Lena Hach Nichts wünsche ich mir mehr

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Inhaltsangabe zu „Nichts wünsche ich mir mehr“ von Lena Hach

Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus?
Ernst, komisch, unwiderstehlich erzählt Lena Hach davon, wie nah Anderssein und Normalsein beieinander liegen – wenn man sich dem Leben und der Liebe öffnet.

Ungewöhnlicher Schreibstil, aber außergewöhnlich gutes Buch. Hat mir sehr gut gefallen!

— Claudia107

Tolle, berührende Geschichte!

— uffi1994

ein interessantes Thema, eine schöne Liebesgeschichte...

— Twin_Kati

Haare- ein Zeichen für Individualität, ein Symbol für Schönheit- ein Thema des Buches, das zum Nachdenken einlädt

— Buchraettin

Die Geschichte eines jungen Mädchens, dass an Alopezie erkrankt und einen Weg finden muss, damit klarzukommen. Empfehlenswerter Jugendroman

— Ruffian

Eine Geschichte mit einem ernsteren Thema, die mich sehr begeistern konnte.

— Vanessa_Noemi

Ein schönes Jugendbuch über die erste Liebe, eine außergewöhnliche Krankheit und Selbstakzeptanz.

— RDooDoo

Ein sensibles Thema, das hervorragend umgesetzt wurde!

— Tensiar

Ein tolles Buch mit einem sensiblen Thema

— nellsche

Ein sehr sensibles Thema ergreifend, realistisch und eindringlich umgesetzt!

— Julie209

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  • Nichts wünsche ich mir mehr - Lena Hach

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Katykate

    30. July 2017 um 11:55

    Romane über totkranke Jugendliche gibt es viele – so viele, dass die meisten sie kaum noch sehen können. Aus diesem und vielen anderen Gründen war »Nichts wünsche ich mir mehr« eine schöne Abwechslung. Denn hier geht es um Katharina, die zwar nicht totkrank ist, aber dennoch eine Krankheit hat, die ihr Leben stark beeinflusst.Von heute auf Morgen bemerkt sie, dass ihr an einigen Stellen auf ihrem Kopf die Haare ausgehen. Ein Arztbesuch bringt dann die Schockdiagnose: Alopecie. Ein extremer Haarausfall und in Katharinas Fall so schlimm, dass ihre Haare wahrscheinlich nie ganz nachwachsen werden.Sie macht ein Geheimnis daraus, zu groß ist die Angst vor den Reaktionen der Mitschüler. Nicht einmal ihren besten Freundinnen erzählt sie davon, sodass sie sich immer einsamer fühlt. Als ihr Schwarm dann plötzlich Interesse zu zeigen scheint, bringt sie dazu, vor allem und jedem zu flüchten und sich in sich zu verschließen.Wir alle haben sogenannte Problemzonen, die wir nicht zeigen wollen, für die wir uns vielleicht sogar schämen. Das ist wohl durchaus menschlich. Umso mehr hat mich Katharinas Schicksal fasziniert. Im jungen Alter, mitten in der Highschool, muss sie lernen damit umzugehen, keine Haare mehr zu haben. Weder auf dem Kopf, noch im Gesicht, noch sonst irgendwo auf ihrem Körper.»Nichts wünsche ich mir mehr« ist ein Buch über die kleinen und vor allem großen Probleme, die ein Teenagerleben mit sich bringen kann. Es ist niederschmetternd und wieder aufbauend. Es macht Mut. Und vor allem ist es herzzerreißend. Die Handlung erreicht nämlich ihren Gipfel, als Katharina merkt, dass bereits alle Bescheid wissen. Jeder weiß von ihrer Krankheit und jeder bemitleidet sie oder macht sich über sie lustig. Sie merkt es aber erst an einem Abend, der mir im wahrsten Sinne das Herz aus der Brust gerissen hat.Aber das Buch ist auch süß und lustig. Vor allem wegen Jasper, einem Jungen, der auf den ersten Schein so normal wirkt, aber eigentlich etwas ganz besonderes ist. Seine tolle Art strahlt sogar bis durchs Buch. Er sieht „Katha Katharina“ ohne das Kopftuch, ohne die tatowierten Augenbrauen, ohne die Krankheit, von der sie sich so bestimmen lässt. Und er zeigt ihr das auf unterschiedliche Arten, die so unglaublich süß und atemberaubend sind, dass einem beim Lesen das Herz dahinschmilzt. Und ein Schmunzeln hier und da bleibt auch nicht aus. Fazit»Nichts wünsche ich mir mehr« ist definitiv eine emotionale Achterbahnfahrt – von emotional niederschmetternd, bis enthusiastisch lachend. Es ist ein Buch über Selbstbewusstsein, Selbstwahrnehmung, Familie, Freundschaft, Liebe und vielem mehr. In diesem Buch steckt eine ganze Menge, der bloße Worte nicht gerecht werden würden.

