Auf sanften Schwingen kommt der Tod

von Lena Avanzini 
4,6 Sterne bei12 Bewertungen
Auf sanften Schwingen kommt der Tod
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ChattysBuecherblogs avatar

Etwas gemächlich Fortsetzung, aber dennoch guter, solider Krimi.

Ladybella911s avatar

Lena Avanzini - ein Name, den man sich merken sollte

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Inhaltsangabe zu "Auf sanften Schwingen kommt der Tod"

MORDALARM IM REHA-ZENTRUM Unglaublich, aber wahr: Das Verbrechen macht Pause und Carla Bukowski ist verliebt! Nach der Aufklärung eines Gattenmordes herrscht im LKA Wien Flaute. Zeit also für Bukowski, sich um den Sohn ihres Fast-Verlobten Leon Ritter zu kümmern. Leon, ein Journalist mit Spürsinn für die ganz großen Geschichten, kuriert nämlich seinen Bandscheibenvorfall im Reha-Zentrum am Gmundnerberg aus. Doch das Glück ist ein Vogerl ... Leon wittert einen Betrugsskandal in der Reha-Einrichtung und verschafft sich Zugang zu den Büroräumen. Nicht ganz legal, natürlich, und leider auch nicht unbeobachtet. Am nächsten Morgen ist er tot. VON LIEBE, BETRUG UND MENSCHLICHEN ABGRÜNDEN Hängt Leons Tod mit dem vermeintlichen Selbstmord einer Reha-Patientin zusammen, den er für Mord hielt? Was hat es mit der "weißen Frau" auf sich, die lautlos durch die Gänge schleicht und dabei Shakespeare zitiert? Und welche Rolle spielt der ärztliche Leiter, der zu seinen Patientinnen mehr als ein professionelles Verhältnis pflegt? Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt sich Bukowski in die Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders ... Lena Avanzini liefert einmal mehr einen elektrisierenden Kriminalroman und entlarvt Seite für Seite, wozu eine gekränkte Seele fähig ist. "Ich liebe Lena Avanzinis Krimis: Weil sie ausgezeichnet schreiben kann und es ihr gelingt, die Spannung auf jeder Seite zu steigern." "Lena Avanzini lässt in ihren Krimis auf mitreißende Weise in menschliche Abgründe blicken." "Ein hervorragend aufgebauter Krimi. Und ein Motiv, das sich erst auf den letzten Seiten herauskristallisiert." ********************************************** Bisher ermittelte Carla Bukowski in: Nie wieder sollst du lügen

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783709937686
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:01.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lena Avanzini - ein Name, den man sich merken sollte
    Ein Krimi, der es in sich hat

    Lena Avanzini – ein Name, den man sich merken sollte!!


    Für mich war es der erste Fall um die Ermittlerin Carla Bukowski, aber ein Fall, der es in sich hat.

    Nach einem persönlichen Drama und langer Trauer erlaubt es sich Carla, sich wieder zu verlieben, und zwar in den investigativen Journalisten Leon. Als dieser nach einem Bandscheibenvorfall in der Reha ist, bittet er Carla, sich um seinen Sohn Noah zu kümmern, eine Aufgabe, die sie gerne übernimmt. Allerdings ahnt sie nicht, dass ihr auch hier das Schicksal wieder eine Aufgabe überträgt, die sich zu einer persönlichen Tragödie ausweitet und Carla an die Grenzen des Erträglichen bringt.
    Als sich bei der Obduktion einer in der Reha Verstorbenen Patientin herausstellt, dass diese ermordet wurde, beginnt Leon zu ermitteln – mit fatalen Folgen – denn auch er wird ermordet.
    Dieser Roman bietet alles, was das Leserherz begehrt, Spannung von Anfang bis zum Schluss, authentische, sympathische und vor allem glaubwürdige Figuren, eine Handlung, in der auch die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittlerin nicht zu kurz kommen, die ja in diesem Fall nicht nur Ermittlerin, sondern auch die Lebensgefährtin eines der Opfer ist. Sehr interessant fand ich die in Tagebuchform gehaltenen Bemerkungen aus der Sicht des Täters, man erfährt, warum er seine Opfer sozusagen „löscht“ weiß aber bis zum Schluss nicht, wer eigentlich der Täter wirklich ist.
    Dieser Roman wird zwar etwas ruhiger angegangen, aber Schreibstil und Spannungskurve bewirken, dass der Leser bis zum Ende voller Neugier darauf wartet, wie sich nun die einzelnen Verwicklungen lösen.


