Lena Gorelik

 4 Sterne bei 280 Bewertungen
Autorin von Die Listensammlerin, Lieber Mischa und weiteren Büchern.
Autorenbild von Lena Gorelik (© Gerald von Foris / Graf Verlag)

Lebenslauf von Lena Gorelik

Lena Gorelik wurde am 1. Februar 1981 in Leningrad geboren. Sie emigrierte im Aler von 11 Jahren zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als sog. Kontingentflüchtling nach Deutschland. Sie Journalistenausbildung erhielt sie an der Deutschen Journalistenschule in München, anschließend studierte sie Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie veröffentlicht sowohl wissenschaftliche als auch belletristische Werke sowie Reiseliteratur. Gorelik wurde bereits mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet, darunter auch mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Ernst-Hoferichter-Preis. Lena Gorelik lebt in München.

Alle Bücher von Lena Gorelik

Cover des Buches Die Listensammlerin (ISBN: 9783499238444)

Die Listensammlerin

 (76)
Erschienen am 27.02.2015
Cover des Buches Lieber Mischa (ISBN: 9783548611051)

Lieber Mischa

 (45)
Erschienen am 11.05.2012
Cover des Buches Mehr Schwarz als Lila (ISBN: 9783499218347)

Mehr Schwarz als Lila

 (29)
Erschienen am 19.09.2018
Cover des Buches #herzleer (ISBN: 9783789104954)

#herzleer

 (21)
Erschienen am 20.03.2017
Cover des Buches Lenas Tagebuch (ISBN: 9783862200368)

Lenas Tagebuch

 (21)
Erschienen am 08.03.2013
Cover des Buches Hochzeit in Jerusalem (ISBN: 9783453352537)

Hochzeit in Jerusalem

 (20)
Erschienen am 04.09.2008
Cover des Buches Null bis unendlich (ISBN: 9783499270598)

Null bis unendlich

 (17)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Meine weißen Nächte (ISBN: 9783453351066)

Meine weißen Nächte

 (17)
Erschienen am 07.08.2006

Neue Rezensionen zu Lena Gorelik

Cover des Buches Wer wir sind (ISBN: 9783737101073)schokoloko29s avatar

Rezension zu "Wer wir sind" von Lena Gorelik

Wer wir sind
schokoloko29vor 10 Tagen

Es ist eine Autobiografie über das Leben vor und nach der Einwanderung von Russland nach Deutschland. Hier geht es um Sprache und die Verlorenheit in einem fremden Land, wenn man diese nicht sprechen und verstehen kann. Wie dann die Kinder, die "Erwachsenen" sind, die ihre Eltern helfen sich in dem neuen Land auszukennen und sie bei Behördengänge vertreten. Es geht um Scham, da es für Lena total mit Scham besetzt ist in einem Asylantenheim mit anderen Russen zu leben.

Und eigentlich hatte Lena noch Glück gehabt. Sie ist ein Mensch, der schnell lernt. Ich würde sie als überbegabt bezeichnen. Sie kommt als junger Mensch in die Schule mit keinen Deutschkenntnissen und sie eignet sich die Sprache sehr gut an. Sie kann fließend Schwäbisch sprechen, überspringt eine Klasse und hat ein 1- Abitur. In der Schule schaut man sie komisch an. Sie ist eine "Streberin". Sie hat kaum Freunde, auch wegen diesem Streberstatus. Sie langweilt sich im Unterricht und schreibt dann heimlich Gedichte während des Unterrichts.

Sie beschreibt sehr gut ihre "Fremdheit" gegenüber den Deutschen, aber auch gegenüber ihren Eltern.  

Das Buch hat mich sehr zu Tränen berührt. Und es ist definitiv ein Buch, welches mich sehr beeindruckt hat. Ich werde bestimmt noch mehr von dieser Autorin lesen!

Kommentieren0
2
Teilen
Cover des Buches Wer wir sind (ISBN: 9783737101073)KataRafs avatar

Rezension zu "Wer wir sind" von Lena Gorelik

Denkmal für die Eltern
KataRafvor einem Monat

Mit Wer Wir Sind setzt Lena Gorelik ihren Eltern ein Denkmal. Der Sound des autobiographischen Romans ist persönlich, intim, ernst, mitunter schwelgend, nostalgisch, wehmütig.


