Jakob

von Leo Bigger 
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Jakob
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Hinfallen, aufstehen und dennoch im Glauben auf Gott weitergehen. Jakobs Leben ist geprägt von Fluch und Segen.

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Glaubensfragen auf leichte Art dargestellt!

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Inhaltsangabe zu "Jakob"

In seinem unnachahmlichen Stil stellt ICF-Gründer Leo Bigger nach "Esther" jetzt mit "Jakob" sein zweites Buch über biblische Personen des Alten Testaments vor. In seinem neuesten Oeuvre heftet er sich dicht an die Fersen des Stammvaters und Patriarchen Jakob und begleitet ihn auf einer Lebensreise voller Irrungen und Wirrungen durch fruchtbare Perioden und trockene Abschnitte. Alles andere als trocken sind die immer wieder sehr praktischen und lebensnahen Anwendungen, die der Autor auf prägnante, humorvolle und unterhaltsame Weise zum Besten gibt. Das Buch ist zudem mit schönen und kunstvollen Bildern von Männern mit Bart illustriert, passend zum Protagonisten Jakob, dem Dritten aus der Reihe der bärtigen Stammesväter des Volkes Israel.
Der Autor schreibt äußerst kraftvoll und authentisch – mit dem Herzen in der Hand und viel Leidenschaft in der Feder. Seine Freude am Plan Gottes mit jedem einzelnen Menschen, sein herrlich unfrommer Glaube und seine Lebenslust sind extrem ansteckend. Dazu das gewohnt eigenständige und visuelle Trends aufgreifende, höchst ansprechende Seitenlayout der ICF-Grafiker. Ein echtes Lesevergnügen für Jung und Alt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783038481317
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Großformatiges Buch
Umfang:216 Seiten
Verlag:Fontis
Erscheinungsdatum:04.09.2017

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    MelEvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hinfallen, aufstehen und dennoch im Glauben auf Gott weitergehen. Jakobs Leben ist geprägt von Fluch und Segen.
    Jakob - Eine starke Geschichte

    Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christus glaubt und mit ihm verbunden sei. … Wenn ihr aber zu Christus gehört, seid ihr Nachkommen Abrahams und seid damit – entsprechend der Zusage, die Gott ihm gegeben hat – Abrahams rechtmässige Erben.
    (Galater 3,26-29)

    " Jakob - Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen" zeigt die biblische Geschichte von Jakob auf sehr interessante Weise und bezieht sich auch auf mein Leben. Hinfallen, aufstehen und dennoch im Glauben auf Gott weitergehen. Jakobs Leben ist geprägt von Fluch und Segen. Den Betrug, den er selbst begeht, um von seinem Vater gesegnet zu werden zieht sich durch sein ganzes Leben, wobei er aber auch Gottes Segen um seine Person zu spüren bekommt und das vielfach. Jakob wird selbst betrogen um seine große Liebe Rahel, dennoch lässt er sich nicht unterkriegen. Es ist bemerkenswert und vielleicht ist dieses auch ein Zeichen für eine ganz besondere Stärke dieses herausragenden Mannes, der dem Stamm Jesu entspringt? Es hat mich sehr beeindruckt, wobei Leo Bigger auch seine eigenen Erfahrungen mit Gott einfließen lässt und daher eine gewisse Authentizität in das Buch hineinbringt. Jakob ist allerdings die Person, auf die das Buch aufbaut und so gelesen, hat dieser ein sehr bewegtes, gesegnetes Leben geführt. Er hat viel verloren, aber auch viel gewonnen, da er auf Gott vertraut, auch wenn er ganz tief am Boden liegt. Verfolgt, gehasst und dennoch voller Hoffnung. Es zeigt sich immer wieder, dass er trotz Höhen und Tiefen ein Mann Gottes war. Manchmal überleist man in der Bibel die eine oder andere herausragende Stelle und auch mir, die ich schon lange gläubig bin, hat dieses Buch einiges Neue bescheren können, was ich auf das Heute übertragen kann. Das Buch ist mir nicht einen Augenblick langweilig oder altbacken erschienen, da die Worte, die Leo Bigger auf das Hier und Jetzt überträgt, auch auf mein Leben zugeschnitten ist. Vielleicht bin ich auch ein klein wenig wie Jakob, der sich den Segen seines Vaters erschlichen hat? Vielleicht bin ich in dem Moment Jakob, wenn ich sehr viel Segen in meinem Leben erlebe? Vielleicht bin ich dann Jakob, wenn ich erkenne, dass der Himmel sich öffnen wird für mich und Gott mir höchstpersönlich begegnen will? " Jakob - Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen" ist sehr gelungen dargestellt und ein Buch, welches Mut macht und aufzeigt,  wie schwer es fällt aufzustehen und weiterzumachen, wenn man tief gefallen ist, aber der Lohn und die Erkenntnis groß ist, dass Gott mich nicht verlassen hat, sondern hindurch getragen hat. Gerne eine Leseempfehlung und der Hinweis darauf, dass nicht nur Jakob im Fokus des Buches steht, sondern auch Leo Bigger und die Entstehung des ICF. Dieses macht das Buch interessant und lässt die biblische Geschichte in einem neuen Licht erstrahlen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Glaubensfragen auf leichte Art dargestellt!
    was uns Jakobs Leben lehrt

