Lee Child Outlaw

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Inhaltsangabe zu „Outlaw“ von Lee Child

Der coolste Ermittler der Thrillerliteratur trifft auf einen Gegner, der eigene Gesetze schreibt! Zwei Nachbardörfer in Colorado. Hope und Despair. Hoffnung und Verzweiflung. Dazwischen nichts weiter als meilenweit Niemandsland. Jack Reacher, per Anhalter unterwegs, strandet ausgerechnet in Despair. Er will nur einen Kaffee trinken und dann weiterziehen, doch vier düstere Gestalten wollen ihn wegen Landstreicherei von der Gemarkung verweisen. Reacher geht die Freiheit zwar über alles, aber einen Platzverweis lässt er sich nicht bieten. Und sein untrüglicher Instinkt sagt ihm, dass in dieser tristen Gegend irgendetwas faul ist …

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  • Zu konstruiert

    Outlaw
    Lesefexin

    Lesefexin

    25. October 2016 um 13:03

    Mein erster Reacher Roman hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Mit der Story von "Outlaw" in der Reacher in einer düsteren und feindseligen Stadt, deren Bürger etwas zu verbergen scheinen Nachforschungen anstellt, fühlt man sich fast in einen Kafka-Roman hineinversetzt.Die Stadt "Despair" (Verzweiflung) scheint ein beklemmend wirkungsvoll abgeschotteter und bedrohlicher Ort zu sein, in dem ein undurchdringliches Unheil lauert. Bei diesem Roman kann man sehr genau nachvollziehen, wie Lee Child Spannung aufbaut, eigentlich auf exemplarische und sehr einfache Weise, in dem er dem Leser ständig im Unklaren darüber lässt, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht. Jeder Schritt, jedes Ermittlungsergebnis wirft neue Rätsel auf, dass Dickicht des Nichtwissens wirkt irgendwann jedoch so systematisch überdehnt, dass die Auflösung am Ende etwas mager anmutet und nicht mehr überzeugen kann. Lee Child scheint seine Thriller sehr plotorientiert und planvoll strukturiert zu schreiben, bei diesem Roman scheint die genaue erzählerische Kalkulation jedoch – wenigstens für mich - keine Früchte zu tragen, denn "Outlaw" wirkt am Ende einfach nur enttäuschend konstruiert und unrealistisch.

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  • Lee Child schwächelt auf hohem Niveau

    Outlaw
    blauerklaus

    blauerklaus

    01. July 2015 um 12:50

    Im 12. Fall von Jack Reacher trifft der einsame Ex-Militärpolizist auf seiner Reise durch Amerika auf ein verschlafenes Nest namens Despair, in dem er auf offene Feindschaft gegenüber allen Ortsfremden trifft und kurzerhand wegen Landstreicherei verhaftet und der Stadt verwiesen wird. Wer Jack Reacher kennt, weiss, dass er dass nicht auf sich beruhen lassen kann. Der mysteriöse Bürgermeister und seine geheimnisvolle Recyclingfirma wecken Reachers Neugier und er versucht mithilfe eines weiblichen Cops aus der Nachbarstadt Hope dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die herrlich politisch unkorrekte Thrillerserie von Lee Child bietet auch im 12. Teil wieder spannende Thrillerkost mit einem Hauch von Kritik an der amerikanischen Verteidigungspolitik. Dennoch ist dieses Buch ein eher schwächerer Teil der Serie, da die Handlung doch arg konstruiert erscheint und meiner Erachtens zu sehr in die Länge gezogen wurde. Trotzdem spannend und als Urlaubslektüre durchaus zu empfehlen, Neueinsteigern in die Reihe rate ich mit den ersten Reacher-Romanen (Größenwahn und folgende) anzufangen.

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  • Dehnungsfuge

    Outlaw
    Arun

    Arun

    Outlaw von Lee Child Dieses ist mein viertes Buch von Lee Child aus der Jack-Reacher-ReiheNach dem Lesen dieses Romans kann ich sagen, dass der Klappentext diesmal den richtigen Inhalt wiedergibt, dies ist sonst nicht immer der Fall! Möchte jetzt den Inhalt nicht nochmals erzählen, der geneigte Leser kann sich die Inhaltsbeschreibung selbst zu Gemüt führen. Wie immer einige kleine Anmerkungen von mir.Zwei kleine Ansiedlungen im Bundesstaat Colorado mit den Namen Hope und Despair übersetzt mit Hoffnung und Verzweiflung. Die Städte könnten aber auch Weiß und Schwarz oder Gut und Böse als Namen tragen. Die Grenze zwischen den beiden Ortschaften auf offener Strecke ist feststellbar durch die Beschaffenheit der Straße, welche von glatten Asphalt auf groben Rollsplitt wechselt, dazwischen befindet sich eine mit schwarzer Gummimasse gefüllte Dehnungsfuge. Diese besagte Fuge wird im Laufe der Story sehr oft überschritten oder überfahren wenn Jack Reacher als Einmannarmee unterwegs ist. Mit fortschreitender Handlung erhält er hierbei noch weibliche Unterstützung. Der Autor versteht es eine schnelle, rasante und harte Story an die Frau beziehungsweise an den Mann zu bringen. Zutaten wie der einsame Wolf und Kämpfer – Jack Reacher, dubiose Geschäftspraktiken, geheimnisvolle Einrichtungen und Arbeiten, Fremdenfeindlichkeit, bigotte Sekten, Handlungsweisen des Militärs, Soldatenschicksale, Gewalt und eine Priese Sex bilden die Grundlagen der Geschichte. All dies gut verarbeitet, so lässt sich die Story flott lesen, eine gute Unterhaltung für die Freunde des harten Thrillers. Möchte mich nochmals bei Walli007 bedanken für dieses spannende Buchgeschenk.