Wer Wir Sind verläuft nicht rein chronologisch, eher asoziativ. Es wirkt, als würde die heutige Lena - Mama, Schriftstellerin - in ihren alten Tagebüchern, Fotos und Gegenständen wühlen, sich erinnern und diese Erinnerung mit ihrer heutigen versöhnlicheren Sicht anreichern. 


Ihr früheres Ich hat sich alleine gefühlt, unverstanden, orientierungslos. Immer mehr hat sie sich geschämt für ihre Eltern, noch später rebelliert, provoziert, sich distanziert. Um keine Streberin und Außenseiterin zu sein, hat sie sich angestrengt, schlechte Noten zu schreiben, aber sie war, wer sie war. 


In ihrem heutigen Ich löst sich die Scham und Wut auf in einem warmen Gefühl von Nähe und Respekt dafür, was ihre Eltern alles geleistet haben. Heute stellt sie sich der Frage, wie es wohl für ihre Eltern gewesen sein muss, Sankt Petersburg in den 90ern zu erleben, die unsichere Stimmung und Angst unter der jüdischen Bevölkerung. Wie es sich angefühlt haben muss in einem Wohnheim. Wie schwer es gewesen sein muss, zurück gewiesen zu werden bei dem Versuch, an den eigenen akademischen Beruf anzuknüpfen, schließlich in einer Fabrik zu landen und als Reinigungskraft "meine Perle" genannt zu werden. Wie schmerzhaft es gewesen sein muss, die Mutter und die eigenen Kinder leiden zu sehen, aber nicht den Weg weisen zu können und es auszuhalten, wie die Rollen sich vertauschen.


Lena sinniert nicht nur über ihre Eltern sondern auch über die Sprache. Sie streut in den Text immer wieder russische Worte, schreibt sie in kyrillisch auf, erklärt sie einmal und setzt auf die Lernfähigkeit der Leser:innen. Nun, meine eher schlecht als rechten Kyrillischkenntnisse reichen, es zu lesen. Ich vermute aber, dass es auch ohne gut funktioniert, sie wiederzuerkennen und ein kleines bisschen selbst zu erleben, wie es ist, sich eine ganz neue Schrift und Sprache anzueignen. Außerdem ist es ein schönes Stilmittel, fast gegenständlich wirkt die Schrift, wie eines der wenigen Dinge, die sie als Erinnerungsstücke behalten konnte.

Kommentare: 1
2
Teilen
Cover des Buches Wer wir sind (ISBN: 9783737101073)V

Rezension zu "Wer wir sind" von Lena Gorelik

Wo komm ich her?
Vielhaber_Juergenvor einem Monat

Der Gefühlsstrudel der heranwachsenden Lena ist von Scham dominiert. Entweder trägt sie die falschen Klamotten oder sie wird den geruch der Unterkunft nicht los...die Elfjährige lebt quasi in Dauerabwehr gegnüber der Liebe ihrer Eltern...sieht wie diese ihre Würde mehr und mehr verlieren. Als Erwachsene kann sie sich mit ihrer Herkunft aussöhnen. Auch hier ist die Herkunft allgegenwärtig, wie in vielen Romanen momentan...Doch Lena Gorelik hebt sich mühelos davon ab, findet starke Symbole wie das Schränkchen als Wächter der Erinnerungen..

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Parallel zu Coffee & Books der JVM München wollen wir hier über "Mehr schwarz als lila" von Lea Gorelik diskutieren. Eine prima Gelegenheit auch für alle, die nicht am Termin teilnehmen können. 

Am 29.09. diskutieren wir dann bei Kaffe und Kuchen gemeinsam über das Buch.

Herzlich willkommen in der 1. JVM-Leserunde - unserer digitalen Version von Coffee & Books 

0 Beiträge
Lieber Mischa ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.

Mit diesen Worten empfängt einem das Cover von Lena Goreliks Roman „Lieber Mischa“ aus dem Graf Verlag. Ungewohnt frisch, komisch und frech liest sich das Buch über ein sonst so heikles Thema in Deutschland. Lasst uns gemeinsam mit Lena Gorelik mit den üblichen Klischees aufräumen.

Mehr zum Inhalt:
Klar sind Juden gerissen, meint Lena Gorelik, sonst hätten sie nicht überlebt. In ihrem neuen Buch zeigt sie, wie man entspannt mit den üblichen Klischees umgeht. Denn für sie ist jüdische Identität längst nicht mehr nur an den Holocaust gekoppelt.

Lena Gorelik gehört der neuen Generation junger Juden in Deutschland an, die sich über ihre Zukunft, nicht über ihre Vergangenheit definieren wollen. Dazu passt perfekt, dass sie gerade Mutter geworden ist: In ihrem neuen Buch erklärt Lena Gorelik ihrem Sohn nicht nur präventiv, wie er sich später einmal ihrer mütterlichen Fürsorge entziehen kann. Sondern auch, warum bei Festen immer viel geweint wird, obwohl seine Eltern nicht gläubig sind. Warum sein Großvater lieber Sudokus macht als in der Thora liest. Warum er auf seine Nase und seine Ohren stolz sein kann. Wie er die Weltherrschaft erlangt, auch wenn er kein Rothschild ist. Wie er es auf die Liste der 10 coolsten Juden der Welt schafft und wie er sich Leute charmant vom Leib hält, die mit Leuchten in den Augen sagen: Waas, du bist wirklich Jude?!

Neugierig geworden? Wir suchen 25 Testleser, die sich gemeinsam mit der Autorin Lena Gorelik  über das Buch austauschen.

Bewerbung als Testleser:
Ab sofort und bis einschließlich Dienstag den 09. Oktober 2012 könnt ihr euch hier als Testleser bewerben und eins der 25 Exemplare gewinnen.
Gerne darf auch jeder mitlesen, der sich das Buch schon selbst zugelegt hat und noch nicht zum Lesen kam oder es gerne nochmal lesen möchte
358 Beiträge

Der neue mitreißende Familienroman von Lena Gorelik!

In Sofias Leben haben nur ihre Listen, die sie leidenschaftlich gerne schreibt, Struktur und Ordnung. Um sich von ihren Problemen abzulenken, vergrößert sie ihre Listensammlung ständig um Themen wie "Momente, die sich bedeutungsvoller anfühlen sollten, als sie es tun", "Typische Großmutter-Sätze" oder "Filmreife Szenen aus meinem Leben".

Sofia hat es tatsächlich nicht leicht: sie selbst ist oft in der Rolle als Mutter überfordert, ihre kleine Tochter muss erneut am Herzen operiert werden, ihre Großmutter leidet an Demenz und ihre Mutter verschweigt ihr bis heute den Grund für die Flucht aus der Sowjetunion nach Deutschland in Sofias früher Kindheit.

In der Wohnung ihrer Großmutter findet Sofia eines Tages eine andere Listensammlung, in kyrillisch geschrieben und verfasst von einem Onkel Grischa. Von diesem hat Sofia noch nie gehört, in der Familie wird nicht über ihn gesprochen. Sofia beginnt, Grischas Geschichte nachzuspüren und merkt bald, wie die Vergangenheit die Gegenwart verändern kann.


Wer hat ebenfalls Lust, das Geheimnis von Grischa und Sofias Familie zu erfahren und bei dieser Leserunde mitzumachen?


Wir verlosen 10 Exemplare unter allen Bewerbern. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 11. September, in dem ihr folgende Frage beantwortet: schreibt ihr auch manchmal Listen, wie Sofia es tut? Wenn ja, zu welchen Themen?


Ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß bei dieser Runde. Auch diejenigen, die nicht unter den glücklichen Gewinnern sind, sind natürlich herzlich zum Mitlesen eingeladen!


Liebe Grüße

Leonie

247 BeiträgeVerlosung beendet
AddictedToBookss avatar
Letzter Beitrag von  AddictedToBooksvor 8 Jahren

Zusätzliche Informationen

Lena Gorelik wurde am 31. Januar 1981 in Leningrad (Russland) geboren.

Lena Gorelik im Netz:

Community-Statistik

in 438 Bibliotheken

von 86 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks