Mehr Schwarz als Lila

von Lena Gorelik 
4,1 Sterne bei21 Bewertungen
Mehr Schwarz als Lila
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Eine Geschichte über Freundschaft mit einer besonderen Erzählweise.

M

Anders, aber toll!

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Inhaltsangabe zu "Mehr Schwarz als Lila"

Alex trägt lieber Schwarz als Lila, ihr Vater schweigt die meiste Zeit, und ein Papagei soll ihre Mutter ersetzen. Das Beste von allem ist ihre Freundschaft mit Paul und Ratte; mit ihnen kann man auf die Zukunft und das Leben warten. Doch dann taucht plötzlich Johnny Spitzing auf, der junge Referendar. Und auf der Klassenfahrt nach Polen küsst Alex von lauter Gefühlen überrannt Paul – am unpassendsten Ort der Welt, in Auschwitz. Jemand fotografiert sie, das Bild geistert durchs Netz, und dann reden alle über Alex und die Jugend von heute, der Papagei entfliegt, und Alex erkennt: Jetzt ist das Leben da, und zwar mit voller Wucht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499218347
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:19.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Lales avatar
    Lalevor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über Freundschaft mit einer besonderen Erzählweise.
    Besondere Erzählweise

    Inhalt:

    17 zu sein ist manchmal gar nicht so einfach. Besonders, wenn man nicht so ist, wie alle anderen. Alex trägt lieber Schwarz als Lila und ist bekannt dafür, dass sie keine Mutter mehr hat. 
    Ihre Zeit verbringt sie am liebsten mit ihren besten Freunden Ratte und Paul, Langeweile und Eintönigkeit vertreiben sie sich mit Mutspielen, bei denen es keine Grenzen gibt. Doch als der neue Referendar in ihre Klasse kommt und Ratte eine Freundin hat, beginnt sich einiges für die Freunde zu verändern...


    Meine Meinung:

    Eine Geschichte über Freundschaft mit einer besonderen Erzählweise.

    Die 17-jährige Alex ist die ohne Mutter. Die, die nur Schwarz und im Winter keine Handschuhe trägt. Alex ist die, die gerne spielt.
    All das erzählt man sich über sie. Darüber hinaus hat sie einen Vogel namens Astrid und hängt meistens mit ihren zwei besten Freunden Ratte und Paul ab. Doch dann kommt eines Tages kommt ein Referendar in die Klasse und nichts wird so sein wie zuvor.
    Alex verliebt sich in Johnny - so nenn die drei ihn - und auch Ratte hat seit kurzem eine Freundin. Zwischen ihnen beginnt sich etwas zu verändern, was schließlich so weit geht, dass einer von ihnen verschwindet...

    „Mehr Schwarz als Lila“ erzählt auf eine besondere Art die Geschichte einer Freundschaft. Titel und Cover charakterisieren die Protagonistin der Geschichte, Alex. Der Klappentext gibt einen guten Überblick über die Handlung, sodass die äußererliche Aufmachung gut zueinander passt.

    Die Geschichte wird durchgängig aus der Perspektive der Protagonistin Alex erzählt, hat aber ihre eigene besondere Erzählweise. Es ist schwer, diesen genau zu beschreiben. Man bekommt als Leser gewisse Grundinformationen über die Figur, und nur in Ansätzen etwas über ihre Gedanken und Gefühle, sodass man viel Freiraum bei der Vorstellung hat. Erst gegen Ende der Geschichte, als Alex vor Augen geführt wird, wie sie sich verhalten hat, wurde auch mir das erst so richtig bewusst. 

    Die anderen Charaktere waren ähnlich offen und grob geschildert wurden, sodass die Geschichte auch zum Großteil von der Vorstellung des Lesers lebt. Das kann man toll finden oder nicht, ich finde es mal etwas anderes als dem Leser in alles glasklar vor die Füße zu legen. 

    Die angesprochenen Themen reichen von schwierigen Ereignissen - wie der Tod eines Familienmitgliedes - bis hin zur Bedeutung von Freundschaft und Liebe. Was die Beziehungen zwischen den Figuren angeht, so konnte ich diese während des Lesens oftmals nicht richtig einschätzen. 

    Auch finde ich es gut, dass die Freunde zwar intellektuell und auch teilweise philosophierend dargestellt worden, allerdings auch deutlich gezeigt wurde, dass auch sie Unfug machen und ihre Laster mit Rauchen und Alkohol haben. Das spiegelt meiner Meinung nach die Realität gut wieder, da sich viele Jugendliche oftmals auch mit mehr als Oberflächlichkeiten beschäftigen, obwohl die allgemeine Meinung dem widerspricht.