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  • Buchverlosung zu "61 Stunden" von Lee Child

    61 Stunden
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Bestsellerautor Lee Child hat mit Jack Reacher einen der beliebtesten Helden der Thrillergeschichte geschaffen - jetzt endlich erscheint der 14. Band "61 Stunden" in Deutschland (sowie die Bände 3-13 bei Blanvalet in spannender Neuausstattung): Winter in South Dakota. Der Bus, in dem Jack Reacher unterwegs ist, gerät auf einer Brücke ins Schleudern und landet im Straßengraben. In der Kleinstadt Bolton schlüpft Reacher bei einem Cop unter – und erfährt, dass die Polizei eine Seniorin zu schützen versucht, die Zeugin eines Drogendeals wurde. Reachers Alarmglocken schrillen, als kurz vor der Gerichtsverhandlung eine Gefängnisrevolte ausbricht und ein stillgelegtes Army-Flugfeld vor den Toren der Stadt von Schnee und Eis befreit wird. In klirrender Kälte krempelt Reacher die Ärmel hoch … Leseprobe Gemeinsam mit dem Blanvalet Verlag verlosen wir: 5x den neuen Jack Reacher "61 Stunden" 5x Backlistpakete inklusive aller bisher erschienenen 14 Bände! Ihr könnt also entweder ganz neu in die Reihe einsteigen oder aber endlich Eure Sammlung um den neuesten Band ergänzen! Was Ihr für diesen fantastischen und spannungsgeladenen Gewinn tun müsst?  Schreibt "ICH WILL JACK REACHER - nur 61 Stunden!" in Eure Statusmeldung bei LovelyBooks, Facebook, Twitter oder Google+ und verlinkt dann hier darauf! Am 07. November überprüfen wir die Links d.h. solange muss es online und für uns einsehbar sein (geschützte Accounts sind hierbei leider nicht erlaubt)! Falls Euch Eure Freunde auf das Posting ansprechen, könnt Ihr sie natürlich sehr gerne auf unsere Aktion hinweisen! Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

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  • Ein interessanter Charakter und ein Erzählstil mit Schwächen

    Outlaw
    Tintenfaesschen

    Tintenfaesschen

    22. April 2013 um 01:30

    Jack Reacher ist ein ehemaliger Militärpolizist, doch das ist lange her. Jetzt verfolgt er nur ein Ziel: diagonal durch die USA reisen mit keinem größeren Besitz bei sich, als seine aufklappbare Zahnbürste. Doch dabei kommt er vom Kurs ab und macht einen Umweg über die Dörfer Hope und Despair. Hoffnung und Verzweiflung. Diese Kleinstädte, getrennt durch ein meilenweites Niemandsland, könnten unterschiedlicher nicht sein und doch landet Reacher ausgerechnet in dem weniger beschaulichem Despair. Obwohl er hier nur einen Kaffee trinken und dann weiter ziehen will, wollen vier finstere Gestalten ihn wegen Landstreicherei aus dem Ort werfen. Da sich Reacher seiner Freiheit beraubt sieht, lässt er sich diesen unfairen Platzverweis nicht bieten. Sein Interesse an der kleinen Firmenstadt ist geweckt und sein Instinkt sagt ihm, dass mehr als die Angst vor Landstreichern hinter seiner Verhaftung steckt und dass in dieser tristen Gegend irgendetwas faul ist… Schon lange wollte ich andere Genres lesen und rezensieren. Wie zufällig bin ich dabei auf “Outlaw” gestoßen, einem Krimi. Der Klappentext hat dabei mein Interesse geweckt. Bis ich allerdings merkte, dass es sich dabei schon um den 12. Band der Jack-Reacher-Reihe handelte, hatte ich das Rezensionsexemplar bereits in der Hand. Umso spannender war es für mich als Krimi- und zugleich Jack-Reacher-Neuling dieses Buch zu lesen. Lee Child erschaffte mit seinem Hauptcharakter nicht nur den “härteste[n] Hund, den die Krimiszene zu bieten hat” (HÖRZU), sondern darüber hinaus eine interessante und facettenreiche Figur, die in den zwischenmenschlichen Szenen durch Schlagfertigkeit und ruhiger Coolness besticht. Sein Credo der “rastlose[n] Fortbewegung” (S.12) steht in diesem Roman seinem unnachgiebigem Interesse an den merkwürdigen Geschehnissen in Despair gegenüber. In Hope findet er nach seinem Platzverweis eine Unterkunft und Unterstützung durch die Polizistin Vaughan und widmet sich mit ihr komplett der Kleinstadt und dem scheinbar mächtigsten Mann in Despair, Jerry Thurmann. Hinter seiner Metall-Recycling-Firma vermutet Reacher mehr, als diese nach außen preisgibt. Die Schlagfertigkeit und der bissige Humor Reachers wirken schon grotesk-komisch und lassen einen als Leser immer wieder schmunzeln. Als Outlaw - hier besser übersetzt als (Vogel-)Freier - verfolgt er kein bestimmtes Ziel, außer vielleicht das der Gerechtigkeit, sodass Reacher und seine Handlungsschritte für den Leser immer spannend und oft unvorhersehbar bleiben. Sein Weltwissen zeichnet ihn aus und doch verschenkt Child hier auch einen Großteil des Potentials der Geschichte, denn detaillierte Beschreibungen und “Wissensexkurse” lassen die Geschichte schnell langatmig und in die Länge gezogen wirken. Dennoch kann Child mit Liebe zum Detail und feinen Pointen, die eine Gesellschaftskritik nicht nur andeuten, bestechen. Wer über die Schwächen im Erzählstil hinwegsehen kann, der erhält mit “Outlaw” ein unterhaltsames und spannendes Buch. Ich kann es allen empfehlen, die die Jack-Reacher-Reihe bereits kennen. Allen anderen, die wie ich Krimi-Neulinge sind, kann ich diesen Jack-Reacher-Roman ebenfalls empfehlen, jedoch würde ich neben “Outlaw” zu einem weiteren Band dieser Reihe greifen, weil Reacher eine so facettenreiche Figur ist und in diesem Roman einfach das Potential nicht ganz ausgeschöpft wird. 4/5

