Leena Lehtolainen Schüsse im Schnee

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Inhaltsangabe zu „Schüsse im Schnee“ von Leena Lehtolainen

Das Geld der alten Dame Tief im Wald liegt das verwunschene Anwesen Loberga Gård. Im Winter, wenn große Schneemassen fallen, ist das Herrenhaus gelegentlich von der Außenwelt abgeschnitten. Das Gerücht, es würde dort spuken, passt zu diesem Ort. Niemand wundert sich, als die zweiundneunzigjährige Besitzerin des Hauses, Lovisa Johnson, sich bedroht fühlt. Sie heuert Hilja Ilverskero als Bodyguard an, die ihre Berichte von angeblichen Anschlägen auf ihr Leben nicht ganz ernst nimmt. Doch als sie auf Loberga Gård eintrifft und der illustren Schar von Lovisas Erben begegnet, weiß sie, dass sie einen Job zu erledigen hat. Der vierte Fall der Leibwächterin Hilja Ilveskero entführt ins tief verschneite Finnland, das nicht so idyllisch ist, wie man denken könnte.

Grandiöösi!

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

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  • Grandiöösi, wie es die Finnen sagen würden!

    Schüsse im Schnee
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    22. June 2017 um 15:34

    Meine Meinung   Ich persönlich liebe skandinavische Krimis. Sei es Island, Norwegen, Schweden, Dänemark – oder Finnland! Von Autoren aus dem hohen Norden kann man immer spannende Literatur erwarten. So auch bei der finnischen Autorin Leena Lehtolainen. Ihr neuester Krimi „Schüsse im Schnee“ behandelt keine 08/15-Cops und eiskalte Serienmörder, sondern eine knallharte Personenschützerin, Hilja Ilveskero, die das Leben einer alten Dame auf einem großen Gut im verschneiten und tiefen Finnland beschützen muss. Solch Plotthema hatte ich noch nie, und aus diesem Grund war ich umso gespannter auf die Umsetzung des Krimis, welcher im Kindler Verlag in der Rowohlt Verlagsgruppe erschienen ist.    Bereits zu Beginn entstand beim Lesen ein gewisser Sog, der bei mir ab der ersten Seite entstand. Die Autorin zog mich in die Geschichte hinein, überzeugte schlagartig mit diesem ausgefallenen und sensationellen Charakter! Hilja ist stark, mutig, gibt alles für ihre Schützlinge. Sie riskiert dabei nicht nur die Gefahr, aufzufliegen, sondern auch ihren eigenen Tod. Sie ist sympathisch, kein Stereotyp, sie erinnerte mich auch teils an Lisbeth Salander von Stieg Larsson aus der Millenium-Reihe. Trotz ihrer Einfachheit polarisierte Hilja; der Drang nach Liebe und Zuneigung, ihre tragische Vergangenheit und ihre Motive, das zu tun, was sie tun musste, gaben mir gute Gründe, sie nicht zu mögen. Von der ersten Minute an mochte ich Hilja, und sie entwickelte sich tatsächlich während dem Lesen zu einem der besten Charaktere, die ich jemals in einem Roman kennenlernen durfte.    Der Grund für den Sog am Anfang und das Lesevergnügen auf den ersten Seiten war aber nicht nur Hilja, sondern auch der flüssige, interessante und tolle Schreibstil! Die Mischung aus Ruhe und Tempo, die Abwechslung schaffte, erschuf eine grandiose Atmosphäre: Das verschneite Finnland, ein großes Haus, tragische Familiengeschichten! Auch, wenn das Problem mit Lovisa etwas in den Hintergrund gerückt war, und weitere Handlungsstränge eingeführt wurden wie Sergej, Sampo oder Johannes, so ebbte das Interesse und die Lust an der Lektüre nie ab!    Natürlich durften bei einem echten Skandinavien-Krimi ein oder zwei Morde nicht fehlen. Sehr beeindruckend fand ich die Tatsache, dass der Leser – zumindest war dies bei mir so – nicht ahnen kann, wer genau hinter den Attentaten oder dem vermeintlichen Mord an Lovisa steckte. Frau Lehtolainen gab uns keinerlei Hinweise, ich tappte ewig im Dunkeln, und das fand ich sehr gut! Die Auflösung war überraschend, und tatsächlich hatte sich ein kleiner Verdacht von mir bestätigt.    Während dem Lesen hatte ich ständig das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein, da die komplette Story bildlich und sehr authentisch wirkte. Ich bin insgesamt begeistert von dieser äußerst spannenden und ungewöhnlichen Lektüre! Ich werde die sympathisch Finnin Leena Lehtolainen auf jeden Fall im Auge behalten, so viel steht fest! ​ Fazit   Sehr empfehlenswerter Krimi mit einer außergewöhnlichen und starken Heldin, die mich sofort überzeugt hatte. Ein ruhiger, aber dennoch sehr interessanter Schreibstil, eine verzwickte und tiefgründige Story, die mich begeisterte! „Grandiöösi“, wie die Finnen sagen würden!

