Lena Klassen Der Kuss des Wandlers

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Inhaltsangabe zu „Der Kuss des Wandlers“ von Lena Klassen

Ein Volk aus einer anderen Welt. Ein dunkles Wesen mit unvorstellbarer Macht. Und eine junge Geigerin, die kein Wunderkind ist - oder vielleicht doch? Als Kiara mit eigenen Augen sieht, dass sich ihr Geigenlehrer in eine Elster verwandeln kann, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Denn seit vielen tausend Jahren leben die Wandler unerkannt in unserer Mitte - und Kiara ist eine von ihnen. In dem Kampf der beiden verfeindeten Wandler-Clans fällt ihr eine gefährliche Aufgabe zu: Sie soll sich in Prag unter die neuen Schüler des gegnerischen Clans mischen und den Skorpionkönig finden, bevor er sein tödliches Potential entfaltet. Dabei will Kiara doch nur ihre Vogelgestalt entdecken und fliegen. Und für ihre Mission ist es auch nicht gerade hilfreich, dass sie sich gleich am ersten Tag verliebt ... Verwandlung, Magie und Romantik - der erste, in sich abgeschlossene Band der neuen Wandler-Reihe von Lena Klassen.

Schöne Fantasy-Romance, bei der weder die Phantastik noch die Liebe zu kurz kommt.

— sosha
sosha

Einfach wunderschönes Buch!!

— nia_
nia_

Ein Wohlfühlbuch - Romantik, Spannung und ganz viel Magie

— MIRA
MIRA
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  • Die Welt ist im Wandel

    Der Kuss des Wandlers
    sosha

    sosha

    11. May 2015 um 23:08

    Ein ganz normales Mädchen, welches eines Tages erfährt dass die Welt nicht so ist wie sie dachte. Kiara stellt nicht nur fest, dass ihr Geigenlehrer sich in eine Elster verwandeln kann; sie lernt auch, dass sie selbst kein Mensch, sondern ein Wandler ist. Von diesem Volk gibt es zwei verfeindete Lager in der Menschenwelt: Die Schlangen und die Skorpione. Kiara ist eine Schlange und wird in die Sommerschule der Skorpione als Spion eingeschleust. Sie ist aber auch ein Teenager und freundet sich mit den anderen Schülern an, die eigentlich ihre Feinde sein sollen. Vor diesem Setting entspannt Lena Klassen eine Geschichte über Heimlichkeiten und Verrat, über Freundschaft und Liebe. Ich muss zugeben - eigentlich bin ich skeptisch bei Liebesgeschichten die im Fantasy-Bereich angesiedelt sind. Viel zu oft enden da meiner Meinung nach gute Ideen in blassen Romanzen, bei denen die phantastischen Elemente nur noch zu Dekozwecken herhalten müssen. Hier wurde ich sehr positiv überrascht! Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen, der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Außerdem wurde gründlich Korrektur gelesen, sprich: Es finden sich keine Rechtschreib- oder Flüchtigkeitsfehler! Das ist bei selbst verlegten eBooks leider nicht immer so, daher betone ich das extra ;-) Die Figuren sind sehr plastisch und charaktervoll dargestellt. Natürlich findet man auch hier Klischees von blassen Außenseitern oder einem Mädchen, das nicht weiß dass ihre Umgebung sie wunderschön findet, aber ganz ehrlich ist mir das beim Lesen nie negativ aufgestoßen. Man entwickelt leicht Sympathien oder Antipathien für bestimmte Charaktere, aber es gibt einige unerwartete Wendungen in der Geschichte, die die Meinung des Lesers gründlich durcheinanderwirbeln. Das wird in den Folgebänden noch schlimmer, kann ich schon mal verraten ;-) Die Geschichte bleibt spannend und Kiara muss gegen einige Widerstände ankämpfen, ohne zuerst zu wissen was eigentlich ihr Ziel ist. Ich habe die Hälfte des Buches in einem Rutsch gelesen, was ich in den letzten Jahren eher selten gemacht habe. Immerhin weiß ich jetzt auch, dass ich sehr lange in meinem eBook-Reader lesen kann, ohne dass mir die Augen wehtun ;-) Die Geschichte war aber auch so mitreissend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen! Ich kann den Roman allen empfehlen, die eine gut gemachte Fantasy-Romance lesen wollen, bei der weder die Phantasik noch die Liebe zu kurz kommt. Ich verschlinge gerade die Folgebände - wer Spaß an Intrigen und Machtspielchen hat, darf sich auf den zweiten Band und den Sonderband freuen!

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  • TOLL!

    Der Kuss des Wandlers
    nia_

    nia_

    21. November 2014 um 19:59

    Wirklich tolles Buch. Es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und man fühlt sich der Protagnistin sehr verbunden. Ich muss zwar zugeben, dass das Buch mich mit seinen Emotionen auch mal in eine kleine Depression gerissen hat, weil auf einen so viele Gefühle einstürzen, aber die geschichte ist interessant gestaltet.

