Leo Kanaris

 3 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Inseltod, Die Toten von Athen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Leo Kanaris

Leo KanarisInseltod
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Inseltod
Inseltod
 (3)
Erschienen am 19.06.2015
Leo KanarisDie Toten von Athen
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Die Toten von Athen
Die Toten von Athen
 (2)
Erschienen am 18.05.2018
Leo KanarisCodename Xenophon
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Codename Xenophon
Codename Xenophon
 (0)
Erschienen am 30.11.2013

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Rezension zu "Die Toten von Athen" von Leo Kanaris

Ein atmosphärischer Krimi aus Griechenland mit guter Portion Gesellschaftskritik.
Wedmavor 5 Monaten

„Die Toten von Athen“ von Leo Kanaris ist ein recht spannender, atmosphärischer Krimi mit guter Portion Gesellschaftskritik und einem sympathischen Protagonisten.

Klappentext beschreibt den Anfang ganz gut: „Griechenland – authentisch und gefährlich.
Mario Filiotis, der sehr sozial und ökologisch gesinnte Bürgermeister der Insel Astypalea, kommt in Athen bei einem mysteriösen Fahrradunfall ums Leben. Privatdetektiv George Zafiris ist der festen Überzeugung, dass sein Freund ermordet wurde. Doch bei Marios Beerdigung liegt nicht der Tote, sondern ein antiker Goldschatz im Sarg. George Zafiris nimmt die Ermittlungen auf und gerät in ein Labyrinth aus Korruption, Betrug und Gewalt.“


Der Anfang war verlockend. Im Laufe der Geschichte gewann ich eher den Eindruck, dass es dem Autor wichtiger war, die gesellschaftskritischen Aspekte in den Vordergrund zu rücken wie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die einfache Bevölkerung Griechenlands, die gesellschaftliche Zerrissenheit der Gutmenschen und die gute Organisation und perfekte Vernetzung der Verbrecher im Gegensatz zu ihnen. Die Ermittlungen an sich erschienen vor diesem Hintergrund eher zweitrangig, die Motive stellenweise etwas zu konstruiert. Das Ende war etwas unglaubwürdig und zu schnell abgewickelt.


Aber eine nette Reise voller Abenteuer in Griechenland ist dieser Krimi allemal geworden. Die Vielfalt der Orte, die George zwecks seiner Ermittlungen besucht, ihre sehr gut beschriebene Atmosphäre ist schon beeindruckend. Es ist, man wäre mit George vor Ort und schaute ihm über die Schulter. Auch die Diversität der Tätigkeiten ist positiv aufgefallen. Man ist bei der Olivenernte im Kreise der Familie und beim Ölpressen dabei, auch beim Beten mit den Mönchen auf Insel Athos, wohin den Zugang nur Männer haben dürfen, bei den flammenden Reden des Wirtes über die in der Gesellschaft fehlende Solidarität uvm. In den Krankenhäusern ist man recht oft: Am Anfang, wo es einem vermittelt wird, wie die medizinische Versorgung in Griechenland funktioniert, und am Ende beim verletzten George.


Die Figuren sind durchwegs gut gelungen. Wobei sie alle kommen wie Opfer des korrupten wie kaputten Systems vor. Der neue Assistent von George konnte mich jedoch nicht wirklich überzeugen, eher schemenhaft geblieben bis zum Schluss, bei dem ich mich motivieren musste, doch noch zum Ende zu lesen.


Fazit: Ein ganz guter, atmosphärischer Krimi, flott und recht gekonnt geschrieben. Die Spannung nimmt zum Schluss jedoch ab, und dieser fällt abrupt aus.

3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

Aufbau Taschenbuch Verlag, 352 S., ET 18.05.18.

#NetGalleyDEChallenge

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Inseltod" von Leo Kanaris

Spannung wollte hier keine aufkommen ....
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Das ist das erste Buch des Autors. Leider merkt man das ein wenig. Die Geschichte ist stellenweise langatmig.
Ja, wir wissen es. Die Wirtschaftskrise hat ganz Griechenland im Würgegriff.
Ja, wir wissen, dass nicht nur die Demokratie in Griechenland erfunden wurde, sondern auch die überbordende Bürokratie.

Detektiv George Zafiris kämpft unentwegt gegen dieses Monster an, verzweifelt und ist doch selbst ein Teil des Ganzen. Er kommt recht sympathisch bei seinen Lesern an. Auch dem dementen General konnte ich Sympathie entgegen bringen.
Sich durch die versippte Gesellschaft in Griechenland durch zu lesen, ist nicht einfach und daher nicht jedermanns Sache

Zwei Drittel des Buches fährt Zafiris mit Fähren zwischen den INseln hin und her, wühlt sich mit seinen Ermittlungen durch alle möglichen Hemmnisse der Bürokratie um dann einen Mörder aus dem Hut zu ziehen, der wie ein Phoenix aus der Asche steigt. Ich mag überraschende Wendungen in Krimis, aber dieses Ende war für mich ziemlich unmotiviert und nicht recht nachvollziehbar.

Der Schreibstil erinnert mich ein wenig an die Krimis von Petros Markaris, der jetzt auch nicht unbedingt zu meinen Lieblingskrimiautoren zählt.
Gut, dass das Buch nur ausgeliehen war.
Nur zwei Sterne.

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