Der letzte Befehl

von Lee Child 
4,4 Sterne bei28 Bewertungen
Der letzte Befehl
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Endlich erfahren wir, wie es zu Reachers Ausstieg aus der Army und seiner Wanderschaft kam. Spannend, aber kein Knüller.

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Der Roman macht Lust auf mehr!

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Befehl"

Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung.
Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen. Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemandem zu nahe treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734106071
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:18.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Der Roman macht Lust auf mehr!
    Der Roman macht Lust auf mehr!

    Der in den USA lebende englische Schriftsteller Lee Child hat mit seinen Jack-Reacher-Romanen eine Erfolgsserie geschrieben. Teils mit Tom Cruise verfilmt haben die Romane längst in Hollywood Einzug gehalten.

    Jack Reacher, seines Zeichens Militärpolizist bei der US Army mit engsten Verbindungen zum Pentagon wird gerne zu Spezialeinsätzen geschickt. Im vorliegenden Roman wird er mit einem Undercover-Einsatz in Mississippi beauftrag. Es ist das Jahr 1997. In der Stadt einer Militärbasis wurde eine junge Frau umgebracht. Das Pentagon befürchtet, dass ein Soldat der Täter sein könnte. Es möchte den Fall selbst klären und vielleicht auch etwas unter den Deckel kehren. Deshalb schicken Sie einen Ermittler auf die Basis und Reacher in die Stadt. Reacher soll die örtliche Polizei ausschnüffeln. Doch verdeckte Ermittlungen sind vielleicht nicht sein Ding. Er hat beim Eintreffen das Gefühl, erwartet worden zu sein. Kein Wunder, ist der örtliche Sheriff eine Frau, die selbst fünfzehn Jahre als Militärpolizisten beim US Marine Corps gearbeitet hat, quasi eine Ex-Kollegin. Sie weiß, wie die Militärs ticken.

    Spannung in einer amerikanischen Kleinstadt, interessante Figuren. verworrene Stränge im einem militärischen Umfeld. Child trifft eine perfekte Mischung zwischen actionreiche Szenen, amüsanten Dialogen und erzählenden Pausen. Der Protagonist Reacher erzählt seine Geschichte vom Ausstieg beim Militär. Er erzählt von seinem letzten Job bei der Armee, er erhielt seinen letzten Befehl (den vorliegenden Fall) und wurde auf die Straße gesetzt, weil er einigen Militärs und Politikern zu nah gekommen ist. Zum Atemholen hat Child immer wieder Lokalkolorit aus den kleinstädtischen Leben eingeflochten, zum Teil auch sein Verhältnis zum örtlichen Sheriff. Die Ermittlungen werden durch weitere Leichen, Intrigen und widersinnige Störmanöver unterbrochen. Der Leser wird auf so manche falsche Fährte geführt und im Ungewissen gelassen.

    Voller Action sind die Prügelszenen gestaltet, die Reacher dank seiner Ausbildung und seiner Kriegseinsätze bestens im Griff hat.

    Der Roman macht Lust auf mehr!

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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    buchwurm_des avatar
    buchwurm_devor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und gut
    Spannend und gut

    Titel: Der letzte Befehl




    Autor: Lee Child
    Verlag: blanvalet
    Preis: 9,99€


    Wie eine Maschine publiziert Lee Child Jahr für Jahr einen neuen Thriller mit seinem Protagonisten Jack Reacher im Mittelpunkt, die nicht exakt in der selben Reihenfolge ins Deutsche übertragen werden. "Der letzte Befehl" (im Englischen "The Affair") ist Band 16 der Reihe. Und während bisher die Handlungen der einzelnen Bücher bis auf wenige Ausnahmen chronologisch aufeinander aufbauen, begibt sich Lee Child hier nun zurück in die Zeit des Kosovokonflikts und damit in eine Zeit, in der Reacher noch in der Army als beschäftigt ist.