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  • [Rezension] Outlaw - Ein Jack Reacher Roman (Lee Child)

    Outlaw
    Philip

    Philip

    28. March 2013 um 08:58

    Lee Child hat mit seinem Roman Outlaw, welcher der mittlerweile 12. Teil seiner Romanreihe rund um Jack Reacher darstellt, einen durchaus packenden Thriller abgeliefert der einen nach und nach mehr in seinen Bann ziehen kann. Anfangs lernt man den Hauptcharakter Jack Reacher kennen. Dieser ist ausgedienter Militärpolizist, welcher mit seiner Körpergröße und seinem Kampfgewicht von über 100 Kilo nach wie vor sehr beeindruckt. Reacher zieht ohne bestimmtes Ziel durch den mittleren Westen der USA, genauer gesagt durch den Bundesstaat Colorado und landet zufällig in der kleinen Ortschaft Despair. Diese ist wie sich herausstellt eine Firmenstadt, welche vom Industriellen und Fabrikbesitzer Thurman geleitet und regiert wird. Als Landstreicher wird Reacher verurteilt und der Stadt verwiesen, wodurch dieser skeptisch wird und zu dem Entschluss kommt, dass diese Stadt und seine Bürger etwas zu verbergen haben. Während seiner Nachforschungen lernt er die sympathische Polizistin Vaughan kennen, welche die Polizeidienststelle in der benachbarten Stadt Hope leitet und ihm fortan bei seinen Ermittlungen tatkräftig unterstützt. "...aber Klischees sind nur Klischees, weil sie so häufig zutreffen" - Seite 81 Es gelingt Lee Child in diesem Roman durchaus geschickt, den Leser mit in seine Geschichte in den mittleren Westen der USA mitzunehmen. Die sehr detaillierten Schilderungen sowohl der Orte als auch der Personen wirken absolut glaubhaft, wodurch die Geschichte zusätzlich an Reiz gewinnt. Durch gut gewählte Vorurteile und Klischees, das z.B. in kleinen Ortschaften jeder jeden kennt oder Polizisten immer ins hiesige Schnellrestaurant kommen um sich mit Donuts zu versorgen, wird eine sehr reale Welt kreiert, die man dem Autor sofort abnimmt. Die Charaktere sind toll. Reacher, der nach wie vor in den Trott eines Militärs zurückfällt obwohl er schon jahrelang nicht mehr im Dienst ist, allerdings für meinen Geschmack zu viel weiß, der skrupellose Kapitalist Thurman, dem sein Geld und Einfluss über alles geht oder die gewissenhafte Polizistin Vaughan, welche erst noch überzeugt werden muss, dass irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Alle wirken sehr plausibel und realitätsnah, was sie sehr sympathisch erscheinen lässt. Etwas anders sieht es da mit der Geschichte aus. Diese ist durchaus nachvollziehbar, man kann ihr durchweg folgen. Allerdings benötigt diese einige Zeit um in die Gänge zu kommen, wodurch ich mich durch die anfänglichen Seiten eher quälen musste. Auch kommen die angedeuteten, unterschiedlichen Vorkommnisse in Despair nur sehr schleppend in Gang wodurch man sehr lange Zeit nicht weiß, wo das Ganze hinführen soll. Im Laufe der Geschichte findet man sich aber deutlich besser zurecht und fiebert mit um endlich den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. "Wieso sind die Krankenhäuser so furchtbar? - Weil ein Verwundeter, der nicht mehr kämpfen kann, für die Army nur noch Müll ist. Also überlässt sie ihn Zivilisten, denen er ebenfalls egal ist" - Seite 298 Gut gefallen hat mir außerdem die Geheimniskrämerei und angedeutete System- und Kriegskritik. Es wird deutlich, dass nur "brauchbare" Soldaten von Wert sind und die Army durchaus viele Geheimnisse hat und diese mithilfe von Industriellen zu vertuschen versucht um keinen Imageschaden im eigenen Land zu erleiden. Diesen Aspekt hätte man allerdings noch stärker beleuchten können. Leider kommt insgesamt aber nicht das richtige "Thriller"-Feeling auf. Zwar ist die Geschichte spannend und unterhaltsam aber nie so wirklich nervenaufreibend. Das hat mir etwas gefehlt. Fazit: Alles in allem ist die Geschichte zwar sehr interessant, die Charaktere überzeugend und die Kritik am Krieg berechtigt und angemessen doch dauert es etwas länger bis Outlaw in die Gänge kommt. Darüber hinaus fehlt mir der letzte Nervenkitzel um diesen Roman Thrillerfans uneingeschränkt weiterempfehlen zu können. Hier hätte Lee Child ruhig etwas mehr Spannung einarbeiten können. Wer nichtsdestotrotz eine unterhaltsame und spannende Geschichte mit interessanten Charakteren lesen möchte, kann allerdings durchaus einen Blick riskieren und knapp 9 Euro investieren.

