Lee Child Sniper

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Inhaltsangabe zu „Sniper“ von Lee Child

Sechs Kugeln. Ein Schütze. Keine Chance. In einer Kleinstadt in Indiana schießt ein Heckenschütze scheinbar wahllos in eine Menschenmenge. Die Spur führt zu James Barr, der Jahre zuvor seinen Job als Scharfschütze bei der Army verlor, weil er sich zu einem ähnlichen Massaker hatte hinreißen lassen. Sein Vorgesetzter damals: Jack Reacher. Und ausgerechnet nach Reacher fragt Barr nun, als man ihn festnimmt. Ausgerechnet Reacher – hatte dieser doch damals geschworen, Barr eines Tages ein für alle Mal hinter Gitter zu bringen … Ungekürzte Film-Ausgabe!

Geniale Story.

— cn8sc
cn8sc

Besser als der Film, aber das ist so schwer nicht ;-)

— PBollow
PBollow

reacher war überall.... gutes handwerk, sauber konstruiert, viel öpnv .... plott aus den tiefen der weltgeschichte herbeigezogen...nett ;-(

— Pashtun Valley Leader Commander
Pashtun Valley Leader Commander

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  • Sniper

    Sniper
    viviilovee

    viviilovee

    Klappentext "Sechs Kugeln. Ein Schütze. Keine Chance. In einer Kleinstadt in Indiana schießt ein Heckenschütze scheinbar wahllos in eine Menschenmenge. Die Spur führt zu James Barr, der Jahre zuvor seinen Job als Scharfschütze bei der Army verlor, weil er sich zu einem ähnlichen Massaker hatte hinreißen lassen. Sein Vorgesetzter damals: Jack Reacher. Und ausgerechnet nach Reacher fragt Barr nun, als man ihn festnimmt. Ausgerechnet Reacher – hatte dieser doch damals geschworen, Barr eines Tages ein für alle Mal hinter Gitter zu bringen …" Meine Meinung Der Fall ist klar. James Barr hat 5 Menschen erschossen. Alle Spuren führen zu ihm. Aber irgendwas kann da nicht richtig sein. So ging es mir nach den ersten Kapiteln des Buches. Ich weiß nicht, wie ich darauf kam, aber vielleicht war es einfach zu offensichtlich. Ich war mir sicher, dass Barr nicht der Täter sein kann. Im Laufe des Buches wird man über den Fall aufgeklärt, erlebt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und erfährt somit viel über die Guten und Bösen. Durch den Schreibstil kam ich gut und leicht in die Geschichte rein und musste zwischendurch nicht stoppen, weil ich nicht mitgekommen bin. Am Anfang wird die Geschichte noch allgemein und von "außen" erzählt. Dies ändert sich, wenn Jack Reacher auftaucht. Vor 14 Jahren war Reacher ein Cop beim Militär. Dort lernte er James Barr kennen, der im Krieg vor vielen Jahren vier Menschen erschoss. Als Reacher plötzlich seinen alten Bekannten im Fernsehen entdeckt, während über die schreckliche Tat berichtet wird, macht er sich auf den Weg zum Ort des Geschehens. Jack Reacher ist ein cooler Typ. Ich hatte Spaß daran, ihn auf seiner "Reise" zu begleiten, wobei natürlich der Hauptteil des Buches bereits in Barrs Stadt passiert. Reacher ist schlagfertig, intelligent und ein ziemlich ruhiger Kerl, das hat mir sehr gefallen. Auch ein paar andere Charaktere fand ich super. Die Journalistin Ann Yannie zum Beispiel hat mir durch ihre Art sehr gefallen. Auch Helen Rodin, die Tochter des Staatsanwalts und gleichzeitig die Anwältin von James Barr war mir symphatisch. Mit dem Angeklagten selbst "erlebt" man nicht viel. Er ist eigentlich nur ein Nebencharakter, der dennoch eine mehr oder weniger große Rolle spielt. Das Buch hatte mehrere Spannungsbögen und hat Fragen aufgeworfen, bei denen ich mir die Antwort sofort denken konnte. Leider hatte ich nicht immer Recht. Ich finde es gut, wenn nicht immer alles so offensichtlich ist und man ab und zu überrascht wird. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, jedoch hätten ein paar Stellen weggelassen werden können, die haben sich manchmal ein wenig in die Länge gezogen. Alles in allem kann ich diesen Krimi aber jedem Liebhaber empfehlen!

