Leif Randt Planet Magnon

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Inhaltsangabe zu „Planet Magnon“ von Leif Randt

'Als hätte der StarWars-Erfinder George Lucas zusammen mit Jürgen Habermas, dem brillantesten Soziologen Deutschlands, einen Roman verfasst' Denis Scheck
Leif Randt schickt seine Protagonisten in eine bizarrutopische Welt, die an neue Popmythen ebenso erinnert wie an Klassiker des Hollywoodkinos. In den unendlichen Weiten des Weltraums existiert ein Sonnensystem, dessen sechs Planeten und zwei Monde von einer weisen Computervernunft regiert werden. Zwischen Metropolenplanet Blossom und Müllplanet Toadstool ist längst die neue Zeit angebrochen, eine postdemokratische Ära des Friedens und der Selbstkontrolle. Menschen haben sich zu Kollektiven zusammengeschlossen, die um die besten Lebensstile konkurrieren. Doch das Sonnensystem wird erschüttert, als das aggressive Kollektiv der gebrochenen Herzen von sich reden macht. Minzefarbene Giftwolken steigen von Marktplätzen und Sommercamps auf, tatsächliche Gewalt droht in die Planetengemeinschaft zurückzukehren. Können Marten Eliot und Emma Glendale, die beiden jungen Spitzenfellows des Dolfin-Kollektivs, den Umsturz verhindern?

Wenn man sich an den ungewohnten Weltenbau gewöhnt hat, bietet "Planet Magnon" interessante Denkansätze & Gesellschaftsformen.

— Marina_Nordbreze

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    Planet Magnon

    Eiseisbaby

    10. September 2017 um 17:57

    Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von Leif Randt - und war dann erst einmal ziemlich verblüfft. Ein SF-Roman, der in einem nerdigen Parallel-Club-Universum spielt? Normalerweise überhaupt nicht mein Ding. Und auch nicht gerade das, was man nach "Leuchtspielhaus" und "Schimmernder Dunst" als begeisterter Leser erwarten durfte. Um es gleich deutlich zu sagen: Mich hat diese exakt durchkomponierte Mischung aus Apple meets Orwell meets StarTrek meets Harry Potter nicht wirklich gepackt. Die (für meinen Geschmack etwas zu oft in "Baumwollstoff" gekleideten) Protagonisten werden wie Schachfiguren schön aufgestellt und im Verlauf der Story auch fleißig und sauber hin- und hergeschoben. Jedoch: die versprochene Abenteuerspannung will sich bei mir nicht recht einstellen. Vielleicht habe ich aber auch in meinem Leben einfach zu viele SF Filme gesehen und zu viele SF Games gezockt, um die Sache korrekt beurteilen zu können. Mein Plot-Gehirn verlangt einfach nach viel mehr Nervenstress - und um das Ganze einfach nur als ästhetisch-visionäre Gesellschaftskritik zu begreifen, fehlt mir wohl die notwendige Fantasie. Oder auch einfach die richtigen Bekanntschaften im wirklichen Leben - denn die Menschen in meiner kleinen Welt benehmen sich nicht mal ansatzweise so, wie die Magnon-Helden, noch haben sie deren Probleme. Mein Fazit: Leif Randt ist und bleibt ein großartiger Autor. Er hat Stil und kann richtig gut schreiben. Hoffentlich auch bald wieder in unserem Sonnensystem!

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  • Schöne neue Welt ohne Aufbegehren

    Planet Magnon

    michael_lehmann-pape

    07. February 2017 um 12:27

    Schöne neue Welt ohne Aufbegehren Wie mag das sein, wenn ein hochintelligentes und selbstlernendes Computersystem, entfernt vom möglichen Zugriff durch „die Massen“, irgendwo im Sonnensystem schwebend, die wesentlichen Entscheidungen für die Gesellschaften in diesem Sonnensystem trifft? Entscheidungen aber, und darauf legt Rand (und die Bewohner das Systems) Wert, nicht „aus sich heraus“ geschehen, sondern in hoch komplexen Algorithmen die „Strömungen“ und „Wünsche“ der Menschen im System erfassen und darauf die Entscheidungen begründet? In einer Gesellschaft, die letztlich doch am Meisten nur mehr mit sich selbst beschäftigt ist, die sich in Kollektiven organisiert (wobei die Ausrichtungen und Prägungen dieser Kollektive von Rand so geschickt gesetzt werden, dass letztlich individuelle „Persönlichkeitstypen“ hochstilisiert als umfassende Gruppe erscheinen). Seien es die „Dolfin“, die auf Sachlichkeit, Neutralität und innere Erfahrungen, gerne auch durch Meditation („Celius“) und Drogenexperimente („Magnon“) setzten, sich vor allem aber nur selbst beobachten. Oder die „Fuel“, die sich die Zeit mit Safaris oder Kartenspielen vertrieben, sich mit wertvollen Handtaschen und gut genährten Körpern zeigen, darin aber meinen, die „Welt für die Jungen“ zu bauen. Oder doch das „Ideal-Kollektiv“, das das Individuum eher auflösen wollte und die „gemeinsame Idee“ über alles setzte? Wie antike Philosophen Schulen, wie vielfach die Menschen in der Gegenwart, mit sich beschäftigt, sich beobachtend, sich und das eigene Kollektiv, natürlich, an die Spitze der Nahrungskette setzend. Was alles wie ein harmloses Spiel wirkt, mitsamt der allgegenwärtigen „E-Zigaretten“. Harmlos, ungefährlich, in sich verwoben, nur mit sich beschäftigt, ohne großes Interesse am „großen Ganzen“, denn dafür gibt es ja „AS“ (ActualSanity), jenes Computersystem, das für alle im Sonnensystem die Rahmenbedingen des Lebens definiert. Alles schön friedlich, alles mit vielem, aber nichts wirklich Wichtigem beschäftigt, alles an Vielem, aber nicht wirklich an irgendetwas mit ganzer Kraft und ganzer Person interessiert und beteiligt. Nicht aber, so scheint es, gilt dies für den „Müll-Planeten“ des Systems und dessen Kollektiv „Hank“. Hier wird selbständig gedacht, einfach nicht gehört, rebelliert. Oder gehört dies auch zum „großen Plan“ der AS, ein Gegengewicht zuzulassen, das als Warnung gelten könnte? Bravurös, kühl, sachlich, mit wunderbarer Sprache setzt Randt diese, vielleicht schon nahe, Utopie der „technischen Gesellschaft“, die ihren überbordenden und mit wenig zu kontrollierenden Leidenschaften gefüllten Individualismus zugunsten eines „behüteten“ Lebens aufgegeben hat und, an der Seite des Lesers mit zunehmend mulmigen Gefühlen, sich kaum mehr fragt (aber fragen und anfragen lassen muss, eigentlich), wofür überhaupt noch gelebt wird. Wenn alles gleichmütig hingenommen wird, kaum etwas wirklich verbindlich erscheint (selbst die Revolution nicht), wofür lohnt das Leben dann noch, wenn nur noch eine überaus unfruchtbar erscheinende „innerliche Selbstverwirklichung“ mehr schlecht als recht die Zeit füllt. Bis die alten, und doch hier neuen Ideen, die alte, tiefsitzende Sehnsucht nach Freiheit, nach Irrationalität, auch nach dem Recht auf „Dummheiten“ wieder im Raum steht. Eine überraschende, oft passend unkonkrete, teils erschreckende, teils anregende Lektüre, die das Lesen überaus lohnt angesichts einer „Spaßgesellschaft“ in der das nächste Handy deutlich wichtiger erscheint als die mögliche Entwicklung der gesamten Gesellschaft.

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