    Jack Reacher bekommt den Auftrag, als verdeckter Ermittler in einer kleinen unscheinbaren Stadt einen brutalen Frauenmord zu untersuchen und aufzuklären. Die Brisanz dabei ist dreierlei: Zum ersten sind in der nahegelegenen Garnison geheime Einheiten stationiert, die von dort zu kurzen, verdeckten Einsätzen in den Kosovo entsandt werden. Zum zweiten deuten Anzeichen darauf hin, dass der Täter ein Army-Angehöriger (und Sohn eines hochrangigen Politikers) sein könnte. Zum dritten lautet der Befehl an ihn, dass bei Anzeichen auf eine Beteiligung eines Army-Angehörigen alle entsprechenden Hinweise und Erkenntnisse vertuscht werden sollen. Vor Ort bekommt er es mit einer sehr ehrgeizigen, intelligenten und (natürlich) gut aussehenden Polizistin zu tun, der er entsprechend auf die Finger schauen, sich aber im Gegenzug ihr gegenüber vollkommen bedeckt zeigen soll. Und der Druck wächst, nachdem Reacher herausfindet, dass es bereits in den letzten Jahren ähnliche Morde nicht nur vor Ort gab, sondern auch im Kosovo. Doch Reacher wäre nicht Reacher, wenn er nicht auf seine Art ermitteln würde - auch auf die Gefahr hin, seine Position in der Army zu gefährden.

    Mag sein, dass die Story nicht die Action bietet, die man als Leser von manch anderen Romanen von Lee Child kennt. Wer aber wie ich Reachers Entwicklung von Band 1 an verfolgt hat, für den wird DAS große verbliebene Mysterium in seiner Biographie in diesem Roman gelüftet: wieso ist Reacher aus der Army raus und wurde zu dem einsamen Wolf, als den man ihn überwiegend kennt.

    Lee Child hat in meinen Augen einen durchaus spannenden und brisanten Plot gestaltet. Als Leser begleitet man Reacher bei der mühsamen Ermittlungsarbeit, die ihn in immer tiefere Abgründe der scheinbar heilen Welt des Militärs führt. Dass sich dabei eine deftige Liebesgeschichte mit der verantwortlichen Polizistin entwickelt, hat mich jetzt nicht gestört. Im Gegenteil fand ich gerade die Geschichte mit dem Güterzug als, nun ja sagen wir mal: Verstärker (mehr will ich dazu gar nicht schreiben), durchaus witzig - zumal dieser Zug insgesamt eine nicht unwichtige Rolle im geschehen spielt. Für mich hat es die Actionsequenzen wie in vielen anderen Storys überhaupt nicht gebraucht, denn auch das Verfolgen der Ermittlungsarbeit und das Lösen seines Gewissenskonfliktes ist sehr kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. "Der letzte Befehl" liest sich problemlos in einem Rutsch durch - wer anspruchsvolle Literaturkunst bei Child erhofft, ist eh auf dem falschen Zug (haha!) unterwegs.

    Im Übrigen empfehle ich, den Jack Reacher in Childs Büchern nicht als Tom Cruise (wie im erfolgreichen Hollywood-Blockbuster) zu sehen - Tom Cruise ist vom Äußeren unbestritten eine Fehlbesetzung, da er dem Reacher in den Romanen aber so was von nicht gerecht wird... auch wenn der Film nicht schlecht und Cruise Schauspielleistung okay ist.

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    meisterlampes avatar
    meisterlampevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Guter Thriller über den Beginn von Jack Reacher, teilweise etwas in die Länge gezogen, aber durchaus empfehlenswert!
    Der letzte Befehl

    Klappentext:
    Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung. Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt und ohne offizielle Unterstützung den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen! Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier, der gerade von einer geheimen Mission zurückgekehrt ist, und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemanden auf die Zehen treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.

