Lena Andersson Unvollkommene Verbindlichkeiten

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Inhaltsangabe zu „Unvollkommene Verbindlichkeiten“ von Lena Andersson

Nichts ist komplizierter als die Beziehung zwischen Mann und Frau. Das muss auch Ester Nilssons feststellen, Mitte dreißig und von Beruf Journalistin und Dichterin. Fünf Jahre sind vergangen seit ihrer unglücklichen Liebesbeziehung mit dem Künstler Hugo Rask, und Ester hat sich vorgenommen, dass ihr so etwas nie mehr passieren wird: einen Mann zu lieben, der sich nicht festlegen und ganz zu ihr bekennen will. Dann trifft sie bei einer Theaterprobe den Schauspieler Olof und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Olof macht kein Geheimnis daraus, dass er verheiratet ist. Trotzdem trifft er Ester. Die beiden gehen eine Beziehung ein, von der Olof behauptet, es sei keine. Er hat schließlich nicht vor, seine Frau zu verlassen. Also worauf wartet Ester?

Sehr gut beschrieben. Die Geschichte ist frustrierend, man lebt mit und spürt förmlich die Erschöpfung nach den Höheflügen!

— naninka

Ein Buch, welches die unerwiderte Liebe in seinen ganzen Facetten beleuchtet!

— schokoloko29

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  • Unvollkommene Verbindlichkeiten

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    naninka

    05. September 2017 um 23:00

    Ester verliebt sich in Olof. Einem Schauspieler im schwedischen Theater. Der verheiratet ist. Als Leser merkt man schnell, dass Olof seine Frau nicht verlassen wird. Und doch scheint er Esters Hoffnungen ständig zu nähren. Und obschon sie eine eigenständige und intelligente Frau ist, ist sie ihm verfallen, klammert sich am kleinsten Strohhalm und versucht jede Situation zu ihren Gunsten zu interpretieren. Und das wieder und wieder. Das Buch schildert die Höhenflüge und Abstürze Esters Gefühlsleben und das über Jahre hinweg. Einige Funkstillen und immer wieder die Affäre aufleben zu lassen - das scheint Programm zu sein. Ein trauriges Seilziehen, das kaum zu ertragen ist und doch aus der Perspektive Esters nachvollziehbar ist. Was Olof angeht, so kann ers nicht lassen und ist doch oft reumütig- er belügt sich selbst, verharmlost, spielt alles herunter und will dennoch die Beziehung immer wieder und um jeden Preis aufrecht erhalten. Er legt ein krankhaftes Verhalten an den Tag... Viel mehr passiert nicht und dennoch fand ich das Buch hochspannend. Etwas zu langatmig vielleicht, aber das hat die Qual der Geschichte verdeutlicht... Ein Buch über die unerfüllte Liebe zu einem verheirateten Mann, der es nicht lassen kann... Tragisch und interessant...

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  • Unvollkommene Verbindlichkeiten

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    Zeilentraumfaenger

    25. August 2017 um 13:03

    Unvollkommene Verbindlichkeiten ist ein Buch, auf das ich mich lange gefreut hatte und dass ich unbedingt lesen wollte, weil auf den ersten Blick einfach alles gestimmt hat. Leider gab es dann doch einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Das Buch habe ich ganz zufällig entdeckt und musste es dann unbedingt haben. Das Cover ist einfach wunderschön und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, vor allem durch das kleine Zitat am Anfang.Ich war total gespannt auf den Schreibstil und wurde nicht enttäuscht. Er hat mir das ganze Buch über super gefallen und mich total berührt. Ganz leicht zu lesen war das Buch nicht immer, zwischendurch musste man sich sehr konzentrieren und jedes einzelne Wort hat sehr durchdacht gewirkt. Sowas erlebe ich bei Büchern eher selten und es ist auch nichts, was ich immer brauche. Aber hier hat es perfekt gepasst und war wirklich schön.Leider wurde mir die Handlung irgendwann zu langweilig, Ester zu anstrengend und Olof zu erbärmlich. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass ich hier nicht mi der größten Action rechnen kann und mehr mit Gefühlen, als Geschehnissen gearbeitet wird. Das war auch bis zu einem gewissen Punkt okay.Ich möchte jetzt nicht zu sehr spoilern, genau wie ich nicht urteilen möchte. Ester hatte für ihr Verhalten ihre Gründe und auch, wenn ich sie nicht immer ganz nachvollziehen konnte, ist das okay. Die meiste Zeit konnte ich mich gut mit ihr identifizieren, aber es war auch mal ganz interessant, Gedanken zu lesen, die ich selbst so noch nie hatte.Trotzdem wurde mir das irgendwann zu viel. Nicht nur, was sie sich alles gefallen lässt und wie sie sich an jeden noch so kleinen Strohhalm klammert, sondern auch, wie sie alles, und zwar wirklich alles überanalysiert. Da schreibt Olof mal eine kleine SMS und jeder Buchstabe wird ewig lange ausgewertet.. Auch das Geschehen fing irgendwann an, mich zu langweilen. Er will sie, Er will sie nicht, Er will sie und seine Frau, Er will gar nichts, aber irgendwie will er sie ja doch.. Eine Zeit lang wars interessant, nach 150 Seiten, also nicht mal der Hälfte des Buches, habe ich das erste Mal mit den Augen gerollt und es ist leider nicht bei diesem einen Mal geblieben.Unvollkommene Verbindlichkeiten ist ein Buch für alle, die etwas ruhiges, bewegendes suchen und sich Zeit zum träumen nehmen wollen. Für sehr junge Leser oder welche, die nach Action suchen, könnte das Buch aber langweilig werden.

