Lena Gorelik Die Listensammlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Listensammlerin“ von Lena Gorelik

Wer sind wir, woher kommen wir, was prägt uns?Sofia ist Schriftstellerin und Mutter und hat alle Hände voll zu tun, Mann, Kind, Alltag und das Schreiben unter einen Hut zu bringen. Als ihre demente Großmutter ins Heim zieht, muss sie auch noch deren Wohnung ausräumen – und macht dabei eine Entdeckung: eine Sammlung seltsamer alter Listen – wie die von Männern mit schönen Händen oder Menschen, die besser Musiker geworden wären. Sofia ist sofort gefesselt, denn auch sie ist eine leidenschaftliche Listenschreiberin. Der Fund führt sie geradewegs in die Vergangenheit ihrer russischen Familie und zu Onkel Grischa, einem Abenteurer und schrägen Vogel.

Sprachlich schöne Familiengeschichte, superb gelesen, mit kleinen Schwächen besonders am Ende, einem brutal abrupten CUT.

— thursdaynext
thursdaynext

Ungewöhnliches Buch über eine junge Frau, die versucht, ihren Weg zu finden und dabei in die Vergangenheit eintaucht.

— black_horse
black_horse

Eine bewegende Familiengeschichte zwischen Stalinismus und Heute - und über den Kampf gegen das Vergessen...

— Ginevra
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    Die Listensammlerin
    black_horse

    black_horse

    04. September 2015 um 22:07

    Sofias Großmutter ist gestorben. Da Sofia die Aufgabe übernommen hat, die Wohnung ihrer Großmutter auszumisten, stößt sie dort auf einen Stapel alter Listen. Listen sind auch Sophias Leidenschaft. Alles, was ihr durch den Kopf geht, schreibt sie in Listen auf. Damit gibt sie ihrem Leben Struktur. Denn Sofia hatte es auch nicht leicht: eine demente Großmutter und eine schwer herzkranke kleine Tochter. Die Handlung springt immer wieder zwischen den Erinnerungen ihres Onkels Grischa, der in der UdSSR eine problematische Jugend verlebt hat und schließlich verurteilt wurde, den Erinnerungen an die Großmutter, die wohl nie ein Wort über Grischa verloren hat und den Problemen in ihrer eigenen kleinen Familie mit Mann und Tochter hin und her. Ich habe mich sehr schwer getan, den Handlungen zu folgen. Eventuell lag es auch an der Form Hörbuch, die in dem Fall vielleicht nicht so geeignet ist. Es war auf jeden Fall ein interessanter Einblick, gerade durch die Erinnerungen Grischas an die Sowjetunion, aber Sofias aktuelles Leben war mir zu zersplittert dargestellt.

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  • Eine bewegende Familiengeschichte und der Kampf gegen das Vergessen

    Die Listensammlerin
    Ginevra

    Ginevra

    Sofia lebt in München und sorgt sich um ihre kleine Tochter Anna, die mehrfach am Herzen operiert werden muss. Die Beziehung zu ihrem Mann leidet darunter, dass Sofia sich immer mehr in sich zurückzieht - zu viele Fragen über das Leben und ihre Herkunft beschäftigen sie. In der Wohnung ihrer dementen Großmutter findet Sofia Erinnerungen an ihre Familie, die in den 1970-ern die damalige Sowjetunion verließ. Sofia stößt auf eine geheimnisvolle Sammlung handgeschriebener Listen in kyrillischer Schrift, verfasst von ihrem Onkel Grischa, der im strengen stalinistischen Russland als Fotograf und Querdenker aneckte - und die gesamte Familie in Gefahr brachte. Da auch Sofia seit ihrer Kindheit versucht, ihr Leben in Form von Listen in eine Ordnung zu bringen, fühlt sie sich Grischa verbunden und findet immer mehr Zusammenhänge und Erklärungen für die Gegenwart... Lena Gorelik wurde 1981 in Leningrad/ heute St. Petersburg geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seit 2004 erschienen insgesamt drei Romane von ihr, der zweite ("Hochzeit in Jerusalem") wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mich hat Sofias Geschichte und die ihrer Familie sehr bewegt. Die Diktatur in ihrem Herkunftsland und das Leiden ihrer Angehörigen, insbesondere ihres Vaters Sascha und ihres Onkels Grischa, werden durch die anekdotischen Schilderungen sehr lebendig. In der Hörbuchfassung konnte ich durch die ruhige, gefühlvolle Stimme von Eva Meckbach richtig eintauchen in die teils tragischen, teils aber auch komischen Szenen. Vergangenheit und Gegenwart werden durch verschiedene Motive miteinander verknüpft: die Demenz und der Kampf gegen das Vergessen durch unzählige Listen. Fazit: eine wundervolle Geschichte mit Tiefgang über das Leben in Diktatur und Freiheit, über Familie und Liebe, und über die Frage: Wer bin ich?Volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle Geschichten lieben.

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    schokoloko29

    schokoloko29

    28. April 2014 um 17:18