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  • Wenig überzeugend...

    Outlaw
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    25. March 2013 um 16:32

    Dies war der erste "Jack Reacher Roman" den ich bisher gelesen habe. Grund dafür war eigentlich der ansprechende Klappentext. Ich fand die Vorstellung gut, das es da jemanden gibt, der scheinbar irgendwo im Nirgendwo strandet und dann in einem skurrilen Kaff landet in dem ihn eigentlich niemand haben will. Als ich mich für das Buch entschied, war mir nicht bewusst, das es sich bei "Outlaw" um den zwölften Band einer Reihe um einen ehemaligen Militärpolizisten handelt, mit dem ich einfach nicht warm wurde. Auf mich wirkt Jack Reacher wie ein sehr aggressiver, leicht reizbarer Eigenbrötler, dem man besser aus dem Weg geht und der scheinbar permanent nach Streit sucht. Nervig !!! Seine Handlungsweise wirkt stellenweise total überzogen, was ebenfalls eher lästig rüberkommt. Der klare, schnörkellose Schreibstil könnte, auch durch die moderat gehaltene Spannung, für einen guten Lesefluß sorgen, wenn sich der Autor nicht immer wieder, in bis ins Kleinste detaillierten Schilderungen verlieren würde. Auch die Zeichnung der Charaktere hat mich nicht überzeugt. Die Protagonisten wirkten eher wie blasse, gesichtslose Schattenfiguren, als wie gut ausgearbeitete Charaktere. Trotz der aktuell ausgewählten, brisanten Themen, konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen. Die Story wirkt oft realitätsfern, unglaubwürdig, Reacher handelt zu oft aus reiner Intuition oder aber so, das der Leser die Handlung überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Story wirft viele Fragen auf, die gegen Ende leider eher unzureichend aufgeklärt werden, so das der Leser das Buch nicht wirklich befriedigt zur Seite legt. Für mich war das der Erste und leider auch der letzte Roman um Jack Reacher. Dieses Buch hat mich kein Stück überzeugt und ich habe mehrmals mit mir gerungen ob ich es überhaupt zu Ende lesen soll.

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  • Mr. Reacher und ich werden wohl keine Freunde....