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  • Ein kluger und poetischer Roman über die Qualen der Liebe - schonungslos und grandios erzählt

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    ClaudiasWortwelten

    14. August 2017 um 12:54

    Im vergangenen Jahr habe ich Widerrechtliche Inbesitznahme von Lena Andersson gelesen und war vollkommen überwältigt. Auch nach der Lektüre hat mich dieser kluge philosophische Roman über das Unglück der Liebe noch lange beschäftigt und auch sehr nachdenklich und traurig gestimmt, denn es ist mitunter schmerzhaft, wenn eine Autorin einem den Spiegel vorhält und man sich in einer Romanfigur wie Ester Nilsson wiederzuerkennen glaubt, die gegen alle Regeln des gesunden Menschenverstandes verstößt und die man, wäre sie eine gute Freundin, am liebsten schütteln und zur Vernunft bringen würde. Gleichzeitig hat es aber auch etwas Tröstliches, sich in einem Roman wiederzufinden und kann durchaus dabei helfen, sich selbst ein bisschen besser zu verstehen, zumindest dann, wenn man schon einmal in einer ähnlichen Situation war wie Ester Nilsson. Ich konnte es jedenfalls kaum erwarten, zu erfahren, wie es Ester inzwischen ergangen ist und freute mich darauf, ihr in Lena Anderssons neustem Werk Unvollkommene Verbindlichkeiten nun wieder zu begegnen. Obwohl häufig auf Widerrechtliche Inbesitznahme Bezug genommen wird, muss man den Vorgänger im Vorfeld nicht gelesen haben, um der Handlung folgen zu können, aber man sollte diesen wunderbaren, klugen und poetischen Roman gelesen haben, weil er einfach brillant ist und auch, weil man die Protagonistin dann vielleicht ein bisschen besser verstehen kann.In Widerrechtliche Inbesitznahme hatte sich Ester Nilsson in den narzisstischen Künstler Hugo Rask verliebt, war diesem Mann hoffnungslos verfallen, gab sich zwar stets selbstbewusst und souverän, hatte ihre Autonomie allerdings längst eingebüßt und lebte nur noch für ihn und die Momente, die sie mit ihm verbringen konnte. Hugo genoss ihre Bewunderung, war allerdings nicht in der Lage so viel Intimität und Nähe zuzulassen oder überhaupt über Gefühle zu reden. Trotzdem nutzte er ihre Liebe schamlos aus, versprach ihr zwar nie etwas, verstand es allerdings geschickt, Esters Hoffnung immer wieder neue Nahrung zu geben, indem er ihr gerade so viel Aufmerksamkeit schenkte, wie notwendig war, um ihre bedingungslose Liebe am Leben zu erhalten. Er ließ sie stets im Ungewissen und stieß sie, als sie zunehmend fordernder wurde, erbarmungslos und ohne ein Wort der Erklärung von sich. Obwohl sie an dieser Liebe fast zerbrochen wäre und sich geschworen hatte, nie wieder in eine solche emotionale Abhängigkeit zu geraten, verliebt sie sich nun, fünf Jahre später, erneut – diesmal in Olof Sten, einen verheirateten Mann, der ihr unverblümt klarmacht, dass er sich niemals von seiner Frau trennen wird. Nach ihrer schmerzhaften Erfahrung mit Hugo Rask hätte ich ihr natürlich gewünscht, dass sie nun endlich ihr Glück findet und einem Mann begegnet, der ihre Liebe erwidert. Allerdings ahnte ich schon, dass sie wieder auf einen Mann treffen würde, der sich nicht festlegen will, und sie sich erneut Hoffnungen hingibt, die sich niemals erfüllen werden.Aber was bringt eine gebildete Frau Ende dreißig dazu, sich schon wieder so zu verrennen? Es ist mitunter kaum zu ertragen, mitanzusehen, wie sie sich von Olof demütigen und verletzen lässt, sich immer wieder erniedrigt und trotzdem nicht loslassen kann. Wieder verliert sie sich selbst vollkommen aus den Augen und