Leo N. Tolstoi Der Überfall

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Inhaltsangabe zu „Der Überfall“ von Leo N. Tolstoi

Die eindringliche Erzählung über falschen Mut und wahre Tapferkeit in Zeiten der Gefahr aus dem Frühwerk des großen russischen Schriftstellers. 1 CD Laufzeit: 63:48 Minuten STEREO Regie: Dirk Schwibbert Sprecher: Markus Hoffmann Nach der Übersetzung von Hanny Brentano c und p 2004 Argon Verlag, Berlin Aufnahme: Mainland Media, Berlin Matthias Pätsch Printed in Germany Made in Germany Gestaltung: Bauer + Möhring, Berlin unter Verwendung eines Gemäldes von Adolf von Menzel (Quelle:'Audio CD/22.03.2004')

"Der Überfall" ist ein empfehlenswertes Werk, für alle, die gerne philosophieren.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Über wahre Tapferkeit und (Über-)Mut

    Der Überfall

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. September 2014 um 14:01

    „Ist denn nicht genug Platz auf dieser Welt für alle?“ „Der Überfall“ gehört zu Leo N. Tolstojs ersten Werken. Es ist eine Erzählung über falschen Mut und wahre Tapferkeit in Kriegszeiten. Erschienen ist das Werk erstmals im Jahre 1853. Es ist der 12. Juli, als der Kapitän den Ich-Erzähler aufsucht. „Ich komme soeben vom Ob.Ost.* Morgen rückt unser Bataillon aus.“ „Wohin?“, fragt der Erzähler. „Nach Enden. Dort sollen sich die Truppen sammeln. […] Der Befehl lautet: Abmarschieren.“ Der Erzähler möchte mitkommen, worauf ihm der Kapitän rät, lieber nicht mitzugehen. Diesen Rat nimmt sich der Erzähler jedoch nicht zu Herzen, denn er wartet schon lange darauf, ein Gefecht mitzuerleben. Das wirft die Frage auf: Was ist Tapferkeit? Die beiden beginnen zu diskutieren. „Tapfer ist, wer sich so benimmt, wie es sich gehört“, sagt der Kapitän. Der Ich-Erzähler denkt darüber nach, erinnert sich an die Worte des Philosophen Platon und kommt schließlich zu dem Schluss: „Tapfer ist, wer nur das fürchtet, was man fürchten muss und nicht das, was man nicht zu fürchten braucht.“ Am nächsten Tag ziehen sie los und der Erzähler beginnt von seinen Eindrücken zu berichten. Er beobachtet die Menschen, die sich auf den Kampf vorbereiten und sich sehr darüber freuen. Von Trauer und Angst keine Spur, als sei das, was sie vor haben zu tun, nur ein Spiel. Sie lachen und feiern und scheinen über das, was kommen mag, nicht weiter nachzudenken. Diese Sorglosigkeit bringt den Ich-Erzähler zum Nachdenken. Er fragt sich, wie sich jemand darüber freuen kann, anderen Menschen Leid zuzufügen. Morgen schon könnte jeder von ihnen tot sein. Aber wahrhaben will es scheinbar niemand. Der falsche Mut, der zu Übermut führt, treibt schließlich so manchen in den Tod. Und der Ich-Erzähler fragt sich: Ist denn nicht genug Platz auf dieser Welt für alle? Muss dieser Krieg denn wirklich sein? „Der Überfall“ ist eine philosophische Erzählung, die einem zeigt, dass Tapferkeit und Mut nicht immer richtig sind und mit welchem Preis diese bezahlt werden müssen. Markus Hoffmann liest diese Geschichte so überzeugend und angenehm, dass man sich trotz des schwierigen Themas auf den Inhalt einlassen kann. Seine ruhige Art zu lesen ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit den Gedanken und Gefühlen des Protagonisten, da man nicht durch übertriebene Artikulation unterbrochen wird. „Der Überfall“ ist ein empfehlenswertes Werk, für alle, die gerne philosophieren. © Bücherstadt Kurier

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