Lenz Koppelstätter

 4.2 Sterne bei 194 Bewertungen
Autor von Nachts am Brenner, Die Stille der Lärchen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lenz Koppelstätter

Neuigkeiten aus Südtirol: Lenz Koppelstätter wurde 1982 in Bozen, Italien, geboren und ist in Südtirol aufgewachsen. Nach dem Studium der Politik und Sozialwissenschaften in Bologna und Berlin, besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. Als freier Autor schrieb er unter anderem für den Tagesspiegel und die Zeit online, er war Kolumnist und Medienentwickler für verschiedene Verlage und Magazine. 2015 erschien sein Debütroman „Der Tote am Gletscher“ mit dem ermittelnden Commissario Grauner. Das Buch stellt den Auftakt zu einer Reihe Südtirol-Krimis dar.

Alle Bücher von Lenz Koppelstätter

Die Stille der Lärchen

Die Stille der Lärchen

 (65)
Erschienen am 13.10.2016
Nachts am Brenner

Nachts am Brenner

 (69)
Erschienen am 05.10.2017
Der Tote am Gletscher

Der Tote am Gletscher

 (54)
Erschienen am 17.08.2015
Das Tal im Nebel

Das Tal im Nebel

 (6)
Erschienen am 10.01.2019
Das Leuchten über dem Gipfel

Das Leuchten über dem Gipfel

 (0)
Erscheint am 16.01.2020
Der Tote am Gletscher

Der Tote am Gletscher

 (0)
Erschienen am 25.05.2016

Neue Rezensionen zu Lenz Koppelstätter

Neu

Rezension zu "Das Tal im Nebel" von Lenz Koppelstätter

Wieder sehr atmosphärisch
Streiflichtvor 4 Monaten

Auf diesen vierten Teil der Reihe war ich schon sehr gespannt, weil ich die drei Vorgänger sehr mochte. Außerdem war ich neugierig, wie es weitergeht, nachdem Grauner den Mord an seinen Eltern aufgeklärt hatte und sich damit ja vieles verändert hat.

Wieder hat Autor Lenz Koppelstätter eine wunderbare Sprache, die so herrlich beschreibend ist und die Leser nach Südtirol entführt. Wieder in eine andere Gegend und daher unter ganz andere Vorzeichen. So wird es auch landschaftlich nie langweilig oder zäh. Man lernt Südtirol auf eine ganz eigene Art und Weise kennen, die mir sehr gut gefällt und mich immer wieder neugierig auf die verschiedenen Landschaften und Orte macht.

Erneut ist auch der Kriminalfall spannend und bis zur letzten Seite interessant. Gut gefallen hat mir auch, dass dieses Mal Ispektore Claudio Saltapepe etwas mehr im Mittelpunkt steht. Zum Glück kommt aber auch Grauner mit seinem Privatleben nicht zu kurz. Ich mag es sehr, wenn man auch vom Privatleben der Ermittler etwas mitbekommt und diese Balance zwischen Mord- bzw. Kriminalfall und Lebensgeschichte bekommt Koppelstätter immer sehr gut hin, finde ich.

Ich habe das Buch wieder mit Begeisterung gelesen und freue mich schon auf den nächsten Fall, der hoffentlich in einem Jahr folgen wird. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass mich das Buch nicht ganz so gepackt wie seine Vorgänger. Es war atmosphärisch, spannend, unterhaltsam und ich habe es gerne gelesen – daher kann ich nicht genau sagen, was mich gestört hat. Vielleicht war es auch die sehr hohe Erwartung. Insgesamt aber ein Lesegenuss, der mich auf eine wunderbare und auch etwas schaurige Reise nach Südtirol geschickt hat.