    „...Immer, wenn wir es schaffen, Gott zu vertrauen, säen wir, Wir säen eine Saat aus, die sich schlussendlich für uns und für unsere Nachkommen als Segen herausstellen wird...“


    Das Buch beginnt mit der Geschichte des Jakob aus der Bibel. Dann analysiert der Autor in acht Kapiteln das Verhalten des Jakob genauer und zieht Schlussfolgerungen für unsere Zeit.

    Jakob hat seinen Bruder betrogen und sich den Segen erschlichen. Immer wieder arbeitet der Autor heraus, dass Jakob wusste, was er wollte und ein Ziel vor Augen hatte. Im Gegenteil dazu war Esau mit dem Ist – Zustand zufrieden und hat zu spät begriffen, was ihm entgangen ist.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Auf humorvoll-erfrischende Art nähert sich der Autor den entsprechenden Themen, sei es Vertrauen, Einsatzbereitschaft oder Zielstrebigkeit. Er scheut sich dabei nicht, persönliche Lebenserfahrungen einfließen zu lassen oder sich auf Beispiele anderer zu berufen. Er nutzt ebenso Wiederholungen, um ein Thema zu vertiefen.

    In der Regel geht er zuerst auf Jakobs Leben ein, belegt das durch Bibelzitate, nennt dann weitere Beispiele aus der Bibel und wendet sich letztendlich der Gegenwart zu .

    In einem seiner Schwerpunktthemen geht es darum, dass wir uns im Leben entscheiden müssen. Wer Entscheidungen versäumt, verzichtet auf Gottes Segen. Gott hat einen Plan für uns, erwartet aber, dass wir selbst mit aktiv werden. Einer seiner Sätze lautet:


    „...Mach lieber einen Fehler aus Überzeugung, als ängstlich auf der faulen Haut zu liegen...“


    Der Autor arbeitet sehr viel mit Fragen. Die können als Überschrift zu einem ganzen Kapitel gesetzt oder als lose Fragen innerhalb einer Abhandlung gestaltet sein. In beiden Fall gibt es dann eine Reihe von Denkanstößen.

    Außerdem mag der Autor in seinen Darlegungen Aufzählungen. Dadurch wird ein Thema konsequent komprimiert abgehandelt, sei es die Darlegung, was und wer uns den Segen raubt, oder die Möglichkeiten, sich selbst zu erkennen. Ein Zitat soll das wieder verdeutlichen:


    „...Nicht Menschen entscheiden, wer und was du bist. Egal, was sie über dich sagen und denken, Gott entscheidet!...“


    Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor klar herausstellt, dass zwar mit Gott alles möglich ist, dass aber unser Leben nicht nur Sonnenschein ist. Wir müssen auch durch die Tiefen, wie auch Jakob durch schwere Zeiten musste.

    Interessante Querverbindungen zu Saul und David, Gedanken über das Verhalten Rebekkas, Informationen über die Namensbedeutung der ersten vier Söhne von Lea und ausführliche Schilderungen der Stationen Jakobs von der Wanderung zu Laban bis zur Heimkehr ergänzen die Geschichte und werden ebenfalls mit der Gegenwart verknüpft. Jakobs Wandlung im Laufe der Zeit wird deutlich.

    Bibelzitate werden kursiv und fett dargestellt. Die Überschriften werden durch unterschiedliche Schrifteffekte hervorgehoben.

    Ganzseitige Fotos eines bärtigen Mannes dienen der Illustrationen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn der manchmal fast flapsig wirkende Schriftstil für diese Art von Literatur eher ungewöhnlich ist. Gerade aber dadurch könnte es gelingen, jugendliche Leser anzusprechen.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 9 Monaten
    Mit Gott rechnen

    Meine Meinung zum christlichen Sachbuch:
    Jakob
    Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen


    Aufmerksamkeit:
    Diesen Punkt gibt es wie stets auf meinem Blog zu entdecken.


