Leena Lander

 3.6 Sterne bei 37 Bewertungen

Lebenslauf von Leena Lander

Leena Lander wurde im Oktober 1955 in Turku geboren. Ihr Vater arbeitete in einem Heim für straffällige Mädchen, welches sehr nah an Landers Haus lag. Dadurch schloss sie Freundschaften mit diesen und spielte häufig mit ihnen. Bereits im Alter von acht, fing sie an, auf ihrer Schreibmaschine Geschichten zu schreiben. Mit 20 verfasste sie ihren ersten Roman. Lander schreibt für Funk und Fernsehen, sowie für das Theater. Ihre Werke sind erfolgreich und wurden mehrfach ausgezeichnet, da sie ein großes Verständnis für die Perspektiven von Kindern in ihren Romanen zeigt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen im Südwesten Finnlands.

Alle Bücher von Leena Lander

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Cover des Buches Die Gesichter des Meeres (ISBN: 9783442718832)

Die Gesichter des Meeres

 (12)
Erschienen am 09.12.2019
Cover des Buches Die Insel der schwarzen Schmetterlinge (ISBN: 9783641197841)

Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

 (10)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Mag der Sturm kommen (ISBN: 9783641197858)

Mag der Sturm kommen

 (6)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Im Sommerhaus (ISBN: 9783442727704)

Im Sommerhaus

 (3)
Erschienen am 01.09.2001
Cover des Buches Eine eigene Frau (ISBN: 9783442753321)

Eine eigene Frau

 (4)
Erschienen am 20.08.2012
Cover des Buches Die Unbeugsame (ISBN: 9783641137830)

Die Unbeugsame

 (0)
Erschienen am 08.09.2014

Neue Rezensionen zu Leena Lander

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Rezension zu "Die Gesichter des Meeres" von Leena Lander

Mit wahrem Hintergrund
tigerbeavor einem Monat

Heiligabend 1895. Vor der irischen Küste läuft ein Frachter auf Grund. Die Besatzung wartet auf Hilfe, doch die Seenotretter kommen in der eisigen See selbst ums Leben. Der 13jährige Matias, als blinder Passagier auf dem Frachter, findet Hilfe bei der Kapitänsfamilie und findet sich mitten in den Ermittlungen wieder. 

100 Jahre nach der Tragödie forscht eine finnische Schriftstellerin in ihrer Familiengeschichte...

Mit "Die Gesichter des Meeres" hat Leena Lander ihre eigene Familiengeschichte niedergeschrieben. Diese Geschichte nimmt den Leser mit. Man erlebt hier Schicksale, von denen man nicht glauben kann, daß sie so passiert sind. Doch die Autorin hat recherchiert und somit kann man ihr glauben. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Hier findet man starke Küstenbewohner, die wie ein Fels in der Brandung stehen und einfach "Charakter haben". Die Autorin schafft es gekonnt die düstere Atmosphäre der Jahreszeit und des Sturmes aufleben zu lassen, so daß man als Leser eine gewisse Gänsehaut verspürt. Das Buch ist durchaus dramatisch, steckt aber auch voller Gefühl und Emotion. Man wird als Leser am Ende vor eine schwere Frage gestellt - wo fängt Unrecht an?  

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Rezension zu "Die Gesichter des Meeres" von Leena Lander

Die Gesichter einer Tragödie
Reenchenzvor 2 Monaten

Irland, Heiligabend 1895. Vor der Küste von Kingstown läuft der Frachter „Palme“ auf Grund. Neben der Besatzung befindet sich auch die Kapitänsgattin nebst Säugling sowie der als blinder Passagier an Bord gekommene 13-jährige Matias Sahlmann auf dem festsitzenden Schiff. Während die Schiffbrüchigen auf Hilfe warten, kommen 15 Seenotretter bei einem Rettungsversuch in den eisigen Fluten ums Leben. Die Bewohner der Hafenstadt sind traumatisiert. Warum richtete sich das Boot der 15 Unglücklichen nach dem Kentern nicht wieder auf, so wie es dies hätte tun sollen? Lag menschliches Versagen vor oder wurden die Männer mit einem nicht seetauglichen Boot auf das stürmische Meer hinausgeschickt? Die Unglücksuntersuchung gerät zum Krimi, in welchem jede Partei seine eigenen Ziele zu verfolgen scheint und der junge Matias zum Spielball skrupelloser Männer wird. Der Journalist Daniel versucht die verschiedenen Knoten der Geschichte zu entwirren.