    Ich habe in den letzten 10 Jahren schon einige der (inzwischen 18 deutschen) Jack-Reacher-Bücher von Lee Child gelesen und bin jedesmal wieder gefesselt von den Geschichten. Lee Child schreibt spannend, man will einfach wissen, wie es weitergeht.
    Der 16.Band spielt 1997 und ist damit zeitlich der 1.Band um die Figur "Jack Reacher"; der Leser erfährt, wie alles begann, dass Jack Reacher aus der Army ausscheidet und seitdem durch Amerika tourt. Witzig ist die Reisezahnbürste, die sein einziges Gepäckstück darstellt und die wirklich in jedem Band auftaucht.

    Diesmal gibt es nicht nur einen, sondern gleich mehrere Morde aufzudecken. Die Obrigkeiten lassen gerne mal Dinge so drehen, dass es für sie am besten paßt - aber Jack Reacher kommt immer dahinter. Gut gefallen hat mir an diesem Band, dass auch wieder eine hübsche Frau dabei war, die sein Herz höher schlagen ließ - eine kleine Liebesgeschichte gehört auch zu einem guten Thriller dazu. Ich fand die Bekanntschaft von Deveraux und Reacher sehr erfrischend ;-) Andererseits schreckt Reacher vor nichts zurück, auch nicht, wenn es dabei weitere Tote gibt. Aber so ist sein Job und so wollen es die Leser. Es wird nicht mehr verraten - ich empfehle "Der letzte Befehl" ganz klar mit 4 von 5 Sternen (nur 4, weil sich die Geschichte teilweise etwas gezogen hat).

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    KarinFrankes avatar
    KarinFrankevor einem Jahr
    im Lesesog

    Der Militärpolizist Jack Reacher soll als verdeckter Ermittler den Mord an einer jungen Frau aufklären. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders als erwartet.
    Diese immer neuen Wendungen geben der Geschichte das besondere Etwas. Immer wenn man meint zu ahnen, wie es gewesen ist, ergibt sich kurz darauf ein ganz anderes Bild, sodass man begierig weiterliest.
    Die Hauptperson ist ein echter 'Held', sowohl sehr intelligent als auch kampferfahren. Trotzdem kommt Reacher als sympathische Person mit nachvollziehbarer, wenn auch teilweise brutaler Handlungsweise rüber. Ihm geht es in erster Linie um Gerechtigkeit und nicht darum, die Ziele seiner Vorgesetzten zu erfüllen.
    Der Beginn ist etwas langatmig und auch zwischendurch gibt es teilweise kürzere Durststrecken zu überwinden. Aber ist man einmal in den Sog der Geschichte geraten, will man kaum ablassen vom Lesen. Für mich eines der Bücher, für das man sich jede freie Minute nimmt.
    Obwohl, wie ich erst im Nachhinein feststellte, dieses bereits der 16. Band ist, benötigt man kein Vorwissen.
    Für mich jedenfalls ein Autor, von dem ich mir weiteren Lesestoff besorgen werde.

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    BettinaR87vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich liebe Lee Child! Diesmal bisweilen etwas langatmig, aber einer der besten Thriller-Autoren überhaupt.
    Die Leiden des jungen Reacher

    Das Jahr ist 1997, Jack Reacher ist immer noch Major der Army. Er wird nach Mississippi abkommandiert, um den brutalen Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Diese wurde nicht nur vergewaltigt, sondern auch noch durch einen Schnitt durch ihre Kehle getötet. Die Tat erforderte viel Kraft, sodass der Verdacht nahe liegt, ein Army-Soldat von dem nahe gelegenen Camp Kelham könnte verwickelt sein. Doch Jack ist nur der zivile Teil eines Ermittler-Duetts und als inoffizieller Partner von Grund auf benachteiligt. In der Stadt angekommen, lernt er den wunderschönen Sheriff Deveroux kennen. Diese Dame enttarnt ihn umgehend, aber Jack lässt sich von ihr nicht aus dem Fall abziehen. Zusammen verfolgen sie verschiedene Spuren und Theorien, doch dann wird eines ganz schnell klar: Ja, der Täter kommt höchstwahrscheinlich aus dem Camp. Und nein, er wird höchstwahrscheinlich niemals der Gerechtigkeit zugeführt werden. Nur: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich in Washington und wichtigen US Army-Camps auf der Welt möchtige Leute zusammen zu schließen, um ein Bauernopfer zu finden?

