Lena Anlauf

 4,7 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor*in von Geniale Nasen, Räuberbuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Lena Anlauf studierte Buchwissenschaft und Philosophie, absolvierte den Fernkurs »Kinder- und Jugendliteratur« der STUBE in Wien und ist zertifizierte Lese- und Literaturpädagogin. Heute arbeitet sie als Lektorin und Programmleiterin fürs Kinder- und Jugendbuch im kunstanstifter verlag, forscht zu historischen Bilderbüchern, schreibt und gestaltet eigene Buchprojekte, zu denen sie Lesungen und Workshops veranstaltet, und ist Teil des Artist-in-Residence-Projekts von Cornelia Funke. Lenas Kinderbücher wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem als »White Raven« der Internationalen Jugendbibliothek, als eines der »Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst und als »A Bank Street Best Book of the Year«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lena Anlauf

Cover des Buches Geniale Nasen (ISBN: 9783314106330)

Geniale Nasen

(5)
Erschienen am 16.03.2023
Cover des Buches Geniale Augen (ISBN: 9783314107146)

Geniale Augen

(2)
Erschienen am 12.03.2025
Cover des Buches Geniale Ohren (ISBN: 9783314106736)

Geniale Ohren

(2)
Erschienen am 13.03.2024
Cover des Buches Räuberbuch (ISBN: 9783864296390)

Räuberbuch

(2)
Erschienen am 25.03.2026
Cover des Buches Bartgeschichten (ISBN: 9783946120599)

Bartgeschichten

(0)
Erschienen am 26.04.2021
Cover des Buches Genius Ears (ISBN: 9780735845626)

Genius Ears

(0)
Erschienen am 10.09.2024

Neue Rezensionen zu Lena Anlauf

Cover des Buches Räuberbuch (ISBN: 9783864296390)
DisasterRecoverys avatar

Rezension zu "Räuberbuch" von Lena Anlauf

DisasterRecovery
Witzige Geschichte über einen Räuber, der aus einem Buch purzelt

Ist es euch schon einmal passiert, dass eine Figur aus einem Buch direkt vor euren Füßen landet? Nein? Dann wird es Zeit für dieses Lese-Abenteuer.

Bei der Buchfigur handelt es sich um einen waschechten Räuber. Damit er nicht auf dumme Gedanken kommt, werden seine Fähigkeiten analysiert und er probiert sich in einigen neuen Jobs aus. Mit seinen Fähigkeiten und seinem Kleidungsstil, ist es nicht so einfach, ihn in unsere Welt zu integrieren. Letztlich findet er aber eine ganz wunderbare neue Aufgabe. 


Ich weiß nicht genau, was Kinder so sehr an Räubern fasziniert, aber hier Zuhause wurde das Thema sehr interessiert aufgenommen. Zusammen haben wir die witzigen Situationen des Räubers verfolgt. 


Autorin Lena Anlauf katapultiert den fiktiven Räuber in unsere reale Welt und verpasst ihm auf witzige und einfühlsame Weise einen neuen Job. Aus meiner Sicht wären ab und zu noch ein paar mehr erklärende Worte hilfreich gewesen.

Illustriert wurde die Geschichte von Judith Auer, die mit ihren Bildern ganz wunderbar diese ungewöhnlichen Situationen festhält.


Fazit:

Witzige Geschichte über einen Räuber, der aus einem Buch purzelt und anschließend eine neue Aufgabe in unserer Welt sucht. Ein tolles Beispiel dafür, dass nicht jede Idee immer gleich ein Treffer ist. Manchmal muss man erst einiges ausprobieren, bis man seine Bestimmung findet.

Cover des Buches Räuberbuch (ISBN: 9783864296390)
Nora_ESs avatar

Rezension zu "Räuberbuch" von Lena Anlauf

Nora_ES
Wenn ein Räuber plötzlich zum Fall für die Agentur für Arbeit wird

Dieses Bilderbuch kommt mit einer ziemlich schrägen Ausgangsidee daher: Ein Räuber purzelt einfach aus einem Buch heraus und landet in einer ziemlich profanen Realität. Kein Wald, kein Beutezug, keine Räuberbande. Stattdessen steht die Frage im Raum, was man mit so einem Räuber eigentlich anfängt. Ehe der Räuber irgendein krummes Ding drehen kann, beschließt das Mädchen, aus dessen Buch er gefallen ist, die Sache pragmatisch anzugehen und bringt ihn zur Agentur für Arbeit.

Dort wird dann erstaunlich optimistisch geprüft, wofür der Räuber geeignet sein könnte. Auf seiner Liste mit besonderen Fähigkeiten hat er eingetragen, dass er klettern kann, verschlossene Dinge öffnen, mit Messern jonglieren und Kenntnisse über Goldschätze besitzt. Für einen Räuber ist das natürlich ein tadelloser Lebenslauf. Für die reguläre Arbeitswelt sieht das schon etwas komplizierter aus.