    Inhalt in meinen Worten:
    Kennt ihr Jakob aus der Bibel? Den Fersenhalter, den der sich sein Erbrecht erschlich und fliehen musste, der 14 Jahre dafür arbeiten musste, um seine Liebe heiraten zu dürfen?
    Nein? Dann wird es Zeit, denn von diesem Typen kann man so einiges lernen.
    Anhand der Bibelgeschichte arbeitet sich Leo Stückchenweise durch das Buch und teilt mir seine Gedanken, Wünsche und Aufforderungen mit, dabei bleibt er echt, wirkt manchmal leicht überkomisch und hat eine Art an sich, die ich gerne höre, lesen? Nun teilweise schon.
    Der Rest kommt in den folgenden Zeilen.


    Wie ich das gelesene empfand:
    Es gibt Geschichten aus der Bibel die hat man einfach schon immer gehört, die sind einem geläufig und doch findet man bei jedem Lesen und bei jedem der über das eine aus der Bibel gerade spricht so viele Anhaltspunkte, das man wieder ein ganz anderes Bild auf die Bibelstelle bekommt.
    Jakob ist ein Mann, vor dem ich Respekt habe, ein Mann der liebt, leidet und Mist baut, und zugleich Gott erkennt, in der ganzen Fülle und Art und Weise wie es nur geht.


    Leo:
    Leo schreibt wie sein Schnabel gewachsen ist, dabei gibt es im Buch 8 Kapitel, jedes einzelne schaut eine Facette von Jakob an, und Leo bringt mich teilweise zum staunen, nachdenken und neu zum Gedankenordnen, meist mit Humor, manchmal mit Ernst, manchmal mit bekannten Liedtexten, oder Geschichten aus der Welt, aber auch aus seinem eigenen Leben, so das ich mir als Leserin ein besseres Bild über das Geschriebene machen kann, andererseits verwendet Leo sehr viele Begriffe die nicht biblisch im Kontext sind und manchmal leicht irritieren. Daran darf ich mich aber einfach nicht stören, denn Leo tickt einfach so.


    Bilder im Buch:
    Was mich jedoch störte, waren die Bilder, es sind nur Männer im Buch abgebildet und meist schauen die beiden Männer (es sind zwei Modelle für dieses Buch für Fotos bereit gestanden)mich an, was mich dezent stört, ich will einen Text lesen, ohne das Gefühl zu haben, von einem fremden Mann angesehen zu werden, natürlich ist das auch so, aber ich hätte mir dezentere Bilder gewünscht.
    Vielleicht sollen die Bilder dadurch suggerieren, dass im Vergleich zu Esther (auch ein Buch von Leo Bigger) dieses mal die Männer am Zug sind. Ich finde aber das beide Bücher, Esther und Jakob für beide Geschlechter lesbar sind, jedoch störte es mich eben, das mich die Porträts eher angesehen haben, und das lenkte mich beim lesen hin und wieder ab.


    Themen im Buch:
    Eigentlich ist das Buch für Menschen die neu im Glauben angekommen sind, ein starkes Buch, denn sie werden an die Hand genommen und bekommen eine Story zu hören, die mehr als unfassbar ist und doch eben eine Bibelstelle und wichtige Schlüsselgeschichte ist. Aber auch alte Hasen können in diesem Buch ziemlich viel für sich mitnehmen.
    Die Frage ist: Wie sieht dein Glas, das 400 ml fasst und derzeit 200 ml in sich trägt, aus? Siehst du nur das negative oder auch das positive? Auf was möchtest du dich in deinem Leben verlassen, auf das geht ja nicht oder auf deinen Gott der die Fülle der Segnungen für dich hat?
    Nun anhand des Buches kann sich jeder dazu ein eigenes Bild machen.


    Empfehlung:
    Ein Buch für Einsteiger und Fortgeschrittene, man darf sich an der Art von Leo nicht stoßen, sondern sollte offen sein, dadurch bekommt man auch mit was Leo einem mitteilen möchte.


    Bewertung:
    Diesem Buch gebe ich vier Sterne. Diese ergeben sich aus einem sehr schönen Buch das mir die Jakobs Geschichte näher bringt und gleichzeitig diese Geschichte auf mein Leben anwenden lässt, aber mich störten schon sehr die Bilder, deswegen auch der Sternenabzug.