    Die Kritik

    Dies ist Band 16 in der zeitlichen Reihenfolge des Erscheinens - allerdings ist dies inhaltlich der allererste Band. Mit diesem gemein hat "Der letzte Befehl", dass er aus der Perspektive von Jack Reacher geschrieben ist. In dieser ich-Perspektive fällt auf, dass er zwar schon eine gewisse Veranlagung zu einem relativ kühlen, berechnenden Herz hat, aber noch nicht so stark abgehärtet ist und weniger analytisch denkt. Als Autor kann das nicht einfach zu schreiben gewesen sein, denn es gibt so viele - zeitlich später angesetzte - Bücher, dass er noch einmal richtig von vorne anfangen musste. Für alle, die Jack schon kennen, ist es ein interessanter Rückblick auf einen eher unterentwickelten Charakter, der noch einige Abenteuer vor sich hat. Gerade die Verwicklung seines Bruders, der Jack mit einer Postkarte auf den kleinen Ort Margrave aufmerksam  macht, wirft unheilvolle Schatten voraus.

    Was ein wenig repetitiv wirkt, ist Jacks Hang, sich rund um seine Fälle eine bildhübsche Frau zu suchen, die immer die Schönste ist, die am besten küsst und ihn ganz einzigartig reizt. Das ist ein Motiv, das sich mittlerweile öfters wiederholt und den Fall bisweilen unnötig zu verlängern.

    Wie immer ist auch dieser Band der Jack Reacher-Reihe gewohnt flüssig zu lesen, denn Lee Child setzt nach wie vor auf eine klare Sprache, wenig Schnörkel und dreht sich um nichts anderes, als den Fall und Jacks Privatleben. Jede Information auf jeder Seite geht um eines dieser beiden Themen. Nicht zuletzt deswegen macht es so viel Spaß, mitzurätseln. Die Thriller von Lee Child sind ganz klassisch, sehr unaufgeregt und mehr damit beschäftigt, einen Fall logisch aufzudröseln, anstatt den Zuschauer/ Leser durch größtmögliche Brutalität zu schocken.

    Da überrascht es wenig, dass sich Lee Child - trotz der meist recht ähnlich ablaufenden Fälle einer stetig gleichen Hauptperson - eine immer größere Stammleserschaft erarbeitet hat. Wer Thriller mag, wird Lee Child lieben!

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    jenny_wens avatar
    jenny_wenvor einem Jahr
    Jack Reacher in seiner Zeit bei der Army

    Es hatte etwas länger bei mir gedauert, bis ich begriffen hatte, dass das Buch schon in der richtigen Reihenfolge erschienen ist, nämlich als Band 16 der Jack-Reacher-Reihe, aber irgendwie hätte ich es auch gut und gerne so ziemlich an den Anfang setzen können. Fakt ist aber, dass ich in diesem Buch so einiges über Jack Reacher erfahren habe, nämlich wie es dazu kam, dass er aus der Army ausschied.
    In diesem Buch geht es nicht so rasant zu, wie man es von Lee Child gewohnt ist. Es ging eher gemächlich zu und an manchen Stellen fragte ich mich, wann es denn weiter gehen würde, denn irgendwie hatte ich das Gefühl, nicht nur Reacher tritt auf der Stelle, sondern auch ich als Leser. Irgendwie wollten die Seitenzahlen nicht vergehen. Dann widerum gab es viele Seiten, die sich so schnell lasen, das ich dachte, wow, das war jetzt echt viel und das war gut.
    Ich habe Jack Reacher nun schon in einigen Büchern kennen gelernt und ich finde diese Figur einfach nur klasse. Es macht Spaß, ihn zu begleiten und diverse Situationen mit ihm zu erleben und durchzustehen. Seine Gedankengänge sind für mich nicht immer so nachvollziehbar, liegt aber vielleicht daran, dass er ein Mitglied der Army war. An andere Sachen habe ich mich gewöhnt, wie z.B. die Sache mit seiner inneren Uhr, dass er eigentlich fast immer weiß, wie spät es ist.  
    Der Schreibstil ist wie immer sehr leicht zu lesen und somit hatte ich keine Probleme, allem zu folgen. Bis auf die Stellen, die ich oben schon beschrieben habe. 
    Jack Reacher ist und bleibt für mich ein Unikat in Sachen Ermittler, etc. Er bleibt sich selbst treu und das zeichnet ihn für mich aus. Er verstellt sich nicht im Laufe der Bücher und das macht ihn glaubhaft.

