Leena Parkkinen Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 5 Rezensionen
(2)
(4)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte“ von Leena Parkkinen

Ein wunderbarer Roman über die Kraft unerwarteter Begegnungen Eine einsame Straße im Südwesten Finnlands: Die dreiundachzigjährige Karen sitzt am Steuer eines hellblauen Plymouth Fury und drückt aufs Gaspedal. Neben ihr sitzt die hochschwangere Achtzehnjährige Azar, die nur kurz zuvor vergeblich versuchte, die alte Dame auszurauben. Die völlig ungleichen Frauen fliehen beide vor der Vergangenheit, aber aus den unterschiedlichsten Gründen. Und doch verbindet sie ein Ziel: eine einsame Insel im finnischen Meer, die ein Geheimnis birgt. Denn dort müssen Karen und Azar einen über fünfundsechzig Jahre zurückliegenden Mord aufklären – und tauchen dabei ein in eine Familiengeschichte, die so rau ist wie der Inselwind und so wunderschön wie das Sonnenlicht über dem eiskalten Meer.

Roadtrip mit zwei ganz unterschiedlichen Hauptdarstellerinnen

— Petra1984
Petra1984

Stöbern in Romane

Ich, Eleanor Oliphant

Ein Highlight für mich. Wunderbar ehrliche Protagonisten in einer erschreckenden, aber auch berührenden Geschichte mit witzigen Momenten.

Lisbeth76

Und es schmilzt

Ein wenig umständlich geschrieben in meinen Augen, aber auch tiefgründig, erschreckend und düster.

Lisbeth76

Im siebten Sommer

Ein tolles Wohlfühlbuch über Mut für einen Neuanfang, Vater-Kind-Beziehung und natürlich auch Liebe

lenisvea

Underground Railroad

Eine düstere Geschichte, die unvorstellbare Grausamkeiten bereithält, aber auch einen Hoffnungsschimmer erkennen lässt.

Johanna_Jay

Der Junge auf dem Berg

Verlust der Menschlichkeit – Eindrucksvoll, bedrückend und auf die heutige Zeit übertragbar

Nisnis

Liebe zwischen den Zeilen

Alles in allem ist „Liebe zwischen den Zeilen“ so herrlich kitschig schön und hat mein Leserherz erwärmt.

LadyDC

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
    BeeLu

    BeeLu

    29. September 2015 um 17:18

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte. In diesem in Finnland spielenden Roman geht es um Freundschaft, Liebe, Geheimnisse und natürlich einen Mord, den es „nebenbei“ aufzuklären gilt. Die alte Dame Karen möchte an ihrem Lebensabend den Mord an einer Freundin aufklären, der in ihrer Jugend passiert ist. Karens Bruder wurde damals des Mordes beschuldigt, jedoch glaubt Karen bis heute an seine Unschuld. Zufällig gerät sie in einen Tankstellenüberfall und rettet die darin verwickelte Azar. Azar ist 17, hochschwanger und hat eine Menge Probleme am Hals. Im Laufe des Buches wird der Leser mit in Karens Jugend zu Zeiten des 2. Weltkriegs genommen. Hier wird viel aus Kinheit und Jugend der alten Dame erzählt, es gibt spannende und interessante Eindrücke aus dem Leben im damaligen Finnland. Zeitsprünge in die Gegenwart behandeln die Flucht und die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Azar und Karen und natürlich darf auch Azars Geschichte nicht fehlen. So fügen sich irgendwann die 3 Stränge zusammen und die „Ermittlungen“ der beiden Frauen entlarven den wahren Mörder. Ich fand das Buch im Ganzen irgendwie nicht ganz „rund“. Es wird sehr lange aus Karens Jugend und der Beziehung zu ihrem Bruder Sebastian erzählt, was ich auf die Dauer etwas ermüdend fand. Die Geschehnisse aus der Gegenwart, also die Flucht und die Ermittlungsversuche der beiden Frauen waren für mich wesentlich interessanter und ansprechender zu lesen, kommen aber irgendwie für meinen Geschmack etwas zu kurz. Insgesamt fand ich den Sprachstil teilweise etwas hölzern, was natürlich auch an der Übersetzung liegen mag. Wobei aber gerade die Scharfzüngigkeit von Karen für viele Schmunzler meinerseits gesorgt hat. Es ist eine wahrlich interessante und ungewöhnliche Geschichte, die die beiden Frauen zusammen erzählen und durchaus lesenswert. Da ich es aber teilweise etwas zu langatmig fand, gebe ich 3 Sterne.

