Lena Hach Zoom

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Inhaltsangabe zu „Zoom“ von Lena Hach

Liebe ist manchmal ganz schön kompliziert … Till und Paula, Paula und Till – das könnte die größte Lovestory aller Zeiten sein. Könnte. Wenn die Liebe nicht manchmal ganz schön kompliziert wäre. Der schüchterne Till ist total verknallt in Paula, die toughe Chefredakteurin der Schülerzeitung. Als sie ihn bittet, auf der Klassenfahrt Fotos zu machen, hat Till ein handfestes Problem: Denn seine Kamera ist das einzige Andenken an seinen verschwundenen Vater. Und Till wollte eigentlich erst wieder fotografieren, wenn sein Vater sich wieder meldet. Ein erfrischend direkter Roman um die erste große Liebe, geheime Geheimnisse und die Irrungen und Wirrungen des Teenager-Lebens.

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  • ein wunderbar kurzweilige Geschichte für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene

    Zoom

    JDaizy

    „Als Till schließlich zum ersten Mal außerhalb des Ladens auf den Auslöser drückte, fühlte er sich feierlich und auf merkwürdige Weise aufgekratzt. Vor der Linse hatte er das Café gegenüber. Direkt am Fenster saß ein Mann mit seinem kleinen Sohn, und wenn Till richtig sah, teilten sie sich ein Stück Schokoladenkuchen. In dem Moment beschloss Till, erst dann einen Film entwickeln zu lassen, wenn sein eigener Vater ihm zum Geburtstag gratuliert hätte – und wenn er bis zu seinem fünfzigsten würde warten müssen!“ Der 15-jährige Tillmann Fink ist alles andere als cool. Doch als er eines Tages die alte Kamera seines Vaters im Keller findet, beachten ihn seine Klassenkameraden. Doch das ist Till egal. Unbeeindruckt schießt er ununterbrochen Fotos und jeder hofft auf einmalige Schnappschüsse für die Abschlusszeitung. Doch Till hat bisher keinen einzigen Film entwickeln lassen. Alle schlummern in einer Kiste im Keller. Und an allem ist nur sein Vater schuld, der sich aus dem Staub gemacht hat, noch bevor er geboren wurde. Und dann ist da die hübsche Paula, die eine Ehrenrunde in der 10. Klasse dreht und von allen angehimmelt wird. Sie ist Chefredaktuerin der Schülerzeitschrift „WMNW“ und hat nur ein Ziel: die Goldene Ente in IHREM Regal. „Till fotografiert. Paula schreibt. Eine ideale Kombination. Doch die Liebe ist manchmal ganz schön kompliziert.“ Obwohl Paula und Till grundverschieden sind, gibt es etwas, das die zwei verbindet. Sie fühlen sich wohl, wenn der andere in der Nähe ist und können herzhaft gemeinsam lachen. Doch reicht das für eine Beziehung? Denn im Gegensatz zum unerfahrenen Till ist Paula mit dem Frontman der „Painted Balls“ liiert. Liebe kann manchmal ganz schön schwierig sein. Vor allem deshalb, weil Paula Till dringend für ihre Ausgabe der WMNW braucht, die für die Goldene Ente, den Preis für die beste Schülerzeitung, eingereicht werden soll. Doch dazu bleibt kaum noch Zeit. Und sie braucht Fotos für diese Ausgabe. Wer liegt da näher als Till mit seiner LeicaM40?! Spielt Paula ein falsches Spiel oder sind ihre Gefühle echt? Wird Till für sie eine Ausnahme machen und seinen selbst auferlegten Pakt brechen? Und wird die WMNW mit Tills Hilfe die goldene Ente tatsächlich bekommen? „Zoom“ ist ein Jugendbuch aus dem Beltz-Verlag und überzeugt mit einem wunderschönen Titel und Cover, das passender nicht sein könnte. So wie eine Kamera Bilder lebendig machen kann, entdeckt Till das Leben. Dabei stellt er fest, dass es nicht immer gelingt alles sofort scharf zu stellen und sich Fotos erst entwickeln müssen. Genau wie seine Gefühle und Gedanken. Außerdem strahlt das Cover soviel Emotionen, Wärme und Lebenslust aus, dass ich dieses Buch ganz sicher auch in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte. Das Taschenbuch ist super verarbeitet, mit einem festeren Einband, einer angenehmen Schriftgröße und kurzen Kapiteln. Der Schreibstil der Autorin, ist wunderbar einfach, flüssig und kurzweilig. Ich musste so oft herzhaft lachen, weil ich an meine Jugend erinnert wurde. Der Ich- Erzähler, ein Schüler der gleichen Klassenstufe und Redaktionsmitglied der Schülerzeitung erzählt fast wie ein „rasender Reporter“ von den Erlebnissen um und mit Till und Paula. Besonders die Episode mit der Klassenfahrt, die Anreise im Bus und die Zimmerverteilung fand ich super gelungen. Und auch die Auswahl der Worte, die Lehrer oder Erwachsene lieber nicht benutzen sollten, war wirklich unterhaltsam. Dann werde ich ab sofort „verrammeln“, „rumfummeln“, „dufte“ und „haschen“ wohl ab sofort besser aus meinem Wortschatz streichen. Fazit: Lena Hach – ein Name den man sich merken sollte. Dieses Buch ist einfach klasse. Von mir gibt es zwei Daumen hoch und eine absolute Leseempfehlung. 