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  • Leserunde zu "Nichts wünsche ich mir mehr" von Lena Hach

    Nichts wünsche ich mir mehr

    LenaH

    Hallo da draußen!Mensch, ich freu mich! Am 6. Februar erscheint mein neues Jugendbuch "Nichts wünsche ich mir mehr", das mir richtig am Herzen liegt. Genau bis zu diesem Datum läuft übrigens auch die Bewerbungsphase für die Leserunde. Mein lieber Verlag stellt für die Verlosung zehn Bücher zur Verfügung, die ich gern signiere und für euch eintüte. Wer mitmachen mag, verrate einfach mal, was er sich just in diesem Moment gerade wünscht. (In meinem Fall: Sonne!)Vorher verrate ich noch, worum es in dem Buch geht. Nämlich um Katha, die mit der Diagnose "Alopezie" konfrontiert ist. Ein Leben ohne Haare? Das kann und will Katha sich einfach nicht vorstellen. Niemand soll etwas merken, vor allem nicht der schöne Jasper. Doch der lässt sich nicht so leicht abwimmeln und lässt sich so einiges einfallen, um Katha zum Lachen zu bringen ...

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  • Ein Leben ohne Haare

    Nichts wünsche ich mir mehr

    buecherwurm1310

    26. March 2017 um 09:39

    Katha ist erst sechzehn Jahre, als sie die Diagnose „Alopezie“ erhält. Es ist fürchterlich für sie und natürlich ist sie niedergeschlagen. Außerdem schwärmt sie für Jasper, der an ihrer Schule ist, und bei dem sie sich kaum Hoffnungen macht. Dann zerstört die Diagnose auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung. Obwohl die Geschichte tiefgründig ist, liest sich das Buch sehr angenehm und Kathas Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt. Dabei geht es nicht nur tieftraurig zu. Wen würde eine solche Diagnose nicht niederschmettern. Besonders schlimm aber ist es für ein Mädchen in dem Alter, dass sich ja erst selbst noch finden muss. Wir können miterleben, wie Katha versucht, ihr Problem zu vertuschen und wie sie mit der Zeit immer besser damit fertig wird und die Sache sehr offensiv angeht. Dabei hat sie die Unterstützung von Familie und Freunden und ganz besonders Jasper hilft ihr mit Mitgefühl und ungewöhnlichen Aktionen. Aber natürlich gibt es auch die anderen, die über sie herziehen. Alle Charaktere sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Aber besonders gut hat mir Jasper gefallen, der den richtigen Weg findet, um Katha aufzubauen Dieses Buch hat mich wirklich angesprochen. Es ist eine Mutmach-Geschichte verpackt in eine Liebesgeschichte, die sehr gut über die Krankheit „Alopezie“ informiert. Ein lesenswertes Buch!

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  • Mal ein Thema was ich so noch nicht gelesen habe...

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Twin_Kati

    24. March 2017 um 22:42

    Der Titel passt wirklich gut zu der Geschichte, das Cover an sich spiegelt gut wieder was sich Katha am meisten wünscht, nämlich Haare. Ich denk für jedes Mädchen wäre solch eine Diagnose irgendwie ein Schock. Katha war mir immer sehr sympathisch, auch mit ihrem Schicksal ist sie ganz gut umgegangen, denn ich glaub so würde sich am Anfang jeder verhalten, dass er versucht das "Problem" zu verstecken.  Elias hat mit echt überrascht, aber genaueres kann ich dazu garnicht sagen, das würde zuviel verraten. Auch die anderen Nebencharaktere haben mir im großen und ganzen wirklich gut gefallen. Etwas Abwechslungsreichen hätten meiner Meinung nach die Handlungen noch sein können. Aber trotzdem hab ich mich gut unterhalten gefühlt und es war mal Interessant sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Für mich war der Schreibstil gut und flüssig zu lesen.

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  • Haare- ein Zeichen für Individualität, ein Symbol für Schönheit- ein Thema zum Nachdenken

