Lena Johannson Das Marzipanmädchen

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Inhaltsangabe zu „Das Marzipanmädchen“ von Lena Johannson

Lübeck im Jahr 1870: Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder stirbt, soll sie die Konditorei der Familie übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen ihres schwerkranken Vaters und muss sich nun nicht nur den Respekt der Angestellten erkämpfen, sondern auch das Vertrauen der Kunden gewinnen – zu denen auch der russische Zar gehört. Hilfe erhofft sie sich von einem geheimnisvollen Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur Marie weiß, wo ihr Bruder es aufbewahrte. Kann dieses Rezept Marie und die Konditorei vor dem Ruin retten?

Ein passendes Buch jetzt zur Winter- und Weihnachtszeit - genau richtig und Du bekommst Appetit auf Marzipan!

— Perle
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  • eBook Kommentar zu Das Marzipanmädchen von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Ingrid Gl.

    Ingrid Gl.

    27. December 2016 um 18:09 via eBook 'Das Marzipanmädchen'

    Spannend und nett geschrieben. Ich empfehle es weiter. Mir hat es gut gefallen.

  • Lena Johannson - Das Marzipanmädchen (Historischer Roman)

    Das Marzipanmädchen
    Perle

    Perle

    21. November 2016 um 23:45

    Klappentext:Lübeck, Marzipan und das Geheimnis einer FamilieLübeck im Jahre 1870. Die junge Marie Kröger hat nur einen Traum: Sie will einmal tänzerin werden. Doch als ihr Bruder ums Leben kommt, soll sie die väterliche Konditorei übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen des schwerkranken Vaters und meint doch mancxhmal an der Aufgabe zu verzweifeln. Als die Konditorei kurz vor dem Ruin steht, besinnt sich Marie auf das geheimnisvolle Marzipanrezept, das sich seit Genearationen im besitz ihrer Familie befindet. Nur sie weiß, wo ihr verstorbener Bruder dieses aufbewahrt hat. Kann das Rezept Marie und die Konditorei retten?Eigene Meinung:Dieses Buch entdeckte ich hier bei Lovelybooks und ging Ende Oktober in die Stadtbücherei und besorgt5e mir das Buch zum Lesen. Nur paar Tage später begann ich es auch und freute mich sehr darauf.Ich fühlte mich auch sehr wohl beim Lesen, wurde sofort mit Marie warm und fing schon von Anfang an mit ihr zu leiden oder mich mit ihr zu freuen. Die anderen Protagonisten waren mir nicht ganz so wichtig. Vielleicht noch ihre Familie, doch leider waren ja sehr früh einige Todesfälle. Ich lass das Buch innerhalb von 8 Tagen, am zweiten Tag kam ich schon nicht zum Lesen oder hatte keine richtige Lust mehr, liess mir viel Zeit damit, mehr wie 50-80 Seiten schaffte ich an einem Tag nicht, von insgesamt 440 Seiten, die das Buch zählte. Als sie von der Schiffsreise zurückkam, war die Leselust weniger vorhanden, ich fragte mich auch, wieso der Teil des Zaren-Besuches ausgelassen wurde und das Marzipan und das Rezept und die Herstellung kaum noch erwähnt wurde, dachte das wäre der Hauptteil des Romans. Hatte mir dann irgendwie was ganz anderes vorgestellt, wie der Verlauf des Romans hätte weitergehen können. Es wurde teilweise wieder interessant, doch es gab einige Seiten, die mir gar nicht gefielen, und es langweilig wurde, bzw. fand ich das ganze Buch sehr langatmig. Da hätte man einige unwichtige Sachen weglassen können und mehr zum Punkt kommen können.Wenn es aber um das Marzipan ging und das Rezept und Rosenwasser, welches ich genauso liebe wie Marzipan, dann war ich Feuer und Flamme. Ich war selbst schon in Lübeck, 1994, daher weiß ich wie schön diese Stadt ist und war auch in einem großen Laden mit sehr viel Mazipan zu kaufen, doch damals zu D-Mark-Zeiten sehr sehr teuer schon, ich möchte nicht wissen, heute über 20 Jahre weiter, mit Euro, wie teuer es jetzt wohl sein mag.Dann kam bei mir auch die Frage auf, ob es diese Konditorei wohl wirklich gegeben hat. Hätte auch gerne dort gearbeitet und Marzipan probiert und Silvester gefeiert. Die Kinder, bzw. der Sohn hat mir sehr gut gefallen, aber auch die adoptierte Tochter, sie hatten beide was von mir, aber auch Marie die Mutter, deshalb mochte ich sie trotzdem. Eine starke Frau, sie hat schon früh viel mitgemacht, aber das hat wohl fast jueder im heutigen Leben oder auch früher schon. Die Rezension und dier Bewertung ist mir sehr schwer gefallen. Da ich mich nicht entscheiden konnte ob 3 oder 4 Sterne vergebe ich hierfür 3 Sterne mit einem + dazu.Kann es trotzdem gut und gerne weiterempehlen, denn es hat mich trotzdem gut unterhalten,es war genau die richtige Jahreszeit,jetzt im November bei kaltem Regenwetter.