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  • Buchverlosung zu "Zoom" von Lena Hach

    Zoom

    LenaH

    Es gibt nicht nur einen Welttag des Purzelbaums (27.05.2015) und einen Welttag der Sonnenbrille (27.06.2015) – sondern zum Glück auch einen Welttag des Buches. Ein wunderbarer Anlass, um mein neues Jugendbuch zu verlosen: "Zoom. Alles entwickelt sich."  Erzählt wird die Geschichte von Paula und Till, einer goldenen Ente, einer alten Kamera und einer besonders aufregenden Klassenfahrt nach Trier. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten ... wer Lust hat, bewirbt sich bis zum 30. April um ein handsigniertes Exemplar. Herzliche Grüße!

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  • Eine wunderschöne Liebesgeschichte

    Zoom

    Natalie77

    13. April 2015 um 08:36

    Inhalt: Till sieht man nur mit seiner Kamera. Die Leica hat er im Keller gefunden und ist gewiss von seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Mit sich selber hat er einen Pakt geschlossen. Die geschossenen Fotos lässt er erst entwickeln wenn sich sein Vater bei ihm meldet. Paula ist Chefredakteurin der Schülerzeitung und möchte die Goldene Ente gewinnen, dafür braucht sie einen Fotografen, denn erst der macht die Zeitung komplett.Sie fragt Till, der sich schon länger in sie verkuckt hat. Dieser ist nun in einem Zwiespalt möchte er Paula doch nicht zurückweisen.... Meine Meinung: Zoom dreht sich um das Fotografieren, um das Schreiben, aber im hauptteil um zwei Teenies die gerne wollen und irgendwie doch nicht können. Ein buch das mit einer gewissen Leichtigkeit geschrieben ist. Man fliegt durch die Seiten sobald man sich an die Erzählart gewöhnt hat. Denn die Geschichte wird aus Sicht eines Mitschülers erzählt, der zugleich auch Schreiberling der Schülerzeitung ist. Als Erwachsene fragte ich mich immer wieder wie er gewisse Sachen denn wissen konnte, aber das ist eine Kleinigkeit bei der wirklich schönen aber nicht kitschigen Geschichte. Auf 246 schreibt Lena Hach über das Schülerleben einer 10. Klasse, genauer gesagt darüber wie es Paula und Till erleben, neben ihrer Situation zu Hause, mit Freunden oder mit Boy Friend. Sie hat sehr unterschiedliche und wirklich authentische Figuren geschaffen. Die Wichtigsten dabei sind Paula und Till. Till hat seinen Vater nie kennengelernt und sieht seine Kamera als eine Verbindung zu ihm. Der Gedanke warum sein Vater nichts von ihm wissen will quält ihn. Davon abgesehen ist er eher unscheinbar. in der Schule kennen ihn alle als den Jungen mit der Kamera, aber mittlerweile auch nur noch unbewusst. Er gilt als nett aber nicht cool. Dabei ist Till ein sehr gefühlvoller junger Mann. Paula ist die Schöne der schule, hat einen Freund aus der 12,, mit dem sie aber nicht so wirklich glücklich ist. Sie ist eine Bestimmerin, jemand der weiß was sie will und es auch versucht durchzusetzen. Fast mit allen Mitteln. Über die Gefühle anderer macht sie sich nur wenig Gedanken und handelt dadurch auch mal recht Kalt und gefühlslos. Im Kern sehnt sie sich nach Liebe und Anerkennung. Der Erzähler schreibt nicht nur die Geschichte von Paula und Till. Er ist selber Redaktionsmitglied und nimmt selber einen Part in der Geschichte ein. Es ist als ob ein Freund von Paula und Till ihre Geschichte erzählt. Ein Umstand an den ich mich erst gewöhnen musste. Ich aber dann gut fand. Wie das Buch endet konnte ich mir schon vorher denken und doch wartet es mit einer Überraschung auf. Lena Hach hat hier sehr gefühlvoll aber auch mit ein wenig Abstand eine wunderschöne Liebesgeschichte geschrieben, der das Schülerleben den gewissen Pep gibt.

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  • Ein netter Zeitvertreib, mit einem kleinen Manko!

