Lena Einhorn

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Alle Bücher von Lena Einhorn

Lena EinhornDas Rätsel von Damaskus
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Das Rätsel von Damaskus
Das Rätsel von Damaskus
 (1)
Erschienen am 23.04.2007
Lena EinhornNinas Reise
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Ninas Reise
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Erschienen am 06.11.2006
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Erschienen am 02.09.2014
Lena EinhornThe Jesus Mystery
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Erschienen am 31.08.2007
Lena EinhornMenschenhandel unterm Hakenkreuz
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Menschenhandel unterm Hakenkreuz

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Rezension zu "Das Rätsel von Damaskus" von Lena Einhorn

Rezension zu "Das Rätsel von Damaskus" von Lena Einhorn
StephanSchwarzvor 6 Jahren

Lena Einhorn stellt in ihrem Werk die Hypothese auf, das Jesus und Paulus ein und die selbe Person ist. Jesus ist also nicht am Kreuz gestorben, sondern später als Paulus missionarisch bei den Heiden, also den Nichtjuden unterwegs gewesen. Zuerst allerdings stellt sich die Autorin der Frage, ob es Jesus wirklich gegeben hat und zählt die wenigen schriftlichen Beweise - außerhalb der Bibel - auf, von denen man mit etwas interpretatorischer Freiheit darauf schließen kann, das hier von Jesus gesprochen wird. Sie kommt zu der Schlussfolgerung, das die Zeitgenossen Jesu nichts oder fast gar nichts über Jesus berichten. Wobei es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, das gerade der jüdische Talmud, also die gesammelte Aufzeichnung der jüdischen mündlichen Überlieferungen, einige Hinweise auf Personen enthält, die man mit Jesus gleich setzen kann.

Der Talmud wurde allerdings erst in seiner Gesamtheit ungefähr 500 Jahre nach Christi Geburt schriftlich festgehalten. Danach verfolgt die Autorin den Weg Jesu gemäß der Bibel und hinterfragt viele Zitat und versucht ihnen historische Deutungen zu geben, so fragt sie sich, ob Jesus nicht römischer Bürger war. Diese durften aber per Gesetz nicht gekreuzigt werden. Diese schmachvolle Hinrichtung war nur Sklaven und Nichtrömern vorbehalten. Pilatus will vielleicht aus diesem Grund nicht Jesus kreuzigen, so fragt sich Lena Einhorn. Ebenfalls erwähnt sie alle bisherigen Theorien, die beweisen sollen, das Jesus nicht am Kreuz gestorben ist. Nachdem sie den biblischen Lebensweg von Jesus nachgearbeitet und hinterfragt hat, vergleicht sie Paulus und Jesus. Dann stellt sie ihre oben genannte Hypothese auf und zählt sechs Beweise gegen und fünfzehn Beweise für diese Hypothese auf. Jeder Beweis wird dann noch von ihr genauer erklärt.

Ihre Beweise gegen ihre eigene Hypothese

Jesus und Paulus sind Personen unterschiedlichen Charakters
Jesus ist bedeutend toleranter als Paulus
Jesus sprach Aramäisch, Paulus Griechisch
Jesus wandte sich an Juden, Paulus an Nichtjuden
Paulus schreibt sehr wenig über das Leben Jesu
Paulus begegnet auf seinen Reisen den ehemaligen Jüngern ohne das diese ihn wiedererkennen.

Dann folgen diese Beweise für ihre Hypothese:

Paulus Begeisterung für einen Menschen, dem er nie begegnet ist und dessen Jünger er nie war.
Paulus Bekehrung kurz nach der "Kreuzigung" Jesu
Paulus stammt aus der gleichen Gegend wie Jesus
Paulus ist römischer Bürger (wie Jesus auch?)
Beide haben ein auffallend ambivalentes Verhältnis zu den Juden
Paulus reist wie Jesus in jungen Jahren nach Jerusalem
Bei beiden klafft eine große historische Lücke im Lebenslauf
Beide sind unverheiratet
Paulus hatte ein Gebrechen
Für beide ist die Auferstehung das zentrale Element
Paulus ist Jerusalem gegenüber seltsam abgeneigt, obwohl hier seine Heimatgemeinde ist.
Beide haben Jünger
Im Unterschied zu den Jüngern ist Paulus handelndes Subjekt im Neuen Testament
Die Gefangennahme und der Prozess gegen Paulus sind nahezu eine Kopie der Geschehnisse um Jesus Gefangennahme
Paulus verwendet auffällig oft dieselbe Terminologie und Metaphorik wie Jesus.

Ein Buch, das spannend und unterhaltsam geschrieben ist. Wer sich für die Ursprünge der christlichen Lehre interessiert, wird hier ein paar neue Ideen finden, die weder bewiesen noch widerlegt werden können. Wer Freude an mysteriösen Theorien hat, wird seine helle Freude an diesem Buch haben.

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