    Fazit:
    Insgesamt ein Buch, das wichtige Themen behandelt und sich dabei durch den besonderen Erzählstil von anderen abhebt. Die Geschichte kann jedem zu denken geben und selbst dazu anregen, sich über selbst und das eigene Verhalten zu reflektieren und zu beleuchten.
    Für Leser ab etwa 14 Jahren und darüber hinaus.

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    jenvo82s avatar
    jenvo82vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Über das Erwachsenwerden, die vielen Gesichter der Freundschaft und die Enttäuschungen auf dem Weg zum eigenen Ich. Lesenswert!
    Das Schweigen ist kein Gutes

    „Ein schönes Bild, das von Jugend erzählt, von Freiheit und dem Jetzt. Die Jugend, und wenn sie bei Jugend immer von Freiheit sprechen, dann deshalb, weil sie vergessen haben, dass Gefühle endlos scheinen.“


    Inhalt


    Alex ist Teil einer gut funktionierenden Dreierfreundschaft, bei der sie in ihren schwarzen Klamotten die sein kann, die sie ist, weil auch ihre Freundin Ratte mit den Rastalocken, nicht in ein Schema passt und Paul, der dritte im Bunde für das intellektuelle Niveau sorgt. Gemeinsam sind sie stark und passen aufeinander auf. Dieses Gleichgewicht wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, nachdem der junge Referendar Herr Spitzing den Unterricht übernimmt. Denn plötzlich wird der neue Lehrer für Alex zu einer Größe, die ihre Freundschaft belastet, denn Offenheit bezüglich ihrer Gefühle kann sie sich nicht leisten, weder gegenüber dem Lehrer noch gegenüber ihren Freunden. Und als Ratte auch noch eine andere Frau in ihr Herz lässt, zerbricht das, wofür Alex bisher gelebt hat. Ein wir gibt es nicht mehr und für ein Du fehlt ebenfalls jegliche Grundlage …


    Meinung


    Nachdem mich sowohl die Thematik, als auch die positiven Rezensionen sehr angesprochen haben, wollte ich diesen Roman über eine 17-Jährige mit ihren Ängsten und Nöten nur zu gern lesen, nicht zuletzt, weil mich die Ausgangssituation sehr an meine persönliche Geschichte erinnert hat. Und tatsächlich gelingt es der, mit mir fast gleichaltrigen, Autorin ein sehr bewegendes, authentisches Buch über das Erwachsenwerden zu schreiben, über die Wucht der ungebremsten Gefühle, über Zweifel, Probleme und Ängste, die zwar nicht immer eine dramatische Grundlage haben aber für die Jugendlichen doch das Zentrum ihres Lebens sind. So fängt sie ihre Protagonisten sehr ehrlich und offen, sehr emotional und impulsiv ein, zeigt aber auch, dass ihr Handeln zwar auf zahlreichen, mannigfaltigen Gedankengängen beruht, die Wirkung aber teilweise eine ganz andere ist, als gewünscht.


    Das Besondere an diesem Buch ist sicherlich auch seine Sprache, die in kurzen Sätzen, manchmal nur Fragmenten eine bunte Palette an ernsthaften, wichtigen Überlegungen aufgreift und sie einfach so in den Raum hineinstellt, als könnte man sich genau das nehmen, was man möchte und das andere einfach stehen lassen. Sehr interessant auch der Schachzug mit dem Adressaten des Buches. Denn „Mehr Schwarz als Lila“ richtet sich eigentlich an Herrn Spitzing, jenen Lehrer, der für Alex so viel mehr sein sollte, als eine Aufsichtsperson. Trotzdem wirkt das „Du“ im Text nicht fremd, man kann es gut verallgemeinern und fühlt sich als Leser sicherlich noch mehr angesprochen als derjenige, der hier verstehen sollte, was er zerstört hat und warum er Alex dennoch weitergebracht hat auf ihrem persönlichen Weg in die Freiheit.


    Was mir neben der hervorragend dargestellten Geschichte über das Erwachsenwerden gefehlt hat, ist eine gewisse Bedeutsamkeit, die über das Profane hinausgeht. Es fiel mir zwar nicht schwer, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen, doch manchmal wirkte das Geschehen viel zu einfach, zu belanglos, zu uninteressant. Gerade der Part mit der Lehrer-Schüler-Liebe wurde eher oberflächlich behandelt. Immer da, wo ich hoffte, auch im Erwachsenen einen wichtigen Part zu finden, verlief das Gesagte etwas im Sand. So legt die Geschichte den Fokus auf eine Freundschaft, die durch einen anderen Menschen zerstört wird, wer das eigentlich ist und warum, scheint ziemlich bedeutungslos.


    Fazit


    Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen einprägsamen, zeitlosen Roman über junge Menschen, die gezwungen sind, ihren Weg zu finden, nicht nur innerhalb einer Freundschaft, sondern auch ganz allein für sich selbst. Die begreifen müssen, welche Verantwortlichkeiten entstehen, wenn man andere verletzt, aber auch welche Innigkeit sich entwickelt, wenn man ehrlich gegenüber den eigenen Gefühlen ist. Empfehlenswert ist dieses Buch vor allem für junge Erwachsene und solche, die sich noch gut an das Auf und Ab der Gefühle in der Pubertät erinnern. Einer Lebensphase, der man nicht entkommen kann und die gleichermaßen Last und Freude sein kann – für alle Beteiligten. Von der Autorin selbst möchte ich sehr gern noch weitere Bücher kennenlernen, ihr Text hier bleibt mir in Erinnerung und lässt mich auch nach der Lektüre noch über die Inhalte nachdenken, das mag ich sehr.

    Kommentare: 3
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    szebrabookss avatar
    szebrabooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte über das Erwachsenwerden!
    Ich bin positiv überrascht

     Ich weiß nicht wo ich anfangen soll! Dieses Buch war mal etwas anderes. Vor allem vom Aufbau und Schreibstil. Aber jetzt mal langsam. Um was es geht wisst aus dem Klappentext bereits, aber ich möchte noch einige Worte dazu sagen. Denn man hat eine Rahmenerzählung, denn es beginnt damit, dass Paul, Alex' bester Freund, schon verschwunden ist. Im Laufe des Buchs erzählt Alex ihre Geschichte und mit erzählen meine ich wirklich erzählen! Es kam mir beim Lesen teilweise echt so vor, als würde Alex neben mir stehen und alles erzählen. Nur die wörtliche Rede hat dagegen gesprochen. Auf jeden Fall erzählt sie wie es zu besagtem Kuss kam und alles drum und dran was gerade so in ihrem Leben passiert. Das Ende schließt wieder an den Anfang an - also dass Paul verschwunden ist - aber es geht weiter. So viel zum Inhalt des Buchs.
    Zum Schreibstil habe ich einiges los zu werden. Als ich mit dem Buch angefangen habe, war ich zunächst verwirrt bis ich dann verstanden habe, dass das ganze ein Rückblick ist und ich muss sagen, dass ich mit dem Schreibstil zu kämpfen hatte. Ich kam nicht wirklich damit zurecht und es war anstrengend das Buch zu lesen, so dass ich immer nur wenige Seiten lesen konnte und dann aufhören musste. Aber irgendwann habe ich mich wirklich ran gesetzt, gelesen und siehe da: ich konnte nicht mehr aufhören, da mich das Buch gefesselt hat. Nicht wie ein Fantasy-Roman mich fesseln würde oder all die anderen Bücher, die ich bereits gelesen habe. Es war anders und es hat mich fasziniert, dass mich diese Geschichte so sehr packen konnte. Denn im Endeffekt geht es ja darum, dass die drei Freunde Alex, Ratte und Paul erwachsen werden und vor allem Alex. Ich musste einfach wissen wie sie sich weiter entwickelt! 
    Wenn ich schon mal bei der Thematik bin: es gibt sehr viele Bücher über das Erwachsenwerden, aber meiner Meinung nach hat "Mehr Schwarz als Lila" es unter anderem am Besten dargestellt. Denn man liest diese Verwirrung und Unsicherheit mit, die ein Jugendlicher hat. An einigen Stellen habe ich mich wieder erkannt wie die, in der Ratte plötzlich mehr Zeit mit der Person verbringt, die sie liebt und Alex das so ganz und gar nicht versteht, dass ihre Freundin nicht mehr so viel mit ihr macht. Ich muss sagen, dass ich bei der ein oder anderen Situation in Bezug darauf genauso empfunden habe wie Alex. Also in meinen Augen hat Lena Gorelik ihre Idee sehr gut umgesetzt.
    Ich habe ja von den Charakteren gesprochen, weshalb gleich mal näher auf diese eingehen werde oder besser gesagt die Protagonistin eingehen werde. Alex, eigentlich Alexandra, ist die Protagonistin und in den neuen Referendar verliebt. Ich muss sagen, dass ich anfangs einige Probleme mit ihr hatte. Vielleicht, weil sie so ein bisschen das Gegenteil von mir ist. Sie hat eine eher negativere Lebenseinstellung, aber daran habe ich mich gewöhnt und im Laufe der Geschichte mochte ich sie dann immer mehr. Ich glaube das lag vor allem daran, dass ich doch Parallelen zu meinem jüngeren Ich ziehen konnte. An dieser Stelle möchte ich noch eine Kleinigkeit zum Ende los werden: ich wollte, dass es weiter geht. Für mich war die Geschichte noch nicht vorbei!
    Zum Titel und Cover muss ich auch was los werden. Also angefangen beim Cover: für diejenigen, die es nicht erkennen, es ist die Nahaufnahme eines Papagei. Wenn man genauer hinschaut erkennt man die Federn, aber wenn ihr es nicht seht, dann ist das nicht schlimm, denn ich habe es auch erst jetzt gemerkt. also kurz bevor ich diesen Satz geschrieben habe. Ich finde, dass das Cover super zur Geschichte passt, denn Alex' Haustier ist ein Papagei. Der Titel taucht auch in dem Buch auf, zwar nicht genau in dem Wortlaut, aber ich finde solche Parallelen wunderbar, denn so merkt man, dass man sich ernsthaft Gedanken über den Titel gemacht hat und dieser nicht aus dem Lehren gegriffen ist.
    Nun, mein Fazit, denn die Rezension ist mal wieder zu lang. Ich fand das Buch echt gut, auch wenn ich am Anfang so meine Schwierigkeiten hatte und mir das Ende nicht wirklich gefallen hat. Aber ich empfehle es weiter, vor allem wenn man eine Geschichte lesen will, in der der Schreibstil mal anders ist.

    Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall 4 von 5 Sternen, außerdem möchte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen!

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    miro76s avatar
    miro76vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wortgewaltig und emotional! Dieses Buch versprüht einen schrägen Charme, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte.
    Im Spiel verraten wir, wes Geistes Kind wir sind. (Ovid)



    „Es gibt Fehler im Leben, dir man nicht wiedergutmachen kann. Obwohl man alles dafür tun würde.“

    Alex, Paul und Ratte. Drei revoltierende Teenager, die sich unverstanden fühlen und mit ihren siebzehn Jahren versuchen, die Welt, das Leben und die Liebe zu verstehen.Sie fühlen sich unverstanden, ungehört und immer wieder auch einsam. Sie sind einander Familie, beste Freunde und Zeitvertrieb. Sie spielen Spiele wie „Stell dir mal vor“ oder „Du wirst die doch trauen“ oder „Ist mir doch egal“, in denen sie in ihre eigene Welt eintauchen. Eine Welt, die noch nicht ist. Sie treiben sich gegenseitig an die Grenzen und darüber hinaus. Es geht um Macht.

    „Um der Langeweile zu entkommen, spielten wir manchmal Spiele. Ratte, Paul und ich. Wir spielten Spiele, um zu spüren und zu fliehen, aber wir sagten fliegen dazu. Wir spielen, um zu fliegen.“               (S. 33)

    Und dann kommt Herr Spitzing als Referendar in die Klasse. Dieser Lehrer ist ganz anders. Er setzt sich mitten unter die Schüler, er lässt sie fünf Minuten alles was ihnen durch den Kopf geht schreiben, er fordert sie heraus. Er beginnt sich auch privat mit dem Trio zu treffen. Die Freunde sind ungewöhnlich und er gefällt sich in seiner Rolle. Bis auch er mit ihnen ein Spiel spielt, das alle Grenzen überschreitet.

    Lena Gorelik hat hier einen ungewöhnlichen Roman geschrieben. Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Einerseits wird erzählt, andererseits wird jemand angesprochen. Das hat mich anfangs sehr verwirrt, aber schon bald hat mich der schräge Charme dieses Buches in seinen Bann gezogen. Das Buch lebt von Wortspielen und Wortklaubereien. Ich liebe das!

    Von der Geschichte darf eigentlich nicht zu viel verraten werden. Ich hatte zum Glück nicht mal den Klappentext gelesen und daher war das Buch auch richtig spannend für mich. 

    Dieses Buch ist Vieles! Es ist ein Coming-of-Age Roman, der sich sehr einfühlsam mit den Widrigkeiten des Erwachsenwerdens beschäftigt. Es ist ein Jugendbuch, mit Teenagerproblemen, es ist aber auch eine Sammlung für Wortspielereien, Oximora, Alliterationen…

    Aber vor allem versprüht dieses Buch einen ganz eigenen Charme, dem ich mich nach wenigen Seiten nicht mehr entziehen konnte. Eine absolute Leseempfehlung!

    „Stell dir mal vor, diese Geschichte kannst du niemandem erzählen, niemandem auf der Welt, weil davon Freundschaften abhängen, und von diesem Freundschaften hängt dein Leben ab. Stell dir vor, die Zusammenhänge sind so einfach, obwohl es pathetisch klingt.“ 
    (S. 145)

    Kommentare: 1
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    leseleas avatar
    leseleavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine an sich banale Pubertätsgeschichte, wie sie das Leben schreibt. Sprachlich jedoch herausragend und mit emotionaler Wucht erzählt.
    "Freiheit, Freunde, wir." (S. 16)

    Diese Geschichte ist lang, und sie ist kurz, sie ist verwirrend und vertrackt, verworren ist sie auch, und manch einer würde vielleicht sagen, sie ist verrückt, aber ich nicht. (S. 18)

    Alex, Paul und Ratte sind siebzehn Jahre alt und so besonders und gleichzeitig stinknormal, wie man in diesem Alter nur sein kann: Alex trägt nur Schwarz und hat einen Papagei statt einer Mutter, Paul liebt es zu schweigen und sammelt komplizierte Wörter und Ratte mit ihren wilden Rastern schmiert für alle Pausenbrote und strickt den Freuden warmen Schals. In ihrer Freizeit spielen die drei am liebsten Spiele wie „Du wirst dich doch trauen…“, „Ist mir doch egal…“ und „Stell dir mal vor…“, in denen sie ihre Macht testen und bis an die Grenzen gehen. Doch als der neue Referendar Herr Spitzinger irgendwie Teil der eingeschworenen Gemeinschaft wird, läuft die Sache aus dem Ruder: Bei einer Klassenfahrt in Polen geht Alex zu weit, Herzen brechen, Freundschaften gehen kaputt und es kommt zu einem Kuss am unpassendsten Ort der Welt – Ausschwitz-Birkenau…

    Die Geschichte, die hier passiert, wer liebt hier wen, ist zu simpel, als dass sie eine Rolle für die Geschichte spielen könnte. (S. 214)

    Lena Goreliks Roman Mehr Schwarz als Lila ist ein Roman über ein Thema, das wir alle gut kennen: die Pubertät. In keiner Zeit fühlen wir uns so sehr wie die Bezwinger dieser Welt und gleichzeitig wie ihre größten Verlierer, jede Verliebtheit wird zur größten Liebe seit Menschengedenken erklärt und Freundschaften halten bis in den Tod und darüber hinaus. Diese Überzeugungen teilen auch Alex und ihre Freunde: Gemeinsam warten sie auf die Zukunft, schleppen sich durch die Schule – die lästigste Nebensache der Welt – und sehnen sich nach dem Sommer, der nach Freiheit und Selbstverwirklichung schmeckt. Lena Gorelik entwirft authentische Bilder, in die sich jugendliche wie erwachsene Leser schnell einfühlen können, die Erinnerungen wachrufen und nostalgische Melancholie erzeugen. Denn so wie Alex, Paul und Ratte haben wir alle mal gefühlt und jeder – das wird bei der Lektüre noch einmal deutlich – musst einmal durch diese Irrungen und Wirrungen der Adoleszenz.

    Die Geschichte ist ein Ich, sie ist ein Du, und sie ist Er nicht, und sie ist ein bisschen ein Vielleicht. (S. 19)

    Es ist im Grunde eine banale Geschichte, die in Mehr Schwarz als Lila erzählt wird. Und wenn man sich lediglich den Klappentext durchliest und Lena Gorelik nicht kennt, kommt man schnell auf den Gedanken, es handele sich bei dem Roman um ein typisches Jugendbuch und nicht um anspruchsvolle Belletristik. Doch schon mit der Lektüre der ersten Seiten wird man eines Besseren belehrt: Gorelik arbeitet sich in ihrem jüngsten Roman auf virtuose Weise an der deutschen Sprache ab. Auf knapp 250 Seiten spielt sie mit Worten, ihren Bedeutungen und ihrem Klang. Immer wieder fügt sie rhetorische Figuren in ihren Text ein und lässt die Protagonisten darüber sinnieren. Ihr Stil simuliert Mündlichkeit, kommt dabei aber pointiert und zielgenau daher. „Poetry-Slam in Romanform“ drängte sich mir als Gedanke immer wieder auf und verdeutlicht meiner Meinung nach gut, wie man sich die Leseerfahrung bei Mehr Schwarz als Lila vorstellen kann.

    Goreliks Stil kontrastiert mit dem Inhalt der Geschichte und passt doch haargenau: Sicherlich ist er manchmal zu artifiziell und wirkt nicht immer realistisch. Allerdings gelingt es ihm auf wunderbare Wise das Suchende und Haltlose der Pubertät einzufangen und den objektiv nichtigen Ereignissen die Bedeutung zukommen zu lassen, die sie in der Welt der Protagonisten einnimmt. Hier und da weist das Buch trotz seiner Kürze einige Längen auf. Auch verschwindet der Inhalt manchmal zu sehr hinter der Sprache. Insgesamt jedoch ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und bei dem ich besonders die Sprache genossen habe. 4 Sterne!

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    Federchens avatar
    Federchenvor 2 Jahren
    Geh nicht zu weit!

