Leigh Bardugo Das Lied der Krähen

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo

Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission Der Nr.-1-Bestseller aus den USA - Leigh Bardugos temporeiche Saga über den tollkühnsten Coup der Fantasy-Geschichte Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen … Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej … 'Faszinierend … Bardugos "Six of Crows" lässt die Leser im besten Sinn des Wortes mitfiebern. Dafür ist die Fantasy gemacht!' - The New York Times

Tolle Aufmachung, sehr lesenswert, aber etwas gehypt.

— Sago68

Mein Buch des Jahres! <3

— Yllin

Rasanter Abenteuerroman mit außergewöhnlichen Charakteren, kreativem Setting, stilistisch raffiniert; Band 2 muss her!

— thursdaynext

Unglaublich gut! Man möchte unbedingt Mitglied bei den Dregs werden und mit Kaz und der Bande Abenteuer erleben

— Shiro_91

Jahreshighlight! <3

— Leoniexoxoxo

Tiefsinnige Charaktere, sorgfältig geschaffene Welt nach dem Vorbild Amsterdams (--> Ketterdam) und eine schnelle, spannende Handlung!

— Miriam0611

Wow!!! Highlight 2017

— Celina-Marie_Stolle

Das Buch ist sehr gut. Auch teilweise sehr detailliert. Aber an manchen stellen leider auch sehr langatmig. Warte schon auf den 2.ten :)

— Fabius

Spannender Fantasy-Roman, der einer mit packenden Handlung und außergewöhnlichen Charakteren überzeugt!

— -nicole-

Mit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence gelungen.

— -Favola-

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  • Unglaublich! Perfektion!

    Das Lied der Krähen

    BooksOfTigerlily

    19. October 2017 um 22:22

    Wenn ich jetzt sterben würde, ich würde glücklich sterben! Ich habe gerade Das Lied der Krähen beendet und was soll ich sagen - ich bin verliebt! Das Lied der Krähen ist der Beginn einer weiteren Reihe in Leigh Bardugos Grischa-Universum. Wer die erste Trilogie nicht kennt dem werden zwar einige kleinere Anspielungen entgehen, es wird aber den Lesegenuss nicht schmälern. Ich weiß gar nicht wirklich, wo ich für die Rezension anfangen soll außer, dass das Buch einfach reine Perfektion ist. Es gab absolut nichts, was mich gestört hat, im Gegenteil: alles was ich an einem guten Buch liebe, war hier verpackt. Die Welt ist dieselbe wie in der Grischa-Trilogie um Alina und Mal. Dort spielte eher das russisch anmutende Rawka eine Rolle, das Lied der Krähen beginnt dagegen in Kerch, genauer gesagt in Ketterdam, einer Stadt, die wundervolle Erinnerungen an Amsterdam in mir aufkommen lässt. Beim Setting lässt sich die Autorin also wie gewohnt nicht lumpen und hat eine einzigartige und komplexe Welt geschaffen, in die sich die Handlung und die Charaktere wundervoll einfügen. Und oh, diese Charaktere! Ich bin normalerweise nicht so der Fan davon, wenn Bücher aus zuvielen Perspektiven erzählt werden. Aber hier liebe ich einfach jede der sechs Krähen und wollte immer mehr von ihnen hören! Die Charaktere sind perfekt ausgearbeitet. Sie ergänzen sich perfekt und es kommt zu packenden Konflikten, bei denen man als Leser nägelkauend am Buch kleben bleibt. Es ist genau das richtige Maß an Harmonie der verschiedenen Charaktere und der daraus entstehenden Spannungen getroffen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die eingearbeiteten Rückblenden, bei denen eine Figur ihre Erinnerung schildert und der Leser dadurch Stück für Stück die Hintergründe erfährt. Besonders gut hat mir dabei gefallen, wie Leigh Bardugo es schafft, jedem Charakter Tiefe und Substanz zu verleihen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind feinfühlig und realistisch, nie überrissen und immer voller Emotionen. Die Autorin versteht es auch einfach, Spannung zu erzeugen. Nicht nur beim zwischenmenschlichen Miteinander, auch die Handlung wird stetig weiter voran getrieben. Es bleiben aber Erläuterungen und das Worldbuidung nie zu kurz, im Gegenteil, man wird förmlich in die magische Welt hineingesogen und möchte nie wieder raus. Die Handlung ist dabei wie der gewiefte Anführer Kaz Brekker. Zunächst undurchsichtig, wird nach und nach des Pudels Kern enthüllt. Immer wenn man denkt, man kann die Story vorhersehen, passiert etwas vollkommen unerwartetes, eine unglaubliche Wendung jagt die nächste. Dabei ist das Buch nie unglaubwürdig. Im Gegenteil, man merkt je mehr man liest, wie wahnsinnig intelligent die Autorin den Aufbau gestaltet hat und wie gut die verschiedenen Erzählfäden am Schluss zusammen finden. Ich möchte am liebsten sofort den zweiten Teil in Händen halten! Dieses Buch gehört zu den absoluten Must Reads 2017. Wer daran in der Buchhandlung vorbei geht, ist selber schuld.

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  • Spannender Einbruch in das am besten gesicherte Gefängnis der Welt

    Das Lied der Krähen

    Shaylana

    19. October 2017 um 21:11

    Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission. Kaz Brekker hat sich zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen … Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, machtKaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej...Das Lied der Krähen spielt in der magischen Welt in der auch die Grischa-Triologie gespielt hat. Da ich diese Bücher nicht gelesen habe, war ich zu Anfang etwas verwirrt. Der Einstieg ging prompt los, ohne Erklärungen zur Welt und was es mit den Grischa auf sich hat. Doch am Ende hatte ich das Gefühl alles verstanden zu haben und die Welt zu kennen. Ketterdamm und seine Geldstraat erinnert mich ein ganz klein wenig an Amsterdam. Doch die Gestalten dort hingegen kein Stück: Denn die Krähen sind vergleichbar mit Straßenkindern, die sich durch Diebstahl, Tricks und Spionage am Leben erhalten. Die Gangsterbosse bekämpfen sich untereinander und stellen Fallen. Jederzeit muss mit einem Angriff des anderen gerechnet werden. Und vor allem wenn man einen alles entscheidenden Coup plant, wie Kaz. Die Erzählperspektive des personellen Erzählers wechselt zwischen den einzelnen sechs Außenseitern. Dabei wirkt dies nicht überladen. Natürlich habe ich auch meine Lieblingscharaktere gehabt, deren Geschichte ich lieber lesen mochte als andere, aber keinesfalls waren die Passagen der anderen langweilig. Vor allem die sechs Außenseiter sind detailliert ausgearbeitet, mit mehr Schatten als Licht. Das macht sie genau zu dem, was sie eben sind: Vom Schicksal in die Enge getriebene Teenager, die viel zu schnell erwachsen wurden. Während sich die Geschichte um den Einbruch und vor allem auch den Ausbruch des am besten gesicherten Gefängnisses dreht, bekommt man durch Rückblenden etwas über die Vergangenheit der Protagonisten heraus. Diese Rückblenden sind wichtig und interessant, um das Handeln zu verstehen. Ansonsten geht es actionreich, spannend und dramatisch zu. Eine Wendung nach der anderen überrascht den Leser. Und auch am Ende wird der Leser weiter auf die Folter gespannt. Dies lässt mich dem zweiten Teil entgegenfiebern.Das Lied der Krähen ist spannend, voller Tiefe und vor allem seine andersartigen Charaktere machen den Roman zu etwas ganz besonderen. Brutal, ehrlich und vor allem mit Dingen bestückt, die ein jeder kennt. 

