Lee Winter

 4 Sterne bei 7 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches Happy End am Ende der Welt (ISBN: 9783963244377)

Happy End am Ende der Welt

Neu erschienen am 03.12.2020 als Taschenbuch bei Ylva Verlag.

Alle Bücher von Lee Winter

Cover des Buches Nichts als die ungeschminkte Wahrheit (ISBN: 9783963242298)

Nichts als die ungeschminkte Wahrheit

 (3)
Erschienen am 16.01.2020
Cover des Buches Aus der Rolle gefallen (ISBN: 9783963242595)

Aus der Rolle gefallen

 (2)
Erschienen am 17.10.2019
Cover des Buches Requiem mit tödlicher Partitur (ISBN: 9783955339142)

Requiem mit tödlicher Partitur

 (2)
Erschienen am 30.11.2017
Cover des Buches Happy End am Ende der Welt (ISBN: 9783963244377)

Happy End am Ende der Welt

 (0)
Erschienen am 03.12.2020

Neue Rezensionen zu Lee Winter

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Cover des Buches Nichts als die ungeschminkte Wahrheit (ISBN: 9783963242311)TheaWolf30s avatar

Rezension zu "Nichts als die ungeschminkte Wahrheit" von Lee Winter

Angestellte verliebt sich in bösartige, menschenverachtende Chefin
TheaWolf30vor einem Jahr

Angestellte verliebt sich in Chefin - das ist ein Konzept, das in Büchern dieses Genres häufig vorkommt, und das mir zugegebenermaßen auch gefällt. Aus diesem Grund habe ich das Buch "Nichts als die ungeschminkte Wahrheit" auch gekauft.

Die Geschichte fängt mit einer theatralischen Szene an, die dort eigentlich keinen PLatz hat. Maddie Grey, die ihren freien Tag hat, bekommt eine SMS, dass sie zu einem Meeting kommen soll, in dem sich die neue Chefin der Zeitung, für die sie in der Nachtschicht arbeitet, der Belegschaft vorstellt. Und zwar sofort! WArum das alles soooo dramatisch und aufregend ist, dass ihr Mitbewohner Simon sigar zu ihr ins Zimmer stürzen muss, erschliesst sich mir beim besten Willen nicht.

Schon bald lernen wir Elena kennen,. Ihr Ruf eilt ihr voraus. Sie ist erfolgreich, mächtig und - wie ich zu sagen behaupte - absolut bösartig. Leute wegen Kleinigkeiten zu feuern schürt ihre Lebensfreude, zumindest, wenn man den anfänglichen Schilderungen der Autorin glauben darf. Auf den letzten Seiten relativiert sich das dann etwas. Vorher aber müssen wir einiges von dieser charakterlich so liebenswerten Person  aushalten und mit erleben, wie sie ihr Umfeld schikaniert. 

Das hält Maddie, die eigentlich Journalistin sein will, aber Elenas Meinung nach keine ist, aber nicht davon ab, sich in die unnahbare, schwerreiche und äußest attraktive Chefin zu verlieben. Dass Elena verheiratet ist stört dabei genauso wenig wie ihre Unberechenbarkeit und ihr krudes, auf extrem kapitalistischen Säulen basierendes Menschenbild. Sie outet dann noch Elenas Ehemann als sexuell übergriffig, schmeißt sich an die Tochter einer sozialgestörten Designerin heran - und schwupps, schon ist sie ihrem Ziel, Elena für sich zu gewinnen, entschieden näher gekommen!

Ja, ja. Es ist eine Geschichte. Und sie bedient die heimlichen TRäume vieler lesbischen Frauen (Sex mit der Chefin, Beziehung mit der Chefin, vom Aschenputtel zum Superstar usw.). Ich fand`s prinzipiell auch ganz süß, deshalb drei Sterne. Aber einiges war einfach sehr plump. Natalii mit zwei i als Tochter der Designerin - das war einer dieser Punkte. Die Art und Weise, wie sich Maddie an sie heran machte, ist im realen Leben wohl kaum die Basis einer Freundschaft und schon gar nicht das Trittbrett für eine Karriere. Die darauf basierenden Folgen (Interview mit deren Mutter usw.) waren schlichtweg unglaubwürdig und das ach-so-innige Verhältnis auch völlig übertrieben.

Am meisten gestört hat mich jedoch das Menschenbild, das in diesem Buch durch die Person der Elena vermittelt wurde. Ist eine Person, die andere für sich tanzen lässt, deren Abhängigkeitsverhältnis ausnutzt, die wegen nix Leute auf die Straße setzt, die in einem grauenvollen, respektlosen Ton mit ihren Angestellten spricht, die keine Fehler verzeiht, denn wirklich so toll und so anbetungswürdig, dass man sich in sie verlieben kann? Es ist ein sehr amerikanisches, kapitalistisches Weltbild, das sich in diesem Buch widerspiegelt. Ich habe vergleichsweise auch deutsche Lesbian-Fiction-Geschichten mit "Angestellte verliebt sich in Chefin" gelesen. Diese Chefinnen hatten zumindest ein Herz und Charisma und irgendwas Liebenswertes! Außerdem waren die Rahmenumstände überwiegend realistischer.