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  • Mein neues Lieblingsbuch

    Das Marzipanmädchen
    GaranceLovesBags

    GaranceLovesBags

    17. June 2015 um 14:17

    In "Das Marzipanmädchen" geht es um das Leben von Marie Kröger, deren Familie im Lübeck des 19. Jahrhunderts lebt und eine erfolgreiche Konditorei führt - Hauptattraktion jener Konditorei ist das Marzipan. Als auch ihr zweiter Bruder ums Leben kommt, weist ihr Vater sie an, von nun an die Konditorei zu führen. Marie jedoch will Tänzerin werden und möchte zunächst ihr Erbe nicht so einfach antreten. Jedoch wächst ihr die Konditorei mit der Zeit ans Herz - allerdings erst, als es schon zu spät scheint, denn inzwischen steht es um die Krögersche Konditorei nicht mehr gut. Marie will der Konditorei zu neuem Glanz verhelfen, indem sie das Marzipan - nach einem alten Rezept ihrer Familie, das nur sie und ihre Eltern noch kennen - köstlicher denn je herstellt und neue Kreationen schafft. Auf ihrer ersten großen Reise, auf der sie das Marzipan ihrer Konditorei präsentieren möchte, lernt sie den Weinhändler Thomas Hansen kennen, der ihr vom ersten Moment an den Kopf verdreht... "Das Marzipanmädchen" zählt nun zu meinen Lieblingsbüchern. Lena Johannsons Schreibstil ist so wunderbar flüssig zu lesen, ohne dass es ihm an Ausschmückungen mangelt, die zum Beispiel das Lübeck von 1870 beschreiben. Ich habe mir dieses Buch in erster Linie gekauft, weil es in meiner Lieblingsstadt Lübeck spielt. Da heute noch einiges von dem, was in Maries Welt zu sehen ist, da ist, konnte ich mir die Stadt durch ihre Augen sehr gut vorstellen. Die Charaktere im Buch sind sehr sympathisch. Den ein- oder anderen Bösewicht gibt es auch, der dafür sorgt, dass die Geschichte nie langweilig wird. Auch die Liebesgeschichte zieht einen in ihren Bann. Man fragt sich immer, wie es wohl weitergeht und legt das Buch nur ungern aus der Hand. Zudem ist Maries Geschichte sehr glaubwürdig. Ich denke, dass es sich damals genauso zugetragen haben könnte. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass man als Leser auf den Reisen (außer jenen ins nahe gelegene Travemünde) nicht dabei sein konnte. Ich hätte gerne darüber gelesen, wie es Marie zum Beispiel auf ihrer ersten Reise am russischen Zarenhof erging. Andererseits ist es auch schön, dass die Geschichte sich einzig auf das schöne Lübeck konzentriert, sodass der Leser sich nicht von neuen Eindrücken erschlagen fühlt. Denn das ist auch, was "Das Marzipanmädchen" ausmacht: Es ist wunderbar schlicht und glaubhaft, ohne jemals langweilig zu werden. Fazit: Ich empfehle das Buch an jeden, der gerne Historische Romane liest. Insbesondere Liebhaber der Stadt Lübeck sollten mit diesem Buch sehr glücklich werden.

