Leif Randt

 3,8 Sterne bei 131 Bewertungen
Autor von Schimmernder Dunst über CobyCounty, Allegro Pastell und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Leif Randt

Leif Randt wurde im Jahre 1983 in Frankfurt am Main geboren. Seinen großen Durchbruch feierte er mit seinem Roman "Schimmernder Dunst über CobyCounty", das 2011 beim Berlin Verlag erschienen ist. Für sein literarisches Schaffen wurde Randt mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt, darunter der Ernst-Willner-Preis und der Düsseldorfer Literaturpreis. Der Autor lebt heute unter anderem in Berlin.

Alle Bücher von Leif Randt

Cover des Buches Schimmernder Dunst über CobyCounty (ISBN: 9783827010278)

Schimmernder Dunst über CobyCounty

 (45)
Erschienen am 06.08.2011
Cover des Buches Allegro Pastell (ISBN: 9783462001785)

Allegro Pastell

 (42)
Erscheint am 09.09.2021
Cover des Buches Planet Magnon (ISBN: 9783462049534)

Planet Magnon

 (28)
Erschienen am 12.01.2017
Cover des Buches Leuchtspielhaus (ISBN: 9783833306471)

Leuchtspielhaus

 (16)
Erschienen am 31.10.2009
Cover des Buches Allegro Pastell (ISBN: 9783864847073)

Allegro Pastell

 (0)
Erscheint am 25.08.2021

Neue Rezensionen zu Leif Randt

Cover des Buches Allegro Pastell (ISBN: 9783462001785)Moguls avatar

Rezension zu "Allegro Pastell" von Leif Randt

Ist das nun ein gutes Buch?
Mogulvor 2 Tagen

Tanja ist eine Schriftstellerin in Berlin, die unter einem Schreibstau leidet, 29 Jahre alt, sehr attraktiv und sexuell ziemlich aktiv. Ja, und sie führt mit Jerome eine Fernbeziehung, der als Webdesigner arbeitet, etwas älter als Tanja ist und auf dem Land wohnt. Was die beiden verbindet, ist ihre seltsame Art, über sich selbst und alle anderen zu reflektieren. Und ihre eigenartige, irgendwie unverbindliche Beziehung zu führen. Die Beiden wirken total verkorkst, innerlich völlig zerfleddert, haben äußerlich alles soweit unter Kontrolle solange es noch cool und locker wirkt. Denn wer will schon ein Kontrollfreak sein, außer er/sie macht es gerade zu seinem/ihrem Markenzeichen oder Spleen.

Drogen, Sex, wechselnde Partner, Beziehungen, neue Medien, etwas Selbstreflexion, einfach alles gut durchgerührt sowie ausreichend geschüttelt und anschließend zwischen zwei Buchdeckel gut strukturiert verpackt. Reicht das für ein gutes  Buch? Ich weiß es nicht. Finde ich das Buch gut? Ehrlich gesagt weiß ich auch das nicht. Schlecht finde ich es jedenfalls nicht, aber vom Hocker hat es mich auch nicht gehauen. Vielleicht ist das Buch etwas zu belanglos, vielleicht auch etwas zu speziell geschrieben. Aber auch da, die Sprache ist nicht abstoßend, aber sie überzeugt mich auch nicht wirklich.

Mein Leseeindruck: Die Figuren sind allesamt überzeichnet, berechnend, stark auf ihren Vorteil und ihre äußerliche Wirkung bedacht und trotzdem der Welt gnadenlos ausgeliefert. Vielleicht geht es in dem Buch am Ende ja auch um die Unmöglichkeit, das Nicht-Kalkulierbare wie zum Bespiel die Liebe, durch strenge, aber völlig abwegige Selbst- und Fremdanalyse sowie eine daraus anscheinend stringent folgende Verhaltenskontrolle, in den Griff zu bekommen. Und vielleicht geht es darum, wie man sein Leben in Einklang mit allen Tipps, Tricks und Trends der marketingverseuchten Medien und professionell orchestrierten Kommunikation in allen Bereichen designen soll, um dabei absurderweise als freies, autonom entscheidendes, sich selbst entsprechend der ausgewählten Richtlinien als sich individualisierendes Mitglied der menschlichen Gemeinschaft zu erfahren und am Ende auch als solches zu reüssieren. Reüssieren über was? Vielleicht geht es im Buch um diese Themen, aber vielleicht ist diese Einschätzung zu überkandidelt geraten, und ich habe das Buch nicht verstanden. Vielleicht ist das Buch einfach ein missratenes Gedankenexperiment oder ein Schlüsselroman einer Generation. Ich weiß es nicht, aber mir kommt der Text etwas zu arg konstruiert und ausgefeilt, ja und auch zu sehr als Lehrstück daher. 

Fazit: Lesen - warum eigentlich nicht? Vielleicht ist es wirklich ein guter Text.

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Cover des Buches Allegro Pastell (ISBN: 9783462053586)norbert_gillmanns avatar

Rezension zu "Allegro Pastell" von Leif Randt

Generation "Mit wem läuft wo das nächste Ding"
norbert_gillmannvor 10 Tagen

Mir ist es etwas schwer gefallen in den Lesefluss zu kommen. Das liegt wohl daran, wie die Story aufgebaut ist. Die Sprache ist flüssig und gut lesbar. Zum Glück entwickelt sich mit zunehmender Personenzahl auch inhaltlich Einiges. Wahrscheinlich wird das Buch mit einem knappen Zeitfenster (2. Hälfte der 2010er Jahre) in Erinnerung bleiben. Das Zeitgeschehen wird, wenn, dann nur am Rande erwähnt. Mir missfällt sehr der sich durchziehende Drogenkonsum. (Ist das Pflicht, wenn ein Buch in Metropolen wie Berlin, Frankfurt, Lissabon spielt?)  Das kann ich nicht nachvollziehen und scheint mir gewaltig übertrieben. Dann werden von Menschen, die sonst sehr viel auf ihr Äußeres, Gesundheit und Fitness achten, Sachen konsumiert, die einfach nur abstoßend sind, z. B. einen ganzen Abend lang Wodka Red Bull. Die Herkunft der Protagonisten aus wohlhabenden Elternhäusern lässt diese nie an Existenzängste denken. Und die Hauptfiguren sind ebenfalls erfolgreich. Wo und mit wem läuft das nächste Ding? Das scheinen die Zeitfragen zu sein. Am Ende droht vielleicht noch die Verspießerung. Das kann ich mir vorstellen,  sollte die Möglichkeit für eine Fortsetzung in vielleicht 10 bis 15 Jahren. bieten. Der Autor könnte dann beweisen, was hier noch nicht bis in die Tiefe gelungen ist: den Figuren mehr Charisma und Leben geben.

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Cover des Buches Allegro Pastell (ISBN: 9783462053586)Julia79s avatar

Rezension zu "Allegro Pastell" von Leif Randt

Ist das das "Jetzt"?
Julia79vor 3 Monaten

Fangen wir mit der Optik an,ich habe mir dieses Buch nämlich einzig und allein aus dem Grund gekauft, weil es so schön aussieht. Es ist wirklich außergewöhnlich edel, mit Lesebändchen und allem, das Papier ist hochwertig. Sieht futuristisch aus.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Buches ist die Sprache. Es hat mir unglaublich gut gefallen, wie virtuos Leif Randt mit Worten umgeht, wie er den Charakteren Ausdruck verleiht, intelligent und anmutig. Sie wirken sehr plastisch und nahbar, sie werden einem vertraut, erzählen viel von sich.

Diese zwei Aspekte machen einen Großteil meiner Bewertung aus.

Leider muss ich sagen, dass mich der Inhalt nicht gänzlich überzeugt hat. Die Liebesgeschichte zwischen Tanja und Jerome, die sich im Deutschland des Jahres 2018 entwickelt, hat nicht den Charme eines Klassikers, sie spielt im jetzt, in der Realität. Im Grunde genommen hat sie überhaupt keinen Charme. 

Ich habe zwar verstanden, was beide aneinander lieben, das wird sehr schön in wunderbaren Sätzen aufgedeckt, doch ihr Umgang miteinander ist mir zu... heute. Die Dialoge sind mir zu cool mit ihren englischen Modeworten darin, es werden mir zu viele Drogen konsumiert, was scheinbar ganz normal für die heutige Zeit ist, es ist mir alles zu gewollt modern und doch ganz fremd. Ich bin nur wenig älter als die beiden, aber ich rede so nicht, nehme keine Drogen und sehe die Welt anders. Daher konnte es mich nicht ganz abholen, wenngleich es ganz und gar nicht schlecht ist, es war keinesfalls Zeitverschwendung. 

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