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Buchraettin

    24. March 2017 um 07:20

    Haare- ein Zeichen für Individualität, ein Symbol für Schönheit. Es beginnt mit Haarausfall, einzelne Strähnen, doch dann werden daraus Büschel- Büschel an Haaren. Nun bekommt dieser Haarausfall einen Namen – Alopezie. Für Katha bricht eine Welt zusammen. Dabei hat sie gerade einen Jungen kennengelernt, sie geht zur Schule, sie hatte Pläne- doch wie soll das gehen, ohne Haare? Das Thema Haare, Haarverlust. Haare sind eine Art Synonym für Schönheit, ein Ausdruck der Persönlichkeit. Bei der Protagonistin fallen sie aus, aufgrund einer Erkrankung. Sie ist in der Pubertät, Aussehen ist wichtig. Anfangs versucht sie noch die Stellen zu verstecken. Das Styling erobert den Lebensalltag. Doch dann fallen sie aus, als Büschel. Sie erzählt als Ich – Erzählerin. Ich mag diese Perspektive, da ich da immer sehr nah an der Figur, ihren Gedanken und Gefühlen sein kann. Wie geht sie mit dem Verhalten der Mitschüler um? Das ist auch ein Thema, das wirklich auch zum Diskutieren und auch Nachdenken über das eigene Verhalten anregt, wie reagiert die Öffentlichkeit, jeder Einzelne von uns? Ein Thema, das nachdenklich macht. Sie beschreibt hier im Laufe der Geschichte, wie sie ihr Leben verändert. Ihr Verhalten, ihre Körperhaltung, alles darauf ausgerichtet, das niemand etwas bemerkt. Wie verhält sich der Einzelne, wenn einem ein Mensch begegnet mit einer Krankheit, Behinderung, ein Frau ohne Haare. Es ist ein Buch mit einem Thema, das einen dazu bewegt auch das eigene Verhalten im Alltag zu überdenken. Für mich wäre das hier auch ein Buch, das ich mir gut im Schulunterricht vorstellen kann. Ein Thema, das auch mit Toleranz zu tun hat. Mir fehlte ein wenig der Zugang zur Figur. Sie blieb mir zu sehr auf Distanz und mir kam es auch so vor, als ob das diese kurzen Sätze der Geschichte auch fördern. Auf mich wirkte die Geschichte dadurch etwas kühl, ich hatte so auch eine Distanz zu Katha, das fand ich ein wenig schade. In die Geschichte eingewoben ist auch eine zarte Liebesgeschichte, die alles ein wenig auflockert. Ein nachdenklich machendes Buch mit einem ernsten Thema, das zum Nachdenken und auch Diskutieren anregt.

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  • Alopezie

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Natalie77

    09. March 2017 um 07:48

    Inhalt:Kathas Haare fallen ihr aus. Bekannt als Kreisrunder Haarausfall, in der Medizin Alopezie genannt. Sie ist am Boden zerstört. Schließlich gibt es da diesen Jungen, der wird sie so nicht wollen und ihre Schulkameraden werden sich die Mäuler zerreißen. Das Szenario wenn jemand etwas merkt stellt Katha sich grausam vor.Meine Meinung:Lena Hachs Geschichten waren bisher immer unterhaltsam mit einem tiefsinnigen Kern. So auch hier, geht es doch um ein Mädchen das unter Kreisrundem Haarausfall leidet. In einem Alter in dem man sich und den anderen gefallen möchte wird es ihr unnötig schwer gemacht. Ein Einschnitt in ihrem Leben den sie erst einmal verkraften muss und dabei kann der Leser sie begleiten.Der Einstieg beginnt kurz nachdem ihr Bruder die ersten kahlen Stellen entdeckt hat. Es wird nur berichtet das sie vor dem Ausbruch der Krankheit viel lebhafter und spontaner war. Man erfährt viel über die Krankheit, aber gut verpackt in einer Liebesgeschichte, so dass man die ganzen Infos nicht als langweilig empfindet. Die Liebesgeschichte selbst ist mit viel Gefühl erzählt. Beides zusammen fesselte mich sehr und sorgte dafür das ich das Buch fast in einem Rutsch durch las.Die Figuren sind mit viel Gefühl und Tiefe ausgestattet. Wirklich fiese Charaktere gibt es nicht. Vielleicht übermütige Jugendliche und Laberbacken, aber das ist die Minderheit.Katha war bis zum Ausbruch ihrer Krankheit eine ganz normale Jugendliche. Mit Träumen und Vorstellungen. Dann hat sie das Gefühl die kahlen Stellen immer verstecken zu müssen und wirkt verkrampft. Sie hatte beste Freundinnen und doch erzählt sie ihnen nichts, sie schämt sich vor jedem. Nur ihr Bruder darf ihre Glatze sehen. Und trotzdem empfinde ich sie als stark. Sie verkriecht sich nicht auch wenn sie das oft möchte. Sie kämpft, probiert aus und lebt ihr Leben weiter, auch wenn es, für sie, kein wirklich gutes Leben ist.Jasper macht ihre Situation erträglicher und komplizierter. Erträglicher weil er sie aufbaut. Komplizierter weil sie sich nicht vorstellen kann das er mit einem Mädchen mit ihrem Makel zusammen sein möchte. Jasper war für mich eine Figur mit viel Fingerspitzengefühl. Er hat mich für sich eingenommen.Genauso die Freundinnen von Katha. Sie gebe ihr den nötigen Halt auch wenn sie nichts von Kathas Schicksal wissen. Man merkt aber gleich das sie ein enges Verhältnis haben, was nichts und niemand kaputt machen kann.Es gibt noch mehr Figuren. Die Eltern, die ganz unterschiedlich reagieren. Die Mutter mit Aktionismus, der Vater mit Schweigen. Beides sehr verständlich und nicht übertrieben. Dann noch ihr Bruder Henri, derjenige der sie behandelt wie eh und je. Außerdem den Kindergartenfreund Elias, den ich bis zum Ende nicht wirklich einschätzen konnte.Am Ende steht ein Buch das Betroffenen gewiss Mut machen kann, das Unwissenden einiges erklärt und das gut verpackt in einer schönen Geschichte unterhaltsam und lehrreich ist. Nicht nur was die Krankheit angeht, sondern auch was den Umgang Miteinander angeht.

