Verliebt in Sankt Petersburg

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Inhaltsangabe zu „Verliebt in Sankt Petersburg“ von Lena Gorelik

Die Stadt für Verliebte und Kunstbeflissene, Schlaflose, Wodkatrinker und Pelzträger: Sankt Petersburg, eines der beliebtesten Reiseziele, war immer schon Opfer seiner Klischees. Lena Gorelik, selbst gebürtige Petersburgerin, greift dieses freudig auf und präsentiert uns Ergebnis ihrer Feldstudien ist diesem witzigen, sehr persönlichen Reisebuch, das keine Museenöffnungszeiten enthält, aber dafür ultimative Tips, wie Ihre Reise an die Newa bestimmt unvergesslich wird.
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  • Eine Petersburgerin erzählt...

    Verliebt in Sankt Petersburg
    MissRose1989

    MissRose1989

    03. January 2014 um 20:05

    Lena Goreliks Roman "Verliebt in Sankt Petersburg" ist ein amüsanter Roman rund um eine Reise der Autorin mit ihrem Bekannten Jost, der sie auf der Reise begleitet.  Besonder schön an dem Buch fand ich, dass man auch Ecken von Sankt Petersburg auf eine lesende Art besucht, die man als Tourist eigentlich nicht besucht.  Jost und die Icherzählerin Lena Gorelik, durch dessen Augen der Leser schaut, verbringen eine interessante und rasante Zeit in Sankt Petersburg. Sie wohnen bei dem Cousin von Lena und sind auch oft bei den Verwandten von Lena zu Besuch. Besonders witzig ist, dass Josh kein Russisch spricht und deswegen muss Lena sich zwischen Übersetzen, Antworten und Spielen mit den Neffen zerteilen, tut dies aber ohne groß zu murren.  Man lernt in diesem Buch auch wahnsinnig viel über das Leben in Sankt Petersburg und seine Einwohner und auch über die Rivalität zwischen Sankt Petersburg und Moskau.   Der Stil von Lena Gorelik ist wirklich witzig und leicht zu lesen. Ihre Art ihre Reise und auch ihre Verwandten zu beschreiben ist wirklich unnachahmlich. Sie erklärt auch innerhalb des Buches immer wieder russische Eigenheiten, die einem sonst so nicht unterkommen. Sie macht auch immer wieder Unterscheide zwischen dem neuen und dem alten Russland und schildert auch immer wieder Momente aus ihrer eigenen Kindheit in Sankt Petersburg. Man merkt in dem ganzen Roman, dass Lena Gorelik mit Leib und Seele Petersburgerin ist - und auch wahnsinnig stolz darauf. Sie zeigt "ihre" Stadt wahnsinnig gerne, kennt Ecken und Tricks, die das Leben in Petersburg noch interessant machen.  Wer nach Sankt Petersburg will oder begeistert von Russland ist, sollte sich diese Buch nicht entgehen lassen. Es ist besser als ein Reiseführer... Fazit:  Ein amüsanter Roman über Sankt Petersburg, der im unnachahmlichen Stil von Lena Gorelik geschrieben ist. Man lernt Sankt Petersburg von einer Seite kennen, die einem sonst vielleicht verborgen bleibt.

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  • Rezension zu "Verliebt in Sankt Petersburg" von Lena Gorelik