    Zoom

    Bookilicious

    24. March 2015 um 19:11

    Inhalt Als Till eine alte Kamera, eine Leica M4, im Keller findet, geht er davon aus, dass diese seinem Vater gehört hat, der ihn schon recht früh im Stich ließ. Seitdem trägt er sie dauerhaft mit sich herum, schwört sich aber, die Bilder nicht zu entwickeln, bis sich sein Vater bei ihm meldet und ihm zum Geburtstag gratuliert. Eines Tages bittet ihn Paula, die Chefredakteurin der Schülerzeitung, darum, zukünftig als Fotograf für die Zeitung zu fungieren, denn so erhofft sie sich einen Preis zu gewinnen: die goldene Ente. Zuerst lehnt er ab, doch irgendwie geht ihm Paula nicht mehr aus dem Kopf... und bringt ihn in die Bredouille: soll er seinen Vorsatz über Bord werfen? Info's zum Buch: Seitenzahl: 247 Verlag: Beltz & GelbergPreis: 13,95 € (Taschenbuch) / 12,99€ (Ebook) Erster Satz des Buches "Der Klein griff nach dem Beethoven-Kopf und stütze sich auf der Lockenmähne aus Gips ab." Fazit "Zoom: Alles entwickelt sich" ist ein Roman der Autorin Lena Hach. Über Blogg Dein Buch bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und hab mich dann einfach mal darauf beworben! Till ist ein eher schüchterner, zurückhaltender Junge, der sich ganz gerne hinter seiner Leica M4 versteckt. Wie er wirkt, ist ihm herzlich egal, denn durch die Kamera fühlt er sich mit seinem Vater verbunden, der die Familie schon früh verließ und so betrachtet er die Welt nun am allerliebsten durch die Linse seiner neuen, alten Kamera. Sein bester Freund ist zugegeben etwas seltsam, denn Valentin kennt nichts anderes, als die Angst vor Keimen und bildet sich ständig ein, irgendeine Krankheit zu haben. Trotzdem verstehen sich die beiden sehr gut, auch wenn man über die eigentliche Freundschaft der beiden nur sehr wenig erfährt. Trotzdem finde ich Valentin eigentlich ganz lustig und ich finde es schade, dass er vergleichsweise wenig auftritt. Paula ist die die Chefredakteurin der Schülerzeitung und eine mehr als sympathische Person. Sie ist extrem ehrgeizig und will unbedingt einen gewissen Preis gewinnen, den es für die beste Schülerzeitung gibt: Die goldene Ente. Zu diesem Zweck mobilisiert sie das komplette Team und setzt alle Hebel in Bewegung, um ihr Ziel zu erreichen. Als sie auf die Idee kommt, einen Fotografen zu engagieren, fällt die Wahl recht schnell auf Till, denn mit seiner Kamera, die ständig präsent ist, scheint er eine gute Wahl zu sein. Als Till ablehnt, ist Paula erst einmal wie vor den Kopf gestoßen, denn schon sieht sie ihre Chance auf die goldene Ente schwinden. Doch wieso lehnt Till ab? Für Paula absolut unverständlich - wie kann er nur ablehnen, wo sie ihm sogar das Titelbild anbietet? Die Geschichte zwischen Till und Paula entwickelt sich langsam und äußerst realistisch, es könnte also genau SO an irgendeiner Schule im Umkreis passiert sein. Zu Beginn kennt Paula Till gar nicht, denn sie muss die 10. Klasse wiederholen und hat kein gesondertes Interesse an den "kleinen". Einzig die