    Mein Fazit:

    Endlich weiß ich als Leserin, wie es vor dem Vagabundenleben des Jack Reacher ausgesehen hat. Wie er gelebt hat, wie er aus der Army ausgeschieden ist. Es wurde vorher immer nur angedeutet, aber nie wirklich näher erörtert. Dennoch konnte mich das Buch nicht so sehr vom Hocker reißen, als das ich volle Punktzahl geben könnte. Ich vergebe hiermit 4 Sterne für "Der letzte Befehl" von Lee Child.
    Ich bedanke mich ganz herzlich beim Bloggerportal, sowie beim blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar. Vielen Dank, dass ich es lesen und rezensieren durfte!

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    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Altbekannt und doch flüssig und spannend zu lesen

    Altbekannt und doch flüssig und spannend zu lesen

    Vom ersten Satz der Lektüre an (die den Leser nach nun einigen Thrillern um Jack Reacher Aufklärung darüber gibt, warum der ehemalige Major der Streitkräfte seit Jahren bereits wie ein Schatten durch Amerika zieht und sich grundlegend nur an Kleidung kauft, was er auf dem Leib trägt) kommt dem Leser die Handlung deutlich bekannt vor.

    Was zum einen daran liegt, dass die Blaupause aller Reacher-Romane samt Elementen der Handlung doch immer überaus ähnlich ist, was aber auch daran liegt, das Jack Reacher schon einmal in einem der Vorgänger Romane in ähnlicher Situation war.

    Kleistadt. Army-Stützpunkt vor den Toren der Stadt. Örtliche Polizeikräfte involviert und irgendwas, das vorgeht auf dem Stützpunkt. Wie sonst wären jene „Bewachungen“ draußen im Wald vor dem Stützpunkt zu erklären? Wie sonst sollte Reacher, hier noch in der Army, auf Befehl hin als „zivile Undercover Kraft“ dem offiziellen Ermittler zur Seite gestellt, auf Befehl hin in dieser Kleinstadt sein, um die Hintergründe eines bestialischen Mordes an einer sehr schönen Frau zu klären?

    Doch wenig ist, wie es scheint. Selbst in der Befehlskette gibt es dunkle Stellen, blinde Flecken, vielleicht gar einen Maulwurf.

    Und auch das „Undercover“ bedarf nur weniger Minuten mit der (ebenfalls überaus schönen) Polizistin und Leiterin der Dienststelle vor Ort, um schon wieder Makulatur zu sein.

    Viele Ähnlichkeiten mit anderen Fällen Reachers, die dennoch, und das ist überaus positiv zu vermerken, nicht zu Langweile beim Leser führen. Selbst die übertrieben hergestellte, obligatorische „Prügel-Situation“, für die Child doch einiges in Bewegung setzt, damit diese (eigentlich eher aus dem Nichts heraus ihren Verlauf nehmend), liest sich flüssig un im Gesamten passend.

    Wobei die Spannung des Romans auch daher rührt, dass Reacher alle seine Intuition (der Mann lebt einfach aus dem Bauch heraus) aufbieten muss, um im Gewirr der Fragen und Indizien, wer denn nun Freund und wer Feind sein könnte, aufbieten muss.

