Lee Child Worth Dying for

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Inhaltsangabe zu „Worth Dying for“ von Lee Child

There's deadly trouble in the wilds of Nebraska... and Jack Reacher walks right into it. First he falls foul of the Duncans, a local clan that has terrified an entire county into submission. But it's the unsolved case of a missing eight-year-old girl, already decades-old, that Reacher can't let go. The Duncans want Reacher gone - or dead. (Quelle:'Fester Einband/30.09.2010')

Hilfsbereitsschaft und das dicke Ende

— takaronde
takaronde
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  • Nicht mit Jack Reacher :-)-zumindest nicht für einen Duncan-legt dich nicht mit ihm an

    Worth Dying for
    takaronde

    takaronde

    04. March 2014 um 16:29

    Hilfsbereitschaft ist es, die Jack Reacher in einen Fall reinzieht, obwohl er mal wieder nur auf der Durchreise ist. Ein betrunkener Doktor, der zu einer Patientin muss, die von ihrem Mann zusammengeschlagen wurde, sich aber weigert zu fahren, weil diese Frau mit einem Duncan verheiratet ist. Und die Duncans es nicht mögen, wenn man sich in ihre Sachen einmischt. Der ganze Ort kuscht quasi vor den Duncans und ihren Schlägern. Etwas, was einem Jack Reacher ganz und gar nicht gefällt.  Und wenn Jack Reacher etwas nicht gefällt, mischt er sich ein. Ganz nebenbei klärt er noch das Verschwinden einen 8jährigen Mädchens vor 25 Jahren auf, während und bevor er die Sache mit den Duncans angeht. Aber, hey, die Mutter der verschwundenen Kleinen macht ja auch ein Superfrühstück, da kann man sich ja als Jack Reacher auch für revanchieren, oder? Mir gefällt die Figur Jack Reacher.  Er ist so herrlich selbstbestimmt, natürlich durch und durch Patriot, aber trotzdem nicht mit allem in Amerika zufrieden. Für mich ist er ein hervorragender Ermittler, der brilliante Schlussfolgerungen zieht, um dann zu unvermittelten Ergebnissen zu kommen. Gut, er haut auch drauf, als Rächer der Kleinen, aber das ist nebensächlich. Mit gefällt Lee Child´s Schreibstil, ich finde ihn unverwechselbar und bislang war jeder Jack Reacher der pure Lesegenuß.

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  • Rezension zu "Worth Dying For: A Reacher Novel" von Lee Child

    Worth Dying for
    Elwe

    Elwe

    28. February 2012 um 23:19

    'Worth Dying for' ist ein grandios geschriebener Thriller, der Tiefe und explosive Action geschickt unter einen Hut zu bringen weiß, und den man nicht aus der Hand legen kann, hat man sich erstmal festgelesen. Der einzelgängerische, ehemalige Militär-Cop Jack Reacher übernachtet auf der Durchreise in einem Motel in einem gottverlassenen Flecken Land mitten im landwirtschaftlich geprägten Nebraska. Der einzige andere Gast ist der lokale Arzt, der außerdem Alkoholiker ist und zum Trinken an die Motel-Bar kommt. Das Telefon klingelt, eine Frau hat Nasenbluten, der Arzt lehnt erst ab, zu ihr zu fahren - bis Reacher ihn drängt, es doch zu tun. Er fährt den Arzt raus zu der einsamen Farm, es stellt sich heraus, dass die Frau - die Gattin von Seth Duncan, einem Angehörigen des scheinbar allmächtigen Duncan-Clans in der Gegend - verprügelt worden ist. Er bricht Seth Duncan zum Ausgleich die Nase. Und schlittert über diesen scheinbar belanglosen Zwischenfall in einen abgrundtiefen Konflikt, dem ein fünfundzwanzig Jahre altes Verbrechen zugrunde liegt, das nie aufgeklärt wurde. Dies ist der mittlerweile 12. Roman um den knüppelharten Einzelkämpfer. Bedingt dadurch werden kaum Hintergrund-Informationen über den Charakter des Jack Reacher vermittelt, d.h. die näheren Gründe seiner Durchreise sind nicht bekannt, bis auf Andeutungen (für Leser, die frühere Reacher-Romane nicht kennen). Andererseits tut das der Spannung und dem Unterhaltungswert des Romans keinen Abbruch - und beides hat ein hohes Niveau. Tatsächlich hat mich das Buch sogar ganz besonders fasziniert durch die Art und Weise, wie der Autor über seine Erzählweise das Tempo und damit die Spannungskurve moduliert. Ich weiß kaum, wie ich es beschreiben soll - aber er hat es einfach drauf, mit Worten die Stimmung zu malen. Durch jeden seiner Sätze sickert förmlich die eisige, winterliche Ebene endloser Felder und schnurgerader einsamer Straßen im Mittelwesten. Außerhalb der Action-Szenen erzählt er in geradezu behäbigen, gemächlichen Details, schafft fast nebenbei eine ungeheuer bedrückende Atmosphäre, in der die Bewohner der umliegenden Farmen verharren - unterwürfig, devot und voller Angst vor den übermächtigen Duncans und ihren Schlägern. Explosiv und in einem Maschinengewehrfeuerstil dagegen die Momente, in denen Gewalt und Kämpfe explodieren: ein faszinierender Kontrast, der einen atemlos durch die Abschnitte rasen und Sätze überspringen läßt, um nur endlich zu erfahren, wie es ausgeht. Die Geschichte selbst ist kunstvoll, mit zahlreichen Verwicklungen und fein gezeichneten Psychogrammen aller Beteiligten gestrickt: Jeder Einzelne in dieser verzwickten Story handelt zutiefst logisch, und gerade diese lineare, unausweichliche Logik führt zu so grandios absurden Verkettungen, dass man mitten in der atemlosen Spannung dann doch Momente plötzlich aufflackernder Ironie erlebt, in denen man in sich hineinkichern möchte. Unbedingt empfehlenswert!

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