    Mehr
  • Für einen Raod-Trip ist man doch nie zu alt

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2015 um 14:08

    Zum Inhalt: Die 83jährige Karen macht sich auf den Weg um einen Mord aufzuklären, der vor mehr als 65  Jahren, auf einer kleinen Insel mitten im finnischen Meer verübt wurde. Damals wurde ihr Bruder beschuldigt die Tat begangen zu haben, kam dafür ins Gefängnis. Doch er war dort zu  Unrecht inhaftiert und nahm sich schließlich, aus Verzweiflung, das Leben. Bevor es nun auch für Karen zu spät ist, möchte sie endlich den wahren Täter finden und den Mord aufklären.  Unterwegs trifft sie auf die 18jährige, hochschwangere Azar. Das junge Mädchen denkt "leichtes  Spiel" mit der alten Dame zu haben und will sie ausrauben. Dieses Vorhaben scheitert und beide machen sich nun gemeinsam auf den Weg die Wahrheit herauszufinden. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Sie beschreibt die Situationen unkompliziert und bringt die Dinge dabei auf den Punkt. Sie schafft den "Spagat" zwischen Situationskomik sowie anrührenden Schilderungen. Die richtigen Stilmittel an den richtigen Stellen halten den Leser bis zum Ende hin fest an der Geschichte. Fazit: Ein lesenswertes Buch, das sowohl durch seinen Schreibstil als auch durch seine überzeugendenCharaktere besticht.

    Mehr
  • Ein Roadtrip durch Finnland - mit zwei ungleichen Heldinnen.

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
    Bemala

    Bemala

    07. November 2014 um 12:51

    Hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt sich eine der rührendsten und gleichzeitig spritzigsten Geschichten, die ich seit Langem gelesen habe. Leena Parkkinen, die zuvor auf Deutsch im Kinderbuchbereich veröffentlichte, hat mit ihrer alten Dame ein für sie neues Genre betreten, das zwar optisch an den "Hundertjährigen" erinnert, aber noch mehr Charme versprüht und in eine neuartige Richtung geht. Neben all dem Wortwitz, der mir weit mehr als einmal die Lachtränen in die Augen trieb, und der Situationskomik zwischen den beiden weiblichen Helden dreht sich das Buch um einen Mordfall: Die über 80-jährige Finnin Karen möchte ein Verbrechen aufdecken, das mehr als 60 Jahre zurückliegt. Ihr Bruder wurde fälschlicherweise verdächtigt, schuld am Tod eines Menschen zu sein; weil er dem Druck nicht mehr standhielt, nahm er sich im Gefängnis das Leben. Bevor Karens eigenes Leben zu Ende geht, muss sie dieses Kapitel zu einem guten Ende bringen, und reist dazu auf eine entlegene Schäreninsel. In ihre Heimat, die sie seit so langer Zeit nicht mehr betreten hat. An ihrer Seite ist - herrlich konträr - eine 17-Jährige. Azar ist nicht nur hochschwanger, sondern hat eine scharfe Beobachtungsgabe und hilft Karen bei den Ermittlungen. Zuerst gegen ihren Willen, aber als sich die Freundschaft zwischen den ungleichen Damen entfaltet, können Karen und Azar gar nicht anders, als diese Geschichte zu einem wunderbaren und rührenden Abschluss zu bringen ... Ich habe dieses Buch verschlungen und empfehle es unbedingt weiter!

    Mehr
  • Road Trap

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
    walli007

    walli007

    Dringend muss Karen tanken, die 83jährige ist mit ihrem 56er Plymouth abgehauen. Zu dumm, dass die Tankstelle gerade als sie bezahlen will überfallen wird. Kurzerhand schlägt Karen einen der Täter nieder und entführt den anderen, bei dem es sich offensichtlich um eine schwangere junge Frau handelt. Ihrer unfreiwilligen Gemeinschaft zum Trotz kommen sich Karen und Azar näher. Es entblättert sich die Geschichte beider Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und die sich doch irgendwie ähneln.  Zwischen Vergangenheit beider Frauen und der gemeinsamen Gegenwart pendelt sie Erzählperspektive hin und her, wobei Karens Vergangenheit allein schon wegen ihrer Lebensjahre den größeren Teil einnimmt. In ihrer Jugend wurde eine junge Frau umgebracht und in Karens Augen wurde die Tat nie richtig aufgeklärt. Dies lässt Karen keine Ruhe, denn wer weiß wie viel Zeit ihr in ihrem Alter noch bliebt.  Die Lebenserzählungen alter Leute mit ungewöhnlichen Titeln bieten zur Zeit einen Anreizpunkt in den Regalen der Buchhändler, wobei der Originaltitel soweit ich herausfinden konnte in etwa „Galtby westen“ bedeutet (oder westlich von Galtby - ein Ort jedenfalls, den Google Maps findet), so dass hier möglicherweise der Übersetzer auf den Zug aufgesprungen ist. Ob die Umsetzung des Titels gelungen ist, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein, die Gestaltung des Buches ist ausgesprochen gelungen und ansprechend. Ich wurde direkt verführt, mir das Buch zu genehmigen.    Bei der Geschichte, die die Autorin erzählen will, handelt es sich dabei um eine pointierte Handlung, die mehr Tiefgang besitzt als der Titel ahnen lässt. Zwar haben wir in Karen eine ausgesprochen resolute und zupackende alte Dame, die sich ihrer jungen Freundin ohne zu zögern annimmt, doch die Erlebnisse ihrer Vergangenheit sind außergewöhnlich und von einschneidenden und leidensvollen Ereignissen geprägt. Von Azar dagegen könnte man fast sagen, sie hat es leicht gehabt, bis ihr die Leichtigkeit zu viel wird und sie sich ein paar Schwierigkeiten verschafft. So passen die beiden unterschiedlichen Frauen doch recht gut zusammen und sind sich gegenseitig eine Stütze. Karen stellt die Vergangenheit und Azar blickt in die Zukunft. Zwei Leben, die durch einen ungewöhnlichen Zufall eine Verbindung finden und deren keinesfalls oberflächliche Geschichten, den Leser von Anfang bis Ende fesseln und berühren.

    Mehr
    • 4
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    20. September 2014 um 15:28
  • Tränen gelacht - und von Herzen geweint

    Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
    Bemala

    Bemala

    01. September 2014 um 09:47

    Hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt sich eine der rührendsten und gleichzeitig spritzigsten Geschichten die ich seit Langem gelesen habe. Leena Parkkinen, die zuvor auf Deutsch im Kinderbuchbereich veröffentlichte, hat mit ihrer alten Dame ein für sie neues Genre betreten, das zwar optisch an den "Hundertjährigen" erinnert, aber noch mehr Charme versprüht und in eine neuartige Richtung geht. Neben all dem Wortwitz, der mir weit mehr als einmal die Lachtränen in die Augen trieb, und der Situationskomik zwischen den beiden weiblichen Helden dreht sich das Buch um einen Mordfall: Die über 80-jährige Finnin Karen möchte ein Verbrechen aufdecken, das mehr als 60 Jahre zurückliegt. Ihr Bruder wurde fälschlicherweise verdächtigt; weil er dem Druck nicht mehr standhielt, nahm er sich im Gefängnis das Leben. Bevor Karens eigenes Leben zu Ende geht, muss sie dieses Kapitel zu einem guten Ende bringen, und reist dazu auf eine entlegene Schäreninsel. Ihre Heimat, die sie seit so langer Zeit nicht mehr betreten hat. An ihrer Seite ist - herrlich konträr - eine 17-Jährige. Azar ist nicht nur hochschwanger, sondern hat eine scharfe Beobachtungsgabe und hilft Karen bei den Ermittlungen. Zuerst gegen ihren Willen, aber als sich die Freundschaft zwischen den ungleichen Damen entfaltet, können Karen und Azar gar nicht anders, als diese Geschichte zu einem Abschluss zu bringen ... Ich habe dieses Buch verschlungen und empfehle es unbedingt weiter!     

    Mehr