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  • Diagnose Alopezie - eine einfühlsam und unterhaltsam erzählte Geschichte

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Ruffian

    05. March 2017 um 17:17

    Zitate"Die Krankheit tut noch mehr. Sie rüttelt an den Festen des Selbstbilds. An dem man jahrelang gesessen hat, mit feinem Pinselstrich. Ein Bild, das man mag oder auch nicht. Es ist nicht wichtig, denn die Hauptsache ist: Man kennt das Bild. Und nun soll alles anders sein?"".... Mein Aussehen lenkt ab von der, die ich wirklich bin, denke ich. Aber wer bin ich eigentlich, jetzt, in diesem Moment? Und wer bin ich morgen? Oder: Wer will ich sein? (Wer kann ich noch sein?)"Infos zur KrankheitAlopecia Areata ist eine ungefährliche Haarausfall-Erkrankung die ohne Vorwarnung und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten kann. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 1-1,5 Mio. Menschen davon betroffen sind, wobei nur bei etwa 10% der Betroffenen der Totalverlust der Kopf- und Körperbehaarung eintritt.Quelle: https://www.aad-ev.de/%C3%BCber-alopecia/Meine EindrückeVon der ersten Seite an hat mir die Geschichte gefallen. In lockerer und jugendlicher Sprache erfährt man, wie Katharinas Leben sich durch die Diagnose und den immer weiter fortschreitenden Verlust der Haare verändert. Es ist ein Schock und sie kann sich zuerst gar nicht vorstellen, wie ihr Leben künftig aussehen soll. Ihre größte Angst besteht darin, dass jemand etwas davon bemerkt. Wie werden ihre Freundinnen und ihre Mitschüler reagieren? Und wird sich jemals ein Junge in ein Mädchen mit Glatze verlieben? Am liebsten würde sie das Haus gar nicht mehr verlassen.Zum Glück hat Katha eine ganz wunderbare Familie und gute Freundinnen, die ihr zur Seite stehen. Glaubwürdig wird erzählt, was in Katha vorgeht, welche Gedanken und Ängste ihr durch den Kopf gehen. Auf den ersten Schock folgt die Suche nach einer Therapie oder einem Heilmittel, egal was man dafür in Kauf nehmen muss. Wie weit ist man bereit zu gehen, damit eine geringe Möglichkeit besteht, dass wieder Haare wachsen?In unserer Zeit wird man oft nach seinem Aussehen beurteilt und ohne Haare fällt eine Frau einfach auf. Die Mitschüler tuscheln und dauernd wird man angestarrt. Damit muss man lernen klarzukommen und das ist nicht einfach. Katha lernt, dass es verschiedene Wege gibt mit der Erkrankung umzugehen und sie muss für sich selbst entscheiden, welcher der richtige für sie ist. Soll sie eine Perücke tragen, die so aussieht wie ihre alte Frisur, oder will sie sich jeden Tag mit einem neuen Look und einer anderen Perücke präsentieren, oder gar oben ohne gehen und sich wie Sinead O'Connor stylen? Wer will sie künftig sein und wie will sie wahrgenommen werden?Obwohl es kein leichtes Thema ist, war das Buch nicht schwermütig. Oft wird die Handlung durch humorvolle Dialoge oder Erlebnisse aufgelockert. Die Balance zwischen Kathas ganz persönlichem Drama und unterhaltsamen Passagen ist perfekt gelungen.Fazit: Die Geschichte eines jungen Mädchens, das an Alopezie erkrankt und einen Weg finden muss, damit klarzukommen - einfühlsam und kurzweilig in jugendlicher Ausdrucksweise erzählt.

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  • Nichts wünsche ich mir mehr