    Mir hat dieser Roman ausnehmend gut gefallen, und ich empfehle ihn aus diesem Grund sehr gerne weiter, voller Spannung auf einen weiteren Fall aus der Feder dieser Autorin wartend.


    5 Sterne von mir



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    dorlis avatar
    dorlivor einem Jahr
    Rezension zu "Auf sanften Schwingen kommt der Tod" von Lena Avanzini

    Leon Ritter, Journalist und Fast-Verlobter von Gruppeninspektorin Carla Bukowski, kuriert seinen Bandscheibenvorfall in einer Reha-Klinik aus. Der angebliche Selbstmord einer Mitpatientin lässt Leon hellhörig werden. Er wittert einen Skandal, stellt heimlich Nachforschungen an und deckt zwar Ungereimtheiten auf, kann aber keine wirklichen Beweise finden. Dennoch fühlt sich jemand ertappt und macht dem Schnüffler den Garaus…

    „Auf sanften Schwingen kommt der Tod“ ist bereits der zweite Fall für Carla Bukowski – für mich war dieser Einsatz der erste, bei dem ich der sympathischen Ermittlerin des LKA Wien über die Schulter schauen durfte. Auch ohne Kenntnis des vorhergehenden Bandes war ich schnell mittendrin im Geschehen und hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, mit allen Akteuren gut vertraut zu sein.

    Lena Avanzini hat mir alles geboten, was für mich zu einem unterhaltsamen Krimi dazugehört: eine flüssig erzählte Geschichte, deren Spannungskurve durchgehend auf einem hohen Niveau bleibt und die mir durch offene Fragen und unerwartete Wendungen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln gegeben hat.

    Die Figuren wirken echt und handeln glaubwürdig. Die Autorin erzählt den Krimi nicht nur aus Sicht der Ermittler, sondern präsentiert das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man einen guten Einblick in die Ansichten und Beweggründe aller Akteure bekommt. Auch den Mörder lässt Lena Avanzini zu Wort kommen: mehrere Auszüge aus einen Tagebuch berichten von unterschiedlichen Kränkungen, die der Täter in seinem Leben erdulden musste und für die er sich nach und nach rächt.

    Sehr gut gelungen ist auch die Mischung aus Ermittlungen und privaten Angelegenheiten der Ermittler - da Carla nicht nur Ermittlerin ist, sondern auch die Lebensgefährtin eines Opfers, spielen ihre persönlichen Belange natürlich eine große Rolle und drängen sich entsprechend immer wieder in den Vordergrund.

    „Auf sanften Schwingen kommt der Tod“ ist ein kurzweiliger Krimi, der mich mit seiner spannenden, abwechslungsreichen Handlung sehr gut unterhalten hat.

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Etwas ruhiger, aber doch genialer Krimi!
    Etwas ruhigerer, aber genialer Krimi

    Auf sanften Schwingen kommt der Tod   -   Lena Avanzini

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Unglaublich, aber wahr: Das Verbrechen macht Pause und Carla Bukowski ist verliebt! Nach der Aufklärung eines Gattenmordes herrscht im LKA Wien Flaute. Zeit also für Bukowski, sich um den Sohn ihres Fast-Verlobten Leon Ritter zu kümmern. Leon, ein Journalist mit Spürsinn für die ganz großen Geschichten, kuriert nämlich seinen Bandscheibenvorfall in der Reha-Klinik am Walderberg aus. Doch das Glück ist ein Vogerl ... Leon wittert einen Betrugsskandal in der Reha-Einrichtung und verschafft sich Zugang zu den Büroräumen. Nicht ganz legal, natürlich, und leider auch nicht unbeobachtet. Am nächsten Morgen ist er tot.