Gruppe der Schülerzeitung findet ihre Aufmerksamkeit und in diesem kleinen, eingeschworenen Kreis versuchen sie, die Zeitung zu managen. Durch Zufall wird Paula also auf Till aufmerksam und versucht daraufhin, ihn zur Mitarbeit zu bewegen - allerdings nicht sehr erfolgreich. Obwohl er die Zusammenarbeit mit Paula abgelehnt hat, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf und bringt ihn zu der Überlegung, seinen Schwur mit sich selbst zu brechen und die Fotos zu entwickeln.. oder Paula zu erzählen, wieso er nicht an dem Projekt teilnehmen kann. Im Grunde kann man sich als Leser sehr gut in Tills Situation hineinversetzen: ein einsamer Junge, ohne Vater, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich Kontakt mit seinem verschollenen Erzeuger aufzunehmen. Es scheint, als ob er mit seinem Stiefvater Urs nicht unbedingt soviel zu tun haben will, auch, wenn man schnell den Eindruck bekommt, dass Urs ihn gut behandelt. Seiner Mutter gegenüber ist Till nicht immer fair, er lässt sie oft spüren, dass er seinen Vater vermisst und Urs eigentlich nicht in seinem Leben haben will. Trotzdem gibt sie sich Mühe und man merkt deutlich, dass Till ihr manchmal ziemlich weh tut, mit seinem abweisenden Verhalten. Im Grunde fand ich die Idee zur Geschichte ganz gut, denn die Autorin versucht uns langsam an diese ernste Thematik heranzuführen, bleibt realistisch und nimmt Personen, wie unsereins, die genau SO existieren könnten. An der Umsetzung jedoch hapert es meiner Ansicht nach etwas, denn die Tatsache, dass das Buch weder aus Paulas, noch aus Tills Perspektive erzählt wird, sondern aus der eines unbekannten Dritten fand ich doch mehr als merkwürdig. Zu Beginn wird diese Tatsache zwar deutlich gemacht, nach einer Weile vergisst man es wieder, bis der Unbekannte dann plötzlich selbst mit den Protagonisten interagiert?! Dies fand ich alles ein wenig befremdlich und ich persönlich konnte mich mit dieser Situation nur schwerlich anfreunden. Vom Erzähler bekommen wir nichts mit, wir wissen nur, dass er wohl ebenfalls an der Schülerzeitung mitarbeitet und in eine der 10ten Klassen geht - ob jedoch Paula's oder Till's Klasse kann ich bis jetzt nicht so genau sagen, ebenso wenig, in welchem Verhältnis er zu unseren Hauptpersonen steht. Diese Sichtweise störte mich das ganze Buch über und auch wenn ich nicht nur Paula und Till, sondern auch die übrigen Protagonisten recht sympathisch fand, konnte ich doch nicht wirklich eine Bindung zu den einzelnen Figuren aufbauen, wie es für mich in einem Roman üblich ist. Aus diesem Grund verstand ich zwar oft die Beweggründe des einzelnen, konnte es aber vom Gefühl her nicht unbedingt nachvollziehen oder auch "mitverfolgen", was mir den eigentlichen Zugang zum Buch nicht gerade erleichterte. Insgesamt kann ich euch dieses Buch nur eingeschränkt empfehlen: wenn die oben genannten Punkte für euch kein Problem darstellen, solltet ihr hier zugreifen, denn wie erwähnt, ist die Story an sich durchaus lesenswert!