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  • Ein ruhiger Kriminalroman im verschneiten Finnland

    Schüsse im Schnee
    Nabura

    Nabura

    18. June 2017 um 18:17

    Über eine Freundin erhält die Leibwächterin Hilja Ilverskero einen neuen Auftrag. Sie soll für die Sicherheit von Lovisa Johnson sorgen. Die zweiundneuzigjährige Dame war früher eine erfolgreiche Unternehmerin. Heute fühlt sie sich in ihrem abgelegenen Anwesen bedroht, denn sie ist sich sicher, dass jemand sie töten will. Vielleicht sogar jemand aus der eigenen Familie? Schon auf dem Weg zum Anwesen gibt es einen Zwischenfall: Ein Unbekannter schießt auf Hiljas Auto. War das ein fehlgeleiteter Schuss eines Wilderers oder eine Nachricht an sie, dass sie unerwünscht ist? Trotzdem nimmt sie den Job an und hält die Augen offen im Kontakt mit Lovisas Familie und Bekannten. Aber bald geschieht wieder etwas…Das Cover des Buches spiegelt die Abgeschiedenheit des Handlungsortes wieder und machte mich neugierig, was dort wohl geschehen wird. Das Buch startet spannend mit den Schüssen auf Hiljas Auto, die gerade auf dem Weg zu ihrer neuen Auftraggeberin ist. Davon lässt sie sich aber erst einmal nicht abschrecken und beginnt nach einem kurzen Gespräch mit Lovisa sofort mit ihrer neuen Aufgabe als ihre Leibwächterin.Für Hilja scheint der neue Job zur rechten Zeit zu kommen. Sie hat schon viel durchmachen müssen, was vermutlich in den ersten drei Bänden der Serie beschrieben wird, die ich noch nicht gelesen habe. Immer wieder flackern Erinnerungen auf, die dem Leser das nötigste erklären. Doch vor allem will sie nach vorn blicken und beginnt zügig mit dem Überprüfen der Sicherheitsvorkehrungen. Weil Lovisa nicht will, dass ihre Erben von ihren Ängsten erfahren, gibt sie Hilja als Sekretärin aus, die ihre Memoiren niederschreiben wird. Durch die Gespräche, die die beiden deshalb führen, erhält man immer wieder Einblicke in Lovisas Vergangenheit, aus der sich mögliche Motive ergeben. Schon bald lernt Hilja Lovisas Erben kennen, bei denen es sich allesamt um exzentrische Persönlichkeiten handelt. Da gibt es den selbstlosen Arzt Johannes, der sich um illegale Einwanderer kümmert; den ehemaligen Polizeischüler Sampo, der zu einer rechten Vereinigung gehört; Aurora, die glaubt ,sie habe übersinnliche Fähigkeiten und Raisa, eine Unternehmerin in der Ölindustrie. Ihre gegensätzlichen Weltanschauungen prallen immer wieder aufeinander und jeder meint zu wissen, was das Beste für Lovisa ist. Zwar sind die Charaktere an sich interessant, aber es wird viel diskutiert und gestritten, wodurch die Geschichte für mich nur schleppend vorankam und an Spannung verlor.Zwischenzeitlich tritt Lovisas Angst, man könne sie töten, fast gänzlich in den Hintergrund. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte auf einen illegalen russischen Einwanderer, den Johannes nach Norwegen schmuggeln will und von dem natürlich vor allem Sampo nichts erfahren darf. Das weckt bei Lovisa alte, geheim gehaltene Erinnerungen. Dieser Handlungsstrang konnte mich leider nicht wirklich fesseln und ich hoffte, dass in Bezug auf die Haupthandlung endlich etwas passiert. Für mich etwas zu spät kommt es zu einem unerwarteten Todesfall, der für Dramatik sorgte. Leider flachte die Spannung danach recht schnell wieder ab und es wurde wieder ruhiger bis hin zu einem kurzen und heftigen Showdown, in dem Personen ihr wahres Gesicht enthüllen und alles auf dem Spiel steht. Vieles hier wirkte auf mich leider zu gewollt und nicht hundertprozentig nachvollziehbar, sodass ich das Buch mit gemischten Gefühlen beendete.In „Schüsse im Schnee“ soll Hilja eine alte Dame schützen, die glaubt, jemand wolle sie ermorden. Während Hilja sich um ihre Sicherheit kümmert, lernt sie die exzentrische Familie ihrer Auftraggeberin kennen. Die Autorin hat höchst unterschiedliche Charaktere geschaffen und lässt deren Überzeugungen aufeinanderprallen. Doch die Geschichte kommt trotz einzelner dramatischer Momente und gelüfteter Geheimnisse nicht so recht in Schwung. Ich vergebe drei Sterne für diesen ruhigen Kriminalroman im verschneiten Finnland.

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