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    Floh

    Floh

    23. August 2014 um 04:40
  • Buchverlosung zu "61 Stunden" von Lee Child

    61 Stunden
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Bestsellerautor Lee Child hat mit Jack Reacher einen der beliebtesten Helden der Thrillergeschichte geschaffen - jetzt endlich erscheint der 14. Band "61 Stunden" in Deutschland (sowie die Bände 3-13 bei Blanvalet in spannender Neuausstattung): Winter in South Dakota. Der Bus, in dem Jack Reacher unterwegs ist, gerät auf einer Brücke ins Schleudern und landet im Straßengraben. In der Kleinstadt Bolton schlüpft Reacher bei einem Cop unter – und erfährt, dass die Polizei eine Seniorin zu schützen versucht, die Zeugin eines Drogendeals wurde. Reachers Alarmglocken schrillen, als kurz vor der Gerichtsverhandlung eine Gefängnisrevolte ausbricht und ein stillgelegtes Army-Flugfeld vor den Toren der Stadt von Schnee und Eis befreit wird. In klirrender Kälte krempelt Reacher die Ärmel hoch … Leseprobe Gemeinsam mit dem Blanvalet Verlag verlosen wir: 5x den neuen Jack Reacher "61 Stunden" 5x Backlistpakete inklusive aller bisher erschienenen 14 Bände! Ihr könnt also entweder ganz neu in die Reihe einsteigen oder aber endlich Eure Sammlung um den neuesten Band ergänzen! Was Ihr für diesen fantastischen und spannungsgeladenen Gewinn tun müsst?  Schreibt "ICH WILL JACK REACHER - nur 61 Stunden!" in Eure Statusmeldung bei LovelyBooks, Facebook, Twitter oder Google+ und verlinkt dann hier darauf! Am 07. November überprüfen wir die Links d.h. solange muss es online und für uns einsehbar sein (geschützte Accounts sind hierbei leider nicht erlaubt)! Falls Euch Eure Freunde auf das Posting ansprechen, könnt Ihr sie natürlich sehr gerne auf unsere Aktion hinweisen! Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

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  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    Golondrina

    Golondrina

    14. November 2011 um 22:57

    Jack Reacher ist sooo cool, auf ihm könnte man Schlittschuh laufen. Sagt er selbst über sich. Tja, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Eigentlich will er nur sichergehen, dass ein ehemaliger Scharfschütze der Army nicht zum zweiten Mal ohne Strafe davonkommt. Auch jetzt soll er wieder willkürlich 5 Menschen am hellichten Tag erschossen haben. Die Sache scheint glasklar.... Bis Jack Reacher ein loses Fädchen findet und Reacher wäre nicht Reacher, wenn er sich damit zufrieden gibt... Reacher mit Spannungsgarantie und wenn Kaffee gekocht aber Tee eingeschenkt wird, dann ist das hier kein Fehler im Lektorat sondern das I-Tüpfelchen.

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  • Frage zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    S1m0n

    S1m0n

    Wie ich mitbekommen habe, ist dies nicht der erste "Jack Reacher"-Roman. Sollte ich die vorherigen Bücher erst lesen, damit ich den Charakter verstehe?

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  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    simonfun

    simonfun

    15. May 2010 um 23:16

    Mein dritter Reacher. Gott sei's gedankt, der Autor kann's doch noch (siehe Rezi Janusmann)! Reacher wieder gut in Form, interessante Story und der typisch gute Schreibstil. Lesenswert!

  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    lollebolle

    lollebolle

    15. April 2010 um 21:52

    Ach ja...Jack Reacher. Dieser vollkommen politisch unkorrekte, einsame Wolf. Wieviel Spannung und durchlesene Nächte hat er mir schon beschert. Immer wieder klärt er seine "Fälle" alleine und vollkommen an jedem Gesetz vorbei. Manch ein Gutmensch würde sagen, das ist Selbstjustiz. Egal----es ist einfach spannung und Action pur. Jeder Lee Child ist ein echter Pageturner.

  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    morphex

    morphex

    19. October 2009 um 17:19

    Pures Adrenalin - Jack Reacher ist zurück! Ein neuer Fall für den härtesten, einsamsten und eigenwilligsten Ermittler der amerikanischen Thrillerliteratur. Fünf Menschen sterben im Kugelhagel eines Heckenschützen - und die Spur führt zweifelsfrei zu James Barr. "Holt Jack Reacher", sind die einzigen Worte des Gefangenen - ausgerechnet Jack Reacher, der einst geschworen hatte, Barr eines Tages hinter Gitter zu bringen. Der unerwartete Hilferuf ist für den genialen Ex-Ermittler der Militärpolizei Indiz genug, dass der vermeintlich todsichere Fall zwar tödlich, aber längst nicht sicher ist. Warum hat man Barr im Gefängnis zusammengeschlagen, sodass er sich an nichts mehr erinnern kann? Und wo ist der lange Arm der Politik, der Barr bislang stets geschützt hatte? Reacher nimmt die Fülle an Beweisen unter die Lupe und macht ein paar eigene Rechnungen auf. Und er kommt zu unbequemen Ergebnissen ... "Reacher ist also ein Romanheld, den man wunderbar als Macho-Pendant eines frauenverstehenden Chefarzt-Hengstes ins offene Messer der seichten Serien-Papiervernichtung laufen lassen könnte. Das tut Lee Child aber nicht. Überhaupt nicht. Seine Plots sind - auch wenn aus grobem Holz geschnitzt - erstklassige Suspense-Choreografien, in denen sich feine Detail-Arbeit und herzhafte Brutalo-Action eine grundsolide Klinke in die Hand geben. Sollten Sie also demnächst die Nerven wegschmeißen, wenn wieder irgendein Commissario zur Nabelschau in der Oper ansetzt, schmeißen Sie das Buch gleich hinterher. Und holen Sie sich den neuen Reacher. Der heißt 'Sniper' und ist wie alle Bücher von Lee Child: hart, kompromisslos und sauspannend." Wiener "Mitreißend bis zum furiosen Ende." Münchener Merkur "Lee Child ist anders. Seine Reacher-Romane bieten alle Vorteile des Thrillers - atemlose Spannung, Action, ein Ventil für unsere Gewaltfantasien - und ersparen uns gleichzeitig seine Nachteile. Child beleidigt nicht die Intelligenz seiner Leser." SCHWEIZER SONNTAGSZEITUNG Meine Meinung: Der beste Reacher bisher. Hinter einer großartig aufgebauten Story bleibt am Ende des Buches dieses Bauchgefühl übrig - Oha, das ist so vorstellbar, so greifbar, das es bedrückend wirkt. Wer die Reihe und den Hauptprotagonisten Child´s kennt wird auch hier nicht entäuscht. Neueinsteiger werden die anderen Bücher lesen wollen. ;)

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  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    verena83

    verena83

    02. August 2009 um 21:49

    In einer Kleinstadt in Indiana kommt es zu einem blutigen Massaker – ein Heckenschütze schießt aus einem Parkhaus scheinbar wahllos in eine Menschenmenge. Das Ergebnis: 5 Tote und innerhalb weniger Stunden die Verhaftung von James Barr, eines ehemaligen Scharfschützen der U.S. Army. Die Beweislage ist erdrückend, denn der scheinbare Mörder hat am Tatort eine unübersehbare Spur von Beweisen hinterlassen. Für Polizei und Staatsanwalt ist James Barr somit eindeutig als Täter überführt. Dieser verlangt jedoch plötzlich nach Jack Reacher, ausgerechnet nach demjenigen, der James Barr schon vor 14 Jahren geschworen hat, ihn eines Tages endgültig hinter Gitter zu bringen… denn Barr hat dieses Verbrechen nicht zum ersten Mal begangen. Vor 14 Jahren tötete er schon einmal 4 Soldaten in Kuwait City und nur dank außergewöhnlicher Umstände entkam er damals einer Haftstrafe. Nachdem Jack Reacher also von diesem erneuten Blutbad von James Barr erfährt, macht er sich sogleich auf den Weg, um diesen endlich überführen zu können und ahnt dabei noch nicht, dass er bald schon darum kämpfen wird die mögliche Unschuld des mutmaßlichen Täters zu beweisen. Die hinterlassenen Beweise erweisen sich nämlich einfach als zu gut um wahr zu sein und so stößt Jack Reacher bald auf Ungereimtheiten in dem Fall und nimmt die Spur zu einem möglichen Drahtzieher des Blutbades auf… Durch den direkten Einstieg wird man gleich in den Bann der Geschichte gezogen… man wird von diesem unglaublichen Fall eines scheinbar gelösten Verbrechens einfach gefangen genommen und spätestens nach dem Auftauchen von Jack Reacher, der sich als außergewöhnlich interessanter und sympathischer Charakter mit dem nötigen Humor erweist, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bis zum Schluss ergeben sich darüber hinaus immer wieder überraschende Wendungen, die dieses Verbrechen noch spannender machen. Jack Reacher, jener Mann, der sich nach dem Ausstieg aus der Army kein Zuhause geschaffen hat, sondern stattdessen von Ort zu Ort reist und nirgends länger als ein paar Tage verweilt, zeichnet sich in der Geschichte durch seine ungewöhnliche Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe aus. Er sieht die Zusammenhänge, die auf den 1.Blick nicht sofort sichtbar werde, er analysiert Sachverhalte extrem präzise. Dadurch und aufgrund seiner vorausdenkende Art ist es ihm schlussendlich möglich den Fall um James Barr zu lösen. Alles in allem ein toller Jack-Reacher-Roman der bestimmt nicht mein letzter bleiben wird!