    Outlaw
    Nirena

    Nirena

    25. March 2013 um 11:48

    "Outlaw" ist bereits der zwölfte Teil der Reihe um den ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher. Da ich bereits einiges über diese Reihe gehört hatte, war ich natürlich neugierig auf Mr. Reacher. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es eben ein zwölfter Teil ist oder daran, dass Mr. Reacher und ich einfach sehr unterschiedlich sind? Auf jeden Fall hatten wir von Anfang an so unsere Probleme miteinander.... Selbstverständlich ist es weder nett noch rechtschaffen, einen Touristen, auch wenn dieser aussieht wie ein Landstreicher, daran zu hindern, seinen Kaffee zu trinken und der Stadt zu verweisen - ohne erkennbaren Grund. Ob es allerdings notwendig ist, aus Prinzip einem der Deputies den Kiefer zu brechen, bevor man sich in den Streifenwagen setzt? Vom Deputy außerhalb der Stadtgrenze ausgesetzt, geht Reacher zurück in die Nachbarstadt, Hope, die er schon am Abend vorher besucht hat. Hope ist eine nette, friedliche Kleinstadt mit meist freundlichen Einwohnern, so auch die Polizeibeamtin Vaughan, die, warum auch immer, meint, Reacher unter die Arme greifen zu müssen. Anstatt sich jetzt einfach in eine andere Richtung aufzumachen - immerhin ist es nicht so, dass Jack Reacher ein festes Ziel hätte, sondern er hat die vage Idee, nach Kalifornien zu gehen - nein, so einfach läuft das mit Jack Reacher nicht. Er hat den, nicht unbegründeten Verdacht, dass in Despair so einiges im Argen liegt und nicht alles legal abläuft und macht sich auf, diese Geheimnisse zu lüften. Nicht etwa, weil ihm daran liegt, den Einwohnern von Despair zu helfen oder der Gerechtigkeit wegen....nein, Jack Reacher ist einfach eingeschnappt, dass sich diese Stadt und ihre Einwohner anmaßen, ihm zu sagen, was er zu tun hat. Das geht ja mal gar nicht und so ruht er nicht, sondern bringt sich wieder und wieder in Schwierigkeiten und in Konflikt mit der Polizei von Despair. Ich denke, dies ist es auch, was mich am meisten an Jack Reacher stört. Ich meine, unsympathische Ermittler gibt es zuhauf, aber im Normalfall ist diesen immer noch etwas positives abzugewinnen: meist verfolgen sie ihr Ziel im Namen der Gerechtigkeit und manchmal auch nur, weil es ihr Job ist, aber nie, weil sie sich schlecht falsch behandelt fühlen. Des weiteren fand ich etwas enervierend, dass, wahrscheinlich aufgrund seiner Zeit bei der Militärpolizei, Jack Reacher alles bis ins Detail wahrnimmt, wenn er z. B. einen Raum betritt. Und genau dies hat dann der Autor auch alles bis ins Detail beschrieben - allerdings ist es mir ehrlich gesagt gleichgültig, wie herum eine Serviette gefaltet ist, solange es für die Handlung nicht von Belang ist. Auch Prügeleien, die Reacher mehr als einmal angezettelt hat, wurden so detalliert beschrieben, dass für mich dadurch jegliche Dynamik im Keim erstickt und das Lesen des Buches zu einer wahren Geduldsprobe meinerseits wurde. Alles in allem haben Mr. Reacher und ich einvernehmlich beschlossen, uns nicht wiederzulesen. Möglicherweise etwas für eingefleischte Jack Reacher - Fans oder aber für Leser, die geduldiger sind als ich.

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  • Kein Weg zurück

    Outlaw
    Bellexr

    Bellexr

    21. March 2013 um 15:57

    Als Tramper quer durch die USA kommt Jack Reacher eines Tages in Despair an. Doch der Empfang gestaltet sich hier alles andere als freundlich und ehe es sich Reacher versieht, wird er wegen Landstreicherei verhaftet und vor die Stadtgrenze gebracht. Dort trifft er auf die junge Polizistin Vaughan aus Hope, die ihn mit in ihre Stadt nimmt. Das feindliche Verhalten der Bürger von Despair weckt Reachers Neugier und er vermutet zu Recht, dass die ganze Stadt etwas zu verbergen hat. Zusammen mit Vaughan setzt Reacher alles daran, hinter das Geheimnis von Despair zu kommen. Äußerst unfreundlich und misstrauisch gestaltet sich der Empfang in Despair und als Reacher kurz darauf mehr oder weniger über einen Toten stolpert und zudem in Hope auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls aus Despair ausgewiesen wurde, während ihr Mann noch dort zu sein scheint, ist Reachers Interesse endgültig geweckt.  So düster sich die Industriestadt Despair präsentiert, so düster und bedrückend ist auch die Stimmung des Buches. Zumeist rätselhaft und undurchsichtig gestaltet sich die Story, die viele Fragen aufwirft und deren Lösung Lee Child seinen Lesern erst fast zum Schluss seines Thrillers präsentiert. Sein Schreibstil ist zumeist fesselnd, schnörkellos und hart gehalten und wirkt oft auch ein wenig distanziert. Zudem erzählt Lee Child auch ziemlich detailliert. Die gerade anfangs ständigen Angaben und Berechnungen von Entfernungen, Himmelsrichtungen und Geschwindigkeiten haben mich stellenweise regelrecht genervt. Sie lassen mit der Zeit zwar nach, waren aber nicht gerade förderlich, was den Lesefluss angeht und haben somit auch oft unnötig die Spannung aus dem Thriller genommen.   Reachers selbst wie auch Vaughan überraschen zwar in ihren Handlungen des Öfteren, aber so richtig Konturen nehmen sie wenig an. Reacher als ehemaliger Militärpolizist ist entsprechend geschult, hat eine hervorragende Menschenkenntnis und selbst mit drei Gegnern auf einmal hat er überhaupt keine Probleme. Vaughan ist eine junge, äußerst engagierte Polizistin, die privat mit einem schweren Schicksal zu kämpfen hat und der schon lange die seltsamen Gebaren der Einwohner Despairs aufgefallen sind. Doch als einfache Polizistin kann sie hier nicht viel entgegensetzen. Bald schon vertraut sie Reacher und unterstützt ihn in seinen Aktionen, welche diesen heimlich immer wieder zurück nach Despair führen. Schnell ist klar, dass Recycling-Unternehmer und Prediger Thurman seine Stadt Despair fest unter seiner Kontrolle hat. Alle Bewohner sind mehr oder weniger bei ihm angestellt, entsprechend agieren sie. Thurmans Wort ist Gesetz. Lee Child verknüpft hier geschickt die Themen Umweltsünden, Endzeitkirche und Irak-Krieg zu einem knallharten Thriller, bei dem allerdings alle Beteiligten recht blass wirken und nicht wirklich überzeugen können, zudem wirkt gerade der Schluss doch ziemlich überzogen und unrealistisch.  

