Lemony Snicket

 4,2 Sterne bei 1.374 Bewertungen
Autor von Der schreckliche Anfang, Das Haus der Schlangen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Lemony Snicket (© Meredith Heuer)

Lebenslauf

Der US-amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Lemony Snicket wurde am 28. Februar 1970 als Daniel Handler in San Francisco geboren. Der Sohn einer Opernsängerin und eines deutschen Flüchtlings vor dem NS-Regime feierte sein Schriftstellerdebüt mit der Kinderbuchreihe "A Series of Unfortunate Events" ("Eine Reihe betrüblicher Ereignisse"). Die Reihe um die drei "Baudelaire-Waisenkinder" Violet, Sunny und Klaus, die ihre Erbe vor ihrem raffgierigen Onkel schützen müssen und sich gegen allerlei andere Gefahren wehren, umfasst 13 Bände. Neben einer Fernsehserie und einem Computerspiel erschien 2004 die Verfilmung der ersten drei Bände unter dem Titel "Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse" (Lemony Snicket's – A Series of Unfortunate Events) mit Jim Carrey, Liam Aiken und Emily Browning. Der Autor Handler gibt sich bei Events als Repräsentant oder Assistent von Lemony Snicket aus und erfindet irrwitzige Ausreden für das Fernbleiben seines "Chefs". Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist er Musiker und war zeitweise Mitglied der New Yorker Band "Magnetic Fields", auf deren Album "69 Love Songs" er das Akkordeon spielte. Im Herbst 2013 erscheint Daniel Handlers Jugendbuch "43 Gründe warum es aus ist".

Alle Bücher von Lemony Snicket

Cover des Buches Der schreckliche Anfang (ISBN: 9783570220856)

Der schreckliche Anfang

 (233)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Das Haus der Schlangen (ISBN: 9783570220870)

Das Haus der Schlangen

 (135)
Erschienen am 23.09.2009
Cover des Buches Der Seufzersee (ISBN: 9783570220887)

Der Seufzersee

 (104)
Erschienen am 23.09.2009
Cover des Buches Die unheimliche Mühle (ISBN: 9783570220863)

Die unheimliche Mühle

 (80)
Erschienen am 23.09.2009
Cover des Buches Die Schule des Schreckens (ISBN: 9783570221976)

Die Schule des Schreckens

 (72)
Erschienen am 15.09.2010
Cover des Buches Die dunkle Allee (ISBN: 9783570221969)

Die dunkle Allee

 (66)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Das düstere Dorf (ISBN: 9783570222324)

Das düstere Dorf

 (57)
Erschienen am 23.03.2011
Cover des Buches Das schaurige Spital (ISBN: 9783570222737)

Das schaurige Spital

 (51)
Erschienen am 31.08.2011

Neue Rezensionen zu Lemony Snicket

Cover des Buches Gift zum Frühstück (ISBN: 9783312013067)
lex-bookss avatar

Rezension zu "Gift zum Frühstück" von Lemony Snicket

Verwirrend, überraschend, konsequent
lex-booksvor 6 Monaten

Die (Kunst-)Figur Lemony Snicket ist skurril. So skurril wie seine Reihe Betrüblicher Ereignisse (erschienen Anfang der 2000er und mit Erfolg von Netflix verfilmt). Nichts anderes als Skurrilität habe ich von seinem neuen Werk „Gift zum Frühstück“ erwartet und wurde dahingehend nicht enttäuscht.

Das gerade einmal 160 Seiten (13 Kapitel!) umfassende Büchlein beginnt wie ein Krimi. Snicket, Autor und Protagonist zugleich, hat gerade erst gefrühstückt, da findet er ein Zettelchen: „Sie hatten Gift zum Frühstück.“

Ein Mordversuch? Auf jeden Fall eine Ungeheuerlichkeit. Snicket macht sich sogleich auf die Suche nach dem unbekannten Urheber der Nachricht. Einen verdächtigen Mann verliert er schnell aus den Augen und steuert stattdessen alle Orte an, die in Verbindung zu seinem Frühstück stehen.

Was mir an dem Buch gefallen hat: Die Beharrlichkeit mit der Lemony Snicket (alias Daniel Handler) gewohnte Erzählmuster durchbricht. Selbstverständlich entwickelt sich kein Krimi, ja nicht einmal das Rätsel selbst wird konsequent verfolgt.