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  • Rezension zu "Sniper" von Lee Child

    Sniper
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    27. July 2009 um 08:58

    Sniper – Lee Child Als „Sniper“ bezeichnet man im militärischen Jargon die Tätigkeit eines Scharfschützen. Besonders gut ausgebildete Soldaten die „gezielt“ Töten oder oftmals auch als Aufklärer und Beobachter fungieren sollen dem Anforderungsprofil, ausgeglichen, stressresistent und vor allem auch intelligent sein. Da sie in ihren Einsätzen oftmals auf sich alleine gestellt sind, oder in kleinern Gruppen arbeiten, hängt ihr Überleben oftmals von ihrer Geduldigkeit und Kühnheit ab. Aber auch das psychologische Profil hat einen hohen Anforderungsgrad. Jemanden zu töten, ihn vielleicht längere Zeit beobachten zu müssen und dann gezielt auszuschalten ist sicherlich eine Belastungsprobe und fordert seinen psychologischen Tribut. Auge in Auge mit dem Tod und nur die minimale Kraft eines Zeigefingers bedeutet den unmittelbaren Tod. In seinem neuesten Werk lässt der amerikanische Autor Lee Child seinen Protagonisten Jack Reacher einen ehemaligen Verbrechen, einen Mörder, einen „Sniper“ jagen. Inhalt In einer kleinen Stadt in Indiana um ca. 17 Uhr wird ein Alptraum zu schrecklichen Realität: Ein Scharfschütze, ein Sniper erschießt aus einer Distanz auf mehreren hundert Metern scheinbar wahllos fünf Menschen die gerade aus einem Bürogebäude kommen. Perfekte Ziele für einen geübten „Sniper“ der liegend aus einem nahegelegenen Parkhaus auf die ahnungslosen Passanten feuert. Die Schüsse sind alle tödlich, innerhalb von wenigen Sekunden fünf Kopfschüsse und unendliches Leid für die Angehörigen. Die Polizei ist sofort alarmiert, sichert den Tatort und findet schnell Spuren am Ort der brutalen Tat die direkt zu James Barr führen. Eine ehemaligen „Sniper“ der Armee, der aufgrund einer ähnlichen Tat bei der vier Soldaten erschossen wurden, entlassen wurde. Die Beweise sind Indiz genug für Polizei und Staatsanwaltschaft um Barr wegen diesem Massaker den Prozess zu machen. James Barr bleibt stumm und äußert sich nicht zu der blutigen Tat, er verlangt nur, dass man Jack Reacher holen und kontaktieren soll. Genau dieser Jack Reacher war damals Offizier bei der Militärpolizei und ermittelte schon mal gegen James Barr der damals in Kuwait vier Soldaten erschoss und aufgrund interner, militärische Interessen nicht verurteilt wurde. Doch Jack Reacher hat das Verbrechern und seinen Täter nicht vergessen, und schwor Barr bei einer weiteren Tat mit persönlichen Konsequenzen. Als Jack Reacher der sich gerade in der sonnigen Stadt Miami aufhält von dem Verbrechen und den Täter aus den Nachrichten erfährt, erinnert sich dieser sofort an seine Vergangenheit und bricht nach Indiana auf um gegen James Barr auszusagen. Für Reacher ist der Fall klar, und nach Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft und auch der Verteidigerin Rodin, fehlt nur das Motiv von James Barr. Bei seiner ersten Tat war einfach nur die Neugier, die Blutgier, der Kick die Motivation, aber warum hinterlässt James Barr eine ganze Reihe von Spuren die ein erfahrener und militärisch ausgebildeter Sniper niemals vergessen würde!? James Barr stand über mehrere Jahre in Dienste der Streitkräfte, hervorragend ausgebildet wurde er zu einer tödlichen Waffe. Hinterlässt ein Profi seines Kalibers so viele Spuren die ihn direkt zu seinem Haus und seinem