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Vanessa_Noemi

    02. March 2017 um 19:21

    Inhalt:Nach der Diagnose Alopezie stürzt Kathas Welt in sich zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Doch der lässt nicht locker und fordert Katha immer wieder heraus. Soll Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus?Meine Meinung:Das Thema des Buches fand ich schon von Anfang an unglaublich spannend. Ich hatte so meine Probleme in die Geschichte hinein zu kommen, da es viele Sprünge gibt von Heute zu vorher und dann plötzlich wieder zurück. Das hat den Lesefluss am Anfang ein wenig gestört. Je länger ich jedoch gelesen habe, desto besser wurde es und die Geschichte lies sich immer flüssiger lesen.Die Hauptprotagonistin Katha muss sehr stark sein und ist dies meiner Meinung nach auch. Ich konnte in vielen bis allen Situationen verstehen, wieso sie so gehandelt hat und das hat sie mir sehr sympathisch gemacht. Die Geschichte ist sehr Lebensnah geschrieben und ich hatte nie das Gefühl, dass irgendetwas unlogisch oder unwahrscheinlich war. Auch die Beziehung, die ich zwischen Katha und Jasper aufgebaut hat, hat mir unglaublich gut gefallen, hat aber das ursprüngliche Thema nicht in den Schatten gestellt, was mir auch noch sehr wichtig war. Die Liebesgeschichte ist nicht zu kitschig und auch nicht zu plump, sondern einfach perfekt in das ganze Buch eingearbeitet.Mir hat sehr gefallen, dass wir Leser einen Einblick in Kathas Psyche hatten und lesen konnten, was in ihr vorgeht und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatte. Da ich noch nie ein Buch in diese Richtung gelesen habe, bin ich völlig ahnungslos in die Geschichte und das Thema gestolpert und sie hat mir wirklich gut gefallen.   Fazit:Wer sich von den anfänglichen Schwierigkeiten nicht unterkriegen lässt, hat ein tolles Buch vor sich mit viel Tiefgang, aber auch viel Witz und Charme.

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  • Schön!

    Nichts wünsche ich mir mehr

    RDooDoo

    22. February 2017 um 17:52

    Als Katha die Diagnose Alopezie stürzt für sie die Welt zusammen. Wie soll sie nur ohne Haare weiterhin von ihren Mitschülern respektiert werden – geschweige denn einen Freund finden? Eine toughe Protagonistin? Check. Eine Geschichte, die dich sowohl entsetzt sowie zum Lachen bringt? Check. Eine gut recherchierte Krankheit, die nicht verherrlicht wird? Check. Ein angenehmer Schreibstil? Check. Klar, anfangs hatte ich ein paar Startschwierigkeit. Besonders am Beginn des Buches fiel es mir etwas schwerer mich auf Katha einzulassen, da es häufige Zweitwechsel gab. Das legte sich mit der Zeit und so konnte ich ganz entspannt Kathas Geschichte folgen, die gleichzeitig schön wie schlimm ist. Sehr feinfühlig geht Lena Hach auf die Ängste Kathas ein und schafft es uns diese sehr authentisch zu vermitteln. Nach den ersten Kapiteln ist Katha ein durch und durch greifbarer Charakter, den man gerne an die Hand nehmen und trösten würde. Jedoch ist das Buch sehr auf Katha fixiert und die Nebenfiguren bleiben deshalb teilweise doch sehr blass. Besonders Jasper, der Love Interest, bleibt am Anfang doch sehr uneindeutig. Bis zum Ende ist sein Motiv, warum er sich anfangs an Katha anheftet, doch sehr uneindeutig. Aber ich kann euch versprechen: Jasper ist genial :) Er hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht. Auch andere Charaktere wie etwa Henri und Tiffy waren einfach super und haben das Gesamtbild eines schönen Jugendbuches vervollständigt. Die Handlung geht recht flott voran, zieht sich nicht, hält sich auch nicht mit unwichtigen Details auf. Normalerweise bin ich kein Fan von solchen kurzen „Abschnitten“, da ich das Gefühl habe, dass einfach die Charakterentwicklung o.Ä. zu kurz kommt, aber dies war hier keineswegs der Fall. Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Auch die Jugendsprache hat recht gut gepasst und war nicht so erzwungen, wie bei manch anderen Büchern ;) Insgesamt ist >Nichts wünsche ich mir mehr< ein schönes Jugendbuch über die erste Liebe, eine außergewöhnliche Krankheit und Selbstakzeptanz.   

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  • Rezension zu "Nichts wünsche ich mir mehr" von Lena Hach

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Tensiar

    21. February 2017 um 18:09

    Alopezie ist ein Begriff, von dem man nur selten hört. Mir persönlich war die Krankheit zwar bekannt, viele Informationen über sie hatte ich allerdings nicht. Dies änderte sich allerdings mit diesem Roman. Die sechzehnjährige Katha leidet nämlich unter dieser Erkrankung, bei der man nach und nach seine Haare verliert. Abgesehen davon ist sie kerngesund, dennoch beeinflusst die Diagnose ihr gesamtes Leben. Im Vordergrund steht die Sorge „Was ist, wenn jemand etwas merkt?“ Aus Kathas Sicht erfährt man, welche Konflikte und Probleme es mit sich bringt als junge Frau in einer Welt zurechtzukommen, wenn man sich äußerlich von den anderen unterscheidet. Aus der Ich-Perspektive werden ihre Gedanken und Gefühle, Ängste, Sorgen und Zweifel perfekt beschrieben. Der Anfang war für mich etwas holprig, aber das verging schnell. Katha ist eine sympathische Protagonistin, ihre Gefühlswelt wird hervorragend geschildert, was es mir erleichtert hat mich in ihre Situation hineinzuversetzen, die man ansonsten als Außenstehender wohl kaum nachvollziehen kann. Neben ihrer Krankheit spielen aber noch alltägliche Themen wie Familie, Freunde und die erste Liebe eine Rolle. Selbstverständlich belagert ihre Alopezie alle diese Punkte. Man selbst wird sensibel an das Thema herangeführt. Der Verlauf und die Geschehnisse sind allesamt authentisch und können nachvollzogen werden. Mein Fazit: Dieses Buch ist in jedem Fall lesenswert! Alopezie ist eine Krankheit über das immer noch viel zu wenig gesprochen wird. Mit Nichts wünsche ich mir mehr erhält man nicht nur einen Einblick in dieses Thema , sondern wird meiner Meinung nach generell dazu angeregt Toleranz zu zeigen und gesellschaftliche Konventionen hinsichtlich Äußerlichkeiten zu überdenken.

