Leo Lukas Wiener Blei

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Inhaltsangabe zu „Wiener Blei“ von Leo Lukas

Vor einigen Jahren war Donner eine ganz große Nummer in den Schatten - aber inzwischen ist er alt und grau. Als sich jetzt jedoch die falsche Person einmal zuviel lustig über ihn macht und ihn dann auch noch fast elendig ertrinken lässt, schwört er Rache. Gemeinsam mit seinem Freund, dem jungen und etwas seltsamen Ork Pepi, macht er sich auf die Jagd. Auf ihrem Weg durch ganz Wien - und schließlich bis tief in die Alpen - stoßen sie nicht nur auf alte Freund- und Feindschaften, sondern entdecken auch etwas, womit sie niemals gerechnet hätten: Eine merkwürdige Substanz bedroht Wien und ganz Österreich, ein Gift, das eine viel heimtückischere Wirkung hat als seine Opfer einfach nur zu töten - das Wiener Blei. Wiener Blei ist der erste Shadowrun-Roman aus Österreich. Die packende Geschichte mit mehr als einer überraschenden Wendung bietet nicht nur einen Einblick in die Alpenrepublik des nächsten Jahrtausends, sondern auch eine Betrachtung der Wiener Lebensart, wie sie nur ein Eingeweihter darstellen kann. (Quelle:'Flexibler Einband/01.01.2000')

Ungewohnter Schreibstil aber klasse zu lesen. Endlich mal ein anderes Setting als UCAS und ADL :) Wiener Blei eben

— Razzazor

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  • Pepi forever

    Wiener Blei

    Wunderwaldverlag

    05. December 2013 um 14:06

    Shadowrun war eigentlich noch nie mein Fall, aber während einer langen Busfahrt musste ich mich irgendwie von der ungarischen Puszta ablenken - sie war allzu fad. Wiener Blei ist hingegen alles andere als fad. Man merkt, dass der Autor Leo Lukas Kabarettist ist (und ein sehr guter dazu!) und mit Worten nicht nur umgehen, sondern jonglieren, die schleudern, verändern und explodieren lassen kann. Die Story ist nach dem üblichen SR-Muster aufgebaut: Die Bösen wollen das Wasser der Stadt Wien verseuchen, die Kirche des Umlandes ist erzkatholisch und schreckt auch nicht vor Inquisition zurück (und steckt mit den Bösen unter einer Decke), und dann kommen die Outsider (aus mehreren Richtungen mit unterschiedlichen Beweggründen) und wollen a) die Stadt retten / umkrempeln und sich dabei b) bereichern. Was mir besonders gut gefällt, ist die Überzeichnung der Helden und Antihelden. (Der Leser möge eine Produktbeschreibung auf den einschlägigen Portalen lesen, um sich zu orientieren.) Alle werden arg letztlich gebeutelt und etliche müssen sterben (iswohlso bei Shadowrun), nur einer darf fröhlich in die weite Welt hinausziehen, und das ist Pepi, der Troll. Er ist nicht nur wegen der konsequenten Verseuchung des Ghettos, in dem er aufgewachsen ist, ziemlich zurückgeblieben, sondern glücklicherweise magierestistent, was ihn erst dazu befähigt, sein Ghetto zu verlassen. Zudem bringt er eine fast schon unwiderstehliche Naivität mit, die an Forrest Gump erinnert (nur rennt Pepi nicht ganz so viel). Aber Pepi ist mir lieber, weil er nicht amerikanisch durchgestylt wurde, sondern so knuddelig "weanerisch", dass ich glatt Lust bekam, die Stadt wieder mal zu besuchen. Der Plot ist trotzdem spannend, flüssig und mitunter erstaunlich, denn der Autor bedient sich zwar sämtlicher Klischees, macht aber etwas draus, mit dem man gut mehrere langweilige Busfahrten überstehen kann. Und leider war das Buch irgendwann auch zu Ende, was ich als Qualitätsmerkmal sehe. Fazit: Gute Unterhaltung mit viel Witz und Dramatik. Und warum gibt es dann nur vier Sterne? - Zum Schluss störte es mitunter, dass die Bösen so Böse und die Guten so unerträglich gut waren. Aber da ja fast alle gestorben sind, hat es mich wieder versöhnt.

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