann schon zu spät? Im 17. Roman aus der Jack-Reacher-Reihe erzählt Lee Child ein weiteres spannendes Abenteuer des Actionhelden, der durch seine lockere, aber äußerst berechnende Art und Weise überzeugt und den Leser regelrecht an die Seiten bannt. Im Original ist das Buch unter dem Titel „A Wanted Man“ erschienen. Auch in diesem Band wird die Rolle des Jack Reachers zu einem zentralen Fixpunkt, denn um ihn herum ereignen sich die Geschehnisse in der Geschichte. Er ist auch in diesem Part ein sehr interessanter Mensch, der nur die Informationen von sich preis gibt, die er geben möchte. Seine Verschlossenheit ist ein fester Bestandteil seiner Charakterisierung. Trotz allem ist er überzeugend und passt perfekt in die Rolle des groben, aber gerechten ehemaligen Militärpolizisten ohne festen Wohnsitz. Die Geschichte beginnt gleich mit Jack Reachers Versuch einen Wagen zum Anhalten zu bewegen. Damit ist ein perfekter Anfang gelungen, denn der Leser ist direkt mitten im Geschehen. Neueinsteiger der Reihe müssen die vorherigen Bände nicht kennen, denn jeder einzelne Teil erzählt eine in sich abgeschlossene Handlung. Also eignet sich das Buch sehr gut auch für Quereinsteiger, die einfach mal einen Blick auf die Abenteuer des Jack Reachers werfen wollen. In diesem Roman wird relativ schnell ein hoher Spannungsbogen aufgebaut, der sich während der gesamten Lesezeit hält. Immer wieder zaubert Lee Child ein paar kleine und größere Überraschungen aus dem Gepäck, so dass es nicht von vornherein klar ist, wie die Geschichte ausgehen könnte. Das Werk ist aufregend und lebendig erzählt, die Handlung gut durchdacht und voller Ideen. Dennoch fehlt gerade im letzten Drittel das gewisse Etwas, wenn Reacher hier erneut zum Alleinretter mutiert und sich von den anderen Protagonisten absetzt. Hier wird aus der zu Beginn sehr flüssigen und leichten Erzählweise leider ein etwas zähes und ermüdendes Leseerlebnis. Die gerade zu Anfang große Dramatik kühlt sich nach der ersten Hälfte etwas ab und wechselt dann in einen anderen Stil. Dennoch bleibt die Spannung erhalten, wenn sich auch die Handlung ein wenig verändert. Fazit: Trotz kleiner Defizite ist auch dieser Roman ein wahrer Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite für gute Unterhaltung sorgt. Jack Reacher ist ein Mann, der mit Nerven aus Stahl jeden Leser überzeugt und so für ein ideales Lesevergnügen sorgt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und die Vorfreude auf neue Werke von Lee Child.

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  • Für Fans und Neueinsteiger

    Der Anhalter
    Havers

    Havers

    08. July 2015 um 21:29

    Lee Child, der britische Wahlamerikaner, hat 1997 seinen ersten Jack Reacher-Thriller veröffentlicht (Killing Floor, dt. Größenwahn). Seither erscheint mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks jedes Jahr ein weiterer Band mit dem unkonventionellen Ex-Militär, der außer seiner Zahnbürste keine weltlichen Besitztümer hat. Mittlerweile gibt es im Original neunzehn Bände, der zwanzigste erscheint im September 2015. In der deutschen Übersetzung liegt mittlerweile mit „Der Anhalter“ nummerisch der sechzehnte Thriller vor, wobei hier die 2011 erschienene Nr. 16 der Originalreihe „The Affair“ (ein Prequel, in dem die Gründe für Reachers Ausscheiden aus dem Militärdienst erklärt werden) ausgespart wurde. Die Geschichte des „Anhalters“ startet damit, dass ein großgewachsener Mann mit gebrochener Nase im Mittleren Westen mitten in der Nacht trampend unterwegs ist. Überraschenderweise hält ein PKW, der mit zwei Männern und einer Frau besetzt ist. Fahrer und Beifahrer kennen sich wohl, aber die Frau im Fond macht auf Reacher den Eindruck, als ob sie mit den beiden nichts zu tun hätte. Dieser Eindruck bestätigt sich im Laufe der Fahrt, bei der sie einige Kontrollposten der Polizei passieren müssen, denn offenbar wird nach den Mördern eines Mannes gefahndet, die ein Fahrzeug gestohlen haben und nun auf der Flucht sind… Wieder einmal folgt Lee Child den gewohnten Mustern, die wir aus seinen Thrillern kennen: auf der einen Seite Jack Reacher, der einsame Wolf und Ex-Militär mit Superkräften, auf der anderen Seite die bösen Buben und ein Mensch in Not, den es zu retten gilt. So weit, so bekannt. Wenn man sich allerdings die Story als solches anschaut, fallen speziell in der ersten Hälfte einige spannungsarme und langatmige Passagen auf, was unüblich für die Thriller dieser Reihe ist. Die zweite Hälfte bringt dann wieder die gewohnten und erwarteten Actionsequenzen, gepaart mit der bekannten Ermittlungsarbeit des Protagonisten. Von diesem Zeitpunkt an kann man auch wieder von der Existenz einer Spannungskurve sprechen, die sich bis zu dem furiosen Finale kontinuierlich steigert, auch wenn dieses etwas aus dem Hut gezaubert scheint. Gute Thriller-Unterhaltung nicht nur für Jack Reacher Fans sondern auch für Neueinsteiger in die Reihe.

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