Lena Johannson Haus der Schuld

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Inhaltsangabe zu „Haus der Schuld“ von Lena Johannson

Lena Johannson ist die Expertin für starke Frauenstoffe mit Ostsee-Flair. Ihre Romane "Das Marzipanmädchen", "Die Bernsteinsammlerin" und viele andere zeugen von ihrer Liebe zu dieser Region. Ihre beiden anderen Leidenschaften waren von jeher das Schreiben und das Reisen. Was lag da näher, als zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin zu absolvieren und in die Tourismusbranche zu gehen? Als Reisejournalistin konnte sie beide Vorlieben ideal kombinieren und unter anderem auch Afrika besuchen. Vor einigen Jahren erfüllte sich Lena Johannson einen weiteren Traum und zog an die Ostsee. Dies ist auch die Heimat von Amali, Hauptfigur ihres neuen Romans. Amalis Vorfahren sind vor über 100 Jahren nach Afrika ausgewandert, doch der Grund für diese Emigration scheint von einem Geheimnis umgeben zu sein. Als Amali nach dem Tod ihres Vaters dessen Nachlass ordnet, stößt sie auf ein Unrecht, für das sie unbedingt späte Gerechtigkeit erkämpfen will.

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  • Haus der Schuld

    Haus der Schuld
    NicoleP

    NicoleP

    04. December 2015 um 17:05

    Als Amali den Nachlass ihres Vaters ordnet, fallen ihr Briefe und Tagebucheinträge in die Hände. Diesen Unterlagen nach zu urteilen, wurde ihr Ururgroßvater um seine Kaffeeplantage in Afrika erpresst. Nicht genug, dass – wie sich später im Buch zeigt – ihre Vorfahren durch Hinterlist und Betrug nach Afrika ausgewandert waren, hat die Familie von Eichenbaum sich später auch die Plantage durch eine List genommen. Amali findet das von ihren Vorfahren verlassene Forsthaus und trifft auf einen der Nachkommen derer von Eichenbaum, der sie bittet, sein Grundstück zu verlassen. Doch Amalis Neugierde auf diese Seite ihrer Familie ist geweckt, denn wohl auch ihre Großmutter hatte sich auf Nachforschungen begeben. Während Amali in der Gegenwart versucht, mehr über die Geschichte ihrer Familie zu erfahren, lernt der Leser Wilhelmina und Alexander – Amalis Ururgroßeltern – kennen und erfährt, wie diese um ihren Besitz in Deutschland gebracht wurden. Ihre beiden Kinder Perpetua und Rutger werden in Deutsch-Ost-Afrika geboren und wachsen auf der Farm auf. Ausgerechnet Rutger wird später diese Farm an einen von Eichenbaum verlieren. Somit wiederholt sich die Geschichte in der nächsten Generation. In Tansania trifft Amali durch einen Zufall auf Bausi von Eichenbaum. Sie erzählt ihm ihre Geschichte und hofft einen Verbündeten zu haben, denn er scheint auf den deutschen Zweig seiner Familie nicht gerade gut zu sprechen zu sein. Doch kann Amali einem von Eichenbaum wirklich trauen? In weiteren Rückblicken erfährt man immer mehr von dem damaligen Leben und auch von der Einstellung, die damals unter den Kolonialisten üblich war. „Neger“, „Wilde“ oder auch „Ding“ sind nur einige Begriffe, mit denen damals die Einwohner bezeichnet wurden. Lena Johannson hat den Ton der damaligen Zeit gut getroffen und auch die „Scheinheiligkeit“ einiger „Kolonialherren“ beschrieben. Wie sie selbst in ihrem Schlusswort schreibt: „…weiß selbstverständlich, dass die Bezeichnung Neger heute nicht mehr akzeptabel ist. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war das ganz anders. Die Sprache in den Passagen dieses Buches, die in der weiten Vergangenheit spielen, ist bewusst so gewählt. Sie soll die Einstellung der Europäer – von Unwissen oder auch Ignoranz geprägt – deutlich machen.“ Genau das ist ihr dadurch sehr gelungen. Die Einstellung der damaligen Zeit zu den Einwohnern des afrikanischen Kontinents war so und es ist richtig, auch in den damals üblichen Worten zu schreiben. So wirken die Passagen aus dieser Zeit glaubhaft, und leider haben sich viele der damaligen Vorurteile und Einstellungen bis in unsere – doch ach so aufgeklärte Zeit – gehalten. Das „Haus der Schuld“ ist somit ein gut geschriebener und leicht lesbarer Roman, der die Figuren und ihre Charaktere wunderbar beschreibt und diese fast „lebendig werden“ lässt. Ein Buch, welches eine interessante und unterhaltsame Lesezeit bietet.

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  • Ein Trip in das Gestern

    Haus der Schuld
    baronessa

    baronessa

    01. February 2015 um 12:44

    Der Vater ist bestattet und nun muss Amali die Wohnung auflösen. Traurig sortiert sie die Unterlagen, als sie ein Schreiben findet, indem ihr Ururgroßvater erpresst wird. Das lässt ihr keine Ruhe und Amali forscht nach. Sie findet heraus, dass nicht nur ihre Vorfahren nach Afrika ausgewandert sind, sondern auch bei einem Glücksspiel von einem Adligen betrogen wurden. Sie fährt mit ihrer Freundin an die Ostsee, um das alte Forsthaus ihrer Vorfahren zu finden. Als sie tatsächlich vor dem baufälligen Haus stehen, kann sie nur an eins denken – der perfekte Ort für einen Hofladen. Dabei lernt sie auch den Nachfahren des Gutes kennen, dessen Familie ihre Vorfahren über den Tisch gezogen hatten. Sie setzt alles daran, die Geschehnisse von damals aufzuklären und um Gerechtigkeit zu erlangen. Dabei unterstützt sie ein Rechtsanwalt, aber ein Rechtsanspruch gibt es nicht mehr, denn das Ereignis ist verjährt. Amali packt ihre Koffer und fliegt nach Afrika. Dort lernt sie einen jungen Mann kennen, indem sie sich verliebt, dessen Name mit ihrer Familie und derer von Eichenbaums verflochten ist. Sie muss jedoch bald erkennen, dass sie von ihm nicht nur getäuscht wurde, sondern dass er sie hintergeht.         Vergangenheit und Zukunft einer Familie sind in diesem Roman eng miteinander verbunden, genauso beide Erzählstränge. Gut finde ich den Kontrast zwischen Afrika und Deutschland, das jeweilige Zeitalter und die Beschreibung der Protagonisten und der Gegebenheit. Einen Minuspunkt gibt es für Amali. Sie kommt bei mir nicht so an, dass sie für Gerechtigkeit sorgen will, sondern mehr auf der Suche nach einer Geldquelle für ihren Hofladen ist. Der Werdegang ihrer Vorfahren hat mir besser gefallen, als das Geschehen um Amali. Der Titel passt, ebenso das Cover. Das Geschehen in der Geschichte wird mit einer Überschrift gekennzeichnet, sodass man nicht den Überblick verlieren kann.  

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