    Hängt Leons Tod mit dem vermeintlichen Selbstmord einer Reha-Patientin zusammen, den er für Mord hielt? Was hat es mit der "weißen Frau" auf sich, die lautlos durch die Gänge schleicht und dabei Shakespeare zitiert? Und welche Rolle spielt der ärztliche Leiter, der zu seinen Patientinnen mehr als ein professionelles Verhältnis pflegt? Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt sich Bukowski in die Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders ...
    Lena Avanzini liefert einmal mehr einen elektrisierenden Kriminalroman und entlarvt Seite für Seite, wozu eine gekränkte Seele fähig ist.

    Mein Leseeindruck:

    Obwohl ich die Autorin Lena Avanzini noch nicht kannte durfte ich einen spannenden Krimi hier lesen.

    Den Vorgängerband: Nie wieder sollst du lügen hatte ich nicht gelesen, aber dieser Umstand tat diesem Fall und der Spannung überhaupt keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Das Buch war für mich eine tolle Story mit vielen Spannungselementen und einer Hauptprotagonistin, die ich sehr sympathisch finde.

    Und auch die Handlung und der Tod des Mannes, den Carla geliebt hat sind so authentisch wie ihre Bemühungen den Mörder zu finden, der ihr das Liebste genommen hat. Hier hat sie mir nur unheimlich leid getan. Und die Tagebuchnotizen des Mörders geben dem Buch zusätzlich ein Gänsehautgefühl.

    Natürlich habe ich nach diesem Krimi jetzt richtig Lust auf Band 1 und werde ihn mir in Kürze auch holen und lesen.

    Fazit:

    Ein toller Krimi der mich sehr begeistern konnte und den ich jedem interessierten Leser nur empfehlen kann.

    Daher ein großes Lob an die Autorin Lena Avanzini und natürlich auch an den Haymon-Verlag, der mit der Gestaltung seiner Taschenbücher bei mir voll ins Schwarze trifft. Ich liebe diese runden Ecken ♥

    Wohlverdiente 5 Sterne für die Autorin und ihren tollen Krimi *****

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    UlrikeG-Ks avatar
    UlrikeG-Kvor einem Jahr
    "Das Glück ist ein Vogerl"

    Nach "Nie wieder sollst du lügen" tritt die Wiener Kommissarin Carla Bukowski erneut auf den Plan!
    Gerade als in ihrem Privatleben alles gut zu laufen scheint, sieht sie sich erneut mit tragischen Vorfällen konfrontiert, die auf schwarzen Schwingen auf sie zu flattern und ihr buchstäblich den Boden unter den Füßen wegziehen.
    "Das Glück ist ein Vogerl" heißt es im Klappentext - und genauso ist es! Carlas Lebensgefährte und zukünftiger Ehemann Leon fällt während seines Aufenthalts in einer Reha-Klinik einem Verbrechen zum Opfer!
    Carla, obwohl am Boden zerstört, macht sich auf, seinen Mörder zu finden und gerät dabei in höchste Lebensgefahr. Denn rasch wird ihr klar, dass ihr Freund nicht das einzige Opfer ist.
    Unerklärliches ereignet sich in der Klinik, Menschen sterben durch vermeintliche Unfälle oder Selbstmorde. Die Wahrheit aber bleibt zunächst verborgen.
    Von Anfang an weiß der Leser jedoch mehr als Carla und ihre Kollegen, denn in die Handlung eingestreut sind immer wieder Tagebuchaufzeichnungen des Mörders, in denen er seine Verbrechen beschreibt. Und rasch wird dem Leser klar, dass er es hier mit einem sehr kranken Geist zu tun hat, der besessen ist von dem Gedanken, sich an seinen Opfern für vermeintliche oder tatsächliche Kränkungen rächen zu müssen. Erschreckende Abgründe tun sich auf!
    Wird es Carla gelingen, den Mörder ausfindig zu machen und zu überführen? Wird sie den Wettlauf mit der Zeit und - gegen ihren eigenen Tod gewinnen?