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    LEXIvor 10 Monaten
    Jakob. Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen

    „Gott ist an unserer Seite. Jeden Tag. In jedem Moment unseres Lebens.“

    Der bekannte Pastor, Buchautor und Redner Leo Bigger befasst sich in seiner Neuerscheinung mit dem biblischen Jakob, dem zweiten Sohn von Isaak und Rebekka, der kurz nach seinem Zwillingsbruder Esau geboren wurde. Diese Geschichte aus der Bibel bildet auch den Einstieg in dieses Buch, der Autor geht ihr in Folge auf den Grund, er analysiert, welche Bedeutung sie im Hinblick auf unser eigenes Leben hat. In seinen Ausführungen befasst er sich mit verschiedenen Themenbereiche – wie zum Beispiel Mut, Vertrauen, die Bedeutung von Gottes Segen, wichtige Grundlagen, um Entscheidungen zu treffen, das Reden Gottes zu uns Menschen, Dankbarkeit oder den Umgang mit Verlusten.

    Leo Biggers Schreibstil ist locker-leicht, er schreibt klar und verständlich, manchmal sehr direkt. Er verwendet den flapsigen Jargon der Jugendlichen, wird manchmal sogar recht salopp, und wagt sich an einigen Stellen mit einer gehörigen Portion Humor an ein Thema heran. Dieser Humor ist oftmals so skurril, dass er mich während der Lektüre unweigerlich zum Schmunzeln brachte. Seine Begeisterung und seine positive Grundeinstellung sind im gesamten Inhalt spürbar, sie wirken ansteckend, aufbauend und motivierend. Leo Bigger plädiert für den Versuch, etwas im Leben zu bewegen und auf Gottes Wirken uneingeschränkt zu vertrauen. Auch wenn mir sein Schreibstil an manchen Stellen dann doch zu salopp ist, präsentiert Leo Bigger immer wieder Kernaussagen, die den Nagel auf den Kopf treffen, die tief berühren und beeindrucken und zum Nachdenken anregen. Es sind Aussagen wie:

    „Du bist die richtige Person, du lebst zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Ich habe einen Plan für dein Leben. Heute, hier und jetzt!“

    „Bevor du mit einem Problem konfrontiert wirst, hält Gott die Lösung dafür schon bereit. Gott geht vor dir her, um das nächste Kapitel in deinem Leben vorzubereiten. Du kannst dich extrem glücklich schätzen.“


    Wie bereits von dessen Vorgängern gewohnt handelt es sich auch hierbei um ein großformatiges Buch mit zahlreichen interessanten Illustrationen und Farbfotos. Der Inhalt wurde in acht Kapiteln aufgeteilt, die relativ große Schrift ist ein weiterer Pluspunkt, der einiges zur Lesefreundlichkeit beiträgt. Die Gestaltung des Buchcovers ist wie gewohnt beeindruckend. Ein dem Betrachter seitlich zugewandter Mann mit dunklem Haar, dunklen Augen und Bart sieht nachdenklich in die Ferne, seine schwarze Kleidung und der schwarze Hintergrund wirken dezent und sorgen dafür, dass der Blick des Betrachters sich vor allem auf das nachdenkliche Gesicht konzentriert. Buchtitel, Untertitel, Verlag und Autorenname wurden in dezenten Farben dargestellt, das Coverfoto wirkt geheimnisvoll und weckt die Neugierde auf den Inhalt dieses Buches.

    Fazit: Leo Biggers Buch stellt nicht nur einen optischen Blickfang, sondern zugleich auch eine sehr interessante und tiefgründige Lektüre dar. Die Analyse der Geschichte Jakobs und die Umsetzung der daraus gezogenen Erkenntnisse auf unser aller Leben ist dem Autor hervorragend gelungen. Auch wenn ich beim ersten Buch ein klein wenig Mühe hatte, mich an den flapsigen Schreibstil zu gewöhnen, stellt er für mich mittlerweile ein Markenzeichen für Leo Biggers Werke dar. Mit „Jakob“ präsentiert der Autor ein Buch, das mir ausgezeichnet gefallen hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.