    Alex ist 17. Alex ist Halbwaise. Sie hat zwei beste Freunde. Paul und Nina, die Ratte genannt werden will. Alex trägt am liebsten schwarze Klamotten und hat das Gefühl, ihr Leben ist viel komplizierter als das der Anderen. Ihr Vater tut dies mit der Nüchternheit eines Erwachsenen ab. Um sich lebendig zu fühlen, spielen die drei ein paar Mutspiele. Immer soweit, bis sie kurz vor einer Grenze stehen. Dann lernen sie Johnny kennen, der eigentlich ganz anders heißt, aber einen "Decknamen" erhält, weil er Referendar an der Schule des Trios ist. Alex ist begeistert von ihm und auf einer Klassenfahrt spielen die vier ein gemeinsames Spiel. Doch es endet anders, als erwartet, denn Alex bleibt nicht stehen, sondern überschreitet dabei eine Grenze...

    "Mehr Schwarz als Lila" aus der Feder der Autorin und Journalistin Lena Gorelik ist ein Roman über Freundschaft, erste Liebe und Vertrauen. Es ist aber auch ein Roman, dessen Protagonistin eine Grenze überschreitet, derer sie sich zu spät bewusst wird. Der Roman zeigt auf, wie schwer es ist, sich in der Pubertät zurecht zu finden, wie sehr man daran arbeitet, das Richtige zu tun und wie schnell man daran scheitern kann. Lena Goreliks Schreibstil passt perfekt zu der jugendlichen Zerrissenheit ihrer Hauptfigur. In zackiger Art und Weise schießt man quasi durch einen Teil des Lebens von Alex und kann ihr so bis in ihre Gedanken folgen. In kurzen, schnörkellosen, ungeschönten aber treffenden Sätzen öffnet sich dem Leser die Welt einer 17jährigen. Lena Gorelik schreibt in der Ich- Perspektive, was zur Folge hat, dass man sich der Protagonistin besonders mitfühlend nähern kann. Doch auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ergeben so ein stimmiges Gesamtbild.

    Verrät der Titel bereits etwas über die Protagonistin, so ist man beim Cover zunächst verwirrt. Farblich scheint dies nichts mit den Worten gemein zu haben. Doch wer aufmerksam den Plot verfolgt, der wird auch hier erkennen, wie perfekt sich die Federn des Papageis einfügen. "Mehr Schwarz als Lila" ist ein Roman, den ich nicht unbedingt als leichte Urlaubslektüre benennen würde, aber es ist ein Roman, der den Leser fordert, zum Nachdenken anregt und vor allem mitfühlend ist. Es ist eine Geschichte, die sich flüssig liest und bei der man sich möglicherweise sehr gut an die Zerrissenheit in der eigenen Pubertät erinnern kann, wie sehr man sich selbst und andere hinterfragt hat, wie sehr man versucht hat, das Leben zu verstehen. All die oben genannten Punkte machen es mir leicht, eine klare Leseempfehlung zu geben und zu hoffen, dass der Roman den Weg in viele Bücherregale finden wird.

    (c) buchgefieder.blogspot.com

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    Naburas avatar
    Naburavor 2 Jahren
    Drei Freunde, ein Referendar und Spiele, die an ihre Grenzen stoßen

    Alex ist siebzehn und hat seit sechs Tagen das Haus nicht mehr verlassen, denn Paul ist verschwunden und Ratte redet nicht mehr mit ihr. Dabei gab es eine Zeit, in der die drei unzertrennlich waren. Doch plötzlich ist nichts mehr vor vorher. Ein neuer Referendar kommt an die Schule, zu dem sich Alex hingezogen fühlt. Und auch Ratte verliebt sich und hat plötzlich weniger Zeit für sie. Alex handelt zunehmend intuitiv und ohne nachzudenken und hält an den Spielen fest, die sie, Ratte und Paul doch schon immer gespielt haben. Doch irgendwann stößt jedes Spiel an seine Grenzen…

    Cover und Titel des Buches scheinen farblich auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen, ihre Bedeutung wird beim Lesen aber schnell klar. Das Cover des Buches zeigt ein rot-grünes Gefieder und spielt auf Alex‘ Papagei an, den ihr Vater ihr vor neun Jahren kurz nach dem Tod ihrer Mutter geschenkt hat. Der Titel bezieht sich auf ihre Vorliebe, ausschließlich schwarz zu tragen und damit verbundene Diskussionen mit ihrer besten Freundin Ratte, ob ihre Hose nun eher dunkellila oder schwarz ist. Doch bevor man das und noch viel mehr über die Protagonistin erfährt, lernt man sie zu Beginn des Buches in einem Moment kennen, in denen sie sich emotional im freien Fall befindet. Um zu erklären, wie es so weit kommen konnte, springt die Ich-Erzählerin einige Monate in die Vergangenheit.