    Lena Avanzini beschreibt diese Mörderjagd in ihrem - recht umfangreichen - Kriminalroman sehr spannend und eindringlich.
    Dabei gibt sie aber auch immer aufs Neue Einblicke in den oft banalen Alltag der Polizei und deren häufig erfolglose Ermittlungen.
    Ihre glaubwürdigen Figuren sind allesamt keine Helden sondern ganz normale Menschen mit ebenso normalen Problemen und Zweifeln, und zum Glück gelegentlich auch mal erfrischend schrullig oder extravagant
    ,
    Die Autorin versteht es meisterhaft, Charaktere zu zeichnen, sich in deren oft komplexe Gedankenwelt einzufühlen.
    Dabei ist ihr Schreibstil klar, schnörkellos, direkt, gelegentlich mit spezifisch österreichischen Ausdrücken garniert, die dem Krimi zusätzliche Autentizität verleihen.
    Und obwohl sie nicht mit leichter, eingängiger Kost aufwartet, dem Leser einiges zumutet und gewiss kein LeseVergnügen im eigentlichen Wortsinn beschert, so fesselt sie ihn doch bis zum Ende, bis zur Auflösung, die schließlich, dank klug gelegter Fährten kaum mehr überrascht, aber dennoch schockiert und betreten macht.
    Genauso eben, wie es bei einem guten, hier sogar einem hervorragenden Kriminalroman sein sollte!

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    VroniCaspars avatar
    VroniCasparvor einem Jahr
    Tod in der Reha-Klinik



    Auf sanften Schwingen kommt der Tod von Lena Avanzini

    Während der Journalist Leon Ritter wegen seines Bandscheibenvorfalls in der Rehaklinik festsitzt wird dort eine junge Patientin tot aufgefunden. Der Tathergang sieht nach einem Selbstmord aus. Gelangweilt und neugierig begibt sich Leon auf die Suche nach Erklärungen und stößt zwangsläufig in den Büroräumen der Klinik auf verdächtige Spuren. Gleichzeitig wird seine Lebensgefährtin Carla Bukowski vom LKA Wien zur Ermittlung auf den Fall angesetzt. Wer war die junge Frau, warum war sie in der Klinik und warum ist sie gestorben, hütet die Klinik ein Geheimnis vor der Öffentlichkeit? Leon leitet Einzelheiten seiner Recherchen an seine Freundin weiter, doch Carla ist verstimmt und bevor sie ihre mobilen Nachrichten öffnet und liest ist Leon bereits in den Händen seines Mörders und auch Carla gerät der tödlichen Gefahr immer näher.


    Der Roman hat mich gleich zu Beginn durch seinen harmonischen Schreibstil begeistert und bis zum Schluss mein Interesse wach gehalten. Mit den richtigen Worten versteht es die Autorin Lena Avanzini hervorragend Frische und Lebendigkeit in die Handlung zu bringen und mich auch schlüssig an der Aufklärung teilhaben zu lassen. Etwas Wiener Charme und Humor geben dem Roman an den richtigen Stellen zusätzliche Würze. Die Charaktere sind bis ins Detail überzeugend beschrieben und je nach Handlung mehr oder weniger sympathisch. Mit der Hauptdarstellerin Carla konnte ich mich gut anfreunden. Ihre traurige Vergangenheit machte für mich ihre Zweifel und Gedanken plausibel und nachvollziehbar. Die Motivation des Mörders wird durch ältere Tagebucheinträge eingeblendet und so wird seine Handlungsweise etwas abgemildert.

    Die Aufklärung sämtlicher Morde und deren Hintergründe wird von allen Seiten logisch und lückenlos durchdacht vermittelt und das Finale dem ich letztendlich entgegen fieberte ist sehr gelungen.

    Dies war der zweite Fall von Carla Bukowski und ein spannendes und ereignisreiches Lesevergnügen für mich.

    Der Vorgänger „Nie wieder sollst Du lügen“, der erste Fall von Carla Bukowski, ist ebenfalls im Haymond Taschenbuch Verlag am 08. März 2016 erschienen.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Meine Empfehlung: Man sollte sich unbedingt auf den "sanften" Roman einlassen Belohnung folgt!
    Meine Empfehlung: Man sollte sich unbedingt auf den "sanften" Roman einlassen Belohnung folgt!