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  • Hat mich leider etwas enttäuscht...

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    Chrisi

    22. March 2015 um 17:05

    Auf das neue Jugendbuch von Lena Hach hatte ich mich vor Erscheinen schon sehr gefreut, nachdem ich "Wanted. Ja. Nein. Vielleicht" schon mehrere Male gelesen habe und mittlerweile schon zu meinen Lieblingsbüchern zähle. Ich erwartete etwas ähnliches wie "Wanted": Ein lockerer Schreibstil, originelle Charaktere und eine Geschichte, die Spaß macht zu lesen. Doch leider wurde ich in meinen Erwartungen etwas enttäuscht. Der Roman besteht hauptsächlich aus der Liebesgeschichte zwischen Till und Paula. Zwar spielen auch die Frage nach Tills Vater, der Schülerzeitungswettbewerb und auch Freundschaft eine Rolle, rücken jedoch eher in den Hintergrund. Mir gefällt, dass Lena Hach die Geschichte wieder unmittelbar aus dem Leben gegriffen hat und dadurch sehr authentisch erzählt, somit fiel es mir als Leser leicht, in die Geschichte einzusteigen. Bei der Liebesgeschichte zwischen Till und Paula bin ich schon etwas zweigespalten. Einerseits fand ich sie süß und es hat Spaß gemacht, sie zu lesen, andererseits war sie aber auch sehr vorhersehbar und einiges ging mir, vor allem zu Anfang, ein wenig zu schnell. Der Konflikt mit Tills verschwundenem Vater spielt, wie schon gesagt, nur eine untergeordnete Rolle, allerdings passt hier der Verlauf der Handlung sehr gut und trägt dazu bei, dass die Geschichte realistisch bleibt. Die Geschichte war mir oft eine Spur zu oberflächlich, hat mich aber manches Mal zum Schmunzeln oder laut Lachen gebracht, was ihr nochmal einen großen Pluspunkt einbringt. In diesem Roman hat sich Lena Hach an einer außergewöhnlichen Perspektive versucht, nämlich aus der Sicht eines Mitschülers von Till und Paula. Am Anfang konnte ich mich sehr für die Idee begeistern und dachte, dass man dadurch mal eine neue Sicht auf die Protagonisten bekommen hätte, weil man als Leser auch nur das sehen könnte, was dieser Beobachter sieht, schnell legte sich die Begeisterung allerdings, denn im Wesentlichen war es einfach nur ein allwissender Erzähler, der auch in die Köpfe von Paula und Till "hineinschauen" konnte. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin entweder rein beim allwissenden Erzähler geblieben wäre oder sonst wirklich nur aus der Sicht eines Beobachters geschrieben hätte, etwas dazwischen finde ich nicht so gelungen. Zu den Charakteren habe ich auch wieder eine gespaltene Meinung. Einerseits gefällt es mir wieder, wie originell Lena Hach die Charaktere gestaltet hat, sodass jeder seine ganz eigenen Charaktereigenschaften und Vorlieben hatte, die dem Leser im Kopf bleiben. Leider wurde ich allerdings erst gegen Ende hin so wirklich warm mit Till und Paula. Anfangs war mir vor allem Paula manchmal ziemlich unsympathisch und hatte auch als einzige keine wirklich feste Persönlichkeit in meinen Augen, gegen Ende hin wurde das aber besser. Ein großes Lob muss ich der Autorin aber vor allem für ihre Nebencharaktere aussprechen, denn diese sind wieder einmal grandios gelungen! Der Schreistil Lena Hachs ist auch in diesem Jugendroman einfach und stellenweise in Jugendsprache gehalten. Teilweise hat sie mir mit dem jugendlichen Slang jedoch übertrieben und einige Stellen wirkten dadurch sehr gezwungen. Insgesamt war das Buch leicht und flüssig zu lesen. Fazit: Lena Hachs neues Jugendbuch hat mich leider etwas enttäuscht. Es war teilweise zu oberflächlich gehalten und die Autorin hat mit der Jugendsprache übertrieben, allerdings haben mir tolle Nebencharaktere und eine ordentliche Portion Humor auch eine Menge Lesespaß eingebracht!

