Lena Gorelik

 3.9 Sterne bei 226 Bewertungen
Autorin von Die Listensammlerin, Lieber Mischa und weiteren Büchern.
Autorenbild von Lena Gorelik (© Gerald von Foris / Graf Verlag)

Lebenslauf von Lena Gorelik

Lena Gorelik wurde am 1. Februar 1981 in Leningrad geboren. Sie emigrierte im Aler von 11 Jahren zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als sog. Kontingentflüchtling nach Deutschland. Sie Journalistenausbildung erhielt sie an der Deutschen Journalistenschule in München, anschließend studierte sie Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie veröffentlicht sowohl wissenschaftliche als auch belletristische Werke sowie Reiseliteratur. Gorelik wurde bereits mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet, darunter auch mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Ernst-Hoferichter-Preis. Lena Gorelik lebt in München.

Alle Bücher von Lena Gorelik

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Cover des Buches Die Listensammlerin (ISBN: 9783499238444)

Die Listensammlerin

 (74)
Erschienen am 27.02.2015
Cover des Buches Lieber Mischa (ISBN: 9783548611051)

Lieber Mischa

 (45)
Erschienen am 11.05.2012
Cover des Buches Mehr Schwarz als Lila (ISBN: 9783499218347)

Mehr Schwarz als Lila

 (26)
Erschienen am 19.09.2018
Cover des Buches Hochzeit in Jerusalem (ISBN: 9783453352537)

Hochzeit in Jerusalem

 (20)
Erschienen am 04.09.2008
Cover des Buches Null bis unendlich (ISBN: 9783499270598)

Null bis unendlich

 (17)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Meine weißen Nächte (ISBN: 9783453351066)

Meine weißen Nächte

 (18)
Erschienen am 07.08.2006
Cover des Buches Verliebt in Sankt Petersburg (ISBN: 9783865550545)

Verliebt in Sankt Petersburg

 (8)
Erschienen am 14.03.2008

Neue Rezensionen zu Lena Gorelik

Neu

Rezension zu "Die Listensammlerin" von Lena Gorelik

Warmherziger Familienroman mit Bezug zur alten Sowjetunion
uli123vor einem Monat

An diesem Buch stimmt einfach alles – Aufbau, Erzählstil, Sprache, Inhalt, Figuren. Eigentlich ist die Geschichte das Buch, das die neurotische, weil unentwegt ihrer Leidenschaft zum Anfertigen der unmöglichsten Listen nachgehend, Protagonistin Sofia, eine Schriftstellerin, nach langer Schreibblockade schreibt. Es ist die ihr bis vor kurzem noch unbekannte eigene Familiengeschichte. Diese beginnt in den 1950er Jahren in Moskau, wo Sofias Mutter Anna mit ihrem Bruder aufwächst. Grischa ist Künstler, homosexuell, Dissident, wodurch er seine gesamte Familie in Gefahr bringt. Das führt letztlich zur Flucht von Mutter und Schwester  mit deren  inzwischen geborener Tochter Sofia in die Bundesrepublik mit Hilfe von Sofias späterem Adoptivvater. In deren gegenwärtigem Leben (ca. 2010) herrscht Unordnung – die betagte Oma ist schwer an Alzheimer erkrankt und Sofias kleine herzkranke Tochter steht vor einer alles entscheidenden Operation. Erst jetzt erfährt Sofia durch zufällig in der von ihr aufgelösten Wohnung ihrer Oma gefundene Listen von  ihrem Onkel Grischa und der Familienvergangenheit. 

Die Autorin arbeitet wunderbar mit Worten und stellt die Romanfiguren gelungen und sehr bildhaft dar. Sehr schön ist, dass wir die wichtigsten Familienmitglieder in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens kennenlernen. Trotz des Ernstes mancher angesprochener Themen überwiegt ein humorvoller, versöhnlicher Ton. Der historische Bezug zu dem freiheitsbeschränkenden Leben in der alten Sowjetunion war sehr interessant und lehrreich. 

Ich habe das Buch gerne gelesen und mich stört nicht, dass einiges fragmentarisch und unbeantwortet bleibt.

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Rezension zu "Mehr Schwarz als Lila" von Lena Gorelik