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  • Sechs Krähen und eine unmöglich scheinende Mission

    Das Lied der Krähen

    Nabura

    16. October 2017 um 21:44

    Der fünfte Hafen von Ketterdam befindet sich in der Hand der Dregs, die dort das Vorrecht haben, die Besucher auf verschiedene Weise um ihr Geld zu erleichtern. Ihr Anführer Kaz erhält eines Tages einen höchst lukrativen, aber beinahe aussichtslosen Auftrag: Er soll einen Gefangenen aus einem der am besten bewachten Gefängnisse befreien, dem Eistribunal in Fjerda. Dazu stellt er eine Gruppe höchst verschiedener Außenseiter zusammen, jeder ein Experte auf seinem Gebiet. Wird der unmöglich scheinende Clou gelingen?Die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo zählt zu meinen liebsten Fantasy-Reihen. Deshalb war das neue Buch der Autorin ein Must Read für mich, insbesondere, weil es in der gleichen Welt wie die anderen Bücher spielt. Vorwissen benötigt man aber nicht, denn es spielt zu einer anderen Zeit in einer anderen Ecke der Welt. Gleich im Prolog wird man Zeuge einer gefährlichen Entdeckung: Es werden Experimente mit Grischa, also magiebegabten Personen, gemacht - mit erschreckendem Ergebnis.Bald soll man als Leser mehr darüber erfahren, doch erst einmal lernt man Kaz und Inej kennen, die beide zu den Dregs gehören. Als sich eine andere Bande mit ihnen anlegt, erhält man eine Kostprobe ihrer Begabungen: Kaz verfügt über ein großes Netzwerk in der ganzen Stadt, er ist ein Menschenkenner, Planer und Dieb. Inej ist als „Phantom“ bekannt, weil sie sich ungehört anschleichen und verblüffend gut klettern kann. Ein hochspannender Moment jagt den nächsten, sodass die Geschichte schnell eine Sogwirkung ausübt.Nachdem Kaz den Auftrag angenommen hat, ins Eistribunal einzubrechen, beginnt er damit, seine Mannschaft zusammenzustellen. Er hat sehr genaue Vorstellungen davon, wen er braucht, um die Mission zum Erfolg zu führen. Nacheinander lernt man die fünf Charaktere, die ihn begleiten sollen, besser kennen. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Neben Kaz und Inej gibt es einen Scharfschützen mit Spielschulden, eine zum Kampf ausgebildete Grischa, die Menschen hilft statt sie zu töten, einen Gefangenen, der eine offene Rechnung begleichen will und den abtrünnigen Sohn einer mächtigen Familie. Während der Vorbereitungen in Ketterdam gibt es viele Rückblicke, in denen man die Charaktere besser verstehen lernt. Man erfährt, wie sie zueinander stehen und warum sie sich überhaupt auf so ein Wagnis einlassen, wie diese Mission es ist.Als die Gefährten aufbrechen, werden die Rückblicke weniger und der Fokus verlagert sich auf die Umsetzung des Plans rund um das Eistribunal. Als Leser erhält man einen groben Überblick in Bezug auf die geplanten Schritte, sodass man einschätzen kann, was gerade gut und läuft und was nicht. Weil die Perspektive immer zwischen den sechs Charakteren wechselt erhält man Einblicke, wie jeder einzelne mit der gefährlichen Gesamtsituation umgeht. Gleichzeitig ist nicht alles, wie es scheint: Einige Personen haben ihren eigenen Kopf und die Autorin spielt gelungen mit den Perspektiven, sodass man als Leser viele überraschende Wendungen erlebt, die man nicht immer kommen sieht. Die Spannung ist bis zum Schluss da und das offene Ende lässt mich schon jetzt sehnsüchtig auf die Fortsetzung „Das Gold der Krähen“ warten, die im Frühjahr 2018 erscheint.In „Das Lied der Krähen“ treten sechs ganz verschiedene, talentierte Charaktere eine Mission an, die unmöglich und lebensgefährlich scheint. Haben sie trotzdem eine Chance? Man lernt zunächst jeden von ihnen besser kennen, bevor es dann immer stärker um die Umsetzung des Plans geht. Beide Phasen haben mir richtig gut gefallen. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und für mich ein echtes Fantasy-Highlight. Ich kann es deshalb nur absolut weiterempfehlen!

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  • Mein Buch des Jahres!

