Lena Gorelik Null bis unendlich

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Inhaltsangabe zu „Null bis unendlich“ von Lena Gorelik

Die 14-jährige Sanela ist neu in Deutschland. Vor dem Krieg in Jugoslawien geflüchtet, fällt ihr das Ankommen in der neuen Umgebung nicht leicht. Gut, dass es Nils Liebe gibt. Mit ihm verbindet Sanela bald eine ganz besondere Freundschaft – bis eine Reise auf den Balkan diese abrupt beendet. 15 Jahre später treffen Sanela und Nils erneut aufeinander – nicht zufällig, denn Sanela ist krank – und hat einen Sohn. Wieviel Zeit bleibt ihnen noch für ein gemeinsames Leben?

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  • Ich konnte mich nicht so richtig auf die Geschichte einlassen

    Null bis unendlich
    Buchbahnhof

    Buchbahnhof

    20. December 2015 um 17:12

    Ich muss mein Hörjahr leider mit einer nicht ganz so euphorischen Rezension abschließen. Ich wollte „Null bis unendlich“ gerne hören, weil mich der Klappentext sehr ansprach. Die Idee ist auch vom Grunde her gut. Nils Liebe und Sanela sind Außenseiter in der Gesellschaft. Er, weil er mit seiner sehr strukturierten, belesenen Art aneckt und sie, weil sie zunächst die Sprachbarriere nicht überwinden kann, aber auch, weil sie ihre Gefühle nicht im Griff hat. Sanela ist extrem in ihren Gefühlen, die sich vor allem in Wut und Hass zu äußern scheinen. Sie ist unglücklich mit ihrem Leben und versucht dieses sogar zu beenden. Lena Gorelik hat sowohl mit Nils, als auch mit Sanela Protagonisten geschaffen, die Tiefe aufweisen und ihren ganz eigenen Kopf haben. Sie haben Struktur und wissen ihre Persönlichkeit dem Leser zu zeigen. Problematisch war  für mich, dass der fast schon nüchterne Schreibstil irgendwann anfing mich ein bisschen zu langweilen. Ich hatte ungefähr nach der Hälfte des Hörbuches irgendwie genug von Nils und auch von Sanela. Sie schafften es irgendwann einfach nicht mehr, mich zu berühren. Die Geschichte insgesamt ist wirklich gut geschrieben und sehr tiefgründig. Man muss sich allerdings wirklich auf sie einlassen können, was mir irgendwann nicht mehr gelang. Der Sprecher, Shenja Lacher, passte für mich hervorragend zu diesem Buch. Auf dem Klappentext des Hörbuches steht, dass er die Geschichte berührend, aber ohne Pathos erzählt. Ich würde sagen, dass es das sehr gut trifft. Er schafft es, den Schreibstil der Autorin mit einer passenden Betonung zu füllen. Ich vergebe 3 Sterne, ich muss allerdings gestehen, dass es auch 2, 4 oder 5 sein könnten. Ich weiß es einfach nicht wirklich. Ich habe das Gefühl, dass ich diesem Buch Unrecht tue. Vielleicht ist es für mich derzeit nicht die richtige Zeit für diese Geschichte. Von daher würde ich euch raten: Wenn euch das Buch anspricht, verschafft euch selbst einen Eindruck.

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  • Lena Gorelik - Null bis Unendlich

    Null bis unendlich
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    30. October 2015 um 06:26

    Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien zwingt die jugendliche Sanela ihre Heimat zu verlassen. Ihre Mutter ist schon vor Jahren dem Krebs erliegen und der Vater nun den Umständen des Krieges. Bei einer Tante findet sie Unterschlupf in Deutschland, das ihr nicht nur sprachlich sehr fremd ist. Doch in Nils Liebe findet sie einen Freund, der ihr das Ankommen erleichtert und ebenso wie sie nicht leicht Zugang zu anderen Menschen findet. Sie brauchen nicht viele Worte, um sich zu verstehen. Eine gemeinsame Reise in Sanelas Vergangenheit bringt jedoch einen jähen Bruch und es wird über zwanzig Jahre dauern, bis diese Freundschaft erneuert und zu etwas wird, das man Liebe nennen könnte. Lena Gorelik hat keine klassische Liebesgeschichte geschrieben, die von jugendlicher Zuneigung ins Erwachsenenalter gerettet wird. Dafür sind die Protagonisten Sanela und Niels, ebenso wie Sanelas Sohn zu eigen in ihrem Charakter. Hier wird nicht überschwänglich geliebt, starke Gefühlsausbrüche erlebt man nur beim Hass. Es ist aber auch keine rein zerstörerische Art der Liebe, auch wenn Sanelas im Laufe der Geschichte immer mehr zum Berserker wird. Faszinierend ist das blinde Verständnis, das ohne die großen Worte und Zuneigungsbekundungen auskommt, die kleinen Zeichen und Gesten, die auch mal nicht stattfinden. All dies wird von der Stimme des Erzählers – und dies auch im Hörbuch sehr überzeugend umgesetzt – begleitet und kommentiert, nicht mit ironischem Abstand, sondern fast zu nüchtern, was immer wieder zu Brüchen führt, die jedoch die Besonderheit dieser Beziehung nur noch mehr unterstreichen. Die für mich stärksten Episoden liegen in der Zeit der Jugend der beiden Protagonisten, das Kennenlernen und vor allem die verhinderte Kommunikation durch die fehlende Sprache, die den Grundstein für diese lebenslange Zuneigung legt. Denn Sprache im üblichen Sinne werden sie nie brauchen, um das auszudrücken, was sie sagen wollen. 

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