Wagen führen?! Jack Reacher stellt sich genau diese Fragen und findet wenige Antworten. Wurde Barr erpresst und seine Schwester als Faustpfand indirekt bedroht, sollte er diese Tat nicht begehen wollen. Als Barr im Gefängnis angegriffen und so schwer verletzt wird, dass er komatös kaltgestellt ist, muß Reacher andere Wege gehen um die Hintergründe der Tat zu erfahren. Barrs Schwester beteuert immer wieder die Unschuld ihres Bruders und nach und nach kommen weitere Details ans Tageslicht die Barr in anderen Licht dastehen lassen. War er zum zweiten Mal der Täter? Wenn ja dann stellt sich noch immer die Frage „Warum“? Kritik Lee Child bedient sich in seinem Roman „Sniper“ viele herkömmlichen stillistischen und inhaltlichen, literarischen Hilfsmitteln. Dabei verwendet er aber keine endlosen und leeren Pausenfüller, die die Geschichte künstlich in die Länge ziehen. „Sniper“ ist spannend verfasst und weiß auf der ganzen Linie zu überzeugen, dass gelingt aber nicht nur über die Story sondern gerade wegen der Person des „Jack Reachers“. Als Protagonist ist Jack Reacher ein Paradebeispiel des geheimnisvollen, unnahbaren Fremden, ähnlich wie die Rolle von Charles Bronson in „Spiel mir das Lied vom Tod“. Reacher ist schweigsam, immer hochkonzentriert und immer, aber wirklich auch immer jedem einen Schritt voraus. Die Konzeption dieses Protagonisten ist manchmal etwas arg übertrieben, z.B. wenn er sich selbst als überintelligent und überlegen darstellt. Aufopfernd und selbstlos stellt sich Reacher den Gefahren, den Risiken ohne darüber nachzudenken, ob es das wert ist, oder wen er durch seine Handlungen in unmittelbare Gefahr bringt!? Lee Child lässt Jack Reacher überlebensgroß über sich hinauswachsen doch bleibt die Gefühlswelt unseres Ermittlers irgendwie und irgendwo im dunklen. Was ihn zu diesem eiskalten „(B)Engel gemacht hat, bleibt mysteriös und damit schafft er sich keine Angriffsfläche, gibt sich keine Blöße. Doch auch Reacher ist als Einzelgänger schlau genug zu wissen, welche Wege man möglichst mit mehreren Personen geht, so das er schlauerweise Hilfe nicht ausschlägt, aber wenn ihm geholfen wird, dann tanzen alle nach seiner Pfeife, einschließlich die Bösewichter! Doch Lee Child schafft es effektiv überzeugend „Sniper“ zu erzählen. Präzise mit viel Hintergrundwissen baut sich die Geschichte nach und nach auch, bis zum finalen Showdown der wuchtig erzählt wird. Der Autor weiß welche Knöpfe er drücken muß, um seine Maschine auf Höchsttouren laufen zu lassen so das die Erwartungshaltung des Lesers vielleicht noch übertroffen werden kann. „Sniper“ ist spannend, atemberaubend schnell, auch wenn manchmal die Handlung oder die Logik etwas schwächelt und sich der Autor Klischees bedient, es bleibt packend. Die verschiedenen Protagonisten sind nur Nebendarsteller und mit allen nötigen Eigenschaften gesegnet. Etwas Naivität der Verteidigerin, viel Verständnis und Hochachtung eines Veteranen, die Sture Ermittlungsarbeit von Polizisten, an alles wurde gedacht, aber das im Grunde glaubhaft. Fazit „Sniper“ ist trotz aller logischen Schwächen und eines etwas übertriebenen Charakters zu empfehlen. Spannend aber etwas schlicht ist er ein gelungener Roman. Sprachlich ist „Sniper“ auf das nötigste reduziert und konzentriert sich auf die Charaktere um Jack Reacher um dem sich alles dreht, und nicht um die Tat oder die Täter. Michael Sterzik

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