    Hier lernt der Leser Alex, Ratte und Lena als verschworenes Dreiergespann kennen. Sie verbringen ihre Zeit meistens gemeinsam. Wenn ihnen langweilig ist, dann spielen sie Spiele wie „Stell dir vor“, in denen sie sich gegenseitig zu übertreffen versuchen. Doch dann wird alles anders, denn ein neuer Referendar unterrichtet die Klasse und lädt die drei bald ein, mit ihm eine Ausstellung zu besuchen. Er, den Alex im Buch nur als „Du“ anspricht, trifft sich fortan häufiger mit den dreien. Alex fühlt sich immer stärker zu ihm hingezogen, handelt ohne nachzudenken und muss sich mit den unerwarteten Konsequenzen auseinandersetzen.

    Ich erlebte Alex als authentische Protagonistin, die sich mitten im Erwachsenwerden befindet und sich von ihren Gefühlen leiten lässt. In literarischer Sprache beschreibt sie, was in ihr vorgeht. Dabei macht sie großzügig Gebraucht von Stilmitteln, denn schließlich sind sie die Verbindung zu ihm, der sie in Deutsch unterrichtet. Oft verfällt sie auch ins Stakkato oder erinnert sich an Songtexte, die ihre Gedanken wiederspiegeln. Nach einer Eingewöhnungsphase konnte ich mich gut auf diese ungewöhnliche Sprache einlassen und sie wurde für mich zunehmend zur Stimme von Alex.

    Mit Alex‘ Worten vor Augen konnte ich gut nachvollziehen, wie es so weit kommen konnte, dass sie sich privat mit einem Referendar trifft und Gefühle für ihn entwickelt. Dieses brisante Thema verarbeitet die Autorin behutsam und unaufgeregt, sodass der Fokus darauf lag, welchen Einfluss Alex‘ Gefühle und auch die von Ratte und Paul auf ihre Freundschaft haben. Ich muss aber sagen, dass die drei auf mich eher wie Schüler von vor zehn, zwanzig Jahren als wie von heute wirkten. Ihr Verhalten empfand ich oft eher als typisch für die Jugend der 90er / 2000er als der heutigen Zeit. Durch wenige Verweise wie die Jagd auf Pokemon wurde die Handlung aber im Hier und Jetzt fixiert, wodurch für mich ein etwas unstimmiger Eindruck entstand. 

    Die Handlung spitzt sich schließlich zu. Das Chaos in Alex‘ Innerem treibt sie zu immer impulsiveren Handlungen, die Grenzen testen und schließlich überschreiben. Ein mittels Foto festgehaltener Moment ist es schließlich, der Alex emotionales Kartenhaus in sich zusammenstürzen lässt. Hier findet man sich schließlich in der zu Beginn des Buches geschilderten Situation wieder und die Geschichte wird zu einem Abschluss geführt, der mich berühren konnte und dessen Botschaft ich als sehr stimmig und passend erlebte.

    „Mehr schwarz als lila“ erzählt die Geschichte von Alex, ihren beiden besten Freunden und einer Menge Gefühlen, die alles durcheinander bringen. Die ungewöhnliche, mit Stilmitteln beladene Sprache wurde für mich bald zu Alex Stimme, die von Freundschaft, Liebe und dem Erwachsenwerden erzählt. Eine ruhige und zugleich starke, authentische Geschichte, die ich sehr gern weiterempfehle.

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    buchstabentraeumerins avatar
    buchstabentraeumerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte mit Wucht, über die ich nachdenke, die mich forderte, die mir teils unerträglich war und in seiner Intensität überwältigte.
    Coming-of-Age, kantig, intensiv und fordernd

    „Diese Geschichte ist lang, und sie ist kurz, sie ist verwirrend und vertrackt, verworren ist sie auch, und manch einer würde sagen, sie ist verrückt, aber ich nicht.“ (Seite 18)

    Wenn ich über „Mehr Schwarz als Lila“ schreibe, muss ich mit dem Schreibstil beginnen. Denn er ist es, der die Story meiner Ansicht nach ausmacht. Der Schreibstil steht für die Gedankenwelt von Alex, jugendlich, manchmal widersprüchlich, unfertig und kantig, aber auch für die „vertrackte“ Geschichte, wie Alex es formuliert.