  • Ein Wohlfühlbuch - Romantik, Spannung und ganz viel Magie

    Der Kuss des Wandlers
    MIRA

    MIRA

    09. August 2014 um 12:04

    Herzensprojekt - so hat Lena Klassen ihre neue Reihe "Die Wandler" auf ihrem Blog bezeichnet - und damit meine Neugier geweckt. Wie könnte man auch nicht hellhörig werden, wenn eine durchaus produktive Schriftstellerin davon spricht, dass ihr ein Werk besonders am Herzen liegt. Was macht es aus, dieses Herzensprojekt, habe ich mich gefragt und nicht lange gefackelt. Gespannt und mit nicht geringer Erwartung habe mich auf einen Streifzug durch "Der Kuss des Wandlers" gemacht, den Auftaktroman der neuen vierbändigen Wandlerreihe. Meine volle Aufmerksamkeit war dem Buch gewiss. Denn ich wollte ihn spüren, den Puls der Geschichte. Bevor ich zu den Einzelheiten meiner Spurensuche komme, sei eines vorweggenommen:"Der Kuss des Wandlers" ist ein Wohlfühlbuch. Wohlfühlbuch deshalb, weil Lena Klassen auf genau die richtigen Zutaten gesetzt hat: Magie, Romantik und Spannung sind es, die zu gleichen Teilen den Roman ausmachen und wohldosiert genau an den richtigen Stellen ihre Wirkung entfalten. Müsste man den Roman jedoch inhaltlich auf den Punkt bringen, dann kommt man nicht um den Begriff "Verwandlung" herum. Denn allem voran ist die Geschichte um die junge Geigerin Kiara, die sich in ihren Erzfeid verliebt, die Geschichte einer Wandlung. Wandlung nicht nur deshalb, weil Kiara Kraft ihrer Geburt das Potenzial hat, in eine andere Gestalt zu schlüpfen - wie der Leser schon nach wenigen Seiten erfährt. Sondern weil sie sich im Laufe des Romans von der ewig durchschnittlichen grauen Maus "sprichwörtlich" in einen Schmetterling verwandelt. Doch dieser Weg ist steinig. Kiara wird zum Spielball in einem erbitterten Kampf, bei dem es um Leben um Tod geht und die Grenzen verwischen. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Wem kann sie trauen? Und welche Augen sind es, die von Liebe erzählen? Ist es das strahlende lichte Blau, für das Kiaras Herz schlägt? Oder doch das nachtschwarze Dunkel, in dem sie sich zu verlieren scheint? Auf der Suche nach dem König des Feindesclans findet die 16-jährige nicht nur Abgründe und Hass, Zweifel und Gewissheit, sondern auch sich selbst. Soviel zum Inhalt, von dem ich nicht mehr verraten werde. Doch wo pocht er nun, der Puls der Geschichte. Was macht die Kraft des Romans aus? Ist es die eigentümliche Magie, die im Akt der Verwandlung selbst liegt? Denn was könnte schöner sein, als Kiara und all die anderen jungen Wandler dabei zu beobachten, wie sich die Grenzen ihrer Körpers auflösen, aufgehen in einem Sein, das jeher in ihnen geschlummert hat. Zuzuhören, wie sie einem stillen Ruf folgen, wie sie lernen, dem Takt ihres Herzens zu lauschen? Zuzusehen, wie Kinderträume wahr werden und Kiara abhebt und die Lüfte erobert? Oder ist es das Grauen, das immer wieder wie Spinnenbeine über die nackte Haut huscht, wenn offenbar wird, welch menschliche Abgründe sich auftun können - in Freunden, in Vertrauten, in ganz gewöhnlichen Jugendlichen. Wenn deutlich wird, dass Moral und Unrechtsbewusstsein mit einem Fingerschnippen ihre Bedeutung verlieren, wenn der Wille zur Macht sich wie eine Krankheit ausbreitet und mehr wiegt, als ein Menschenleben. Wenn ein reiner Verdacht reicht, um aus dem Fenster geworfen zu werden ... Vielleicht ist es weder Magie noch Grauen, sondern die wunderbare Kulisse, vor der sich Kiaras Geschichte abspielt. Vielleicht ist es das faszinierende Prag, das Lena Klassen vor den Augen der Leser auferstehen lässt. Das Pulsieren der Metropole im Osten Europas. Denn wie bei den glühenden Streifzüge durch Budapest in Klassens Roman "Magyria", hört man auch in Prag an jeder Ecke das Wispern der Geschichte, das Echo der Jahrhunderte, das Flüstern einer jungen Liebe ... Ob andere sich bei der Lektüre von "Der Kuss des Wandlers" genauso wohl fühlen wie ich, ist nicht gewiss und lässt sich nicht abschließend beantworten. Genauso wie jeder den Puls einer Geschichte an einer anderen Stelle fühlt. Für mich hat er zu schlagen begonnen, als ich Kafka in der Geschichte gespürt habe, einen Autor der mich seit jeher fasziniert. Und als mir klar wurde, dass in der Selbstaufgabe und Selbstentfremdung Gregor Samsas der Schlüssel des Romans liegt. Die Frage ist nur, was hier zu erst da war. Die Idee, auf Kafkas Werk "Die Verwandlung" einen Fantasie-Roman aufzubauen. Oder die Idee von den Wandlern selbst. Kafka hat es Zeit seines Lebens nicht geschafft aus seiner Haut zu schlüpfen und sich zu befreien. Genauso wie sein verwandelter Protagonist Gregor Samsa. Hier verlässt Klassen den vorgezeichneten Weg. Sie lässt ihren Protagonisten nicht untergehen. Gottse

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