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    pallass avatar
    pallasvor einem Jahr
    Jakob, ein Mann nach Gottes Wünschen


    Leo Bigger, Autor populärer chistlich-theologischer Bücher, ist leitender Pastor des ICF Zürich. Sein neuestes Werk lautet "Jakob - Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen"

    Wer das Alte Testament kennt weiß, dass Jakob einer der Zwillingssöhne von Rebekka und Isaak ist. Sein Bruder Esau war zwar der um wenige Minuten Erstgeborene, doch das hinderte Jakob nicht diesen von ihm so ersehnten Platz über einen Betrug an seinem Bruder zu erschleichen, in dem er sich den Segen seines Vaters über einen handfesten Schwindel stahl. Dieser Segen wird vom Vater immer nur an den Erstgeborenen erteilt und ist, einmal erteilt, unwiederruflich. Das gesamte Verhalten Esaus während all der Jahre vor dem Ende Isaaks läßt vermuten, dass ihm die Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten die mit einem solchen Segen verbunden sind nicht so wichtig und erstrebenswert waren wie diese wohl für Jakob bedeutet haben mögen. Nicht umsonst heißt es im Alten Testament von Gott: "Der Ältere wird dem Jüngeren dienen". Als Esau erfuhr, dass Jakob diesen Segen bekam, war er dennoch sehr wütend über den Betrug und Jakob musste vor ihm und seiner Rache fliehen. Jakob entkam zu seinem Onkel Laban wo er sich in dessen liebliche Tochter Rachel verliebte. Laban stellte zur Bedingung, dass Jakob sieben Jahre für ihn in Dienst bleiben muss, bevor er seine Tochter zur Frau bekäme. Als die sieben Jahre vorüber waren erkannte Laban, wie tüchtig Jakob war und welchen Gewinn er ihm durch seine geschickten Fähigkeiten einbrachte. So unterschob Laban ihm die ältere Tochter Lea zur dunklen Nacht in das Hochzeitszelt wodurch diese zu Jakobs Frau wurde. Die größte Liebe Jakobs war und blieb jedoch Rahel. Um diese als Zweitfrau zu erhalten musste sich Jakob weitere sieben Jahre für den Dienst an Laban verpflichten. Erst nach diesen langen 14 Jahren erhielt Jakob endlich seine geliebte Rahel zur Frau.

    Jakob war jedoch von Anbeginn der Zeiten an in Gottes Plan als Erbe Isaaks vorgesehen, weil er wusste wie - im Grunde genommen - gleichgültig es Esau war nach Gottes Wünschen zu leben und sich entsprechend zu entfalten. Gott schätzt es ganz offensichtlich nicht, wenn Menschen ihre Talente und ihr Potenzial nicht nutzen.

    Die Botschaft des Buches ist eine dringende Ermunterung dazu nicht aufzugeben, auch aus schlimmen und depremierenden Situationen Positives zu schaffen und der Entmutigung keinen Raum zu bieten. Unsere Gott gegebenen Talente zu nutzen und immer wieder nach Niederlagen aufzustehen ist uns in die Wiege gelegt. Diese zu entfalten scheint eine unserer Aufgaben zu sein.
    Ein sehr schönes Beispiel, das unter Anderem hierfür im Buch vorgestellt wird ist, als Rahel Jakob den zweiten Sohn gebar und ihn Benoni nannte, was "Sohn des Schmerzes" bedeutet, da sie daraufhin nach der sehr schweren Geburt verstarb. Jakob ein von Gottes Geist positiv inspirierter Mensch wollte nicht mit einem solchen Symbol der Trauer leben und benannte den Kleinen um in "Benjamin - Glückskind".

    Die ganz offensichtliche Botschaft an uns: Es ist sicherlich gut zu trauern, besser ist es dies nur für eine gewisse Zeit zu tun, um dann jedoch wieder aus voller Kraft weiter zu leben. Auch die Betrauerten würden sich das für ihre Hinterbliebenen wünschen; denn so ist Liebe. Ein guter Weg ist, Vieles ins Positive umzubenennen, so es möglich ist, um ein bewußtes Zeichen für das helle Leben zu setzen.

    Der Schreibstil dieses Buches ist, wie wir es von diesem Autoren kennen, in einer einfachen Umgangssprache verfasst. Für Leser die dies schätzen wirkt es dann "frisch und flott".

    Vom Inhalt und den Gedanken darin gefiel mir das Buch jedoch sehr gut und es brachte mir vor allem die Geschichte von Jakob aus dem Alten Testament über seine bunten Stilmittel auf bildreiche Weise sehr nahe. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll die alttestamentarisch-biblische Geschichte um Jakob und Esau gerade für unsere heutige moderne Zeit ist. Sie birgt viele gute Hinweise, Hoffnung und ganz besonders eine mutmachende Inspiration für unser oft so vom Alltag heimgesuchtes Leben.
    Das Buch ist im Großformat verlegt, das Cover zeigt einen Mann mit Bart, hinter dem man Jakob vermuten könnte. Die vielen schönen Fotos ergänzen den sehr positiven Gesamteindruck des Werkes.
    Gerade über die wertvolle Geschichte rund um Jakob und Esau kann ich die Lektüre des Werkes uneingeschränkt jedem empfehlen.