    Das Lied der Krähen

    Yllin

    16. October 2017 um 14:09

    Das Lied der Krähen (1)Autor: Leigh BardugoGenre: Fantasy, JugendbuchErschienen: 02.10.2017Seiten: 582Einband: Taschenbuch Verlag: Droemer KnaurISBN: 978-3-426-65443-9Preis: 16,99€ [Taschenbuch] | 14,99€ [eBook]Rating: ♥♥♥♥♥ INHALT "Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen … Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej … " - Quelle: Verlag COVER ♥♥♥♥♥ Seht euch dieses Cover an, habt ihr schon mal so ein schönes gesehen? Passend zum Titel "Das Lied der Krähen" erstreckt sich eine riesige Krähe über das Cover und hält dabei schützend ihre Federn über eine Stadt in den grauen Wolken. Die Schrift des Titels und des Autornamens spielen mit dem Farbkontrast Weiß zu Rot perfekt in die dunkle Farbkomposition hinein, und heben sich trotzdem gut genug ab, um den Blickfokus von der Krähe abzulenken. Selten ist mir ein Cover begegnet, dass ich mich gleich vom ersten Blick an so verzaubert hat, dass ich meine Augen nicht davon lassen wollte. Hält man das Buch als Taschenbuch in der Hand, wird man übrigens feststellen, dass die Schnittkanten der Buchseiten an den Rändern schwarz eingefärbt sind, was die Düsternis des Covers perfekt unterstützt. Hätte es bloß blanke weiße Seitenränder, wäre der Kontrast unnatürlich und das Buch würde an Mysterium verlieren. Auf diese Weise wird es tausende Menschen anlocken, die es in die Hand nehmen und seinen Inhalt ergründen wollen. CHARAKTERE ♥♥♥♥♥ Insgesamt haben wir es in "Das Lied der Krähen" mit 6 Protagonisten zu tun. 5 von ihnen erhalten in rotierender Reihenfolge je Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben, was sie alle gleichermaßen wichtig macht. Da es zu lang würde, alle 6 Protagonisten zu beschreiben, picke ich mir meine Lieblinge heraus (was eine verdammt schwere Wahl ist!), den Rest muss man einfach selbst erleben.Kaz: Kaz Brekker ist eines der gefürchtetsten kriminellen Masterminds im Barrel, einer Stadt, die vor Laster, Grausamkeit und Verbrechen nur so stinkt. Gemeinsam mit dem alten Per Haskell führt er die Verbrecherbande der Dregs von einem Raubzug zum nächsten, der noch nicht begriffen hat, das Kaz inoffiziell die Führung der Bande an sich gerissen hat. Ganz nach dem Handelscredo der Stadt "Geschäft ist Geschäft", lässt er sich auf einen halsbrecherischen Handel mit einem Krämer ein: 30 Millionen Kruge für das Leben eines Wissenschaftlers, der im sichersten Gefängnis der Welt untergebracht ist. Die Aussicht auf so viel Gold treibt seine Gier an, seine Gier nach Rache, Gier danach, mehr zu haben als sein Rivale. Kaz Brekker ist für mich einer der gelungensten Charaktere, die ich seit langem begleiten durfte. Auch wenn er sich oft wesentlich erwachsener verhält, als gemäß den 18 Jahren, die er alt sein soll, ist sein Charakter scharfkantig und spitz, er hat immer einen Plan, immer ein verdrehtes Wort auf der Zunge, er ist manipulativ, er ist gefährlich, er ist brutal, aber er ist eben auch nur ... ein Junge. Allein sein Äußeres ist so ikonisch und kantig, dass es mir bei seiner Beschreibung ein Lächeln entlockte: Dunkles Haar, grüne Augen, helle Haut, filigran aber muskulös, aufgrund eines schlecht verheilten Bruchs hinkt er mit dem rechten Bein und leidet oft an Schmerzen, hat deswegen immer einen Stock mit dem Kopf einer Krähe bei sich, mit dem er auch gerne seine Kämpfe bestreitet - er zieht seine Handschuhe niemals aus, trägt stets einen dunklen Anzug mit Krawatte und einen passenden Hut. Ich kann mir diesen Jungen so scharf bildlich vorstellen, kann genau sehen, wie er filmisch umgesetzt glänzen würde: Oliver Twist nur viel dunkler. Und das schönste (und das, was ich an anderen Charakteren oft beklage) ist, dass Kaz alles andere als perfekt ist. Er ist sehr gerissen und kaum besiegbar, doch er hat Schwächen, er macht Fehler, er hat Ecken und Kanten. Er ist für mich der perfekte Antiheld, geradezu ein perfekter Protagonist. Eben weil er nicht perfekt ist.Inej: Ausgebildet zur Seiltänzerin wurde das Sulimädchen schon als Kind Opfer von Sklavenhändlern, die sie an ein Freudenhaus verkauften. Als Kaz Inej aus ihrer Gefangenschaft freikaufte, wusste er ganz genau, welche Vorteile sie ihm bringen würde, wenn sie in seiner Schuld stand: Inej wird auch "das Phantom" genannt, weil sie sich so lautlos bewegt, dass sie jederzeit unbemerkt bleiben kann, wenn sie möchte. Insgesamt 5 Dolche trägt sie mit sich herum, denen sie jeweils einen eigenen Namen gegeben hat, sie glaubt an die Gunst der Götter und ist Kaz treu ergeben. Zu Beginn der Geschichte wirkt sie eher wie eine graue Maus, nicht im Sinne ihres Äußeren, sondern in Bezug auf ihr Abhängigkeitsverhältnis zu Kaz. Obwohl sie freigekauft wurde, ist sie es nicht - und sie scheint auch keinen Drang zu haben, wirklich frei sein zu wollen, selbst wenn sie es könnte. Sie hält sich oft im Hintergrund, schließlich ist sie eine Spionin und damit eher das Zuhören als das Sprechen gewohnt. Trotzdem ist sie geübt scharfzüngig im Umgang mit ihrem Schuldner und den Menschen, denen sie vertraut. Im Verlauf des Buches durchläuft Inej eine - so finde ich - fantastische Wandlung vom hörigen Haustier zum freien Geist. Trotzdem ist sie niemals schwach, auch wenn sie in einer gewissen Abhängigkeit lebt, im Gegenteil: Leigh Bardugo hat eine Begabung, starke Frauencharaktere umzusetzen. Sie weiß sich sehr wohl selbst zu behaupten, sowohl mündlich, als auch aktiv im Kampf, sie braucht keinen Beschützer sie hat oft ihren eigenen Kopf. Aus feministischer Sicht ist sie gerade erst dabei, sich auch gegen die männliche Welt zu behaupten, in der sie wie eine Ware durch verschiedene Hände gehen musste. Ich bin gespannt, wie sich Inej im folgenden zweiten Band weiterentwickelt.Nina & Matthias: Nina und Matthias kann man eigentlich nur zusammen nennen, denn ihr Schicksal ist auf ewig miteinander verbunden. Nina ist eine Grisha, das bedeutet sie ist eine Magierin. Es gibt verschiedene Arten von Grisha, solche, die ein gewisses Element beherrschen, solche, die Materialien nach ihren Wünschen formen können und diejenigen, die den menschlichen Körper zum Guten oder zum Schlechten manipulieren können. Nina ist letzteres. Sie ist eine sogenannte "Entherzerin", dazu in der Lage, Körper in Schlaf zu versetzen oder schlimmeres. Matthias ist ein Drüskelle, ein Nordmann, dazu ausgebildet, Grisha zu jagen und zu vernichten. Der Hexenjäger und die Hexe, ein Bild, dass mir aus "Die dreizehnte Fee" noch allzu vertraut war, und diese beiden haben ein ähnliches Verhältnis zueinander. Nina ist eine starke Frau, sie mag zwar zu den Dregs, Kaz Bande, gehören, ist aber dennoch auf ihre Weise unabhängig, dickköpfig und lässt sich ungern etwas sagen. Sie kennt ihre Reize, aber auch ihre Schwächen. Matthias ist ein grimmiger, riesiger Nordling, der das Lachen nie so wirklich gelernt hat und der in seinem Leben von nichts anderem angetrieben wird als seinem unerschütterlichen Glauben und seinem Hass auf Nina. Das Aufeinandertreffen der beiden Hauptcharaktere ist ein Fest, fast wie ein Tanz aus Hass und Liebe, beide sind unfassbar starrsinnig und weich zugleich. Ich habe beide sehr geliebt, denn ihre Gedanken, ihre psychologischen Knicke waren so spürbar und nachvollziehbar, ihre Argumente auf beiden Seiten so verständlich, dass es von Anfang bis Ende spannend war, sie zu verfolgen. SCHREIBSTIL ♥♥♥♥♥ Leigh Bardugo hat einen außergewöhnlichen Schreibstil. Er ist klar, detailliert und mit so viel liebe zum Wort gespickt, dass es einfach Freude macht, zu lesen. Sie zeichnet ihre Charaktere und das Geschehen so klar, fast hollywoodreif, dass es ein Leichtes ist, sich vorzustellen, wie ihre Handlung und ihre Charaktere einmal filmisch umgesetzt werden könnten. Das könnte damit zusammenhängen, dass die Autorin tatsächlich im Moment in Hollywood lebt. Ich bin mir daher relativ sicher, dass ihre Bücher es früher oder später zu einer Verfilmung schaffen werden. Ihre Dialoge sind zackig, ihre Welt rund um die Grisha-Magie ist stimmig, ihre Charaktere sind einzigartig ausstaffiert und sie hat ein Feingefühl für die Charakter-Psychologie, sodass man nie das Gefühl bekommt, jemand wäre grundlos stur, grundlos böse, grundlos abhängig, etc. Und auch die Stimmung, die sie innerhalb der verschiedenen Orte und Szenen aufzubauen weiß, ist immer on-point und wunderbar vermittelt. Es braucht keinen Soundtrack beim Lesen, wenn ein Autor bzw. eine Autorin die Macht der Worte beherrscht. Alles in Allem hat mich Bardugos Stil sehr (!) an den von Fantasy-Größe Patrick Rothfuss (Der Name des Windes) erinnert, der mit hohem Detailgrad und fantasievollen Beschreibungen heute in einem Atemzug mit George Martin und Tolkien gehandelt werden kann (sollte er es endlich schaffen, den dritten Teil  seines Epos zu vollenden). Nur versteht es Bardugo mehr, alles etwas mehr auf den Punkt zu bringen und es zielgruppengemäß anzupassen. HANDLUNG ♥♥♥ Es fühlt sich etwas seltsam an, das Buch von vorne bis hinten zu lieben, aber mit der Handlung dennoch ein kleines Problem zu haben. Der rote Faden der Geschichte ist relativ leicht zusammengefasst. Kaz Brekker sammelt eine Mannschaft, um in ein Hochsicherheitsgefängnis einzubrechen und einen Wissenschaftler zu befreien, für den er und seine Leute 30 Millionen Kruge einstreichen wollen. Das Abenteuer wird als waghalsig und unschaffbar beschrieben, noch nie ist jemand in das Eistribunal eingebrochen und diejenigen, die es versucht haben, sind mit dem Kopf auf einem Pfahl geendet. Leider nimmt die Befreiungsaktion lediglich das letzte Drittel des Buches ein, die ersten zwei Drittel werden darauf verwendet, die Charaktere einzuführen und zusammenzutrommeln und ihre Vergangenheit häppchenweise in Rückblicken zu erzählen. Natürlich trägt das zum Detailgrad und der wunderbaren Ausstaffierung der Charaktere bei, doch das eigentliche Ziel, auf das sie hinaus wollen, gerät dabei häufig aus den Augen. Es wird zwar stellenweise spannend, sowohl in den Rückblicken als auch in der gegenwärtigen Erzählung, einen wirklichen Höhepunkt erfährt die Story erst gegen Ende der Geschichte, was sich für mich etwas zu spät anfühlte. Gern gelesen habe ich wegen des tollen Schreibstils und der tollen Charaktere, die das Fehlen einer aufbauenden Spannung ausgeglichen haben, rein handlungstechnisch halte ich es jedoch trotzdem nicht konzipiert. Sowohl die ersten als auch die letzten 50 Seiten sind reines Vor- bzw. Nachgeplänkel, die nett zu lesen sind, aber genauso gut entweder weggelassen werden oder in den Prolog des zweiten Bandes hätten übernommen werden können. Die Befreiung aus dem Eistribunal ist schon spannend, läuft für mein Gefühl aber zu reibungslos, zu verlustfrei ab. Einfach zu glatt dafür, dass das Gefängnis eine absolute Bastion sein sollte, in die noch nie eingebrochen wurde. Mir fehlte es an Schockmomenten. Ich habe immer auf einen Moment gewartet, der mich vollkommen erschüttert zurücklässt und mit diesem Antrieb das Buch verschlungen. Leider blieb der richtige Schock aus. Ich weiß allerdings nicht, ob das an meinem Game-of-Thrones-gehärteten Geist oder an der Geschichte selbst liegt. GESAMTWERTUNG ♥♥♥♥♥ Für einen Jugendbuch-Fantasy-Roman waren mir die Charaktere für ihr junges Alter viel zu erwachsen, für einen reinen Fantasy-Roman waren sie mir zu jung - also habe ich kurzerhand mein Zielgruppenverständnis ausgeblendet und das Buch einfach Buch sein lassen. So, wie der Buchtrailer versprochen hat, haben die sechs Verbrecher aus dem Barrel mein Herz erobert. Ich habe mit jedem einzelnen von ihnen auf meine ganz eigene Weise mitgefiebert, habe ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart in mich aufgesogen und hatte dabei immer das Gefühl, hautnah dabei zu sein, ein Teil der Gruppe zu sein. Das ist nicht nur auf die unfassbare Authentizität der Welt zurückzuführen, sondern auch auf den fantasievollen, hollywoodreifen Schreibstil der Autorin, die sich locker mit allerhand Bestsellerautoren messen kann. In dem Moment in dem die Geschichte beendet und mein Buch zugeklappt war, wusste ich, dass ich die Dregs, das Barrel, Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan vermissen würde, als hätte ich soeben meine engsten Freunde verloren. Die paar Schwächen, die der Spannungsbogen und das Erzähltempo dabei aufwiesen, konnte ich getrost hinter mir lassen, denn die Reise war so oder so eine unvergessliche, die allein durch ihre Charaktere getragen wird. Ich ziehe meinen Hut vor dem Machwerk und ich giere bereits nach dem zweiten Band, der hoffentlich ganz bald erscheint (im Englischen ist er bereits erschienen! Ich bin sooo versucht!). Spannung ♥♥♥♥Romantik ♥Humor ♥♥Gewalt ♥♥♥Action ♥♥♥♥- Eure Bücherfüchsin