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Rezension zu "Das Tal im Nebel" von Lenz Koppelstätter

"Die im Dunklen sieht man nicht" (Bert Brecht)
Bellis-Perennisvor 5 Monaten

In einer der zahlreichen Apfelkisten im Südtiroler Unterland werden zwei Frauenleichen gefunden. Anders als in Südtirol sonst üblich, haben hier, statt der Bürgermeister und/oder Pfarrern die Obstbauern das Sagen. Das irritiert sogar den Viechbauern und Commissario Johann Grauner. Sein Kollege Claudia Saltapepe, einem strafversetzten Neapolitaner sind die Südtiroler sowieso ein Rätsel. Und die Bauern präsentieren auch sogleich einen passenden Täter: Der Zwölfer-Heinrich muss es gewesen, der gilt als weltfremder Sonderling, dem alles zuzutrauen ist. Dieser Theorie widerspricht allerdings ein rätselhafter Fetzen Papier. Was ist da wirklich passiert?

Als kurz darauf hin die Identität der beiden Frauen feststeht, beginnt Claudio am Straßenstrich von Bozen zu ermitteln, während Grauner der Fährte des Papierstückes folgt und sich unvermittelt in einem Symposion für Gewürztraminer winderfindet, das für Zoff und einen schweren Kopf sorgen wird. Weder Grauner noch Saltapepe bemerken, dass sie dabei von kaum wahrnehmbaren Schatten verfolgt werden.

Meine Meinung:

Lenz Koppelstätter entführt uns gekonnt in die Welt der Südtiroler Obst- und Weinbauern, deren Überlebenskampf gnadenlos ist. Da gerät schon der eine oder andere in Versuchung, sich mit dunklen Mächten einzulassen, die immer öfter die Hand nach dem beschaulichen Südtirol ausstrecken.

Diesmal erfahren wir einiges aus Saltapepes Gefühlswelt, die derzeit wegen einer Frau in Aufruhr ist. Claudio ist bemüht, seine Kontakte zu den Carabinieri spielen zu lassen. Polizia di Stato und Carabinieri sind einander ja (meistens) spinnefeind. Die einen, unterstehen dem Innenministerium, die anderen dem Militär. Es scheint auch, dass diese Ressentiments seitens der Politik noch angeheizt werden.

Schmunzeln musste ich über diese Stelle (S. 129): Auf der Suche nach einem Zeugen verrät der auffällige Alfa Giulia Saltapepe als Polizist.
„Ich kenne keinen normalen Menschen, der einen derart ausgerägten Alfa-Fetisch hat. Den haben nur Polizisten, Carabinieri oder Finanzer.“
Das Auto ist kirschrot, ein Vierzylinder und hat neben 280 PS, ein Sechsganggetriebe und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Diesmal müssen Grauner und Saltapepe erkennen, dass gegen die Machenschaften von internationalen Gangstern wenig auszurichten ist. Sie können zwar dem großen Puzzle ein weiteres Steinchen hinzufügen, befriedigend ist das alles nicht.

Fazit:

Ein Krimi mit Tiefgang, bei dem auch der Frust über die Ermittlungsergebnisse mitschwingt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezension zu "Das Tal im Nebel" von Lenz Koppelstätter

Organisiertes Verbrechen im beschaulichen Südtirol
Matzbachvor 5 Monaten

Im Südtiroler Unterland werden auf dem Kotten eines Apfelbauers zwei Frauenleichen gefunden. Als Tatverdächtigter bietet sich dieser an, denn er ist ein Sonderling, der kaum Kontakte zur Außenwelt pflegt. Doch als die Identität der beiden Frauen aufgedeckt wird, stellt sich heraus, dass diese zwei Prostituierte auf dem Straßenstrich im Tal des Nebels waren, die beide nebenher auch so etwas wie einen festen Liebhaber hatten.

Grauner und sein Assistent Saltapepe ermitteln daher sowohl in der Welt der Winzer als auch der der Erntehelfer und des Straßenstrichs. Dabei stoßen sie auf die Spur des internationalen Verbrechens, das auch im kleinen Südtirol seine geschäftigen Finger ausstreckt. Bis sie den fall lösen können, müssen beide, unabhängig voneinander, einige böse Erfahrungen machen.

Der vierte Fall des ermittelnden Bauers (oder ist es ein landwirtschaftlich tätiger Kommissar?) überzeugt wie schon seine Vorgänger durch eine ausgewogenen Mischung aus Spannung, privater Probleme und Problemchen und der Darstellung der landschaftlichen Reize Südtirols.

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