richtet ihr ganzes Leben so ein, dass sie Olof immer, wenn es seine begrenzte Zeit zulässt, zur Verfügung stehen kann.Esters Absolutheitsanspruch an die Liebe ist ungebrochen und verleitet sie eben auch dazu, wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Und wieder ist es diese trügerische und alles verzehrende Hoffnung, die sie erneut in eine emotionale Abhängigkeit zu einem Mann geraten lässt, der sich nicht eindeutig verhält, sie zwar nicht will, aber eben auch nicht gehen lässt.Man könnte sich also fragen, ob sie aus ihrer Erfahrung mit Hugo Rask nichts gelernt hat. Vermutlich kann man Ester nur verstehen, wenn man schon einmal in einer ähnlichen Situation war. Dass Liebe nicht erwidert wird, ist wahrscheinlich jedem schon einmal passiert. Wenn Liebe ins Leere fällt, ist das zwar schmerzhaft, kann man aber niemandem verübeln, denn Liebe kann nicht erzwungen werden. Niemand hat ein Recht darauf, geliebt zu werden, das weiß auch Ester Nilsson, aber jeder hat ein Recht auf Klarheit, denn nichts ist quälender als Ungewissheit und Hoffnung, die sich niemals erfüllen wird.Man kann Ester kaum vorwerfen, dass sie sich wieder Hals über Kopf verliebt, zumal wir uns nicht immer aussuchen, wen wir lieben, denn sich zu verlieben ist keine Entscheidung, die man bewusst trifft. Es soll ja sehr reflektierte Kopfmenschen geben, die auch bei der Partnerwahl sehr systematisch und überlegt vorgehen und sich dabei nur von ihrem Verstand leiten lassen, aber in aller Regel ist Liebe eben ein Gefühl, das sich rational nicht erklären lässt und dem mit Vernunft auch kaum beizukommen ist. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass der Freundinnenchor, der Ester bereits in Widerrechtliche Inbesitznahme unablässig zur Vernunft mahnte, auch jetzt nicht zu ihr durchdringen kann. Doch während der Freundinnenchor damals noch anonym war, haben die Freundinnen nun Namen bekommen, was allerdings nichts daran ändert, dass ihre gutgemeinten Ratschläge ungehört verhallen.„Nimm die Menschen beim Wort, das ist das Praktischste und Einfachste. Nicht deuten, sondern davon ausgehen, dass sie meinen, was sie sagen“. Nun, hätte sich Ester diesen Rat ihrer Freundin Lotta zu Herzen genommen, wäre ihr viel erspart geblieben, denn man muss Olof immerhin zugutehalten, dass er – im Gegensatz zu Hugo Rask – von Anfang an Klartext spricht und ihr deutlich sagt, dass er seine Ehefrau niemals verlassen wird. Trotzdem lässt er sich auf eine Beziehung mit ihr ein, die er zwar „Freundschaft“ nennt, aber weit über ein freundschaftliches Verhältnis hinausgeht. Da sich Esters unbedingter Absolutheitsanspruch an die Liebe aber niemals mit einer Rolle als Geliebte in Einklang bringen lässt, ist es nur logisch ist, dass sie wieder unglücklich sein wird.Olofs klare Worte stehen im Widerspruch zu seinem Verhalten, womit er Ester immer wieder Anlass zur Hoffnung gibt. Und Ester ist eben auch eine Meisterin der Selbsttäuschung, will nicht wahrhaben, dass er sich niemals von seiner Frau trennen wird und neigt dazu, sich verzweifelt an jedem kleinen Strohhalm festzuhalten. Sie seziert und analysiert jedes Wort und jede SMS von Olof und kommt dabei immer wieder zu der Überzeugung, dass sich seine Ehe in der Auflösung befindet und er nur noch etwas Zeit braucht, um seine Ehefrau endgültig zu verlassen.Ester ist zweifellos in mehrfacher Hinsicht eine „Wiederholungstäterin“, aber dennoch kann man nicht behaupten, dass sie aus ihrer Beziehung zu Hugo Rask nichts gelernt hat. Damals gab sie sich zunächst noch souverän und