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  • Schwieriger Start, fantastisches Ende

    Das Lied der Krähen

    Lovinbooks4ever

    16. October 2017 um 06:48

    Ich habe bisher noch nie etwas von Leigh Bardugo gelesen und war dementsprechend gespannt, wie mir ihr Schreibstil gefallen würde. Bisher hatte ich nur positives über ihre Bücher gelesen. Vielleicht direkt vorab: Ich habe mir sagen lassen, dass es von Vorteil wäre ihre Grischa Trilogie vorab zu lesen, da das Setting wohl das gleiche ist und man dann besser in das Buch hineinfinden würde. Ich habe dies leider erst erfahren, als ich schon mitten im Buch war. Und ich kann nur soviel sagen, dass mir der Einstieg ins Buch tatsächlich sehr schwer gefallen ist. Es sind erstmal viele Charaktere, die zu Beginn natürlich noch ziemlich farblos sind und mit denen man sich nicht identifizieren kann. Man benötigt schon einige Zeit, bis sie einem ans Herz wachsen und man auch weiß, wer wie tickt und was denjenigen ausmacht. Ausserdem fand ich persönlich die ersten 300 Seiten ziemlich langweilig und ich musste immer wieder Pausen einlegen und sogar andere Bücher dazwischen lesen, damit ich nicht abbreche. Und ich breche wirklich ungern Bücher ab. Nun kann es daran liegen, dass ich die Grischa Trilogie nicht kenne. An einigen Stellen ist das Buch sehr brutal (zumindest in meinen Augen) und es gab auch eine Szene mit Kaz, die ich absolut eklig fand. Der ein oder andere mag auf sowas stehen, aber ich musste schon etwas schlucken.. Nun gut, quält man sich schließlich durch die ersten 300 Seiten wird man letztendlich mit einer wahnsinnig rasanten, tollen, nervenaufreibenden und spannenden Geschichte belohnt. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das Buch mich noch so fesseln würde, aber es hat es getan. Es gab Überraschungen und man merkt, dass Kaz einfach IMMER wirklich IMMER einen Schritt vorausdenkt. Was ich unglaublich fantastisch fand! Das Ende lässt einen in freudiger Erwartung auf den nächsten Band zurück und ich hoffe nur, dass er diesmal nicht so ewig braucht, um einen zu begeistern. Gerne hätte ich das Tempo der letzten knapp 300 Seiten von Anfang an gehabt. Nach absoluten Startschwierigkeiten konnte mich dieses Buch noch richtig begeistern. Nie hätte ich gedacht, dass es mir noch so gut gefallen würde. Ich bin wahnsinnig gespannt, was der zweite Band für uns bereit hält. 4 von 5 Punkten

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  • Ein wirklich tolles Buch