"… es kam mir in den Sinn, dass sich das Problem meiner Vergiftung vielleicht am besten mit Philosophie lösen lässt. Nicht viele Leute denken daran, bei einem Notfall einen Philosophen anzurufen, und doch sind die aufregendsten und nützlichsten Dinge der Welt einfach dadurch entstanden, dass jemand über sie nachgedacht hat."  (S. 21)

Und ja, dieses Buch ist durchaus philosophisch. Aber eben philosophisch in Lemony-Snicket-Manier. Wir halten hier eine teilweise tiefsinnige, oft humorvolle, immer wieder aber verschrobene und nahezu geschwätzige Gedankensammlung in den Händen. Überlegungen zum Wesen der Philosophie finden sich darin ebenso wie Informationen zu Snickets Lieblingsbüchern, Anmerkungen über das Schreiben und bizarre Anekdoten. Der rote Faden ist die Suche nach dem Verfasser der Nachricht, was der Autor gerne zu vergessen scheint, da er zwischendurch ins kalte Wasser springt, stolpert, das Bewusstsein verliert, merkwürdige Gespräche führt und über die Zubereitung von Eiern sinniert. In Wahrheit führt uns Lemony Snicket seine Art des Schreibens vor Augen- in seinem unnachahmlich höflich-spitzfindigen Ton.

Um mit solchen Kapriolen Spaß zu haben, sollte, nein muss man die Snicketschreibe mögen. Wem sie zu kauzig ist, mag ab und an einen Absatz finden, der hängen bleibt, wird ansonsten aber des Öfteren mit den Augen rollen. Gerade die (aus der Baudelaire-Reihe vertrauten) Worterklärungen dürften erwachsene LeserInnen schnell enervierend finden. Tatsächlich lassen sie die Leichtigkeit aus den Betrüblichen Ereignissen vermissen, wirken eher gewollt und angestrengt. Für mich sind sie noch immer eine liebenswerte Schrulle. Warum sollten wir nicht ab und zu innehalten und über Wörter, die wir gebrauchen, nachdenken?

"Manchmal ist es einsam, wenn man alleine ist, aber manche Leute sind gut darin, einsam zu sein. Ich bin einer davon. Ich bin ein Einsamkeitsgelehrter, ein Wort, das hier bedeutet, dass mir Einsamkeit leicht fällt, also bin ich ziemlich gut in Einsamkeit, wenn ich das so sagen darf." (S. 103)

Für Snicket-Liebhaber ist „Gift zum Frühstück“ eine kleine Zugabe, ein unterhaltsames literarisches Experiment, das aufgrund seiner zerstreuten Art und des speziellen Humors wohl wenig dazu geeignet ist, neue Fans zu gewinnen. Wer sich auf diesen spleenigen Bewusstseinsstrom einlassen kann, wird feststellen, dass er innerhalb des Snicketschen Kosmos auf jeden Fall konsequent ist. In mir bringen Snickets Bücher etwas zum Klingen. Ich mag sie einfach. Oder wie Snicket selbst schreibt: manchmal wird ein bestimmtes Buch zu genau dem richtigen für die richtige Person.

Cover des Buches Gift zum Frühstück (ISBN: 9783312013067)
C

Rezension zu "Gift zum Frühstück" von Lemony Snicket

Skurril und liebenswert
Cynthia_Mähnertvor 7 Monaten

Lemony Snicket verbinde ich mit Geschichten, die ich schon als Kind liebte, weil sie abenteuerlich waren, manchmal gruslig, aber immer auf diese leicht schräge Art unterhaltsam. Und so ist auch diese neuste Geschichte: unglaublich liebenswert, leicht zerstreut und wahnsinnig amüsant. Und mit den kleinen Illustrationen voller Liebe fürs Detail.


Zum Inhalt: Lemony Snicket ist fassungslos. Gerade hat er noch sein Frühstück genossen und nun schwebt er in Lebensgefahr. Zumindest vermutet er das. Denn so steht es auf einem Zettel: sie haben soeben Gift zu sich genommen. Aber wie kann das sein? Lemony geht der Sache auf den Grund.


Wenn ich an Lemony Snicket denke, sehe ich einen kauzigen älteren Herren vor mir. Denn die Geschichte, von Lemony selbst als Ich-Erzähler geschildert, schweift immer wieder ab, wendet sich der Vergangenheit zu und befasst sich mit allerlei Themen, die den akuten Vergiftungsfall immer wieder an den Rand drängen. so ist dieses Buch eine Aneinanderreihung von Erinnerungen und Anekdoten.