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  • Nichts wünsche ich mir mehr --> sehr ergreifend umgesetzt!

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Julie209

    21. February 2017 um 11:38

    „Nichts wünsche ich mir mehr“ von Lena Hach (12,95€, erschienen am 30.01.17 bei Beltz & Gelberg)   Katharina, genannt Katha, wird auf einmal persönlich mit der Krankheit Alopezie konfrontiert. Ein Leben ohne Haare kann sie sich gar nicht vorstellen. Es beginnt ein Versteckspiel. Sogar vor ihren besten Freundinnen hält sie den Haarausfall geheim. Von nun an beschäftigen sie Fragen wie, sitzen die vielen Klammern im Haar richtig, so dass die kahlen Stellen verdeckt sind. Perücke ja oder nein? Sieht man den Unterschied? Und dann ist da auch noch Jasper, der doch sicher keine Freundin ohne Haare möchte, oder?   Das Thema hat mich (auch aus persönlichen Gründen) direkt angesprochen und das Cover ein echter Hingucker! Die Autorin hat es geschafft, so ein sensibles Thema ergreifend, realistisch und eindringlich umzusetzen. Es ist medizinisch wie auch emotional gut recherchiert, was es für mich noch viel ergreifender gemacht hat. Als Leser lernt man Katha schnell kennen und lieben. Man versteht ihre Gefühle, man weint oder lacht mit ihr. Ihr solltet also Taschentücher bereit halten. Den Schreibstil möchte ich hier auch einmal besonders hervorheben. Die Worte sind mit Bedacht gewählt, es gibt viele tolle Wortspiele und auch beim erneuten Lesen so viel zu entdecken. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, denn es ist einfach für jeden etwas: Ein ergreifendes Thema, eine Liebesgeschichte, die Suche nach dem Weg im Leben, Freundschaft und Familie. Die Nebencharaktere erhalten nicht ganz so viel Gestalt wie Katha, aber sie wachsen einem im Laufe der Geschichte teilweise ziemlich ans Herz. Am Ende des Buches war ich wirklich traurig, dass es schon vorbei ist, dennoch war der Zeitpunkt gut gelegt. Rückblickend finde ich es schön, dass es nicht nur viele traurige-ergreifende Szenen im Buch gab, sondern auch welche, in denen man laut lachen muss.   Zusammenfassend gesagt: Ein sehr sensibles Thema ergreifend, realistisch und eindringlich umgesetzt!

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  • Nichts wünsche ich mir mehr

    Nichts wünsche ich mir mehr

    nellsche

    20. February 2017 um 22:07

    Die sechzehnjährige Katha bemerkt kleine Stellen an ihrem Kopf, an denen ihr die Haare ausgefallen sind. Als sie dann die Diagnose “Alopezie” bekommt, bricht eine Welt für sie zusammen. Ein Leben komplett ohne Haare kann sie sich nicht vorstellen. Es fällt ihr immer schwerer, aus dem Haus zu gehen. Ihre Gedanken kreisen nur noch um die Frage “Was ist, wenn jemand was merkt?” Die Autorin hat ein wundervolles und einfühlsames Buch geschrieben. In der Ich-Form aus Kathas Sicht erlebt der Leser hautnah mit, wie sich die Krankheit bei Katha bemerkbar macht und in welches psychische Loch sie dadurch fällt. Anfangs ist sie sehr ängstlich, hat kein Selbstvertrauen und will niemanden an sich heranlassen, nicht einmal ihre beiden besten Freundinnen. Im Laufe des Buches spürt und erlebt man dann, wie Katha sich langsam verändert. Sie wird stärker und selbstbewusster durch die Enttäuschungen und negativen wie auch positiven Erfahrungen. Diese Entwicklung zu erleben, ist wirklich toll und wird sehr verständlich dargestellt. Die Personen sind durchgängig menschlich und gut vorstellbar beschrieben. Katha und ihre Gedanken und Gefühle und ihre Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit sind sehr realistisch beschrieben. Das wurde sehr gut umgesetzt und ich konnte mich prima in sie hinein versetzen. Auch Kathas Freundinnen sowie ihr Bruder samt Freundin sind mir ans Herz gewachsen. Sie bringen mit ihren Sprüchen und Aktionen unheimlich viel Humor in die Geschichte, so dass ich mehrmals lachen musste. Auch Kathas Eltern werden toll beschrieben, sind immer für sie da und unterstützen sie, wo und wie sie nur können. Und Jasper, in den Katha sich verliebt hat, wird ebenfalls sympathisch beschrieben. Er hat eine wunderbar locker-leichte Art, so dass Katha sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Doch auch er darf nichts von ihrer Krankheit erfahren, denn sie hat Angst, dass er sich nicht mehr für sie interessiert. Die Entwicklung zwischen den beiden fand ich sehr schön und ich habe sie sehr gerne begleitet. Das Buch fand ich sehr lesenswert und es hat mir die Krankheit “Alopezie” nahe gebracht und mich zum Nachdenken angeregt. Ich kann eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe fünf Sterne. 