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  • Rezension zu "Outlaw" von Lee Child

    Outlaw
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    09. November 2012 um 00:17

    Hier ist meine erste Rezension zu einem Jack Reacher- Roman! Meine Güte, seit Jahren will ich diese Bücher lesen, ewig kommt was dazwischen, jetzt endlich hat es auch mich gepackt, dieses Jack Reacher- Virus! Begonnen habe ich diese MUST-READ-Reihe mit dem 12. Buch der Serie: Outlaw! Um die Spannung hier noch etwas zu steigern, erst einige Eckdaten des Autors: Lee Child ist Engländer, 1954 geboren und arbeitete lange für das englische Fernsehen, schrieb bekannte Serien und Drehbücher für Filme. Er reiste gerne in den USA und wechselte schliesslich 1998 seinen Wohnort: Er verliess Grossbritannien und lebt seither in den USA, dort schreibt er die Erfolgsserie um Jack Reacher, dessen Name fast bekannter ist als der Name des Autors! Jack Reacher, ein ehemaliger Armeepolizist, schied aus dem Dienst aus und tingelt durch die Staaten. Dabei immer eine Bankcard und eine faltbare Zahnbürste, Kleidung wird nicht gewaschen, sondern neu gekauft und entsorgt. In Outlaw befindet sich Reacher eigentlich nur eben mal auf einem Umweg in Colorado, er reist durch das Städtchen Hope, das an die Kleinststadt Despair grenzt. In Despair will er nur kurz einen Kaffee trinken, wird aber nicht bedient, sondern rausgeschmissen: Landstreicher verboten! Dabei verhalten sich sämtliche Einwohner so seltsam abweisend, dass Reachers Neugier geweckt ist! Da man ihn dann auch noch zurück nach Hope bringt, ihm dort einige Informationen über gewisse Vorkommnisse in Despair zuspielt, steht für ihn fest: Das sehe ich mir mal etwas genauer an, was die Einwohner so abweisend reagieren lässt. Auf einer nächtlichen Streiftour durch Despair stolpert er dann auch noch über eine Leiche, die tagsüber spurlos verschwunden ist und prompt ist man als Leser drin. Endlos zu lesen, endlose Spannung! Ein Tempo, wie man sie aus wirklich guten amerikanischen Thrillern kennt, sehr guter Sachverstand, gute, fundierte Recherche, wie bei ähnlichen Thriller-Autoren auch immer diesen sehr kritischen Blicik auf amerikanische Missstände! Ohne Jammern, Meckern oder gar Anprangern, werden die Mängel und die Vertuschungen der Armee, die Heimlichtuereien und Geschäftemachereien im Krieg auf Kosten der Soldaten nüchtern und schonungslos berichtet. Das finde ich so viel wertvoller und intensiver als das direkte Ansprechen und Anprangern oder gar Rummeckern, wie man das oft in deutschen Büchern findet, diese sarkastischen Ergüsse mancher Autoren, auf die ich immer gern verzichten möchte. Hier packt es den Leser richtig, denn ohne Wertung wird nur geschildert. Jack Reacher als harten, aber gerechten Menschen, der sich ab und zu übertölpeln lässt und auch gerne in Fallen stolpert, der also nicht als Übermensch auftritt, sondern nur gereift aufgrund seiner Erfahrungenund menschlich erscheint, agiert einerseits aus Neugier, andererseits aus dem Wunsch heraus zu helfen. Wer gerne amerikanische Thriller liest oder gerne intelligente Thriller lesen möchte, Leser, die auf unsinniges Blutverspritzen und Abschlachten gerne verzichten, trotzdem der realen Wirklichkeit ins Auge schauen können, die sind bei Lee Child gut aufgehoben! Hier die Serie im Überblick: 1. Grössenwahn (1997) - Killing floor 2. Ausgeliefert (1998) - Die Trying 3. Sein wahres Gesicht (1999) - Tripwire 4. Zeit der Rache (2000) - The visitor/Running blind 5. In letzter Sekunde (2001) - Echo Burning 6. Tödliche Absicht (2002) - Without fail 7. Der Janusmann (2003) - The Persuader 8. Die Abschussliste (2004) - The Enemy 9. Sniper (2005) - One shot 10. Way out (2006) - The hard way 11. Trouble (2007) - Bad Luck & Trouble 12. Outlaw (2008) - Nothing to lose 13. Underground (2009) - Gone tomorrow bisher nicht übersetzt: 61 hours (2010), Worth dying for (2010), The affair (2011), A wanted man (2012)

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  • Rezension zu "Outlaw" von Lee Child

    Outlaw
    Golondrina

    Golondrina

    20. October 2012 um 09:34

    Jack Reacher, Ex-Militärpolizist, Rächer und Kämpfer für die Guten strandet in Despair, will nur einen Kaffee trinken und wird flugs und sehr nachdrücklich der Stadt verwiesen, zurück nach Hope! Gaaaanz falsch! Man lässt Reacher seinen Kaffee trinken und lässt ihn ziehen ansonsten legt man sich mit dem falschen an! Und Reacher deckt auch hier wieder jede Menge Ungereimtheiten auf und nicht nur der Bürgermeister von Despair muss sich in die Karten gucken lassen... Und genau damit hat dieser Reacher für mich nicht so funktioniert, wie die anderen. Zuviele einzelne Handlungsstränge - das steht dem bisher so geradlinigen Handeln des Haupthelden sehr entgegen. Für mich der bisher schwächste Band dieser Reihe.

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  • Rezension zu "Outlaw" von Lee Child

    Outlaw
    thursdaynext

    thursdaynext

    16. February 2012 um 14:55

    Child beginnt gemächlich, was Fans von Jack Reacher nicht zu stören braucht. Zeit genug den Charakter des Protagonosten sachte auszubauen, wobei das geheimnisvolle Flair jedoch nie angetastet wird. Knarren haben diesmal ebenfalls Seltenheitswert, auch kein Schaden, denn den verursacht Reacher, notfalls ein Mann gegen sechs, mit bravuröser Leichtigkeit, dank seiner guten Armyausbildung. Klasse Kampfszenen. Mir neu, dass es aktuell politisch wird und Jacks Pazifismus über das Corpsehrgefühl geht. Sehr löblich und im nachhinein durchaus einleuchtend. Wer sonst kann so überzegend Pazifist sein wie ein erstklassig geschulter staatlicher Mörder, sprich Soldat, welcher Kriegserfahrung hat. Mal wieder ein Pageturner für Freunde des lonesome wolf. Mehr Reacher Mr. Child !

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  • Rezension zu "Outlaw" von Lee Child

    Outlaw
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    08. January 2012 um 10:59

    Zwei gottverlassene Dörfer in Colorado. Hope und Despair. Hoffnung und Verzweiflung. Dazwischen nichts weiter als meilenweit Niemandsland. Jack Reacher, per Anhalter unterwegs, strandet ausgerechnet in Despair. Er will nur einen Kaffee trinken und dann weiterziehen, doch vier düstere Gesellen wollen ihn wegen Landstreicherei von der Gemarkung verweisen. Reacher geht die Freiheit zwar über alles, aber einen Platzverweis lässt er sich nicht bieten. Und sein untrüglicher Instinkt sagt ihm, wenn jemand etwas zu verbergen hat ... (Verlagsinfo) Kritik Jack Reacher ist und bleibt ein Einzelgänger und ein wirklich eigensinniger und sehr selbstbewusster Charakterkopf. Wer die Figur des Jack Reachers schon kennt, der ohne Gepäck und quasi Besitz durch die USA reist, wird hier nicht weiter überrascht sein, wie sich die Eskalationsspirale entwickeln wird. Im Zuge der Handlung lernen wir den Besitzer einer wohl hochmodernen Metall-Recycling Firma kennen, der die Stadt regiert, da die meisten Bewohner von Despair bei ihm angestellt sind. Und in Despair geschieht nichts, ohne dass Jerry Thurman, der ebenso ein Prediger wie auch Geschäftsmann ist, davon Kenntnis hat. Dass Reacher die logische Schlussfolgerung zieht, dass hinter den Firmentoren Eigenartiges geschieht, bestätigt sich indirekt wenig später, als er einen militärischen Stützpunkt in der Nähe dieser beiden Ortschaften findet - und hier sind Elitesoldaten eingesetzt! Lee Child ist Amerikaner und damit ein wahrer Patriot seines Landes. Dass er als Autor aktuelle Themen und Probleme seines Landes und deren Gesellschaft in seine Handlung einbaut, ist nicht überraschend. Doch vermeidet er ganz klar eine offene Stellung zu den Themen. Stattdessen führt er dem Leser vor Augen, was Vorurteile kombiniert mit Macht und auch religiösen Vorstellungen mit einer abhängigen Gesellschaft anrichten können. Dass sich Reacher, dem seine persönliche Freiheit über alles geht und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, damit die Konfrontation eröffnet, ist naheliegend. Ihn treibt nicht die Suche nach Gewalt und Tod an, sondern sein Verständnis für Gerechtigkeit, Gleichheit, Recht und Freiheit. Damit ist er in vielen Augen sicherlich der "einsame" Cowboy, der edel und selbstlos durch die Prärie reitet. So einfach allerdings verhält es sich nicht. Reacher ist hart, erbarmungslos und geht keine Kompromisse ein. Zugleich aber immer warnend und fair, natürlich bis zu einem gewissen Punkt. Ist dieser "Point of no Return" allerdings überschritten, gibt es für ihn keine emotionale Grenze mehr und er tötet ohne Gewissen oder spätere Reue. "Outlaw" ist hier auch keine Ausnahme. Etwas andere Wege dagegen geht der Autor, wenn er Reacher in absurde Szenen einsetzt, die manchmal etwas überzogen komisch wirken sollen. Schaltet man das Kopfkino ein, so kann man sich ein feines Lächeln nicht verkneifen. Selten gab es in den anderen Romanen aus dieser Reihe solch abgefahrene Situationen. Die Spannung in diesem Roman bleibt anhaltend konstant, nicht weiter dramatisch oder gar überraschend, sondern pendelt sich auf einem Niveau ein, das Unterhaltung garantiert. Fazit "Outlaw" von Lee Child ist nicht der stärkste Roman aus der "Jack Reacher"-Reihe, aber vielleicht einer der originellsten, wenn man überzeichneten Humor und Logik einfach ignoriert. Als Verfilmung ist dieser Stoff im Verhältnis zu den anderen Abenteuern des Jack Reachers eher unspektakulär. Aber das muss er auch nicht, hier gibt es ganz andere Möglichkeiten. Für alle Fans dieser Reihe bietet sich kein ungewohntes Bild, ein Titel, den man auch außerhalb der Reihe lesen kann, allerdings auch einer den man nicht unbedingt lesen muss. Autor Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen, wo er u. a. so hochklassige Thrillerserien wie »Prime Suspect« (»Heißer Verdacht«) oder »Cracker« (»Für alle Fälle Fitz«) betreute. 1995 kehrte er der Fernsehwelt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten "Jack Reacher"-Thriller einen internationalen Bestseller. Seither fesselt er seine Fans mit immer neuen atemberaubenden "Reacher"-Romanen. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem »Anthony Award«, dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur. Gebundene Ausgabe: 448 Seiten Originaltitel: Nothing to Lose (Jack Reacher 12) Verlag: Blanvalet Verlag (21. November 2011) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3764504205 www.randomhouse.de/blanvalet Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Outlaw" von Lee Child