Kurzum: das Buch sollte man wohl nur lesen, wenn man nicht zu kritisch ist.



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Cover des Buches Aus der Rolle gefallen (ISBN: 9783963242595)haensbaenss avatar

Rezension zu "Aus der Rolle gefallen" von Lee Winter

Schöne, erwachsene Liebesgeschichte - für Grey's Anatomy Fans geeignet!
haensbaensvor einem Jahr

Vollständige Rezension: queerbuch.wordpres.com

Die Ausgangssituation könnte nicht prekärer sein: Um eine neue Richtung in ihrer Karriere einzuschlagen, die sie weiterbringt, muss Elizabeth einen aufstrebenden Kunstfilm-Regisseur von ihrer Liebe zu Summer überzeugen, die sie eigentlich kaum kennt. Noch dazu sind beide Schauspielerinnen in der Filmwelt nicht geoutet, weil es nach wie vor schwierig ist, als offen lesbische Frau weibliche Hauptrollen zu bekommen. Was im Theater vollkommen akzeptiert ist, scheint Hollywood noch Schwierigkeiten zu bereiten.

Das Lustige daran: Beide Frauen wissen nicht voneinander, dass sie sich für Frauen im Allgemeinen und füreinander im Speziellen interessieren. Dazu kommt noch, dass Elizabeth, die ihre Karriere in London als Shakespeare-Theater-Größe begann, seit Jahren zu ihrer Mentorin Grace aufsieht und nie ganz von ihr loskommt. Dass die TV-Produzenten der Krankenhausserie Elizabeth zu einem Hassobjekt des Publikums gemacht haben, weil sie nicht alles mit sich machen ließ, macht die Situation auch nicht gerade einfacher. Drama ist also vorprogrammiert, doch das nicht im schlechten Sinne. Es ist nämlich kein überflüssiges Drama. Es ist nicht unangenehm und vor allem ist es nicht kindisch. Jede Situation wird erwachsen und mit Respekt behandelt, sodass die Geschichte nicht zu einem Teenie-High-School-Drama verkommt.

Es wird ebenso mit Vorurteilen gespielt. Summer scheint das dümmliche, naive Blondchen zu sein, dem man keinen Wunsch abschlagen kann und Elizabeth die britische Eiskönigin, deren Blicke tödlich sind. Dass die beiden völlig anders sind, erfährt man als Leser ziemlich schnell, denn die Geschichte wird abwechselnd aus Summers und Elizabeths Perspektive erzählt. Langsam nähern sie sich an und werden nach und nach eines Besseren belehrt.

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Einblick in das Showbusiness. Ich selbst verfolge »Grey’s Anatomy« seit Stunde 0, bin damit aufgewachsen und habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie es wohl hinter den Kulissen ablaufen könnte. In Aus der Rolle gefallen* erleben wir genau das. Schauspieler, die zu Freunden werden und die, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, Produzenten, die ihre Meinung durchsetzen wollen und vollkommene Offenheit und Verletzlichkeit der Schauspieler auf Knopfdruck erwarten, Zeitdruck, durch den jede Folge durchgejagt wird und scheinbare Werte für Diversität, die dem großen Geld manchmal im Weg stehen. Und trotzdem blieb alles realistisch, denn Menschen streben nun mal nach Erfolg. Auch der Umgang mit der Presse war hochaktuell und ich fand es spannend zu erleben, wie die kleinsten Äußerungen in den Sozialen Medien von den Presseagenten strategisch durchdacht und geplant sind. Es hat mir Spaß gemacht, die beiden ans Set zu begleiten und ich bin gleichzeitig froh, dass das nicht mein Job ist. 😀

Nicht zu kurz kommt natürlich die Liebesgeschichte. Die finde ich wahnsinnig mitreißend und gleichzeitig authentisch beschrieben. Es ist nicht die große Liebe auf den ersten Blick. Und doch ist irgendeine Anziehung da, die sich hier und da in Nuancen bemerkbar macht und nur langsam ans Licht kommt. Liebesgeschichte bedeutet in diesem Fall auch Happy End und ist damit besonders zu empfehlen, wenn man ein paar Streicheleinheiten für die Seele braucht.

Fazit

Aus der Rolle gefallen ist eine Liebesgeschichte zweier Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, die eine jung, die andere etwas älter, aus Amerika und Großbritannien, warmherzig und zurückgezogen. Besonders das Hollywood-Setting hat es mir angetan und mein »Grey’s Anatomy«-Fanherz höher schlagen lassen. Es war spannend, mehr darüber zu erfahren, wie es hinter den Kulissen einer erfolgreichen Krankenhausserie ablaufen kann und was von Schauspielern alles erwartet wird. Der Umgang mit Social Media ist hochaktuell, was die Geschichte für mich noch glaubhafter macht. Von der Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt, wurde ich total vereinnahmt. Definitiv zu empfehlen als Seelenpflege für Zwischendurch!

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