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  • Alles muss sich entwickeln

    Zoom

    sarahs-buecherwelt

    16. March 2015 um 10:26

    „Zoom – Alles entwickelt sich“ ist ein anspruchsvolles Jugendbuch, welches ein ungewöhnliches Thema aufgreift. Somit eigentlich genau ein Buch nach meinen Geschmack, denn die meist recht ähnlichen Werke mit Vampiren, Werwölfen und Co haben schon Überhand genommen. Fangen mit dem Einstieg an. Der Einstieg war für mich schon einmal nicht sonderlich gelungen. Eine Person, die für mich unbekannt ist und mich stellenweise an einen allwissenden Erzähler erinnert, führt mich ein und versucht die Geschehnisse der letzten Zeit für uns festzuhalten. Und genau das war der Punkt, der mich schon von Anfang an gestört hat. Ich konnte keine Bindung zu dieser Person herstellen, weil sie mir völlig fremd blieb. Dadurch hatte ich auch Schwierigkeiten die anderen Figuren richtig auf mich wirken zu lassen, weil eben dieser Erzähler immer in meinem Kopf spukte. Vielleicht hätte ich mehr mit Paula und Till anfangen können, wenn sie mir selbst sympathischer gewesen wären. Paula schwebt in ihrer Welt, wirkt leicht egoistisch, interessiert sich nicht für ihren neuen Jahrgang, kennt noch nicht mal Mitschüler. Till hingegen ist total fixiert auf seinen Vater und obwohl ich individuelle Charaktere mit einem Hang zum Außenseiter eigentlich interessant und sympathisch finde, hat er mich stellenweise mit seiner Verbohrtheit genervt. Ich denke, ohne diesen fiktiven Erzähler hätte ich mich deutlich besser auf alles einlassen können, und vor allen Dingen auf die anfänglichen Späße über Lehrer, über Till oder andere Schulsituationen erfreuen können. Denn das Buch ist gerade am Anfang eigentlich mit vielen lustigen Ideen gespickt. Diese sollte man genießen, denn später setzt die Autorin auf eher ernstere und traurigere Argumente. Auf die Situationen selbst möchte ich nicht viel eingehen, denn es sind wichtige Inhalte für die Geschichte, gerade die Sachen mit Tills Vater, und die möchtet ihr schließlich selbst lesen. Aber ich kann sagen, dass sie an sich wirklich dramatisch sind und das Herz berühren. Mich haben sie nicht so erreicht, eben wegen der Tatsache, dass der unbekannte Erzähler alles erzählt. Es ist aber auf jeden Fall bewegend, und regt zum Nachdenken an. Schön ist ebenfalls, die etwas ernstere Liebesgeschichte, die zu keiner Zeit kitschig oder gekünstelt wirkt. Es ist eine Schritt für Schritt Annäherung, die den Blick fürs Detail öffnet. Nichtsdestotrotz hat es die Autorin nicht geschafft mich vollends zu überzeugen. Es war ein nettes Buch, mit vielen Höhen, einem interessanten Schluss, aber es hat mich nicht so gefesselt, wie viele 1000 andere Jugendbücher.

