Lee Winter

 4,4 Sterne bei 19 Bewertungen

Alle Bücher von Lee Winter

Cover des Buches Nichts als die ungeschminkte Wahrheit (ISBN: 9783963242298)

Nichts als die ungeschminkte Wahrheit

 (4)
Erschienen am 16.01.2020
Cover des Buches Aus der Rolle gefallen (ISBN: 9783963242595)

Aus der Rolle gefallen

 (2)
Erschienen am 17.10.2019
Cover des Buches Requiem mit tödlicher Partitur (ISBN: 9783955339142)

Requiem mit tödlicher Partitur

 (2)
Erschienen am 30.11.2017
Cover des Buches Das Geheimnis der roten Akten (ISBN: 9783963245558)

Das Geheimnis der roten Akten

 (1)
Erschienen am 19.08.2021
Cover des Buches Ein Hotel und zwei Rivalinnen (ISBN: 9783963246302)

Ein Hotel und zwei Rivalinnen

 (0)
Erschienen am 10.02.2022
Cover des Buches Happy End am Ende der Welt (ISBN: 9783963244377)

Happy End am Ende der Welt

 (0)
Erschienen am 03.12.2020
Cover des Buches Breaking Character (ISBN: B07QGX6BSX)

Breaking Character

 (2)
Erschienen am 23.04.2019

Neue Rezensionen zu Lee Winter

Cover des Buches Nichts als die ungeschminkte Wahrheit (ISBN: 9783963242298)S

Rezension zu "Nichts als die ungeschminkte Wahrheit" von Lee Winter

Vielleicht nicht unbedingt realistisch, aber gut konstruiert
SimoneBvor 3 Monaten

The Brutal Truth bzw. Nichts als die ungeschminkte Wahrheit ist ein lesbischer Liebesroman von Lee Winter, in der sich eine nette, etwas unkonventionelle Australierin mit dem großen Traum, Journalistin zu werden, in ihre amerikanische Ice-Queen-Chefin verliebt, deren liebstes Hobby es zu sein scheint, persönliche Assistentinnen zu feuern. Was folgt, ist eine slow-burn-Romanze, die uns langsam hinter die Fassade der Charaktere blicken lässt und nebenbei der unbedeutenden Nachtschicht-Journalistin einen Aufstieg zum absoluten Weltruhm beschert. All das vor der Kulisse des Modejournalismus, mit einem B-Plot über sexuelle Belästigung durch chauvinistische Männer.

Gut gefallen haben mir an dem Buch die spritzigen Dialoge, die sehr charakterstarken und wiedererkennbaren Nebencharaktere und die langsame Steigerung der gegenseitigen Anziehung. Die Handlung ist überaus geschickt aufgebaut und wird zu keiner Zeit langweilig, und beide Hauptfiguren erzählen ihre Sicht der Dinge, sodass der Leser sie jeweils mit ihren Motiven und Sichtweisen kennenlernen kann.

Etwas gestört hat mich, dass das Thema "Männer sind Schweine" ein wenig zu nachdrück und einseitig ausgearbeitet wurde. Abgesehen von einem Modedesigner, der die ganze Zeit über die schönsten Kleider spricht, sind so ziemlich alle Männer in diesem Buch entweder lüsterne Möchtegern-Aufreißer, die in einem Lesben(!)-Club versuchen, eine Frau rumzukriegen, oder gleich der Inbegriff des Patriarchats und der sexuellen Unterdrücken aller Frauen, die ihnen irgendwie in die Quere kommen. Und damit meine ich nicht nur eine gewisse Hauptfigur, die als passiver Gegenspieler in der Geschichte fungiert, sondern auch zufällige Begegnungen auf Mode-Veranstaltungen, bei denen wir wieder und wieder erklärt bekommen, dass diese problematischen Männer unsere wunderschöne und elegante Protagonistin auf's Widerlichste anstarren, mit ihr gegen ihren Willen tanzen wollen und sie auf ihr Äußeres reduzieren. Wir haben es verstanden, Männer sind böse, schon klar. Ich wünschte mir als Leserin da ein etwas ausgeglicheneres Bild.

Weiterhin hinterlässt auch die Auflösung des B-Plots über die Missbrauchsfälle einen schalen Nachgeschmack. Es kommt nicht zu einer Art von Aufklärung und gerichtlichen Aufarbeitung, sondern die Taten werden mit Selbstjustiz, Erpressung und schmutzigen Mitteln "gerächt". Da wünscht man sich eigentlich etwas mehr moralische Integrität bei den Haupt-Identifikationsfiguren.

Ein paar sehr positive Punkte möchte ich auch noch anführen. Wie schon erwähnt, sind die Nebencharaktere sehr facettenreich und farbenfroh gezeichnet. Die unfreiwillige dauerhafte persönliche "Assistentin" unserer Ice Queen brachte mich mit ihrer scharfen Zunge immer wieder zum Lächeln, und ich empfand sehr viel Sympathie für sie. Sie hat die Behandlung durch Elena nicht verdient, einschließlich dessen, was ganz am Schluss passiert. Auch die beiden Französinnen, Mutter und Tochter, sind schillernde Charaktere, die die Story immer interessant halten.