    Das Lied der Krähen

    CocuriRuby

    14. October 2017 um 21:46

    Ich mag den Schreibstil. Er leitet einen gut und flüssig durch die Geschichte – die Seiten fliegen nur so dahin. Ich habe mich sehr gefreut, die Welt wieder betreten zu dürfen – denn es spielt in der gleichen Welt wie „Grischa“, allerdings nicht mehr in Rawka. Man lernt also noch mehr Länder kennen – zur Orientierung gibt es übrigens zwei Karten im Buch, die wieder sehr schön gestaltet und hilfreich sind. Das „world building“ ist klasse. Es bereitet Vergnügen, Stück für Stück mehr von dieser Welt zu erfahren. Von den verschiedenen Ländern, den Völkern, die verschiedenen Sprachen, Sitten und Kulturen. Das fand ich alles sehr gut und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Auch die Stadt in der die Handlung nach einer Art Prolog startet, fand ich gut dargestellt – eine Stadt in der Geld und Gier herrschen. Die Autorin schafft es mit wenigen Worten ein genaues Bild zu erzeugen, sodass man ein Gefühl für die Kulisse, Handlung, Situation oder Charaktere bekommt. Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Sichten erzählt – es gibt dabei fünf Haupterzähler (Plus je einen für den Prolog & Epilog). Besonders gut fand ich, dass mit den Sichtwechseln nicht versucht wurde ein künstliches Drama aufzubauen. Wenn die Sicht gewechselt wurde, dann weil es sinnvoll war bzw. die aktuell sinnvollste Sicht, um die Geschichte weiter zu erzählen. Dabei hat tatsächlich auch jede Sicht ihren Reiz. Das liegt vor allem auch daran, dass es in diesem Buch ausschließlich tolle Charaktere und damit tolle Erzähler gibt. Die Autorin hat ein richtig gutes Händchen für Charaktere. Wie es bereits der Titel und Klappentext verrät, haben wir sechs wichtige Figuren, denen wir auf folgen. Es ist jetzt nicht so, dass mir alle Figuren gleich stark ans Herz gewachsen sind, aber jeder einzelne hat seine besonderen und sympathischen Seiten. Jeder Charakter ist facettenreich gestaltet, jeder hat seine Eigenarten und schlechten wie guten Eigenschaften. Jeder einzelne hat auch eine eigene Hintergrundgeschichte, die man im Laufe der Handlung nach und nach erfährt. Obwohl jeder seine spezielle Rolle in der Geschichte hat, sind es überhaupt keine Stereotypen. Außerdem war ich begeistert von der Dynamik in der Gruppe – Spannung bringt schon die Tatsache mit sich, dass es sich mehr um eine Zweckgemeinschaft handelt, die im Laufe der Handlung irgendwie zusammenwachsen muss. Dabei entwickelt die Geschichte eine ganz eigene Dynamik und vor allem auch einen tollen Humor. Es war großartig die Spannung und Beziehungen zwischen den Figuren zu verfolgen – zu sehen wie sich diese zusammen mit den Charakteren entwickeln. Für die Leser mit viel Herz: Es gibt genau genommen sogar drei Liebesgeschichten in diesem Buch und jede einzelne ist mitreißen, authentisch und einfach nur toll. Die Geschichte selbst bietet einen wieder viele unvorhersehbare Wendungen, die die Geschichte spannend halten. Hinzu kommt, dass man regelrecht mit den Figuren mitfiebert. Man wartet bei jeder abenteuerlichen Aktion nur auf die nächste unvorhergesehene Hürde. Wobei es auch ein zweimal vorkam, dass man die Wendung auch erahnen konnte – es ist also nicht unmöglich. Es sei aber auch gesagt, dass diese Spannung nicht von Seite eins an vorhanden ist. Die Geschichte baut sich zunächst auf, aber das empfand ich nicht als schlimm, denn dieses Heranführen ist notwendig und auch interessant gestaltet. Es war auch nicht alle Ereignisse in der Handlung unbedingt logisch - mir sind durchaus ein paar kleinere Unstimmigkeiten aufgefallen. Aber die sind wirklich vernachlässigbar. Es gab sogar ein paar Stellen, die fand ich so schön und ergreifend, dass ich sie gleich noch einmal gelesen hatte. Fazit Ich war wirklich sehr gespannt darauf mal wieder etwas aus der Feder von Bardugo zu lesen und wurde überhaupt nicht enttäuscht. Man merkt, dass sich die Autorin sehr weiter entwickelt hat. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und habe keine Ahnung, wie ich die Wartezeit bis zum zweiten Band überstehen soll.

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  • Faszinierend, fesselnd, mitreißend - Ich bin begeistert!

    Das Lied der Krähen

    Catherine Oertel

    14. October 2017 um 19:11

    Ich bin begeistert! Ein Roman der mich mitreißt. Eine Handlung so spannend und fesselnd, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte bis die letzte Seite erreicht, das letzte Wort gelesen war. Und ich will mehr! Nicht nur weil die Geschichte mit einem Cliffhanger endet. Nein, ich möchte mehr Abenteuer mit Kaz und seiner Krähenmannschaft erleben, denn die Autorin schafft es mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil und dem ständig wechselnden Perspektivwechsel, mir jeden einzelnen der sechs Gefährten ans Herz zu legen. Okay, okay … Anfangs war das ein ganz kleines bissel verwirrend, aber hat man sich erst einmal eingelesen, dann ist es einfach genial. Der Leser bekommt einen einzigartigen Einblick in das Seelenleben, die Vergangenheit und die Motive der einzelnen Figuren. Was treibt sie an, was fühlen sie, wieso treffen sie diese und jene Entscheidungen und, nicht ganz unwichtig, wie nehmen ihre Mitstreiter sie wahr. Das macht die einzelnen Protagonisten für mich als Leser nicht nur lebendig und äußerst sympathisch, sie werden zudem zu liebenswerten Freunden, von denen man bekanntlich nie genug haben kann. Seufz … und nun heißt es hoffentlich nicht zu lange auf die Fortsetzung warten.   Optisch ist das Buch „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo ebenfalls ein Highlight und sieht im Original noch viel beeindruckender aus als auf Fotos. Was neben dem schönen Cover auffällt ist der komplett in schwarz gehaltene Buchschnitt. Der Einband lässt sich aufklappen, auf der Rückseite des Buchdeckels und ebenso auf der Innenseite des Buchrückens befinden sich liebevoll gestaltete Landkarten. Auch die einzelnen Buchseiten sowie die Kapitelanfänge sind sehr ansprechend gestaltet. Fazit: Das Fantasy-Abenteuer „Das Lied der Krähen“ punktet mit gut ausgearbeiteten Charakteren sowie einer mitreißend, bildlichen Schreibweise die den Leser vom ersten Augenblick an fesselt und auf eine fantastische Reise voller Magie und Abenteuer mitnimmt. Faszinierend, fesselnd, mitreißend. Ich bin begeistert und sage nur: „Unbedingt lesen, abtauchen, genießen - Ihr werdet es nicht bereuen.“ 

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  • Rezension: Das Lied der Krähen - Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

    Chianti Classico

    13. October 2017 um 18:11

    Dreißig Millionen Kruge - das ist die Belohnung für die Meisterung einer unmöglich scheinenden Mission: Dem Einbruch in das Eistribunal. Wenn einem diese Aufgabe gelingen kann, dann dem kriminellen Superhirn Kaz Brekker, doch auch er benötigt Unterstützung und so macht sich eine Mannschaft von sechs Personen auf in Richtung Fjerda. "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo ist der Auftakt der Glory or Grave Dilogie, der aus wechselnden personalen Erzählperspektiven von Kaz Brekker und seiner Mannschaft erzählt wird. Das Buch spielt in derselben Welt, wie die Grischa Trilogie der Autorin, doch während diese überwiegend in Rawka angesiedelt war, lernen wir nun Ketterdam und Fjerda kennen. Wir durften nicht nur Einblick in die Gedankenwelt des kriminellen Superhirns Kaz nehmen, sondern auch in die von Inej, dem Phantom, die im Auftrag von Kaz immer auf der Suche nach Geheimnissen ist. Der quirlige Scharfschütze Jesper Fahey, die starke Grischa Nina Zenik, der ruhige, aber gefährliche Hexenjäger Matthias Helvar sind ebenfalls Erzähler und komplettieren mit dem eher unschuldig wirkenden Wylan Kaz bunt zusammengewürfelte Crew. Alles sehr spannende Charaktere, die alle keine weiße Weste haben. Als Mitglieder der Dregs, einer Bande, die im Barrel vom Ketterdam ihr Unwesen treibt, verdienen Kaz, Inej, Jesper und Nina ihr Geld nicht selten durch Diebstahl und Gewalt. Jeder der Charaktere hat aber auch seine guten Seiten: Inej ist beispielsweise eine sehr moralische Suli, die jeden Tod bereut, oder die kühne Nina, die als Grischa Entherzerin, ein Herz mit nur einer Handbewegung dazu bringen kann, mit dem Schlagen aufzuhören, mit einer Liebe und Leidenschaft für Süßigkeiten. Ich hatte viel Spaß dabei die Charaktere kennenzulernen, denn sie sind sehr facettenreich und man kann sie nicht einfach in Schubladen stecken. Alle haben schon etwas Schlimmes in ihrem Leben durchmachen müssen, aber sie schlagen sich durch und lassen sich nicht unterkriegen! Auch die Geschichte hat mir richtig gut gefallen! Die Handlung braucht zwar am Anfang ein wenig Zeit, sich zu entwickeln, aber sie nimmt immer mehr an Fahrt auf, bis man nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann! Leigh Bardugo hat eine absolut spannende Geschichte geschaffen! Man wusste nie, ob manche Handlungen zum Plan gehörten. War das Absicht? Geht der Plan nun den Bach runter? Man war sich selten sicher und wurde immer wieder aufs Neue überrascht! Die vielen Wendungen konnte man einfach nicht vorhersehen und ich habe komplett mit Kaz und seiner Bande mitgefiebert. Wirklich ganz großes Kino! Fazit: Mit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo ein genialer Auftakt gelungen! Ich liebe die facettenreichen Charaktere, fand es spannend sie und ihre Geschichten kennenzulernen und mit ihnen mitzufiebern. Die Handlung konnte mich absolut packen, denn es gab so viele Wendungen, mit denen man einfach nicht rechnen konnte. Ich bin begeistert von der Geschichte und vergebe fünf Kleeblätter!