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  • Nettes Jugendbuch für Zwischendurch

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    sweetpiglet

    15. March 2015 um 19:49

    Meine Meinung: Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich, dass mich hier eine süße Jugendgeschichte rund um die Liebe erwartet, zu Mal es eine Alterfreigabe ab 12 Jahre gibt. Doch ihr unterlag ich einem Irrtum, denn die Geschichte hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich es vermutet hätte. Wir lernen Till und Paula kennen, beide gehen in die selbe Klassenstufe einer Schule in Frankfurt, jedoch in verschiedene Klassen. Till ist eher ruhig und zurückhaltend, er ist vor allem dadurch bekannt, dass er immer seine Leica M4, eine alte analoge Kamera, mit sich herumträgt und Fotos macht. Keiner weiß genau was mit den Fotos passiert, aber dieses kleine Geheimnis macht Till zunächst zu etwas besonderem. Zudem knabbert er immer noch daran, dass sein Vater ihn vor seiner Geburt verlassen hat, dieses Phantom kreist immer wieder in Till's Kopf und er sucht nach Antworten. Paula hingegen ist eher extrovertiert und aufgeschlossen gegenüber den Menschen, sie ist Chefredaktuerin der Schülerzeitung und bekannt für ihre Zeichenkünste. Zudem ist sie mit Marvin zusammen, einem coolem Frontsänger mit Gitarrentalent. Theoretisch habe beide nichts miteinander zu tun, sie kennen sich lediglich vom Sehen, aber dann spielt das Schicksal mit und Paula brauch von Till gute Fotos, damit die Schülerzeitung die "Goldene Ente" gewinnt. Und wie es das Schicksal eben immer macht, mischt es die Karten neu und plötzlich sehen sich Till und Paula in ganz anderen Positionen wieder, von denen sie niemals gedacht hätten das es passieren kann. Es gab zudem noch eine dritte geheimnisvolle Person, die uns diese Geschichte erzählt, den Namen habe ich nie erfahren, oder ihn am Anfang womöglich überlesen, wir wissen daher nur, dass diese Erzählperson männlich ist und ebenfalls in der Redaktion der Schülerzeitung arbeitet. Die Idee der Geschichte fand ich gut und einfach, es geht wie immer um die verzwackten Wege der Liebe. Schön war, dass die Autorin nicht nur diese Entwicklung in den Vordergrund gestellt hat, sondern auch das Suchen nach einem Vater von Till und die Beziehung von Paula und Marvin. Negativ fand ich, dass es doch einige Kraftausdrücke gab, die ich für ein Jugendbuch ab 12 zu hart fand, vielleicht wäre hier die Empfehlung ab 13 oder 14 besser geeignet. Außerdem fand ich, dass die Geschichte recht lange gebraucht hat um in Fahrt zu kommen, wenn man bedenkt, dass sie nur 240 Seiten Zeit hatte um erzählt zu werden. Man hätte vielleicht etwas mehr Details zu Tills Vater-Komplex oder dem Ende hinzufügen können. Das Ende selbst ist auch noch etwas schwierig für mich, natürlich kann man sich denken wie es endet, dennoch wünsche ich mir bei Jugendbüchern immer gern ein klares Ende, oder am liebsten ein Happy End. Es gab da die ein oder andere Frage die leider offen geblieben ist. Fazit: Insgesamt ist "Zoom - Alles entwickelt sich" ein angenehmes und leichtes Jugendbuch für zwischendurch, was ich allerdings erst ab 13/14 empfehlen würde. Am Schluss gab es für mich ein paar offene Fragen, weshalb ich leider nur 3 Sterne vergeben kann.