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    peedees avatar
    peedeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für mich ist (einmal mehr) deutlich geworden, dass Geduld ein eminent bedeutsamer Punkt ist. Zudem ist es wichtig, aktiv zu werden.
    Geduldig sein und aktiv werden

    Leo Bigger, Pastor der ICF (International Christian Fellowship) in Zürich, erzählt in diesem Buch die Geschichte von Jakob, der sich den Erstgeborenen-Segen erschlich und später lange Jahre auf seine Frau Rahel warten musste. Der Autor ermutigt die Leser, in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben und „ganz auf die Karte Gott zu setzen“.

    Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut; das Buch ist im Grossformat mit einem aussergewöhnlichen Layout und Fotos – künstlerisch sehr schön.

    Für mich ist es das zweite Buch von Leo Bigger, nach „Esther – Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen“. Jenes Buch hat mich sehr begeistert, insbesondere auch, weil es eine das Buch ergänzende App gab, mit Ausschnitten aus Gottesdiensten, Worships, die Esther-Geschichte als Comic u.v.m. Diese multimediale Unterstützung eines Buches war für mich eine Première, die mir sehr gut gefallen hat. Da mir „Esther“ wie gesagt sehr gut gefallen hat, habe ich mich natürlich auch auf „Jakob“ sehr gefreut.
    Die Aufmachung ist wiederum sehr modern, frisch und kreativ. Der Schreibstil ist unkonventionell, jugendlich, manchmal gar ein wenig salopp. Er illustriert z.B. die geistliche Reife von Esau, Jakob, Rebekka und Isaak mit Tomaten. Tomaten? Ja, er zeigt bei Esau die Phase der unreifen Tomate auf, bei Jakob die Phase der grünen Tomate, bei Rebekka die Phase der ungeniessbaren Tomate und bei Isaak die Phase der geniessbaren Tomate. Der gehäufte Gebrauch von Anglizismen gefällt mir persönlich nicht so, aber man ist eben „trendy“ und da er wahrscheinlich auch jüngere Leute ansprechen will, passt es – so ist eben sein Stil. Ich denke, dass zuweilen Nicht-Schweizer Mühe haben werden mit einigen „eingedeutschten“ Mundartausdrücken, wie z.B. „‘Sternenfoifi‘, was nützt es, heinomal?“ oder „[…] wo der Haken hängt, der Bartli den Most herholt […]“. Für mich als Schweizerin ist es aber kein Problem.

    Die Geschichte von Jakob wurde für mich sehr gut präsentiert: Gleich zu Beginn wird die Basisgeschichte erzählt, später werden immer wieder einzelne Bibelverse zitiert und dann durch Leos Erklärungen ergänzt. Er bringt auch Beispiele von Ereignissen aus seinem Leben.

    Die folgenden zwei Aussagen haben mir besonders gut gefallen:
    - „Es ist die grösste Katastrophe, wenn wir nicht mehr an das Potenzial glauben, dass Gott in dem Moment, als er uns geschaffen hat, liebevoll in uns hineingelegt hat.“ (S. 16)
    - „Trainiere und warte nicht mehr darauf, dass sich endlich die Umstände ändern. Präge du deine Umstände, indem du für das Wunder bereit wirst, welches Gott in dir wachsen lässt und zur Welt bringen will.“ (S. 64)


    Das Buch hat 216 Seiten und wäre als Roman ziemlich schnell ausgelesen. Aber aufgrund des Grossformats und des Layouts hat es sehr viel Text, den ich bewusst an mehreren Tagen gelesen habe, um auch darüber reflektieren zu können. Für mich ist (einmal mehr) deutlich geworden, dass Geduld ein eminent bedeutsamer Punkt ist. Zudem ist es wichtig, aktiv zu werden, dabei auch Fehler zu riskieren. Alles ist besser, als nur zuzuwarten. Da mir die multimediale Ergänzung, die ich von „Esther“ kannte, hier gefehlt hat, vergebe ich 4 Sterne. Ich hoffe, beim nächsten Buch wird diese App wieder eingeplant.

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