Shitstorm. Scham. Und wie es dazu kam.
lippunermarcvor 2 Jahren

Ein Kuss in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Gepostet in den sozialen Netzwerken. Shitstorm. Scham. Und wie es dazu kam.
So lässt sich dieser Coming-of-Age-Roman von Lena Gorelik in aller Kürze zusammenfassen. Gepackt hat er mich leider nicht. Die Sprache eigenwillig schön, beinahe spröde – Hauptsatz reiht sich an Hauptsatz, und so bekommt die erzählende 17-Jährige jenen Duktus, an den ich mich aus verbockt-verliebten Teenagerzeiten noch dunkel erinnere: eine latente, aber grundsätzliche Abwehrhaltung, ein bisschen Widerstand, aus Trotz vermutlich und aus Prinzip. Die geschriebenen Worte, eine Melange aus Schuldzuweisung, Scham und Rechtfertigung, richtet die Erzählerin an den angehenden Lehrer, in den sie nicht ganz heimlich verliebt ist. Das ist nicht der, den sie in Auschwitz küsst, obwohl sie ihn gern küssen würde. Überall, aber vielleicht nicht dort. Dort, neben einem Galgen, küsst sie ihren besten Freund, der heimlich, aber nicht ganz heimlich, in sie verliebt ist. Und so ist das Foto, das im Netz für Entrüstung sorgt, eines, das gut in Shahak Shapiras #Yolocaust-Projekt gepasst hätte.
Der Roman greift die Diskussion um den respektlosen Umgang junger Leute mit der deutschen Erinnerungskultur auf, koppelt sie jedoch an eine für meinen Geschmack zu banale und selbstreferenzielle Vorgeschichte. Aber: Als Schullektüre könnte Goreliks Roman vielleicht ein zeitgemäßer Auftakt für eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte sein.

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Rezension zu "Mehr Schwarz als Lila" von Lena Gorelik

Besondere Erzählweise
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Inhalt:

17 zu sein ist manchmal gar nicht so einfach. Besonders, wenn man nicht so ist, wie alle anderen. Alex trägt lieber Schwarz als Lila und ist bekannt dafür, dass sie keine Mutter mehr hat. 
Ihre Zeit verbringt sie am liebsten mit ihren besten Freunden Ratte und Paul, Langeweile und Eintönigkeit vertreiben sie sich mit Mutspielen, bei denen es keine Grenzen gibt. Doch als der neue Referendar in ihre Klasse kommt und Ratte eine Freundin hat, beginnt sich einiges für die Freunde zu verändern...


Meine Meinung:

Eine Geschichte über Freundschaft mit einer besonderen Erzählweise.

Die 17-jährige Alex ist die ohne Mutter. Die, die nur Schwarz und im Winter keine Handschuhe trägt. Alex ist die, die gerne spielt.
All das erzählt man sich über sie. Darüber hinaus hat sie einen Vogel namens Astrid und hängt meistens mit ihren zwei besten Freunden Ratte und Paul ab. Doch dann kommt eines Tages kommt ein Referendar in die Klasse und nichts wird so sein wie zuvor.
Alex verliebt sich in Johnny - so nenn die drei ihn - und auch Ratte hat seit kurzem eine Freundin. Zwischen ihnen beginnt sich etwas zu verändern, was schließlich so weit geht, dass einer von ihnen verschwindet...

„Mehr Schwarz als Lila“ erzählt auf eine besondere Art die Geschichte einer Freundschaft. Titel und Cover charakterisieren die Protagonistin der Geschichte, Alex. Der Klappentext gibt einen guten Überblick über die Handlung, sodass die äußererliche Aufmachung gut zueinander passt.

Die Geschichte wird durchgängig aus der Perspektive der Protagonistin Alex  erzählt, hat aber ihre eigene besondere Erzählweise. Es ist schwer, diesen genau zu beschreiben. Man bekommt als Leser gewisse Grundinformationen über die Figur, und nur in Ansätzen etwas über ihre Gedanken und Gefühle, sodass man viel Freiraum bei der Vorstellung hat. Erst gegen Ende der Geschichte, als Alex vor Augen geführt wird, wie sie sich verhalten hat, wurde auch mir das erst so richtig bewusst. 

Die anderen Charaktere waren ähnlich offen und grob geschildert wurden, sodass die Geschichte auch zum Großteil von der Vorstellung des Lesers lebt. Das kann man toll finden oder nicht, ich finde es mal etwas anderes als dem Leser in alles glasklar vor die Füße zu legen. 

Die angesprochenen Themen reichen von schwierigen Ereignissen - wie der Tod eines Familienmitgliedes - bis hin zur Bedeutung von Freundschaft und Liebe. Was die Beziehungen zwischen den Figuren angeht, so konnte ich diese während des Lesens oftmals nicht richtig einschätzen. 

Auch finde ich es gut, dass die Freunde zwar intellektuell und auch teilweise philosophierend dargestellt worden, allerdings auch deutlich gezeigt wurde, dass auch sie Unfug machen und ihre Laster mit Rauchen und Alkohol haben. Das spiegelt meiner Meinung nach die Realität gut wieder, da sich viele Jugendliche oftmals auch mit mehr als Oberflächlichkeiten beschäftigen, obwohl die allgemeine Meinung dem widerspricht.


Fazit:
Insgesamt ein Buch, das wichtige Themen behandelt und sich dabei durch den besonderen Erzählstil von anderen abhebt. Die Geschichte kann jedem zu denken geben und selbst dazu anregen, sich über selbst und das eigene Verhalten zu reflektieren und zu beleuchten.
Für Leser ab etwa 14 Jahren und darüber hinaus.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Mehr Schwarz als Lila

Parallel zu Coffee & Books der JVM München wollen wir hier über "Mehr schwarz als lila" von Lea Gorelik diskutieren. Eine prima Gelegenheit auch für alle, die nicht am Termin teilnehmen können. 

