Leif Karpe

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Leif Karpe

Leif Karpe, geboren 1968, wuchs im Schwarzwald, Brasilien und dem Ruhrgebiet auf. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er als Regisseur und Kameramann für Dokumentar- und Spielfilme mit dem Schwerpunkt Kunst. Dabei sind u. a. Produktionen über Sandro Botticelli, Andy Warhol, Jeff Koons, Ai Weiwe und William Turner entstanden. »Der Mann, der in die Bilder fiel« ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Leif Karpe

Cover des Buches Der Mann, der in die Bilder fiel (ISBN: 9783312011667)

Der Mann, der in die Bilder fiel

 (8)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Mit Esmeralda durch Paris (ISBN: 9783941796638)

Mit Esmeralda durch Paris

 (1)
Erschienen am 13.01.2012
Cover des Buches Mit Carmen durch Sevilla (ISBN: 9783947944088)

Mit Carmen durch Sevilla

 (0)
Erschienen am 30.10.2019
Cover des Buches Mit Lola durch Berlin (ISBN: 9783941796010)

Mit Lola durch Berlin

 (0)
Erschienen am 09.09.2009
Cover des Buches Die Kurve der Zeit (ISBN: 9783752857757)

Die Kurve der Zeit

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Erschienen am 23.06.2018

Neue Rezensionen zu Leif Karpe

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Rezension zu "Der Mann, der in die Bilder fiel" von Leif Karpe

Die Straße der Impressionisten...
pardenvor 9 Monaten

DIE STRASSE DER IMPRESSIONISTEN...

Peter Falcon lebt ein leises Leben und betreibt seit Jahren einen kleinen Comicladen. Sehr erstaunt ist er daher, als ihn ein alter Freund aus Studientagen aufsucht. Charlie ist ein undurchsichtiger Zeitgenosse, der seit seiner Zeit bei Interpol für das New Yorker Auktionshaus Chroseby arbeitet, das sich dem Kunsthandel verschrieben hat.

Auch Peter hat seinerzeit Kunst studiert und wird nun von Charlie gebeten, im Auftrag des Auktionshauses nach Paris zu reisen. Eigentlich hat Peter der Kunst den Rücken gekehrt, aber er kann das in Aussicht gestellte Geld gut gebrauchen. Daher packt er seinen Koffer und macht sich mit einer Tasche voller Geld auf den Weg nach Frankreich.

Das Geld soll eine renommierte Kunstkritikerin zum Schweigen bringen, die behauptet, dass ausgerechnet Van Goghs 'Sternennacht' eine Fälschung sein soll. Ein Gerücht, das dem Auktionshaus Chroseby nur schaden kann. Als Peter Falcon in Paris landet, erwartet ihn jedoch ein vollkommen undurchsichtiges Abenteuer...

Ganz gegen meine sonstige Gewohnheit habe ich hier ausgesprochen langsam gelesen. Nach jeweils wenigen Seiten war ich immer schon 'satt'. Dies lag zum einen an der doch oftmals surrealen Erzählung, zum anderen aber auch an dem eigenwilligen und bildhaften Schreibstil, der wunderschön und teilweise poetisch, aber doch auch recht anspruchsvoll war.

Peter Falcon folgt im Laufe der Geschichte der 'Straße der Impressionisten', wobei es immer wieder zu undurchsichtigen Begegnungen kommt, deren Bedeutung sich nicht gleich oder manchmal auch gar nicht erschließt. Peter selbst hat einen ganz eigenen Zugang zur Kunst:


"Jedes Bild erzählt eine Geschichte. So war es ihm immer ergangen. Er konnte in die Geschichten der Bilder wie durch eine Kinoleinwand eintreten. Doch hier in Paris hatte das eine andere, neue Dimension angenommen. Die Richtung hatte sich geändert! Was wäre, wenn die Dinge und Menschen aus den Bildern in seine Welt treten würden? Und warum ausgerechnet jetzt?" (S. 121 f.)


In diesem Roman scheinen sich immer wieder mehrere Realitäten übereinander zu lagern. Manche Szenen wirken tatsächlich so, als befänden sich die Handelnden plötzlich in einem Bild, nicht aber mehr in dem heutigen Paris. Hier stellt sich im Verlauf also nicht nur die Frage, wem Peter überhaupt noch trauen, sondern auch, was der Leser glauben kann.

Der Eindruck der Surrealität blieb bei mir bis zum Schluss erhalten, wobei ich die traumartige Atmosphäre über weite Strecken durchaus genossen habe. In jedem Fall ein ganz eigenes Buch, in der der Krimi selbst eine eher untergeordnete Stellung einnimmt. Das Ende wirkte auf mich ein wenig konstruiert, beantwortete aber die meisten Fragen.

Ein versiertes Spiel mit verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit, gespickt mit zahlreichen Kunstwerken und Zitaten bekannter Künstler. Einfach eintauchen und treiben lassen - so liest es sich wohl am besten.


© Parden

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Rezension zu "Der Mann, der in die Bilder fiel" von Leif Karpe

Der Bilderflüsterer
Maddinliestvor 9 Monaten

Eigentlich hat Peter Falcon der Kunstwelt schon seit längerer Zeit den Rücken gekehrt, so ist er auch sehr überrascht, als ihn sein alter Freund aus zurück-liegenden Studentenzeiten um einen Gefallen bittet. Peter soll mit seinem künstlerischen Fachverstand nach Paris reisen und einer sehr hoch angesehenen Kunstkritikerin eine Geldsumme übergeben. Sie droht dem Auktionshaus Chroseby mit der Veröffentlichung ihrer Vermutung, dass das weltberühmte Bild Van Goghs "Sternennacht" lediglich eine Fälschung ist. Für Chroseby wäre dies eine schwerwiegende Rufschädigung, was die aktuell guten Geschäfte gefährden würde...

Leif Karpe hat mit "Der Mann der in die Bilder fiel" einen erfrischend anderen Kriminalroman veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem äußerst bildreichen und stellenweise schon poetischen Schreibstil, der hervorragend zum Thema passt und sich sehr flüssig lesen lässt. Es macht wirklich Spaß den schönen Umschreibungen zu folgen, so dass manchmal die Handlung in den Hintergrund rückt. Nichts desto trotz baut Leif Karpe, wie es sich für einen guten Kriminalroman gehört, mit dem mysteriösen Auftrag für Peter Falcon einen Spannungsbogen auf, den er dann mit den überraschenden Geschehnissen in Paris auf einem hohen Niveau hält. Der Autor konzipiert eine wirklich raffiniert verstrickte Geschichte, die stets mit vielen Rätseln aufwarten kann. Auch der Hauptprotagonist ist mit seinem Talent, Bilder zu lesen sehr interessant gezeichnet und er kann schon gleich zu Beginn des Buches viele Sympathiepunkte für sich gewinnen. Das Finale wirkt dann etwas konstruiert, aber liefert eine nachvollziehbare Auflösung.

Insgesamt ist "Der Mann der in die Bilder fiel" ein aus meiner Sicht sehr gut gelungener Debüt-Roman vom Autor Leif Karpe, der mich in erster Linie mit seinem besonderen Schreibstil überzeugen konnte. Es bleibt zu hoffen, dass es weitere Bücher dieses talentierten Autors geben wird. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Rezension zu "Der Mann, der in die Bilder fiel" von Leif Karpe

Ist die "Sternennacht" eine Fälschung?
Zwillingsmama2015vor 10 Monaten

Der Roman/Kunstkrimi "Der Mann, der in die Bilder fiel" von Leif Karpe befasst sich mit der Aussage, dass die "Sternennacht" nicht von Van Gogh sei - da das Auktionshaus in Bedrängnis kommt, schalten sie Peter Falcon ein, der sich in die Bilder hineinfühlen kann und eine Beziehung zu dem Besitzer, Maler etc. aufbaut.

Hier hat Leif Karpe wirklich einen interessanten Roman mit einern spannenden Thematik geschaffen. Nicht nur für Kunstliebhaber und Kenner wird dieser schön geschriebene Roman eine Freude sein, auch für Freunde guter Kriminalromane und Gegenwartsliteratur - auch Parisliebhaber kommen hier auf ihre Kosten.

Alles in allem ein wirklich interessantes und spannendes Buch!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Mann, der in die Bilder fiel

Leif Karpe, Regisseur und Kameramann für Dokumentar- und Spielfilme, legt einen sprachgewandten und originellen Kunstkrimi vor. Sein ungewöhnlicher Ermittler lässt uns eintauchen in die Atmosphäre des heutigen Paris und führt uns durch die Schlüsselwerke des Impressionismus – intelligent und humorvoll.

Würde uns die Sternennacht weniger faszinieren, wenn sie nicht von Vincent van Gogh wäre?

Ausgerechnet Vincent van Goghs Sternennacht, das Schlüsselwerk des Impressionismus, soll eine Fälschung sein! Um jeden Preis muss das Auktionshaus Chroseby dieses Gerücht bis zur nächsten Versteigerung unter Verschluss halten – ein Auftrag für Peter Falcon, den Mann, zu dem die Kunstwerke sprechen.

Wir verlosen 10 Exemplare in Print und freuen uns auf eine Diskussion über Kunst, Fälschungen und die großen Werke des Impressionismus.

134 BeiträgeVerlosung beendet

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