selbstbewusst, wollte Hugo nicht unter Druck setzen und niemals fordernd erscheinen. Bei Olof will sie diesen Fehler nicht noch einmal machen, sondern von Anfang an deutlich sein und sagt ihm deshalb auch sofort, dass sie ihr Leben mit ihm teilen will. Durch ihre bisherigen Erfahrungen hat sie inzwischen offenbar auch einen Teil ihrer Leidensfähigkeit eingebüßt, denn während sie bei Hugo Rask noch dachte, das Leiden an der Liebe sei eine noble Sache und sie müsse nur genug leiden, um sich seine Liebe zu verdienen, kommt sie bei Olof nun doch häufig zu der Überzeugung, dass sie sich ihr Leben nicht von ihm stehlen und sich auch nicht länger demütigen lassen will. Und so fasst sie überraschenderweise tatsächlich wiederholt den Entschluss, sich von ihm abzuwenden. Doch sobald sie im Begriff ist, sich von ihm zu lösen, ergreift er die Initiative und nimmt wieder Kontakt zu ihr auf, denn: „Wie so viele andere konnte er es nicht ertragen, das zu verlieren, was er gar nicht haben wollte“. Obwohl er sich nicht auf sie festlegen möchte, ist er nicht bereit, sie gehen zu lassen. Und obwohl sie wiederholt versucht, sich aus seinen Fängen zu befreien, hat sie nicht die Kraft, ihm zu widerstehen, wenn er wieder vor ihr steht oder sich bei ihr meldet.Letztendlich befindet sich Ester mit Olof in einer jahrelangen On-Off-Beziehung, durchlebt ein dauerndes Wechselbad der Gefühle und schwankt ständig zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Glück und Leid, Intimität und Distanz, völliger Hingabe, aber auch Wut auf den Mann, der ihr das alles zumutet. Der Leser durchlebt und durchleidet all diese Hoch und Tiefs an ihrer Seite mit, ahnt, dass es keine Erlösung geben wird, sondern wünscht sich einfach nur, dass es ihr gelingt, endlich aus ihrer passiven Rolle herauszutreten und sich aus dieser zerstörerischen Liebe zu befreien. Am Ende hat mich Ester aber doch sehr überrascht, denn sie holt zu einem Befreiungsschlag aus, den ich ihr niemals zugetraut hätte.Zweifellos ist Lena Andersson mit Unvollkommene Verbindlichkeiten wieder ein Meisterwerk gelungen, das seinem Vorgänger literarisch in nichts nachsteht. In einer sehr schlichten, lakonischen aber gleichzeitig auch sehr poetischen Sprache erzählt die Autorin eine äußerst desillusionierende Liebesgeschichte. Schonungslos und vollkommen ohne Kitsch, Sentimentalität, Romantik oder Pathos dokumentiert sie die Gefühlwelt einer Frau, die sich zum wiederholten Male in einen Mann verliebt, der ihre Liebe nicht erwidert, aber die ihm entgegengebrachten Gefühle ausnutzt und sich nicht eindeutig verhält. Trotz des mitunter ironischen Untertons und einer gewissen Süffisanz ist dies manchmal nur sehr schwer zu ertragen, aber trotzdem grandios, denn kaum ein Schriftsteller vermag es, die Liebe so gekonnt und intelligent ihres Zaubers zu berauben und romantische Liebeskonzepte so analytisch zu zerpflücken wie Lena Andersson. Das hat mich bereits bei Widerrechtliche Inbesitznahme beeindruckt und zeigt sich nun auch wieder in Anderssons neustem Werk.Wer den Vorgänger gelesen hat, könnte von Unvollkommene Verbindlichkeiten allerdings ein wenig enttäuscht sein, denn sieht man von dem verblüffenden Ende ab, hat dieser Roman leider wenig Neues oder Überraschendes zu bieten. Ich würde die Erzählung zwar nicht gerade als Wiederholung, aber in weiten Teilen eben nur als Abwandlung dessen bezeichnen, was der Leser bereits aus Widerrechtliche Inbesitznahme kennt. Der überragenden Qualität dieses Romans tut dies jedoch keinen Abbruch. Ein grandioses Meisterwerk!

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  • Buchverlosung zu "Der Gentleman" von Forrest Leo

    Der Gentleman

    aufbauverlag

    London, Pocklington Place, um 1850: Lionel Savage, Dichter, gerade einmal 22 Jahre alt, hat beschlossen, Selbstmord zu begehen, da er des Geldes wegen geheiratet hat und danach feststellen musste, dass er seitdem keine Zeile mehr zu Papier bringen kann. Er zieht seinen Butler Simmons zurate, weil er nicht weiß, wie er den Selbstmord genau angehen soll. Der einfachste Weg scheint ihm der Tod durch Kopfschuss zu sein. Doch Simmons gibt zu bedenken, dass dabei allerlei Körperflüssigkeiten austreten würden, die jemand aufwischen müsste. Da Savage seinem treuen Butler eine solche Schweinerei nicht zumuten will, muss er eine andere Lösung für sein Problem finden. Just in dem Moment spaziert ein freundlicher Gentleman in sein Arbeitszimmer, der sich als der Teufel höchstpersönlich entpuppt. Und bevor er sich versieht, hat Savage seine Ehefrau an ihn verkauft. So glaubt er zumindest. Doch kaum ist die Ehefrau verschwunden, stellt Savage fest, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Er muss sie wiederfinden. Nur wo zum Teufel soll die Hölle sein?Faule Aristokraten, ein Butler, der Teufel, eine hinterlistige kleine Schwester, Duelle und Beinahe-Duelle, Arktisexpeditionen und Scotland Yard. "Der Gentleman" ist ein rasanter Abenteuerroman und eine feine kleine Tollerei.Zur Leseprobe Über Forrest Leo Forrest Leo, geboren 1990 in Alaska, wo er auch aufwuchs. Er lebte ohne fließendes Wasser und fuhr mit dem Hundeschlitten zur Schule. Er machte einen Bachelor in Schauspiel an der New York University und hat als Zimmermann, als Fotograf und im Großraumbüro gearbeitet.Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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  • Die unerwiderte Liebe und immer nur die zweite sein.

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    schokoloko29

    23. June 2017 um 10:01

    Inhalt des Buches:Ester verliebt sich Hals über Kopf in Olof. Einem Schauspieler im schwedischen Theater. Er erzählt ihr relativ früh, dass er verheiratet ist. Doch die Anziehung ist so groß, dass sie sich heimlich in Restaurants und Bars treffen und sich unterhalten. Nach einem Jahr platonischem Erzählen fahren sie nach Lappland um Ski zu fahren. Aber in Wirklichkeit, um Sex zu haben. Da Olof immer noch dabei bleibt bei seiner Frau zu bleiben, bleibt Ester dabei, dass die Liebesgeschichte "nur" sein platonisch soll. Dann wird sie wieder schwach und sie haben wieder sex.Zwischen den einzelnen Stationen gibt es Funkstille, bei dem sich Olof nicht meldet. Doch dann ist Esters Sehnsucht so groß, dass sie ihm eine SMS schickt und der ganze "Mist" fängt von vorne an. Oder sie sagt sich, dass hat keinen Sinn, sie möchte ihn nicht mehr sehen. Und gerade in dem Moment, wo sie abspringen möchte kommt die "rettende" SMS. Sie denkt dann; dass er sie doch liebt und, dass es nur eine Frage der Zeit sein, bis er sich von seiner Frau trennt. Es war ein ewiges hin und her.An manchen Stationen des Buches wollte ich das Buch in die Ecke pfeffern. Mir tat Ester einfach so leid. Sie verschwendete ihre Zeit mit einem Mann, der es nicht wert ist. Der nur mit ihren Gefühlen gespielt hat und sie schlußendlich nicht zu ihr (und seinen Gefühlen) bekennen konnte. Deshalb fand ich ihrem Entschluß sich aus seinem (Macht)Spiel zu entziehen einfach nur super.Fazit:Wenn ihr ein Buch über die unerwiderte (unerfüllte) Liebe lesen wollt( mit dem sehnsüchtigen Schmachten, dem Wechselbad der Gefühle, dem Hoffen und Bangen und natürlich den Schmerz). Wenn ihr das alles lesen wollt, dann ist dieses Buch genau richtig!

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  • Ach Ester...

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    skywatcher

    16. June 2017 um 10:55

    "Wer kann Ester Vorwürfe machen, weil sie unter diesen Bedingungen nicht aufhörte, zu hoffen und zu glauben?"In ihrem zweiten Roman beschreibt die Schwedin Lena Andersson die zweite Liebe von Ester Nilsson, einer klugen Frau, die ihr Leben im Griff hat, sich für Kultur interessiert, viele Freundinnen hat und hochphilosophische Schriften veröffentlicht. Doch mit einer Sache will es nicht so recht klappen, mit der Liebe. Wie schon im ersten Roman "Widerrechtliche Inbesitznahme" ist Ester wieder unsterblich verliebt, doch der Mann unerreichbar: Olof, ein verheirateter Schauspieler, der sehr gut die Kunst des Push-and-Pulls beherrscht und sich genau dann bei Ester melden, wenn sie gerade dabei ist, sich von ihm zu lösen. Schon der erste Roman von Andersson hat mir sehr gut gefallen, wobei es nicht um Aktivitäten geht, sondern um die auf den Punkt genauen Gefühlsbeschreibungen. Man möchte Ester schütteln und wachrütteln, so sehr sieht sich in jedem Zeichen große Hoffnung, macht sich das Leben zur Last wegen einer Bemerkung und verliert sich in Zukunftswünschen, die nie erfüllt werden können.Ich habe viele kluge Sätze herausgeschrieben und das macht das Buch zu einem meiner Lieblingsbücher: Andersson schafft es genau all jene Gefühle zu beschreiben und die Beziehungsmuster zu analysieren, die wohl die meisten schon selbst erlebt haben, in der Rolle von Ester oder in der Rolle von Olof. Und sollte Ester im dritten Roman wieder unglücklich verliebt sein und ihrer vermeintlich großen Liebe hinterherlaufen, so werde ich mir auch dieses Buch sofort kaufen.

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  • Oszillationen zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Wahn

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    WinfriedStanzick

    22. May 2017 um 13:05

    Schon in ihrem Erfolgsroman „Widerrechtliche Inbesitznahme“ hat die bekannte schwedische Schriftstellerin Lena Anderson erzählt vom komplexen und tragischen Liebesleben ihrer Protagonistin Ester Nilsson, die wie ihre Schöpferin selbst als Dichterin tätig ist.  Damals verliebte sie sich in den Künstler Hugo Rask, und es brauchte lange, bis sie schmerzhaft begriff,  dass dieser Mann an einer Beziehung auf Augenhöhe gar kein Interesse hatte.Nun in ihrem neuen Roman „Unvollkommene Verbindlichkeiten“ liefert Lena Anderson eine Art Fortsetzung. Nachdem sie lange brauchte, um die Geschichte mit Hugo Rask zu vergessen (sie wird in dem neuen Buch mehrfach erwähnt), verliebt sich die Dichterin Ester Nilsson erneut. Und auch wenn man das erste Buch nicht kennen sollte, fragt sich der Leser schon sehr bald, was da für Muster wirksam sind in der Partnerwahl dieser durchaus sympathischen und hochintelligenten Frau.  Denn Ester Nilsson hat offenbar aus ihren negativen Erfahrungen mit dem Künstler Hugo Rask keine Schlüsse gezogen. Wieder verliebt sie sich mit Haut und Haaren, sie scheint gar keine Selbstachtung zu kennen. Alles dreht sich um den neuen Mann, den sie sich ausgesucht hat als Objekt ihrer Liebe, die mehr und mehr zu einer Obsession wird. Der Mann ist Theaterschauspieler, also ein Künstler wie der erste. Er heißt Olof Sten und ist verheiratet. Immer wieder betont er ziemlich deutlich, dass er keine Beziehung zu Ester eingehen möchte. Dennoch, ob mit sehr langen Pausen, trifft er sich, auch intim, mit ihr und gibt so Esters völlig unverständlicher Hoffnung, die etwas Schizophrenes hat, neue Nahrung.Es ist eine absolut verrückte Spannung, die Lena Anderson da aufbaut mit den genau geschilderten und in ihre Einzelheiten zerlegten Gesprächen zwischen den beiden Hauptpersonen, aber auch mit den unzähligen Gesprächen, die Ester mit ihren zahlriechen Freundinnen führt. Nähe und Distanz, Hoffnung und Verzweiflung,  Ekstase und der Wunsch zu Sterben  - die Handlung und das innere Erleben von Ester Nilsson schwankt zwischen  starken Extremen. Als Leser sieht man sich, hat man erst einmal begriffen, was da abläuft und aufgegeben es verstehen zu wollen, hineingezogen in eine seltsame Spannung und Beziehungsdialektik:„Er wurde interessiert, wenn sie resignierte. Sie resignierte, wenn er uninteressiert war. Dann trat er einen Schritt näher, was sie dann auch tat, worauf er sie wegschob, worauf sie kühl und abweisend wurde, und das schärfte seine Aufmerksamkeit. Ein Kreislauf, dem man nicht entkam.“Obwohl diese kluge und intellektuelle Frau (die Themen, die sie in ihren im Buch erwähnten Publikationen beschreibt, sind beeindruckend)es eigentlich besser wissen müsste, lässt sie mit sich spielen und ignoriert alles, um ihn weiter lieben zu können. Sie interpretiert Olofs Verhalten immer nur so, dass sie daraus Hoffnung schöpfen kann. Die Oszillationen zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Wahn sind nicht nur für die Protagonistin, sondern auch für den Leser kaum auszuhalten, aber sie sind literarisch gekonnt in Szene gesetzt.  Und man fragt sich, ob das ein eher typisch weibliches Problem ist, oder ob diese beiden Romane auch mit vertauschten Rollen hätten geschrieben werden können.Ich möchte es offen und den Leser entscheiden lassen, dem ich diesen Roman, sei er Mann oder Frau, auf jeden Fall empfehlen kann.