Gerade diese nüchterne Gegenüberstellung von Räuberkompetenzen und Berufsalltag ist herrlich witzig. Der Räuber versucht sich als Dachdecker, doch das Ergebnis sieht eher nach Sturmschäden als nach professionellem Handwerk aus. Beim Schlüsseldienst zeigt sich schnell, dass sein Verständnis von Öffnen nicht ganz dem entspricht, was man unter professionellem Kundenservice versteht. Auch als Koch ist er weniger eine Bereicherung als ein Sicherheitsrisiko, und bei der Bank scheitert es letztlich nicht nur am Umfeld, sondern auch daran, dass ein Räuber in voller Montur zwischen geschniegelt auftretenden Angestellten einfach denkbar fehl am Platz wirkt.

Das Schöne ist aber, dass das Buch sich nicht damit begnügt, eine lustige Szene an die nächste zu reihen. Der Räuber ist keine bloße Witzfigur. Er ist traurig, als keiner dieser Jobs wirklich passt, wodurch die Geschichte eine ganz andere Wärme bekommt. Hinter dem Humor steckt eben auch die Frage, wohin jemand gehört, dessen Fähigkeiten zwar echt sind, aber nirgendwo so recht hineinpassen.

Als das namenlose Mädchen ihn dann mit in die Schule nimmt, ist das mehr als nur die nächste Station. Dort öffnet sich endlich eine Tür, die nicht nur für eine Pointe gut ist, sondern tatsächlich zu ihm passt. In der Bibliothek wird Personal gesucht und ausgerechnet dort findet dieser Räuber, der ursprünglich aus einem Buch gefallen ist, seinen Platz wieder zwischen Geschichten. Das ist als Idee so schön rund, dass man beim Vorlesen automatisch schmunzeln muss. Und dass am Ende offenbar ein paar zusätzliche Bücher in der Bibliothek gelandet sind, setzt der Geschichte noch so ein freches kleines Augenzwinkern auf.

Auch die Gestaltung passt hervorragend dazu. Die Illustrationen haben etwas Eigenwilliges und Unaufgeregtes, das sehr gut mit dem Humor des Textes harmoniert. Sie wollen nicht geschniegelt niedlich sein, sondern tragen diesen trockenen, leicht schrägen Ton mit. Gerade dadurch wirken sie passend. Man spürt in ihnen Bewegung, Komik und zugleich etwas angenehm Altmodisches, das der Geschichte gut steht.

Insgesamt ist Räuberbuch für mich vor allem eine sehr unterhaltsame, kurze Vorlesegeschichte mit einer ungewöhnlichen Idee, die nicht auf Klamauk reduziert wird. Der Humor funktioniert, weil der Räuber nicht bloß Chaos anrichtet, sondern mit ernsthafter Überzeugung versucht, irgendwo unterzukommen. Unterhaltsam, originell und mit einem sehr schönen, augenzwinkernden Ende.


Cover des Buches Geniale Augen (ISBN: 9783314107146)
gaby2707s avatar

Rezension zu "Geniale Augen" von Lena Anlauf

gaby2707
Ein interessantes Sachbuch – nicht nur für Kinder

Riesenaugen, Vielaugen, Stielaugen, Schreckaugen, geschmückte Augen, wandelbare Augen, maskierte Augen und Augensterne – in diesem wundervollen und sehr interessanten Kindersachbuch geht es, wie der Titel schon sagt, um geniale Augen in der Tierwelt, die den jeweiligen Lebenssituationen oder der Lebensumgebung angepasst sind. Eine Tiersammlung der ganz besonderen Art mit vielen interessanten und kuriosen Informationen.

Dieses Buch ist bereits optisch durch seine Größe und sein äußeres Erscheinungsbild etwas ganz besonderes. Gleich auf der ersten Umschlagseite bekomme ich dann eine Weltkarte mit den Tieren, die mir auch im Buch begegnen werden. Als nächstes bekomme ich eine Übersicht „Schau!“ mit den vielen verschiedenen Augenarten, die man in der Tierwelt findet.

Dann geht es auch schon los mit den Tieren, die mit Riesenaugen gesegnet sind wie der Großaugen-Fuchshai, der Vampirtintenfisch oder die Großlibelle. Je eine Doppelseite widmet sich entweder einem Tier oder einem Augen-Thema. Lena Anlauf geht mit kurzen Texten auf die Besonderheiten der einzelnen Tiere ein und wir bekommen spannende und teilweise kuriose Informationen zu jedem einzelnen Tier. Da sind auch welche dabei, von denen wir bisher nie etwas gehört haben, wie der Margay, der Colugos, der Blitzlichtfisch oder der Kamerun-Potto. Die Fakten dazu lassen uns staunen und manchmal auch schmunzeln. Sie regen auf alle Fälle dazu an, sich näher mit jedem einzelnen Tier zu beschäftigen.Dazu die farbigen Illustrationen von Vitali Konstantinov, die jedem Tier seinen eigenen Charakter geben. Am Ende des Buches bekommen wir noch ein Glossar mit weiteren Erklärungen aus dem Tierreich und ein Register, damit wir die einzelnen Tiere auch schnell wiederfinden.


Meinen beiden Enkeln und mir gefällt diese besondere Tiersammlung mit den bemerkenswerten Augen und die ungewöhnliche Art sie vorzustellen sehr gut. Ein wundervolles Sachbuch, nicht nur für Kinder ab 5 Jahren, an dem bestimmt auch Erwachsene ihre Freude haben werden. Wir werden es immer mal wieder zur Hand nehmen und uns die Kuriositäten aus der Tierwelt anschauen.

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