Und auch unsere Hauptfiguren haben ihre interessanten Eigenheiten. Die junge Journalistin besitzt einen faszinierenden Blick für traurige und ergreifende Geschichten abseits des Mainstreams, und unsere Mode-Imperialistin und Ice Queen wahr sich ihren persönlichen Stil mit einem Outfit, das von Steampunk inspiriert ist. Das ist vielleicht nicht unglaublich realistisch, aber bringt es dem Leser die Charaktere aber viel näher. Auch insgesamt ist der Aufstieg von Maddie von einem Nichts zur weltweit gefeierten Start-Autorin durch eine Reihe glückliche Zufälle nicht unbedingt sehr plausibel, aber vermutlich trotzdem für viele Leser unterhaltsam.

Auf der romantischen Ebene habe ich von Anfang an gespürt, dass die beiden Charaktere sich gegenseitig glücklich machen können. Im letzten Drittel des Buches hat mich jedoch etwas gestört, dass Elena, die Chefin, kaum Risiken von ihrer Seite aus einging. [Spoilerwarnung] Alle Schritte in Richtung Offenheit und Ehrlichkeit mussten von Maddie unternommen werden. Sie musste mehrfach ihre Gefühle gestehen und wurde dafür meist mit allgemeinen, vagen Aussagen abgespeist. Das lässt das Happy End ein wenig unausgewogen erscheinen, als hätte nur Maddie wirklich dafür gearbeitet. [Ende der Spoiler]

Fazit: Wer auf brutale Ice Queens steht, die keine Gefangenen machen, und dazu noch auf eine moderne Aschenputtel-Geschichte in der Welt der Mode und des Journalismus, der wird diese Story lieben! Und auch andere Liebhaber von FF-Liebesromanen werden mit dem Buch eine gute Zeit haben. 3.5 Sterne, aufgerundet auf 4.

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Cover des Buches Das Geheimnis der roten Akten (ISBN: 9783963245558)T

Rezension zu "Das Geheimnis der roten Akten" von Lee Winter

Zwei Journalistinnen auf der Suche nach dem großen Skandal
Tini2006vor 8 Monaten

...der sich quasi in den roten Akten verbirgt, siehe Buchtitel.

Lauren kommt vom Land und sucht in L.A. beim "Daily Sentinel" ihr Karriereglück. Doch anstatt über Politik und Wirtschaft darf sie "nur" über Promi-Partys und Charity Veranstaltungen schreiben. Die Arme muss jeden Tag auf eine andere Party gehen, wird dabei auch mal handgreiflich und leidet unendlich darunter, dass sie mit Schauspielern und Künstlern die Abende verbringen muss, anstatt trockenen Reden über Außenpolitik zu lauschen. Ihre Erzfeindin arbeitet beim selben Blatt und hat die Zeit in Washington schon hinter sich. Leider lief es da weniger gut für sie, weil sie in einen Skandal verwickelt wurde. Deshalb ist sie jetzt verbittert, lebt zurückgezogen und muss ebenfalls über Promis berichten.  Bei einer der Partys wird Lauren Zeugin einer merkwürdigen Szene: 34 Prostituierte werden aus Nevada nach L.A. gebracht, nur, um auf einer Party mitzufeiern. Noch seltsamer wird es, als sie herausfindet, wer die Frauen bezahlt hat: Der Staat Nevada. Ihre wahre Reporterseele erwacht, sie beginnt zu recherchieren - und erhält unerwartet Unterstützung von der Erzrivalin, wobei sich die beiden im Lauf der Zeit näher kommen.

Die Frauen heißen Lauren King und Catherine Ayers. Wie sie aussehen, erfahren wir nicht wirklich  im Detail; Catherine hat wohl rötliche Haare, immerhin. Lauren hat ein Händchen für unpassende Kleidung. Mehr ist nicht im Gedächtnis geblieben, weil für die Autorin offenbar so sehr die inneren Werte zählen, dass sie ihre Figuren nicht äußerlich beschreiben muss *lol*. Das fand ich schade, denn ich stelle mir die Personen anhand konkreter Anhaltspunkte gern vor. 

Schlimm war, dass sich die Frauen untereinander mit Nachnamen ansprachen und siezten. So etwas habe ich in der Realität noch nie erlebt. Nicht: "Frau Ayers, Frau King" und Sie...das wäre unter den Umständen, dass sie im Journalismus arbeiten und noch dazu in derselben Abteilung, schon seltsam genug. Nein, die sprechen sich echt mit Nachnamen und Sie an, wie in einem üblen, letztklassigen Western! Ich kann nur hoffen, dass das die Übersetzung verbockt hat und nicht Wunsch und Wille der englischsprachigen Autorin ist....Immerhin wird aus Lauren King dann im Laufe der Handlung noch Lauren ohne Nachnamen. Catherine genießt dieses Glück nicht, sie heißt bis zum Ende unpersönlich "Ayers". Leider auch für uns Leserinnen...man kann wirklich nur hoffen, dass die beiden Protagonistinnen im Bett etwas persönlicher sind in der Ansprache....