Es ist eine Geschichte über Begegnungen, mit anderen und mit sich selbst, eine philosophische Abwandlung des Themas „jemand macht eine Reise“, denn genau das macht Lemony. Eine gedankliche Reise, eine Erinnerungsreise und die körperliche Reise zu den Stationen seinen täglichen Lebens. 

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, manchmal umfokussiert und die ewigen Worterklärungen haben mich ab und so stolpern lassen, weil dem Leser aus dem Kontext heraus die Bedeutung der Worte natürlich klar ist. Aber obwohl es etwas seltsam und verschroben anmutet, so passt es doch zur Figur des Lemony Snicket.


Die Auflösung passt perfekt zum Buch und ließ mich schmunzeln. Dieses Buch ist eine kurzweilige, auf kauzige Art amüsante Erzählung, die einfach Spaß macht

Cover des Buches Gift zum Frühstück (ISBN: 9783312013067)
SimoneFs avatar

Rezension zu "Gift zum Frühstück" von Lemony Snicket

Seltsam
SimoneFvor 8 Monaten

Ich kannte Lemony Snicket bisher noch nicht, doch da ich kürzlich eine begeisterte Kritik zu Lemony Snickets Jugendbüchern las, war ich neugierig auf "Gift zum Frühstück".


Der Schreibstil verwunderte mich bereits auf den ersten Seiten, da er anders ist, als alles, was ich bisher kannte. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive des Autorenpseudonyms Lemony Snicket geschrieben, der eines Morgens nach dem Frühstück einen Papierschnipsel mit "Sie hatten Gift zum Frühstück" im Türspalt findet und nun versucht, der Sache auf den Grund zu gehen.


Snicket lässt seine Gedanken scheinbar schweifen, Erinnerungen an kleine Begebenheiten aus der Kindheit, Filme, die er vor Jahren gesehen und Bücher  die er gelesen hatte, werden eingeflochten. Als Leserin fand ich das gelegentlich interessant, meist jedoch nervte es mich, da es mir zu sehr abschweifte, ich die Gedanken eher langweilig fand und in seiner Situation - möglicherweise tödlich vergiftet worden zu sein - auch eher seltsam. Ich würde zielgerichtet, logisch und schnell handeln, und nichts davon erkenne bei der Figur. Generell wurde ich mit dem Protagonisten und seinem Verhalten nicht warm. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto merkwürdiger und kauziger fand ich ihn. Stellenweise fiel es mir schwer, überhaupt weiterzulesen, auch, da mir der Erzählstil zunehmend missfiel. Snickets ständige triviale Worterklärungen, etwa "aber jetzt stand ich einfach nur vor der verschlossenen Tür und kam mir deplatziert vor, ein Ausdruck, der hier bedeutet »als wäre ich am falschen Ort« (Kapitel 5)". Da es sich um ein recht dünnes Büchlein handelt, habe ich durchgehalten, doch leider hat mich auch das Ende enttäuscht, da ich es absolut unglaubwürdig fand.


Fazit: Leider konnte ich weder erzählerisch noch inhaltlich etwas mit dem Buch anfangen. Vielleicht liegt mir aber auch einfach der Autor nicht.











+

Gespräche aus der Community

Die drei Baudelaire Kinder kommen nun zu einem Onkel Monty. Onkel Monty ist der netteste Onkel, den sie je kennengelernt hatten. Violet, Klaus und die kleine Sunny sind sehr froh, dass sie ihn kennengelernt haben. Er will mit ihnen auf eine Expedition nach Peru gehen. Doch dann kommt ein neuer Assistent ins Spiel. Dieser Assistent namens Stefano sieht sehr seltsam aus und benimmt sich auch auffällig. Was ist da los? Eine klasse Reihe!
Zum Thema
1 Beiträge
Lilitus avatar
Letzter Beitrag von  Lilituvor 13 Jahren
"Was ist da los?" DAS ist die Buchfrage? Oder willst du nur das Buch vorstellen? Wie Buchrezensionen geschrieben werden und wo sie hinkommen, hast du ja schon rausgefunden.

Zusätzliche Informationen

Lemony Snicket wurde am 28. Februar 1970 in San Francisco (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Lemony Snicket im Netz:

Community-Statistik

in 627 Bibliotheken

auf 76 Merkzettel

von 16 Leser*innen aktuell gelesen

von 17 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks