Ein netter Roman über einen verletzten Polizisten, der sich zurück Richtung Diensttauglichkeit kämpft.
Triggerwarnung: Im Buch geht es auch um Krebserkrankungen und den Kampf gegen diese Krankheit. Das ist zwar nur eine „Nebengeschichte“ aber die Schwester der Hauptprotagonistin hat Unterleibskrebs und wer da betroffen oder sehr empfindsam ist, kann das Buch eventuell nicht genießen.
Mir persönlich hat es gefallen, weil genau dieser Teil so aus dem Leben gegriffen ist, was in dem Fall auch daran liegt, dass die Autorin auch eine persönlich Betroffene ist.
Handlung: Trey und Erica haben es beide nicht einfach. Trey hat seit einem Fehler im Polizeidienst schwere Rückenprobleme und möchte aber wieder zurück zur Hundestaffel, daher kommt er in ein „Heilungsprogramm“ bei dem er sich rehabilitieren soll. Dieses findet im Zufluchtsort von Erica statt. Erica ist samt Schwester Amber und deren Tochter Hannah hierher, in den kleinen Ort, ans Meer gezogen, damit sich Amber von der letzten Chemo erholen kann.
Treys Hund King ist auch vor Ort und damit dem Diensthund nicht langweilig wird, trainiert ihn Trey selber noch etwas weiter. Bei seiner zwischenzeitlichen Stelle als Schulstützkraft darf er King auch mit einbinden.
Wie es kommen muss, verlieben sich Erica und Trey ineinander, was bei der Zusammenarbeit natürlich ein absolutes NoGo ist.
Lee Tobin McClain
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Lee Tobin McClain
Das Cottage in den Dünen
Wiedersehen in den Dünen
Neue Rezensionen zu Lee Tobin McClain
Im vergangenen Jahr hatte ich den ersten Band der Chesapeake-Bay-Reihe gelesen - jenes Werk, von dem ich mir eine zarte Sommer-Romance erhofft und stattdessen eine geballte Ladung Ernsthaftigkeit erhalten hatte (schwere Krankheit, unerfüllter Kinderwunsch, etc.), ihr erinnert euch? Das herrlich sommerliche Cover von "Das Cottage in den Dünen" hatte eine Leichtigkeit ausgestrahlt, die im krassen Kontrast zum Inhalt stand.
Vielleicht hätte ich also vorgewarnt sein sollen hinsichtlich des Folgebandes, der - erneut - mit anheimelndem Cover und interessant klingendem Klappentext daherkam.
Im Grunde könnte ich meine Rezension von Vorjahr fast 1:1 übernehmen. Wieder hatte ich mir eine schöne Love Story erhofft, wieder gefiel mir der Schreibstil der USA-Today-Bestsellerautorin Lee Tobin McClain im Grunde richtig gut, wieder scheiterte es (- im Sinne von: 'dass ich nicht glücklich mit dem Buch wurde' -) an der erdrückenden Vielzahl schwerer, aus meiner Sicht deprimierender Themen. Scheinbar reicht ein tiefgründig ausgearbeitetes Plot-Element nicht aus, es müssen gleich mehrere negativ behaftete Themen sein. Es tut mir leid, aber da ich nun mal dazu neige, enorm mit den Charakteren eines Werkes mitzufiebern, belastet mich dieses Ausmaß an Negativität eher, als dass ich die Lektüre letztlich als unterhaltsam empfinden würde.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein stilistisch gut geschriebener, aber thematisch schwermütiger Familienroman - ob euch der Sinn gerade danach steht, kann ich nicht beurteilen, daher spreche ich eine bedingte Leseempfehlung aus.
Nachfolgend notiere ich euch ein paar der betreffenden Themen, sodass ihr selbst entscheiden könnt, ob das Buch euch reizt.
Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte also HIER mit dem Lesen der Rezension aufhören.
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Einige der Themen, die mich (- da ich ja einfach nur eine angenehme Romanze hatte lesen wollen -) nicht angesprochen haben, waren:
❏ Mobbing unter Jugendlichen
❏ Blindheit als Folge einer Verletzung
❏ Fehlgeburt
❏ ungeplante Schwangerschaft
Mich hat der Klappentext direkt angesprochen: Liebesgeschichte, Hunde, Meer. Dazu dieses schöne Cover!
Die beiden Protagonisten mochte ich.
Trey, der nichts mehr möchte, als mit seinem Hund wieder in den Dienst zurück zu kehren; etwas verschlossen gegenüber Menschen und sich gar nicht als Held in dem Programm fühlte.
Dazu kommt Erica, die zwar etwas unsicher war, aber dennoch sehr zuvorkommend und herzlich. Zu den Hunden brauche ich wohl nichts sagen... Hunde ziehen immer. 🤭
Jetzt das große Aber! Es waren zu viele ernste Themen. Es ging um die Heilung von Trey, dann um Krankheiten und den Tod, das Trauern,... Die Beziehung zwischen Trey und Erica war da doch stark im Hintergrund. Die Autorin hat die Themen mit ihrem einfühlsamen Schreibstil gut eingebracht - es war aber einfach viel zu viel.
Fazit: Es ist kein Liebesroman für "Zwischendurch", kein Wohlfüchbuch. Sondern wirklich viele ernste Themen, die man auch als Leser im Buch verarbeiten muss. Für mich zu viel. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil super, genau wie das Setting!
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