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  • ZOOM! - Alles entwickelt sich genau richtig!

    Zoom

    merlin78

    13. March 2015 um 16:33

    Die Schülerzeitung des Marie-Curie-Gymnasiums ist eher durchschnittlich. Auf jeden Fall wird die Chefredakteurin damit niemals einen Preis gewinnen. Dafür braucht es schon etwas Besonderes. Wie zum Beispiel ein paar erstklassige Bilder. Keine Handyfotos, sondern richtig professionelle Abzüge. Glücklicherweise gibt es an der Schule Till, der ohne seine Kamera kaum einen Schritt macht. Doch als Paula ihn als Fotografen bei der Schülerzeitung anstellen möchte, lehnt dieser einfach ab. Das lässt Paula nicht so einfach auf sich sitzen. Sie will den Fotografen, sie will die Bilder und vor allem will die den Preis für ihre Zeitung. Nach „Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.“ ist dies ein weiterer Jugendroman aus der Feder von Lena Hach, die ein weiteres Mal zeigt, dass sie es mühelos versteht, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen. Im Fokus dieses Romans stehen die beiden Jugendlichen Till und Paula. Allerdings wird die Geschichte nicht von ihnen, sondern von einer fiktiven dritten Person aus erzählt, die mit Till im Unterricht und mit Paula bei der Schülerzeitung zusammen ist. Dieser erzählt von dem Kennenlernen und von dem Verlieben der beiden Protagonisten. Außerdem wird der Leser so Zeuge, was sich hinter den Kulissen abspielt und welche Beweggründe hinter den Entscheidungen von Till und Paula stecken. Till ist ein zurückhaltender Typ, der von allen als „nett“ bezeichnet wird. Er hatte noch nie eine Freundin, doch vorstellen könnte er sich das sehr wohl. Außerdem kennt er Paula, denn sie hat bereits sein Interesse geweckt. Doch er ist schüchtern und bekommt kaum einen Ton raus, wenn er sie in Natura trifft. Paula hingegen ist ein „Macher“. Sie nimmt die Dinge selbst in die Hand und geht auf Till den ersten…, den zweiten…und auch den dritten Schritt zu. Sie weiß genau, was sie will, obwohl sie in ihrer aktuellen Beziehung unglücklich ist. Der Musiker hat kaum Augen für sie, was Paula frustriert. Vielleicht ist auch genau das der Ausschlag, der ihr die Augen für Till öffnet. Die Geschichte wird sehr humorvoll, zeitgleich aber auch mit der nötigen Prise Ernst präsentiert. Gleich zu Beginn ist der Leser von den amüsanten Einlagen des Erzählers eingenommen und kann sich den Handlungsort, sowie die Protagonisten lebendig vorstellen. Es ist ganz einfach, sich auf die Beschreibungen einzulassen. Durch die kleinen, traurigeren Abschnitte wird zusätzlich ein etwas dramatischer Aspekt erzeugt, der allerdings nicht das wunderbare der Erzählung schmälert. Vielmehr ist es ein ideales Zusammenspiel aus verschiedenen Komponenten. Fazit: Lena Hach schafft es einfach, den Leser zu fesseln. Obwohl das Buch nur knapp 250 Seiten beinhaltet, erzeugt sie hier einen sehr authentischen und nachdenklichen Roman, der nicht nur für Jugendliche zu einem wahren Lesehighlight wird. Die Charaktere sind vielschichtig und facettenreich, die Handlung gut durchdacht und nachvollziehbar und die kleine Liebesgeschichte weder kitschig noch albern. Sondern genau das richtige Maß, was den Leser verzaubert und zum Weiterlesen verführt.

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