2012, eine Schriftstellerin aus Finnland recherchiert über das Unglück rund um die Havarie der „Palme“ und muss sich nebenbei auch mit der Vergangenheit ihres schweigsamen Ehemannes auseinandersetzen.

Die Gesichter des Meeres von Leena Lander ist ein Roman, den man nicht mal so nebenbei liest. Der Aufbau, die erzählte Geschichte und der Schreibstil sind durchaus anspruchsvoll.

Es tauchen eine Vielzahl von interessanten und vielschichtigen Charakteren auf, deren Handlungen ich als Leserin gerne verfolgt habe. Vor allem die Geschichte um das Kentern des Rettungsbootes und die verschiedenen Positionen und Interessen der einzelnen Handelnden fand ich sehr spannend und interessant. Zudem fand ich die Figur der Kapitänsgattin Elin sehr inspirierend.

Leider ist mir der Roman aber in Teilen etwas langatmig und wirr geraten. So verfangen sich die Protagonisten teilweise in seitenlangen Erörterungen von Nebensächlichkeiten, die mit der Handlung rein gar nichts zu tun haben und scheinbar nur der Wissensvermittlung dienen.

Dies ist ein kleines Ärgernis, da hier gelegentlich der Spannungsbogen einer im Grunde mitreißenden Geschichte unschön unterbrochen wird.

Der zweite Erzählstrang des finnischen Ehepaars lies mich leider ziemlich ratlos zurück. Die Verbindung zur eigentlichen Geschichte des Schiffsunglücks und dessen Folgen hat sich mir nicht erschlossen. Hätte dieser Teil des Buches gefehlt, wäre der Roman für mich als Gesamtheit „runder“ gewesen.

Aufgrund der Thematik und des etwas anspruchsvolleren Schreibstils kann ich dieses Buch nur eingeschränkt empfehlen. Für alle Seefahrtinteressierten ist er aber in jedem Fall ein Blick wert.

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Rezension zu "Die Gesichter des Meeres" von Leena Lander

Dramatisch schön
LittleShamrockLibraryvor 3 Monaten

Welch schöner dramatischer Roman. Vielen Dank an btb für mein Rezensionsexemplar.


Dieses Buch hat alles was ein gutes Drama braucht. Starke und außergewöhnliche Charaktere. Verworrene und emotionale Familiengeschichten. Abgerundet von einer melancholischen, düsteren und bildhaften Kulisse.

In dem Buch springen wir durch die Zeiten vom Unglück im Jahr 1895 bis hin zur heutigen Zeit, in der eine finnische Schriftstellerin sich mit den Geistern der Vergangenheit konfrontiert sieht.


Das Buch lies an einigen stellen düstere Stimmung aufkommen. Eigentlich so gar nicht passend als Sommerlektüre. Jedoch konnte es mich sehr fesseln. Die einzelnen hier beschriebenen Schicksale lassen den Leser auf keine Fall kalt. Hier versteckt sich viel Emotionalität zwischen den Zeilen. Gnadenlos wird der Leser dazu gezwungen sich eine Meinung zu bilden. Die Moral von der Geschichte muss man mit sich selbst ausmachen. Ein Buch das mit seiner Geschichte und deren Figuren, den Leser zwingt sich Gedanken um Gerechtigkeit zu machen. Ist es immer so leicht zu sagen, das ist gerecht? Oder ist es eben mehr gerecht aus einem anderen Blickwinkel gesehen?

 Ich konnte mich noch immer nicht ganz entscheiden. Das Buch wird mir sicher noch länger im Gedächtnis bleiben.

Ein wirklich tolles Drama und von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter.

Als kleine Kritik, stellenweise waren mir manche Dialoge zu lang gezogen und die Szenen dazu zu langweilig. Die Spannung viel somit ab und ich war versucht einfach weiter zu blättern. Das hätte es nicht gebraucht. Den der Aufbau hat trotz der anspruchsvollen sprachlichen Handlung, das Format zu einem Pageturner.


Ein Buch für kommende stürmische Herbsttage.





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Zusätzliche Informationen

Leena Lander wurde am 25. Oktober 1955 in Turku (Finnland) geboren.

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