    Zunächst dachte ich, es wäre gar kein Thriller, sondern es wäre eher ein Gegenwartsroman. Zwar begann alles mit einem Mord, der war aber prompt infolge eines Geständnisses aufgeklärt. Dann folgten, wie der Titel schon sagt, sanfte Einführungen in die Figuren, Orte und Beziehungen untereinander. Das liest sich alles nicht spektakulär.

    Doch zwischengeschobene Tagebucheinträge wiesen schon auf die Sichtweise eines Täters hin. Es musste ja noch etwas kommen. Und es kommt auch. Und zwar richtig heftig, wenig vergleichbar mit einem herkömmlichen Krimi. Es wird ermittelt, aber nicht so, wie es der gemeine Krimileser gewohnt ist.

    Avanzini, die 2012 bereits für ihren Debütroman "Tod in Innsbruck" mit dem Friedrich-Glauser-Preis des Syndikats geehrt wurde, hat sich für den zweiten Fall ihrer Ermittlerin Carla Bukowski einen sehr eleganten Plot einfallen lassen. Der Titel ist Programm. Es geht sanft zu, obwohl es auch Beulen gibt und Blut spritzt. Hervorzuheben sind die Zwischenkapitel aus dem Tagebuch des Täters mit dem besonderen Namen "Buch der Kränkungen". Sie sind vom Täter selbst in der zweiten Person verfasst. Eine seltene Form in der Belletristik, aber hier mehr als passend. Der Leser erfährt vom Täter, was seine Opfer gemacht hatten, damit sie zum Opfer wurden. Der Zusammenhang mit der aktuellen Handlung ist zunächst nur schwer erkennbar. Als erfahrener Leser weiß man halt, dass da einer sein muss. Genauso wenig kann man Rückschlüsse ziehen, wer in der aktuellen Handlung diejenige ist, der das Tagebuch geschrieben hat.

    Scheinen die Konflikte anfangs banal und zusammenhanglos, so verdichtet sich mit zunehmenden Lesefortschritt das Geschehen. Die eine oder andere Wendung wirft sämtliche Vermutungen des Lesers total über den Haufen und er muss neuen Spuren folgen.

    Die Protagonistin ermittelt in einem Bereich, in dem sie nicht zuständig ist. Dabei bekommt sie Unterstützung von einem Journalisten und einem Privatdetektiv.

    Meine Empfehlung: Man sollte sich unbedingt auf den "sanften" Roman einlassen Belohnung folgt!

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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    Bibliomarievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi, der tief in menschliche Abgründe führt
    Subtiler Krimi

    Revierinspektorin Carla Bukowski hat grade einen Mordfall in Rekordzeit abgeschlossen.  Da hat sie mal genug Zeit um der Bitte ihres Partners nachzukommen und sich um seinen Sohn zu kümmern, solange er in einer Rehaklinik seinen Bandscheibenvorfall auskuriert. Eine schöne Sache für Carla, denn es scheint ernst zu werden, mit Leon.
    Der ist Vollblutjournalist und kann das Schnüffeln nicht lassen, als er in der Klinik auf die Spur von einigen Ungereimtheiten um einen vermeintlichen Suizid einer Patientin kommt. Doch er hat sich wohl zu weit vorgewagt, denn am nächsten Morgen ist Leon tot.
    Für Carla bricht eine Welt zusammen. Wie an einen Rettungsanker klammert sie sich an die Ermittlungen. Sie will wissen, was dort passiert ist und vor allem, ob sie Leons Tod hätte verhindern können.
    Die Autorin baut von der ersten Seite an Spannung auf und durch die eingestreuten kurzen Tagebuchnotizen eines Mörders schafft sie auch eine subtile Atmosphäre von Bedrohung und Angst. Was haben die Notizen dieses Menschen, der als Kind Misshandlung und seelische Verletzungen erlebt hat, mit den heutigen Fällen zu tun? Carlas persönliche Tragik gibt diesem Krimi auch eine sehr menschlich-anrührende Seite. Überhaupt fand ich die Personenzeichnung sehr gelungen und ich hatte eine sehr genaue Vorstellung von den Charakteren. Sie wirken sehr lebensnah und ihre Geschichte passen sich gut in die Handlung ein. Man spürt direkt die Bedrohung, die Carla immer näher kommt. Inspektorin Bukowski als Ermittlerin ist eine Frau mit Ecken, Kanten und Verletzungen, das macht die Figur sehr sympathisch und ihre oft spontane Handlungsweise nachvollziehbar.
    Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, der Spannungsfaktor war hoch und der Plot sehr gut aufgebaut. Das Tempo war bis zur letzten Seite hoch.
    Etwas möchte ich aber kritisch anmerken. Der Tod des Journalisten findet erst nach gut der Hälfte des Krimis statt, dass er bereits im Klappentext angekündigt wird, finde ich unnötig und hat mir einiges an Gruselfaktor bei seinen nächtlichen Klinikrecherchen genommen.