    Outlaw
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    23. November 2011 um 11:03

    Reacher on the road Einige Grundsätze hat er, Jack Reacher, den Lee Child vor Jahren bereits als klassischen „Lonesome Rider“ konzipiert hat. Einer, über den die Polizistin aus Hope (Hoffnung) sagen kann: „Sie sehen etwas, das Ihnen nicht gefällt und haben sofort das Bedürfnis, es zu zerstören“. Einer, der nur mit sich trägt, was er braucht. Sonst nichts. Der einen Satz Kleidung sein eigen nennt und, ist dieser verschlissen, diesen entsorgt und neue kauft. Einer, der ausschließlich vorwärts zu gehen gedenkt und äußerst unleidlich wird, wenn er gezwungen wird, Schritte zurück zu gehen. So, wie ihn die Deputys aus Hope´s Nachbarstadt „Despair“ (Verzweiflung) unsanft wieder vor ihre Stadtgrenzen bringen. Nicht mit Jack Reacher. Und bald schon stellt er Ungereimtheiten fest in dieser Fabrik, die jene entlegene Kleinstadt Despair dominiert. Trifft auf Frauen, deren Männer in Despair bleiben, während sie selbst ebenso wie Reacher hinauskomplimentiert wurden. Erspäht einen Stützpunkt der Militärpolizei, der sicher nicht ohne Grund die Zufahrtstrasse zur Fabrik bewacht. Jede Menge Gründe für den durchtrainierten und harten Jack Reacher, sich das Ganze sehr gründlich aus der Nähe anzusehen. Durchaus mit Folgen für den ein oder anderen, der meint, sich ihm ungestraft in den Weg stellen zu können. Beileibe aber kein dumpfes und eindimensionales „Heldenepos“ des „einsamen Rächers“ ist es, dass Lee Child in seinen Jack Reacher Romanen vorlegt. Durchaus differenziert lässt er um den wortkargen und von einem inneren Gerechtigkeitsgefühl motivierten Reacher eine verlorene, teils drückende, teils mit kleinen Lichtschimmern versehene Atmosphäre entstehen. Diese verhindert zwar nicht, dass die Geschichten um den ehemaligen Militärpolizisten Reacher vorhersehbar sind und doch immer dem gleichen Schema folgen, lässt die Figur Reacher jedoch durchaus nahe kommen. Die ein oder andere überraschende Wendung in der ansonsten gradlinig erzählten Geschichte fügt das ihre hinzu, um der Lektüre an entsprechenden Stellen eine frische Wendung zu geben. Im großen Rahmen der Geschichten über den Kampf zwischen Gut und Böse biete auch dieser Jack Reacher Roman eine spezielle und individuelle Handschrift samt dazu gehörender Atmosphäre. Wie im Rahmen der klassischen Spätwestern bietet Lee Child eine durchaus schattierte Darstellung seiner Hauptfigur im Sinne eines späten Clint Eastwood, mit der Child durchaus seinen ganz eigenen Part in diesen uralten Kampf hineinschreibt. Eine Geschichte und Figur, die in einem Western ebenso gut funktionieren würde, wie in dieser nur dem Anschein nach modernen Zeit am Rande der Zivilisation. Durchaus unterhaltsam und lesenswert.

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