    Was weniger anspricht und in dieser harten und brutalen Form durchgehend fragwürdig bleibt, ist dann vor allem die rabiate Selbstjustiz, die Reacher verübt. Nicht nur an einem „Täter“. Bis hin ins Pentagon selbst hinein zieht Reacher dabei eine Blutspur, die so nicht unbedingt hätte sein müssen. Gerade weil im Blick auf einige der Leichen, die Reacher hinterlassen wird, noch nicht einmal das Motiv der Notwehr wirklich ziehen kann.

    In der Sprache klar. Direkt und plastisch Orte und Personen beschreibend, zieht Child den Leser dennoch wieder einmal in den Bann. Und setzt geschickt fragwürdige Motive und verwirrende Ereignisse, so dass bis fast zum Ende des Buches hin dem Leser nicht wirklich klar ist, wer da auf welcher Seite steht und wer der Täter (übrigens nicht nur eines konkreten Mordes) ist. Wobei die Auflösung am Ende realistisch und passend erfolgt. Das ist gut durchdacht und in Ton und Tempo bestens in Szene gesetzt.

    Ein guter „Rückblick“ somit, der vieles erklärt, manche Personen einführt, die auch in zeitlich später stattfindenden Reacher-Thrillern eine Rolle spielen und die erfolgreiche Serie nahtlos fortsetzt.

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    B
    bookwebvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lee Child und Jack Reacher haben in mir nun einen neuen, treuen Leser gefunden. Lee Child ist ein grandioser Autor!
    Aus Spannung und Lesefreude wird ein grandioses Buch

    Inhalt:

    Wir schreiben das Jahr 1997, "Der Letzte Befehl" ist somit eine Reise in die Vergangenheit des "Kultermittlers" Jack Reacher und spielt zeitlich gesehen vor den 17 anderen Bändern der Jack Reacher-Reihe.
    Der Militärpolizist Reacher wird in eine Kleinstadt in Missisippi beordert, in der eine junge Frau gewaltsam ums Leben kam.  Zu den Verdächtigen gehört der Sohn eines einflussreichen Politikers, der im Militärcamp der Ortschaft stationiert ist. Die Karriere dieses Mannes und der Ruf der Armee sind in Gefahr.
    Der Auftrag Reachers ist es den örtlichen Ermittlern "auf die Finger zu blicken" und zu klären ob ranghohe Mitglieder der US Army mit der Tat in Verbindung stehen.
    Am Schauplatz des Geschehens muss Reacher feststellen, dass ihn nicht nur diese eine Leiche erwartet, sondern noch weitere aus der Vergangenheit und vom Einsatzort der US Army im Kosovo. Es gab noch mehr Morde nach genau dem selben Schema. Außerdem ist da noch die Attraktive Sherif(in) bzw. die Chef-Ermittlerein der örtlichen Polizei. Sie ist hochintelligent und war selbst einmal Teil der Army. Sie kann Reacher locker das Wasser reichen.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte und Spannung bauen sich langsam, gut nachvollziehbar und detailliert beschrieben auf. Dennoch führt Lee Child gradlinig am roten Faden entlang. Als Leser hat man genügend Zeit um die Gesamterscheinung der Handlung zu erkennen. Das Geschehen kommt praktisch auf den Leser zu. Kein Punkt ist für den Verlauf des Folgenden unwichtig, alles was Reacher auffällt, wird er brauchen.

    Für mich war der 18. Band der Reacher-Reihe der Erstkontakt mit Lee Child und mit Reacher selbst. Ich bereue fast, dass mir vorher noch kein Reacher-Roman in die Finger gekommen ist. Jack Reacher ist ein Charakter den man einfach mögen muss! Sympathisch, mit Sinn für Humor und eine starke Persönlichkeit.
    Der Roman stellt die Frage was wichtiger ist: Bedingungsloser Gehorsam oder persönliche Überzeugung? Jack Reacher bleibt sich selbst und seiner Moral treu und verlässt die Army.

    Gut gefallen hat mir außerdem die Konstellation Jack Reacher und Chefermittlerin Deveraux. Sind die Beiden Verbündete oder Gegner? Das wird nie so ganz klar. Das Aufeinandertreffen dieser Personen erhöht sowohl die Spannung als auch den Lesespaß.