    Verliebt in Sankt Petersburg
    Clari

    Clari

    11. June 2010 um 10:54

    Hommage an die königliche Stadt Sankt Petersburg. In ihrer unnachahmlich komischen Erzählweise berichtet Lena Gorelik über eine Reise nach Sankt Petersburg, jener Stadt, in der sie geboren wurde. Eines Tages macht sie sich mit ihrem besten Freund Jost auf, um die beliebte Touristenstadt zu besuchen. Bei ihren Verwandten werden sie wohnen können und das russische Leben von innen betrachten. Es so ganz verschieden vom Leben im Westen! Jost und die Icherzählerin werden sogleich nach der Ankunft über die Reise, die Fluggesellschaft und ihr Leben mit einander befragt. Wie kann man mit einem Freund verreisen, mit dem man nicht zusammenlebt? Werden sie heiraten? Was für ein Hochzeitskleid wird sie tragen? Wo ist Peter, ihr Freund, geblieben? Antworten werden nicht abgewartet,--man bestürmt sie geradezu mit Erwartungen, denen sie und Jost überhaupt nicht gerecht werden können. So weit sie überhaupt dazu kommen, eine Frage zu beantworten, stürzt gleich der ganze Schrecken der Andersdenkenden über sie herein. Man muß doch heiraten, man darf doch keine alte Jungfer werden...... Und wie sieht erst die Wohnung aus, in der sie bei einem Cousin unterkommen....... Lena Gorelik nutzt ihre Reisebeschreibung, um gutmütig, leicht ironisch und witzig die Kontraste zwischen dem alten/ neuen Russland und dem Westen sichtbar werden zu lassen. Nicht das touristisch attraktive Stadtbild gibt den Plot, sondern die Innenansicht des alltäglichen Lebens in Russland mit allen Vor - und Nachteilen werden ausgeleuchtet. In Russland gibt es bestimme Riten, mit denen man dem Aberglauben frönt; sie werden ebenso wie der Gegensatz zwischen einer Dienstleistungsgesellschaft, wie wir sie im Westen erleben, und der Unfreundlichkeit beim Einkauf in der langjährigen russischen Zwangswirtschaft amüsant, konkret und mit sehr komischen Beispielen belegt. Hier lebt und liebt das gutmütige, gastfreundliche aber an alten Ritualen und Gegebenheiten festhaltende Volk des Ostens, dort sehen wir das freundliche Gesicht dienstbarer Geister im Westen. Letztere sind mit ihren Gedanken nicht immer bei ihrem Gegenüber, sondern denken vielleicht gerade an Familie, Beruf und das Mobbing in der Firma. Wodkatrinken gehört zur russischen Kultur und ist nicht mit dem Saufen gleichzusetzen. Toasts müssen nach bestimmten Regeln ausgesprochen werden. Die Liebe zum Volk und zu allem, was dazu gehört, wird erwartet, und die Höflichkeit gebietet, das auch jederzeit zum Ausdruck zu bringen. Jost hat viel gelernt, wenn er mit Lena nach Deutschland zurückkehren wird! Wir bekommen den Glanz und die Sturheit eines geduldigen Volkes vorgeführt, das mit Herz und Seele bei den Menschen ist, während um den Menschen im Westen ein kalter Hauch zu spüren ist. Lena Gorelik kennt sich gut aus im Seelenleben ihres Herkunftsvolkes. Auch ihre neue Heimat kann sie in gleicher Weise mit spitzer Feder karikieren. Alles in allem ist ihre Reisebeschreibung eine Liebeserklärung an Petersburg! Das Buch liest sich amüsant und anregend, und man bekommt Lust, auch einmal aus dieser Sicht eine Reise zu wagen. Land und Leute nach den unterschiedlichen Charaktermerkmalen zu inspizieren und mit Belustigung das Für und Wider der einen und der anderen Lebensweise gegen einander abzuwägen. Die Innenschau einer Lena Gorelik wird einem dabei allerdings verwehrt bleiben! Lena Goreliks zweiter Roman „ Hochzeit in Jerusalem“ war für den Deutschen Buchpreis 2007 nominiert.

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  • Rezension zu "Verliebt in Sankt Petersburg" von Lena Gorelik

    Verliebt in Sankt Petersburg
    sumsidie

    sumsidie

    18. March 2010 um 17:14

    Unter Leuten, die gerade Russisch lernen scheint dieses Buch sehr beliebt zu sein. Und wahrlich gibt es einen lockeren Einblick in die russische Kultur, die der Leser mit Hilfe von Lena kennenlernt. Lena ist russischer Abstammung und bereist nach Jahren ihre Heimat.Sie erweckt dabei mehr den Eindruck eines Touristen mit sehr guten Russischkenntnissen als jemand, der tatsächlich dort gelebt hat und deshalb in der Lage ist einen Vergleich Deutschland -Russland aufstellen zu können. Kein Wort fällt zu Korruption, Gewalt, dem aktuellen politischen Geschehen. Für mich handelt es sich deshalb eher um einen seichten Urlaubsbericht als einen ernsten Versuch St.Petersburg, das Land, die Leute oder die Kultur vorstellen zu wollen.

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  • Rezension zu "Verliebt in Sankt Petersburg" von Lena Gorelik

    Verliebt in Sankt Petersburg
    yvchen

    yvchen

    29. January 2009 um 21:37

    Lena und Jost, wie gern würd ich mit den beiden mal nen Kaffee trinken. Sehr witzige, lebensnahe und unterhaltsame Erzählung einer Petersburg-Reise. Jetzt fürchte ich mich noch mehr vor der Abzocke, aber mag die russische Herzlickeit gern. Tja, ich werde trotzdem einreisen, aber lieber mit russischer Begleitung. Schade, dass das Buch so dünn ist, denn ich hätte noch Tage weiterlesen können.