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  • Ein Leben ohne Haare? Eine unvorstellbare Vorstellung wird Wirklichkeit..

    Nichts wünsche ich mir mehr

    KleineElfe12

    16. February 2017 um 11:11

    Alopezie- das ist die Diagnose mit der Katha sich konfrontiert sieht. Haarausfall, zunächst schleichend, dann immer mehr bis gar nichts mehr übrig bleibt. Unvorstellbar für das junge Mädchen, doch trotzdem stellt sie sich tapfer ihrem Schicksal.  Zum Inhalt: Bis vor kurzem war Kathas Leben noch in Ordnung. Sie lebte ihr Leben, wie es alle Jugendlichen nun mal tun. Doch dann tauchen kahle Stellen auf ihrem Kopf aus, sie werden immer mehr. Katha erhält die Diagnose Alopezie. Viele Fragen gehen ihr durch den Kopf: Wie soll ich bloß einen Freund finden? Kann man mich lieben? Wie werden die anderen reagieren? Wie verstecke ich meinen kahlen Kopf am besten? Katha ist davon überzeugt, daso sie niemals einen Freund finden wird, dass keiner ihre Glatze attraktiv finden kann. Jaspers Annäherungsversuche prallen an ihr ab. Diese Beziehung könnte nie funktionieren- oder? Meine Meinung: Ein wundervolles Buch. Einfühlsam und charmant beschreibt Lena Hach Kathas Schicksal. Ohne zu dick aufzutragen, die Emotionen sind genau richtig verpackt. Es ist sehr realistisch, nichts wurde übertrieben dargestellt. Mir war vor dem Lesen dieses Buches der Begriff Alopezie fremd. Ich wusste nicht, was das ist. Nun fühle ich mich aufgeklärter, bereichert. Kathas Geschichte ging mir sehr ans Herz, ich bewundere sie für Ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen.  Die handelnden Personen sind gut rübergebracht worden, sodass man mit Katha wütend, traurig oder glücklich wird.  Auch der Schreibstil war sehr flüssig, locker. Man kann das Buch in einem Rutsch lesen. Fazit: Klare Leseempfehlung! "Nichts wünsche ich mir mehr" ist spannend, liebevoll und genau das Richtige für alle, die mal was "Anderes, Neues" lesen wollen!

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  • "Katha", flüstert Jasper. "Katharina" ...

    Nichts wünsche ich mir mehr

    CarlaB

    16. February 2017 um 02:37

    >>"Hast du Hobbys?", will ein gegelter Doktor-Doktor wissen, die Anamnese nicht mal abgeschlossen. "Zöpfe flechten", will ich sagen. "Haare raufen." Stattdessen ziehe ich die Überreste meiner Augenbrauen zusammen.<< Nichts wünsche ich mir mehr handelt über die 16-jährige Katharina, die nach und nach mit ansehen muss wie sich all ihre Haare verabschieden. Auf Kathas Kopf bilden sich immer mehr haarlose Stellen. Die Diagnose: Alopezie. Haarausfall - der ganze Körper betroffen. Selbst vor ihren Wimpern macht die Krankheit keinen Halt. Doch wie soll es weitergehen? Koffeinshampoo? Therapie? Perücke? Sportunterricht? Schule abbrechen und Heimarbeit beginnen? Was werden die anderen sagen? Soll ich es meinen Freunden sagen? Und vor allem Freund trotz Glatze?? Lena Hach beschreibt einfühlsam, aber mit jeder Menge Humor wie sich Kathas Leben mit dem Schwinden ihrer Haare verändert. Niemand soll etwas mitbekommen. Nur ihre Familie und Ärzte sind eingeweiht. Aber dann ist da noch Jasper, für den Katha schon seit einiger Zeit schwärmt. Der schöne Jasper hat doch tatsächlich ein Auge auf sie geworfen. Doch wie soll er ihr näher kommen, wenn er nicht Kathas Geheimnis entdecken soll… Ruck zuck hatte ich dieses wunderbare Buch durch, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Idee über Alopezie zu schreiben fand ich äußerst spannend. Oft habe ich mich während des Lesens gefragt, wie wohl ich an Kathas Stelle mich verhalten hätte. Die Geschichte liest sich flüssig und spannend zu gleich. Besonders hat mir die starke Hauptfigur gefallen und wie sie nach und nach lernt mit ihrer Krankheit umzugehen. Auch das besondere Band zwischen den Geschwistern Katha und Henri wurde sehr schön herausgearbeitet. Und zuletzt ist da noch Jasper, der sich -abgesehen von ein paar Zwischenfällen - wie der wahr gewordene Traum vom Freund verhält. Ein absolut empfehlenswertes Buch über ein Thema, welchem viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Behutsam und informativ, aber trotzdem unterhaltsam stellt die Autorin Alopezie vor.  Automatisch beginnt man sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich bin wirklich froh, dass ich so ein tolles Buch lesen durfte.