    Lee Child und Jack Reacher haben in mir nun einen neuen, treuen Leser gefunden. Lee Child ist ein grandioser Autor und Jack Reacher eine großartige, fesselnde Figur.

    Eine klare Leseempfehlung und somit:

    5 von 5 Sternen

    Mein Bücherblog: bookpageweb

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    Sturmhoehe88s avatar
    Sturmhoehe88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und interessant
    Spannend

    Kurzbeschreibung

    Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung.


    Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt und ohne offizielle Unterstützung den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen! Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier, der gerade von einer geheimen Mission zurückgekehrt ist, und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemanden auf die Zehen treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.



    Meine Meinung

    Obwohl „Der Letzte Befehl“ nicht der erste Roman des Autos ist, muss ich zu meiner Schande gestehen, das ich keines seiner vorhergehenden Bücher kenne. Jedoch hat er mich mit seinem Werk, seinem Schreibstil und der gehaltenen Spannung gefesselt, weswegen dies nicht mein Letzter Roman von ihm war.

    Ich bin sehr gut in das Buch gekommen, und war von der ersten Sekunde an gefesselt. Inhaltlich war es sehr spannend was mich oft daran hinderte, dieses Buch aus den Händen zu legen. Seine Art, die Umsetzung und das halten der Spannung faszinierte mich sehr, das ich wage zu behaupten, das er sich zu eines meiner Lieblingsautoren gemausert hat.

    Von mir eine klare Kauf und Leseempfehlung!

    5/5 Sterne

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, toll geschrieben und gute Figuren - alles was ein toller Krimi braucht!
    Hochspannung pur!

    In seinem neuesten Fall für Jack Reacher entführt Lee Child seine Leser in die Vergangenheit! „Der letzte Befehl“ spielt zeitlich vor den anderen Bänden und beschreibt den letzten Einsatz, den Reacher für das Militär ausgeführt hat. Er wird in eine Kleinstadt in Mississippi geschickt, wo eine junge Frau ermordet wurde. Verdächtigt wird der Sohn eines angesehenen Politikers, der vor Ort beim Militär stationiert ist und gerade Karriere macht. Reacher soll die örtliche Ermittlerin in Schach halten und herausfinden, ob der Täter wirklich Militärangehöriger ist. Doch vor Ort stellt sich die Situation anders da als erwartet, denn statt einer erwarten Reacher drei Leichen und eine hochattraktive Ermittlerin, die sich nicht in die Karten schauen lässt.
    Der neueste Band der Jach-Reacher-Reihe hat mich beim Lesen wirklich umgehauen, es war so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Reacher ist ein sehr eigenwilliger Typ, aber diese Geschichte klärt jetzt seine Vergangenheit auf, wie seine Enttäuschung vom Militär zu erklären ist und warum er bei der Militärpolizei eigentlich aufhörte. Das alles umgibt einen sehr spannenden Kriminalfall, der mit einigen Überraschungen glänzen kann und einen so oft auf die falsche Fährte schickt, bis Reacher als Ermittler uns Leser wieder einsammelt und an seinen Schlussfolgerungen teilhaben lässt. Mit der Ermittlerin Devereux hat Lee Child seinem Protagonisten eine Figur gegenübergestellt, die ihm eindeutig das Wasser reichen kann. Sie ist nicht nur attraktiv, was Reacher mehr verwirrt als er zugeben will, sondern auch hochintelligent und hat selber Erfahrung bei der Army. Das erhöht die Spannung und den Lesespaß, denn es ist nie ganz klar, ob die beiden jetzt eigentlich Partner oder Gegenspieler sind.
    Mir hat „Der letzte Befehl“ von Lee Child sehr gut gefallen, die Story ist spannend und gut beschrieben und Reacher polarisiert als Figur sehr stark, was die Handlung vorantreibt. Ich kann das Buch allen Krimi- und Thrillerfans nur uneingeschränkt empfehlen. 

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