Dieser Punkt hat mich wirklich massiv gestört, weshalb ich auch so ausführlich darauf eingehe. Fraglich finde ich auch, weshalb der Beruf der Klatschreporterin in Hollywood so eine abgrundtiefe Herabwürdigung erfährt, Es gehört schon was dazu., an die News der Stars und Sternchen zu kommen, auf denselben Partys wie sie herum zu schwirren und hier gut vernetzt zu sein. Kein Journalist, den ich kenne, belächelt Kolleginnen, die die Promiklatsch-Spalte bedienen, weil jeder weiß, dass es eine schwere Aufgabe ist. Schade, dass die Autorin das so in den Dreck zieht, als könnte das jeder machen und als würde ein Medium die reinsten Anfänger vom Land zu Promi-Partys schicken.

Grundsätzlich war es aber eine spannende, temporeiche Geschichte, die sicher zu den besseren aus diesem Genre zählt.



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Cover des Buches Nichts als die ungeschminkte Wahrheit (ISBN: 9783963242311)T

Rezension zu "Nichts als die ungeschminkte Wahrheit" von Lee Winter

Angestellte verliebt sich in bösartige, menschenverachtende Chefin
TheaWolf30vor 2 Jahren

Angestellte verliebt sich in Chefin - das ist ein Konzept, das in Büchern dieses Genres häufig vorkommt, und das mir zugegebenermaßen auch gefällt. Aus diesem Grund habe ich das Buch "Nichts als die ungeschminkte Wahrheit" auch gekauft.

Die Geschichte fängt mit einer theatralischen Szene an, die dort eigentlich keinen PLatz hat. Maddie Grey, die ihren freien Tag hat, bekommt eine SMS, dass sie zu einem Meeting kommen soll, in dem sich die neue Chefin der Zeitung, für die sie in der Nachtschicht arbeitet, der Belegschaft vorstellt. Und zwar sofort! WArum das alles soooo dramatisch und aufregend ist, dass ihr Mitbewohner Simon sigar zu ihr ins Zimmer stürzen muss, erschliesst sich mir beim besten Willen nicht.

Schon bald lernen wir Elena kennen,. Ihr Ruf eilt ihr voraus. Sie ist erfolgreich, mächtig und - wie ich zu sagen behaupte - absolut bösartig. Leute wegen Kleinigkeiten zu feuern schürt ihre Lebensfreude, zumindest, wenn man den anfänglichen Schilderungen der Autorin glauben darf. Auf den letzten Seiten relativiert sich das dann etwas. Vorher aber müssen wir einiges von dieser charakterlich so liebenswerten Person  aushalten und mit erleben, wie sie ihr Umfeld schikaniert. 

Das hält Maddie, die eigentlich Journalistin sein will, aber Elenas Meinung nach keine ist, aber nicht davon ab, sich in die unnahbare, schwerreiche und äußest attraktive Chefin zu verlieben. Dass Elena verheiratet ist stört dabei genauso wenig wie ihre Unberechenbarkeit und ihr krudes, auf extrem kapitalistischen Säulen basierendes Menschenbild. Sie outet dann noch Elenas Ehemann als sexuell übergriffig, schmeißt sich an die Tochter einer sozialgestörten Designerin heran - und schwupps, schon ist sie ihrem Ziel, Elena für sich zu gewinnen, entschieden näher gekommen!

Ja, ja. Es ist eine Geschichte. Und sie bedient die heimlichen TRäume vieler lesbischen Frauen (Sex mit der Chefin, Beziehung mit der Chefin, vom Aschenputtel zum Superstar usw.). Ich fand`s prinzipiell auch ganz süß, deshalb drei Sterne. Aber einiges war einfach sehr plump. Natalii mit zwei i als Tochter der Designerin - das war einer dieser Punkte. Die Art und Weise, wie sich Maddie an sie heran machte, ist im realen Leben wohl kaum die Basis einer Freundschaft und schon gar nicht das Trittbrett für eine Karriere. Die darauf basierenden Folgen (Interview mit deren Mutter usw.) waren schlichtweg unglaubwürdig und das ach-so-innige Verhältnis auch völlig übertrieben.

Am meisten gestört hat mich jedoch das Menschenbild, das in diesem Buch durch die Person der Elena vermittelt wurde. Ist eine Person, die andere für sich tanzen lässt, deren Abhängigkeitsverhältnis ausnutzt, die wegen nix Leute auf die Straße setzt, die in einem grauenvollen, respektlosen Ton mit ihren Angestellten spricht, die keine Fehler verzeiht, denn wirklich so toll und so anbetungswürdig, dass man sich in sie verlieben kann? Es ist ein sehr amerikanisches, kapitalistisches Weltbild, das sich in diesem Buch widerspiegelt. Ich habe vergleichsweise auch deutsche Lesbian-Fiction-Geschichten mit "Angestellte verliebt sich in Chefin" gelesen. Diese Chefinnen hatten zumindest ein Herz und Charisma und irgendwas Liebenswertes! Außerdem waren die Rahmenumstände überwiegend realistischer.

Kurzum: das Buch sollte man wohl nur lesen, wenn man nicht zu kritisch ist.



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