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  • Das hat viel Potenzial für mein Jahreshighlight!

    Das Lied der Krähen

    Aleshanee

    11. October 2017 um 18:24

    Eine unmögliche Mission, abenteuerlustige Charaktere, unberechenbare Magie und spannungsgeladene Action! Ich bin absolut begeistert!Ich hab die Grischa Trilogie der Autorin gelesen und mochte sie wirklich gerne, aber das hier toppt es sogar nochmal um einiges! Das ganze spielt in der gleichen Welt, aber soweit ich mitbekommen habe, einige Jahrhunderte zuvor. Man kann es auf jeden Fall unabhängig voneinander lesen, denn die Abenteuer haben keinen Bezug zueinander.Schauplatz ist vorrangig die Stadt Ketterdam auf der Insel Kerch inmitten der Wahren See. Ähnlich wie in unserer Gesellschaft gibt es auch hier die Börse, Händlergilden, und die Barrens, die Slums, in denen sich die Banden in Revierkämpfe verstricken. Zwischen Glücksspielen und Freudenhäusern rivalisieren die "Dregs" gegen "Black Tips" und andere Gangs, die die Gegend unsicher machen: ein Sammelsurium aus Mördern, Dieben und Lügnern. Es ist ein hartes Leben und jede der Figuren hat nicht nur mit den widrigen Umständen zu kämpfen, sondern auch mit den Dämonen aus der Vergangenheit, die sie geprägt haben.Die Grischa, die Magiebegabten, sind meist nicht mehr als Sklaven und werden um ihrer Fähigkeiten willen ausgebeutet. Doch die Gier ist ein ständiger Weggefährte der Mächtigen und so kommt es zu Experimenten, die schnell außer Kontrolle geraten. Was genau der Auslöser ist werd ich euch nicht verraten, aber es könnte eine Kehrtwende jeglicher Strukturen dieser Welt beeinflussen.Das ruft Kaz Brekker auf den Plan, doch es dauert eine Weile, bis er all seine Gefährten beisammen hat, um die aussichtslose Aufgabe anzugehen. Vertrauen ist für Kaz unbekanntes Terrain, aber er muss sich auf alle verlassen können. Dabei überlässt er nichts dem Zufall, denn er ist einer der besten Strategen wenn es darum geht, für jede unliebsame Überraschung den richtigen Plan parat zu haben.Wirklich sympathisch sollte er einem nicht sein, denn er ist rücksichtslos, egoistisch und gnadenlos, und trotzdem: seine Vergangenheit deckt nach und nach auf, wer hinter dieser Maske aus Abgebrühtheit steckt!Aber auch die anderen Gefährten haben einiges zu verbergen - von manchen erfährt man mehr, von anderen weniger, aber jeder von ihnen ist für eine Überraschung gut ... Zitat aus dem Klappentext "Ein Dieb mit der Begabung, aus jeder Falle zu entkommen. Eine Spionin, die nur "das Phantom" genannt wird. Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache. Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben. Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann. Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff."Die Kapitel sind aus den verschiedenen Perspektiven der Figuren erzählt und so erfährt man auch die Hintergründe: über ihr Verhalten, ihre Eigenheiten und wie sie alle nach Ketterdam und zu dieser ungewöhnlichen Mission gekommen sind. Keiner von ihnen zeigt sein wahres Gesicht, niemand will sich eine Blöße geben; ihre Vergangenheit hat sie geprägt und dadurch sind sie vorsichtig, misstrauisch und einsam. Doch der Auftrag schweißt sie zusammen und offenbart einiges, was bisher nur im Dunkeln ihrer Seele verborgen lag.Anfangs wird man ziemlich bombardiert mit ungewöhnlichen Namen und Bezeichnungen, da kommt man aber sehr schnell rein, denn die Autorin schafft es wunderbar, alles miteinander zu verknüpfen und ein beeindruckendes Gesamtbild zu schaffen. Schon die Vorbereitungen für den Coup versprechen einiges an Spannung, aber als es dann los geht kann man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen! Die Schauplätze wechseln mit großartigen Kulissen und einer hochexplosiven Atmosphäre. Ich war so mitten im Geschehen, dass ich alles um mich herum vergessen habe und ein dramatischer und nervenaufreibender Höhepunkt dem anderen gefolgt ist!Dazu kommen die einschneidenden Gefühle, die die Charaktere vorantreibt, sei es Wut, Rache oder Verzweiflung - und sogar Liebe. Ich hab Momente der Spannung erlebt, der Freude, der Betroffenheit und noch so viel mehr ... ich bin absolut begeistert und freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung!Dazu kommt noch die schöne Aufmachung, die das Buch auch noch von der Optik her zu etwas besonderem macht!Band 2 "Das Gold der Krähen" erscheint hoffentlich nächstes Jahr auf deutsch :)©AleshaneeWeltenwanderer

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  • Keine Klageweiber, keine Beerdigungen.

    Das Lied der Krähen

    Celina-Marie_Stolle

    09. October 2017 um 14:32

    Im englischen wurde das Buch nicht zuletzt mega gehyped. Und ich muss sagen, dass der Hype vollkommen gerechtfertigt ist. Man begleitet den Protagonisten Kaz auf eine Reise voller Sarkasmus und Spannung, denn Kaz ist ein Außenseiter, der eine Bande von Gefallenen und Verbrechern anführt, und sie mit einem tollkühnen, unmöglichen Auftrag aus ihren Reserven lockt. Anfangs war es für mich sehr schwer, sich im Buch zurechtzufinden, denn die Orte wurden immer nur kurz, flüchtig beschrieben. Irgendwann gewöhnte man sich aber an die "Hektik" und wird förmlich von dem Geschehen gefesselt, bei dem man gleichzeitig mehr über die Mission erfahren möchte, aber auch mehr über die Charaktere- vor allem von Kaz, denn der Krüppel ist ein mysteriöser Junge und strahlt förmlich vor Geheimnissen, was die ganze Geschichte erst richtig spannend macht. Aber nicht nur von Kaz Brekker erfährt man mehr, auch von Inej, zu der er eine besondere Bindung hat, als auch über Matthias und Nina, die sich aus früherer Zeit kennen und für einige heiße Spannungen und Konflikte sorgen, während sich die sechs Krähen ins Abenteuer stürzen. Die Atmosphäre, die sich vor allem aus den Charakteren und den Schreibstil von Leigh Bardugo ergibt, hat mich sofort an Sherlock Holmes erinnert; denn Kaz liebt es in Rätseln zu sprechen und weiß irgendwie immer alles schon... Außerdem beruht sich Leigh Bardugo auf keine Klischees, zum Beispiel keine verbotene Liebe, perfekte Charaktere oder einer Hierarchie, die eine große Rolle spielt. Die Charaktere haben alle ihren eigenen Stil, den man nach und nach immer mehr kennenlernt und lieben lernt. Sie hinterfragen, sie sorgen sich und sie kontern- eine perfekte Mischung für ein Fantasybuch, auf das ich sooo lange gewartet habe. Das Buch verdient mehr als fünf Sterne.Schöne Zitate:"Wenn jeder weiß, dass du ein Monster bist, brauchst du deine Zeit nicht damit zu verschwenden, monströse Dinge zu tun." S. 56"Die Menschen verhöhnen die Götter, bis sie sie brauchen, Kaz." S. 58"Sie würde niemanden Liebe wünschen. Sie war der Gast, den man willkommen hieß, und dann nicht mehr los wurde." S. 214"Sechs Menschen, aber eintausend Möglichkeiten, wie dieser wahnwitzige Plan schiefgehen konnte." S. 452