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  • Lübeck und sein Marzipan

    Das Marzipanmädchen
    Sabine17

    Sabine17

    03. March 2014 um 20:41

    Das Buch spielt in der Zeit von 1870 bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs. Erzählt wird die Geschichte einer Lübecker Familienkonditorei, die für ihre Marzipankreationen berühmt und bekannt ist. Im Mittelpunkt steht Marie Kröger, die nach dem überraschenden Tod ihres Bruders mit 17 Jahren die Leitung der Konditorei übernehmen muss. Sie behauptet sich in einer Männerwelt und wartet mit erstaunlichen Geschäftsideen auf. Sie verhandelt in St. Petersburg mit der Zarenfamilie und trifft den deutschen Kaiser. Gleichzeitig setzt sie sich in Lübeck sehr für soziale Gerechtigkeit ein. Dadurch macht sie sich nicht nur Freunde und irgendwer ist hinter dem geheimen Marzipanrezept ihrer Familie her. Nebenbei stellt sich für sie die Frage, ob sie die Liebe ihres Lebens halten kann. Lena Johannson schreibt gewohnt flüssig wieder ein Stück Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt eine starke Frau steht. Interessant fand ich die Beschreibung Lübecks und Travemündes zu jener Zeit. Es gibt Einblicke in die Marzipanherstellung - wobei mir öfter das Wasser im Mund zusammenlief - und die Lebens- und Arbeitsumstände zu damaliger Zeit. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in zwei Tagen durchgelesen habe. Es hat mir noch besser gefallen als "Die Bernsteinsammlerin" und "Die Bernsteinheilerin", die ich bereits von Lena Johannson gelesen habe.  

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  • Angenehme Lektüre

    Das Marzipanmädchen
    Heleflo

    Heleflo

    21. October 2013 um 14:29

    Klappentext: Lübeck im Jahre 1870. Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will einmal Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder ums Leben kommt, soll sie die väterliche Konditorei übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen des schwerkranken Vaters und muss sich nun nicht nur den Respekt der Angestellten erkämpfen, sondern auch das Vertrauen der Kunden gewinnen – zu denen auch der russische Zar gehört. Hilfe erhofft sie sich von einem geheimnisvollen Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur Marie weiß, wo ihr verstorbener Bruder es aufbewahrte. Kann dieses Rezept Marie und die Konditorei vor dem Ruin retten? Meinung: Dieser Roman zeichnet sich vor allem durch den leichten Schreibstil aus. Das Buch ging so flüssig zu lesen, dass es eine wahre Freude war. Es wird die Geschichte der Marie Kröger erzählt, und das über ca. 80 Jahre hinweg. Somit werden viele Geschehnisse leider nur grob umrissen. Es bleibt aber immerzu interessant und auch spannend zu lesen, wie Marie die Konditorei übernimmt und versucht ihr Marzipan weltweit bekannt zu machen. Über die Jahre findet sie viele Freunde und ebenso Feinde, die ihr das Leben schwer machen. Es werden Ereignisse erwähnt, die wirklich stattgefunden haben. All das wird gekonnt in den Roman eingebunden, so dass man den Eindruck gewinnt, eine echte Lebensgeschichte zu lesen. Das Buch beginnt mit dem Prolog, in dem der Enkel von Marie die Konditorei nach dem 2. Weltkrieg wiedereröffnet. Das Buch endet dann auch wieder in der Konditorei 1947. Leider verwendet die Autorin manchmal eine zu moderne Sprache für das beschriebene Zeitalter. Ausdrücke wie Ansprechpartner, Vitamine, Mineralstoffe ect. wurden damals noch nicht verwendet. Wenn man darüber aber hinwegsehen kann, wird man von dem Buch bestimmt nicht enttäuscht. Fazit: Eine leichte und angenehme Lektüre, ohne großartig ins historische abzuschweifen. Jedem zu empfehlen, der beim Lesen auch entspannen will.

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  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    LEXI

    LEXI

    02. August 2012 um 16:46

    Interessanter historischer Roman um eine Lübecker Konditorfamilie, gespickt mit vielen Details aus der Zeit der Jahrhundertwende. Liebevoll und vielschichtig gezeichnete Charaktere runden das Bild ab und machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen. Empfehlenswert!