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  • Die ewige Nummer Zwei

    Unvollkommene Verbindlichkeiten

    YukBook

    07. May 2017 um 10:22

    Fällt man bei der Partnerwahl tatsächlich immer in das gleiche Muster? Nach der Lektüre dieses Romans müsste man die Frage bejahen. Mit der Fortsetzung ihres Buchs „Widerrechtliche Inbesitznahme“ lässt uns die schwedische Schriftstellerin erneut teilhaben am Liebesleben von Ester Nilsson, das einmal mehr in eine Katastrophe mündet.  Anscheinend hat Ester nichts aus ihrer vergangenen Beziehung zu dem Künstler Hugo Rask gelernt. Wieder verliebt sie sich in einen Mann, der sich nicht festlegen will. Verliebt ist stark untertrieben, denn wenn die Dichterin und Essayistin sich erst einmal für jemanden entschieden hat, gibt sie sich ihm mit Haut und Haaren hin. Alles andere existiert für sie nicht mehr. Der Auserkorene heißt diesmal Olof Sten, ist Theaterschauspieler, verheiratet und betont, dass er keine Beziehung mit Ester eingehen kann. Trotzdem trifft er sich immer wieder heimlich mit ihr und nährt Esters Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft.  Die Autorin beherrscht es meisterhaft, das nervenaufreibende Verhältnis zwischen den beiden bis aufs Kleinste zu sezieren – sowohl dramaturgisch als auch sprachlich. Sie sind wie Zahnräder, die sich antreiben – intellektuell, körperlich und verbal, was leider häufig zu Fehldeutungen führt.  Es ist eine ewige Wiederholung von Annäherung und Abstoßung, von Hoffnung und Niedergeschmettert-Sein, von ekstatischem Glücksgefühl und Todessehnsucht.  So grausam es klingt, ich könnte diese Geschichte von Ester und Olof ewig weiterlesen, weil diese verrückte Dynamik und Spannung zwischen ihnen jeden Psychothriller übertrifft. Die höchst gegensätzlichen Figuren werden so präzise charakterisiert, dass man ihren jeweiligen nächsten Schritt fast vorhersagen kann – zumindest den von Ester, die sich nur Klarheit und Aufrichtigkeit wünscht. Immer wieder versucht sie, ihren Intellekt und ihr sprachliches Wissen – ihre stärksten und einzigen Waffen – zu nutzen, um Olofs Verhalten zu begreifen. Auch dieser Aspekt macht dieses Liebesdrama zwischen der Existenzialistin und dem Fatalisten zu einer literarisch höchst anspruchsvollen Lektüre, die den Leser emotional sehr stark fordert und ähnlich wie Esters Gefühle in einen (Lese-)Rausch versetzt. 

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