    Alex hat einen besten Freund, Paul, und eine beste Freundin, Ratte. Die drei sind unzertrennlich. Sie möchten sich von der Masse abheben, eigenständig sein, sie sind getrieben von dem Wunsch, individuell zu sein. Sie leben diesen Drang in verrückten, gewagten Spielen aus, die sie an ihre persönlichen Grenzen und die Grenzen ihrer Freundschaft treibt. In einem dieser Spiele geht Alex schlussendlich zu weit, und davon berichtet sie in abgehackten, teils unfertigen Sätzen, sie spricht frei heraus und unreflektiert. Ihr Bericht ist roh, voller Gedankensprünge und liest sich enorm holprig. Vor allem, wenn Lena Gorelik teilweise komplett gegensätzliche Aussagen mit einem „und“ verknüpft, wird es kompliziert.

    Die Autorin entwirft in ihrem Buch ein fragiles Bild von Freundschaft und geht der Frage nach, was passiert, wenn Liebe Platz in einer engen Freundschaft einfordert. Welche Dynamiken werden dann losgetreten? Grundsätzlich passiert in „Mehr Schwarz als Lila“ nicht viel, zumindest nicht, was die Handlung betrifft. Sie entsprach daher auch nicht meinen Erwartungen. Zwischenzeitlich wurde mir durch den Schreibstil sogar zu viel Bedeutung in Nichts gelegt. 

    Doch in Alex drin passiert dafür umso mehr. Was in ihrem Inneren, in ihrer Gedankenwelt, geschieht, war intensiv und aufwühlend. Ich war geradezu fieberhaft damit beschäftigt, ihr Verhalten zu interpretieren, und ehe ich es mich versah, begann ich ihre Handlungen und Worte zu analysieren, ganz so wie früher im Deutschunterricht. Wie gerne hätte ich tatsächlich eine Arbeit über dieses Buch geschrieben, kein Buch hat mich seit langem so sehr dazu angeregt.

    Charaktere „Dazwischen sind diese Blicke, von denen ich mir nicht sicher bin, ob ich nicht zu viel aus ihnen ziehe, und ob das Ziehen nicht nur ein hilfloser Versuch ist, ein Gefühl zu finden.“ (Seite 156)

    Alex ist kein sympathischer Charakter. Tatsächlich wurde sie mir im Laufe des Buches immer unsympathischer. Sie ist egoistisch und unsensibel, und ihr Verhalten hat mich teilweise richtig wütend gemacht. Gleichzeitig ist sie aber auch Träumerin, die Halt braucht und sich nach Liebe sehnt, und beides auf verschiedenen Wegen sucht. Da sind einerseits ihre Empfindungen für den Referendar, aber auch ihre Freundschaft zu Ratte und Paul.

    Was den Charakter von Alex ausmacht, ist aber sicherlich ein großer Interpretationsfreiraum. Lena Gorelik hat Alex nicht in Stein gemeißelt, vielmehr wird sich jeder Leser ein eigenes Bild von ihr machen können, zwischen den Zeilen lesen und seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen können. Das finde ich einen enorm spannenden Ansatz.

    Ratte und Paul hingegen wirken im Vergleich sehr fertig. Sie tragen sich weniger mit Zweifeln herum als Alex. Natürlich haben auch sie ihre Probleme, die Familien sind nicht perfekt, aber welche sind das schon? Von allen war mir Paul der sympathischste Charakter im Buch. Er ist ruhig, nachdenklich und feinfühlig.

    Fazit

    „Mehr Schwarz als Lila“ ist keine Geschichte, von der ich sagen kann: die habe ich gerne gelesen, sie gefiel mir gut. Doch es ist eine Geschichte mit Wucht, über die ich nachdenke, die mich forderte, die mir teils unerträglich war und in seiner Intensität überwältigte.

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    Mondprinzessinvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Anders, aber toll!
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    FionaMamivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Intensives Buch, sprachlich wunderbar anders
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    Wem Wolfgang Herrndorfs 'Tschick' gefallen hat, der lässt sich auch von Lena Goreliks philosophischer Geschichte begeistern, über die Erinnerungskultur, das Erwachsenwerden und das Anderssein.

    Ein thematisch provozierender und psychologisch fein gesponnener Roman.

    Erzählt in einer Sprache, die sich der herkömmlichen Wortinflation bravourös wiedersetzt.

    Ein schöner Roman über Gefühlsverwirrungen, Freiheit und die Bedeutung von Freundschaft.

    Gorelik formuliert sehr präzise und streckenweise brillant. Sie ist nah an ihren Figuren, sie transportiert deren Gefühle und Befindlichkeiten glaubwürdig.

    Zwischen Schuld, Scham und Selbstfindung: Lena Gorelik schreibt eindringlich über drei Jugendliche und einen schwierigen Weg zur Reife.

    Sehr differenziert, sehr facettenreich. Es gibt für jede Situation einen eigenen sprachlichen Gestus, und wie Lena Gorelik das gelingt, das ist wirklich toll.

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