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  • Das Lied der Krähen

    Das Lied der Krähen

    Fabius

    08. October 2017 um 17:23

    Das Buch an sich ist sehr gut. Auch teilweise sehr schön detailliert beschrieben wie zB die Vorgehensweise eine Planes. Hier und da wird man auch von der Raffinesse von Kaz überrascht. Aber an manchen stellen leider auch sehr langatmig. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. :)

  • Buchverlosung zu "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

    Marina_Nordbreze

    Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission ... Auf dieses Buch haben Fantasy-Fans schon lange ungeduldig gewartet und nun ist es endlich soweit! Wir freuen uns, euch gemeinsam mit KNAUR "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo zu präsentieren! Diese außergewöhnliche Geschichte wird euch sofort in ihren Bann ziehen. Sechs grundverschiedene Personen. Jede auf ihre Art und Weise ein Außenseiter. Und doch eint die sechs eine Mission – wird es ihnen gelingen, den gefährlichen Magier aus dem wohl bestbewachtesten Gefängnis der Welt zu befreien?Das erfahrt ihr in "Das Lied der Krähen", welches ihr in unserer Buchverlosung in einer exklusiven Krähen-Box gewinnen könnt! Mehr zum BuchKetterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen … Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …  Mehr zur AutorinLeigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist L B. Benson. Ihr Debütroman um die Sonnenkriegerin Alina erschien im August 2012 unter "Grischa - Goldene Flammen" und wurde als die Grischa-Trilogie mit zwei weiteren Romanen 2013 und 2014 fortgesetzt. Ihr aktuellstes Buch, ein Fantasy-Abenteuer, ist "Das Lied der Krähen", in dem es um eine Gruppe Verbrecher geht. Es erscheint im Oktober 2017 und ist gleichzeitig das erste Buch in einer neuen Reihe.Gemeinsam mit KNAUR vergeben wir in dieser Buchverlosung 25x Krähen-Boxen mit einem Exemplar von "Das Lied der Krähen" und exklusiven Fan-Buttons!Was ihr für dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 04.10. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   Welche Rolle würdet ihr übernehmen, um zum perfekten Mitglied der Außenseiter zu werden?Ihr habt einen der geheimen Krähen-Briefe erhalten?Dann vergrößert eure Chance auf eine der Krähen-Boxen indem ihr das Foto eures Briefes hier postet oder euer Foto von Twitter, Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #LBDasLiedderKrähen und #seieinaussenseiter verlinkt. Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.

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  • Großartige Fantasy

    Das Lied der Krähen

    -nicole-

    06. October 2017 um 17:00

    Sechs Außenseiter und ein lebensgefährlicher Auftrag...Die Hafenstadt Ketterdam ist eine pulsierende Handelsmetropole und gleichzeitig Heimat von einigen Banden. Hier lebt auch der geheimnisvolle Kaz Brekker, der sich im Laufe der Zeit zur rechten Hand eines mächtigen Bandenchefs hochgearbeitet hat - er vergibt Aufträge an Bandenmitglieder, tut nichts ohne Gegenleistung und scheint allen immer einen Schritt voraus zu sein. Doch eines Tages überrascht man ihn selbst und bietet ihm einen Auftrag an, wie er gefährlicher nicht sein kann: Gegen eine beträchtliche Entlohnung soll Kaz zusammen mit einem ausgewählten Team den mächtigen und zugleich gefährlichen Magier Bo Yul-Bayur befreien - aus dem Eistribunal, der bestgesichertsten Festung der Welt. Die sechs Außenseiter machen sich schließlich auf den Weg - unter der Leitung von Kaz versuchen sie das Unmögliche. Und jeder von ihnen hat Geheimnisse, die er vor den anderen verbirgt. Eine lebensgefährliche Mission beginnt..."Keine Klageweiber", sagte Jesper und warf Rotty sein Gewehr zu."Keine Beerdigungen", murmelten die anderen als Antwort. Unter ihnen bedeutete das so viel wie Viel Glück. - Seite 32Auf diese Herbst-Neuerscheinung war ich im Vorfeld besonders gespannt: Schon die Buchgestaltung ist sehr gelungen: Ein wunderschönes Cover und geschwärzte Buchseiten. Dazu hat das Paperback noch zwei tolle Karten, die man aufklappen kann. Die erste Karte bildet die fiktive Welt ab, in der Das Lied der Krähen spielt, die zweite zeigt den Aufbau des Eistribunals - eine Festung, die eine zentrale Rolle im Buch spielen wird. Beide sind sehr schön illustriert.Doch nicht nur das Äußere ist gelungen, auch der Inhalt hat einiges zu bieten: In der Hafenstadt Ketterdam, in der verschieden Banden regieren, lebt Kaz Brekker. Der erst Siebzehnjährige ist der geborene Anführer und gerissener, als von Manchen angenommen. Für einen lebensgefährlichen Auftrag stellt er ein Team zusammen, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein können. Gerade das ist in diesem Buch so besonders: Die Charaktere. Allesamt Außenseiter, jeder hat Geheimnisse und seine eigene, meist traurige Geschichte, die man nach und nach erfährt. Auch wird im Laufe der Geschichte klar, warum Kaz sich genau für diese fünf Begleiter entschieden hat. Im Mittelpunkt der packenden Handlung steht natürlich die lebensgefährliche Mission. Neben den beeindruckenden Schauplätzen hat mir auch der stetige Wechsel der Blickwinkel sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel tragen die Namen der Person, um die es gerade geht und man erfährt so einiges über deren Vergangenheit. Die gesamte Atmosphäre ist eher dunkel, was natürlich zur ganzen Geschichte passt. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um die verschiedenen Orte, die Namen der Banden und auch die unterschiedlichen Grischas zu unterscheiden, doch das legt sich schnell.Auch der Grund, warum der Magier, den Kaz Brekker und sein Team aus dem stark gesichertem Eistribunal befreien sollen, ist interessant und sehr spannend - lasst euch überraschen!"Und dann trat der Mann durch die Wand. Kaz' Gedanken stockten und taumelten, versuchten zu erklären, was er da sah, während Nebel sich zu einem Umhang, zu Stiefeln verdichtete und zu einem blassen Aufblitzen eines Gesichts." -Seite 60Mein Fazit: Ein spannender Fantasy-Roman, der mit einer packenden Handlung und außergewöhnlichen Charakteren überzeugt. Die dunkle Atmosphäre, die sich durch den gesamten Roman zieht, ist sehr gelungen. Die sechs Hauptfiguren sind klasse, hat jeder seine eigene Geschichte und bestimmte Gründe, um sich auf die gefährliche Mission einzulassen. Neben tollen Schauplätzen in einer gut konstruierten Welt gibt es schlagfertige Dialoge und Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hat. Sehr lesenswert, ich bin begeistert und hoffe schnell auf eine Fortsetzung!