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  • Ein Leben ohne Haare - Diagnose: Alopezie

    Nichts wünsche ich mir mehr

    Janinasmind

    14. February 2017 um 23:51

    Alopezie. Ganzkörper Haarausfall. Nach und nach. Haare auf dem Kopf. Intimbereich. Augenbrauen. Wimpern. Weg, weg, weg. In Kathas Worten: sie wurde zum Nacktmull. Plötzlich. Unerwartet. Keine (wahrscheinliche) Heilung. Die Krankheit tut was ihr gefällt. Nicht sterbenskrank, aber haarlos. Ab jetzt immer: die mit der Glatze. Das ist es, was Katha passiert. Das ist es, womit Katha umgehen muss. Katha, 16 Jahre alt, zwei beste Freundinnen, Eltern, ein großer Bruder, verguckt in den süßen coolen Jasper - typischer Teenager halt. Bis die Alopezie zuschlägt. Plötzlich sind da tausend mehr Fragen, als davor: wie werden die anderen auf meinen Haarverlust reagieren? Perücke? Therapie? Medikamente? Heilung? Einen Freund finden trotz Alopezie? Tauchen? Schwimmen? Sportunterricht? Den Freunden mitteilen? Bleibt das für immer so? ' Nichts wünsche ich mir mehr' war keinesfalls auf meinem Radar. Ein Buch über das ich nichts gehört hatte. Ein Thema, das mir völlig fremd war. Ich kann nicht für die Menschen sprechen, die selbst an Alopezie erkrankt sind, aber ich fühle mich jetzt als würde ich wirklich Bescheid wissen. Ich fühle mich belehrt, bereichert. Und trotzdem unterhalten. Ich lese nicht viele deutsche Bücher und wenn ich welche lese, mag ich sie oft nicht sehr, aber dieses Buch war wirklich toll. Informativ, ohne 'nur' pragmatisch zu sein. Emotional, ohne melodramatisch zu wirken. "Mädels, hab ich euch schon erzählt, dass ich mein Fell verliere?"Besonders gefallen hat mir Katha als Protagonistin. Sie war tapfer, humorvoll, umso stärker durch ihre schwächeren Momente - sie war real und greifbar. Ein nicht perfekter, aber guter Mensch. (Wo wir gerade beim Thema sind: Jasper war verdammt nah dran am Traum-Freund. Hätte ich so einen Jungen in der Schule kennengelernt, würde ich ihn nie mehr gehen lassen.) Auch die beiden Freundinnen und die Familie waren wunderbar. Besonders das Band zwischen den beiden Geschwistern, Henri und Katha hat mich fasziniert, ihre Interaktionen gingen mir unglaublich nah. Das Thema und die Fragen, die es aufgeworfen hat, haben mich sehr beschäftigt. Für jeden Menschen nicht gerade der optimale Ausgang (Haarverlust), aber für Frauen und Mädchen stelle ich es mir besonders schwer und herzzerreißend vor. Das hat viel mit Femininität und Stolz zu tun. Und Selbstliebe. Die Gedankengänge, die einem durch die Krankheit im Kopf herumschwirren, sind im Buch nur all zu deutlich. Auch wie die Mitschüler reagieren, ist teils grausam, traurig und trotzdem realitätsnah dargestellt. Katha musste zwischenzeitlich unglaublich mutig sein, um sich durch den Tag zu kämpfen. Der Schreibstil war sehr nach meinem Geschmack. Einfach, direkt, an Momenten witzig. Gut geschrieben, sehr jugendlich. Ich bin leicht hereingekommen, bin fast durch das Buch geflogen. Geholfen hat auch, dass es nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Plot, in Kurzform: Ein Buch über das Teenagersein, ein Buch über das Leben mit Alopezie, über das Leben als Mädchen ohne Haare. Wie der Umgang mit Mitmenschen sich ändert (die Mutter, der Bruder, die Freunde, die Mitschüler, der Schwarm). Wie man Hoffnung findet. "Es gibt Tage, die sind die Hölle. Und es gibt Tage, die sind durchaus auszuhalten." Empfehlenswert. Auf jeden Fall. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. "Katha, du kriegst 'ne Glatze.""Nice try."

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