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    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bitterböse kommt der Tod daher...
    Bitterböse kommt der Tod daher...

    Auf sanften Schwingen kommt der Tod - von Lena Avanzini
    Ein Roman mit 358 Seiten, 39 Kapiteln im legendären Haymon - verpackt in eine Zeitspanne vom 31. März bis zum 16. April
    Flüssiger Schreibstil sowie eine gut lesbare Schrift


    Zum Inhalt:
    Carla Bukowski, eine Ermittlerin, nimmt sich Urlaub, um auf den Sohn ihres Lebengefährten aufzupassen, da er selbst in einer Reha-Klinik ist.
    Im Zeitpunkt seines Aufenthaltes stirbt eine Patentin. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Leon, von Beruf Journalist, vermutet einen Skandal und versucht nachts, in den Büroräumen der Klinik zu recherchieren...
    Das fällt natürlich auf und er wird auch ermordet. Seine Lebenspartnerin Carla übernimmt den Fall und beginnt zu ermitteln. Sie kommt einer Familientragödie und einem Serienmörder auf die Spur. Dabei merkt sie selbst nicht, dass sie sich dabei in höchste Gefahr begibt...

    Fazit:
    Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, der in kurzen Kapiteln ungeheuerliche Spannung aufbaut und diese bis zum Ende aufrechterhält.
    Die einzelnen Charaktere sind lebendig beschrieben, mal gut, mal weniger sympathisch.
    Bis zum Schluss weiss man nicht, wer der Mörder ist, daher spreche ich eine unbedingte Leseempfehlung aus!

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor einem Jahr
    spannend bis zum Schluss

    Der Krimi „Auf sanften Flügeln kommt der Tod“ von Lena Avanzini ist 2017 als Haymon Taschenbuch erschienen und ist bereits der zweite Fall rund um Carla Bukowski, die diesmal in der Reha-Klinik ermittelt.

    Carla Bukowskis Lebensgefährte, Leon Ritter, kuriert seinen Bandscheibenvorfall in der Reha-Klinik aus. Als dort eine Mitpatientin tot aufgefunden wird, wittert der Journalist einen Skandal und beginnt zu ermitteln, was ihm selbst das Leben kostet. Carla Bukowski, die eigentlich Urlaub hat, um auf Leons Sohn aufzupassen, ermittelt nun selbstständig im Mordfall ihres Fast-Verlobten und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders.

    Dank Lena Avanzinis flüssigen Schreibstil und den spannenden Wendungen konnte ich tatsächlich bis zur Aufklärung nicht erraten, wer der Mörder in der Reha-Klinik ist. Schon allein deshalb muss ich dem Buch meine Leseempfehlung geben. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass die blutigen Details der einzelnen Morde ausgespart wurden und sich die Handlung des Buches immer wieder mit Tagebucheinträgen des Mörders abgewechselt hat und so sowohl die Sicht der Ermittlerin als auch die Sicht des Täters dargestellt wurde.

    Auf sanften Flügeln kommt der Tod lässt sich auch ohne Vorkenntnisse von Carla Bukowskis ersten Falls, der unter dem Titel: „Nie wieder sollst du lügen“ erschienen ist, lesen, da wichtige Handlungsstränge aus dem ersten Buch aufgegriffen und erklärt wurden.