Am 29.09. diskutieren wir dann bei Kaffe und Kuchen gemeinsam über das Buch.

Herzlich willkommen in der 1. JVM-Leserunde - unserer digitalen Version von Coffee & Books 

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Cover des Buches Lieber Mischa
Lieber Mischa ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.

Mit diesen Worten empfängt einem das Cover von Lena Goreliks Roman „Lieber Mischa“ aus dem Graf Verlag. Ungewohnt frisch, komisch und frech liest sich das Buch über ein sonst so heikles Thema in Deutschland. Lasst uns gemeinsam mit Lena Gorelik mit den üblichen Klischees aufräumen.

Mehr zum Inhalt:
Klar sind Juden gerissen, meint Lena Gorelik, sonst hätten sie nicht überlebt. In ihrem neuen Buch zeigt sie, wie man entspannt mit den üblichen Klischees umgeht. Denn für sie ist jüdische Identität längst nicht mehr nur an den Holocaust gekoppelt.

Lena Gorelik gehört der neuen Generation junger Juden in Deutschland an, die sich über ihre Zukunft, nicht über ihre Vergangenheit definieren wollen. Dazu passt perfekt, dass sie gerade Mutter geworden ist: In ihrem neuen Buch erklärt Lena Gorelik ihrem Sohn nicht nur präventiv, wie er sich später einmal ihrer mütterlichen Fürsorge entziehen kann. Sondern auch, warum bei Festen immer viel geweint wird, obwohl seine Eltern nicht gläubig sind. Warum sein Großvater lieber Sudokus macht als in der Thora liest. Warum er auf seine Nase und seine Ohren stolz sein kann. Wie er die Weltherrschaft erlangt, auch wenn er kein Rothschild ist. Wie er es auf die Liste der 10 coolsten Juden der Welt schafft und wie er sich Leute charmant vom Leib hält, die mit Leuchten in den Augen sagen: Waas, du bist wirklich Jude?!

Neugierig geworden? Wir suchen 25 Testleser, die sich gemeinsam mit der Autorin Lena Gorelik  über das Buch austauschen.

Bewerbung als Testleser:
Ab sofort und bis einschließlich Dienstag den 09. Oktober 2012 könnt ihr euch hier als Testleser bewerben und eins der 25 Exemplare gewinnen.
Gerne darf auch jeder mitlesen, der sich das Buch schon selbst zugelegt hat und noch nicht zum Lesen kam oder es gerne nochmal lesen möchte
362 Beiträge
Cover des Buches Die Listensammlerin

Der neue mitreißende Familienroman von Lena Gorelik!

In Sofias Leben haben nur ihre Listen, die sie leidenschaftlich gerne schreibt, Struktur und Ordnung. Um sich von ihren Problemen abzulenken, vergrößert sie ihre Listensammlung ständig um Themen wie "Momente, die sich bedeutungsvoller anfühlen sollten, als sie es tun", "Typische Großmutter-Sätze" oder "Filmreife Szenen aus meinem Leben".

Sofia hat es tatsächlich nicht leicht: sie selbst ist oft in der Rolle als Mutter überfordert, ihre kleine Tochter muss erneut am Herzen operiert werden, ihre Großmutter leidet an Demenz und ihre Mutter verschweigt ihr bis heute den Grund für die Flucht aus der Sowjetunion nach Deutschland in Sofias früher Kindheit.

In der Wohnung ihrer Großmutter findet Sofia eines Tages eine andere Listensammlung, in kyrillisch geschrieben und verfasst von einem Onkel Grischa. Von diesem hat Sofia noch nie gehört, in der Familie wird nicht über ihn gesprochen. Sofia beginnt, Grischas Geschichte nachzuspüren und merkt bald, wie die Vergangenheit die Gegenwart verändern kann.


Wer hat ebenfalls Lust, das Geheimnis von Grischa und Sofias Familie zu erfahren und bei dieser Leserunde mitzumachen?


Wir verlosen 10 Exemplare unter allen Bewerbern. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 11. September, in dem ihr folgende Frage beantwortet: schreibt ihr auch manchmal Listen, wie Sofia es tut? Wenn ja, zu welchen Themen?


Ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß bei dieser Runde. Auch diejenigen, die nicht unter den glücklichen Gewinnern sind, sind natürlich herzlich zum Mitlesen eingeladen!


Liebe Grüße

Leonie

254 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  AddictedToBooksvor 7 Jahren

Zusätzliche Informationen

Lena Gorelik wurde am 31. Januar 1981 in Leningrad (Russland) geboren.

Lena Gorelik im Netz:

Community-Statistik

in 331 Bibliotheken

auf 69 Wunschzettel

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

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