  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2012 um 15:04

    Es gibt Bücher die hinterlassen ein schönes und zufriedenes Gefühl nach dem Lesen. "Das Marzipanmädchen" ist eines dieser Bücher. Eine wunderschöne historische Geschichte, ein angenehm zu lesender Schreibstil und liebevoll gezeichnete Charaktere machen dieses Buch zu einem Erlebnis. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das jetzt unbedingt tun :-)

  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    mabuerele

    mabuerele

    16. June 2011 um 20:00

    Marie Krögers Eltern besitzen eine Konditorei in Lübeck. Es ist das Jahr 1870. Marie selbst träumt von einer Karriere als Tänzerin. Gerade ist sie aus der Ballettschule rausgeflogen, da sie besondere Ansprüche stellte. Nun wird sie ihre Eltern wohl überzeugen können, ihr eine Privatlehrerin zu engagieren. Allerdings hat sich der Vater seit dem Tode eines der beiden Söhne in sich selbst zurückgezogen. An diesem Tag aber stellt das Leben für Marie die Weichen völlig neu. Vor dem Haus steht eine Droschke. Also ist ihr Bruder aus Russland zurückgekehrt. Doch gekommen ist nur Achim Oeverbeck, der Begleiter ihres Bruders. Und er bringt eine Todesnachricht… Von jetzt auf gleich wird Marie Geschäftsführerin der Konditorei. Auf den Posten hatte Achim Oeverbeck gehofft… Der Autorin ist ein spannender historischer Roman gelungen. Die Verhältnisse in Lübeck werden lebendig. Die Beschreibung der Herstellung des Marzipans macht Appetit. Nur am Anfang hatte ich mit dem Roman einige Probleme. Nachdem der nun einzige Sohn die Fahrt nach Russland nicht überlebt hat, lässt die Familie ein 18jähriges Mädchen ohne Begleitung dorthin reisen? Die Vorgänge in Russland werden fast vollständig ausgeblendet. Der Leser erfährt weder, wie die junge Dame zur Audienz beim Zar kam, noch wie sie ihn davon überzeugt hat, dass sie als Geschäftsführerin für Qualität sorgen wird. Nach der Rückkehr entwickelt sich die Handlung allerdings logisch und folgerichtig. Dass der Wert der Konditorei in dem geheimen Rezept für Marzipan liegt, weiß auch Achim Oeverbeck. Das nur ist sein Ziel. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Neben dem historischen Geschehen und der Entwicklung der Marie von einem jungen, unbedarften Mädchen zur verantwortungsbewussten Geschäftsfrau gibt dieses Streben von Oeverbeck dem Buch zusätzliche Spannung. Gut dargestellt werden die sozialen Verhältnisse, aber auch die Auswirkungen des Baus der Wasserstraßen auf Lübeck. Das Buch lässt sich zügig lesen. Die einzelnen Handelsstränge sind in kurze Kapitel gegliedert. Der Stil ist der Handlung angemessen. Letztendlich ist es das Buch über eine starke Frau, die sich in der Männerwelt durchsetzt, aber nie den Blick für die weniger Privilegierten verliert. Vor allem der dieser Charakterzug hat mir Marie sehr sympathisch gemacht. Gut herausgearbeitet wurde auch, dass Industrialisierung im Handwerk nicht immer von Nutzen ist. Marie muss erleben, dass dabei die Qualität auf der Strecke bleibt. Doch gegenüber Neuem aufgeschlossen, flexibel und voller Ideen meistert sie auch diese Hürde. Eine Frage bleibt für mich offen: Gab es die Konditorei wirklich?

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  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    06. January 2011 um 18:11

    Ich lese sehr gern historische Romane - "Das Marzipanmädchen" ist empfehlens- und lesenswert, zumal man nach einer Leseunterbrechung sehr schnell wieder in die Geschichte hineinfand (was ich immer als sehr wichtig empfinde). Lübeck im Jahre 1870. Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will einmal Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder ums Leben kommt, soll sie die väterliche Konditorei übernehmen. Seit dem Tod seines Sohnes hat sich der Vater zurückgezogen und lebt in einer anderen Welt. Marie fügt sich dem Willen ihres Vaters und gibt ihren Traum vom Ballet für immer auf. Mit Unterstützung der Angestellten gelingt es ihr, den Familienbetrieb vorwärts zu bringen, zu dessen Kundschaft auch der russische Zar gehört. Das sie allerdings zu der damaligen Zeit als Frau / Kauffrau nach Russland mit dem Schiff fährt, mag ein bißchen angezweifelt werden. Mit ihrem eigenen Schreibstil führt uns die Autorin durch das damalige Lübeck hinein in das neue Jahrhundert und lässt Platz für große Gefühle. Eine unterhaltsame Geschichte, die uns den Einblick in die Marzipanherstellung der damaligen Zeit gewährt. Aber auch gleichzeitig die Lebensumstände der einfachen Bevölkerung schildert, welche Kämpfe, Vorherrschaften und das Mißtrauen gegenüber "emanzipierten" Frauen aufzeigt. Im Laufe der Geschichte wächst man mit der Figur Marie mit, fühlt und leidet mit ihr. Es gab und gibt sie noch immer - diese "eigensinnigen" Frauen, und dazu gehört auch Marie. Dem Roman merkt man die guten Recherchen der Autorin an. Und dem Leser, der Lübeck kennt, konnte bildlich mit dem Roman durch die Stadt wandern. Ein leichter Kritikpunkt wären die modernen Redewendungen, die es zu der damaligen Zeit bestimmt noch nicht gab. Aber warum sollte ein historischer Roman nicht mit Neuem versehen werden?! Alles in Allem: Der Roman liest sich flüssig, eine leichte Lektüre und es tat gut, nebenbei noch Marzipan zu naschen.

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  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Kitnahr

    Kitnahr

    08. July 2009 um 20:45

    Der historische Frauenroman beginnt mit am 15. Mai 1948 mit der Wiedereröffnung der Lübecker Marzipanfabrik Andresen. Im Rückblick wird die Geschichte einer starken Frau erzählt, die ihren Weg geht und sich dabei über zahlreiche Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzt. Im Jahr 1870 träumt die junge Lübeckerin Marie Kröger von einer Karriere als Balletttänzerin. Doch dann übernimmt sie auf Wunsch ihres Vaters nach dem überraschenden Tod ihres Bruders die väterliche Konditorei, die sich auf Marzipanherstellung spezialisiert hat. Aus dem naiven jungen Mädchen wird eine engagierte Geschäftsfrau, die sich mit ihren kreativen Ideen und viel Herz nicht nur für ihre Firma, sondern auch für Lübeck, die Kaufmannschaft und die sozial schwachen Bewohner der Stadt einsetzt. Obwohl an erster Stelle immer die Konditorei steht, bleibt genug Raum für eine romantische Liebesgeschichte voller Hindernisse. Viel Lokalkolorit aus Lübeck und Travemünde und historische Ereignissen und Personen wie Kaiser Wilhelm II. und eine Rede von vermutlich Rosa Luxemburg verleihen der flüssig zu lesenden Geschichte einen real wirkenden Hintergrund. Besonders gelungen sind die Abschnitte, in denen Lena Johannson beschreibt, wie Marie neue Kreationen mit Marzipan entwirft. Ihr solltet dieses Buch nicht lesen, ohne ein Stück Marzipan in Reichweite zu haben...

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  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Astrid77

    Astrid77

    30. June 2009 um 22:38

    Eine Frau, die einen anderen Weg geht als sie sich al junges Mädchen vorgestellt hat, trotzdem seinen Weg findet und glücklich ist/wird. Sie ist ziemlich emanzipiert für die Zeit, aber ich kann mir das durchaus so vorstellen. Sie will und Sie kann, alles erreichen was sie will. So sollen Romane sein bezaubernd.

  • Rezension zu "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson

    Das Marzipanmädchen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2008 um 15:36

    Der Roman hebt sich wohltuend von der Masse der historischen Frauenromane ab, weil der Hintergrund gut recherchiert ist. Das Zeitalter der Industrialisierung bietet einen spannenden Hintergrund.