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  • Geniale Charakter, komplexer Plot und ein grandioser Schreibstil. Klare Leseempfehlung!

    Das Lied der Krähen

    KatesLeselounge

    06. October 2017 um 09:32

    Lange Zeit mussten die Fans von Leigh Bardugo auf ein neues Buch von ihr warten. Zumindest auf die deutsche Ausgabe. Denn das englische Original „Six of Crows“ hat in den USA nicht nur die Bestsellerlisten gestürmt, sondern viele Blogger und Leser in absolute Begeisterungsstürme versetzt. Natürlich war die Erwartung beim Lesen demnach enorm hoch. Da ich die „Grischa“-Trilogie der Autorin damals heiß und innig geliebt hatte, und auch „Das Lied der Krähen“ zumindest in der gleichen Grischawelt spielt, brannte es mir förmlich unter den Fingern dieses Buch zu lesen. Und was soll ich sagen, Leigh Bardugo verzaubert erneut und liefert eine Geschichte, bei der ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll meine Lobeshymnen zu starten.Vorneweg, „Das Lied der Krähen“ kann unabhängig von der „Grischa“-Trilogie gelesen werden, allerdings glaube ich auch, dass es nicht schaden kann diese vorher zu kennen. Da man doch mit den recht vielen neuen Begriffen einfach schon vertraut ist und zuordnen kann. Daher hatte ich auch überhaupt keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte abzutauchen. Innerhalb weniger Seiten hatte mich Leigh Bardugo bereits wieder in ihren Bann gezogen, sodass ich absolut nicht aufhören konnte zu lesen. Ich habe jede einzelne Seite mit absolutem Genuss gelesen, wollte immer mehr und hatte doch gleichzeitig schon leichte Angst, dass dieses kleine Meisterstück von Geschichte wieder bald vorbei sein sollte.Ich weiß gar nicht, wo ich mit meinen Lobeshymnen anfangen soll. Bei der Komplexität des Plotes, der vielschichtigen und absolut genialen Charakteren oder dem unverwechselbaren und humorvollen Schreibstil der wundervollen Leigh Bardugo. Ihr Stil Geschichten zu erzählen ist schlicht und einfach genial. Was sie in „Das Lied der Krähen“ gezaubert hat, ist ein kleines Meisterwerk der Fantasy. Und all dies ohne jeglichen Kitsch und triefender - und oft einfach auch unpassender - Romantik. Und das sage ich, die eigentlich großer Fan von triefender Romantik ist. Denn das hat „Das Lied der Krähen“ gar nicht nötig. Natürlich ist auch das Buch nicht komplett ohne. Aber die eingebauten Liebesgeschichten sind nicht aufdringlich bis kaum vorhanden. Mehr Andeutungen und nur mit leisen Worten beschrieben. Und vielleicht gerade deswegen auch so mitreißend.Leigh Bardugo überlässt viel der Fantasie des Leser und konzentriert sich mehr darauf den Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen. Alle sechs Protagonisten sind so unterschiedlich und jeder hat seine eigenen Macken und Schwächen und zusammen ergeben sie einen Haufen von Außenseitern, die mit ihrer Komplexität mein Herz im Sturm erobert haben. Ich könnte jetzt vielleicht einen Lieblingscharakter nennen, aber wenn ich es genau betrachte, dann wäre diese Figur ohne die anderen drum herum, nicht derselbe. Nur zusammen ergeben sie ein Bild, dass ich mir am liebsten an die Wand hängen würde. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band um Kaz, Inej, Matthias, Nina, Jesper und Wylan lesen zu können.Fazit„Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo ist ein absolut mitreißender und komplexer Auftakt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut begeistert hat. Geniale Charaktere mit enormer Vielfalt, ein Plot voller Komplexität und absolut packend und ein wundervoller und humorvoller Schreibstil der Frau Bardugo. Großartige Unterhaltung auf sehr hohem Niveau und daher auch eine absolute Leseempfehlung!

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  • facettenreich, genial, explosiv

    Das Lied der Krähen

    -Favola-

    04. October 2017 um 15:48

    "Six of Corows" ist in den USA ein Nr.-1-Bestseller und so ist die Begeisterung für dieses Buch schon vor einiger Zeit auch in den deutschsprachigen Raum übergeschwappt. Es ist also kein Wunder, dass die Vorfreude auf die deutsche Übersetzung gross war. "Das Lied der Krähen" spielt zwar in der gleichen Welt wie die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo, doch sind diese Bücher keine Voraussetzung für den Lesegenuss in Ketterdam. Zwar könnte ich mir gut vorstellen, dass einem der Einstieg in das Buch etwas leichter fällt, wenn man "Grischa" kennt, doch wenn man als Bardugo-Anfänger etwas Geduld mitbringt, entfaltet sich schnell die Faszination dieser fantastischen Welt.In einem Interview hat die Autorin zugegeben, dass sie ein grosser Fan von "Ocean's Eleven" ist und so unbedingt eine Fantasy-Gaunergeschichte schreiben wollte. Dies ist ihr mit "Das Lied der Krähen" wirklich gelungen!Kaz Brekker ist ein gewiefter und skrupelloser Dieb, der sich als Dirtyhands einen Namen gemacht hat. Als er einen schier unlösbaren Auftrag bekommt, schart er eine bunt gemischte Truppe um sich, mit der er einen wichtigen Mann aus dem ausbruchsicheren Eistribunal entführen will.Kaz ist zwar Drahtzieher und Kopf der sechs Krähen, doch die Geschichte wird aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt. So bekommt jeder Charakter eine enorme Tiefe und gekonnt verwebt Bardugo die verschiedenen Sichtweisen und lässt geschickt in die Vergangenheit der Krähen zurückblicken. Jeder hat ganz bestimmte Talente, weswegen er bei dem Coup dabei ist, doch alle haben auch ihr Päckchen zu tragen, jeder Charakter muss mit seinem eigenen Dämonen fertig werden.Die Autorin versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und obwohl die Schurken alle ihre Macken haben, schliesst man sie schnell ins Herz."Das Lied der Krähen" besticht ausserdem mit einer ausserordentlich dichten Atmosphäre. Wir starten in den Strassen der Hafenstadt Ketterdam, stechen dann in See und machen uns dann auf den beschwerlichen Weg im eisigen Fjerda.Zu Beginn widmet sich Leigh Bardugo vorwiegend ihren Charaktere und der Dynamik der Gruppe, denn die ist so zusammengewürfelt, dass sie ein grosses Konfliktpotential birgt. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass Kaz' Masterplan immer wieder über den Haufen geworfen wird und als Leser fragt man sich nicht nur einmal, wie viele Asse er noch im Ärmel hat.Sobald man sich in Ketterdam und seinen zwielichtigen Gestalten etwas auskennt, reisst einen diese abenteuerliche Geschichte mit sich. Gekonnt wird der Spannungsbogen angezogen und im Eistribunal wird viertelstündlich die Perspektive gewechselt, so dass man das Buch bestimmt nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende ist richtig klasse gemacht und endet zwar nicht mit einem fiesen Cliffhanger, aber doch so, dass man unbedingt sofort weiterlesen möchte.Fazit:facettenreich, genial, explosivMit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence gelungen.Sie trumpft vor allem mit sechs aussergewöhnlichen Charaktere mit Tiefe auf, doch auch der mitreissende, ausgeklügelte Plot steht dem in nichts nach. Eine dichte Atmosphäre, ein erstklassiger Schreibstil und ein Schuss Sarkasmus runden das Ganze zu einem einmaligen Leseerlebnis ab. Unbedingt lesen!

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