Leo N. Tolstoi Auferstehung

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Inhaltsangabe zu „Auferstehung“ von Leo N. Tolstoi

Tolstois Roman erzählt die Geschichte des Fürsten Nechliudow, der einer verurteilten Prostituierten bis nach Sibirien folgt, weil er in ihr eine Jugendliebe erkennt und sich schuldig an ihrem Schicksal fühlt. Wie ›Krieg und Frieden‹ und ›Anna Karenina‹, in deren Schatten ›Auferstehung‹ völlig zu Unrecht steht, vereint der Roman alles das, wofür der große Erzähler Tolstoi bis heute berühmt ist: wunderbare Landschaftsbeschreibungen, einfühlsame Porträts, packende Anklagen gegen Armut und Heuchelei – und nicht zuletzt eine der ergreifendsten Liebes- und Reuegeschichten der Weltliteratur. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Die Beschreibungen der Landschaft sind großartig.

— LesesternchenMilly
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  • Auferstehung

    Auferstehung
    Milkjug

    Milkjug

    29. May 2017 um 23:19

    Mit der ihm eigenen Zudringlichkeit bietet Tolstoi hier die Geschichte eines von Reichtum und Bequemlichkeit eingelullten Mannes dar, der plötzlich mit Fragen zu Schuld, Gerechtigkeit und Verderben konfrontiert wird. Die eigentliche Geschichte schwächelt vor sich hin während die Spannung eigenartigerweise mehr und mehr zunimmt. Eindrucksvolle Szenen, beißende Kritik und Tolstois verzweifelt überzeugter Lösungsansatz - all dies endet abrupt.

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  • Rezension zu "Auferstehung" von Leo N. Tolstoi

    Auferstehung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2012 um 15:00

    Ich war überrascht. Tolstoi mal nicht bis zum Abwinken schwerwiegend und zugleich nichtig in die Länge ziehend. Hier hält er sich episch etwas zurück. Angenehm und anregend zu lesen.

  • Rezension zu "Auferstehung" von Leo N. Tolstoi

    Auferstehung
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    06. May 2010 um 09:28

    Die Leiden des Fürsten Nechljudow - ein Entwicklungsroman des Glaubens Leo Tolstois breit angelegter Roman "Die Auferstehung" ist ein großes Werk, das sich mit der Frage zu Schuld und Sühne, bzw. dem Glauben per se beschäftigt. Der reiche und dandyhafte Fürst Nechljudow, der "nebenbei" eine Affaire mit einer verheirateten Frau unterhält, wird als Geschworener ins Gericht gerufen, wo er zu seinem Entsetzen feststellt, dass die wegen Giftmord angeklagte Dirne seine erste Liebe Katjuscha Maslowa ist, die er vor vielen Jahren nach einer kurzen Liason auf dem Hof seiner Tanten mit einer großzügigen Geldspende abgespeist hatte. Er versteht, dass sein egoistisches Handeln damals das Leben der Angeklagten erst in die dunklen Bahnen der Prostitution gelenkt hat. Das Gefühl von tiefer Schuld beginnt in ihm zu reifen. Durch einen Formfehler und eines unfähigen Advokaten wird die Angeklagte zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt und der Fürst setzt alle Hebel in Kraft, um die Maslowa zu retten. Die reiche und gehobene Gesellschaft beginnt ihn anzuwidern und er beginnt, seine Grundstücke an die dort arbeitenden Bauern abzutreten, um mit Katja Maslowa nach Sibirien mitzugehen und sie dort zu heiraten. Sie lehnt dieses Opfer jedoch ab. Leo Tolstois Roman ist ein wunderbares Beispiel eines psychologischen Entwicklungsromans. Ein Plädoyer für Menschlichkeit und Güte, ein Fausthieb gegen die feine Gesellschaft seiner Zeit, die arme Menschen in die Kategorien dritte und vierte Klasse Mensch abgestempelt hatte. Ein Manifest gegen die Unsinnigkeit der ad absurdum geführten Verhaftungen von wegen Nichtigkeiten angeklagten Menschen. Beeindruckend ist, wie Leo Tolstoi langsam seine Fühler ausstreckt und so den Leser mit jeder Zeile immer stärker zu fesseln vermag, obwohl das Tempo dieser Erzählung am ehesten im Bereich einer extremen Langsamkeit hängen bleibt, bevor der Autor im dritten und letzten kurzen Teil seine dramatische Pranke offenbart und diese "Auferstehung" offensiv dem Ende zutreibt. Großartige Figurenzeichnung, die alle ProtagonistInnen so lebhaft und echt erscheinen lassen, dass man das sich einschleichende Gefühl, sie persönlich zu kennen, nicht los wird; sowie präzise, poetische, ja fast riechende Beschreibungen Moskaus, St. Petersburgs und der Reise nach Sibirien zerren den Leser in diesen Roman hinein und lassen ihn erst nach der letzten Seite wieder los. Die Übersetzung von Ilse Frapan ist zum Großteil wirklich sehr gut und überzeugend, die nicht in die Falle tappt, die im Russischen typischen Verniedlichungen ins Deutsche zu übernehmen. Manche russische Wendungen/Worte/Floskeln sind zu direkt übersetzt, sodass der Sinn verloren geht. Während im Russischen ein Portier ein "Schweijzar" ist, so ist die Übersetzung mit "der Schweizer" absolut misslungen. Und wenn Nechljudow eine Affäre romantischer Natur hat, die im Russischen ein "Roman" ist, so ist sein Roman mit einer verheirateten Dame" eine kleine übersetzungstechnische Entgleisung. Tolstois Tendenz zur moralischen Läuterung ist mitunter etwas nervend, doch ist gerade dieses an den Nerven Zerrende der Schlüssel zum Verständnis der inneren Kämpfe des Protagonisten. Was in den Händen eines geringeren Schriftstellers altbacken, bzw. unmöglich und mit dem Drive eines Oberlehrers daherkommen würde, wird hier zum spannenden, literarischen Glaubenskampf, dem man sich, auch als wenig religiöser, oder atheistischer Mensch kaum entziehen kann.

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  • Rezension zu "Auferstehung" von Leo N. Tolstoi

    Auferstehung
    Ferrante

    Ferrante

    14. June 2007 um 18:50

    Wie die meisten russischen Klassiker voluminös, aber spannend. Besonders die lakonischen Schilderungen des Grauens in den Gefängnissen und den Gefangenenmärschen blieben mir in Erinnerung. Das Ende wirkte auf mich etwas plötzlich, es wird aber vor dem Hintergrund verständlich, dass Tolstoi die religiös-moralische Entwicklung seines Helden zum Zentrum machen wollte, die eben in den letzten Absätzen ihr Ziel (für Tolstoi) erreicht. (Negativ fielen mir die heftig mit damaligen Klischees ausgestattenen und abwertenden Erwähnungen von homosexuellen Menschen auf.) Diese Ausgabe bietet gute Anmerkungen, was für mich besonders wegen der französischen Gesprächspassagen wichtig war.

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