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    katikatharinenhofs avatar
    katikatharinenhofvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Abgründig, fesselnd und genial
    Abgründig, fesselnd und genial


    Auf sanften Schwingen kommt der Tod ist die Geschichte eines Mörders, die in kurzen knackigen Kapiteln erzählt wird. Die Handlung ist mit Tagebucheinträgen verwoben, so dass man immer ein weinig von den Gedanken des Täters erfährt, ohne jedoch zu wissen, wer es letztendlich ist.


    Die Geschichte lässt mich als Leser immer wieder erfahren, wie die Opfer zu Tode gekommen sind, verzichtet aber dankeswerterweise auf grausame Details und blutrünstige Einzelheiten. So bleibt genügend Raum für Kopfkino und man kann das Buch auch gut mal abends lesen, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass die Nachtruhe gefährdet ist :-)


    Die Autorin schaffte s durch ihren flüssigen Schreibstil, die Charaktere wirklich lebendig werden zu lassen und den einen oder anderen fiesen Möb mit einzubauen, der mir so gar nicht sympathisch war.
    Selbst kleine Nebenrollen werden mit Perfektion bedacht und ich erfahre am Ende des Buches deren Schicksal. Finde ich super gelungen und gekonntt umgesetzt

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Haymon_Verlags avatar

    Psychologische Krimi-Perfektion: Seite für Seite Hochspannung – gewinnt jetzt eines von 15 Büchern!

    Mordalarm in der Reha-Klinik

    Nach der Aufklärung eines Gattenmordes herrscht im LKA Wien Flaute. Zeit also für Bukowski, sich um den Sohn ihres Fast-Verlobten Leon Ritter zu kümmern. Leon kuriert nämlich seinen Bandscheibenvorfall in der Reha-Klinik am Walderberg aus. Dort wittert Leon einen Betrugsskandal und verschafft sich Zugang zu den Büroräumen. Nicht ganz legal, natürlich, und leider auch nicht unbeobachtet. Am nächsten Morgen ist er tot. 
     
    Hängt Leons Tod mit dem vermeintlichen Selbstmord einer Reha-Patientin zusammen? Und was hat es mit der "weißen Frau" auf sich, die lautlos durch die Gänge schleicht und dabei Shakespeare zitiert? Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt sich Bukowski in die Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders ...


    Von Liebe, Betrug und menschlichen Abgründen

    Nach ihrem ersten Fall Nie wieder sollst du lügen schafft es Avanzini in ihrem zweiten Krimi erneut, die Spannung auf jeder Seite zu steigern. Wieder lässt die Autorin ihre Leser auf sehr fesselnde Weise in die dunklen Abgründe der Menschen blicken und in eine unergründliche Welt der Mörder eintauchen. Für alle, die gerne Nervenkitzel verspüren und Nächte damit verbringen zu lesen, denn ans Aufhören ist bei diesem Krimi nicht zu denken!

    Spannend, fesselnd und mitreißend: Taucht ein in die dunkle Welt des Verbrechens und entlarvt Seite für Seite, wozu eine gekränkte Seele fähig ist. Spielt mit und gewinnt eines von 15 Exemplaren von Avanzinis elektrisierendem Kriminalroman!


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    Wir drücken euch die Daumen und wünschen viel Glück beim Gewinnspiel

    Euer Haymon-Team


    * Jeder der mitspielt, sollte bereit sein, im Gewinnfall eine Rezension zu schreiben und zu posten. 

    ** Da es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde, ist eine Diskussion mit der Autorin und Moderation nicht vorgesehen. Zum Diskutieren und zum regen Austausch eurer Leseerlebnisse seid ihr aber selbstverständlich herzlich eingeladen! Wir sind schon gespannt auf eure Erfahrungen und Eindrücke mit Lena Avanzinis Kriminalroman!

    *** Auch wenn es sich hier um den zweiten Fall der Ermittlerin Carla Bukowski handelt, lässt sich das Buch problemlos unabhängig vom Vorgänger "Nie wieder sollst du lügen" lesen.

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